Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, trotz der TV Gelnhausen dem Tabellenführer einen Punkt ab. Die HSG Hanau musste eine Auswärtsniederlage hinnehmen.

 

 

Barbarossastädter bleiben in der Hölle Süd ungeschlagen

Was für ein Handballabend in der Hölle Süd: Der TV Gelnhausen hat dem Tabellenführer HSG Krefeld Niederrhein ein 30:30 (11:15) abgetrotzt. Vor 1.300 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle lagen die Barbarossastädter gegen den großen Favoriten zwischenzeitlich mit sieben Toren zurück, kämpften sich mit einer beeindruckenden Energieleistung aber zurück. Damit bleiben die beiden einzigen bislang ungeschlagenen Mannschaften der Staffel auch nach dem direkten Duell ohne Niederlage.

Schon die Ausgangslage versprach einen besonderen Abend. Der Tabellenzweite empfing den verlustpunktfreien Spitzenreiter und der TVG wollte seine beeindruckende Heimserie fortsetzen. Seit November 2024 (25:40 gegen den Longericher SC) hat Gelnhausen kein Drittliga-Heimspiel der Süd-West-Staffel mehr verloren. Gleichzeitig musste die Mannschaft erneut einige Rückschläge verkraften. Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme), Benjamin Wörner (leichte Handverletzung) und Finn Trinczek (leichte Fußverletzung) fehlten verletzt. Dafür feierte Jonas Dambach nach seinen Fußproblemen sein Saisondebüt und meldete sich mit fünf Treffern und einer starken Leistung eindrucksvoll zurück.

Von Beginn an entwickelte sich das erwartete intensive Spitzenspiel. Beide Abwehrreihen standen kompakt, dazu setzten die Torhüter Bruno Minerva und Finn Rüspeler erste Akzente. Jonathan Malolepszy traf in der achten Minute per Siebenmeter zum 3:3 und sollte mit insgesamt sieben Treffern am Ende bester Gelnhäuser Torschütze sein. Auf Krefelder Seite war Jörn Persson mit acht Toren am erfolgreichsten.

Nach einer ausgeglichen Anfangsphase neigte sich das Pendel schnell auf die Seite der Gäste. Yannick Mocken sprang unglücklich in seinen Gegenspieler und sah die Rote Karte. Damit verlor Gelnhausen schon nach acht Minuten seinen einzigen gelernten Linksaußen im Kader. Anschließend nutzte das Krefelder Starensemble einige Gelnhäuser Fehlwürfe.  Der polnische Neuzugang Maciej Papina ausgestattet mit Erstliga- und Europapokalerfahrung traf dreimal in Folge und brachte den Tabellenführer mit 7:4 in Front. Nach einer Auszeit stabilisierte sich der TVG wieder. Kurz vor der Pause folgte jedoch der nächste personelle Rückschlag: Beim Stand von 10:14 sah auch Henrik Müller, der auf Linksaußen eingesprungen war, nach einem weiteren unglücklichen Foul Rot. Das veränderte gänzlich die Statik des Gelnhäuser Spiels, da fortan Jannik Geisler auf der ungewohnten Außenposition aushelfen musste und somit als Option für den Rückraum ausfiel. Mit 11:15 ging es anschließend in die Pause. „Wir haben in der ersten Hälfte einige hundertprozentige Chancen gegen einen sehr guten Krefelder Torhüter liegen lassen. Mit vier Toren Rückstand zur Halbzeit war aber noch alles in Ordnung“, sagte TVG-Trainer Patrick Beer. „Wir hatten uns für den zweiten Durchgang fest vorgenommen, im Angriff etwas variabler zu spielen.“

Krefeld erwischte besseren Start

Doch daraus wurde zunächst nichts. Nach der Pause erwischte Krefeld den deutlich besseren Start. Mit einem 4:1-Lauf zog der Tabellenführer auf 19:12 davon, beim 22:15 nach 41 Minuten schien die Partie gegen einen Gegner mit dieser Qualität eigentlich entschieden. Doch genau dann passierte das, für das es keine echten Worte gibt und eben diese besondere Magie der Hölle Süd ausmacht. Angeführt von Jonathan Malolepszy, der fünf seiner sieben Treffer in den letzten zwölf Minuten erzielte, zeigte der TVG seine außergewöhnliche Mentalität. Gelnhausen verteidigte aggressiver und stellte offensiv auf vier Rückraumspieler ohne Kreisläufer um. Drei Tore in Folge brachten die Barbarossastädter beim 22:18 wieder auf vier Treffer heran. „Beim 12:19 waren wir fast tot. Und dann kommen die Jungs zurück, dann kommt diese Halle und diese verrückten Fans und pushen uns nach vorne. Das ist unglaublich“, sagte Beer nach dem Spiel.

Die Aufholjagd nahm nun Fahrt auf. Malolepszy verkürzte in der 49. Minute auf 21:24 und nur zwei Minuten später auf 23:25. Zu diesem Zeitpunkt saß niemand mehr auf seinem Sitz, die Zuschauer peitschten ihr Jungs bedingungslos nach vorne, das Hallendach schien wegzufliegen, während Minerva mit starken Paraden immer wieder die Grundlage für den nächsten Angriff legte. Krefeld hielt dagegen und führte fünf Minuten vor Schluss noch mit 29:26. Doch der TVG glaubte weiter an seine Chance. Dambach und Malolepszy brachten Gelnhausen auf 28:29 heran. Als Krefeld noch einmal zum 30:28 vorlegte, antwortete Simon Belter sofort zum 29:30. Dann parierte Minerva erneut und rund zwei Minuten vor Schluss traf Malolepszy aus dem Rückraum zum 30:30. Die Hölle Süd stand endgültig Kopf. Sogar die erste Gelnhäuser Führung war noch möglich. Dambach übernahm unter Zeitspieldruck Verantwortung, doch Rüspeler parierte seinen Versuch. Krefeld bekam anschließend den letzten Angriff, doch die TVG-Abwehr ließ keinen Abschluss mehr zu. Der direkte Freiwurf nach Ablauf der Zeit blieb im Block hängen und danach kannte der Gelnhäuser Jubel über den Punktgewinn keine Grenzen.

„Das war eine absolute Gemeinschaftsleistung. Ich bin unglaublich stolz darauf, diese Mannschaft trainieren zu dürfen“, sagte Beer. Auch Gäste-Trainer Mark Schmetz zeigte sich beeindruckt: „Volle Halle und unglaublich viel Druck von den Rängen. Es hat richtig Spaß gemacht, hier zu spielen.“

 

 

Siegesserie gerissen

Die HSG Hanau hat in der Bielerthalle Opladen eine bittere Auswärtsniederlage hinnehmen müssen: Der TuS 1882 Opladen gewann das Drittliga-Duell der Staffel Süd-West mit 35:30 (15:15), nachdem die Blau-Weißen zur Pause noch ausgeglichen hatten. Jan-Eric Kleemann (5/2 Tore) hatte mit einem verwandelten Siebenmeter unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich besorgt; Ben Scharriär (5) und David Rivic (4) sorgten in der zweiten Halbzeit immer wieder für den Anschluss. Am Ende war es eine verdiente Niederlage durch zu viele eigene Fehler. „Wir haben leider eine sehr unnötige Niederlage einstecken müssen”, sagte Trainer Axel Spandau. „Wir hatten eigentlich eine sehr ordentliche erste Halbzeit bis zur 27. Minute gespielt. Leider ist dann Marek Schöber durch ein sehr hartes Foul ausgeschieden. Das war natürlich für uns ein Rückschlag, weil er bis dahin eine sehr gute Partie gespielt hat.” Schöber hatte zuvor mit zwei Treffern zum Ausbau der Grimmstädter Führung beigetragen. „Es kamen dann leider viele Zeitstrafen zusammen und das hat uns so ein bisschen das Genick gebrochen: In Unterzahlphasen haben wir insgesamt sechs Tore ins leere Tor bekommen, weil wir nicht sauber zum Abschluss gegangen sind”, so Spandau abschließend. „Eine nicht ganz unverdiente, aber äußerst ärgerliche Niederlage.”

Mit einer Serie von drei Ligasiegen in Folge reiste die Mannschaft mit viel Rückenwind in die Bielerthalle und waren gewillt, auch im vierten Anlauf hintereinander als Sieger vom Feld zu gehen. Dies klappte am Samstagnachmittag im Leverkusener Stadtteil Opladen nicht. Mit der Niederlage reißt die Erfolgsserie der HSG nach drei aufeinanderfolgenden Siegen. Vor rund 100 Zuschauern in Opladen war das Hanauer Aufgebot personell durch den frühen Ausfall von Marek Schöber weiter gebeutelt. Die Lage im Rückraum verschärfte sich zusätzlich als Cedric Schiefer in der 51. Minute wegen seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah und fortan dem Team ebenfalls fehlte.

Starker Beginn, doch nur Unentschieden zur Halbzeit

Die Grimmstädter legten los, wie die Feuerwehr. Basierend auf einer beweglichen Deckung netzte Cedric Marquardt zum 1:0 in der ersten Minute ein, Sebastian Hein erhöhte in der zweiten Minute auf 2:0, und Dziugas Jusys vollendete in der dritten Minute zum 3:0 — binnen weniger Minuten hatte Hanau den Grundstein für eine verheißungsvolle Partie gelegt. Doch danach ließ die Treffsicherheit nach und Opladen antwortete entschlossen: Markus Sonnenberg (4.) und Moritz Levin Werschkull (6.) verkürzten schnell auf 2:3, und Domenik Roth glich in der 7. Minute aus. Das Spiel blieb eng und wechselhaft. Jan-Eric Kleemann (8.) und Hein (9.) stellten auf 5:3, bevor Johannes Emmerich für Opladen begann, das Spiel auf der anderen Seite zu prägen. Emmerich glich für die Hausherren bis zur 15. Minute immer wieder aus; vier Tore gingen in der ersten Hälfte allein auf sein Konto. Marquardt traf in der 16. Minute zum 8:7, Opladen konterte mit dem Ausgleich. Nach einer Zeitstrafe gegen Jusys (18.) ließ Marquardt seinen zweiten Siebenmeter an diesem Tag liegen.

David Rivic (20.) und der eingewechselte Marek Schöber (21.) erhöhten kurzzeitig auf 10:8 ab. Es folgte eine der Schlüsselszenen: In der 25. Minute sah Werschkull nach einem überharten Foulspiel an Marek Schöber die Rote Karte. Während Schöber frei zum 12:9 durchsprang pflückte Werschkull ihn von der Seite unsanft aus der Luft. Im Anschluss kam der Hanauer nicht mehr aufs Spielfeld zurück. Doch in der Hektik erhielt auch Cedric Schiefer eine Zwei-Minuten-Strafe. Bis zur 27. Minuten hatte die Drei-Tore-Führung bestand. Doch nach der eignen Auszeit wurden drei Angriffe ohne Tor abgeschlossen und so lagen die Gäste kurz vor der Halbzeit mit 14:15 hinten. Unmittelbar vor dem Abpfiff tankt sich Ben Scharriär durch und erhielt für seinen Einsatz einen Siebenmeter zugesprochen. Kleemann rettete per Siebenmeter den 15:15-Ausgleich zur Pause.

Hanauer kämpfen, doch Opladen setzt sich ab

Zwar startete die zweite Halbzeit, damit das Rivic die Grimmstädter sofort auf 16:15 (31.) in Führung bracht und Opladen ausglich. Doch die Fehlwürfe und technischen Fehler häuften sich. Zwischen der 35. und 39. Minute zogen die Hausherren auf 20:17 davon. Kämpferisch in der Abwehr, temporeich nach vorne. So traf Cedric Schiefer doppelt (41.) und Ben Scharriär glich zum 20:20 aus (42.). Im Anschluss standen die Hausherren in doppelter Unterzahl auf dem Feld und das Momentum schien zugunsten der Gäste zu kippen. Ausgelassene Chancen ließen es jedoch nicht ganz kippen. So konnte Lucius Heß aufs leere Tor zum 21:20-Führung für den Gastgeber erhöhen. Bei 22:22 (46.) waren die Blau-Weißen trotzdem noch im Spiel.

In der 45. Minute traf Dennis Gerst zum 22:22 — und dann begann die zweite Schlüsselphase, die das Spiel entschied: Unmittelbar nach dem Ausgleich erhielt Mathi Geerken die nächste Zwei-Minuten-Strafe bei Versuch den Wurf aufs leere Tor zu vereiteln. Opladen verwandelte den folgenden Siebenmeter durch Len Johannmeyer zur erneuten Führung (23:22, 46.). Hanau war nun in doppelter Unterzahl. In den folgenden eineinhalb Minuten schlug Lucius Heß zweimal zu — 24:22, dann 25:22 (47.): Jeder dieser Treffer fiel, weil die Grimmstädter in Unterzahl nicht sauber abschlossen und Opladen dies mit Treffern auf das leere Tor gnadenlos bestrafte. Beim Stand von 30:26 (54.) betrug der Rückstand vier Tore — Schlagdistanz, wie Spandau es selbst formulierte, aber die Kräfte reichten nicht mehr. Scharriär, Kleemann und Hein verkürzten in der Schlussphase noch auf 30:33 und 30:35, doch Paul Giesselmann legte in der 59. und 60. Minute die letzten beiden Treffer für Opladen nach. Mit dem Abpfiff stand ein 30:35 und eine verdiente Niederlage für die HSG Hanau zu buche. „Am Ende gehen uns dann leider die Kräfte aus, und wir müssen uns geschlagen geben”, sagte Böhm. „Ärgerliche zwei Punkte, die wir eigentlich gerne aus Opladen mitgenommen hätten — und ein großes Dankeschön an alle, die uns begleitet haben.”

 

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat seinen Lauf fortgesetzt. Gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 drehte die Mannschaft von Trainer André Lohrbach eine lange Zeit offene und umkämpfte Partie in der Schlussphase und feierte einen 33:32 (15:17)-Heimsieg. Für den TVG war es der dritte Erfolg in Folge – und das fünfte Spiel in Serie ohne Niederlage.

Die Begegnung begann mit hohem Tempo. Dessau legte durch Alen Hadzimuhamedovic vor, Axel Skaarnæs und Florian Eisenträger sorgten für die erste Großwallstädter Führung. In der Folge wechselte der knappe Vorteil mehrfach die Seiten. Nach 13 Minuten stand es 7:7. Mit zunehmender Spieldauer gelang es den Gästen besser, Fehler des TVG zu bestrafen. Der DRHV setzte sich auf 12:9 ab und zwang André Lohrbach zu seiner ersten Auszeit. Großwallstadt blieb zwar in Schlagdistanz, musste beim 12:15 aber erneut einem Rückstand von drei Toren hinterherlaufen. In der Schlussphase der ersten Hälfte erhöhte der TVG den Druck. Romas Aukstikalnis und Eisenträger verkürzten, ehe Ole Klimpke in der 28. Minute den 15:15-Ausgleich erzielte. Die letzten beiden Treffer vor der Pause gehörten allerdings den Gästen. Yannick-Marcos Pust und Hadzimuhamedovic stellten auf 17:15 für Dessau. Damit gingen die Hausherren trotz der Aufholjagd mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.

Siebter Feldspieler bringt neue Lösungen

Yessine Meddeb eröffnete den zweiten Durchgang mit dem Anschlusstreffer. Dessau ließ sich zunächst jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen und stellte auf 19:16. Auch beim 18:21 und 21:24 behaupteten die Gäste ihren Vorsprung. Der TVG suchte nun häufiger mit einem siebten Feldspieler nach Lösungen. Das brachte mehr Bewegung in das Angriffsspiel, während sich die Abwehr zunehmend auf Dessaus Rückraum einstellte. Skaarnæs, Meddeb und Aukstikalnis hielten Großwallstadt Tor um Tor im Spiel. Mehrfach kam der TVG bis auf einen Treffer heran, doch Dessau fand zunächst immer noch eine Antwort. In der 52. Minute traf Pust zum 30:28 für die Gäste. Zu diesem Zeitpunkt deutete vieles auf einen Sieg der Gäste hin – die entscheidende Wendung sollte jedoch zugunsten der Hausherren ausfallen. Dmytro Redkyn brachte den TVG mit seinem Treffer zum 29:30 wieder heran. Wenig später stellte Eisenträger auf 30:30. Die Untermainhalle war nun voll da, und die Großwallstädter Defensive ließ Dessau kaum noch zu klaren Abschlüssen kommen. Aukstikalnis verwandelte den nächsten Siebenmeter sicher zur 31:30-Führung. Es war die erste Führung des TVG seit der frühen Anfangsphase. Redkyn legte nach und erhöhte knapp zwei Minuten vor dem Ende auf 32:30. Mit einem 4:0-Lauf hatte Großwallstadt die Begegnung gedreht; Dessau blieb in dieser Phase mehr als acht Minuten ohne eigenen Treffer. Die Schlussminute hatte es noch einmal in sich. Nach der dritten Zeitstrafe gegen Skaarnæs mussten die Hausherren die Partie ohne den Norweger beenden. Mika Schüler verkürzte für Dessau auf 32:31. Großwallstadt nahm die Auszeit und brachte für den entscheidenden Angriff erneut den siebten Feldspieler. Klimpke übernahm Verantwortung, setzte sich durch und traf acht Sekunden vor dem Ende zum 33:31. Marcel Nowaks Tor zum 33:32 mit der Schlusssirene änderte nichts mehr am dritten TVG-Sieg in Serie.

Großwallstadt überzeugte vor allem durch seine hohe Abschlussquote von 75 Prozent. Klimpke, Eisenträger und Skaarnæs erzielten jeweils sechs Treffer, Meddeb steuerte fünf Tore bei. Aukstikalnis verwandelte alle drei Siebenmeter. Auf Dessauer Seite war Hadzimuhamedovic mit elf Treffern – darunter sechs Siebenmeter – der erfolgreichste Schütze.

Mit nun 9:7 Punkten haben die Unterfranken aus den vergangenen fünf Partien 9:1 Zähler geholt. 

 

Das Bild von Axel Skaarnæs hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der Handball Regionalliga kam die TuSpo Obernburg bei der HSG Rodgau Nieder-Roden II böse unter die Räder. Die HSG Bieberau/Modau musste in Hüttenberg ihre erste Niederlage der Saison hinnehmen.

 

TuSpo kommt unter die Räder

Im Auswärtsspiel beim Aufsteiger HSG Rodgau/Nieder-Roden II kam die Tuspo Obernburg mit 19:30 (7:11) böse unter die Räder. In den ersten 15 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beim Zwischenstand von 5:4 überzeugte die TuSpo mit einer konsequenten Abwehrarbeit und hatte die Gastgeber gut im Griff. Allerdings stand auch die Defensive der Baggerseepiraten sicher, so dass sich die Obernburger im Angriff immer wieder schwertaten. Entsprechend wenige Tore fielen in der ersten Halbzeit. Nach 20 Minuten lag die TuSpo mit 5:7 zurück und fand bis zum Pausenpfiff nur selten Lücken in der gegnerischen Abwehr. So ging es mit einem mageren 7:11-Rückstand in die Kabinen.

TuSpo zunächst besser im Spiel

Nach dem Seitenwechsel kam die TuSpo zunächst besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand bis zur 40. Minute auf 12:15. Doch die Hoffnung auf eine Wende währte nicht lange. Da der Obernburger Angriff auch weiterhin zu harmlos agierte, nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequent und setzten sich mit einem 4:0-Lauf bis zur 45. Minute auf 20:13 ab. In der Schlussviertelstunde versuchte die Wollbeck-Truppe zwar weiterhin den Rückstand zu verkürzen, doch an diesem „gebrauchten Tag“ wollte einfach zu wenig gelingen. Die HSG hingegen blieb weiter konsequent und baute ihren Vorsprung immer mehr aus. Spätestens beim 25:17 fünf Minuten vor dem Ende war die Entscheidung gefallen. Am Ende musste die TuSpo eine bittere und in dieser Deutlichkeit unerwartete 19:30-Auswärtsniederlage hinnehmen.

TuSpo-Trainer Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel enttäuscht: „Eine viel zu harmlose Angriffsleistung verhindert leider jede Möglichkeit auf einen Auswärtssieg. Wir verteidigen zwar insbesondere in der 1. Halbzeit sehr gut und kassieren nur 11 Gegentore, schaffen es aber über 60 Minuten nie im Angriff mit Überzeugung in die Tiefe zu gehen.“

 

 

Bieberau/Modau muss erste Niederlage hinnehmen

Ein schwarzer Tag für die HSG Bieberau/Modau, denn in Hüttenberg musste sie bei einem bis über die Haarspitzen engagierten Gegner ihre erste Saisonniederlage mit 29:32 (15:17) hinnehmen. Von Anfang an lief es dabei nicht gut für die Bieberau/Modauer Mannschaft. Hüttenberg führte schnell 2:0 und ließ hier bereits erkennen, dass sie heute unbedingt gewinnen wollten. 

Die Falken fanden in der Abwehr nicht zu ihrem Spiel, hatten keinen Zugriff auf den Hüttenberger Angriff und mussten viel zu einfache Tore kassieren. Auch Martin Juzbasic kam dabei nicht ins Spiel und wurde in der 11. Spielminute auf die Bank geordert, Mika Trautmann übernahm. Aber auch er konnte die Hüttenberger nicht entscheidend bremsen und wurde oft von seiner Abwehr im Stich gelassen, die insgesamt viel zu zaghaft agierte. Im Angriff lief es ebenfalls nicht gut für die Gäste, immer wieder liefen sie sich an der ordentlich zupackenden Abwehr der Hüttenberger fest und fand keine Mittel das Spiel an sich zu reißen. So war es nicht verwunderlich, dass es zur Halbzeit 17:15 für Hüttenberg stand.

Hoffnung kam auf

Nach der Pause kam dann so etwas wie Hoffnung bei den Falken auf, endlich konnten sie einige Angriffe der Hüttenberger abfangen und damit auch bis zur 41. Spielminute mit 19:23 in Führung gehen.  Aber leider hielt diese Phase nicht sehr lange an und die Mannschaft verfiel wieder in die passive Rolle, musste fünf Minuten später bereits wieder den Ausgleich hinnehmen und wurde von den kämpfenden Hüttenbergern regelrecht „Niedergerungen“. Das drückte sich dann auch in den Zeitstrafen gegen die Gastgeber aus, aber auch daraus konnten die Falken an diesem Abend kein Kapital schlagen und mussten so ihre erste Saisonniederlage mit nach Hause nehmen.

HSG-Trainer Thomas Weber zeigte sich sehr unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, musste aber auch die starke Leistung der Gastgeber anerkennen. „Das war heute nicht unser Tag, viel zu viele vergebene Chancen, drei verworfene Siebenmeter, das geht so nicht. Das müssen wir jetzt ordentlich aufarbeiten.“

Gegen die Wertung des Spiels wurde von seitens der HSG Widerspruch eingelegt, weil ein spielentscheidendes Tor irregulär erzielt wurde. Zum Zeitpunkt des Tores befand sich ein Hüttenberger Spieler zu viel auf dem Feld (Zeitstrafe), was eine weitere Zeitstrafe nach sich zieht und der Ballbesitz wechselt.  

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gewann die HSG Rodgau Nieder-Roden das hitzige Derby gegen den TV Kirchzell. Mit 33:30 (16:15) blieben die Punkte im Rodgau. Laut Aussage von TVK-Trainer Povilas Babarskas war es “ein klassisches Derby auf Augenhöhe mit viel Kampfgeist, Emotionen und Leidenschaft.” Am Ende waren es Kleinigkeiten die entschieden haben.

Ausgeglichen ging es los und einmal führte der eine, einmal der andere. Wie hitzig die Partie war, zeigte, dass Mario Stark sich schon früh zwei Zeitstrafen einhandelte, auf der Gegenseite Niklas Klein nach 20 Minuten rot sah aufgrund eines Fouls an Joshua Osifo. Kapitän Tim Häufglöckner musste ebenfalls schon frühzeitig verletzt das Parkett verlassen und mit einer Gesichtsverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Mit 16:15 ging es in die Pause und es war alles offen.

TVK ließ Chancen aus

Nach dem Wechsel gelang es dem TVK nicht mehr, die Führung zu übernehmen, doch er blieb dran. Die Chancen waren da, aber die Gäste nutzten sie nicht. “Entweder war es ein technischer Fehler, ein Freier der nicht den Weg ins Tor fand oder wir verloren ein eins-gegen-eins-Spiel. So mussten wir immer hinterherlaufen. Doch von diesen Dingen müssen wir lernen”, sagte Povilas Babarskas. In der Schlussphase sah Ievgen Zhuk noch die rote Karte und Mario Stark musste aufgrund seiner dritten Zeitstrafe ebenfalls vom Parkett.

Am Ende setzte sich Nieder-Roden, bei denen Johannes von der Au und Ben Seidel mitspielten, durch. Beim TVK half Antonio Schnellbacher aus, der Lasse Becker (schulische Gründe) vertrat.

 

 

Archivbild: TV Kirchzell

 

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Nach sieben Punkten aus den vergangenen vier Begegnungen geht Handball Zweitligist TV Großwallstadt mit viel Selbstvertrauen in die nächste Partie. Am Samstag empfangen die Spieler um Trainer Andrè Lohrbach um 18 Uhr in der Elsenfelder Untermainhalle den Dessau-Roßlauer HV 06. Der 15. der Tabelle reist nach einem überraschenden Erfolg gegen Lübeck ebenfalls mit Rückenwind nach Elsenfeld.

Die Hausherren haben die schwierige Anfangsphase der Saison hinter sich gelassen. Nach drei Niederlagen zum Auftakt holte die Mannschaft aus den folgenden vier Begegnungen 7:1 Punkte. Dem Heimsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen folgten das Unentschieden in Coburg sowie die Erfolge gegen den TV Emsdetten und beim TuS Ferndorf. Gerade der jüngste Auftritt im Siegerland unterstrich die positive Entwicklung. Beim zuvor zu Hause ungeschlagenen TuS setzte sich der TVG deutlich mit 32:24 durch. Mit wechselnden Deckungsformationen verteidigten die Gäste das Ferndorfer Sieben-gegen-Sechs äußerst wirkungsvoll, provozierten Ballverluste und nutzten diese konsequent. Dadurch steht der TVG derzeit mit 7:7 Punkten auf Platz acht der Tabelle.

Dessau setzt gegen Lübeck ein Ausrufezeichen

 Der Dessau-Roßlauer HV erlebte bislang einen wechselhaften Saisonstart. Nach einer deutlichen Auftaktniederlage beim TV Emsdetten feierten die Biber gegen die Eulen Ludwigshafen ihren ersten Erfolg. Anschließend musste sich das Team von Trainer Vanja Radić viermal in Folge geschlagen geben – wobei insbesondere die knappen Niederlagen gegen den VfL Eintracht Hagen und bei GWD Minden zeigten, dass Dessau trotz seiner Tabellenposition jederzeit gefährlich ist. Am vergangenen Sonntag gelang dem DRHV schließlich der erhoffte Befreiungsschlag. Gegen den zuvor erst einmal bezwungenen VfL Lübeck-Schwartau setzte sich Dessau mit einer kompakten Abwehr vor eigenem Publikum mit 37:33 durch.

Schüler, Nowak und Hadzimuhamedovic im Blickpunkt

Erfolgreichster Dessauer Werfer gegen Lübeck war Mika Schüler mit elf Treffern. Der Rückraumspieler übernahm in wichtigen Situationen Verantwortung und überzeugte mit hoher Abschlussqualität. Eine zentrale Rolle nimmt zudem Kapitän Marcel Nowak ein. Der Spielmacher ist nicht nur torgefährlich, sondern organisiert das Angriffsspiel und sorgt mit seinem Tempospiel immer wieder für Druck. Beim 37:40 in Minden erzielte er –  ebenso wie Alen Hadzimuhamedovic – elf Tore. Letztgenannter hat sich zuletzt als wichtiger Faktor erwiesen. Der Rückraumspieler übernimmt Verantwortung vom Siebenmeter-Punkt und wird gemeinsam mit Nowak häufig im Innenblock eingesetzt. Auf den Außenpositionen sorgen Yannick-Marcos Pust und Simon Sirot für Geschwindigkeit. Im Tor verfügt Dessau mit Philip Ambrosius über einen erfahrenen Rückhalt. Bei seinem 350. Pflichtspiel für den DRHV gelangen ihm gegen Lübeck neun Paraden und zwei Treffer in das verwaiste gegnerische Gehäuse.

Konzentrierte Abwehrarbeit erneut gefragt

Für den TVG wird es darauf ankommen, an die starke Defensivleistung von Ferndorf anzuknüpfen und den Dessauer Rückraum früh unter Druck zu setzen. Gerade nach Ballverlusten schalten die Gäste schnell um und suchen konsequent den Weg in die erste und zweite Welle. Im eigenen Angriff müssen die Hausherren geduldig bleiben und die zuletzt gute Chancenverwertung bestätigen. Dessau verteidigte gegen Lübeck aggressiv, verdichtete die Räume im Zentrum und ließ sich auch durch Unterzahlsituationen nicht aus dem Konzept bringen. Die Tabellenposition des Gegners darf deshalb nicht täuschen. Der Sieg gegen einen der bisherigen Spitzenklubs hat gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Gleichzeitig möchte der TVG seine eigene Serie fortsetzen und den positiven Trend vor heimischem Publikum bestätigen.

An die beiden Ligaduelle der vergangenen Spielzeit hat Großwallstadt keine guten Erinnerungen. In der Untermainhalle setzte sich Dessau nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 34:29 durch. Noch enger verlief das Rückspiel in der Anhalt-Arena. In einem torreichen Schlagabtausch musste sich der TVG trotz 41 eigener Treffer denkbar knapp mit 41:42 geschlagen geben. Am Samstag bietet sich nun die Gelegenheit, diese Serie zu beenden.

Wer allerdings im Kader des TV Großwallstadt stehen wird, ist noch nicht sicher. Connar Battermann musste sich am Montag einer Zahn-OP unterziehen, die verletzten Durmić (Bänderriss), Klein (Mittelfußbruch) und Trost (Kreuzbandriss) machen zwar gute Fortschritte in der Reha, brauchen noch bzw. müssen vorsichtig wieder herangeführt werden. Ben Horlebein hatte erst im September einen Kreuzbandriss und seine Rückkehr aufs Spielfeld ist derzeit noch offen.

 

 

Das Bild von Ziga Urbic hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Gelnhausen den Aufstiegsfavoriten Krefeld.

 

 

TVG fordert Spitzenreiter im Kampf um die Tabellenspitze

Auf den TV Gelnhausen wartet am Sonntag um 17 Uhr ein echtes Spitzenspiel, denn dann gastiert in der Rudi-Lechleidner-Halle die HSG Krefeld Niederrhein. Der Zweitliga-Absteiger führt die Staffel mit 14:0 Punkten an. Damit treffen die beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Liga direkt aufeinander.

Krefeld reist mit einer beeindruckenden Bilanz in die Hölle Süd. Alle sieben Saisonspiele wurden gewonnen, die meisten davon deutlich. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Mark Schmetz mit 32:19 (15:8) gegen den TuS 82 Opladen durch. Mit 256 erzielten Toren stellt die HSG die beste Offensive der Staffel, mit 176 Gegentreffern zugleich die beste Defensive. Auch die Tordifferenz von +80 zeigt, wie dominant der Tabellenführer bislang auftritt: Im Schnitt gewann Krefeld seine sieben Partien mit mehr als elf Toren Unterschied. Zum Vergleich: Der TVG steht bei +32, hat mit 177 Gegentoren allerdings nur einen Gegentreffer mehr kassiert.

„Krefeld ist wahrscheinlich der Aufstiegsfavorit schlechthin. Nach dem unglücklichen Abstieg aus der 2. Liga wollen sie unbedingt direkt wieder hoch und haben dieses Ziel auch klar formuliert“, sagt TVG-Trainer Patrick Beer. In der Saison 2024/25 marschierte die HSG mit 59:1 Punkten fast makellos durch die Süd-West-Staffel und stieg damals über die Aufstiegsrunde auf, musste nach nur einer Saison im Unterhaus aber wieder den Gang in die dritte Liga antreten. Mit 18:50 Punkten belegte Krefeld letzte Saison Rang 17.

An der Qualität des Kaders hat das wenig geändert. Im Gegenteil. Im Rückraum sorgen Julius Rose, Maciej Papina und Jörn Persson für enorme Gefahr, auf Rechtsaußen gehört Niklas Michalski zu den Leistungsträgern. Alle vier haben bereits mindestens 30 Saisontore erzielt. Im Tor bilden Finn Rüspeler und Neuzugang Wojciech Borucki ein starkes Duo. Sowohl Spielmacher Papina als auch Torhüter Borucki kamen im Sommer aus der polnischen Superliga nach Krefeld. Für Beer sind diese Verpflichtungen ein weiterer Beleg für die klaren Aufstiegsambitionen der Gäste.

„Krefeld ist kein normaler Drittligist. Das ist ein eingespieltes Team, das individuell und physisch das Maß aller Dinge in dieser Staffel ist. Sie bestrafen jeden Fehler eiskalt“, warnt Beer. Gerade die große Breite macht die Gäste schwer auszurechnen und verlangt dem TVG über 60 Minuten höchste Konzentration ab.

Doch auch der TVG geht mit reichlich Rückenwind in die Partie. Seit dem 28:28 (13:11) gegen die HG Saarlouis am dritten Spieltag haben die Barbarossastädter jedes Spiel gewonnen. Zuletzt setzte sich Gelnhausen mit 29:25 (13:10) im Hessen-Derby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II durch. Die Mannschaft geht deshalb mit viel Selbstvertrauen in die bislang größte Herausforderung der Saison. Die eigene Tordifferenz fällt zwar deutlich geringer aus als die der Krefelder, dennoch muss sich der weiterhin ungeschlagene Tabellenzweite vor dem Favoriten nicht verstecken.

Personell bleibt die Lage angespannt. Max Bechert fehlt mit Mittelhandbruch, Alexander Bechert aufgrund seiner Knieprobleme, Jonas Dambach wegen Fußbeschwerden und Benjamin Wörner mit einer leichten Handverletzung. Damit steht erneut kein Linkshänder im Rückraum zur Verfügung, während am Kreis weiterhin vor allem Torben Fehl gefragt ist.

Die jüngsten direkten Duelle zeigen, dass der TVG dem Konkurrenten aus Krefeld vor Aufgaben stellen kann. In der Saison 2024/25 holte Gelnhausen beim 23:23 (14:14) in der Hölle Süd den einzigen Punkt, den Krefeld während der gesamten Hauptrunde abgab. Im Rückspiel setzte sich die HSG allerdings deutlich mit 36:24 (17:10) durch. Am Sonntag sind die Rollen klar verteilt. Krefeld kommt als Favorit, der TVG will jedoch alles investieren und jede sich bietende Chance nutzen. 

 

 

Körperlichkeit trifft auf Tempo 

Am Samstag um 17 Uhr spielt die HSG Hanau in der Bielerthalle in Opladen, um den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen. Die Grimmstädter belegen mit 6:6 Punkten den achten Tabellenplatz und bringen drei Siege in Folge mit ins Rheinland — der TuS 1882 Opladen steht mit 4:10 Punkten auf Rang 13. Auf der einen Seite die Spielgemeinschaft, die gerade Fahrt aufnimmt — auf der anderen ein Gastgeber, der den ersten Heimsieg der Saison anstrebt.

Trainer Axel Spandau lässt keinen Zweifel daran, was ihn an diesem Gegner beschäftigt: „Opladen ist eine körperlich äußerst robuste Mannschaft, die auch dementsprechend in der 6:0-Deckung steht. Spieltragende Figuren sind Spielmacher Dittmer sowie die Johannmeyer-Brüder und Heß am Kreis. Da müssen wir gegenhalten mit unserer Körperlichkeit in der Deckung und natürlich auch mit taktischem Geschick.” Der Matchplan, so Spandau weiter, ziele darauf ab, die gegnerische Deckung mit hohem Tempo und gutem Eins-gegen-eins-Verhalten zu bespielen und dann aus einer eigenen starken Abwehrarbeit heraus ins Tempospiel zu kommen.

Drei Siege in Serie: Die Blau-Weißen haben sich in den vergangenen Wochen einen Flow erarbeitet, der nicht zufällig entstanden ist. Sie ist das Ergebnis der konsequenten Abwehrarbeit, der Bereitschaft, über die zweite Wellen Tempo zugehen und die sich bietenden Chancen deutlich besser zu nutzen. Das Ziel ist es die begonnene Serie weiter auszubauen.

Auf der Gegenseite arbeitet seit Saisonbeginn, eines der aufstrebenden Trainertalenten im deutschen Nachwuchshandball, Aaron Hahn, der im letzten Jahr deutscher Meister mit der A-Jugend des SC Magdeburg wurde. Er baut auf ein System auf, das vor allem auf physische Präsenz setzt — die defensive 6:0-Deckung des TuS 1882 Opladen soll den Hanauern den Rhythmus nehmen und schnelle Lösungen im Rückraum erschweren. Der gefährlichste Mann auf dem Feld ist Linksaußen Paul Gießelmann: In acht Spielen hat er 28 Treffer, davon acht vom Siebenmeter-Punkt, erzielt und führt damit die interne Torschützenliste als klarer Topscorer an. Rückraum Mitte Birger Dittmer organisiert das Spiel nach vorne und bildet gemeinsam mit Rückraum Links Akteur Len Johannmeyer und seinem Bruder, Rückraum Rechts, Fynn Johannmeyer das spieltragende Gerüst im Rückraum. Kreisläufer Lucius Heß mit 17 Treffern und Malte Wolfram komplettieren eine Angriffsreihe, die die Hanauer Abwehr vor allem über körperliche Duelle lösen will. Nach dem Abgang von Dreh- und Angelpunkt Oliver Dasburg befinden sich die Gastgeber im Umbruch und sucht derzeit noch die Konstanz. Nach zwei Siegen gegen Nieder-Roden und Dormagen folgten in den letzten beiden Spielen gegen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und die HSG Krefeld Niederrhein zwei Niederlagen. Gegen die HSG Hanau wollen sie zudem ihren ersten Saisonheimsieg. „Jetzt gilt unser voller Fokus dem Spiel gegen Hanau. Dort wollen wir wieder ein anderes Gesicht im Angriff zeigen und möglichst die nächsten beiden Punkte holen.“, gab Co-Trainer Fabrice Voigt nach dem letzten Spiel zu Protokoll.

„Mit so einem Derbysieg im Rücken ist natürlich die Trainingswoche viel einfacher als die Wochen davor. Jetzt bereiten wir uns intensiv auf Opladen vor“, berichtete Lukas Böhm Anfang der Woche. Was das bedeutet, deutete Trainer Axel Spandau bereits an: „Wir müssen mit unserer Körperlichkeit in der Abwehr dagegenhalten.“ Die Abwehr muss die körperlichen Auseinandersetzungen annehmen, kompakt stehen, um den Platz für den Rückraum um Dittmer, Wolfram und die Johannmeyer-Brüder einzuengen. Aus einer stabilen Deckung heraus soll das Tempospiel entstehen: frühe zweite Wellen, schnelle Entscheidungen im Abschluss, bevor sich die Opladenern im Sechs-gegen-Sechs sortiert hat. Vorne soll mit hohem Tempo und gutem Eins-gegen-Eins Verhalten die robuste 6:0-Deckung bespielt werden.

 

 

 

 

Archivbild vom TV Gelnhausen

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie der DEB in einer Pressemitteilung mitteilte, wird das Schiedsrichterwesen des DEB neu aufgestellt.

Lest nachfolgend die PM:

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) hat sein Schiedsrichterwesen zur Saison 2026/2027 personell und organisatorisch neu geordnet. Stefan Velkoski leitet den Bereich als Director Officiating, Andreas Kowert ist als Manager Officiating sein Stellvertreter. Fünf weitere Verantwortliche betreuen feste Bereiche: von der PENNY DEL über die DEL2 und die Oberligen bis zum Nachwuchs und zur Ausbildung. Damit legt der DEB für jede Liga feste Ansprechpartner fest und regelt Einteilung, Betreuung und Weiterentwicklung der Unparteiischen verbindlich.

Leitung und internationale Vertretung

Stefan Velkoski verantwortet das gesamte Schiedsrichterwesen des DEB, das aktuell 194 Unparteiische umfasst, und entscheidet nach den Lehrgängen über deren Lizenzen. Zu seinen Aufgaben gehören zudem die Rekrutierung neuer Schiedsrichter, die strategische Aus- und Weiterbildung sowie die Budgetplanung. Darüber hinaus ist er der Verantwortliche für das Schiedsrichterwesen der blossom-ic Deutsche-Frauen-Eishockey-Liga (blossom-ic DFEL). Er vertritt den Verband in Schiedsrichter-Fragen bei der International Ice Hockey Federation (IIHF) als Referee-in-Chief und hält den Kontakt zu den Landeseissport- und Eishockeyverbänden.

Stefan Velkoski, Director Officiating des DEB: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unseren Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Mit der neuen Aufstellung haben wir ein erfahrenes Team, in dem jeder seine Aufgaben kennt und sich auf die anderen verlassen kann. Die nächsten Schritte – neue Unparteiische gewinnen, sie gezielt ausbilden und die Qualität auf dem Eis steigern – wollen wir gemeinsam gehen: im Team, mit den Ligen und Vereinen und vor allem mit denen, die Woche für Woche auf dem Eis stehen.“

Andreas Kowert übernimmt als sein Stellvertreter die administrative Leitung des Schiedsrichterwesens und führt die Coaching-Gruppe mit derzeit 22 DEB-Coaches. Außerdem ist zuständig für die Linespersons in der PENNY DEL und DEL2 und verantwortet deren Aus- und Weiterbildung. Er ist neben seinen Aufgaben weiterhin als Schiedsrichter-Coach im DEB und auch bei der IIHF international im Einsatz.

PENNY DEL und DEL2

Lars Brüggemann leitet als Director Officiating der PENNY DEL das Schiedsrichterwesen in der höchsten deutschen Spielklasse. Er verantwortet das Trainee-Programm und vertritt den DEB in internationalen Gremien des Schiedsrichter- und Regelwesens. Gordon Schukies ist zuständig für das Schiedsrichterwesen der DEL2. Er teilt außerdem die Hauptschiedsrichter in PENNY DEL und DEL2 ein und verantwortet deren Aus- und Weiterbildung.

Oberligen und Nachwuchs

Für die Oberligen und den Nachwuchsbereich gilt eine regionale Aufteilung: Stephan Bauer ist verantwortlich für die Oberliga Süd sowie die Nachwuchsligen im Süden, Mischa Apel für die Oberliga Nord und die Nachwuchsligen im Norden. Beide sind Ansprechpartner der Vereine in ihrer Region.

Aus- und Weiterbildung

Thomas Schurr verantwortet die operative Aus- und Weiterbildung. Dabei arbeitet er eng mit der DEB-Akademie unter der Leitung von Karl Schwarzenbrunner zusammen. Alle Mitglieder des Schiedsrichter-Gremiums sind zudem als Schiedsrichter-Coaches im Einsatz; Andreas Kowert und Lars Brüggemann zusätzlich auch für die IIHF.

Frank H. Lutz, Vorstandsvorsitzender des DEB: „Ohne gut ausgebildete Schiedsrichter gibt es keinen funktionierenden Spielbetrieb. Mit der Neuordnung stellen wir das Schiedsrichterwesen breiter auf und sichern es in allen Ligen – von der PENNY DEL bis in den Nachwuchs. Ein zentrales Thema ist dabei die Gewinnung junger Talente. Nur wenn wir kontinuierlich junge Menschen für diese Aufgabe begeistern und gezielt ausbilden, können wir den Bereich langfristig stärken. Das ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des deutschen Eishockeys insgesamt. Stefan Velkoski und seinem Team wünsche ich für diese Aufgabe viel Erfolg. Mein Dank gilt Manuela Gröger-Schneider für ihre Arbeit an der Spitze des Schiedsrichterwesens. Ich freue mich, dass sie uns als Schiedsrichter-Coach erhalten bleibt.“

Manuela Gröger-Schneider übergibt Aufgaben

Manuela Gröger-Schneider, die das Schiedsrichterwesen seit Mai 2022 geleitet hat, übergibt mit der Neuordnung ihre Aufgaben. Mit großem Engagement und hoher Zuverlässigkeit hat sie den Bereich geprägt – von Lehrgängen bis zu den vielen Anliegen des täglichen Betriebs. Als Schiedsrichter-Coach für DEB und IIHF, eine Funktion, die sie seit mehr als 25 Jahren ausübt, bleibt sie dem Schiedsrichterwesen erhalten.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga spielt die Tuspo Obernburg am Samstag bei der HSG Rodgau Nieder-Roden II. Die HSG Bieberau/Modau fährt am Samstag zum TV Hüttenberg II.

 

 

Obernburg fährt zum Aufsteiger

Am Samstag um 16.30 Uhr tritt die Tuspo Obernburg beim Aufsteiger HSG Rodgau Nieder-Roden an. Die HSG schlägt sich als Neuling gut und hat nach vier Spielen 3:5 Punkte auf dem Konto. Trainer Ergün Sahin kann auf ein Team zurückgreifen, in dem auch ehemalige Drittliga-Spieler zu finden sind, wie zum Beispiel Henning Schopper. Auf Linkshänder Luca Marlon Ullrich und Till Eysen sollte die Tuspo ein Augenmerk haben wie auf den ehemaligen Obernburger Spieler Sven Schultheis.

Der Gegner spielt mit viel Tempo, präsentiert sich eingespielt und ist immer für eine Überraschung gut. Die Tuspo sollte sich auf alles einstellen und hochkonzentriert agieren, damit die nächsten Punkte auf die Habenseite wandern.

 

 

HSG Bieberau/Modau gefordert

Nach der einwöchigen Spielpause ist die HSG am Wochenende in Hüttenberg gefordert. Gespielt wird am Samstag um 20 Uhr in der Sporthalle in Hüttenberg.Die Gastgeber verfügen über eine junge Mannschaft mit gut ausgebildeten Talenten, die sich in ihren bisherigen drei Spielen beachtlich geschlagen hat. Zuhause konnten sie gegen Baunatal gewinnen und verloren nur knapp gegen Breckenheim/Wallau/Massenheim. Am ersten Spieltag verloren sie ebenfalls nur knapp gegen den TV Hersfeld. Bieberau/Modau ist also gewarnt und muss seine ganzen Stärken einsetzen, um auch in Hüttenberg weiter ungeschlagen zu bleiben. 

Die Hüttenberger spielen meist mit einer vorgezogenen Abwehr und wollen darüber ins Tempospiel kommen. Da dürfen den Falken keine Fehler im Spielaufbau passieren, sonst wird das gnadenlos zu einfachen Gegentoren ausgenutzt. 

Nach ihren drei absolvierten Spielen steht der TV Hüttenberg II aktuell mit 2:4 Punkten auf Platz neun. Letzte Saison konnten die Bieberauer in Hüttenberg mit 40:33 gewinnen, mussten sich aber im Rückspiel mit einem 29:29 Unentschieden begnügen. Bieberau/Modau baut auch in Hüttenberg wieder auf eine stabile Abwehr mit den beiden starken Torhütern und will an die souveräne Leistung in Pohlheim (24:39) anknüpfen. Dazu muss die Konzentration von Anfang an hoch gehalten werden. HSG-Trainer Thomas Weber: „Wir müssen gegen Hüttenberg sehr aufmerksam agieren und sie von Anfang an beschäftigen. Unter der Woche wurde gut trainiert und wir sind gut vorbereitet.“

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, steht für den TV Kirchzell ein Derby an. Am Samstag um 19.30 Uhr findet dieses bei der HSG Rodgau Nieder-Roden an. Die Hausherren stehen derzeit auf dem 14. Tabellenplatz mit 3:11 Punkten, Kirchzell steht auf Platz sechs mit 8:6 Punkten. Doch das sagt überhaupt nichts über das anstehende Spiel aus. So sieht es zumindest TVK-Trainer Povilas Babarskas. “Derbys sind immer andere Geschichten. Es interessiert uns im Moment überhaupt nicht, wo die HSG steht. Ich habe als Spieler und Trainer oft genug erlebt, dass ein Derby immer etwas anderes ist, immer neue Geschichten schreibt. Für uns ist die HSG ein sehr ernst zunehmender Gegner, den es gilt zu besiegen.”

Weiter weiß der Coach, dass die HSG um jeden Ball kämpft, ein junges Team mit erfahrenen Spielern ist – und das macht sie so gefährlich. Mit Simon Brandt, Sam Hoddersen oder Florian Stenger, der als Kapitän den nötigen Kampfgeist in jedes Spiel bringt, kommt auf den TVK eine schwere Aufgabe zu. “Auch Nick Oliver Weiland und Luca Möller sind jung und talentiert und spielen sehr selbstbewusst auf”, so Povilas Babarskas. Mental muss der TVK besser vorbereitet sein wie gegen die Bergischen Panther. “Da haben ein paar Prozent gefehlt”, so der TVK-Trainer.

Anton Bayer wird aufgrund seines Nasenbeinbruchs ausfallen und Yann de Waha hat eine Grippe ziemlich schwer erwischt. Ob er wieder fit ist, bleibt abzuwarten. Ansonsten sind alle Spieler – Stand heute – fit.

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an Rückraumspieler Niklas Ihmer:

 

Gegen die Bergischen Panther habt Ihr mit Kampfgeist und ein bisschen Glück einen Punkt geholt. Was hätte besser laufen können?

“Wir müssen unseren Rückzug besser hinbekommen und weniger Tore über die 1. und 2. Welle fangen.”

Jetzt habt Ihr das Derby in Nieder Roden vor der Brust. Letzte Saison habt Ihr dort hoch verloren. Wie soll es diese Saison laufen?

​”Unser Ziel ist es auf jeden Fall, die zwei Punkte zu holen. Wenn wir eine gute Leistung zeigen und das Besprochene umsetzen, bin ich mir sicher, dass wir auch Punkte mitnehmen können.”

Auf wen müsst Ihr beim kommenden Gegner achten und welche Deckung bevorzugen sie?

​”Wir müssen vor allem auf Simon Brandt im eins-gegen-eins und Sam Hoddersen im Tempospiel aufpassen. Außerdem spielt Nieder-Roden eine sehr aggressive 6:0-Deckung, auf die wir uns gut einstellen müssen.”

 

 

 

Das Bild von Niklas hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat die nächsten Habenpunkte unter Dach und Fach gebracht. Mit 32:24 (14:12) gewann die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach in Ferndorf und glich damit ihr Punktekonto auf 7:7 aus.

Dabei waren die personellen Voraussetzungen vor der Partie waren alles andere als optimal. Neben den Langzeitverletzten Sebastian Trost und Jannek Klein sowie Torhüter Anel Durmic musste der TVG kurzfristig auch auf Connar Battermann verzichten. Der Rückraumspieler, der beim Heimsieg gegen Emsdetten trotz Bänderriss noch sieben Treffer erzielt hatte, fiel aufgrund starker Zahnschmerzen aus. Damit lag im Großwallstädter Spiel noch mehr Verantwortung im Rückraum auf Yessine Meddeb, Ole Klimpke und Johan Rohwer. Das Quartett nahm diese Aufgabe überzeugend an und trug entscheidend zum dritten Saisonsieg bei.

Der TVG erwischte zunächst den besseren Start. Meddeb und Klimpke sorgten für die schnelle 2:0-Führung. Anschließend fanden die Gastgeber jedoch besser in die Partie. Angeführt von Tom Jansen drehte Ferndorf die Begegnung und setzte sich bis zur 13. Minute auf 6:3 ab. In dieser Phase begann der TuS verstärkt mit einem siebten Feldspieler zu agieren. Lohrbach hatte seine Mannschaft darauf intensiv vorbereitet und zwei unterschiedliche Deckungsvarianten einstudiert. Dieser taktische Plan ging hervorragend auf: Die aufmerksame Großwallstädter Defensive provozierte Ballverluste, die die Gäste mehrfach mit Treffern in das verwaiste Ferndorfer Tor bestrafte. „Wir haben uns mit zwei Deckungssystemen auf die 7:6-Überzahl vorbereitet“, erklärte Lohrbach nach der Partie. Beide Varianten zeigten Wirkung. Dem TVG gelang es, das ansonsten wirkungsvolle Angriffsmittel der Gastgeber so konsequent zu verteidigen, dass Ferndorf im weiteren Spielverlauf über einen langen Zeitraum darauf verzichtete.

Rohwer leitet die Wende ein

Großwallstadt kämpfte sich nach dem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand zurück. Eisenträger verkürzte mit zwei Treffern, Klimpke stellte in der 14. Minute auf 6:6. Von nun an entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Beim 9:9 schlug die Stunde von Rohwer. Der junge Rückraumspieler brachte den TVG mit zwei aufeinanderfolgenden Treffern zum 10:9 und 11:9 wieder nach vorne. Axel Skaarnæs erhöhte auf 12:10, Meddeb sorgte wenig später für die erste Drei-Tore-Führung der Gäste. Die Hausherren verkürzten noch einmal, doch Klimpke erzielte wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff seinen vierten Treffer und stellte den 14:12-Halbzeitstand her. Der TVG hatte die Partie mit einer konzentrierten Abwehrleistung und einer taktisch überzeugenden Vorstellung gedreht.

Nach dem Wechsel war der TVG weiter tonangebend

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich der gute Lauf der Gäste fort. Zwar gelang Julius Fanger zunächst der Anschlusstreffer, anschließend übernahm Großwallstadt jedoch immer mehr die Kontrolle. Meddeb und Eisenträger sorgten für das 16:13, Romas Aukštikalnis verwandelte einen Siebenmeter zum 17:14. Als Torhüter Žiga Urbič in der 36. Minute in das erneut verwaiste Ferndorfer Tor traf, betrug der Vorsprung erstmals vier Treffer. Wenig später parierte der Großwallstädter Schlussmann zudem einen Siebenmeter von Marvin Mundus. Eisenträger nutzte den nächsten Angriff und erhöhte auf 20:15. Die TVG-Abwehr agierte weiterhin aufmerksam und selbstbewusst. Ferndorf kam kaum noch zu einfachen Abschlüssen, während Großwallstadt Ballgewinne und Fehler der Gastgeber konsequent bestrafte.

Auch in der Schlussphase ließen sich die Gäste nicht mehr aus der Ruhe bringen. Loïc Kaysen traf in der 44. Minute ebenfalls in das leere Ferndorfer Tor und stellte auf 23:18. Zehn Minuten vor dem Ende führte der TVG nach einem weiteren Treffer von Meddeb mit 25:20. Ferndorf versuchte noch einmal, den Rückstand zu verkürzen. Die Mannschaft von Lohrbach blieb jedoch cool, spielte ihre Angriffe geduldig aus und verwertete ihre Möglichkeiten konsequent. Nachdem Jansen auf 24:29 verkürzte, sorgten Rohwer, Skaarnæs und Meddeb für den deutlichen 32:24-Endstand.

Meddeb blieb bei seinen sieben Versuchen ohne Fehlwurf und war damit erfolgreichster Großwallstädter Torschütze. Eisenträger steuerte sechs Treffer bei, Rohwer war fünfmal erfolgreich. Klimpke erzielte vier Tore, Skaarnæs und Redkyn trafen jeweils dreimal. Urbič wurde mit zwölf Paraden, einem gehaltenen Siebenmeter und seinem Treffer in das leere Tor zu einem wichtigen Rückhalt. Für Ferndorf war Jansen mit zehn Toren der erfolgreichste Werfer.

TVG-Trainer Lohrbach zeigte sich nach der Begegnung vor allem mit der Reaktion seiner ersatzgeschwächten Mannschaft zufrieden: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“ Besonders die starke Abwehrleistung, die konsequente Umsetzung des taktischen Plans und die geschlossene Vorstellung seien die Grundlage für den deutlichen Auswärtserfolg gewesen.

Mit dem dritten Saisonsieg verbessert sich der TVG nach sieben Spieltagen auf Tabellenplatz acht. Gleichzeitig blieb der TVG zum vierten Mal in Folge ungeschlagen.

 

 

Das Bild von Yessine Meddeb hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür