Nachdenken bei den Falken Groß-Bieberau-Modau

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Corona ist in aller Munde. Auch Handball-Drittligist Falken MSG Groß-Bieberau-Modau beschäftigt nicht nur die vermeidbare Auftaktniederlage vergangene Woche gegen den Leichlinger TV in eigener Halle, sondern auch die gesundheitlichen Folgen und Konsequenzen aus dem Spiel. Nachdem bekannt wurde, dass Leichlinger Spieler mit dem Corona-Virus infiziert sind, ging auch im Odenwald die Sorge um die eigenen Spieler um. Da die an der Begegnung beteiligten Spieler alle als Kontaktpersonen ersten Ranges zählen, wurden sie prophylaktisch vom Gesundheitsamt in eine 14-tägige Quarantäne versetzt. Dies gab der Verein am Dienstagabend bekannt.

Mitte der letzten Woche zeigten dann auch Bieberauer Spieler leichte Symptome und eine vorsorgliche Testung ergab bei sieben Spielern und zwei weiteren Kontaktpersonen aus dem Umfeld der Mannschaft ein positives Ergebnis. Alle Betroffene fühlen sich mittlerweile wieder gesund und warten das Ende der angeordneten Quarantäne ab. 13 weitere, beteiligte Personen wiesen ein negatives Testergebnis auf und zeigten auch keinerlei Symptome. Besucher des Spiels waren nicht betroffen. Vorsorglich sollten sich aber auch Besucher, die möglicherweise längere Kontakte zu den Spielern hatten und deutliche Symptome aufweisen, testen lassen.
 
Spiele fallen aus
 
Die angeordnete Quarantäne für die Spieler hatte zur Folge, dass die beiden Matches der HSG gegen Gummersbach und Hanau verlegt werden mussten. Gespielt werden darf erst wieder am  23. Oktober  zuhause gegen den TV Gelnhausen.
 
14 Tage Zwangspause, 14 Tage kein Training und anschließend steht das Derby gegen Gelnhausen an. Ein Unding. Nach Ansicht der HSG kann und darf die Saison so nicht weiter gehen. Daher ist HSG-Trainer Thorsten Schmid dementsprechend aufgebracht: „Wir verfolgen seit Trainingsbeginn in der Vorbereitung ein akkurates und nachhaltiges Hygienekonzept, achten auf Kleinigkeiten und zeigen absolute Vorsicht und dann kommst du völlig unverschuldet und arglos in solch eine Situation. Das kann jeder Mannschaft so passieren und deshalb muss jetzt rechtzeitig etwas geschehen um die Mannschaften zu schützen.“ 
 
Großes Nachdenken bei den Falken
 
Die Vorgänge um das Spiel gegen Leichlingen und die Folgen daraus, haben die Falken zum Nachdenken gebracht. „Wir werden unser Hygienekonzept, das sich als belastbar gezeigt hat, weiterhin scharf verfolgen und ab sofort vorsorglich keine Gästezuschauer mehr zulassen. Die bereits erfolgte strikte Trennung der Mannschaften und der Besucher wird noch stärker kontrolliert. Außerdem werden wir beim DHB einen Antrag auf weitere, geeignete Sicherheitsmaßnahmen für die Spieler und alle beteiligten stellen. Nach nur zwei Spieltagen sind bereits fünf Spiele ausgefallen, abgesehen davon, wann und wie die Spiele nachgeholt werden können, haben wir alle auch eine Fürsorgepflicht gegenüber unseren Spielern und Helfern. Es muss deshalb vor jedem Spiel ein Corona-Schnelltest erfolgen, um Sicherheit und Klarheit her zu stellen. Nur so können wir die Saison ordentlich durchspielen und nicht die Gesundheit unserer Spieler gefährden“, sagte HSG-Manager Georg Gaydoul eindringlich. Beim DHB stößt man dabei auf offene Ohren. Er setzt sich bereits mit der Problematik auseinander und will in Kürze Ergebnisse vorlegen.
 
Für alle Beteiligten ist die Situation alles andere als einfach und wir dürfen gespannt sein, wie die Ergebnisse des DHB ausschauen. 
 
Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!