Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Gelnhausen am heutigen Samstag um 19.30 Uhr mit der HG Saarlouis den amtierenden Staffelmeister in der Rudi-Lechleidner-Halle. Nach zwei Siegen zum Auftakt gehen die Barbarossastädter mit viel Selbstvertrauen in das frühe Spitzenspiel der noch jungen Saison. Klar ist aber auch: Die Favoritenrolle liegt bei den Saarländern, die sportlich wie wirtschaftlich über deutlich größere Möglichkeiten verfügen.

Die Vorfreude auf den Vergleich mit einer der stärksten Mannschaften der Staffel ist beim TVG groß. Vor heimischer Kulisse wartet auf die Barbarossastädter eine echte Standortbestimmung auf höchstem Drittliga-Niveau. „Wir freuen uns sehr darauf. Es ist natürlich ein absolutes Spitzenspiel und für uns etwas Besonderes, uns mit einer solchen Mannschaft messen zu dürfen“, sagt TVG-Trainer Tim Beckmann.

Dass seine Mannschaft selbstbewusst in diese Aufgabe gehen kann, hat sie in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt. Bereits im DHB-Pokal bot der TVG dem Zweitligisten TV Hüttenberg lange Paroli und unterlag nur knapp mit 25:27. In der Liga folgten ein 27:24-Auswärtserfolg beim Longericher SC und zuletzt ein beeindruckendes 36:22 im Derby gegen den TV Kirchzell.

Mit der HG Saarlouis wartet nun allerdings ein Gegner, dessen Voraussetzungen noch einmal andere sind. Die Saarländer gewannen in der vergangenen Saison mit 52:8 Punkten die Meisterschaft in der Süd-West-Staffel und verpassten den Aufstieg in die zweite Liga erst in der anschließenden Aufstiegsrunde. Im Sommer wurde der ohnehin hochkarätig besetzte Kader noch einmal gezielt verstärkt. Das Ziel für 2026/27 ist eindeutig: Der Sprung in die zweite Liga soll gelingen.

Wie ernst es die HGS damit meint, zeigt sich nicht nur auf dem Spielfeld. Mit Markus Baur arbeitet seit 2025 ein prominenter Sportdirektor für die Saarländer. Der ehemalige Nationalspieler und Weltmeister von 2007 ist eng in Kaderplanung, Transfers und die sportliche Ausrichtung eingebunden und soll gemeinsam mit dem sportlichen Leiter Daniel Altmeyer und dem Trainerteam die Strukturen weiter professionalisieren. Auch wirtschaftlich gehört Saarlouis zu den Schwergewichten der dritten Liga. Bereits vor der vergangenen Saison hatte HGS-Präsident Dr. Steffen Freichel einen Etat von mindestens einer Million Euro als Voraussetzung für das Aufstiegsprojekt genannt. Mit dem Einstieg von Hauptsponsor Ursapharm wurden die finanziellen Möglichkeiten noch einmal deutlich verbessert. Freichel selbst lässt keinen Zweifel am Anspruch der HGS: „Nach der herausragenden Vorsaison mit dem nur sehr knapp verpassten Aufstieg und sehr guten Entwicklungsschritten der Mannschaft ist der Aufstieg das einzig logische und zu kommunizierende Ziel.“

Entsprechend groß ist die Qualität im Kader. Mehrere Saarlouiser Akteure haben bereits in der ersten oder zweiten Bundesliga beziehungsweise in höchsten europäischen Spielklassen gespielt. Zusammengenommen steckt im aktuellen HGS-Kader die Erfahrung aus mehr als 700 Erst- und Zweitligaspielen. Damit verfügt Saarlouis auf dem Papier über deutlich mehr Erfahrung und individuelle Qualität als der junge Gelnhäuser Kader.

Seine Klasse hat das Team von Trainer Jörg Lützelberger bereits in den ersten Pflichtspielen der Saison unter Beweis gestellt. Im DHB-Pokal hielt Saarlouis gegen Bundesligist Frisch Auf Göppingen lange mit und verlor am Ende nur mit 29:34. In der Liga folgten Siege gegen die Bergischen Panther (32:28) und bei der HSG Rodgau Nieder-Roden (25:22). „Saarlouis gehört aufgrund des Kaders, der vorhandenen Möglichkeiten und des eigenen Anspruchs zu den Topmannschaften der Staffel“, betont Beckmann.

Im Sommer kamen unter anderem der französische Kreisläufer und Abwehrspezialist Pierre Halimi, Jugendnationalspieler Laurin Karrenbauer sowie Jan-Ole Schimmel vom TV Homburg dazu. Hinzu kommt ein Stamm, der bereits in der Vorsaison zu den stärksten der Liga zählte. Im Tor steht mit Finn Zecher ein Schlussmann mit Erst- und Zweitliga-Erfahrung. Auch Spieler wie Yves Kunkel, Lars Weißgerber, Hubert Kornecki oder Kapitän Tom Paetow bringen reichlich Erfahrung aus höherklassigem Handball mit. „Sie verfügen über eine enorme individuelle Qualität, viele sehr erfahrene Spieler und eine starke 6:0-Abwehr“, sagt Beckmann. „Auch mit ihrem Tempospiel werden sie uns mit Sicherheit sehr fordern.“

Dass unterschiedliche wirtschaftliche und personelle Voraussetzungen auf dem Spielfeld nicht zwangsläufig den Ausschlag geben müssen, zeigte allerdings schon die vergangene Saison. Das Hinspiel gewann Saarlouis vor heimischer Kulisse mit 30:26, im Rückspiel setzte der TVG in der Hölle Süd mit einem deutlichen 41:32 ein echtes Ausrufezeichen. Auch diesmal wollen sich die Barbarossastädter nicht verstecken. Der TVG setzt dabei auf seine mannschaftliche Geschlossenheit, Leidenschaft und die Unterstützung des eigenen Publikums. „Wir haben großen Respekt vor Saarlouis“, sagt Beckmann. „Aber ich denke nicht, dass wir uns verstecken müssen. Für uns ist es ein Leistungsvergleich auf sehr hohem Niveau, auf den wir uns unglaublich freuen.“

Personell bleibt die Lage bei den Barbarossastädtern allerdings angespannt. Weiterhin fehlen Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme), Jonas Dambach (Fußprobleme), Silas Altwein (Nasenbeinbruch) und Henrik Müller.

 

Erstes Derby der Saison

Am heutigen Samstag um 17 Uhr ist die HSG Hanau zum ersten Derby der Saison zu Gast in der Eichendorffschule in Kelkheim. Dort treffen sie auf die gut gestartete TSG Münster. Die Münsteraner haben bereits einen Rhythmus gefunden und konnten bereits 3:1 Zähler sammeln. Mit Patrick Weber stellen sie auch in diesem Jahr einen der Topscorer der Liga. Neben der sportlichen Brisanz gibt es auch ein Wiedersehen mit Nils Schröder. Das Hanauer Eigengewächs wechselte vor der Saison zum Ligakonkurrenten. Cheftrainer Spandau hat die Lehren aus dem Auftaktspiel klar formuliert: „Wir wollen eine Reaktion auf die Auftaktniederlage in Ratingen zeigen und uns auf eine verbesserte Angriffsleistung sowie dem spielerischen Niveau der Vorbereitung konzentrieren”, so der Coach, der zugleich betont, mit einem angriffsstärkeren Gesicht als zuletzt auftreten zu wollen.

Die HSG Hanau startete mit einem Auswärtsspiel in Düsseldorf-Ratingen in die Saison, einem Gegner, der sich im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt hat und von den Fehlern der Grimmstädter profitierte und diese Fehler eiskalt bestrafte. Die Mannschaft von Trainer Axel Spandau musste am Ende mit einer 23:30-Niederlage bei interaktiv.Handball die Heimreise antreten. Nun ist das Team um das Kapitäns-Duo Ritter und Müller direkt in einem Derby gefordert. „Uns erwartet eine hitzige Atmosphäre. Münster hat ihr letztes Spiel in der letzten Sekunde gewonnen.“, gibt Dziugas Jusys einen Ausblick auf das kommende Wochenende.

Neuer Trainer in Münster

Nach der letzten Saison gab es eine Veränderung auf der Trainerbank der TSG Münster. Mit Jonas Ulshöfer leitet ein Spielertrainer mit seinem Co-Trainer Sebastian Friemann die Geschicke in der Saison 2026/27. Auf dem Feld wird auch in diesem Jahr die Mannschaft vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Patrick Weber getragen. Nach zwei Spieltagen hat er bereits 20 Tore, davon sechs Siebenmeter, auf seiner Habenseite. Auch Jakob Gollan auf Rückraum Rechts weiß in den ersten Spielen spielerisch zu überzeugen. Spielertrainer Jonas Ulshöfer agiert wie gewohnt als spielbestimmende Kraft auf Rückraum Mitte. Neben Kenneth Fuhrig profitiert in diesem Jahr auch Nils Schröder von den sich bietenden Räumen am Kreis. Das Hanauer Eigengewächs Schröder wechselt nach elf Jahren bei von der HSG zur TSG. Nun also früh in der Saison das Wiedersehen.

Die Münsteraner setzen in ihrer Deckung auf zwei Abwehrsystem. Zum einen agieren sie in einer kompakten 6:0-Abwehr oder setzen die Angriffsreihen der Gegner mit ihrer 5:1-Variante unter Druck. Wurden die Abwehrreihen gut bespielt, müssen die sich ergebenen Chancen noch genutzt werden. Um das zu verhindern, steht bereits seit 2023 Johannes Jepsen im Tor der Weiß-Blauen aus Münster. In der Saison 2022/23 verhalf er als einer der Leistungsträger dem ThSV Eisenach zum Aufstieg in die erste Liga. Nach den ersten beiden Spielen stehen für die TSG Münster ein Sieg und ein Unentschieden zu Buche. Die Punktteilung gab es – überraschend – direkt im ersten Heimspiel gegen den Aufsteiger TSG Bayer Dormagen II. Eine Woche später überrollte man in der ersten Halbzeit des ersten Hessenderby der Saison die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und führte zur Halbzeit 16:8. In beiden Spielen führte die TSG über weite Phase des Spiels, ehe es zum Ende hin spannend wurde.

Höhere Konzentration gefordert

„Nach der enttäuschenden Niederlage vergangenes Wochenende haben wir die Fehler aufgearbeitet.“, gibt Abwehrkante Dziugas Jusys einen Einblick in die Vorbereitung auf das anstehende Derby. Denn neben den positiven Erkenntnissen des Ratingen Spiels, wurde die ganze Woche über daran gearbeitet eine deutlich bessere Angriffsleistung als im letzten Spiel auf die Platte zu bringen. Trainer Spandau hat unter anderem ausgemacht, dass die Mannschaft sich mehr auf den erarbeiteten Spielfluss aus der Vorbereitung konzentrieren soll, um sich noch bessere Torchancen zu erarbeiten. Mahnt jedoch auch hier eine höhere Konzentration an, damit diese dann auch erfolgreich genutzt werden. Im Anschluss soll ein guter Rückzug das Tempospiel des Gegners unterbrechen, um anschließend wieder eine kompakte Deckung zu stellen. Neben dem Langzeitverletzten Julian Fulda steht weiterhin ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Benedikt Müller.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Auch in der Handball Regionalliga fliegt wieder der Ball durch die Halle und die TuSpo Obernburg sowie die HSG Bieberau/Modau sind am Wochenende am Start.

 

Derby zum Auftakt

Gleich zum Auftakt der neuen Saison wartet auf die TuSpo Obernburg ein echtes Derby-Highlight, wenn es in der Valentin-Ballmann-Halle am heutigen Samstag um 19 Uhr gegen den TV Groß-Umstadt geht. Der Kern der Mannschaft, die in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hat, ist zusammengeblieben. Trainer Wörner kann zudem auf einige hochkarätige Neuzugänge bauen. Allen voran der Serbe Nicola Becejac, der vom TSV Lohr nach Groß-Umstadt gewechselt ist und den Rückraum noch einmal deutlich verstärkt.

Gemeinsam mit seinen Nebenleuten Luca Braun auf der rechten Rückraumposition und Lukas Schmitt im linken Rückraum sowie dem ehemaligen TuSpo-Spielmacher Rico Funck sorgt Becejac für eine enorme Torgefahr. Auf die TuSpo-Abwehr wartet damit gleich zum Saisonstart eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Duelle der vergangenen Saison verliefen unterschiedlich, denn in Groß-Umstadt konnte die TuSpo mit einem knappen 23:21-Erfolg beide Punkte entführen. Im Rückspiel vor heimischer Kulisse folgte allerdings eine empfindliche 21:32-Niederlage nach einem ganz schwachen Auftritt. Diese Partie dürfte noch in den Köpfen der TuSpo-Spieler präsent sein. Zum Saisonauftakt will die Mannschaft von Trainer Wollbeck nun ein anderes Gesicht zeigen. Mit Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und der Unterstützung der Fans soll der Grundstein für ein erfolgreiches Heimspiel und einen gelungenen Start in die Saison gelegt werden.

Bei den Obernburgern ist Sandro Friedrich zurück im Tor (zuvor Männer III), Konstantin Knabe am vom TV Großwallstadt II, Till Szánto von der HSG Groß-Bieberau/Modau und Urs Budde von den TVG-Junioren, bzw. HSG Erbach/Dorf-Erbach.

Ein Abgang hat Obernburg zu verzeichnen. Torhüter Florian Eberhardt wechselte zur HSG Hanau.

 

 

 

 

HSG Nieder-Roden 2 – Falken HSG Bieberau/Modau 

Auftakt beim Aufsteiger 

Die neue Saison beginnt für die HSG Bieberau/Modau mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger HSG Nieder-Roden II, die nach ihrem Abstieg aus der Regionalliga vor zwei Jahren direkt wieder aufgestiegen sind. Das spricht für ihre Qualität und Motivation. Gespielt wird am heutigen Samstag um 17 Uhr.

Doch Qualität und Motivation besitzen die Bieberau/Modauer Handballer auch in hohen Maßen und das haben sie in den Vorbereitungsspielen unter anderem mit Siegen gegen den Zweitligisten Dessau/Roßlau und gegen die erste Mannschaft Nieder-Rodens unter Beweis gestellt. Natürlich zählt das alles nicht mehr, Punktspiele haben ihren eigenen Charakter und da gelten andere Maßstäbe. Ein guter Saison-Einstieg kann richtungsweisend für die ganze Saison sein und das wissen die Falken, deshalb werden sie alles daran setzen in Nieder-Roden erfolgreich zu sein. Sicher nicht ganz einfach, denn wie bereits oben erwähnt, besitzt der Aufsteiger schon eine gute Mannschaft und der Derbycharakter des Spiels ist auch nicht von der Hand zu weisen.

Die Neuzugänge (Moritz Klenk, Leon David, Matic Grusovnik, Artem Bieliakov und Max Lössl) haben sich gut integriert und bereichern das Mannschaftsgefüge. Zudem stellen sie echte Verstärkungen dar. Verzichten müssen die Falken vorläufig noch auf Robin Büttner, der verletzungsbedingt noch eine Weile ausfallen dürfte. Die Falken-Führung hat aber darauf reagiert und den Routinier Till Buschmann reaktiviert, er wird mit seiner Erfahrung, seiner Wurfkraft und kompromisslosen Abwehrleistung aushelfen, bis Büttner wieder fit ist. HSG-Trainer Thomas Weber sagt: „Eine ordentliche Aufgabe für mein Team zum Auftakt. Wir sind gut vorbereitet und wollen konzentriert in das Spiel gehen. Dann werden wir sehen, wie sich das entwickelt.”

 

 

 

 

Die Bilder haben uns die jeweiligen Vereine zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Freitag ist Handball Zweitligist TV Großwallstadt zu Gast bei den Eulen Ludwigshafen. In der Friedrich-Ebert-Halle treffen um 19.30 Uhr zwei Mannschaften aufeinander, die nach den ersten beiden Spieltagen noch auf ihre ersten Punkte warten. Nach dem schweren Saisonauftakt beim TV 05/07 Hüttenberg und der Heimniederlage gegen den SC DHfK Leipzig steht für den TV Großwallstadt die zweite Auswärtspartie der noch jungen Spielzeit an. 

Beide Teams sind mit 0:4 Punkten in die Saison gestartet. Die Eulen werden derzeit mit einem Torverhältnis von 56:65 auf Tabellenplatz 13 geführt, der TVG folgt mit 62:75 Toren auf Rang 14. Damit geht es in der Friedrich-Ebert-Halle für beide Mannschaften darum, den Fehlstart zu korrigieren und erstmals Zählbares einzufahren.

TVG zeigt sich gegen Leipzig verbessert

Nach der 34:42-Niederlage in Hüttenberg präsentierte sich der TV Großwallstadt im ersten Heimspiel gegen den Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig deutlich stabiler, musste sich dem Aufstiegsfavoriten aber mit 28:33 geschlagen geben. An die verbesserte Leistung möchte die Mannschaft nun in Ludwigshafen anknüpfen. Entscheidend wird sein, über die gesamte Spielzeit kompakt zu verteidigen und Schwächephasen so kurz wie möglich zu halten. Im Angriff muss der TVG seine Möglichkeiten konsequent nutzen und einfache Ballverluste vermeiden.

Yessine Meddeb, einer der Leistungsträger im TVG-Team sagte vor der Partie: “Ludwigshafen ist eine Mannschaft, die sehr wurfgewaltig agiert und grad über die Halbpositionen mit viel Wurfkraft kommt. Der Gegner hat eine kompakte Abwehr, wo es für uns gilt, die Breite gut zu bespielen und über die Außen zu Torchancen zu kommen.” Weiter sagt der Linkshänder: “Ansonsten muss bei uns das Abwehrverhalten wieder in Gang kommen. Gegen Leipzig haben wir gute Ansätze gesehen, jetzt müssen wir noch eine Schippe drauflegen um die ersten Punkte einzufahren.”

Das alles muss ohne Jannek Klein passieren. Der Linkshänder zog sich beim Saisonauftakt einen Mittelfußbruch zu und wurde operiert. Damit fehlt dem TVG ausgerechnet in Ludwigshafen ein Akteur, der zwischen 2019 und 2024 selbst für die Eulen auflief.

Eulen auch noch ohne Punktgewinn

Auch die Gastgeber haben sich den Start in die neue Spielzeit anders vorgestellt. Zum Auftakt unterlagen die Eulen dem TuS Ferndorf vor eigenem Publikum mit 27:34. Nach einer frühen 8:5-Führung geriet das Team von Trainer Michael Haaß durch einen langen Lauf der Gäste deutlich ins Hintertreffen und konnte die Partie nicht mehr drehen.

Beim Dessau-Roßlauer HV zeigte sich Ludwigshafen verbessert. Die Eulen führten zur Pause mit 16:14 und lagen auch in der 40. Minute noch mit drei Toren vorne. In der Schlussphase kippte die Begegnung jedoch. Dessau setzte sich mit 31:29 durch, so dass die Eulen trotz einer über weite Strecken guten Leistung erneut ohne Punkte blieben. Erfolgreichster Ludwigshafener Werfer in Dessau war Finn Leun mit sechs Treffern. Monty Kleinsteuber erzielte fünf Tore und überzeugte zudem im Innenblock. Beim Saisonauftakt war Kian Schwarzer mit acht Treffern, davon fünf per Siebenmeter, der torgefährlichste Akteur der Gastgeber. Die Eulen mussten in Dessau auf mehrere Spieler verzichten. Vincent Bülow, René Zobel, Pawel Krawczyk, Bruno Eickhoff, Mihailo Ilic und Sebastian Bösing fehlten nach Angaben des Vereins verletzungsbedingt. Welche dieser Akteure heute Abend wieder zur Verfügung stehen, ist aktuell noch offen.

Wiedersehen wenige Wochen nach dem Testspiel

Beide Mannschaften kennen sich nicht nur aus den vergangenen Ligaduellen. Erst am 12. August trafen die Eulen und der TVG in der Vorbereitung aufeinander. Großwallstadt spielte eine starke erste Halbzeit und führte zur Pause mit 18:11. Nach zahlreichen Wechseln ging jedoch die defensive Stabilität verloren, so dass Ludwigshafen die Partie noch mit 31:30 für sich entschied. In der vergangenen Zweitliga-Saison konnten die Unterfranken hingegen beide Pflichtspiel-Duelle knapp gewinnen. In der Friedrich-Ebert-Halle setzten sich die Blau-Weißen mit 33:31 durch. Das Rückspiel in Aschaffenburg entschied Großwallstadt mit 32:31 ebenfalls für sich.

Die bisherigen Begegnungen zeigen, dass sich beide Mannschaften wenig schenken. Zudem erwartet den TVG in der traditionsreichen Friedrich-Ebert-Halle eine intensive Atmosphäre. Um dort bestehen zu können, benötigen die Gäste von Beginn an volle Konzentration, eine stabile Defensive und einen geduldigen Auftritt im Angriff.

 

Das Bild von Anel Durmic, der heute seinen 20. Geburtstag feiert, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Handball Drittligisten TV Gelnhausen, dem Zweitligisten TV Großwallstadt und der TVG Junioren Akademie trägt erstmals ganz konkret Früchte. Aufgrund der angespannten Personalsituation am Kreis hat der TV Gelnhausen kurzfristig den 17-jährigen Kreisläufer Emilian Graßmann mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Der A-Jugendliche soll dabei behutsam an den Senioren-Handball herangeführt werden und in erster Linie wertvolle Erfahrungen sammeln.

Auslöser für die kurzfristige Lösung war die Verletzung von Max Bechert, der sich einen Mittelhandbruch zugezogen hat und mehrere Wochen ausfällt. Nach dem Abgang von Leon David steht dem TVG mit Torben Fehl derzeit nur noch ein etatmäßiger Kreisläufer zur Verfügung. Die Verantwortlichen entschieden deshalb, nach einer zusätzlichen Option zu suchen. Mit dem 16-jährigen Till Schneider hat der TVG zwar ein großes Kreisläufer-Talent in seinen eigenen Reihen, doch aufgrund seines jungen Alters ist Schneider in der dritten Liga noch nicht spielberechtigt.

Bei der Grassmann-Verpflichtung konnte der TVG auf die gewachsenen Verbindungen nach Großwallstadt zurückgreifen, die Manager Philip Deinet in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Insbesondere zum TV-Großwallstadt-Manager Michael Spatz besteht ein enger und vertrauensvoller Austausch. Auch bei der Verpflichtung von Torhüter Jan-Steffen Minerva spielte neben seiner unbestrittenen sportlichen Qualität seine Funktion als zweiter Vorsitzender und Sportkoordinator der TVG Junioren Akademie e.V. eine Rolle, um den Kontakt weiter zu intensivieren. Minerva selbst versteht sich in dieser Funktion jedoch ausdrücklich nicht als Interessenvertreter eines einzelnen Vereins, sondern als neutraler Begleiter der jungen Spieler und ihrer Entwicklung.

Entwicklung des Spielers steht im Vordergrund

„Bei uns steht immer die Entwicklung des Spielers im Vordergrund“, sagt Jan-Steffen “Bruno” Minerva. „Wir versuchen für jeden jungen Spieler die bestmögliche Lösung zu finden. Deshalb spielen Akteure aus unserer Akademie nicht nur beim TV Großwallstadt oder jetzt beim TV Gelnhausen, sondern beispielsweise auch in Kirchzell und bei weiteren Vereinen in der Region. Entscheidend ist, wo ein Spieler auf seinem jeweiligen Leistungsniveau die besten Möglichkeiten bekommt, sich weiterzuentwickeln.“

Im Fall von Graßmann führte dieser Weg nun nach Gelnhausen. „Durch die Verletzung von Max ist die Zusammenarbeit jetzt erstmals ganz konkret zum Tragen gekommen“, sagt Deinet. „Bruno hat sehr schnell den Kontakt hergestellt und nach nur einem Training konnten wir das Doppelspielrecht umsetzen. Ein großes Dankeschön an Bruno und Michael Spatz für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Genau so stellen wir uns diese Verbindung vor.“

Für beide Seiten geht es dabei um mehr als eine kurzfristige personelle Lösung. Gerade der Übergang aus der A-Jugend in den Seniorenbereich gilt als eine der entscheidenden Phasen in der Entwicklung junger Handballer. Talente benötigen Spielpraxis, körperliche Herausforderungen und gleichzeitig ein Umfeld, das ihnen Zeit für ihre Entwicklung lässt.

Aus Sicht Minervas bietet der TV Gelnhausen dafür sehr gute Voraussetzungen. „Nicht nur ich, sondern auch unsere Jugendtrainer sehen, dass in Gelnhausen mit jungen Spielern sehr gut und nachhaltig gearbeitet wird“, sagt der Sportkoordinator. „Ich erlebe selbst, mit welcher Intensität hier trainiert wird. Jeder haut sich maximal rein. Von Seiten der Akademie haben wir deshalb ein sehr gutes Gefühl, wenn junge Spieler beim TVG ihre nächsten Schritte machen.“

Dass der TVG seit Jahren bewusst auf die Entwicklung junger Spieler setzt, gehört inzwischen zur sportlichen Identität des Vereins. Talente aus dem eigenen Nachwuchs werden frühzeitig an die erste Mannschaft herangeführt und bekommen die Möglichkeit, sich im leistungsorientierten Senioren-Handball zu beweisen. Einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung hat Gelnhausens Headcoach und Sportlicher Leiter Sergej Budanow, der nicht nur zahlreiche junge Spieler auf ihrem Weg begleitet und an höhere Aufgaben herangeführt hat, sondern genauso auch Trainertalente fördert.

„Der TV Gelnhausen ist für junge, gut ausgebildete Spieler eine sehr interessante Adresse“, sagt Minerva. „Hier wird leistungsorientiert gearbeitet, gleichzeitig bekommen junge Spieler Vertrauen und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Genau diese Kombination ist in dieser wichtigen Phase entscheidend.“

Graßmann stammt ursprünglich von der HSG 2020 Haibach/Glattbach und wechselte 2024 zu den TV Großwallstadt Junioren. In der Saison 2025/26 spielte er mit der U17 in der Jugend-Bundesliga. Parallel wurde er schon frühzeitig in der älteren U19 eingesetzt. In dieser Saison spielt er nun mit den TVG-Junioren in der A-Jugend-Bundesliga.

„Für mich ist es eine riesige Ehre, schon in meinem ersten A-Jugend-Jahr die Chance zu bekommen, beim TV Gelnhausen in der 3. Liga dabei zu sein“, sagt Graßmann. „Die Jungs haben mich sofort super aufgenommen und ich habe mich vom ersten Training an sehr wohlgefühlt. Zum ersten Mal vor dieser Kulisse in der Hölle Süd aufzulaufen, war natürlich etwas ganz Besonderes. Ich war vor dem Einlaufen schon ziemlich nervös, denn diese Atmosphäre ist mit Jugendhandball überhaupt nicht zu vergleichen.“

Zu große Erwartungen wollen die Verantwortlichen allerdings bewusst vermeiden. Graßmann soll nicht als kurzfristige Topverstärkung verstanden werden, sondern als junger Spieler, der erste Schritte im Männer-Handball macht. Er soll im besten Fall Torben Fehl zunächst für ein paar Minuten entlasten können. Dann wäre schon viel erreicht. Auch Graßmann selbst sieht seine neue Aufgabe genau so: „Ich möchte die Chance nutzen, mich vor allem in der Abwehr und in der Körperlichkeit weiterzuentwickeln, viele Erfahrungen zu sammeln und einfach möglichst viel mitzunehmen.“

 

 

Das Bild von Minerva und Graßmann hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Kirchzell am Samstag um 19 Uhr beim HLZ Friesenheim/Hochdorf II antreten.

Mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage stehen der TV Kirchzell und das HLZ Friesenheim/Hochdorf II vor dem dritten Spieltag der noch jungen Saison. Für den TVK geht es am Samstag zu einem Gegner, der durchaus einige Fragezeichen bereithält. 

Bereits in der vergangenen Saison konnte Kirchzell in Friesenheim gewinnen, musste sich zu Hause allerdings geschlagen geben. Auch diesmal erwartet die Mannschaft von Povilas Babarskas eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Hausherren verfügen über eine junge, hungrige Mannschaft, die mit einigen erfahrenen Spielern ergänzt wird. Zudem macht die Verbindung zur ersten Mannschaft, die in der zweiten Liga spielt, die personelle Situation schwer vorhersehbar. Je nach Bedarf können Spieler zum Einsatz kommen, die normalerweise in der zweiten Mannschaft nicht auf der Platte stehen.

Doch unabhängig davon, wer letztlich aufläuft: Die Spieler, die regelmäßig für das HLZ II zum Einsatz kommen, sind ehrgeizig, selbstbewusst und wollen sich zeigen. Das bekam bereits der erste Gegner zu spüren. Zum Saisonauftakt gewann Friesenheim/Hochdorf II bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II. Am vergangenen Wochenende folgte allerdings zu Hause eine Niederlage gegen den Zweitliga-Absteiger Krefeld.

Besonders im Rückraum verfügt die Mannschaft von Trainer Gabriel Schmiedt mit dem jungen Frederik Zepp über einen Spieler, auf den der TVK ein besonderes Augenmerk richten dürfte. Auch im Tor ist der Gastgeber mit Rocco Peribonio und Philipp Wenning sehr gut besetzt.

Kirchzell selbst hat die deutliche Niederlage aus Gelnhausen aufgearbeitet und die Partie analysiert. Für Samstag fordert Povilas Babarskas von seinem Team vor allem eine bessere Leistung und mehr Konzentration über die gesamte Spielzeit. “Es muss alles besser werden als gegen Gelnhausen”, sagt der TVK-Coach und solche Leistungsschwankungen wie zuletzt darf sich Kirchzell nicht erlauben, soll der erste Auswärtssieg der noch jungen Saison her.

Personell gibt es noch ein paar Fragezeichen: ein paar Spieler sind ein bisschen angeschlagen, Joshua Osifo hat sich einen Finger ausgekugelt in der Partie gegen Gelnhausen ausgekugelt und Vadym Oskilko hat sich eine Muskelverletzung zugezogen.

Für den TVK wird es deshalb darauf ankommen, von Beginn an konzentriert aufzutreten, die eigenen Fehler zu minimieren und sich nicht von der jungen und selbstbewussten Mannschaft der Gastgeber überraschen zu lassen. Eines ist sicher: Einfach wird die Aufgabe nicht.

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an Rückraumspieler Joshua Osifo:
 

Joshua, wie geht es Deinem Finger? Kannst Du am Samstag spielen?

“Ich habe mir den Finger gegen Gelnhausen ausgekugelt. Ich konnte Montag und Dienstag überhaupt nicht trainieren, denn ich soll im Moment Kontaktsport vermeiden. Aber der Physio meinte, dass ich bis Samstag – dick getapt – wohl wieder spielen kann.”

 

Wie schätzt Du Friesenheim ein, auf was oder wen müsst Ihr besonders achten?

“Friesenheim ist eine ambitionierte junge Mannschaft, die sehr aggressiv deckt und voller Elan ist. Vor allem, weil sie so viele Junge haben und gut durchrotieren können. Als Reserve von einer Zweitliga-Mannschaft geht akute Gefahr von ihnen aus und die letzten Saisons waren sie auf Augenhöhe mit uns.”

 

Was müsst Ihr gegen Friesenheim anders machen als zuletzt?

“Ziemlich viel müssen wir anders machen. Auf jeden Fall müssen wir den Angriff konsequenter durchspielen. In der Abwehr müssen wir besser zugreifen und mehr Disziplin an den Tag legen. Das ist das Wichtigste im Vergleich zum letzten Spiel.”

 

 

Das Bild von Joshua hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Die Spiele der Männer-Nationalmannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft Deutschland 2027 stehen fest. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf wurde der Spielplan heute offiziell vorgestellt. Damit ist der gesamte zeitliche Ablauf des Turniers bekannt, das im kommenden Mai erstmals seit 2010 wieder komplett in Deutschland ausgetragen wird.
 
Die deutsche Mannschaft tritt in der Gruppe A in Mannheim an. Eröffnet wird das Turnier am Donnerstag, den 13. Mai 2027, um 20.20 Uhr mit dem Spiel gegen den amtierenden Vizeweltmeister Schweiz, das in der VELTINS-Arena Gelsenkirchen ausgetragen wird. Die Partie markiert zugleich den Auftakt der gesamten Weltmeisterschaft, die am Freitag mit den nächsten Gruppenspielen fortgesetzt wird.
 
In der Gruppenphase trifft Deutschland neben der Schweiz auf Finnland, Lettland, Österreich, Schweden, Slowenien und die Ukraine.
 
Die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft Deutschland 2027 findet vom 14. bis 30. Mai 2027 in Düsseldorf und Mannheim statt. Das Eröffnungsspiel steigt bereits am 13. Mai in der VELTINS-Arena. Insgesamt kämpfen 16 Nationen um den Weltmeistertitel. Gruppe A mit der deutschen Nationalmannschaft bestreitet ihre Vorrundenspiele in Mannheim, Gruppe B spielt in Düsseldorf. Die Finalrunde mit beiden Halbfinals, dem Spiel um Platz drei und dem Finale finden in Düsseldorf statt.
 
 
 
Die Spiele der Gruppe A (Mannheim) im Überblick
 
13.05.2027 | 20:20 Uhr | Schweiz – Deutschland (Gelsenkirchen)
15.05.2027 | 20:20 Uhr | Österreich – Deutschland
16.05.2027 | 20:20 Uhr | Deutschland – Ukraine
19.05.2027 | 16:20 Uhr | Deutschland – Finnland
20.05.2027 | 20:20 Uhr | Deutschland – Slowenien
22.05.2027 | 16:20 Uhr | Lettland – Deutschland
25.05.2027 | 20:20 Uhr | Deutschland – Schweden
 
 
Den gesamten Spielplan der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft Deutschland 2027 gibt es auf der Website der IIHF unter https://www.iihf.com/de/events/2027/wm/schedule.
 
 
 
 
 

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In der zweiten Fußball-Liga mussten am Wochenende die SPVGG GREUTHER FÜRTH sowie die Lilien aus Darmstadt ohne Punkte auskommen. 

 

Gegen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim verlor die SPVGG GREUTHER FÜRTH zuhause mit 0:1. Ein Tor von Budu Zivzivadse in der zwölften Minute reichte den Gästen für den Sieg. Heidenheim setzte auf die Defensive, Fürth hatte zwar Ballbesitze, kam aber kaum durch. Zwar sahen die Fans viele Fürther Angriffe, doch Heidenheim stand sehr stark in der Abwehr und ließ kein Gegentor zu. Damit steht das Kleeblatt nun auf Platz zwölf in der Tabelle.

 

Der SV Darmstadt 98 kam mit leeren Händen vom 1. FC Kaiserslautern zurück. Mit 3:0 (1:0) setzte sich der Gastgeber durch. Sauer (43.) traf kurz vor der Pause aus kürzester Distanz, in der 64. Minute erhöhten die Hausherren durch Tazemeta und Berisha traf in der Nachspielzeit. Damit bleibt es für den SV 98 nach vier Spieltagen bei einem Zähler.

Chancen gab es eigentlich nur für die Hausherren und damit war es auch ein verdienter Sieg. Mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen der neuen Saison stehen die Lilien auf dem letzten Tabellenplatz und warten weiter auf einen Erfolg. Der letzte in einem Ligaspiel war am 07. März 2026 daheim gegen Holstein Kiel (2:0).

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, musste sich die HSG Rodgau Nieder-Roden der HG Saarlouis beugen und die HSG Hanau brachte aus Ratingen keine Punkte mit. 

 

 

HSG Rodgau Nieder-Roden zeigt ansprechende Leistung

Die HSG Rodgau Nieder-Roden hat sich der HG Saarlouis nach einer starken Leistung in der ersten Halbzeit am Ende mit 22:25 (14:13) geschlagen geben müssen. Trotz der Niederlage zeigte die HSG über weite Strecken eine ansprechende Leistung und bot dem erfahrenen Team aus Saarlouis lange Paroli.

Von Beginn an präsentierten sich die Baggerseepiraten konzentriert und mit einer guten Körpersprache. Die Abwehr stand kompakt, und auch im Angriff fanden die Rodgauer immer wieder gute Lösungen gegen die Defensive der Gäste. Die 14:13-Führung zur Pause war deshalb durchaus verdient. Noch deutlicher hätte die Führung allerdings ausfallen können: Mehrere freie Chancen blieben ungenutzt, zudem hatten Brandt & Co. bei einigen Pfostentreffern das nötige Quäntchen Glück nicht auf ihrer Seite.

Anderes Bild nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild vor den knapp 400 Zuschauern. Die HSG kam offensiv nicht mehr so richtig in Fahrt und hatte zunehmend Schwierigkeiten, die nun deutlich stabiler auftretende Defensive der HG Saarlouis zu überwinden. Auch der Torhüter der Gäste konnte sich mehrfach auszeichnen und vereitelte wichtige Abschlussmöglichkeiten der Rodgauer. Saarlouis nutzte diese Phase konsequent aus und übernahm zunehmend die Kontrolle über die Partie. Während die Hausherren im Angriff ihre Durchschlagskraft aus der ersten Halbzeit nicht mehr ganz auf den Platz brachte, agierten die Saarländer nun deutlich abgeklärter. Am Ende setzte sich die größere Erfahrung und Qualität der Gäste durch.

„Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und dem Favoriten lange das Leben schwer gemacht. Leider haben wir einige freie Chancen nicht genutzt und hatten bei den Pfostentreffern auch nicht unbedingt das Glück auf unserer Seite. Trotzdem können wir mit unserer Leistung über weite Strecken zufrieden sein“, so HSG-Trainer Christian Sommer nach Abpfiff der 60 intensiven Minuten.

 

 

HSG Hanau kehrt mit Niederlage aus Ratingen zurück

Die Blau-Weißen starteten mit einer deutlichen Niederlage in die neue Drittliga-Saison: In Düsseldorf-Ratingen unterlagen die Grimmstädter bei interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen mit 23:30 (9:15) und hinterließen dabei vor allem in der Offensive einen schwachen Eindruck. Nach vier Siegen in Folge gegen die Ratinger ist es nun die erste Niederlage in den Duellen. Cedric Schiefer war mit sechs Treffern noch der auffälligste Hanauer Akteur. 

„Das war ein bitterer Schlag, den wir uns hier abgeholt haben und in erster Linie haben wir uns das mit einer schwachen Angriffsleistung selbst verschuldet”, bilanzierte HSG-Trainer Axel Spandau nach dem Spiel. „Halbzeitübergreifend, von der 19. bis zur 40. Minute, haben wir einen drei zu vierzehn Lauf erhalten. Da scheitern wir vorne vor allen Dingen an Sebastian Bliß in freien Situationen oder teilweise auch in unvorbereiteten Situationen. Der Deckungsverband hat grundsätzlich eine ganz ordentliche Leistung abgeliefert. Aber Schwachpunkt war definitiv die Durchschlagskraft im Angriff.”

Das erste Auswärtsspiel der Spielzeit war als schwieriger Auftakt eingeordnet worden, weil der Gastgeber mit einem Pflichtspiel in den Beinen bereits Wettkampfrhythmus mitbrachte, und auch in ihren Vorbereitungsspielen zu überzeugen wusste. Unter anderem bezwang man Zweitligist TuS Ferndorf.

Die Partie begann ausgeglichen: Nach 55 Sekunden traf Frederik Waldbach zur Führung für die Gastgeber, Cedric Schiefer antwortete in der zweiten Minute umgehend zum 1:1. Doch der frühe Spielrhythmus geriet aus den Fugen: In der dritten Minute mussten Jan-Eric Kleemann und Dziugas Jusys binnen weniger Sekunden beide mit Zeitstrafen auf der Bank Platz nehmen. Düsseldorf-Ratingen nutzte die doppelte Überzahl sofort und baute seinen Vorsprung auf 3:1 aus. Lukas Böhm und erneut Schiefer hielten ihre Farben beim 2:4 (7.) im Spiel, ehe Mark Szabo auf 6:3 stellte. Die Grimmstädter blieben geduldig: Cedric Marquardt und David Rivic verkürzten auf 5:6 (11.), wiederum Marquardt im Tempogegenstoß und Aktivposten Schiefer drehten den Spielstand auf 8:7, damit lagen die Grimmstädter in der 15. Minute erstmals in Führung. Jan-Philipp Winkler erhöhte sogar auf 9:7 (19.). Postwendend gab es den Anschlusstreffer durch den besten Torschützen Emil Kübler zum 9:8. Im Anschluss verloren die Grimmstädter ihren Spielfluss im Angriff und die Partie kippte durch eine inkonsequente Chancenverwertung und eine Vielzahl an technischen Fehlern. Düsseldorf-Ratingen zog binnen fünf Minuten von 9:9 auf 11:9 davon. Trainer Axel Spandau zog nun sein erstes Timeout (24.). Doch dieses verpuffte. Fünf Angriffe ohne Torerfolg führten mit dem Treffer von Tjark Seher zum 9:15 Halbzeitrückstand.

Entscheidung fällt zwischen der 30. und der 42. Minute

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste begann: Schiefer traf zum 10:15, Kübler antwortete sofort für Düsseldorf und stellte wieder auf Sechs-Tore-Vorsprung. In der 32. Minute bot sich Cedric Marquardt die Gelegenheit zum Anschluss — in Überzahl und mit dem Ball beim Siebenmeter in der Hand. Er scheiterte am starken Bliß im Tor der Ratinger. Auf der Gegenseite traf Kübler zu erstmaligen 7-Tore Führung (17:10). In Überzahl verkürzten Schiefer und Böhm nochmals auf 12:17. Die Abwehr packte weiterhin beherzt zu, doch die das fehlerbehaftete Angriffsspiel lud die rot-blau gekleideten Gastgeber immer wieder ein über ihr Tempospiel zu einfachen Toren zu kommen. Dies war die entscheidende Phase des Spiels. Zwischen der 34. und der 42. Minute gelang den Hanauer kein Tor und Düsseldorf-Ratingen stellte mit einem 5:0-Lauf auf 22:12.

Nach dem Spiel gab Kapitän Jan-Eric Kleemann zu Protokoll: „Das Spiel haben wir im Angriff verloren und unsere Inkonsequenz von Ratingen bestraft. So dürfen wir uns nicht präsentieren, wenn wir auswärts ein Spiel gewinnen wollen. Wir müssen schnellstmöglich unsere Angriffsleistung verbessern und an der Abschlussquote arbeiten, um erfolgreich zu sein.“

Den Lauf der Ratinger unterbrach Jan-Philipp Winkler in der 43. Minute. Die HSGler steckten nicht auf und versucht immer wieder in der Abwehr Ballgewinne zu erzielen, um im Umschaltspiel den Abstand zu verkürzen. Doch der Gastgeber hatten immer wieder eine Antwort parat. Auch auf die offensiv ausgerichtete Deckungsvariante der Hanauer hatten sie Lösungen. Bis zur 54. Minuten pendelte sich der Abstand ein, ehe die Blau-Weißen nochmals alles in die Waagschale warfen und binnen drei Minuten auf 22:27 durch David Rivic an Düsseldorf herankamen. Doch Lennart Schröder machten mit seinem Treffer zum 28:22 den Deckel auf die Partie. Malte Just traf in der letzten Sekunde noch zum 23:30-Endstand.

„Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und hat bis zum Ende um ein besseres Ergebnis gekämpft — das ist das Einzige, was ich hier positiv mitnehme”, sagte Trainer Spandau nach dem Spiel. „Aber 23 Tore auswärts — damit gewinnt man nichts. Die Fehlerquote war deutlich zu hoch, vorwiegend in den Fehlwürfen. Daran müssen wir arbeiten.”

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das hatte sich Handball Drittligist TV Kirchzell sicherlich anders vorgestellt. Mit 22:36 (9:21) musste sich der TVK beim bärenstarken TV Gelnhausen deutlich geschlagen geben. Dabei hatte sich die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas viel vorgenommen und erwischte zunächst sogar einen guten Start. Doch gegen einen sehr gut aufgelegten Gastgeber um einen überragenden Keeper Jan-Steffen Minerva, der mit 23 Paraden glänzte, war nicht viel zu holen.

Kirchzell begann gut, führte mit 3:1 und schien dem Gastgeber Paroli bieten zu können. Dann aber kippte die Partie. Kapitän Tim Häufglöckner bekam eine mit, konnte zunächst nicht mehr voll agieren, dazu vergab der TVK zwei Siebenmeter und zwei weitere freie Würfe. Hinzu kam eine Zeitstrafe – und plötzlich hatte Gelnhausen das Kommando übernommen. Aus einem 1:3 wurde zunächst ein 3:3 und bis zur 16. Spielminute sogar ein 11:5. Kirchzell fand keinen Zugriff mehr auf die Partie. “Schnell lag der TVG mit sechs, sieben Toren vorne und wir mussten hinterherlaufen”, so der TVK-Coach.

Vor allem im Angriff lief bei den Gästen kaum noch etwas zusammen. Würfe gingen am Tor vorbei, dazu kamen zahlreiche technische Fehler. Insgesamt leistete sich der TVK rund 25 Fehlwürfe und schätzungsweise zehn technische Fehler – zu viel, um gegen eine Spitzen-Mannschaft wie Gelnhausen bestehen zu können.

Als die Gastgeber sich Mitte der ersten Halbzeit bereits auf sechs oder sieben Tore abgesetzt hatten, zeichnete sich ab, dass es für Kirchzell ein ganz schwerer Abend werden würde. Zur Pause lag der TVK bereits mit 9:21 zurück. Dabei kann man der Mannschaft zumindest eines nicht vorwerfen: Die Einstellung stimmte. Doch ansonsten wollte an diesem Abend einfach nichts zusammenpassen.

Ein Grund dafür war auch Gelnhausens Torhüter Jan-Steffen Minerva. Mit insgesamt 23 Paraden vernagelte er sein Tor geradezu und wurde damit zu einem der entscheidenden Faktoren der Partie. Kirchzell machte es ihm allerdings auch nicht immer besonders schwer. Die beiden TVK-Torhüter kamen zusammen auf neun Paraden. Auch personell wurde es nicht einfacher. Zwar hatte der TVK-Coach noch Antonio Schnellbacher als Notnagel dabei (er wurde nicht eingesetzt), doch als Tom Spieß in der 26. Minute den TVG-Spieler Jonathan Malolepszy mitten im Gesicht traf, sah er sofort Rot und durfte nicht mehr mitwirken.

TVK versuchte dagegen zu halten

Nach dem Seitenwechsel versuchte Kirchzell noch einmal dagegenzuhalten, doch Gelnhausen kontrollierte die Partie souverän und ließ keinen Zweifel mehr am Ausgang aufkommen. Spätestens beim 29:16 (43.) war die Messe gelesen. Zu diesem Zeitpunkt musste auch noch Kreisläufer Jannik Wolf das Parkett nach seiner dritten Zeitstrafe verlassen. Die Hausherren spielten ihren Part souverän zu Ende und so stand letztlich ein verdientes 36:22 auf der Anzeigetafel.

Ein Abend, an dem beim TV Kirchzell vieles schiefging. Die kämpferische Einstellung war da, doch gegen einen starken Gegner reichten Einsatz und Wille allein nicht aus. Zu viele Fehlwürfe, zu viele technische Fehler und ein überragender Gelnhausener Torhüter machten einen Punktgewinn an diesem Abend unmöglich.

Niklas Ihmer glänzte mit acht Toren, beim Gegner war Jonathan Malolepszy mit elf Treffern der erfolgreichste Schütze.

Gelnhausens Trainer Tim Beckmann sagte anschließend: „Ich möchte vor allem die Einstellung hervorheben, die unsere gesamte Mannschaft in der Abwehr und beim Verteidigen gezeigt hat. Egal, wer auf dem Feld stand: Jeder war sofort voll da. Einige Spieler mussten auf ungewohnten Positionen aushelfen und haben ihre Aufgaben hervorragend gelöst. Das zeigt die große Stärke und Mentalität unserer Mannschaft und verdient ein riesiges Kompliment.“

TVK-Coach Povilas Babarskas meinte: “Ab der zehnten Minute war Gelnhausen heute in allen Belangen die bessere Mannschaft. Wir wissen, dass wir es besser können, haben uns auch Chancen herausgespielt, diese aber nicht genutzt. Heute hat nichts zusammengepasst.”

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie uns Geschäftsführer Carsten Oberhagemann berichtete, schien am Ende die Sonne über Rendsburg. Bei der Siegerehrung zum Abschluss des 26. SH Netz Cup, der von Freitag bis Sonntag ein wechselhaftes Wetter erlebte, erklang für den Deutschland-Achter die deutsche Nationalhymne. Frederik Breuer, Kaspar Virnekäs, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen ließen sich vom begeisterten Publikum feiern. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes fuhr im letzten Saisonrennen zu einem souveränen Sieg über die 12,7-Kilometer-Langstreckendistanz auf dem Nord-Ostsee-Kanal vor den Nationalbooten aus der Ukraine, Großbritannien, den Niederlanden und Italien.

„Rendsburg ist immer ein großer Spaßfaktor – ein bekannter, schon familiärer Ruderort. Gerade die laustarke Unterstützung der Zuschauer im Rendsburger Kreishafen ist megacool. Mein persönliches Highlight ist immer die Kapelle bei Streckenhälfte, die gibt mir einen Extraschub für die letzten sechs Kilometer. Die gesamte Veranstaltung ist eine großartige Werbung für den Rudersport.

Der Deutschland-Achter, auf Bahn zwei startend, hatte sich schnell eine Führung von über einer Bootslänge vor dem von Till Martini gesteuerten ukrainischen Boot erarbeitet. Diese gute Position gab das deutsche Boot nicht mehr her, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt noch den größten Teil der Strecke zu bewältigen hatte.

„Ganz viel Kopfsache“

„Das ist immer hart, auch dann noch, wenn man das Rennen, wie heute, irgendwann unter Kontrolle hat. Die Härte kommt über die Länge des Rennens. Wenn nach vielleicht zwei Kilometern das Laktat in die Beine schießt, ist es ganz viel Kopfsache“, meinte Sönke Kruse und zeigte rüber zu Steuermann Jonas Wiesen: „Viel Arbeit hat heute auch Jonas verrichtet. Er gibt uns immer wieder neue Impulse, rüttelt uns immer wieder wach, damit wir neben unserem physischen Invest auch rudertechnisch eine Einheit bleiben – konstant und konzentriert.“

Schon beim Stadtwerke SH-Sprint-Cup am Samstag siegte der Deutschland-Achter über die 350-Meter-Strecke vor der Ukraine, nachdem die sympathischen Ukrainer am Freitag ihre Stärke auf dem Ergometer nachgewiesen hatten: Sie erzielten auf dem Rudergerät die beste 500-Meter-Durchschnittszeit, knapp vor dem deutschen Team.

„Unsere gute Entwicklung ist noch nicht zu Ende“

Mit dem Erfolg von Rendsburg schloss der Deutschland-Achter, bei dem Kaspar Virnekäs den erkrankten Paul Klapperich ersetzte, den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen ab und beendete eine gute Saison, die mit EM-Silber in Varese und Platz vier bei der WM in Amsterdam ihre Höhepunkte hatte. „Wir hatten eine gute Entwicklung, aber die ist noch nicht zu Ende. Wir wollen die gute Formkurve fortsetzen und uns mit dem Rückenwind weiter nach vorne ackern“, sagte Wiesen Richtung mit Blick auf das Anfang Oktober startende Herbst-/Wintertraining. Aber jetzt gehen die Sportler erst einmal in den verdienten Urlaub.

 

 

Die Ergebnisse:

SH Netz Cup, 12,7 Kilometer: 1. Deutschland (Frederik Breuer, Kaspar Virnekäs, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 37:21 Minuten, 2. Ukraine 37:45, 3. Großbritannien 38:00, 4. Niederlande 39:38, 5. Italien 41,32

 

 

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann