Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Jüngst durfte ich wieder für die HANDBALLWOCHE, Europas größte Handballzeitschrift, einen Artikel schreiben. Diesmal – etwas zeitversetzt zur Veröffentlichung des Vereins oder auf meinem Blog – ging es um die Nachfolge von Andrè Lohrbach, Trainer des Handball Zweitligisten TV Großwallstadt.

Falls jemand keine HANDBALLWOCHE abonniert hat und den Artikel nicht gelesen hat, hier der Text:

 

TV Großwallstadt: Trainersuche ohne Schnellschuss

Beim TV Großwallstadt laufen die Planungen für die kommende Saison. Nachdem Trainer Andrè Lohrbach angekündigt hat, seinen Vertrag nicht zu verlängern, hat die Suche nach einem Nachfolger begonnen. Geschäftsführer Michael Spatz will bei dieser wichtigen Personalentscheidung nichts überstürzen.

Die Entscheidung darüber, dass Lohrbach seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert, wurde vor rund zwei Wochen öffentlich gemacht. Für Spatz ist das Thema inzwischen weitgehend abgeschlossen. „Es wurde alles gesagt, wir haben es veröffentlicht und jetzt ist es nicht mehr so das große Thema bei uns“, erklärte er. Dabei hätte sich der TVG eine Fortsetzung der Zusammenarbeit vorstellen können. „Wir hätten uns gut vorstellen können, mit André weiterzumachen. Es wäre eine gute Option gewesen“, sagte Spatz. Auf beiden Seiten habe grundsätzlich Interesse an einer Verlängerung bestanden. Er selbst habe ein gutes Gefühl gehabt, dass es zu einer Einigung kommen könnte. Letztlich hätten jedoch einige Rahmenbedingungen nicht zusammengepasst. „Aber das ist im Leistungssport manchmal so“, ordnete er ein.

Auch Lohrbach bestätigte, dass die Gespräche über eine Vertragsverlängerung längere Zeit liefen. „Am Ende waren es ein paar Faktoren, die dagegen gesprochen haben, die Verlängerung zu machen.“ Zugleich blickt er dankbar auf seine Zeit beim TVG: „Ich bin froh und dankbar, dass ich die Chance beim TVG bekommen habe.“ Bis zum Saisonende werde er weiter alles für den Erfolg der Mannschaft und des Vereins geben. Über die Reaktion der Mannschaft nach der Bekanntgabe zeigte er sich erfreut. Sein gemeinsames Ziel bleibe, so viele Punkte zu holen, das bestmögliche Ergebnis rauszuholen bis zum Saisonende und die Mannschaft weiter zu entwickeln.

Die Trainerfrage ist auch für die Kaderplanung wichtig: Acht Spielerverträge laufen aus. Für die betroffenen Akteure stellt sich die Frage, wie die sportliche Ausrichtung unter einem neuen Coach aussehen wird. Spatz hat allerdings nicht den Eindruck, dass diese Personalie für alle Spieler gleichermaßen ausschlaggebend ist.

Der TVG hat die Suche nach einem neuen Trainer bereits begonnen. Spatz ist zuversichtlich, zeitnah eine überzeugende Lösung präsentieren zu können. „Wir wollen die Trainersuche forcieren, aber keinen Schnellschuss machen“, betonte er. Die Trainerposition sei eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Personalentscheidung im sportlichen Bereich.

Dennoch dürfe die Suche die Mannschaft nicht von ihren aktuellen Aufgaben ablenken. Priorität habe der Spielbetrieb. Alle Beteiligten wollten weiterhin an einem Strang ziehen und gemeinsam dafür sorgen, dass der TVG in der laufenden Saison so gut wie möglich abschneidet.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Liga muss der TV Großwallstadt am heutigen Montag um 19.30 Uhr beim Tabellenfünften VfL Eintracht Hagen antreten. Die Aufgabe ist allerdings sehr anspruchsvoll, doch die Mannschaft von Trainer André Lohrbach will ihren starken Lauf gegen eines der offensivstärksten Teams der Liga fortsetzen.

Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt hat der TVG eine starke Reaktion gezeigt. Aus den vergangenen fünf Begegnungen holten die Blau-Weißen 9:1 Punkte. Auf den ersten Saisonsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen folgten das Unentschieden in Coburg sowie Erfolge gegen den TV Emsdetten, beim TuS Ferndorf und zuletzt gegen den Dessau-Roßlauer HV 06. Beim 33:32-Heimsieg gegen Dessau bewies Großwallstadt erneut große Moral. Obwohl die Gäste über weite Strecken führten und auch in der 52. Minute noch mit zwei Treffern vorne lagen, drehte der TVG die Begegnung mit einem 4:0-Lauf. Nach den bereits absolvierten Begegnungen des neunten Spieltags belegt der TVG mit 9:7 Punkten aktuell den achten Tabellenplatz.

Hagen nach den Wochenend-Ergebnissen auf Rang fünf

Der VfL Eintracht Hagen geht mit 12:4 Punkten als Tabellenfünfter in die Partie. Die Eintracht ist mit sechs Siegen aus den ersten acht Begegnungen stark in die Saison gestartet. Besonders deutlich fielen die Erfolge beim ASV Hamm-Westfalen und gegen den HSC 2000 Coburg aus. Auch in Dessau, gegen Ferndorf und bei der HSG Nordhorn-Lingen behielt die Mannschaft von Trainer Pavel Prokopec die Oberhand. Ein Ausrufezeichen setzte Hagen beim 30:25 gegen den bis dahin verlustpunktfreien 1. VfL Potsdam. Torhüter Jonas Wilde entschärfte in dieser Partie 18 Würfe und fünf Siebenmeter. Am vergangenen Spieltag musste Hagen allerdings seine zweite Saisonniederlage hinnehmen. Bei GWD Minden erwischten die Grün-Gelben zunächst einen guten Start und lagen nach einer Viertelstunde mit vier Toren vorne. Anschließend nutzten die Gastgeber die Hagener Fehler konsequent und drehten die Begegnung. Am Ende unterlag die Eintracht mit 28:32. In der Analyse machte Prokopec vor allem die 13 technischen Fehler und die ausbaufähige Chancenverwertung als Gründe für die Niederlage aus. Gegen den formstarken TVG möchte Hagen in der heimischen Ischelandhalle nun wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Der Hagener Trainer warnt ausdrücklich vor den Gästen und bezeichnet den TVG als „eine gute Mannschaft, gegen die man keinen Zentimeter nachlassen darf“. Die Großwallstädter Abwehr beschrieb er als „jung, groß, stark“. Prokopec kennt den TVG aus eigener Erfahrung: In der Saison 2014/15 trug er selbst das Großwallstädter Trikot und spielte unter anderem gemeinsam mit Florian Eisenträger.

Der Hagener Angriff verfügt über Qualität auf allen Positionen. Im rechten Rückraum übernimmt Jan von Boenigk viel Verantwortung, während Pierre Busch auf Rechtsaußen und vom Siebenmeterpunkt für Torgefahr sorgt. Auf der linken Rückraumposition kehrte Pouya Norouzinezhad zuletzt in die Startformation zurück und erzielte in Minden sieben Treffer. Besondere Aufmerksamkeit verlangt das Zusammenspiel mit Philip Jungemann am Kreis. Hagen sucht zudem immer wieder den Weg über eins-gegen-eins-Situationen. Mit Juan de la Peña und Linus Kutz stehen Prokopec unterschiedliche Lösungen für die Spielsteuerung zur Verfügung. Auch zwischen den Pfosten ist die Eintracht mit Pascal Bochmann und Jonas Wilde stark besetzt. Für den TVG wird es deshalb wichtig sein, seine Chancen konsequent zu nutzen und den Hagener Torhütern möglichst wenige einfache Paraden zu ermöglichen.

Kompakte Defensive als Grundlage

In Hagen wird erneut eine konzentrierte und kompakte Abwehrleistung die Grundlage bilden müssen. Gelingt es dem Lohrbach-Team das Zusammenspiel mit dem Kreis zu kontrollieren und die Hagener Rückraumspieler in ihren eins-gegen-eins-Aktionen frühzeitig zu stoppen, sollen daraus Ballgewinne und Möglichkeiten für das eigene Tempospiel entstehen. Im Angriff wird es darauf ankommen, geduldig zu bleiben und die zuletzt gezeigte Variabilität erneut auf die Platte zu bringen. In Ferndorf funktionierte der taktische Plan gegen den siebten Feldspieler hervorragend. Gegen Dessau fand der TVG wiederum mit dem eigenen Sieben-gegen-Sechs die entscheidenden Lösungen. Dass die Mannschaft auch schwierige Spielsituationen meistern kann, hat sie in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen. Diese Widerstandsfähigkeit wird auch in der Ischelandhalle gefragt sein, vor allem da Trainer Lohrbach immer noch auf viele verletzte Spieler verzichten muss.

Die beiden Begegnungen der vergangenen Spielzeit verliefen äußerst knapp. In der Ischelandhalle musste sich der TVG trotz 39 eigener Treffer mit 39:40 geschlagen geben. Das Rückspiel entschied Großwallstadt in Aschaffenburg mit 30:28 für sich. In dieser Saison werden die Karten nun neu gemischt. Hagen will nach der Niederlage in Minden vor heimischem Publikum zurück in die Erfolgsspur. Der TVG reist dagegen mit drei Siegen hintereinander und dem Selbstvertrauen aus fünf ungeschlagenen Spielen an. Bei den Gastgebern gab es in der vergangenen Woche einige Erkältungsfälle. Nach Angaben des VfL wird neben dem langzeitverletzten Tilman Pröhl voraussichtlich jedoch kein weiterer Spieler fehlen.

 

 

Archivbild: TV Großwallstadt

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Regionalliga musste sich die Tuspo Obernburg – trotz einer starken Aufholjagd – mit 28:32 (15:16) dem TV Petterweil geschlagen geben. Dabei wollte die Tuspo im Heimspiel endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Doch die Voraussetzungen waren alles andere als optimal, denn Trainer Philipp Wollbeck musste auf Linksaußen Ben Müller verzichten und hatte zudem einige angeschlagene Spieler im Kader. Vor gut besetzten Rängen in der Valentin-Ballmann-Halle entwickelte sich eine intensive Partie, in der sich die Tuspo trotz großem Kampfgeist am Ende nicht belohnen konnte. Da gab Obernburgs Pressesprecher Klaus Zengel bekannt.

Die Gäste aus der Wetterau erwischten den besseren Start und machten von Beginn an deutlich, dass sie nach zuletzt wieder ansteigender Form auch in Obernburg punkten wollten. Bereits nach neun Minuten lag die Tuspo mit 2:7 zurück, so dass Trainer Wollbeck früh eine Auszeit nahm. In der Folge fanden die Römerstädter etwas besser ins Spiel und verkürzten durch zwei Treffer von Tom Müller auf 5:8. Allerdings ließen die Gastgeber bereits in der Anfangsphase zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt und scheiterten bis zur 16. Minute gleich zweimal vom Siebenmeterpunkt. Petterweil nutzte die Nachlässigkeiten konsequent aus und setzte sich bis zur 27. Minute wieder auf 15:11 ab. Doch die Tuspo zeigte Moral, legte einen starken Schlussspurt hin und kämpfte sich mit drei Toren in Folge bis zur Pause auf 15:16 heran.

Tuspo mit schnellem Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst zugunsten der Gastgeber zu kippen. Die Tuspo glich schnell aus und ging durch den neunfachen Torschützen Tobias Raab beim 17:16 erstmals in Führung. Doch Petterweil ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Auch die Rote Karte gegen einen ihrer Rückraumspieler in der 36. Minute steckten die Gäste weg und fanden immer wieder Lücken in der Obernburger Abwehr. Mit einem 4:0-Lauf zogen sie erneut auf 24:19 davon und die Tuspo machte sich das Leben vor allem durch eine mangelhafte Chancenverwertung schwer. Zahlreiche freie Würfe fanden nicht den Weg ins Tor und zudem fehlte mit Tom Müller, der verletzungsbedingt nicht mehr eingesetzt werden konnte, ein wichtiger Taktgeber im Angriffsspiel. Dennoch gaben sich die Römerstädter nicht geschlagen. Angetrieben von den lautstarken Tuspo-Fans mobilisierte die Mannschaft noch einmal alle Kräfte und kämpfte sich Tor um Tor heran. Drei Minuten vor dem Ende war beim Stand von 27:28 wieder alles drin.

Auch nach dem 28:29 durfte die Tuspo noch auf einen Punktgewinn hoffen, doch in der entscheidenden Schlussphase fehlte dann das nötige Quäntchen Glück und die letzte Konsequenz. Petterweil nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt, erzielte in den letzten 90 Sekunden noch drei Treffer und machte damit den Auswärtssieg perfekt. So musste die Tuspo trotz einer kämpferisch starken Aufholjagd eine bittere 28:32-Heimniederlage hinnehmen. Am Ende waren es vor allem die zu vielen vergebenen freien Chancen, die eine mögliche Wende verhinderten. Die Mannschaft bewies zwar Moral und Kampfgeist, stand nach 60 intensiven Minuten aber erneut mit leeren Händen da.

Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Wir befinden uns in keiner einfachen Situation, trotzdem hat die Mannschaft immer dran geglaubt und sich auch nach zwei größeren Rückständen zurückgekämpft. Am Ende fehlt uns einfach aktuell das Spielglück und die Souveränität im Abschluss. Beides müssen wir uns in den nächsten Trainingseinheiten und Spielen wieder erkämpfen.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit einem 35:32 (18:16)-Erfolg kam der TV Kirchzell in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, vom TSV Bayer Dormagen II zurück. Die Gäste mussten für diesen Sieg einiges investieren, denn die Hausherren waren nicht gewillt, Punkte an den Gegner zu vergeben. So entwickelte sich von Anfang an ein intensives kampfbetontes Spiel, in dem der TVK nicht gut startete. Anscheinend steckte ihnen die lange Anfahrt noch in den Knochen und sie bekamen anfangs keinen Zugriff in der Abwehr. Da auch die Torhüter zunächst nichts zu fassen bekamen, lag Dormagen zunächst immer vorne. “Das ging so bis zur 13., 14. Spielminute. Erst danach sind wir besser ins Spiel gekommen und so nach und nach haben wir das Match auf unsere Seite gezogen”, so TVK-Coach Povilas Babarskas. Nach dem 12:12 übernahmen die Gäste die Führung und lagen bis zur Pause (18:16) in Front. Zwischendurch gab es noch “rot” für Julius Bahns nach einem Foul an Ievgen Zhuk.

Ruhe bewahrt

Nach dem Wechsel ging es weiter knapp her. Dormagen gab nie auf und kämpfte sich immer wieder heran. So gelang es Kirchzell nicht, sich mit mehr als drei Toren abzusetzen. Immer wieder erzielten die Gastgeber entweder den Anschluss oder das Unentschieden. Im Schlussakkord übernahmen sie sogar kurzfristig noch einmal die Führung. Nun schien sich der schmale Kader des TVK bemerkbar zu machen. “Einige meiner Spieler wirkten etwas müde und wir haben zu einfach die Zweikämpfe verloren”, so der TVK-Trainer. Doch seine Jungs rappelten sich zusammen, zeigten gerade in schwierigen und knappen Phasen Moral und entschieden am Ende die Partie für sich. 

Povilas Babarskas: “Dormagen hat ein ganz junges Team mit vielen Talenten, die super eins-gegen-eins gehen. Ich glaube die höchste Niederlage war gegen Gelnhausen mit vier Toren. Sie haben sich nie aufgegeben, immer weiter gekämpft. Ich bin sehr zufrieden, dass wir das Spiel gut überstanden und uns den Sieg geholt haben.” Und das ohne Kapitän Tim Häufglöckner, Anton Bayer (beide Nasenbeinbruch) und Lasse Becker.

Beim TVK erzielten die meisten Tore Joshua Osifo (7), Mario Stark und Niklas Ihmer (je 5). Bei Dormagen trafen Kieran Unbehaun (12/7) und Malte Adam (7) am besten.

Mit diesem Sieg steht der TVK aktuell mit 10:8 Punkten auf Platz sieben der Tabelle, Dormagen ist Zweitletzter (2:12 Punkte).

 

Das Bild von Joshi Osifo hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, stürmte der TV Gelnhausen nach dem Sieg gegen Vallendar an die Tabellenspitze. Die HSG Hanau gewinnt gegen Leutershausen.

 

Barbarossastädter feiern Kantersieg gegen Vallendar

Der TV Gelnhausen hat die Tabellenführung in der 3. Liga Süd-West übernommen. Die Barbarossastädter feierten vor 800 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle einen souveränen 38:21 (19:14)-Heimsieg gegen Schlusslicht HV Vallendar. Weil die bislang führende HSG Krefeld Niederrhein zeitgleich gegen Saarlouis verlor, steht der TVG mit 16:2 Punkten nun als einziges ungeschlagenes Team an der Spitze.

Nach dem dramatischen 30:30 (11:15) gegen Zweitliga-Absteiger Krefeld in der Vorwoche wartete diesmal eine ganz andere Aufgabe. Doch die Rot-Weißen ließen keinen Zweifel daran, dass sie auch den Tabellenletzten ernst nahmen. „Wir haben uns sehr intensiv auf Vallendar vorbereitet“, sagte TVG-Trainer Patrick Beer, der weiterhin auf die Verletzten Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme), Benjamin Wörner (Handverletzung) und Finn Trinczek (Fußverletzung) verzichten musste.

Zu Beginn des Spiels bestimmten beide Abwehrreihen das Geschehen. Erst in der vierten Minute erzielte Yannick Mocken das 1:0. Danach ging es schnell: Mit konzentrierter Defensive, Paraden von Jan-Steffen „Bruno“ Minerva und konsequenter Chancenverwertung zog Gelnhausen frühzeitig davon. Silas Altwein traf bereits in der siebten Minute zum 6:1 und brachte die Hölle Süd erstmals zum Kochen. Da auch einige mitgereiste Anhänger aus Vallendar ihre Mannschaft lautstark unterstützten war wieder einmal ein stimmungsvoller Abend garantiert. Respekt an dieser Stelle für den tollen Support der Gäste-Fans und den sympathischen Auftritt.

Die Gäste fingen sich in der Folgezeit und fanden vor allem über den siebten Feldspieler immer wieder Lösungen im Angriff. Der Vorsprung pendelte sich bei drei bis fünf Treffern ein, nach 20 Minuten stand es 12:7. Beim 15:11 (24. Minute) hielt sich der Abstand weiterhin in Grenzen, ehe der TVG drei Tore in Folge erzielte. Ákos Csaba sorgte in der 28. Minute mit dem 18:11 erstmals für sieben Tore Vorsprung. Diesen Abstand wollten die Barbarossastädter auch mit in die Pause nehmen. Beim Stand von 19:13 bot sich kurz vor dem Seitenwechsel die Chance, auf das 20:13. Doch Vallendars Torhüter Erik Hodur parierte und im Gegenzug verkürzte Torben Waldgenbach in den Schlusssekunden auf 19:14. So gingen die Gäste mit einem aus ihrer Sicht noch überschaubaren Fünf-Tore-Rückstand in die Halbzeit.

Eindeutige Richtung nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie jedoch eine eindeutige Richtung. Für Minerva kam Juniorentorhüter Noah Pilgrim zwischen die Pfosten und überzeugte sofort mit starken Paraden. Vorne erhöhte Mocken in der 37. Minute auf 23:15. Der Linksaußen war mit acht Treffern erfolgreichster Gelnhäuser Torschütze, gefolgt von Kapitän Jonathan Malolepszy mit sieben Toren. Bei den Gästen traf Kalani Schmidt sechsmal. Im späteren Spielverkauf erhielt mit Henry Werle auch ein weiteres TVG-Talent Einsatzzeiten. Immer wieder bestrafte der TVG nun Ballverluste der Gäste, die im Angriff mit sieben Feldspielern ihr Tor leer ließen. Vom 23:16 (39. Minute) stürmten die Gelnhäuser mit einem beeindruckenden 9:0-Lauf bis zum 32:16 (47. Minute) davon. Pilgrim entschärfte zahlreiche Würfe, die Abwehr stand sicher und offensiv nutzte der TVG seine Möglichkeiten konsequent. „Wir hatten einen richtigen Lauf, haben einige Bälle herausgefangen und dadurch wurde es in der zweiten Hälfte dann auch sehr deutlich“, erklärte Beer. Spätestens beim 32:16 war die Partie entschieden. Dennoch ließen die Barbarossastädter nicht nach, sondern spielten die Begegnung mit der nötigen Ernsthaftigkeit und zugleich einer gewissen Leichtigkeit souverän zu Ende. In der 59. Minute erzielte Vallendar schließlich den Treffer zum 38:21-Endstand.

Nach dem Schlusspfiff feierten die Gelnhäuser Fans ihre Mannschaft für den deutlichen Erfolg und vor allem für die Übernahme der Tabellenführung. „Wir haben es wirklich geschafft, bis zur 60. Minute Vollgas zu geben – völlig egal, wie es stand. Jeder Einzelne hat sich super eingebracht“, lobte Beer seine Mannschaft. Auch Vallendars Trainer Veit Waldgenbach fand nach der Partie viele anerkennende Worte und zeigte sich als fairer Verlierer: „Zunächst einmal vielen Dank für den herzlichen Empfang und für die super Stimmung in der Halle, die uns gegenüber jederzeit fair war. Es hat wirklich Spaß gemacht, hier zu spielen.“ Sportlich erkannte er die Überlegenheit des TVG an: „Das Ergebnis spiegelt den Tabellenstand und letztlich auch das Leistungsvermögen wider. Zumindest haben wir über 30 Minuten einigermaßen dagegenhalten, über 60 Minuten konnten wir das aber nicht annähernd durchziehen.“ Abschließend gratulierte er Gelnhausen zum „absolut verdienten Sieg“.

 

 

Grimmstädter kehren in die Erfolgsspur zurück

Die HSG Hanau hat den Weg in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach aufopferungsvollen 60 Minuten bezwang der Gastgeber den aktuellen Tabellendritten Leutershausen mit 35:30 (20:16). Durch den Sieg glich die HSG ihr Punktekonto auf 8:8 aus. Erfolgreichster Torschütze an diesem besonderen Abend war Cedric Marquardt mit 11 Toren, davon vier Siebenmeter. Neben dem zweiten Sieg stand erstmals Jan Grolla im Kader der Blauen-Weißen und erstmalig wurde die Fan-Botschafterin der HSG Hanau gekürt.

„Wir wollten vor dem blauen Block ein richtig gutes Spiel zeigen und wollten kämpfen und fighten mit allem, was wir haben”, hatte Trainer Axel Spandau vor der Partie versprochen — und seine Mannschaft löste dieses Versprechen über weite Strecken mit Bravour ein. „Erstmal muss ich ein Kompliment an meine Mannschaft ausrichten”, sagte Trainer Spandau nach dem Abpfiff. „Eine unfassbare, kämpferische Leistung. Und natürlich auch ein hervorragendes Publikum, das wirklich da war, wo wir es gebraucht haben, uns nach vorn gepeitscht und uns wieder zurückgeholt hat.”

Erstmals im Kader der Gastgeber stand Jan Grolla. Der groß gewachsene Linkshänder unterstützt die HSG während des Ausfalls von Lukas Böhm auf der Rückraum Rechtsposition und soll Dennis Gerst die notwendigen Pausen geben. Grolla ging bis Jahreswechsel noch für die MSG Körle/Guxhagen auf Torejagd. Nach seinem beruflich bedingten Umzug nach Aschaffenburg hielt er sich bereits im Frühjahr bei der HSG fit. Als die Anfrage nun vom sportlichen Leiter Reiner Kegelman kam, war es für Grolla selbstverständlich, in der schweren Zeit zu unterstützen.

Leutershausen schlug zunächst zu. Im ersten Angriff traf Stefan Salger, am Ende des Spiels mit zehn Treffern Topscorer seiner Mannschaft, zum frühen 1:0. Doch die Grimmstädter antworteten sofort — Cedric Schiefer glich in der zweiten Minute aus und legte, nach der vorausgegangenen Parade von Benedikt Müller, nur Sekunden später zur 2:1-Führung nach. Der Beginn war intensiv und wechselhaft: Salger für die Gäste, Jan-Eric Kleemann und Cedric Marquardt in Überzahl für Hanau. Bis zur siebten Minute hatte sich ein 5:3 für die Blau-Weißen herauskristallisiert. Leutershausen ließ nicht locker, Salger verkürzte auf 5:4 und 6:5, doch die Grimmstädter antworteten jedes Mal. Sebastian Hein erhöhte per Tempogegenstoß in der elften Minute auf 7:5, ehe Niklas Krämer für die Gäste zum 6:7 traf. Marquardt verwandelte in der 13. Minute den von Dennis Gerst herausgeholten Siebenmeter. Diesen Zwei-Tore-Vorsprung verteidigten die Gastgeber bis zur 17. Minute. Nach einer weiteren Parade von Benedikt Müller gegen Kessler traf Jan-Eric Kleemann mit einem gewaltigen Schlagwurf zur ersten Drei-Tore-Führung (11:8). Bis zur 22. Minute verkürzten die Gäste wieder durch Tim Götz auf 12:13. Doch bis dahin war schon deutlich zu sehen, was in diesem Spiel der Schlüssel sein wird. „Wir haben eine überragende Abwehrleistung gezeigt“, brachte es der verletzte Jan-Philipp Winkler auf den Punkt. Dziugas Jusys organisierten Abwehr auf beeindruckende Art und Weise. Dahinter glänzte immer wieder Benedikt Müller mit seinen Paraden. „Die abgezockteste, coolste Mannschaft der Liga”, nannte Spandau die Leutershausener nach dem Spiel, und genau diese Kaltschnäuzigkeit der Gäste machte das schnelle Aufschließen möglich. Doch auch vorn entfalteten die Gastgeber Druck auf die gegnerische Deckung. Eine Zeitstrafe gegen Salger verhalf den Hanauern, sich wieder abzusetzen. In der 28. Minute erhöhte Marquardt mit einem seiner elf Tore auf 18:13. Bis zur Halbzeit gestaltet sich der Verlauf ausgeglichen. Der eingewechselte Moritz Keller verkürzte in der letzten Minute vor der Halbzeit auf 16:20.

Kurze Schwächephase unbeschadet überstanden

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte: eine agile Deckung, temporeich im Angriff und abschlusssicher. Marquardt eröffnete per Siebenmeter in der 31. Minute zum 21:16. Gerst erhöhte in der 34. auf 22:18. Begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen Reisig zogen die Grimmstädter erstmals sechs Tore davon. Erst Schiefer in Überzahl und dann Müller per Wurf aufs leere Tor ließen die Halle 24:18 kochen. Hanau schien auf dem besten Weg, die Partie frühzeitig zu entscheiden.

Doch Leutershausen mobilisierte seine Kräfte. Zwischen der 38. und 41. Minute liefen die Gäste, begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen Jusys, heiß. Von 19:25 auf 23:25, vier Treffer in Folge ohne Hanauer Antwort, zeigte die Qualität. Die Spannung in der Main-Kinzig-Halle stieg spürbar an. Trainer Spandau reagierte mit Auszeit und seine Mannschaft reagierte: Marquardt traf zum 26:23, Schiefer zog in der 42. Minute auf 27:23 nach, und Hanau hatte die Kontrolle zurück. In dieser Phase macht sich der lautstarke Blaue Block bemerkbar. Die Fans hatten das richtige Gespür und machten beeindruckenden Lärm, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Die Gäste zeigten das ganze Spiel über, warum sie erst drei Minuspunkte abgegeben haben. Die Abwehr wurde immer stabiler und im Angriff spielten sie ihren Stiefel runter. Zwischen der 54. und 58. Minute wurde es nochmals richtig spannend. Erst verkürzten sie auf 29:31 und dann auf 30:31. Die Partie war noch einmal vollständig offen. Schöber fing den Ball in der Abwehr ab und schloss erfolgreich im Tempogegenstoß zum 32:30 ab. Anschließend nochmals eine gute Abwehraktion, sodass Marquardt mit seinem elften Treffer ebenfalls per Gegenstoß wieder auf 33:30 erhöhte. Schiefer setzte sich nochmals unnachahmlich durch und markierte das 35:30. 

„Zwar haben wir wieder phasenweise ein bisschen den Faden verloren und unsere Ballgewinne dann nicht genutzt, aber haben uns dann am Ende dann doch noch mal durchgesetzt und nachdem es kurz knapp wurde, nochmal einmal schön abgesetzt und den Sieg eingefahren, von daher sehr gut gelaufen.“, fasst der Verletzte Winkler die Partie zusammen.

 

 

Das Bild hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Kirchzell am Samstag um 20 Uhr beim TSV Bayer Dormagen II antreten. Die zweite Mannschaft des Zweitligisten Dormagen steht derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz, hat bisher 4:12 Punkte auf dem Konto. Aber TVK-Coach Povilas Babarskas warnt trotzdem davor, sich vom Tabellenrang blenden zu lassen: “Die Ergebnisse waren fast allesamt knapp und hätten auch anders ausgehen können.”

Der Kader Dormagens ist recht groß und immer mal wieder tauchen Spieler von der ersten Mannschaft im Drittliga-Team auf. Povilas Babarskas weiß, dass sie keinen Zweikampf scheuen “und wir müssen auf die Durchbrüche achten. Wir müssen uns sehr gut vorbereiten und auf alles einstellen. Das wird ein harter Kampf für uns werden. Doch diesen müssen wir annehmen.” 

Die Reise nach Dormagen ist eine der weitesten für den TV Kirchzell. Nicht mit dabei sind Anton Bayer nach seinem Nasenbeinbruch. Kapitän Tim Häufglöckner hat vergangene Woche das gleiche Schicksal ereilt, bloß ist sein Nasenbeinbruch komplizierter als der von Anton und er wurde am heutigen Freitag operiert. Lasse Becker wird ebenfalls noch fehlen.

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an Torhüter Joshua Löffelmann:

 

Zuletzt gegen Nieder Roden gab es eine Niederlage. Habt Ihr diese mittlerweile aufgearbeitet?

“Wir hatten uns gegen Nieder-Roden natürlich mehr vorgenommen und waren dementsprechend enttäuscht. Wir haben das Spiel analysiert, die Fehler aufgearbeitet und die Niederlage mittlerweile abgehakt. Jetzt liegt unser voller Fokus auf dem nächsten Gegner Dormagen II. Wir wollen es am Wochenende besser machen und alles dafür geben, die nächsten zwei Punkte zu holen.”

Euer nächster Gegner heißt Dormagen II. Wie schätzt Du diese Mannschaft ein?

“Dormagen II ist eine junge, dynamische Mannschaft, die über gute individuelle Qualitäten verfügt. Deshalb müssen wir von Anfang an konzentriert sein und unsere Leistung über 60 Minuten auf die Platte bringen.”

Gibt es im Dormagen Team einen Spieler, auf den Ihr ein Augenmerk haben müsst oder sind sie im Kollektiv gut?

“Ich denke, dass Dormagen vor allem als Kollektiv gefährlich ist. Sie haben mehrere Spieler, die individuell gute Lösungen finden können. Deshalb müssen wir als Mannschaft geschlossen verteidigen und im Angriff unsere Chancen konsequent nutzen.”

 

 

Das Bild von Joshua hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie der DEB in einer Pressemitteilung bekannt gab, gibt es im kommenden Monat Eishockey zum Ausprobieren in ganz Deutschland.

Helm auf, Schläger in die Hand und los: Vom 16. bis 22. November 2026 öffnen Eishockeyvereine in ganz Deutschland ihre Hallen für Kinder, die den Sport zum ersten Mal ausprobieren möchten. Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB), die Deutsche Eishockey Liga (PENNY DEL) und die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) richten die gemeinsame Schnupperwoche bereits zum dritten Mal aus. Neu in diesem Jahr: Erstmals beteiligen sich alle Landeseissport- und Landeseishockeyverbände in Deutschland. Damit ziehen DEB, Profiligen und Landesverbände bei der Nachwuchskampagne „Wir sind Eishockey“ gemeinsam an einem Strang.

Die Aktionswoche beginnt eine Woche nach dem Deutschland Cup, der am 08. November in Düsseldorf zu Ende geht. So knüpft sie direkt an das Turnier der Nationalmannschaft an und bringt das Eishockey anschließend in die Vereine vor Ort.

Die teilnehmenden Klubs und Vereine stellen dafür eigene Angebote auf die Beine: Kids Days, Eislaufschulen, Trainings mit Profispielern und weitere Mitmachaktionen. Die Angebote richten sich an Kinder zwischen etwa vier und acht Jahren. Vorkenntnisse braucht es keine, die Ausrüstung wird vor Ort gestellt. Erfahrene Trainerinnen und Trainer begleiten die ersten Schritte auf dem Eis. Eltern erhalten parallel alle wichtigen Informationen zum Training, zum Vereinsleben und zu den Möglichkeiten für einen dauerhaften Einstieg.

Bietet der nächstgelegene Verein während der Aktionswoche kein eigenes Programm an, lohnt sich der Blick auf die regulären Laufschulen und Einsteigertrainings. Auch dort sind interessierte Kinder und ihre Familien herzlich willkommen.

Florian Ondruschka, DEB-Cheftrainer Talententwicklung und Vereinsbetreuung sagte: „Dass die Schnupperwoche zum dritten Mal stattfindet, ist auch ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit mit der PENNY DEL und der DEL2. Ein besonderer Dank gilt in diesem Jahr den Landesverbänden und ihren Vereinen, die erstmals geschlossen mitmachen und das Angebot in die Fläche tragen. Die Kinder können sich auf dem Eis ausprobieren, die Eltern bekommen einen ersten Eindruck vom Training und vom Umfeld unseres Sports. Am Ende zählt für uns, dass möglichst viele Familien nach dieser Woche wiederkommen und im Verein eine sportliche Heimat finden.“

Ulrich Liebsch, Trainer und Koordinator Talent- und Vereinsbetreuung des DEB meinte dazu: „Der erste Moment auf dem Eis kann für Kinder der Startpunkt einer langen Eishockey-Laufbahn sein. Entscheidend ist, was danach kommt: Die Vereine brauchen Angebote, die an die Schnupperwoche anknüpfen und den Weg ins regelmäßige Training einfach machen. Dabei unterstützen wir die Klubs mit den Erfahrungen und Ideen aus den vergangenen Jahren. Denn jede Spielerin und jeder Spieler in unseren Nationalmannschaften hat einmal ganz klein angefangen.“

 

Eine Übersicht der teilnehmenden Vereine und alle Informationen zur Schnupperwoche gibt es auf der Website des DEB: https://www.deb-online.de/5-sterne-programm/schnupperwoche/.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga empfängt die Tuspo Obernburg den TV Petterweil. Die HSG Bieberau/Modau ist spielfrei.

 

Zum dritten Heimspiel der Saison gastiert der TV Petterweil am Samstag um 19 Uhr in der Obernburger Valentin-Ballmann-Halle. Die Mannschaft aus der Wetterau wird von ihrem langjährigen Trainer Martin Peschke betreut, startete mit 2:6 Punkten in die Saison und holte zuletzt einen überraschenden Heimsieg gegen Offenbach-Bürgel. Das gab Tuspo-Pressesprecher Klaus Zengel zu Protokoll. Petterweil darf keinesfalls unterschätzt werden: Nach der Vizemeisterschaft vor zwei Jahren belegte das Team in der vergangenen Saison den fünften Tabellenplatz. Auch die Duelle mit der Tuspo Obernburg waren stets hart umkämpft. In der letzten Spielzeit konnten die Römerstädter aus beiden Begegnungen lediglich einen Punkt beim 28:28 im Heimspiel holen. Derzeit steht Petterweil auf Platz zehn der Tabelle.

Der Kader der Gäste hat sich im Vergleich zur Vorsaison nur geringfügig verändert. Angeführt wird das Team von erfahrenen Leistungsträgern wie Martin Habenicht, der auf Linksaußen nach drei Spielen bereits 25 Treffer erzielt hat sowie Kreisläufer Björn Pape. Petterweil zeichnet sich durch eine eingespielte Mannschaft, eine gute Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern sowie ein starkes Umschaltspiel aus. Für die Hausherren ist die Marschroute klar – wer im Heimspiel endlich den ersten Sieg einfahren möchte, muss von Beginn an mit Leidenschaft, hoher Intensität und konsequentem Kampfgeist auftreten. Entscheidend wird sein, dem schnellen Spiel der Gäste mit einer starken Abwehrleistung zu begegnen und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Drittligist HSG Hanau muss in den kommenden Wochen auf Lukas Böhm und Jan-Philipp Winkler verzichten. Beide stehen dem Verein bis November nicht zur Verfügung. Wann die beiden in das Mannschaftstraining und in den Spielbetrieb zurückkehren, lässt sich aktuell nicht planen.

Winkler laboriert seit dem DHB-Pokalspiel gegen den HC Erlangen an Knieproblemen, ist aber auf dem Weg der Besserung und macht Fortschritte im Heilungsprozess. Böhm zog sich im Heimspiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden am 10. Oktober im Zweikampf muskuläre Probleme zu. Beide Spieler sind beim Physiopartner der HSG Hanau, dem Gesundheitszentrum Hehner, in guten Händen. Trotz der Fortschritte lässt sich ein Termin für die Rückkehr derzeit nicht festlegen.

„Das tut uns sportlich weh, aber vor allem tut es uns für Lukas und JP leid“, so HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Jetzt zählt, dass beide in Ruhe gesund werden. Die Mannschaft ist gefordert, das gemeinsam aufzufangen, und das trauen wir ihr zu. Wir rücken als Mannschaft noch enger zusammen und haben den Blauen Block im Rücken, auch das gibt uns in dieser Phase Kraft.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt die HSG Hanau am heutigen Freitagabend Leutershausen. Der TV Gelnhausen erwartet am Samstag Aufsteiger Vallendar daheim.

 

 

HSG Hanau empfängt Tabellendritten Saase³Leutershausen Handball

Zur Primetime um 20.15 Uhr am heutigen Freitag empfängt die HSG Hanau Saase³Leutershausen Handball. Nach acht Spielen liegt die Mannschaft von der Bergstraße mit 13:3 auf Tabellenplatz drei. Die Gastgeber hingegen ist nach der Niederlage auf dem neunten Tabellenplatz. Nach der Niederlage beim TuS 1882 Opladen wollen die Jungs um Kleemann, Müller und Co. wieder zurück in die Erfolgsspur.

„Wieder ein großer Brocken”, sagt HSG-Trainer Spandau. Leutershausen sei „vielleicht ein bisschen überraschend” auf Rang drei, aber in Wirklichkeit „eine vollkommen ausgebuffte, routinierte und coole Mannschaft” — vor allem die Rückraumreihe mit Bundesliga-Erfahrung imponiere „sehr stark durch ihr absolut taktisch diszipliniertes Auftreten.” Dabei meint er allen voran den groß gewachsenen Stefan Salger, der unter anderem in Stuttgart, Friesenheim und Melsungen aktiv war.

Den Auswärtsauftritt in Opladen haben sich die Hanauer anders vorgestellt. Doch in der Woche wurde hart an den Aufgaben, wie den offenbar gewordenen Lücken in der Deckung, intensiv gearbeitet. Die Schützlinge von Trainer Spandau wollen im Angriff „taktische Mittel finden“, um Wurfsituationen besser vorzubereiten. Die Hausaufgaben für diese Trainingswoche waren demnach klar benannt, damit die Mannschaft bestmöglich auf das Primetime-Spiel in Hanau gut vorbereitet ist. „Nachdem letzte Woche unsere kleine Siegesserie gerissen ist, haben wir die Gründe dafür diese Woche im Training ausgemacht. Vor allem die vielen Ballverluste durch technische Fehler in Unterzahl haben uns sehr wehgetan, da das zu einfachen Gegentoren geführt hat. Wir wollen daher diese Woche wieder disziplinierter auftreten und das möglichst minimieren“, resümiert Jan-Philipp Winkler die Analyse zur Niederlage in Opladen.

Bisher spricht die Statistik für die Gäste. In den bisherigen sieben Spielen gegen Sasse3Leutershausen und den Vorgängerverein SG Leutershausen gingen sie bisher fünfmal als Sieger vom Platz. Die HSG Hanau war zwei Mal erfolgreich. Unvergessen war das Spiel im Dezember 2017. Mit einem Siebenmetertor nach Ablauf verwandelte sich die Main-Kinzig-Halle in ein Tollhaus und der Jubel war Ekstase pur. Damals wie heute ist der Blaue Block das Zünglein an der Waage gewesen. Von der frenetischen Anfeuerung des Blauen Blocks wuchs die Mannschaft über sich hinaus. Auch für dieses Spiel setzen Kleemann, Müller und Co. auf die Unterstützung der Tribüne und wollen ihren Teil dazu beitragen, dass der Funke überspringt. 

Sasse³Leutershausen wieder zurück im Süd-Westen

Nach einjähriger Pause wurde Saase³Leutershausen aus der dritten Liga Staffel Süd wieder zurück in den Süd-Westen eingeteilt. Im letzten Jahr erreicht die Spielgemeinschaft von der Bergstraße den neunten Tabellenplatz. Im Vergleich zum letzten Jahr, wo man nach vier Spieltagen null Punkte auf der Habenseite hatte, sammelten diesmal die Mannen von Trainer Florian Tafel sieben Pluspunkte in den ersten vier Spielen. Am fünften Spieltag gab es die bisher erste und einzige Niederlage gegen den derzeitigen Tabellenzweiten aus Gelnhausen.

Seit der Niederlage folgten drei Siege in Serie und der Gegner strotzt vor Selbstvertrauen. Prunkstück ist die kompakte, körperliche und robuste 6:0-Deckung um den Bundesliga-erfahrenen Torhüter Jonas Maier. Seit Jahren bilden Niklas Krämer und Sven Schreiber den Innenblock. In dieser Saison lassen sie im Schnitt nur 27 Tore pro Spiel zu. Im Angriff ist die Mannschaft im Rückraum stark besetzt. Auf Rückraum-Mitte führt Tim Götz bereits vier Jahre Regie und ist mit seinem Nebenmann Sven Schreiber genauso lange ein eingespieltes Duo. Auf Rückraum-Rechts bekommen sie seit der letzten Saison wurfgewaltige Unterstützung. Stefan Salger mit seinen 2,07 m und jahrelangen Einsätzen in der Bundesliga ist ein passendes Pendant zum Duo Schreiber/Götz. Am Kreis wühlt Niklas Krämer. Mit seiner körperlichen Präsenz und seiner hohen Abschlussquote ergänzt er seit drei Jahren den Kern der Mannschaft. Aktuell ist er auch Topscorer seiner Mannschaft mit 46 Treffern. In diesem Jahr tritt er auch als Siebenmeterschütze in Erscheinung und traf 18-mal. Dabei ist es ungewöhnlich, dass Kreisspieler diese Aufgabe übernehmen. Doch es scheint erfolgreich zu sein.

Taktische Mittel im Angriff finden

„Wir müssen gucken, dass wir in unserer Abwehr kompakt stehen und die Lücken, die offenbart sind, gegen Opladen stärker schließen“, macht Spandau klar, dass es nach seinem Geschmack weniger als 35 Gegentore sein sollen, als noch in der letzten Woche. Für den Angriff wird es nach Aussagen des Trainers „eine große Aufgabe“, Lösungen zu finden. Dabei soll mit guten taktischen Mitteln bessere Wurfsituationen kreiert werden.

Weiterhin fehlt der Langzeitverletzte Julian Fulda im Kader. David Rivic feiert in der letzten Woche wieder sein Comeback. Ob die weiteren fehlenden Spieler Lukas Böhm, Jan-Philipp Winkler und Marek Schöber am Freitag auflaufen, war Mitte der Woche noch nicht klar. 

„Mit S3L wartet eine extrem starke Mannschaft auf uns, die erst 3 Punkte liegen lassen hat. Sie kommen über die starke Rückraum-Kreisläufer-Achse und haben ihre Stärken im gebundenen Spiel. Unser Ziel ist es, eine kompakte Abwehr zu stellen und mit den Fans im Rücken im schnellen Spiel zum Erfolg zu kommen“, gibt die Nummer 20 Jan-Philipp Winkler einen Einblick in den Matchplan. „Wir wollen dem blauen Block ein richtig gutes Spiel zeigen und werden kämpfen und fighten mit allem, was wir haben”, sagt Trainer Spandau.

 

 

Ungeschlagener TV Gelnhausen empfängt Aufsteiger Vallendar

Nach dem emotionalen Topspiel gegen die HSG Krefeld Niederrhein (30:30) wartet auf den TV Gelnhausen bereits die nächste Aufgabe vor heimischem Publikum. Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die Barbarossastädter am neunten Spieltag den HV Vallendar in der Rudi-Lechleidner-Halle. Während der TVG mit 14:2 Punkten weiterhin ungeschlagen auf Rang zwei steht, reist der Aufsteiger mit 2:14 Punkten als Tabellenletzter nach Gelnhausen.

Die Rollen scheinen damit auf den ersten Blick klar verteilt. Doch TVG-Trainer Patrick Beer warnt davor, sich von der Tabelle täuschen zu lassen. „Vallendar ist eine Mannschaft, die als Aufsteiger neu in der Liga ist und sich sicherlich noch ein Stück weit finden muss. Insgesamt hatten sie aber schon ein ordentliches Auftaktprogramm.“

Tatsächlich traf Vallendar in den ersten Wochen bereits auf mehrere Schwergewichte der Süd-West-Staffel. Mit Saase3 Leutershausen (26:36), der HSG Krefeld Niederrhein (25:38) und zuletzt der HG Saarlouis (27:38) standen die meisten Spitzenmannschaften bereits auf dem Spielplan. Lediglich gegen den Mitaufsteiger TSV Bayer Dormagen II gelang bisher ein Sieg (34:33). Die bisherigen Ergebnisse sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Aufsteiger gefährlich werden kann. In Gelnhausen will Vallendar nun alles daran setzen, den zweiten Saisonsieg einzufahren.

Für den Klub vom Rhein ist die aktuelle Saison die Rückkehr auf die Drittliga-Bühne nach 15 Jahren. Als Meister der Regionalliga Südwest gelang im Sommer der Aufstieg. An der Seitenlinie steht Veit Waldgenbach, dessen Söhne Torben und Jan ebenfalls wichtige Rollen in der Mannschaft einnehmen. Torben Waldgenbach ist mit inzwischen 50 Treffern der erfolgreichste Torschütze des HVV und gehört ebenso wie sein Bruder Jan zu dem torgefährlichen Rückraum von Vallendar. Auch Neuzugang Maciej Marszalek sorgt aus dem Rückraum für zusätzliche Wurfkraft. Auf den Außenpositionen verfügt Vallendar mit Joshua Reuland und Kalani Schmidt ebenfalls über wurfstarke Optionen.

Taktisch erwartet den TVG zudem eine besondere Herausforderung. „Was man auf keinen Fall unterschätzen darf, ist ihr gutes Sieben-gegen-sechs, das sie regelmäßig einsetzen. Darauf werden wir uns entsprechend vorbereiten müssen“, sagt Beer. Gerade diese Angriffsvariante kann eine Abwehr über längere Phasen vor besondere Aufgaben stellen.

Der TVG selbst geht mit reichlich Rückenwind in die Partie. Beim 30:30 (11:15) gegen Tabellenführer Krefeld holten die Barbarossastädter am vergangenen Sonntag nach einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand noch einen Punkt und bleiben damit auch nach acht Spieltagen ungeschlagen. Die spektakuläre Aufholjagd und die enorme Unterstützung von den Rängen sorgten für einen besonderen Handballabend in der Hölle Süd.

Personell bleibt die Situation allerdings angespannt. Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme), Benjamin Wörner (leichte Handverletzung) und Finn Trinczek (leichte Fußverletzung) stehen weiterhin nicht zur Verfügung.

Trotz der unterschiedlichen Tabellenpositionen darf sich der TVG deshalb auf keinen einfachen Abend einstellen. „Vallendar ist ein Aufsteiger, den wir nicht unterschätzen dürfen. Wir wollen aber den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und vor heimischem Publikum die Punkte in Gelnhausen behalten“, gibt Beer die Richtung vor.

 

 

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür