Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wie der Pressesprecher des Deutschland Achter, Carsten Oberhagemann, in einer Pressemitteilung bekanntgab, nutzt der Deutschland-Achter vor den Olympischen Spielen in Paris die letzte Chance auf einen großen internationalen Wettbewerb und startet beim Weltcup im polnischen Posen. Gerudert wird vom 14. bis 16. Juni. Auch der Vierer ohne Steuermann wurde für den Weltcup gemeldet, um sich in dieser Saison noch einmal gegen die internationale Konkurrenz zu zeigen.

Das Team Deutschland-Achter ist am gestrigen Mittwochmorgen nach Polen aufgebrochen und hat noch am Nachmittag die erste Einheit auf dem Wasser absolviert. In Posen gehen die beiden Boote mit unterschiedlichen Voraussetzungen an den Start. Der Deutschland-Achter will nach dem unbefriedigenden Ergebnis beim Weltcup in Luzern und der anschließenden Umbesetzung weitere Rennkilometer sammeln, um an den letzten Schrauben für Olympia zu drehen. Für den Vierer wird der Weltcup nach der knapp verpassten Olympia-Qualifikation der Saisonabschluss.

Viele Kilometer in neuer Besetzung absolviert

Zuletzt hat der Deutschland-Achter auf dem Dortmund-Ems-Kanal viele Kilometer in neuer Besetzung gesammelt, mit Frederik Breuer für Hannes Ocik und Mattes Schönherr als Schlagmann. „Zunächst musste sich jeder in der neuen Besetzung zurechtfinden. Das ist gut gelaufen, wir konnten das Team wieder in Einklang bringen. Dann haben wir Geschwindigkeit reingebracht und auch das war vielversprechend“, berichtet Bundestrainerin Sabine Tschäge: „Es wird uns guttun, jetzt auch noch ein Rennen zu fahren.“ Das Team setzt gerade hohe Umfänge um, wird den Wettkampf mit Blick auf Olympia aus dem Training heraus bestreiten und tritt in dieser Reihenfolge an (Bug bis Heck): Benedict Eggeling, Frederik Breuer, Olaf Roggensack, Laurits Follert, Max John, Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Steuermann Jonas Wiesen.

Erneutes Aufeinandertreffen mit Australien

In Polen trifft die Crew auf Rumänien, zwei Boote aus der Ukraine und Australien, das sich zuletzt in Luzern noch vor dem Deutschland-Achter positionieren konnte und im vergangenen Jahr WM-Bronze holte. „Das wird ein Gradmesser, es sind starke Achter vor Ort“, sagt Tschäge, will aber keine Platzierung als Ziel ausgeben: „Für uns geht es erstmal darum, mit der Besetzung in Takt zu kommen und gute Rennen abzuliefern. Wir wollen ruderisch besser auftreten als zuletzt in Luzern und als Mannschaft dazulernen.“ Am Freitag um 16 Uhr steigt das Bahnverteilungsrennen, am Sonntag um 12.52 Uhr das Finale.

Vierer trifft auf elf Boote

Der Vierer ohne Steuermann trifft unter anderem auf Großbritannien, Neuseeland und Australien. Das Quartett startet mit dem Vorlauf am Freitag (ab 11.22 Uhr) in den Wettkampf. Das A-Finale findet am Sonntag um 11.11 Uhr statt. Statt Breuer rückt Marc Kammann zu Jasper Angl, Kaspar Virnekäs und Malte Großmann ins Boot. „Sie sind bei der Qualifikation gut gefahren und haben sich einen vernünftigen Abschluss verdient. Außerdem planen wir auch nächste Saison mit den Jungs und wollen ihnen weitere Rennerfahrung geben“, so Tschäge.

Als Ersatzleute fahren Theis Hagemeister und Rene Schemla mit nach Polen. Der Zweier mit Sönke Kruse und Julius Christ wird nach dem strammen Programm zur Qualifikation für Olympia nicht beim Weltcup in Posen antreten.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Wie Handball Drittligist TV Gelnhausen in einer Pressemitteilung bekanntgab, schenkt der Verein Nachwuchstalent Matthis Thanscheidt sein Vertrauen und stattet ihn mit einem Dreijahresvertrag aus. Thanscheidt ist ein großes Talent aus der A-Jugend des TV Gelnhausen. Der Halblinke wird in der nächsten Saison sowohl in der A-Jugend spielen als auch für das Juniorenteam in der Oberliga und wird sukzessive für das Drittliga-Team der Rotweißen aufgebaut.

Damit ist Thanscheidt ein weiteres Beispiel für einen talentierten Handballer aus der TVG-Handballschule, der den Weg Richtung Drittliga-Kader findet. Thanscheidt hat bereits mit vier Jahren bei den Minis vom TV Gelnhausen angefangen, Handball zu spielen. Nach einem Wechsel in der C-Jugend zur HSG Hanau, kehrte er im vergangenen Jahr zurück in die Heimat zum TVG, wo er seitdem in der A-Jugend aktiv ist.

Starke Verbundenheit zum TVG

Seine starke Verbundenheit zum TV Gelnhausen ist ungebrochen. „Gelnhausen ist mein Heimatverein und ich glaube, dass ich mit dem TVG meine Ziele erreichen kann. Ich will mich als Drittligaspieler etablieren und viele Erfolge feiern. Der TV Gelnhausen hat immer wieder gezeigt, dass er Jugendspieler sehr gut in die erste Mannschaft integrieren kann“, sagt Thanscheidt.

Auch Chef-Trainer Matthias Geiger ist von dem Nachwuchstalent aus der TVG-Handballschule überzeugt: „Matthis ist noch ein sehr junger Spieler, der aber schon sehr viel Potenzial hat und das auch immer wieder zeigt. Er ist sehr motiviert und engagiert und hat schon sehr gute körperliche Voraussetzungen. Wir freuen uns in den nächsten Jahren mit ihm arbeiten zu können und sein ganzes Potenzial ausschöpfen zu können.“

Thanscheidt soll in der kommenden Saison in der A-Jugend und vermehrt im Juniorenteam des TV Gelnhausen eingesetzt und systematisch an die erste Mannschaft herangeführt werden. „Matthis hat schon in der vergangenen Saison regelmäßig bei der ersten und zweiten Mannschaft mittrainiert und bewiesen, dass er das Tempo und die Intensität mitgehen kann. Wir freuen uns sehr mit Matthis einen weiteren Jugendspieler perspektivisch für die erste Mannschaft mit einem Vertrag auszustatten und ihn auf Drittliga-Niveau führen zu können“, sagt TVG-Manager Philip Deinet.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Wie die Deutschland Achter GmbH in einer Pressemitteilung bekanntgab, wird es – für viele überraschend – eine Umbesetzung im Deutschland Achter geben. Frederik Breuer rückt für Hannes Ocik ins Flaggschiff. Mattes Schönherr übernimmt beim Weltcup in Posen die Schlagmann-Position.

Lest nachfolgend die PM:

Es sind noch knapp 50 Tage bis Paris. Der Deutschland-Achter wird nach dem ernüchternden Ergebnis beim Weltcup in Luzern – Platz fünf mit fast fünf Sekunden Rückstand zum Podiumsplatz – umbesetzt. Für Schlagmann Hannes Ocik rückt Frederik Breuer ins Boot. Ocik, der den Deutschland-Achter zweimal zu olympischem Silber (2016 und 2021) geführt hat und drei WM-Titel gewann, war erst Anfang April zurück ins deutsche Paradeboot berufen worden.

„Das ist jetzt eine harte Entscheidung. Für Hannes persönlich tut es mir leid – vor allem aufgrund der in seiner Karriere erzielten Erfolge und Leistungen. Aber wir haben immer gesagt, dass es eine vorläufige Besetzung ist und wir die Gesamtlage neu bewerten, wenn wir wissen, welche Boote sich für Paris qualifiziert haben“, sagte Bundestrainerin Tschäge. Bei der Qualifikationsregatta in Luzern löste der Zweier ohne Steuermann ein weiteres Ticket für den Männer-Riemen-Bereich des DRV. Der Vierer verpasste dieses Ziel um einen Platz.

Vom Vierer in den Achter

Frederik Breuer rückt nun aus dem Vierer in das Flaggschiff. „Mit Freddie wurde einer der leistungsstärksten Backbord-Ruderer frei. In Relation zum Körpergewicht ist er sogar der Stärkste“, begründete Tschäge die gemeinsam mit der sportlichen Leistung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) getroffene Entscheidung und ergänzte: „Mir ist wichtig zu betonen, dass Hannes ein Versuch war, mehr Stabilität in die Rennen zu bekommen. Dies ist uns nicht ganz geglückt. Mit Mattes Schönherr haben wir letztes Jahr die Qualifikation geschafft und zudem haben sich Sitzpositionen im Boot verändert.“

So wird Mattes Schönherr auch beim Weltcup im polnischen Posen, dem abschließenden Wettbewerb vor den Olympischen Spiele, die Position auf Schlagmann übernehmen. Hier trifft der Deutschland-Achter auf das Olympia-Boot aus Australien, einen rumänischen und zwei ukrainische Nationalboote. Die Bundestrainerin erhofft sich im Vergleich zu Luzern eine klare Steigerung. „Wir haben nicht viel Zeit und wollen schnellstens den Turnaround schaffen“, so Tschäge.

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Seit vergangenen Sonntag ist die Handballsaison 2023/24 in Liga eins Geschichte und auch für Dino Corak war es sein letztes Spiel beim HSVH Hamburg. Der Kreisläufer kehrt nach schönen und ereignisreichen Wochen wieder in die Heimat zurück. Von der Millionenstadt Hamburg zurück ins beschauliche Aschaffenburg.

Die Entscheidung, seinen Vertrag bei den Hanseaten nicht zu verlängern, ist bereits Anfang April gefallen. Es war einzig und allein seine Entscheidung und trotzdem klingt ein bisschen Wehmut in seiner Stimme mit. Denn es hat Dino Corak sehr gut in Hamburg gefallen und er nimmt viele tolle Momente mit nach Hause. Vor allem wenn er zurückdenkt, wie er in Hamburg ankam – mit einem Rucksack und einer riesigen Plastiktüte, in die er das Wichtigste reingepackt hatte. Er kannte persönlich niemanden im Verein und er war aufgeregt bei seinem ersten Zusammentreffen mit der Mannschaft. Doch alle haben es ihm sehr leicht gemacht, sich schnell einzuleben und sich wohlzufühlen.

Zurück an den Untermain

Nun geht es zurück an den Untermain. „Ich habe mir die letzten Wochen viele Gedanken über meine Zukunft gemacht, habe hin und her überlegt. Es bestand die Möglichkeit, in Hamburg weiter zu machen. Dafür bin ich sehr dankbar. Doch letztlich habe ich für mich die Entscheidung schon Anfang April gefällt. Ich möchte meine Karriere vorerst beenden und mich anderen Dingen widmen“, sagt der sympathische Vollblut-Handballer. Weiter sagt er. „Für mich stand immer fest, dass ein anderer Zweitligist als der TV Großwallstadt für mich nie in Frage kommen würde. Als allerdings im vergangenen Dezember die Anfrage der Hamburger kam, konnte ich nicht nein sagen.“ Erste Liga – toller Verein – tolle Stadt – Riesenchance erste Liga zu spielen – wer wollte es ihm verübeln, dass er dieses Angebot angenommen hat…

Unabhängig von dem „Lizenz-Hickhack“ des HSVH hat sich der Kreisläufer schon frühzeitig für eine andere Option entschieden. „Wenn ich mit Handball weitergemacht hätte, dann beim HSVH. Ich habe viele Spielanteile erhalten und es war so eine wunderbare Zeit mit tollen Mitspielern, tollen Trainern, einem super Umfeld und einer überragenden Stadt. Doch jetzt ist es Zeit für mich für einen neuen Lebensabschnitt. Ich möchte jetzt einfach mal eine Weile mein Leben leben, ohne ‚fremdbestimmt‘ zu sein. Dann wird man sehen, was kommt.“

Trainingspläne bestimmten sein Leben

Was Dino Corak damit sagen will, ist, dass er sich die letzten 20 Jahre nur nach Spiel- und Trainingsplänen gerichtet und sein ganzes bisheriges Leben dem Sport untergeordnet hat. Sein komplettes privates Umfeld musste sich ebenfalls nach diesen Plänen richten. Jetzt will er einfach erst einmal in Ruhe sein Haus in der Nähe von Aschaffenburg fertig bauen, ein bisschen Urlaub machen, seinen Interessen nachgehen und das Gefühl genießen, dass er nicht all das in ein paar freie Wochen im Jahr hineinpacken muss. „Dann gucke ich in Ruhe, wie es mir bis Ende des Jahres damit geht“, grinst er. Derzeit ist er mit sich und seiner Entscheidung völlig im Reinen – und dies strahlt er auch nach außen hin aus.

Gefreut hat es ihn, dass sein „alter“ Verein TV Großwallstadt bei ihm angefragt hat, ob er wieder zurück kommen würde. „Es hat mich sehr gefreut, dass die Verantwortlichen versucht haben, mich wieder zurück zu holen. Aber auch dem TVG habe ich abgesagt – wie anderen Vereinen auch“, sagt Corak. Wen wundert’s, dass er einige Angebote auf dem Tisch liegen hatte. Denn der 29-Jährige ist ein Sportler durch und durch und gibt immer alles.

Die Zeit Revue passieren lassen

Wenn er die Zeit in Hamburg Revue passieren lässt, dann gab es für ihn nur positive Momente. „Für mich war die Zeit super und ich habe jede Minute genossen. Dass ich so viel Spielzeit bekommen habe, damit habe ich gar nicht gerechnet.“ Die ersten beiden Spiele seit er dem HSVH angehörte, gingen verloren und es sah in der Tabelle nicht ganz so gut aus. Danach startete die Mannschaft einen Lauf, verlor sieben Mal in Folge nicht mehr und verabschiedete sich immer mehr von den Abstiegsrängen. Am Ende der Saison wurde es der neunte Platz. „Highlight war das Kiel-Spiel, als wir quasi mit dem Schlusspfiff noch einen Punkt geholt haben. Ich finde, das war zuhause unser bestes Spiel. 14 Welt-Stars stehen dir vor ausverkauftem Haus gegenüber. Das war für mich ein Erlebnis. Die Halle ist explodiert“, erinnert sich Dino Corak gerne an diese Begegnung zurück. Aber generell, sagt er, war die Stimmung immer überragend und bei jedem Spiel die Halle rappelvoll. „Da musste ich mich auch erst einmal dran gewöhnen und konnte es aber dann immer genießen.“

Nun heißt es Abschied nehmen

Nun heißt es erst einmal Abschied nehmen. Vom HSVH und vom Handballsport. Beim letzten Heimspiel wurde er – zusammen mit einigen anderen Spielern – verabschiedet und es wurde sehr emotional.

Der Kreisläufer bezeichnet das letzte halbe Jahr als das besonderste und das beste seines Lebens und meint: „„Das letzte halbe Jahr war, um ehrlich zu sein, das Beste jemals. Ich durfte hier in der stärksten Liga der Welt mit einer unfassbar geilen Truppe etliche Siege feiern. Das werde ich nie vergessen und es bedeutet mir viel, dass der HSVH mir weiterhin das Vertrauen für eine Zusammenarbeit entgegengebracht hätte. Jetzt ist es aber erstmal an der Zeit für einen neuen Lebensabschnitt ohne Profihandball. Ich bedanke mich bei allen Trainern, Mitspielern und Fans, welche mich auf dem Weg aus der Bezirksoberliga bis in die Bundesliga begleitet haben.“ Und weiter sagt Corak: „Auch möchte ich mich beim TV Kirchzell und meinem „Heimatverein“ TV Grosswallstadt bedanken, bei dem ich den Großteil meiner Karriere verbracht habe und welcher sich sehr um meine Rückkehr bemüht hat. Das weiß ich sehr zu schätzen.“

Ein Kapitel seines Lebens schließt Dino Corak jetzt erst einmal ab. Doch man sollte niemals nie sagen – und wie heißt es so schön: In Hamburg sagt man Tschüss – das heißt  Auf Wiedersehen! Das gilt sicher nicht nur für Hamburg…

 

Das Bild hat uns Dino zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Wie Handball Drittligist HSG Hanau in einer Pressemitteilung bekanntgab, wird Saad Khan ab der neuen Saison das Tor der HSG hüten. Der 28-jährige Saad Khan kommt vom Landesligisten MSG Umstadt/Habitzheim und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025. Mit der Verpflichtung des gebürtigen Pakistaners reagiert die HSG auf den Abgang von Can Adanir und hat damit eine weitere Planstelle im Kader von Trainer Hannes Geist für die Saison 2024/25 attraktiv besetzt.

„Saad ist einfach ein super Typ, der mit seiner engagierten und humorvollen Art prima in unser Mannschaftsgefüge passt und sich hier bestimmt schnell wohlfühlen wird“, findet Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Wir freuen uns sehr, dass er in der nächsten Saison unser Torhüter-Duo komplettiert.“

Der Keeper selbst sagte: „Ich freue mich riesig darauf, in der nächsten Saison bei der HSG zu sein und mit alten Mannschaftskameraden auf das Feld aufzulaufen. Ich kenne den Verein seitdem er in die 3. Liga aufgestiegen ist und habe seine stetige Entwicklung und Professionalisierung beobachtet. Jetzt ein Teil des Ganzen zu sein, erfüllt mich mit Vorfreude. Ich werde mein Bestes geben, um die Mannschaft in der nächsten Saison zu unterstützen.“

Auf der Torhüterposition wird Saad Khan gemeinsam mit Benedikt Müller zwischen den Pfosten stehen. HSG-Fans und der Blaue Block können sich auf ein dynamisches Duo freuen, welches sich zwischen den Pfosten gut ergänzen wird und gemeinsam den Kasten für die Spielgemeinschaft in der dritten Liga sauber halten will.

Trainer Geist: “Saad ist ein anderer Spielertyp als Benedikt”

„Saad ist ein etwas anderer Spielertyp als Benedikt. Er ist ein bisschen kleiner, etwas verrückter und zeichnet sich vor allem durch großen Trainingsfleiß und viel Emotionalität aus“, sagt HSG-Cheftrainer Hannes Geist über seinen Neuzugang. „Er ist immer mit einem Lächeln auf den Lippen unterwegs und wir sind voller Vorfreude darauf, wenn er sich im nächsten Monat der HSG Hanau anschließen wird.“

Khan spielte in der abgelaufenen Saison noch mit der MSG Umstadt/Habitzheim in der Landesliga Hessen-Süd. Zuvor stand der angehende Lehrer, der in Darmstadt lebt und studiert, von 2016 bis 2021 für die MSG Falken Groß-Bieberau/Modau zwischen den Pfosten und sammelte dort schon reichlich Drittliga-Erfahrung. Bevor er mit 20 Jahren zu den Falken wechselte, war er im Odenwald für den TV 88 Reinheim aktiv.

„Wir glauben, dass wir mit Müller und Khan ein sehr interessantes Duo zusammengestellt haben, welches in der nächsten Saison ein wichtiger Rückhalt für unser Team sein wird“, so Geist. „Saad passt einfach super zur HSG Hanau und mit seiner umgänglichen Art wird er sich sicher schnell in den Verein integrieren können.“

 

Das Bild, das Saad Khan und Trainer Hannes Geist zeigt, hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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In der zweiten Handball Liga stand am gestrigen Samstag der letzte Spieltag an. So auch für den TV Großwallstadt. Er musste gegen den schon als Absteiger feststehenden EHV Aue antreten. Die Mannschaft von Trainer Michael Roth wollte sich mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden und sie wollte die theoretische Chance auf den DHB Pokal, für den Platz zehn nötig war, wahren. Am Ende des Spiels stand ein mageres 31:31 (15:15).

Platz zehn sicherte sich die HSG Nordhorn Lingen mit einem 28:23-Erfolg über GWD Minden. Der TVG hingegen hat sein Saisonziel – einen einstelligen Platz – mit Rang 14 verfehlt.

Beide Mannschaften erlaubten sich viele Fehler und ließen hochkarätigste Chancen liegen. Nach dem 4:4 (10.) zog Aue mit zwei Treffern weg und beim 10:12 in der 25. Minute zog Michael Roth die Reißleine. Er forderte von seinen Jungs mehr Konzentration im Abschluss und mehr Geduld. “Die schenken uns nichts”, waren seine Worte. Mit 15:15 ging es in die Pause.

Aue hatte die Nase vorn

Nach Wiederbeginn hatte Aue schnell wieder die Nase vorn und es dauerte bis zur 43. Minute, ehe der TVG – nach dem 1:0 in der zweiten Minute – wieder die Führung übernehmen konnte (23:22). Wer aber gedacht hat, dass das Pendel nun zugunsten der Hausherren ausschlagen würde, sah sich getäuscht. Die Gäste legten alles rein, führten in der 53. Minute mit 29:26 und in der 58. Minute mit 31:28. Im Schlussspurt gaben sie aber den möglichen Sieg aus der Hand, denn der TVG steckte nicht auf, sondern holte sich durch Tore von zweimal Bicer und einmal Stark letztlich noch einen Punkt.

Petros Boukovinas in überragender Form

Beste Akteure beim TVG war Petros Boukovinas, der den TVG Richtung Coburg verlässt. Er war überragend, verzeichnete 19 Paraden und brachte den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung. Auch Frieder Bandlow, den es nach Nordhorn zieht, war in bestechender Form und erzielte sieben Treffer. Görkem Bicer, der wohl in seine Heimat Türkei zurück geht, glänzte ebenfalls mit 7/4 Treffern.

Bei den Verabschiedungen von Simon Strakeljahn, Petros Boukovinas, Frieder Bandlow, Görkem Bicer und Adrian Kammlodt nach Spielschluss wurde es sehr emotional und es gab viel Applaus vom Publikum. Aber es gab auch gute Nachrichten zum Schluss. Kreisläufer Lars Röller wird dem TVG auch die kommende Saison erhalten bleiben.

Nun ist erst einmal etwas Pause und Trainer und Spieler können die Akkus aufladen. Mit der Vorbereitung wird der TVG am 22. Juli starten.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

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Wie Handball Zweitligist TV Großwallstadt in einer Pressemitteilung bekanntgab, wird Kreisläufer Lars Röller auch in der kommenden Saison das TVG-Trikot tragen.

Der 25-Jährige ist im Januar dieses Jahres kurzfristig zum TVG gestoßen, als Kreisläufer Dino Corak in die erste Liga zum HSV Hamburg ging. Seit Lars Röller in der Mannschaft von Trainer Michael Roth ist, hat er mit guten Leistungen überzeugt. Deshalb wird der Kreisläufer in der kommenden Saison mit Patrick Gempp und Florian Mohr das Kreisläufer-Trio bilden. 

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich, dass der 2.07 Meter große Athlet noch eine weitere Spielzeit in Großwallstadt bleibt. „Lars ist Anfang des Jahres aus Leutershausen zu uns gewechselt und musste in große Fußstapfen treten. Er hat seine Aufgabe aber gut gemacht und hat sich im Lauf der Rückrunde sehr gut in die Mannschaft integriert. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, den eigentlich nur bis zum Ende der aktuellen Saison datierten Vertrag mit ihm um ein weiteres Jahr zu verlängern.“

Michael Roth: “Lars kam in einer schwierigen Phase zu uns”

Trainer Michael Roth sagte über seinen Spieler: „Lars kam in einer schwierigen Phase zu uns und hat sich sofort von der ersten Minute an sowohl menschlich als auch sportlich weiterentwickelt. Deswegen geben wir ihm noch einmal die Chance, mit Florian Mohr in den Konkurrenzkampf zu gehen und sich dabei stetig weiterzuentwickeln.“

Der Kreisläufer selbst ist glücklich, ein weiteres Jahr in Großwallstadt verbringen zu können: „Ich freue mich, weiterhin Teil des TVG-Teams zu sein. Die Integration lief super, auch wenn es während der Saison natürlich schwieriger ist, als wenn man von Beginn an da ist. Ich habe Bock, eine erfolgreiche Saison mit der Mannschaft und den tollen Fans zu spielen.“

Lars Röller ist am 24.01.1999 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Von 2005 bis 2013 lief er für die TSG Mutterstadt auf, danach wechselte er in der Jugend zur TSG Friesenheim. Von 2015 bis 2018 spielte er für die Junglöwen der Rhein-Neckar-Löwen in der B- und A-Jugend. Dort sammelte er erste Erfahrungen im Profibereich, bevor er 2019 zu HBW Balingen-Weilstetten wechselte.  Ab der Spielzeit 2021/22 trug er das Trikot der SG Leutershausen, die er dann im Januar 2024 außerplanmäßig verließ, um in der zweiten Liga beim TV Großwallstadt für Tore zu sorgen. Lars Röller erhält einen Vertrag bis Juni 2025.   

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.         

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wenn am heutigen Samstag um 18 Uhr der Anpfiff für den letzten Spieltag in der zweiten Liga ansteht, können die meisten Mannschaften einfach befreit aufspielen, denn für sie ist schon lange alles entschieden – egal, ob Auf- oder Abstieg. Für andere geht es noch um den Einzug in den DHB Pokal, wieder andere wollen noch ein bisschen in der Tabelle nach oben rutschen.

Und wenn dann am letzten Spieltag der Abpfiff ertönt, dann ist die Saison Geschichte. Es folgt eine mehrwöchige Pause, ehe der Handball Alltag wieder von vorne los geht.

Heute Abend empfängt der TV Großwallstadt zum vorerst letzten Mal den EHV Aue, denn die Gäste stehen bereits als Absteiger fest und werden in der kommenden Saison eine Liga tiefer antreten.

Und – wie jede Saison – wird es auch wieder Spielerverabschiedungen geben. Neben Torhüter Petros Boukovinas, Adrian Kammlodt, Görkem Bicer werden auch Frieder Bandlow und Simon Strakeljahn den TVG verlassen.

Letztes Aufeinandertreffen im April

Handball gespielt wird auch noch. Die vorangegangene Begegnung der beiden Teams liegt noch gar nicht so lange zurück – das Hinspiel musste auf den 17.04.2024 verlegt werden. Da gewann der TVG gegen den Tabellenletzten mit 24:28 und schmälerte damit auch die Hoffnungen der Sachsen auf einen Ligaverbleib. Der EHV war erst zu Beginn der Spielzeit aus der dritten Liga wieder in die zweite aufgestiegen, muss nun aber den Gang nach unten nach nur einer Saison wieder antreten.

Zuletzt hatte die Thematik um die Lizenz des HSV Hamburg noch einmal Brisanz in die ganze Sache gebracht. Doch nach der Niederlage in Bietigheim war der Abstieg dann endgültig besiegelt. Dennoch werden die Sachsen sich gebührend aus der zweiten Liga verabschieden wollen und demnach noch einmal alles in die Waagschale legen.

Der TVG hingegen möchte einen letzten Sieg vor heimischem Publikum feiern. Die zwei Punkte sind außerdem wichtig, um noch das theoretische Ziel, die Teilnahme am DHB-Pokal zu erreichen. Allerdings ist der TVG nach der Niederlage in Lübbecke auf Schützenhilfe angewiesen. Mit den Eulen Ludwigshafen, der HSG Nordhorn-Lingen, dem Dessau-Roßlauer HV und dem TV Großwallstadt kämpfen gleich vier Mannschaften um den begehrten Platz. Die bessere Ausgangslage haben allerdings die drei vor dem TVG platzierten Vereine.

Die letzte Partie der Saison wird also noch einmal umkämpft sein. Die Hausherren jedenfalls werden alles daransetzen, die Punkte einzuheimsen und sich vor heimischer Kulisse gebührend von den Fans in die Sommerpause zu verabschieden.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Wie Handball Drittligist TV Gelnhausen in einer Pressemitteilung bekanntgab, wollen die Handball-Abteilungen des TVG und des TV Langenselbold ihre Kooperation ausbauen.

Nachfolgend die PM des Vereins:

Bereits seit über einem Jahr besteht die Kooperation der beiden Handballabteilungen des TV Langenselbold und des TV Gelnhausen. Die Zusammenarbeit in dieser Zeit war so erfolgreich, dass sich beide Klubs nun entschlossen haben, konsequent diesen Weg weiterzugehen und auch andere Vereine einladen, sich der Zusammenarbeit anzuschließen.

„Wertschätzung, Respekt und Vertrauen sind die tragenden Säulen dieser Zusammenarbeit“, sagt Martin Heuser Abteilungsleiter des TV Gelnhausen Handball. Aus diesem Grund ging man zum Start der Kooperation auch nicht gleich an die Öffentlichkeit. „Alle Beteiligten wollten zunächst prüfen, ob das alles auch so funktioniert und mussten schnell feststellen, dass die Erwartungen sogar noch übertroffen wurden“, sagt Heuser.

„Wir ziehen ein sehr positives Fazit aus dem letzten Jahr, was auch an der sehr offenen Kommunikation zwischen den Vereinen liegt. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in der Zukunft und versprechen uns weiterhin sehr viel von dieser Kooperation“, sagt Marius Neukamp, Leiter der Handballabteilung des TV Langenselbold.

Genauso sieht es auch Philip Deinet, Manager und Sportlicher Leiter des TV Gelnhausen: „Wir haben vor, eine breit angelegte Kooperation mit Langenselbold anzugehen. Durch das letzte Jahr wurde ein tiefes Vertrauensverhältnis zwischen den Vereinsverantwortlichen geschaffen, das die Grundlage dafür bildet, in alle Richtungen zu denken und zu arbeiten. Gerne wollen wir diese Kooperation auch als Pilotprojekt sehen, um mit diesem Ansatz auch mit weiteren Vereinen ins Gespräch zu kommen.“

Gemeinsame A-Jugend-Mannschaft

Begonnen hat alles letztes Jahr mit der Kooperation bezüglich einer gemeinsamen A-Jugendmannschaft. Beide Vereine hatten für die Saison 23/24 nur sehr dünne Kader zur Verfügung und so entstand die Idee, dass man einen gemeinsamen Kader stellt. Hierfür wurden die Langenselbolder A-Jugendlichen mit Gastspielrechten für den TV Gelnhausen ausgestattet und mit Neukamp, damals als Trainer im Amt, ergänzte auch ein Langenselbolder Coach das Trainerteam der Gelnhäuser A-Jugend.

So hatte man einen großen Kader für die Saison zur Verfügung und die Langenselbolder Spieler konnten von häufigerem Training und einer erfolgreichen Saison in der A-Jugend-Oberliga profitieren. Mit der gewonnenen Erfahrung und einem großen Entwicklungsschritt nach vorne kehren sie jetzt wieder zum TV Langenselbold zurück.

„Die Kooperation in der A-Jugend hat super funktioniert. Unsere Jungs haben eine sehr gute Ausbildung beim TV Gelnhausen genossen und hatten die Möglichkeit, in einer tollen Mannschaft in der Oberliga mitzuspielen. Auch wuchsen die Jungs beider Vereine schnell zu einem Team zusammen, was für uns auch ein wichtiger Aspekt war. Die Jungs haben sich so sehr weiterentwickelt, dasseinige von ihnen von ihnen nächste Saison bei uns bei der ersten Herrenmannschaft mitspielen können“, sagt Neukamp.

Längst ist die Kooperation weit über die A-Jugend hinausgewachsen. So findet auch immer wieder ein intensiver Austausch im Bereich des allgemeinen Kadermanagements statt. In der kommenden Saison werden beispielsweise mit Flemming Günter und TVG-Urgestein Marco Mocken zwei Spieler, die bei dem TV Gelnhausen ausgebildet wurden, für den TV Langenselbold auflaufen.

„Alles hat damit angefangen, dass wir uns sehr aktiv miteinander ausgetauscht haben. So konnten wir Perspektiven schaffen für Spieler unterschiedlicher Altersstufen. Auf der anderen Seite haben wir sehr davon profitiert, dass unsere A-Jugendlichen in der letzten Saison bei Gelnhausen in der Oberliga gespielt haben. Acht von elf A-Jugendlichen spielen ab nächster Saison in unseren Herrenmannschaften mit. Das ist eine absolute Rekordquote für uns. Wir sehen uns inzwischen nicht mehr als Konkurrenten, sondern wir sind zwei Vereine, die gemeinsam den Handball in dieser Region stärken wollen“, sagt Erik Bechtold der sich mit Max Herrmann die sportliche Leitung Herren/männlich beim TV Langenselbold teilt.

Gemeinsame Trainings-Tage

In Zukunft sind auch längst andere Formen der Kooperation geplant wie gemeinsame Trainingstage und Trainerfortbildungen. Bei Bedarf, werden auch Kooperationen im Jugendbereich wieder aufgenommen. Auch ein Austausch auf administrativer Ebene ist angedacht, um auch hier Knowhow auszutauschen.  

„Es ist zeitgemäß, dass Vereine kooperieren, so kann man Kinder und Jugendliche noch besser fördern und den Handballsport in unserer Region voranbringen. Dabei muss kein Verein seine DNA aufgeben. Im Gegenteil: Jeder soll seine Individualität behalten. Aber wir haben im vergangenen Jahr alle gesehen, wie viele Vorteile jeder Verein hat, wenn man vertrauensvoll zusammenarbeitet. Ich freue mich daher schon auf die Zukunft, weil ich glaube, dass es erst der Anfang einer Erfolgsgeschichte war“, sagt Heuser.

 

Das Bild, das uns die Vereine zur Verfügung gestellt hat, zeigt von links:

Max Herrmann (Sportl. Leiter TVL), Philip Deinet (Manager TVG), Marius Neukamp (Abteilungsleiter Handball TVL) und Martin Heuser (Abteilungsleiter Handball TVG) und Erik Bechtold  (Sportl. Leiter TVL)

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gewann der TV Gelnhausen zum Abschluss dieser Saison gegen die Bergischen Panther. Auch die HSG Hanau gewann daheim gegen Dansenberg. Lediglich die HSG Rodgau Nieder-Roden verlor bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II.

 

Julian Lahme führt sein Team bei seinem letzten Auftritt zum Sieg

Der TV Gelnhausen gewann am Samstagabend das letzte Saisonspiel gegen die Bergischen Panther nach einem hoch emotionalen Spiel mit 29:28 (14:13). Garant des Erfolges war Schlussmann Julian Lahme, der in der Schlussphase den Sieg festhielt. Nach 15 Jahren beendet der Publikumsliebling seine Zeit beim TVG und tritt kürzer. Mit 27:33 Punkten beenden die Barbarossastädter die Saison auf dem siebten Tabellenplatz.

„Alle Spieler waren hochmotiviert und wollten noch einmal ein letztes gutes Spiel zeigen. Das hat man bereits im Vorfeld gespürt. Sie haben alles reingeworfen. Wir freuen uns daher über den positiven Abschluss einer Saison, die nicht einfach war. Auch wenn heute nicht alles geklappt hat, so hat man die tolle Mentalität der Mannschaft gesehen und die Zuschauer haben das super honoriert. Danke an die Fans, die Mannschaft und den Verein, dass wir diese Saison so gut meistern konnten“, sagte Chefcoach Matthias Geiger.

Vor dem Spiel wurde zunächst die Juniorenmannschaft geehrt, die Meister in der Bezirksoberliga geworden ist. Im Anschluss sahen die 600 Zuschauer ein kämpferisches Spiel der Rotweißen gegen starke Bergische Panther. Der TVG musste hierbei auf den verletzten Fynn Hilb verzichten. Kapitän Jonathan Malolepszy konnte aufgrund von Rückenproblemen nur bei den Siebenmetern antreten. Torhüter Julian Lahme ließ es sich trotz einer Knöchelverletzung nicht nehmen, bei seinem Abschiedsspiel im Kasten zu stehen.

Von Beginn an war das Spiel auf beiden Seiten von einigen technischen Fehlern geprägt. So kamen beiden Mannschaften nach Ballverlusten immer wieder zu schnellen und einfachen Toren. Wegen dieser technischen Fehler und einer ausbaufähigen Chancenverwertung, lag der TVG nach knapp 15 Minuten mit 4:7 zurück. Doch er wollte unbedingt als Sieger vom Platz gehen und warf noch einmal alles in die Waagschale. Angetrieben von den frenetisch mitgehenden Fans holten Henrik Müller und Co. Tor um Tor auf, egalisierten den Rückstand und gingen sogar mit einer 14:13-Führung in die Kabine.

TVG erwischte den besseren Start

Im zweiten Durchgang erwischte der TV Gelnhausen den besseren Start und erhöhte den Vorsprung auf vier Tore (17:13). Durch vergebene Chancen und einfache Ballverluste, die zu Gegentoren führten, verpasste der TVG jedoch die Möglichkeit, sich in dieser Spielphase weiter von den Panthern abzusetzen. Diese schlossen ihrerseits wieder zum TVG auf, so dass die Partie auf dramatische Schlussminuten hinsteuerte.

Fünf Minuten vor dem Ende lag der TV Gelnhausen mit 27:28 zurück. In dieser Phase legte TVG-Keeper Lahme noch einmal eine Schippe drauf und konnte einige gut herausgespielte Chancen der Panther entschärfen. Durch zwei Siebenmetertore von Kapitän Malolepszy, konnte Gelnhausen die Partie wieder drehen. Der letzte Angriff gehörte jedoch den Bergischen Panthern. Die Abwehr des TVG verhinderte aber nicht nur den Abschluss der Panther aus dem Spiel heraus, sondern blockte außerdem den direkten Freiwurf nach Ende der Spielzeit und konnte so den Sieg gegen die Panther einfahren.

„In der hitzigen Schlussphase hat Silas Altwein immer wieder die Eins-gegen-Eins-Situationen gesucht und Julian Lahme hat in seinem letzten Spiel noch einmal eine starke Leistung gezeigt“, stellte Geiger ein Sonderlob für das Duo aus „Mich freut es auch, dass Thimo Wagner und Michael Hemmer in ihrem letzten Spiel für den TVG ebenfalls eine tolle Leistung zeigen konnten.“ Beide erzielten jeweils zwei Tore.

Nach dem Spiel versammelten sich Spieler, Trainer und Verantwortliche des TV Gelnhausen vor dem Fanblock in der Rudi-Lechleidner-Halle. Im Beisein der Fans wurden Torhüter Lahme sowie Philipp Schenk, Hemmer und Wagner vom Verein geehrt und verabschiedet.

„15 Jahre beim TV Gelnhausen gehen jetzt vorbei. Ich kann eigentlich nur danke sagen. Danke an euch Fans, danke an den Verein und danke an die Jungs“, verabschiedete sich Julian Lahme mit bei den Zuschauern. In einer emotionalen Abschlussrede ließ Kapitän Malolepszy die Saison noch einmal Revue passieren und erinnerte auch an den verstorbenen Teamkollegen und Freund Tim Altscher mit dessen Trikot die gesamte Mannschaft vor dem Spiel eingelaufen war.

„Tim wäre der Erste gewesen, der nach Saisonende mit uns auf die Saison angestoßen hätte“. Mit diesen Worten von Malolepszy wurden die Fans zum Abschluss der Saison auf Freibier in der Halle eingeladen. Am Ende steht eine sehr schwierige Spielzeit, in der das Team aber untereinander und gemeinsam mit den Fans ein noch stärkeres Gemeinschaftsgefühl entwickelt hat. Das wurde an diesem Abend wieder einmal deutlich. Mit diesem Gefühl geht es nun für alle Beteiligten in die wohlverdiente Sommerpause.

 

Baggerseepiraten ließen es krachen

Im letzten Pflichtspiel ließen es die Baggerseepiraten noch einmal so richtig krachen. Zwei Reisebusse, vollgepackt mit fröhlich gestimmten Fans und guter Laune nahmen am Samstag die gut 100 Kilometer nach Dutenhofen in Angriff.
Jedes Tor wurde frenetisch gefeiert, das Auswärts-Team lautstark angefeuert und unterstützt. Da beide Teams sportlich gesehen richtig Lust auf Handball hatten, entwickelte sich eine muntere Partie, bei der es mit 12:15 aus Rodgauer Sicht in die Pause ging.

Nach Wiederanpfiff packte Marco Rhein noch einmal sein ganzes Können aus, vernagelte den Kasten und ließ sich zu Recht feiern. Mit spektakulären Paraden und einem abgefangenen Tempogegenstoß brachte er die HSG-Fans zum Kochen. Doch auch sein Gegenüber entschärfte einige HSG-Würfe und so bauten die Gastgeber die Führung weiter aus. In den letzten fünf Minuten gaben die Baggerseepiraten noch einmal Vollgas, „Paul“ Brühl verkürzte mit sehenswerten Treffern den Rückstand. Als Kreisläufer Flo Stenger einen Strafwurf eiskalt verwandelte und sich damit als echte Alternative für nächste Saison anbot, hielt es wirklich keinen mehr auf den Sitzen. Letztendlich ging die Partie mit 25:27 verloren, doch das interessierte auf HSG-Seite keinen mehr. Nun heißt es Durchschnaufen, um dann mit neuem Trainer und neuem Elan die Herausforderungen der Saison 2024/25 anzugehen.

 

 

Emotionaler Abend in Hanauer Main-Kinzig-Halle

Die Spielzeit 2023/24 ist in den Büchern und die HSG Hanau konnte ihr letztes Saisonspiel gegen den TuS 04 KL-Dansenberg mit 28:21 (13:14) gewinnen. Damit steht die HSG auf einem starken fünften Platz in der Abschlusstabelle. In einer Partie zweier personell schwer angeschlagener Mannschaften sicherte sich Hanau, angeführt von Max Moock am Ende dann doch souverän die beiden Punkte. Für die Gäste aus Kaiserslautern war die Niederlage gleichbedeutend mit dem Abstieg in die Regionalliga.

„Obwohl heute nicht alles glattlief, muss man sagen, dass sich die Jungs in der zweiten Halbzeit von ihrer besten Seite gezeigt haben“, meinte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach Spielende. „Sie haben Willen gezeigt, haben engagiert gedeckt und den Ball erfolgreich laufen lassen. Dass dann auch noch unsere A-Jugendlichen einige Spielzeit erhalten haben und sogar vor dem Tor erfolgreich waren, setzte dem Ganzen die Krone auf.“

Sechs Verabschiedungen

Zum Abschluss wurde es noch einmal richtig emotional. Als Robin Marquardt in der 60. Minute von Moock den Ball aufgelegt bekam und per Stemmwurf zum 28:21 in die Maschen knallte, hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Für Marquardt ging beim 16. Saisonsieg der Grimmstädter am Samstag eine lange Leidenszeit zu Ende. 22 Partien hatte der Hanauer Spielmacher in dieser Saison wegen mehrerer Verletzungen verpasst. So kam das Tor für Marquardt, der im Sommer in die HSG II wechseln wird, einer Befreiung gleich.

Neben Marquardt verabschiedete die HSG Hanau am letzten Spieltag fünf weitere Akteure aus dem Drittligateam. Zum einen war da Torhüter Can Adanir, der auch in dieser letzten Partie für die HSG wieder einige tolle Paraden zeigte und nun zum TuS Ferndorf wechselt. Zum anderen waren da Athletiktrainer Björn Pape sowie der Rückraumlinke Jonas Ahrensmeier – der verletzungsbedingt nicht mitzuwirken vermochte – und die beiden Perspektivspieler Torben Scholl und Max Moock.

„Ich kann einfach nur dankbar dafür sein, dass unsere A-Jugendlichen bereit dazu waren, uns in dieser schweren Zeit zu unterstützen und das trotz Klausurenphase in der Schule“, sagte Geist. „Dafür haben sie sich heute belohnen können. Vielen Dank für die zahlreichen Zuschauer die heute in der Halle waren. Das hat uns zum Abschluss der Saison noch einmal getragen und nach vorne gepusht.“