Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Leicht hat es Handball Zweitligist TV Großwallstadt dem Favoriten und Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig nicht gemacht, aber am Ende stand dann doch mit dem 28:33 (13:14) eine Niederlage zu Buche. Doch das Ergebnis erzählt längst nicht die ganze Geschichte dieser Partie.

Die Gäste erwischten den besseren Start, legten von Anfang an vor. Nach dem 2:2 legte Leipzig schnell nach und ging über 4:2 bis auf 7:3 (9. Minute) davon. Doch Großwallstadt ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Mannschaft kämpfte, packte vor allem in der Abwehr alles aus und stellte den Favoriten immer wieder vor Probleme. Auch im Tor hatte der TVG einen starken Rückhalt: Anel Durmic zeigte eine sehr gute Partie und sorgte mit wichtigen Paraden dafür, dass Leipzig sich nicht frühzeitig entscheidend absetzen konnte.

Nach und nach kamen die Hausherren, die ohne den verletzten Jannek Klein, dafür mit Niklas Ihmer, der einen Kurzeinsatz bekam, besser ins Spiel. Florian Eisenträger verwandelte die Siebenmeter, bis auf einen, souverän und in der 20. Minute stand es 10:11. Kurz darauf bot sich beim 11:13 die große Chance, den Rückstand wieder zu verkürzen – doch der Ball flog über das Tor. Leipzig erhöhte auf 14:11 und TVG-Trainer Andrè Lohrbach nahm in der 25. Minute eine Auszeit. Danach passierte erst mal nichts mehr: Von der 23. bis zur 29. Minute fiel überhaupt kein Tor. Weder hüben noch drüben. Beide Abwehrreihen arbeiteten intensiv, und auch Leipzig fand lange keinen Weg durch die Deckung des TVG. Kurz vor der Pause gelang Großwallstadt schließlich noch das 13:14 durch Kapitän Patrick Gempp. Die Partie war also wieder offen.

Mit nur einem Tor Rückstand ging es in die Kabinen – und die Partie war völlig offen.

Nach dem Seitenwechsel erwischte erneut Leipzig den besseren Start. Innerhalb kürzester Zeit stand es 17:13 für die Gäste. Der TVG nahm erneut seine Auszeit, auch um den Spielfluss des Favoriten zu unterbrechen und wieder zurück in die Partie zu finden. Zunächst schien Leipzig dennoch davonzuziehen und beim 27:20 in der 47. Minute schien die Vorentscheidung endgültig gefallen, denn zu diesem Zeitpunkt sah vieles nach einer deutlichen Niederlage aus. Leipzig zeigte seine ganze Klasse und nutzte die Fehler der Gastgeber konsequent aus. Doch der TVG gab sich nicht geschlagen. Die Mannschaft zeigte Moral, kämpfte weiter, stellte sich in der Abwehr immer wieder dem Leipziger Angriff entgegen und verkürzte auf 24:28. Leipzig legte noch einmal nach, doch Großwallstadt blieb dran. In der 57. Minute hieß es plötzlich nur noch 27:30.

Die Fans durften wieder hoffen. Leipzig musste in dieser Phase noch einmal alles geben, um die Partie endgültig unter Kontrolle zu bringen. Der TVG hatte sich nach dem 20:27 noch einmal eindrucksvoll zurückgekämpft. Doch am Ende setzte sich der Favorit durch. Leipzig brachte den Vorsprung über die letzten Minuten und gewann letztlich mit 33:28.

Auch wenn der TVG damit ohne Punkte blieb, hat die Mannschaft gezeigt, dass sie sich vor einem solchen Gegner nicht verstecken muss. Besonders Anel Durmic im Tor überzeugte, ebenso Yessine Meddeb im rechten Rückraum. Florian Eisenträger blieb von der Siebenmeterlinie sicher und der junge Redkyn agierte gut.

Auffällig war, das Großwallstadt kein einziges Mal führte. Nach dem 2:2 gelang auch kein Ausgleich mehr. Und dennoch war Leipzig über weite Strecken alles andere als ungefährdet. Das bestätigte auch Leipzigs Torhüter-Trainer Milos Putera: „Ich habe gewusst, dass es hier in Großwallstadt nicht einfach werden wird. Der TVG hat eine junge, hungrige Mannschaft, die ohne Druck aufspielen konnte. Sie spielen schnell nach vorne und stehen in der Abwehr gut.” Gleichzeitig sah er bei seinem eigenen Team noch Luft nach oben: „Bei uns ist noch das eine oder andere verbesserungsfähig.“

Für Leipzig bedeutet der Sieg zunächst einmal ein paar Tage zum Durchatmen. Nach dem Montag- und Freitagspiel kann die Mannschaft laut Putera erst einmal zwei Tage verschnaufen, bevor es weitergeht. Bei den Leipzigern war Staffan Peter, Matej Klima, Finn Schroven und Dean Bombac, zusammen mit Torhüter Anadin Suljakovic die Besten.

Für den TVG blieb zwar die Erkenntnis, dass es gegen einen solchen Favoriten noch nicht für Punkte reicht. Die kämpferische Leistung, der starke Auftritt der Abwehr und die Tatsache, dass sich die Mannschaft auch bei einem 20:27 nicht aufgab, machen aber Mut für die kommenden Aufgaben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Ich habe Euch ja die Saisonvorschau des Zweitligisten TV Großwallstadt bisher vorenthalten, die ich für die HANDBALLWOCHE, Europas größte Handball-Zeitschrift, geschrieben habe. So, aber jetzt… 🙂 Wer kein Abo oder sonst keine Möglichkeit hat, den Artikel zu lesen – hier bitteschön:

 

Fokus auf den Nachwuchs

Die neue Saison rückt immer näher und beim TV Großwallstadt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Geschäftsführer Michael Spatz zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. „Die Vorbereitung läuft nach Plan“, sagt er. Neben den intensiven Trainingseinheiten standen verschiedene Teambuilding-Maßnahmen an. Personell sieht sich der TVG gut aufgestellt. Der Kader umfasst 20 Spieler und wird durch mehrere Nachwuchstalente im Perspektivkader ergänzt. Die beiden EM-Teilnehmer Johan Rohwer und Anel Durmic sind wohlbehalten aus Rumänien zurückgekehrt und wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen. Auch die verletzten Spieler Yessine Meddeb und Romas Aukštikalnis arbeiten sich Schritt für Schritt zurück. Bei Sebastian Trost wird es noch etwas dauern, bis er wieder vollständig belastbar ist.

Auch im Trainerteam gab es eine wichtige Veränderung. Mit Marko Sokičić verstärkt ein neuer Co-Trainer den TVG. Gemeinsam mit Cheftrainer André Lohrbach und Torwarttrainer Thomas Bolling soll der 36-Jährige vor allem seine Erfahrung in der individuellen Spielerentwicklung und im athletischen Bereich einbringen. 

Mit dem neuen Trikot „UNITY“ setzt der Verein ein Zeichen. Es steht für Zusammenhalt und Identität innerhalb der TVG-Familie und greift den Weg auf, den der Verein mit seiner strategischen Weiterentwicklung in den kommenden Jahren einschlagen möchte.

Wirtschaftlich steht der TVG vor einer anspruchsvollen Saison. Trotz der aktuellen Rahmenbedingungen erhielt der Verein die Lizenz erneut ohne Auflagen und Bedingungen. Der Etat liegt mit rund 1,7 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Die wirtschaftlichen Herausforderungen bleiben dennoch groß. „Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen müssen wir Einnahmen im sechsstelligen Bereich neu generieren. Wir haben bereits wichtige Fortschritte erzielt, sind aber noch nicht am Ziel. Deshalb gilt es weiterhin, neue Partner für den TVG zu gewinnen“, so Spatz.

Ein besonderes Augenmerk richtet der Verein weiterhin auf seine Nachwuchsarbeit. „Wir möchten auch künftig auf talentierte junge Spieler setzen und sie Schritt für Schritt an den Profibereich heranführen. Gleichzeitig brauchen wir erfahrene Spieler, die Verantwortung übernehmen und den jungen Spielern Orientierung geben. Diese Mischung ist für unsere Entwicklung enorm wichtig“, sagt Spatz.

Auch sportlich steht die Weiterentwicklung im Mittelpunkt. Konkrete Saisonziele werden innerhalb des Vereins noch abgestimmt. „Wir wollen als Mannschaft den nächsten Entwicklungsschritt machen und unser Potenzial kontinuierlich ausschöpfen. Gerade unsere jungen Spieler sollen sich weiterentwickeln und Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig möchten wir unsere Heimstärke wieder zu einer echten Qualität machen und unseren Fans deutlich mehr Erfolgserlebnisse in der Untermainhalle schenken. Wenn uns diese Entwicklung gelingt, wird sich das am Ende auch in der Tabelle widerspiegeln“, erklärt Spatz.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am Freitag den SC DHfK Leipzig zum ersten Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison. Gegen den erklärten Aufstiegs-Aspiranten wartet auf die Blau-Weißen um 19.30 Uhr in der Untermainhalle in Elsenfeld eine anspruchsvolle Aufgabe. Nach der Niederlage beim TV 05/07 Hüttenberg möchte der TV Großwallstadt vor eigenem Publikum eine Reaktion zeigen. Mit dem SC DHfK Leipzig stellt sich allerdings direkt einer der großen Aufstiegs-Favoriten am Untermain vor.

Der SC DHfK Leipzig startete erst am Montagabend in die neue Saison. Im Duell der beiden Erstliga-Absteiger setzte sich das Team von Trainer Frank Carstens mit 24:23 gegen GWD Minden durch. Nationalspieler Franz Semper erzielte den Ausgleich und traf drei Sekunden vor dem Ende auch zum Sieg. Grundlage des Leipziger Erfolgs war eine starke Abwehrleistung. Torhüter Anadin Suljaković kam auf 17 Paraden. Im Angriff waren Neuzugang Finn Schroven und Rechtsaußen Staffan Peter mit jeweils fünf Treffern die erfolgreichsten Werfer. In der Tabelle steht Leipzig nach dem ersten Spieltag mit 2:0 Punkten auf Platz neun, der TVG wird mit 0:2 Punkten und einer Tordifferenz von minus acht auf Rang 15 geführt. Wobei die Tabelle allerdings nach dem ersten Spieltag nicht aussagekräftig ist.

Für die Sachsen war es der erste Zweitliga-Erfolg seit mehr als elf Jahren. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga hat der Verein den direkten Wiederaufstieg als klares Saisonziel ausgegeben. “Erst war es ein Schock, doch wir haben den Abstieg gut verkraftet und es eröffnet uns eine neue Chance. Ganz klar haben wir kommuniziert, dass der Aufstieg unser erklärtes Ziel ist”, sagt Milos Putera, Torhüter-Trainer in Leipzig. Er spielte von 2013 bis 2015 beim TVG, ging danach nach Leipzig, ist seit dem Ende seiner Karriere, also seit 2019 Torhüter-Trainer und Assistent vom Trainer. Weiter sagte er: “Beim TVG erwartet uns ein schweres Spiel. Trainer Lohrbach hat ein junges Team, das aufs Tempo drückt. Es ist keinesfalls leicht dort zu spielen und wir müssen sehr konzentriert und mannschaftlich geschlossen auftreten.” Die Mannschaft von Frank Carstens hat sich am heutigen Donnerstag nach dem Vormittags-Training auf den Weg Richtung Großwallstadt gemacht und übernachtet im Sportpark Großwallstadt, damit sie optimal vorbereitet ins Spiel gehen kann.

 Aufstiegs-Favorit mit viel Qualität

 Obwohl Leipzig im Sommer neun Spieler verabschiedete, verfügt der SC DHfK weiterhin über einen hochkarätig besetzten Kader. Angeführt wird die Mannschaft vom neuen Kapitän Dean Bombač. Mit Nationalspieler Franz Semper, Torhüter Tomáš Mrkva, Kreisläufer Moritz Preuss und Blær Hinriksson stehen weitere Bundesliga-erfahrene Akteure im Aufgebot.

Verstärkt haben sich die Sachsen unter anderem mit Torhüter Anadin Suljaković sowie Finn Schroven. Der Rückraumspieler kam vom TSV Bayer Dormagen und gehörte in der vergangenen Saison mit 146 Feldtoren und 134 Vorlagen zu den auffälligsten Akteuren der zweiten Liga. Beim Auftaktsieg fügte er sich mit fünf Treffern direkt gut in seine neue Mannschaft ein.

Die Vorbereitung verlief für Leipzig mit Siegen gegen mehrere namhafte Gegner vielversprechend. Im DHB-Pokal musste sich der Favorit allerdings bereits in der ersten Runde dem TuSEM Essen nach doppelter Verlängerung mit 33:36 geschlagen geben.

 TVG benötigt kompakte Defensive

 Für den TV Großwallstadt wird es darauf ankommen, die Defensive gegenüber dem Saisonauftakt deutlich zu stabilisieren. Leipzig verfügt über viel individuelle Qualität im Rückraum, spielt mit erfahrenen Akteuren im Zentrum und besitzt durch Schroven und Semper auf der rechten Seite große Torgefahr. Gleichzeitig zeigte das Leipziger Auftaktspiel, dass auch der Bundesliga-Absteiger über längere Phasen unter Druck gesetzt werden kann. Minden erarbeitete sich in der zweiten Halbzeit einen Zwei-Tore-Vorsprung und lag noch zwei Minuten vor dem Ende in Führung, um letztlich doch noch zu verlieren. Der TVG muss deshalb geduldig bleiben, seine Chancen konsequent nutzen und die Zahl der Ballverluste gering halten. Mit der Unterstützung der eigenen Fans möchten die Blau-Weißen dem Favoriten einen intensiven Kampf liefern und ihre Chance auf die ersten Saisonpunkte suchen.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach einem überzeugenden Saisonauftakt wartet auf die HSG Rodgau Nieder-Roden in der dritten Handball Liga, Staffel süd-West, am zweiten Spieltag gleich der nächste schwere Brocken. Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die Baggerseepiraten die HG Saarlouis in der RODAUSTROM Sportarena. Die Rodgauer gehen dabei mit ordentlich Rückenwind in die Partie. Zum Auftakt erkämpfte sich die junge Mannschaft von Trainer Christian Sommer beim favorisierten Longericher SC ein 30:30-Unentschieden.

Starker Auftritt in Köln macht Mut

Dabei war es nicht nur das Ergebnis, das bei den Rodgauern für Zufriedenheit sorgte. Die HSG zeigte über weite Strecken eine starke Leistung, trat selbstbewusst auf und bewies auch in schwierigen Phasen große Moral. Mit 30 erzielten Toren präsentierte sich die neu formierte Mannschaft insbesondere im Angriff bereits erstaunlich treffsicher. Gleichzeitig zeigte das Team, dass es auch unter Druck an sich glaubt und bis zur letzten Sekunde um jeden Punkt kämpft.

Jetzt kommt der Meister

Mit der HG Saarlouis wartet allerdings bereits die nächste große Herausforderung. Die Saarländer gehen als Meister der dritten Liga Süd-West 2025/26 in die neue Saison und gehören erneut zu den Mannschaften mit Aufstiegsambitionen. Dies unterstrich das Team von Trainer Lützelberger gleich mit einem Auftaktsieg gegen die Bergischen Panther. Auch wenn da noch nicht alles rund lief, gibt es an der Qualität der Saarländer keine Zweifel. Für die Rodgauer ist die Begegnung deshalb ein echter Härtetest – gleichzeitig aber auch eine attraktive Gelegenheit, vor den eigenen Fans nachzulegen.

Nach dem starken Auftritt in Longerich soll nun der Heimvorteil genutzt werden. Die HSG möchte von Beginn an mit derselben Energie und Körpersprache auftreten und den Favoriten aus dem Saarland möglichst früh unter Druck setzen „Entscheidend wird sein, die einfachen Fehler zu minimieren, in der Abwehr kompakt zu stehen und die Chancen im Angriff  konsequent zu nutzen. Gerade gegen eine Mannschaft wie Saarlouis können Kleinigkeiten den Ausschlag geben“, gibt Trainer Sommer die Marschroute vor.

 

 

Schwere Auswärtsaufgabe zum Auftakt für die Grimmstädter

Mit dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison steht die HSG Hanau auch gleich vor einer harten Bewährungsprobe: Am Samstag um 17.30 Uhr spielen die Blau-Weißen bei interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen. Die Ratinger haben bereits ihr erstes Spiel absolviert. Beim Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein gab es eine 33:41-Niederlage. Trotzdem zeigte die junge Truppe aus Düsseldorf, gerade in der ersten Halbzeit, eine starke Leistung. HSG-Trainer Axel Spandau erwartet eine schwere Aufgabe, der sich seine Mannen erfolgreich stellen wollen.

„Wir müssen Disziplin und Kampfkraft aufs Feld bringen und dann an die Leistungen, die wir gegen die Zweitligisten in der Vorbereitung und im Pokal gegen Erlangen gezeigt haben, anknüpfen. Das muss die Basis sein und dann wollen wir uns Schritt für Schritt steigern”, sagt HSG-Trainer Spandau, der Ratingen als „schon eine Aufgabe” einordnet: eine extrem junge Mannschaft, angeführt von erfahrenen Routiniers, die die HSGler schon in der letzten Saison vor Aufgaben gestellt und sich weiterentwickelt haben.

Vielversprechende Vorbereitung als Grundlage

„Die Vorbereitung lief sehr gut und wir freuen uns natürlich immens, dass es jetzt endlich wieder losgeht!“, freut sich Kapitän Jan-Eric Kleemann. Für die HSG Hanau ist es das erste Pflichtspiel dieser Spielzeit. Die Vorbereitung verlief über weite Strecken vielversprechend, die Begegnungen mit dem TV Hüttenberg und dem Dessau-Roßlauer HV, aus der zweiten Liga, zeigten das Potenzial der Mannschaft. Das Team um das Kapitäns-Duo Kleemann & Müller hat die Lehren aus den Vorbereitungsspielen gezogen und sind nun gut gerüstet für den Start. Am Samstag wollen sie auswärts an ihre starken Auftritte der letzten Saison anknüpfen. Gerade zum Saisonstart gab es damals sechs in Serie, wo sie ungeschlagen in fremden Gefilden waren. 

Auf der anderen Seite tritt eine Mannschaft auf, die HSG-Trainer Spandau sehr genau unter die Lupe genommen hat: Unter der Leitung von Trainer Filip Lazarov setzt Düsseldorf-Ratingen auf ein variables Deckungsspiel — in der Regel eine stabile 6:0-Deckung, ergänzt durch eine offensive 3:2:1 als Mittel der Überraschung. Im Tor steht mit Sebastian Bliß jemand, der mit seiner Leistung und Erfahrung aus der Bundesliga den Rückhalt der Mannschaft bildet. Im Rückraum glänzen die jungen Wilden mit Luca Elias Schulz, elf Tore gegen Krefeld und Tjark Seher, ebenfalls einem wurfgewaltigen Rückraumshooter. Henrik Stock zieht mit seiner Zweitliga-Erfahrung auf Rückraum Mitte die Fäden. Am Kreis lauert der 2.06 Meter große Stanko Sabic, der mit seiner körperlichen Präsenz jede Abwehr vor Aufgaben stellt. Nach der Niederlage im Derby gegen Krefeld wollen die Ratinger im ersten Heimspiel ihre ersten beiden Punkte einfahren.

Matchplan steht – Über die Deckung ins Spiel finden

Der Matchplan der Grimmstädter führt dabei klar über die Abwehr. Mit einer beweglichen und disziplinierten 6:0-Deckung wollen sie Schulz, Seher und Stock aus dem Rhythmus bringen, umso die sich bietenden Chancen in der zweiten Welle konsequent zu nutzen. Seit Jahren ist das Tempospiel eine der Stärken der Grimmstädter. Gleichzeitig gilt es direkt nach einem abgeschlossenen Angriff in den Rückzug zu kommen. Im Angriffsspiel sollen geduldig die Torabschlüsse vorbereitet und dann mit einer hohen Effektivität die Chancen im Tor untergebracht werden. Dabei gilt es mit einer hohen Geschwindigkeit und Ballsicherheit die gegnerische Deckung in die Bewegung zu bringen, um die entsprechenden Räume zu nutzen. Abschließend führt Kleemann aus: „Wir haben schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie das im Pokal dann auch laufen kann. Wir sind gut gerüstet und wollen dann in Düsseldorf alles geben und versuchen, die zwei Punkte zu holen.“

Neben dem Langzeitverletzten Julian Fulda wird weiterhin Benedikt Müller angeschlagen fehlen, dafür wird Nico Scholz aus der Oberligamannschaft gemeinsam mit Florian Eberhardt das Torhüter-Duo in Nordrhein-Westfalen bilden. Auch Neuzugang Mathi Geerken wird seine Premiere in der dritten Liga für die HSG feiern.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Noch einmal in die Vollen: Fünf Tage nach den Weltmeisterschaften in Amsterdam trifft sich die Ruderelite zum 26. SH Netz Cup in Rendsburg. Von Freitag bis Sonntag wird hier ein volles Programm geboten: Rudern auf dem Ergometer, spannende Sprintrennen und die quälend lange Marathon-Distanz 12,7 Kilometer auf dem Nord-Ostsee-Kanal am Sonntag (14.20 Uhr). Das gab Geschäftsführer Carsten Oberhagemann bekannt. 

„Das ist eine tolle, vielseitige Regatta, die für uns abseits der üblichen 2000-Meter-Distanz eine schöne Abwechslung bietet. Wir freuen uns wie jedes Jahr auf das Wochenende in Rendsburg und darauf, mit internationalen Gegnern auf verschiedenste Arten messen zu können“, sagte Steuermann Jonas Wiesen, für den es die vierte Teilnahme in Rendsburg ist.

DRV-Flaggschiff in WM-Besetzung

Der Deutschland-Achter geht in kompletter WM-Besetzung an den Start: mit Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen. Als Ersatzmann ist Kaspar Virnekäs dabei. Die Mannschaft, die am Sonntag den vierten Platz in Amsterdam belegt hatte, trifft auf Nationalboote aus Großbritannien, den Niederlanden, Italien und der Ukraine.

Los geht‘s am Freitagabend um 19.30 Uhr mit dem HanseWerk-Ergo-Cup der Internationalen Männer-Achter – auf dem Ruder-Ergometer sind 500 Meter zu bewältigen. Am Samstag folgt um 16.20 Uhr der Stadtwerke SH-Sprint-Cup über 350 Meter im Kreishafen, gefolgt vom Ergo-Cup der Steuerleute. Den Höhepunkt und Abschluss bildet am Sonntag um 14.20 Uhr der SH Netz Cup über die Ruder-Marathon-Distanz von 12,7 Kilometer auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Breiholz bis zur Rendsburger Eisenbahnbrücke.

Danach geht’s für die Sportler nach einer intensiven Saison in den wohlverdienten Urlaub.

 

Zwei Boote bei der U23-EM in Kruszwica

Gefordert ist am Wochenende auch noch einmal der U23-Nachwuchs. Bei den U23-Europameisterschaften im polnischen Kruszwica treten vom Dortmunder Leistungszentrum ein Zweier und ein Vierer ohne Steuermann an. Den Zweier bilden Justus Beckmann und Carl Sgonina, die auch schon bei der U23-WM im Achter saßen. Im Vierer messen sich David Kalle, Julius Watzka, Moritz Bitz und Collin Liebe mit der internationalen Konkurrenz.

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Drittligist TV Gelnhausen ist mit einem Ausrufezeichen in die neue Saison gestartet. Am Mittwochabend setzten sich die Barbarossastädter beim hoch gehandelten Longericher SC Köln verdient mit 27:24 (11:11) durch. Vor 234 Zuschauern überzeugte der TVG insbesondere mit einer herausragenden Abwehrleistung und einem bärenstarken Jan-Steffen „Bruno“ Minerva im Tor. Rund 25 mitgereiste TVG-Fans hatten trotz des ungewohnten Termins unter der Woche den Weg nach Köln auf sich genommen und sorgten dabei für jede Menge Stimmung.

In einer lange völlig offenen und physischen Partie setzte sich Gelnhausen erst in der Schlussphase entscheidend ab und bezwang damit erstmals seit vier sieglosen Ligaduellen wieder seinen „Angstgegner“. Gleichzeitig feierte der neue TVG-Trainer Tim Beckmann bei seinem ersten Drittliga-Spiel an der Seitenlinie einen gelungenen Einstand.

Bemerkenswert war die Leistung auch aufgrund der angespannten personellen Situation. Neben Alexander Bechert (Knieprobleme), Silas Altwein (Nasenbeinbruch) und Jonas Dambach (Fußprobleme) musste der TVG auf Max Bechert verzichten, der sich im Training einen Mittelhandbruch zugezogen hat. Zudem gingen einige Spieler nach einem grippalen Infekt angeschlagen in die Partie. Junioren-Torhüter Noah Pilgrim und der 19-jährige Rückraumspieler Liam O’Toole rückten in den Kader.

„Wir haben ein unglaublich intensives Spiel hinter uns und können unfassbar stolz auf unsere Leistung sein“, sagte Beckmann nach der Partie. „Was die Einstellung und Mentalität bei so einem anspruchsvollen Auswärtsspiel unter der Woche angeht, haben die Jungs das richtig gut gemacht.“

Zunächst erwischten allerdings die Gastgeber den besseren Start und gingen durch zwei Treffer von Severin Henrich mit 2:0 in Führung. Der TVG fand jedoch schnell eine Antwort und Benjamin Wörner sorgte in der siebten Minute für den 2:2-Ausgleich.

Schon früh zeichnete sich ab, dass beide Mannschaften defensiv sehr stabil standen und sich auf ihre starken Torhüter verlassen konnten. Longerich legte zwar immer wieder mit ein oder zwei Treffern vor, doch der TVG ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich stets zurück. Im Angriff ließen die Barbarossastädter dabei einige Möglichkeiten liegen, trafen mehrfach den Pfosten und scheiterten immer wieder an Longerichs Torhüter Roman Babic. Auf der anderen Seite hielt Minerva mit zahlreichen Paraden dagegen und seine Mannschaft im Spiel. Kapitän Jonathan Malolepszy traf in der 20. Minute per Siebenmeter zum 8:8. Er war mit insgesamt sieben Treffern erfolgreichster Gelnhäuser Torschütze.

Bis zur Pause blieb das Bild unverändert und die Partie völlig offen. Malolepszy erzielte kurz vor der Halbzeit das 11:11. Anschließend hatte der TVG sogar die Chance auf die erste Führung, verlor jedoch den Ball. Longerich schaltete schnell um, doch Minerva entschärfte den freien Gegenstoß von Jonas Kämper und hielt das Unentschieden zur Pause fest.

TVG gelang erstmals die Führung

Nach dem Seitenwechsel gelang Gelnhausen dann erstmals die Führung. Benjamin Wörner, der drei Treffer zum Auswärtssieg beisteuerte, traf in der 31. Minute zum 12:11. Auch danach blieb die Begegnung eng und hart umkämpft, ohne dass sich eine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte.

Eine kritische Situation musste der TVG in der 39. Minute überstehen, als die Mannschaft nach zwei Zeitstrafen in doppelter Unterzahl agieren musste. Doch die Gelnhäuser Defensive hielt auch mit zwei Spielern weniger stark dagegen und kassierte in dieser Phase lediglich einen Gegentreffer. „Die Jungs haben sich überhaupt nicht aus dem Konzept bringen lassen und haben das unglaublich gut gemacht. Wir haben den Glauben an den Sieg und an die eigene Stärke gehabt“, lobte Beckmann.

Ákos Csaba brachte den TVG in der 42. Minute mit 17:16 in Führung, doch weiterhin konnte sich keine Mannschaft absetzen. Nach 47 Minuten stand es 18:18. Gestützt auf die starke Defensive und einem überragenden Minerva im Tor legte der TVG dann einen 3:0-Lauf hin und setzte sich erstmals mit drei Treffern ab. Gleichzeitig begann die große Schlussphase von Fynn Hilb. Der Rückraumspieler traf in der 52. Minute zum 21:18 und erhöhte fünf Minuten später auf 24:20. Longerichs bester Torschütze Robin Kremp, der insgesamt sieben Treffer erzielte, verkürzte noch einmal, doch Hilb antwortete unmittelbar mit dem 25:21. Alle fünf Treffer des Gelnhäuser Rückraumspielers fielen in den letzten neun Minuten der Partie.

Longerich reagierte mit einer Auszeit und stellte anschließend auf eine offensive Manndeckung um, um die Partie mit allen Kräften noch einmal zu drehen. Doch der TVG behielt auch in der Schlussphase die Kontrolle und ließ sich den verdienten Auswärtssieg nicht mehr nehmen. Die Gastgeber verkürzten in der Schlussminute lediglich noch auf 24:27.

Mit nur 24 Gegentreffern gegen einen der Mitfavoriten der Staffel setzte die Gelnhäuser Defensive damit zum Saisonstart ein deutliches Ausrufezeichen und legte den Grundstein für den verdienten Auswärtserfolg. „Es war ein richtig wertvoller erster Sieg. Ich freue mich sehr für die Jungs, dass sie für ihre harte Arbeit in der Vorbereitung belohnt wurden“, sagte Beckmann nach dem gelungenen Saisonstart. Lange Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht: „Jetzt gilt es zu regenerieren und dann den vollen Fokus auf Samstag zu richten. Es ist ein ganz besonderes Spiel, auf das wir uns unglaublich freuen. Unser erstes Drittliga-Heimspiel vor den eigenen Fans.“

 

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, trifft der TV Kirchzell am Samstagabend um 1930 Uhr auswärts auf den TV Gelnhausen. Dieser hatte am Mittwochabend einen Einsatz beim Longericher SC und gewann dort mit 27:24 (11:11). Also ebenfalls ein Auftakt nach Maß, denn auch der TVK gewann sein erstes Saisonspiel zu Hause gegen Opladen. 

Ob es für den TV Kirchzell am Samstag ein Vor- oder Nachteil ist, dass der TV Gelnhausen am Mittwochabend noch im Einsatz war und bereits am Samstag wieder auf der Platte stehen muss, wird sich wohl erst während der Partie zeigen. Dieser Auswärtssieg wird dem TVG aber sicher viel Auftrieb geben. Fakt ist: Mit Gelnhausen wartet auf den TVK mit eine der schwersten Aufgaben der Staffel Süd-West.

Der TV Gelnhausen gehört seit Jahren zu den Topteams der Liga und verpasste in der vergangenen Saison nur ganz knapp den Aufstieg in Liga zwei. Entsprechend groß ist die Herausforderung für die Mannschaft von TVK-Trainer Povilas Babarskas.

Ganz unbekannt ist der Gegner allerdings nicht. Lange Jahre treffen die beiden Teams im Ligaspielbetrieb immer wieder aufeinander und während der Vorbereitung trafen beide Mannschaften bereits in einem Freundschaftsspiel aufeinander. Aussagekraft für Samstag hat dieses Duell allerdings nur bedingt, denn auf beiden Seiten wurde seinerzeit viel ausprobiert und getestet.

Kirchzell weiß deshalb, was auf ihn zukommt. Povilas Babarskas wird versuchen, sein Team bestmöglich auf das schwere Auswärtsspiel einzustellen. Personell ist die Situation beim TVK nicht ganz optimal, “denn einige meiner Spieler sind angeschlagen. Doch auch Gelnhausen hat mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Für uns wird es eine ganz schwierige Aufgabe werden”, so Povilas Babarskas.

Es wir also eine intensive und anspruchsvolle Partie erwartet, doch die Kirchzeller wollen sich beim Favoriten, der sich mit dem ehemaligen Bundesliga-Torhüter Jan-Steffen Minerva sehr gut verstärkt hat, aber keineswegs verstecken. Entscheidend wird sein, von Beginn an dagegenzuhalten, die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen und die starke Gelnhausener Mannschaft möglichst lange vor schwierige Aufgaben zu stellen.

Am Ende wird sich zeigen, ob die kurze Regenerationszeit nach dem Mittwochsspiel für den Gastgeber ein kleiner Vorteil für den TVK sein kann – oder ob Gelnhausen seine Qualität trotzdem auf die Platte bringt.

 

Gelnhausens Trainer Tim Beckmann sagt folgendes: “„Es wird natürlich nur eine recht kurze Regenerationszeit. Jetzt gilt es zu regenerieren, noch einmal in die Feinabstimmung zu gehen, die Lehren aus dem Spiel gegen Longerich zu ziehen und uns dann voll fokussiert auf die Partie am Samstag auszurichten.” Weiter sagt er: “Kirchzell verfügt über viel Erfahrung, eine ausgeglichene Breite im Kader und hohe individuelle Qualität.” Für seine Mannschaft wird es vor allem darauf ankommen, an die Einstellung aus dem erfolgreichen Saisonauftakt in Longerich anzuknüpfen: „Wir brauchen exakt das, was wir dort auf die Platte gebracht haben: diese Einstellung und die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen. Kirchzell wird es uns richtig schwer machen.“

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an den neuen Co-Trainer der Kirchzeller, Jan Blank-Born:

 

Jan, wie kam es, dass Du nach Deinem Karriere-Ende nun Co-Trainer beim TVK geworden bist?

“Es kam so zustande, dass ich auch letzte Saison dienstags im Training, sofern es beruflich möglich war, war und Povilas im Training unterstützt habe. Und jetzt vor der Saison in Absprache, mit Povilas, Andreas Schober und Gottfried Kunz dann auch die Idee kam, ob ich nicht auch bei den Heimspielen, wenn es möglich ist, mit unterstützen kann. Und da mir der Handball schon sehr gefehlt hat, hab ich dann auch direkt oder relativ schnell zugesagt.”

 

Wie schätzt Du Gelnhausen dieses Jahr ein? Sie haben den Aufstieg in Liga zwei knapp verpasst und haben sich vor allem im Tor mit Jan-Steffen Minerva gut verstärkt.

“Gelnhausen ist für mich neben Krefeld und Saarlouis eine der drei besten Teams. Im Tempospiel wahrscheinlich die beste. Im stehenden Angriff haben wir aber eine Chance mitzuhalten. Wenn der Rückzug passt ist also etwas drin. Auch wenn Gelnhausen klarer Favorit ist. Und mit Minerva natürlich nochmal Qualität und Erfahrung dazugekommen ist.”

 

Stand heute – seid Ihr alle fit? Und was muss besser laufen als im ersten Spiel der Saison?

“Stand gestern, Dienstag, sind wir komplett. Alle waren im Training. Ich würde lieber aufs Positive schauen. Die Abwehr vergangenes Wochenende war richtig stark. Kämpferisch wie taktisch. Das zu bestätigen wäre extrem wichtig. Das Thema im Umschaltspiel ist natürlich ein Punkt, an dem wir noch arbeiten müssen, um auch einfache Tore gegen Gelnhausen machen zu können.”

 

 

 

 

 

Archivbild von Jan Blank, der Nummer 8

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie uns Max Giegerich, der sich um die organisatorischen, finanziellen und kommunikativen Belange rund um die Tennisspielerin Luisa Hrdá kümmert, berichtete, hatte sie zwei sehr gute Wochen in Verbier.

 Zwei Wochen, zwei erfolgreiche Qualifikationen und mehrere starke Auftritte auf internationaler Bühne: Luisa Hrdá hat beim mit 35.000 US-Dollar dotierten ITF-Turnier in Verbier eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht. Die Leidersbacherin überzeugte in der Schweiz sowohl im Einzel als auch im Doppel – und belohnte sich mit dem Wiedereinstieg in die WTA-Weltrangliste.

An beiden Turnierwochen musste sich Luisa Hrdá zunächst durch die Qualifikation kämpfen. Beide Male meisterte sie diese Aufgabe erfolgreich und spielte sich ins Hauptfeld. Besonders in der zweiten Woche sorgte sie dort für ein sportliches Ausrufezeichen: Gegen die an Nummer zwei gesetzte Dalila Spiteri (ITA), aktuell rund Nummer 350 der WTA-Weltrangliste, zeigte sie eine starke Vorstellung und gewann deutlich mit 6:4, 6:0.

Im anschließenden Achtelfinale wartete mit Valerija Strakhova (UKR) eine international erfahrene Gegnerin, die im Doppel aktuell auf Rang 92 der Welt geführt wird. Luisa Hrdá hielt dagegen und lieferte einen intensiven Kampf, musste sich am Ende jedoch mit 4:6, 1:6 geschlagen geben.

Auch im Doppel präsentierte sich die Leidersbacherin über beide Wochen konstant stark. Gemeinsam mit Franziska Sziedat (GER) erreichte sie in der ersten Turnierwoche das Halbfinale und setzte sich dabei auch gegen deutlich höher in der Weltrangliste platzierte Gegnerinnen durch. Beim zweiten Turnier folgte der Einzug ins Viertelfinale.

„Es waren zwei richtig gute Wochen für mich. Ich nehme viel Selbstvertrauen mit, weiß aber auch, dass noch viel Arbeit vor mir liegt“, sagte sie nach den beiden intensiven und erfolgreichen Turnieren.

Die Ergebnisse von Verbier sind mehr als nur ein sportliches Erfolgserlebnis. Sie bringen Luisa Hrdá auch zurück auf die internationale Ranglisten-Karte: Im Einzel gelingt ihr der Wiedereinstieg in die Top 1.300 der WTA-Weltrangliste, im Doppel verbessert sie sich in die Top 900.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Gelnhausen zum Auftakt beim Longericher SC antreten. Los geht es am Mittwoch um 20.15 Uhr. Während die meisten Mannschaften bereits am vergangenen Wochenende in die neue Spielzeit gestartet sind, wird es für den TVG nun erstmals um Punkte gehen. Dabei wartet direkt eine der schwierigsten Aufgaben der Liga.

Nach der intensiven Vorbereitung und dem starken Auftritt bei der knappen 25:27 (14:12)-Niederlage gegen Zweitligist TV Hüttenberg in der ersten Runde des DHB-Pokals ist die Vorfreude entsprechend groß. „Ungewohnt ist für uns natürlich, direkt zum Saisonstart unter der Woche an einem Mittwoch zu spielen. Gleichzeitig ist die Vorfreude aber sehr groß, dass es endlich losgeht. Wir haben richtig Lust auf dieses besondere erste Saisonspiel.“, sagt TVG-Trainer Tim Beckmann.

Herkules-Aufgabe für den TVG

Mit dem Longericher SC wartet allerdings eine echte Herkulesaufgabe auf den TVG. Die Kölner belegten in der vergangenen Saison direkt hinter dem TV Gelnhausen den dritten Tabellenrang und zählen auch in dieser Spielzeit zum erweiterten Favoritenkreis der Süd-West-Staffel. Trotz einiger Abgänge und Neuzugänge im Sommer ist der Kern der Mannschaft weitgehend zusammengeblieben. Auch Trainer Chris Stark steht weiterhin an der Seitenlinie.

Besonders im Rückraum verfügt der LSC nach wie vor über große Qualität. Kapitän Lukas Martin Schulz und Jonas Kämper gehören zu den Spielern, auf die die Gelnhäuser Defensive besonders achten muss. Beide sorgen mit ihrer individuellen Qualität und Wurfstärke für viel Torgefahr.

Dass die Kölner erneut zu den stärksten Mannschaften der Staffel gehören, haben sie bereits in den ersten beiden Pflichtspielen unter Beweis gestellt. Für einen Paukenschlag sorgte Longerich in der ersten Runde des DHB-Pokals. Gegen den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen setzte sich der LSC mit 37:35 (20:22) durch und zog als einziger Drittligist in die zweite Pokalrunde ein. Dort wartet mit dem VfL Eintracht Hagen der nächste Zweitligist. Auch zum Auftakt in die dritte Liga blieben die Kölner ungeschlagen und erkämpften sich gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden ein 30:30 (16:18)-Unentschieden.

„Longerich hat seine Qualität zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt und ist mit seiner körperlichen Präsenz und der großen Torgefahr aus dem Rückraum an einem guten Tag nur sehr schwer zu schlagen“, sagt Beckmann. Der TVG-Trainer erwartet eine sehr physische Partie: „Sie spielen mit einem hohen körperlichen Einsatz und suchen über 60 Minuten konsequent die Eins-gegen-eins-Situationen. Das war sowohl gegen Nordhorn als auch gegen Nieder-Roden deutlich zu sehen.“

Dass dem TVG eine schwierige Aufgabe bevorsteht, zeigt auch der Blick auf die vergangenen Begegnungen. In der vergangenen Saison trennten sich beide Mannschaften zweimal unentschieden. In Köln hieß es 29:29, das Rückspiel in der Hölle Süd endete 28:28. In der Saison zuvor musste sich der TVG sogar in beiden Duellen geschlagen geben. Ein Sieg gegen Longerich gelang den Barbarossastädtern damit seit vier Ligaspielen nicht mehr.

Ein Schlüssel wird am Mittwoch das Umschaltspiel sein. „Für uns wird entscheidend sein, ihr Tempospiel in der ersten und zweiten Welle in den Griff zu bekommen und selbst im Umschaltspiel sehr handlungsschnell zu sein“, sagt Beckmann. Gleichzeitig warnt der TVG-Trainer vor der Widerstandsfähigkeit der Gastgeber: „Gegen Nieder-Roden hat Longerich eine starke Moral gezeigt. Sie haben über den gesamten Spielverlauf sehr intensiv gekämpft, sich auch nach Rückständen immer wieder herangearbeitet und nie aufgehört, Druck zu machen.“

Rückschlag für den LSC

Einen schweren Rückschlag musste der LSC allerdings bereits verkraften. Rückraumspieler Lennart Niehaus zog sich beim Pokalerfolg gegen Nordhorn-Lingen einen Kreuzbandriss zu und fällt den Rest der Saison aus.

Auch beim TV Gelnhausen ist die Personalsituation zum Saisonstart angespannt. Zu den bereits verletzten Alexander Bechert (Knieprobleme), Silas Altwein (Nasenbeinbruch) und Jonas Dambach (Fußprobleme) gesellte sich in den vergangenen Tagen Max Bechert. Der Kreisläufer zog sich im Training einen Mittelhandbruch zu und wird voraussichtlich rund sechs Wochen ausfallen. Damit steht mit Torben Fehl aktuell nur ein etatmäßiger Kreisläufer zur Verfügung. Für Alexander Bechert wird erneut Nachwuchstorhüter Noah Pilgrim in den Kader rücken.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Das ich nicht so ganz “Fußball-affin” bin, hat sich sicher schon rumgesprochen. Aber wenn es um die SPVGG GREUTHER FÜRTH und um den SV Darmstadt 98 geht, dann gucke ich ganz weit über den Handball-Tellerrand hinaus. 🙂

Nach den ersten drei Spieltagen ist die Bilanz allerdings bei beiden noch ausbaufähig und die Bilanz sieht bei den Vereinen unterschiedlich aus. 

Darmstadt 98 wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Nach einem 2:2 zum Auftakt gegen Holstein Kiel folgten zwei Niederlagen gegen Dynamo Dresden und Hannover 96. Damit stehen die Lilien nach drei Spieltagen bei einem Remis und zwei Niederlagen.

Bei der Mannschaft wurde kurz vor Ende der Transferperiode noch einmal nachgebessert. William Mikelbrencis wechselte ablösefrei vom Hamburger SV ans Böllenfalltor. Der 22-jährige Rechtsverteidiger bringt bereits reichlich Erfahrung mit und kennt die zweite Bundesliga aus seiner Zeit beim HSV.

Für Greuther Fürth begann die Saison zunächst ebenfalls holprig. Nach einem 1:1 bei St. Pauli und einer 2:4-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg gelang am dritten Spieltag allerdings der Befreiungsschlag: Die Spielvereinigung gewann bei Energie Cottbus mit 4:3 und feierte damit den ersten Saisonsieg.

Auch auf dem Transfermarkt war das Kleeblatt zum Ende der Transferperiode noch einmal aktiv. Mit dem 20-jährigen Faton Ademi kam ein junges Mittelfeldtalent hinzu. Außerdem wurde Loris Giandomenico vom Grasshopper Club Zürich für eine Saison ausgeliehen. Für den jungen Schweizer Linksverteidiger sicherte sich Fürth zusätzlich eine Kaufoption.

Interessanter nächster Spieltag

Am kommenden Spieltag geht es für Darmstadt zum 1. FC Kaiserslautern, der derzeit Platz sechs innehat, während Greuther Fürth den Erstliga-Absteiger 1. FC Heidenheim empfängt (derzeitiger 4.). Für beide Mannschaften stehen damit interessante Aufgaben an. Darmstadt möchte endlich den ersten Dreier einfahren, Fürth dagegen den Erfolg aus Cottbus bestätigen.

Mal sehen, wie sich die beiden Teams weiterentwickeln.