Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Eine intensive Vorbereitung liegt hinter dem Handball Zweitligisten TV Großwallstadt, eine junge Mannschaft ist zusammengewachsen und mit Patrick Gempp, Jannek Klein und Florian Eisenträger steht ein Kapitänstrio an der Spitze des Teams.

Nach dem Pokalauftakt gegen HBW Balingen-Weilstetten richtet sich der Blick nun auf den Saisonstart in der zweiten Liga. Im Gespräch erzählt Patrick Gempp, was die Vorbereitung ausgemacht hat, warum ihm die Teambuilding-Maßnahmen besonders gefallen haben, wie wichtig die Rückkehr von Romas Aukstikalnis für die Mannschaft ist und mit welchen Erwartungen der TVG zum ersten Auswärtsspiel nach Hüttenberg fährt.

 

Patrick, die Vorbereitung liegt hinter Euch. Wie fällt Dein persönliches Fazit aus? Was lief besonders gut, und wo gibt es noch Luft nach oben?

„Insgesamt war es eine sehr intensive Vorbereitung. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und viele neue Spieler integriert. Dabei haben wir nicht nur die Zeit auf dem Feld genutzt, sondern auch außerhalb des Handballs viel miteinander gemacht. Sehr gut war, dass die Intensität bei allem, was wir gemacht haben, immer gestimmt hat.

Natürlich war die Qualität nicht immer fehlerfrei und es gibt noch Verbesserungspotenzial. Aber die Intensität war immer da, und das ist etwas sehr Positives, das wir mit in die neue Saison nehmen können. Wenn wir mit dieser Einstellung weiterarbeiten, wird sich auch die Qualität verbessern.“

Eine Vorbereitung ist auch immer die Zeit, in der eine Mannschaft zusammenwächst. Wie gut habt Ihr Euch inzwischen als Team gefunden – auf und neben dem Spielfeld?

„Mein Eindruck ist, und das sagen auch viele, die das Pokalspiel oder unsere Testspiele gesehen haben: Wir treten schon sehr gut als Mannschaft auf. Auf dem Spielfeld fehlen vielleicht noch ein paar Abläufe, die wir verbessern können. Aber als Team haben wir uns, meiner Meinung nach, gefunden. Dabei hat sicherlich geholfen, dass wir sehr viel abseits des Handballfeldes miteinander gemacht haben.

Wir haben sehr viele Spieler mit unterschiedlichen Charakteren in unserer Mannschaft, die aber allesamt tolle Menschen sind. Die Neuzugänge sind wirklich spannend und haben viel Potenzial.

Besonders freut mich, dass Romas Aukstikalnis nach seiner langen Leidenszeit wieder zurück ist. Das ist eine wirklich coole Geschichte. Er hat im Dezember 2024 sein letztes Heimspiel gegen Balingen-Weilstetten gemacht und stand jetzt im August 2026 zum ersten Mal bei einem Pflichtspiel wieder gegen Balingen im Kader. Es ist schön, dass er wieder da ist.

Wir sind auch sehr froh, dass wir ohne weitere Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen sind. Bis auf Sebastian Trost, der nach seiner Kreuzbandverletzung noch etwas Zeit braucht, sind wir komplett. Das kann mit Sicherheit einen Unterschied machen.“

Ein wichtiger Teil der Vorbereitung waren auch die Teambuilding-Maßnahmen – unter anderem Tennis, Golf und Padel-Tennis. Was hat Dir davon am meisten Spaß gemacht? Und gab es dabei vielleicht eine Überraschung, wer welches Talent besitzt?

„Mir persönlich hat alles viel Spaß gemacht. Allgemein mag ich jede Sportart sehr gerne. Bis auf Golf lief es bei mir bei den ganzen Sachen auch ganz gut.“ (lacht)

„Natürlich liegt der Fokus vor allem auf dem Handball und darauf, viel Zeit in der Halle und beim Videostudium zu verbringen, damit wir sehen, was wir verbessern können. Aber gerade beim Tennis oder Padel muss man auch im Team, als Doppel, funktionieren, auch wenn wir die Partner immer wieder gewechselt haben. Auch das war wichtig.

Für mich gab es dabei eigentlich keine große Überraschung. Wir haben die Golfspieler, die so oft wie möglich auf die Runde gehen – u. a. Connor, Axel, Johann –, und die waren beim Turnier natürlich ganz vorne dabei. Alle waren in unterschiedlichsten Bereichen gut. Ich finde, egal bei was: Unser Niveau war nicht schlecht – auch beim Tennis.“

Du bist erneut Kapitän des TV Großwallstadt. Was bedeutet Dir dieses Amt?

„Wir sind drei Kapitäne mit Jannek Klein, Florian Eisenträger und mir. Wir wollen auf dem Platz und auch neben dem Platz vorangehen und Verantwortung übernehmen. Ich denke, dass wir eine gute Mischung in diesem Kapitänstrio haben und alles sehr gut passt. Für mich ist es fast schon meine dritte Saison als Kapitän. Nils Kretschmer war damals kurzfristig ausgefallen und seit dieser Zeit hatte ich das Amt übernommen.

Der TVG bedeutet mir sehr viel, weil ich hier meine Jugend verbringen durfte. Ich durfte mich hier zu dem entwickeln, was ich jetzt bin, und mich hier zu einem Bundesligaspieler entwickeln. Deshalb bin ich sehr stolz, bei so einem Verein spielen zu dürfen, und gleichzeitig dankbar, diese Funktion als Kapitän ausführen zu dürfen. Genau mit dieser Einstellung gehe ich auch an die Aufgaben heran.“

Der Saisonstart im Pokal gegen HBW Balingen-Weilstetten ist leider nicht so verlaufen, wie Ihr Euch das vorgestellt habt. Wie habt Ihr die Niederlage aufgearbeitet und wie schnell war der Blick wieder nach vorne gerichtet?

„Wir arbeiten jedes Spiel auf, auch unsere Testspiele. Wir haben uns angesehen: Wo waren unsere guten Szenen, wo die schlechten und was können wir noch verbessern? Wir hatten in der Abwehr Situationen, die wir gut gelöst haben. Komischerweise haben wir die gleichen Situationen ein paar Minuten später schlechter verteidigt. Ich glaube, es ist gut, wenn wir uns alle Szenen anschauen – gerade bei einer Mannschaft, die sich noch nicht so lange kennt. Das gehört dazu, um sich weiterzuentwickeln.

Wir haben das Pokalspiel zwar abgehakt, beschäftigten uns aber natürlich trotzdem damit, vor allem mit der Frage, was wir besser machen können. Jetzt kommt allerdings ein ganz anderer Gegner auf uns zu.“

Genau. Jetzt steht das erste Auswärtsspiel der Saison beim TV Hüttenberg an. Was nehmt Ihr Euch dafür konkret vor und worauf wird es besonders ankommen?

„Schön, dass es kein weites Auswärtsspiel ist, weil uns sicher viele Fans begleiten und unterstützen werden. In Hüttenberg müssen wir eine sehr gute Abwehr stellen und ein gutes Tempospiel haben. Ihre 3:2:1-Abwehr benötigt immer eine besondere Vorbereitung. Aber auch dafür haben wir uns einige Lösungen erarbeitet.

Hüttenberg zeichnet aus, dass sie von Saison zu Saison konstant zusammenbleiben und dadurch extrem eingespielt sind. Vereinzelt gibt es Abgänge. Ihr Mittelmann Paul Kompenhans ist beispielsweise nach Wetzlar gewechselt, und sie haben mit einem jungen Spieler wieder aufgefüllt.

Das alles macht sie zu einer guten Zweitligamannschaft. Wenn unsere Abwehr gut steht, unsere Torhüter gut halten und wir sie in der Abwehr unterstützen, können wir immer wieder einfache Tore machen und verhindern, dass der TV Hüttenberg überhaupt in seine Abwehr kommt. Dann bin ich guten Mutes, dass wir gute Chancen haben, direkt den ersten Sieg einzufahren.“

Was möchtest Du den Fans zum Saisonstart mitgeben?

„Ich glaube, dass sich die Fans auf eine sehr junge, hungrige Mannschaft freuen können, die attraktiven Handball spielen und mit viel Tempo überzeugen will. Wir wollen definitiv mehr Heimsiege feiern als in der vergangenen Saison.

Viele sagen, dass wir mit Hüttenberg, Leipzig, Ludwigshafen und Hamm kein einfaches Auftaktprogramm haben. Aber wir wollen am Anfang schon zeigen, dass wir in der Liga jeden schlagen können – vor allem zu Hause mit unseren Fans im Rücken. Die Fans sollen auch daran glauben, dass das möglich ist. Dann kann es eine sehr erfolgreiche Saison werden.

Ich persönlich habe mir keinen Tabellenplatz als Ziel gesetzt. Aber natürlich wollen wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

 

Lieber Patrick, herzlichen Dank für das Gespräch und die Zeit, die Du Dir für mich genommen hast. Alles Gute für das erste Spiel und die komplette Saison!

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 
 
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Am Samstag geht für den Handball Drittligisten TV Kirchzell in der Staffel Süd-West die neue Saison los und Mannschaft, Verantwortliche und Fans können es kaum erwarten, dass der Ball wieder durch die Miltenberger Halle fliegt. Gegner im ersten Saisonspiel ist der TuS Opladen, der um 19.30 Uhr in Miltenberg aufschlägt.
 
TVK-Trainer Povilas Babarskas hofft, dass er auf alle seine Spieler zurückgreifen kann, denn das eine oder andere Wehwehchen war unter der Woche noch bei einigen da. Der Kader ist nach wie vor nicht so üppig besetzt und der eine oder andere Spieler muss dann auf den entsprechenden Positionen aushelfen. Deshalb hoffen die Kirchzeller, dass ihnen vielleicht der eine oder andere Spieler “zuläuft”, wie es einmal Gottfried Kunz (sportlicher Leiter) salopp gesagt hat.

Das offizielle Mannschaftsbild des TVK 2026/27

 
Mit dem TuS Opladen kommt eine Mannschaft nach Miltenberg, die “einen neuen Trainer hat, neue junge Spieler geholt hat, aber auch einen Stamm von älteren erfahrenen Spielern aufzuweisen hat”, so TVK-Coach Povilas Babarskas. “Das erste Spiel der neuen Saison ist immer etwas schwierig, da man nie weiß, was auf einem zukommt”, so der Trainer. Kein Wunder, besteht das Videomaterial derzeit nur aus den absolvierten Testspielen, so dass schon die eine oder andere Überraschung dabei herauskommen kann. Nichtsdestotrotz wollen die Jungs um den Neuzugang Mario Stark am liebsten die ersten Punkte der neuen Runde einzusammeln. Zwar hatte der TVK in der vergangenen Saison mit der aggressiven Abwehr des Gegners Probleme, sie sind auch kämpferisch sehr stark und der neue Trainer Aaron Hahn setzt auf Tempo und Kampfgeist.
 
“Darauf setzen wir auch. unsere Jungs sind heiß und vor allem vom Kopf her bereit für das erste Match. Nach der langen Vorbereitung freuen sich die Jungs nun darauf, hoffentlich die ersten Punkte zu Hause zu holen. Mit der Unterstützung unserer Fans gehen wir optimistisch ins Spiel”, so Povilas Babarskas.
 
 
 
 
Die Bilder hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür
 
 

 

 

 

 

 

 

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Wie der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat der DEB heute im Rahmen einer Pressekonferenz im SAP Garden in München André Rankel als neuen Bundestrainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft vorgestellt. Der 41-Jährige, der zuletzt als Assistenztrainer und Development Coach bei den Eisbären Berlin tätig war, übernimmt damit die sportliche Verantwortung für das Männer-Team. Weiter heißt es in der PM:

Der Prozess für die Neubesetzung des Bundestrainerpostens wurde vom DEB gründlich und in mehreren Schritten geführt. Eingebunden war neben dem Vorstand des DEB Peter John Lee in seiner Funktion als sportlicher Berater der Männer-Nationalmannschaft. Zusätzlich begleiteten Karl-Heinz Fliegauf (Wolfsburg) und Stefan Ustorf (Nürnberg) als Vertreter der Sportkommission der Deutschen Eishockey Liga (PENNY DEL) den Auswahlprozess fachlich.

Am Ende eines intensiven Auswahlverfahrens, in dem verschiedene Kandidatenprofile geprüft wurden, fiel die Entscheidung aller Beteiligten auf André Rankel. Der Aufsichtsrat des DEB wurde vom Vorstand über die Personalentscheidung informiert und hat per einstimmigem Votum die Zustimmung erteilt. André Rankel erhält einen Vierjahresvertrag und beginnt seine Tätigkeit als Bundestrainer am 01. September 2026. Der DEB bedankt sich in diesem Zuge ausdrücklich bei den Eisbären Berlin für die Freigabe von André Rankel.

 

Stimmen der DEB-Verantwortlichen und des neuen Bundestrainers:

André Rankel, Bundestrainer Männer-Nationalmannschaft: „Es ist eine große Ehre, unsere Nationalmannschaft als Bundestrainer führen zu dürfen. Was ich als Spieler und Kapitän über all die Jahre gelernt habe, was Zusammenhalt und Leistungsbereitschaft in einer Mannschaft ausmachen, will ich jetzt als Bundestrainer weitergeben. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den Spielern und dem Trainerteam eine klare Idee zu entwickeln, wie wir spielen wollen, und darauf aufbauend Schritt für Schritt zu wachsen. Durch meine Zeit als Assistenztrainer bei den Eisbären Berlin hat sich meine Perspektive erweitert, was den Aufbau eines erfolgreichen Teams ausmacht. Dieses Verständnis möchte ich nun in meine neue Aufgabe einbringen. Ich freue mich auf die Verantwortung und auf die Arbeit mit einer Mannschaft, für die ich selbst so lange mit vollem Stolz gespielt habe.“

 

Frank H. Lutz, Vorstandsvorsitzender des DEB: „Wir haben diese Personalentscheidung mit großer Sorgfalt getroffen und dabei bewusst alle relevanten Stakeholder im deutschen Eishockey einbezogen. Unser eigener Eindruck von André Rankel sowie die Rückmeldungen aus der Sportkommission und unseres sportlichen Beraters waren eindeutig, sodass wir als Vorstand zu einer klaren Entscheidung gekommen sind. Für uns als DEB ist diese Personalie von besonderer Bedeutung, schließlich steht mit der Heim-Weltmeisterschaft im kommenden Mai ein außergewöhnliches Ereignis für das deutsche Eishockey bevor. Aber auch darüber hinaus wird unser neuer Bundestrainer ein wichtiger Bestandteil der Strategie „DEB 2034“ sein. Wir freuen uns, gemeinsam mit André Rankel als Bundestrainer in diese großartigen Aufgaben zu gehen.“

 

Christian Künast, Vorstand Sport des DEB: „André Rankel hat als Spieler über viele Jahre bewiesen, was Führung im deutschen Eishockey bedeutet – als Kapitän, als Vorbild, als jemand, dem die Mannschaft vertraut. Genau das qualifiziert ihn für diese Aufgabe. Vor allem als Spieler, aber auch im Trainerteam der Eisbären Berlin hat er eine erfolgreiche Zeit mitgestaltet. Hinzu kommt, dass er den DEB und unsere Strukturen bereits aus seiner Zeit als U18-Bundestrainer kennt. In den Gesprächen hat er uns mit seinen Ideen und seiner Klarheit überzeugt. An dieser Stelle möchte ich mich auch für die zielführende und professionelle Zusammenarbeit mit Peter John Lee sowie Karl-Heinz Fliegauf und Stefan Ustorf im gesamten Auswahlprozess bedanken. Gerade mit Blick auf die Heim-Weltmeisterschaft ist es uns wichtig, jetzt Planungssicherheit zu haben und gemeinsam an einer klaren sportlichen Linie zu arbeiten. Wir sind fest davon überzeugt, mit André eine gemeinsame Vision für unsere Nationalmannschaft umzusetzen.“

 

Der Karriereweg von André Rankel:

André Rankel spielte 17 Jahre lang als Stürmer für die Eisbären Berlin, davon acht Jahre als Kapitän. In dieser Zeit gewann er sieben DEL-Meistertitel sowie je einmal den Deutschen Eishockey-Pokal und die European Trophy. Mit 247 Toren ist er Rekordtorschütze des Klubs. 2011 wurde er zum wertvollsten Spieler der Playoffs gewählt.

Rankel durchlief als Spieler sämtliche Nachwuchs-Nationalmannschaften des DEB von der U16 bis zur U20 und kommt international auf 76 Länderspiele für die Männer-Nationalmannschaft, für die er sieben Weltmeisterschaften bestritt. 2010 gehörte er zur deutschen Auswahl, die an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teilnahm. Im Jahr 2020 beendete er seine erfolgreiche Spielerkarriere.

Seit 2023 arbeitete Rankel als Assistenztrainer und Development Coach bei den Eisbären Berlin und unterstützte dort die Entwicklung junger Talente sowie das Scouting. Im selben Jahr übernahm er zusätzlich als U18-Honorar-Bundestrainer die Cheftrainerposition der deutschen U18-Nationalmannschaft und führte das Team zur Rückkehr in die WM-Topdivision. 2024 war er zudem beim Deutschland Cup als Assistent von Bundestrainer Harold Kreis für die Defensiv- und Unterzahlarbeit der Männer-Nationalmannschaft im Einsatz. Auch als Assistenztrainer konnte Rankel mit den Eisbären Berlin weitere Erfolge feiern: In dieser Zeit gewann er drei weitere Titel mit dem Klub.

 

 

Das Bild vom neuen Bundestrainer hat uns

City-Press/DEB

zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür

 

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Zwei Tage nach dem verpatzten WM-Start folgte die Bestätigung auf Top-Niveau: Tobias Strangemann und Leonard Brahms fuhren im Zweier ohne Steuermann im C-Finale der Weltmeisterschaften in Amsterdam auf einen guten dritten Platz. Dabei zeigten sie, welch Potenzial in ihnen steckt. Für das junge Duo endete das A-WM-Debüt im Zweier mit dem 15. Gesamtplatz bei 21 gemeldeten Booten. So Carsten Oberhagemann in einer PM.

Bei Streckenhälfte lagen Strangemann/Brahms noch auf dem vierten Platz. Doch durch eine ökonomischere Krafteinteilung als im Vorlauf vor zwei Tagen hatten sie bei Sieg des US-Boots noch genug Reserven für einen beherzten Schlussspurt. „Das war ein deutlich besseres Rennen und bestätigt, dass wir mehr hätten erreichen können. Wir sind souverän mit den Böen umgegangen, ohne dass wir diesmal einen Einbruch erlitten und uns zu früh das Licht ausgeklipst haben“, sagte Tobias Strangemann. Entsprechend konnten das deutsche Duo den slowenischen Zweier, der bei der EM in Varese noch vor ihnen lag, auf der Nachbarbahn abfangen und auch zum WM-Sechsten des Vorjahres aus Irland auffahren. Die Schweden, Weltcup-Sechster in Luzern, wurden Fünfte.

„Insgesamt betrachtet ist es ernüchternd. Ein schlechtes Rennen zu Beginn hat uns letztlich eine bessere Platzierung gekostet. Dass wir jetzt ein paar etablierte Boote schlagen konnten, zeigt, welch Potenzial in uns steckt. Ich nehme das Positive mit, was jetzt nicht unbedingt so offensichtlich ist: Wir haben uns gut entwickelt“, sagte Leonard Brahms, der nach Dortmund ziehen wird und ab Herbst in der Dortmunder Gruppe mittrainieren wird.

Zuvor haben die Zwei aber noch in Amsterdam was vor. Das Duo will am Sonntag mit dem Mixed-Achter, der bei der EM in Varese schon Silber gewann, für einen erfolgreichen WM-Abschluss sorgen. „Das Ziel ist eine Medaille. Da haben wir Bock drauf“, sagte Brahms.

 

 

Die Ergebnisse:

Zweier ohne Steuermann, C-Finale: 1. USA 6:51,74 Minuten. –  2. Irland 6:54,02. –  3. Deutschland (Tobias Strangemann, Leonard Brahms) 6:54,48. –  4. Slowenien 6:55,95. –  5. Schweden 6:57,17, 6. China 7:08,83

 

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Vierer ohne Steuermann setzte am zweiten WM-Tag in Amsterdam ein dickes Ausrufezeichen: Gut drei Wochen nach dem Gewinn von EM-Bronze überzeugten René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl auch im Vorlauf der Weltmeisterschaften. Das Quartett sicherte sich mit einem starken Auftakt Platz zwei knapp hinter dem Boot aus den Niederlanden den direkten Einzug ins Halbfinale (Donnerstag, 15.40 Uhr). Das gab Carsten Oberhagemann in einer PM bekannt.

Dabei lag der deutsche Vierer bei Streckenhälfte noch auf Rang drei, überholte dann aber recht schnell den EM-Zweiten Rumänien und fuhr auf der Außenbahn auch zu den enteilten Holländern auf. Am Ende sechs Zehntelsekunden Rückstand auf die WM-Gastgeber und die insgesamt drittschnellste Vorlaufzeit lassen hoffen, dass dieser Vierer nun auch bei der WM das Finale erreicht.

„Gemeinsames Konzept gut umgesetzt“

„Das haben sie gut gemacht bei nicht einfachen Bedingungen. Sie haben im Mittelteil die Nerven behalten und unser gemeinsames Konzept gut umgesetzt. Durch das Rennen haben sie sich bewusst gemacht, dass sie richtig Gas geben können. Aber das war nur ein Vorlauf, im Halbfinale werden die Karten neu gemischt“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge. Zufrieden mit dem Rennen war auch Benedict Eggeling: „Schon beim Einfahren war es durch die enge Strecke und die knappen Zeitabstände zu den Vorrennen recht hektisch. Nach 500 Metern haben wir aber unseren Rhythmus gefunden und unser Ziel, die direkte Qualifikation fürs Halbfinale, erreicht.“

Dem Vierer ist es somit gelungen an die erfolgreiche EM in Varese, wo das Quartett überraschend die Bronzemedaille gewonnen hat, anzuknüpfen. „Die EM tat uns gut. Da haben wir gemerkt: Da geht was“, meinte Tschäge. In der neuen Sitzposition mit René Schmela auf Schlag, dahinter mit dem Steuerbord-Zwilling Benedict Eggeling/Mark Hinrichs sowie Jasper Angl im Bug hat sich ein homogener und leistungsstarker Vierer gefunden. Tschäge: „Die Jungs wollen zusammen und haben richtig Bock drauf, schnelle Rennen zu fahren.“

„Donnerstag ist ein neuer Tag“

Die positive Entwicklung der letzten Wochen wollen sie bei der WM fortsetzen und sich nach dem gelungenen Auftakt nun auch mit dem A-Finale belohnen. Aber sie wissen auch, dass ein erneuter Kraftakt, inklusive eines perfekten Zusammenspiels vonnöten ist. „Donnerstag ist ein neuer Tag. Das Selbstvertrauen aus dem Vorlauf nehmen wir mit, aber im Halbfinale zählt es. Man weiß nicht, wer heute mit dem Wind besser oder schlechter zurechtkam. Die Rennen sind durch die Böen, die immer wieder reinkommen, untereinander schwer zu vergleichen“, erzählte Eggeling. Im Halbfinale geht es erneut gegen die Niederlande, hinzu kommen Neuseeland, Australien, Italien und China. Drei Boote schaffen es ins Finale. Für Bundestrainerin Tschäge eine – nach der heutigen Vorstellung – durchaus machbare Aufgabe: „Wir sind in einer guten Ausgangsposition. Das Halbfinale wird aber ein heißer Kampf. Wir müssen drauf, wollen das aber auch. Dafür sind wir ja hier.“

 

 

Die Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Niederlande 6:24,10 Minuten. – 2. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 6:24,70. –  3. Rumänien 6:28,16. –  4. Kanada 6:41,84. – 5. Indien 7:01,36.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Gleich der allererste Schlag ging schief und schließlich verpassten sie das erhoffte Halbfinale: Tobias Strangemann und Leonard Brahms mussten in ihrem bislang wichtigsten gemeinsamen Rennen im Zweier ohne Steuermann bitteres Lehrgeld bezahlen. Platz fünf im Vorlauf auf der Bosbaan im Süden der holländischen Metropole tat weh. Italien und Litauen sicherten sich die direkten Halbfinalplätze, Norwegen kam als Dritter über die Zeit weiter, für China (4.) und das junge deutsche Duo reichte es nur fürs C-Finale (Mittwoch, 14.29 Uhr). Dass in ihrem dritten und schlechtesten Saisonrennen letztlich nur drei Sekunden fürs Halbfinale fehlten, war besonders ärgerlich.

„Das ist frustrierend“

„Das ist frustrierend und spiegelt in keinster Weise wider, wie gut wir in den letzten Wochen gearbeitet haben. Ganz im Gegenteil: Es fühlt sich an wie ein Rückschritt“, sagte Tobias Strangemann, der im Vorjahr in Shanghai noch im Deutschland-Achter saß, jetzt aber wie auch Leonard Brahms die erste A-WM im Kleinboot bestreitet. „In einer großen Mannschaft fühlt man sich sicherer. Von dem schlechten Start im Zweier haben wir uns nervös machen lassen“, gab der 21-Jährige vom Ruderverein Dorsten zu.

„Trotz des misslungenen Starts haben sie versucht, das Tempo der vorderen Boote mitzugehen. Das war zu aufwändig, dafür haben sie ab Streckenhälfte bezahlen müssen. Auf diesem absoluten Top-Niveau im Zweier sind die Beiden noch zu unerfahren. Sie sind noch nicht abgebrüht genug, um mit so einer Situation am Start richtig umzugehen“, meinte Trainer Heiner Schwarz. Schließlich zog der chinesische Zweier auf der zweiten Streckenhälfte vorbei und im Vergleich mit den anderen Vorläufen fehlten letztlich drei Sekunden, um sich noch über die Zeit fürs Halbfinale zu qualifizieren. Strangemann: „Die Chance auf eine gute Platzierung haben wir verbaut. Jetzt schauen wir, dass wir im C-Finale einen guten Abschluss im Zweier finden.“ Am Mittwoch treffen sie erneut auf China sowie auf die USA, Irland, Schweden und Slowenien.

 

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt ist in der ersten Runde des DHB-Pokals ausgeschieden. Gegen den Erstliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten musste sich das Team von Trainer André Lohrbach in der Untermainhalle in Elsenfeld mit 31:38 (16:21) geschlagen geben.

Neu formierter TVG trifft auf Erstliga-Aufsteiger

Eine Woche vor dem Start in die neue Zweitliga-Saison wartete auf den TV Großwallstadt direkt eine schwierige Aufgabe. Mit dem HBW Balingen-Weilstetten gastierte eine Mannschaft in Elsenfeld, die in der vergangenen Saison noch in der zweiten Liga aufgelaufen ist und den Sprung ins Oberhaus geschafft hatte. Der neu formierte TVG wollte den Favoriten dennoch ärgern und gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, unter Wettkampfbedingungen weiter zusammenzufinden. Und die Einheimischen starteten gut in die Partie.

Ole Klimpke erzielte den ersten Treffer der Begegnung. Nachdem Balingen zum 1:1 ausglich, brachte Jannek Klein sein Team erneut in Front. Beide Mannschaften lieferten sich in den ersten Minuten einen offenen Schlagabtausch, wobei der TVG immer wieder vorlegen konnte. Dmytro Redkyn traf zum 5:4, Ben Connar Battermann erhöhte in der zehnten Spielminute auf 6:5. Dann musste Klimpke für zwei Minuten auf die Bank und Sascha Pfattheicher verwandelte den fälligen Siebenmeter zum Ausgleich.

Balingen übernahm nun zunehmend die Kontrolle. Pfattheicher traf erneut vom Siebenmeterpunkt zum 6:7, auf der anderen Seite vergab der TVG einen Strafwurf. Doch die Gastgeber blieben dran: Battermann netzte zum 7:7 ein und Jannek Klein stellte in der 15. Spielminute noch einmal den Ausgleich zum 8:8 her. Danach waren es die Gäste, die sich erstmals etwas absetzen konnten. Yonatan Dayan und Merlin Fuß brachten Balingen mit 10:8 in Führung. Klimpke verkürzte zwar noch einmal, doch der HBW nutzte seine Chancen nun konsequenter. Beim Stand von 11:15 drohte die Partie erstmals deutlicher zugunsten der Gäste zu kippen. Aber die Unterfranken kämpften sich zurück. Klein, Skaarnæs und Redkyn sorgten mit einem 3:0-Lauf für den 14:15-Anschluss. Leider schafften es die Gastgeber nicht, diesen Schwung bis zur Pause mitzunehmen. Balingen antwortete ebenfalls mit drei Treffern in Folge und zog wieder auf 18:14 davon. Weitere Zeitstrafen gegen Yessine Meddeb und Connar Battermann machten es dem TVG zusätzlich schwer. Mit einem 16:21-Rückstand ging es in die Kabinen.

TVG hält weiter dagegen

Nach dem Seitenwechsel erzielte zunächst Balingen den ersten Treffer. Redkyn und Battermann verkürzten auf 18:23. Doch immer dann, wenn sich der TV Großwallstadt etwas herangekämpft hatte, fanden die Gäste die passende Antwort. Johan Rohwer, der im Rückraum und in der Defensive viele Spielanteile erhielt, traf zweimal für sein Team. Auch Florian Eisenträger verwandelte sicher vom Siebenmeterpunkt. Dennoch gelang es dem TVG nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Beim 22:28 in der 41. Spielminute betrug der Abstand erstmals sechs Tore. Rohwer und Kapitän Patrick Gempp brachten ihr Team noch einmal auf 24:28 heran. Balingen ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen und stellte den alten Vorsprung schnell wieder her. In der Schlussphase, in der Trainer Lohrbach allen Spielern Einsatzzeiten gewährte, kontrollierte weiterhin der Erstliga-Aufsteiger das Geschehen. Der TVG gab sich zwar nicht auf und kam durch Klimpke, Eisenträger, Redkyn, Skaarnæs, Meddeb und Joel Zimmer zu weiteren Treffern, näher als auf vier Tore sollten die Gastgeber aber nicht mehr herankommen. Am Ende setzte sich der HBW Balingen-Weilstetten verdient mit 38:31 durch und zog in die nächste Runde des DHB-Pokals ein.

 

 

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Es hat nur ganz wenig gefehlt. Handball-Drittligist TV Gelnhausen hat in der 1. Runde des DHB-Pokals nur knapp eine Sensation gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg verpasst. Vor 1100 Zuschauern in der stimmungsvollen Rudi-Lechleidner-Halle unterlagen die Barbarossastädter dem letztjährigen Elften der zweiten Liga mit 25:27 (14:12). Dabei lag der TVG über weite Strecken der Partie in Führung und hatte den Favoriten bis in die Schlussphase hinein am Rande einer Niederlage. Am Ende schwanden jedoch die Kräfte. Die Fans feierten ihre Mannschaft trotzdem für eine starke Leistung.

Für den neuen TVG-Trainer Tim Beckmann begann damit die Pflichtspielsaison 2026/27 zwar mit einer Niederlage, die weckte jedoch bei allen Beteiligten riesige Lust auf mehr. Verzichten musste der TVG auf Jonas Dambach (Fußprobleme), Torhüter Alex Bechert (Knieprobleme), Silas Altwein (Nasenbeinbruch) und den erkrankten Henrik Müller. Für Bechert rückte Junioren-Torhüter Noah Pilgrim in den Kader auf.

Gäste erwischten den besseren Start

Hüttenberg erwischte zunächst den besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. Doch der TVG ließ sich nicht abschütteln und drehte die Partie. Kapitän Jonathan Malolepszy brachte die Rot-Weißen in der achten Minute mit 4:2 in Führung. Malolepszy wurde mit insgesamt sieben Treffern bester TVG-Schütze des Abends.

Nach dem 7:5 durch Simon Belter in der 13. Minute schalteten die Gäste einen Gang höher und gingen durch vier Treffer in Folge mit 9:7 in Führung. Doch die Hölle Süd trieb ihre Mannschaft nach vorne. Fynn Broßmann erzielte in der 21. Minute den 10:10-Ausgleich, wenig später führte der TVG sogar mit 12:10. Die Hölle Süd stand Kopf und knüpfte stimmungsmäßig nahtlos an die zurückliegenden Aufstiegsrundenspiele an. Dann folgte allerdings ein Rückschlag: Kreisläufer Max Bechert sah nach einem Gesichtstreffer bei einem Gegenspieler die Rote Karte. Eine harte Entscheidung.

Doch auch davon ließ sich Gelnhausen nicht beirren. Torben Fehl musste nun über weite Strecken durchspielen und zeigte wie die gesamte Mannschaft eine bärenstarke Leistung. Gleichzeitig entwickelte sich Neuzugang Jan-Steffen „Bruno“ Minerva bei seinem Pflichtspieldebüt zum wichtigen Rückhalt. Mit starken Paraden hielt er den TVG im Spiel und sorgte dafür, dass die Barbarossastädter mit einer 14:12-Führung in die Pause gingen. Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, welche Energieleistung der TVG wieder einmal auf die Platte brachte.

TVG glich nach Seitenwechsel aus

Nach dem Seitenwechsel glichen die Gäste zunächst zum 14:14 aus. Anschließend übernahmen wieder Geisler, Belter und Co. das Spiel. Minerva parierte mehrfach stark, Benjamin Wörner traf in der 36. Minute zum 18:15. Die Halle stand Kopf. Man verstand sein eigenes Wort nicht mehr und das Pokalwunder schien plötzlich zum Greifen nahe. Auch nach einer Hüttenberger Auszeit blieb der TVG konzentriert. Malolepszy traf in der 44. Minute zum 21:18. Hüttenberg verkürzte anschließend auf 20:21, doch der dezimierte TVG, der im Laufe der Partie auch auf den starken Broßmann verzichten musste, ließ einfach nicht nach. In der 52. Minute traf Malolepszy per Unterhandwurf zum 24:21. Die Hölle Süd bebte, die Sensation war nur noch acht Minuten entfernt.

Doch nun machte sich das intensive Spiel bei der Gelnhäuser Mannschaft zunehmend bemerkbar. Nach einem Hüttenberger Treffer scheiterte Malolepszy mit einem Siebenmeter. Auch Fynn Hilb vergab in der 56. Minute einen Siebenmeter und damit die Chance, wieder auf drei Tore davonzuziehen. Stattdessen kam Hüttenberg durch David Kuntscher, mit sieben Treffern bester Gästeschütze, auf ein Tor heran. Fehl erzielte noch das 25:23, doch die Gäste antworteten sofort.

In der 58. Minute erzielt Hüttenberg schließlich den 25:25-Ausgleich und nach einer Parade des Hüttenberger Torhüters Yahav Shamir erzielte Hüttenberg in der 59. Minute die erste Führung der zweiten Hälfte. Gleichzeitig sah Fehl eine Zeitstrafe, sodass der TVG für den Rest der Partie in Unterzahl spielte. Nach einer weiteren Balleroberung erhöhte Hüttenberg auf 27:25. 30 Sekunden vor Schluss nahm der TVG noch einmal eine Auszeit. Die Barbarossastädter wollten die letzte Chance auf die Pokalsensation wahren, doch Malolepszy scheiterte am Pfosten. Damit war die knappe Niederlage besiegelt. Hüttenberg spielte die verbleibenden Sekunden runter und gewann letztlich mit 27:25.

„Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs“, sagte TVG-Trainer Tim Beckmann nach der Partie. „Wir haben heute gegen eine wirklich tolle Zweitligamannschaft 55 Minuten auf Augenhöhe gespielt und phasenweise sogar souverän geführt.“ Besonders die Abwehrleistung hob Beckmann hervor: „Wir haben diesen Willen gezeigt, verteidigen zu wollen und das im Kollektiv. Auch in der Unterzahl haben wir eine richtig starke Abwehr gezeigt.“ Ein Sonderlob erhielt Minerva für sein Debüt mit elf Paraden. „Bruno hat eine ganz starke Leistung gezeigt. Aber alle Spieler haben ihren Teil zu dieser tollen Leistung beigetragen“, sagte Beckmann.

Auch Hüttenbergs Trainer Stefan Kneer fand nach der Partie lobende Worte für den TVG und die Atmosphäre in der Hölle Süd: „Gelnhausen hat das in der Abwehr und im Angriff sehr gut gemacht und uns immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Vielen Dank auch an die Fans. Es war wirklich eine sehr gute Stimmung.“ Kneer betonte zudem: „Am Ende hat so ein Spiel eigentlich keinen Sieger verdient.“

Damit endet die Pokalreise des TVG in der ersten Runde. Die Leistung gegen den gestandenen Zweitligisten macht jedoch große Lust auf die neue Saison. „Wir können ganz viel aus diesem Spiel mitnehmen und mit gestärkter Brust in die anstehenden Aufgaben gehen“, blickt Beckmann voraus.

 

 

Das Bild hat uns Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Kurz vor dem Pokalspiel am kommenden Sonntag gibt es vom Handball Zweitligisten TV Großwallstadt schöne Neuigkeiten. Kreisläufer Patrick Gempp bleibt auch in der Saison 2026/27 Kapitän des TVG. Unterstützt wird er von Neuzugang Jannek Klein und von Florian Eisenträger.

Komplettiert wird die Führungsriege durch den Mannschaftsrat. Diesem gehören neben dem Kapitän und den Co-Kapitänen auch Žiga Urbič, Connar Battermann und Sebastian Trost an.

 

 

 

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Die letzten Vorbereitungen laufen, die ersten Boote sind bereits auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Amsterdam (24. bis 30. August): Für den Deutschland-Achter, den Vierer ohne Steuermann und den Zweier beginnt der Countdown zum Saisonhöhepunkt. Während Vierer und Zweier bereits am Donnerstag angereist sind und Anfang der Woche in ihre WM-Rennen starten, bleibt der Deutschland-Achter noch bis Mittwoch am Stützpunkt in Dortmund. Sein erster Einsatz erfolgt erst am Finalwochenende – am Samstag mit dem Vorlauf und dann am Sonntag mit Halbfinale und Finale innerhalb weniger Stunden. Alle drei Boote wollen ihre starken EM-Leistungen nun auch im großen WM-Feld bestätigen.

Deutschland-Achter: „Wie ein Uhrwerk“

Für den Deutschland-Achter wurde der Donnerstag noch einmal zum wichtigen Belastungstest. Mit zwei intensiven Einheiten und einer Pause dazwischen bildet die Mannschaft den WM-Sonntag nach, an dem zwischen Halbfinale und Finale ebenfalls nur wenige Stunden liegen. „Wir machen das, um den Wettkampf von Sonntag zu simulieren. Die zwei Rennen kurz nacheinander sind eine ungewohnte Herausforderung, aber wir nehmen das an“, sagt Bundestrainer Mark Emke.

Über die Saison hat sich der Deutschland-Achter kontinuierlich weiterentwickelt. Vor allem im gemeinsamen Rhythmus und in der Präzision der Ruderschläge sieht Emke deutliche Fortschritte. Einen wichtigen Impuls brachte die Hereinnahme von Frederik Breuer, der direkt die Schlagposition übernahm. „Er macht das wie ein Uhrwerk und die Mannschaft zieht genauso mit“, findet Emke. Auch physisch habe sich das Team über die vergangenen Monate deutlich entwickelt. Gleichzeitig hat der Achter an seiner Fähigkeit gearbeitet, das hohe Tempo auch über die zweite Rennhälfte hochzuhalten. „Wir haben im Training gesehen, was möglich ist. Das ist jetzt unsere Aufgabe, es auch im Wettkampf umzusetzen“, so Emke.

Zuletzt holten Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen bei der EM in Varese Silber. Auch bei der WM will der Deutschland-Achter wieder um die Medaillen mitkämpfen. „Wir wollen aufs Podium. Je höher, je besser“, sagt Emke. Die Konkurrenz in Amsterdam ist groß: 13 Boote gehen an den Start. Neben den EM-Gegnern haben auch die Nationen aus Übersee und vor allem Olympiasieger Großbritannien und der Weltmeister aus den Niederlanden größte Ambitionen. Für das deutsche Team gilt der Fokus der eigenen Leistung. „Dass gute Gegner dabei sind, ist ja auch das Schöne. Genau deswegen fahren wir zur WM“, meint Emke, für den die Weltmeisterschaft auch eine Rückkehr in die Heimat ist: Der gebürtige Niederländer kennt die Strecke in Amsterdam bestens und wird bei der WM auf viele Bekannte treffen. „Ich kenne die Bosbaan sehr gut und weiß, wie sie sein kann“, so Emke.

Vierer: Wieder ins A-Finale

Auch der Vierer ohne Steuermann reist nach dem Gewinn der EM-Bronzemedaille mit Rückenwind nach Amsterdam. Nachdem zuletzt im Trainingslager in Ratzeburg verletzungsbedingt kurzzeitig Ersatzmann Hanno Brach einspringen musste, geht nun wieder rechtzeitig die bewährte Originalbesetzung aufs Wasser. René Schmela sitzt auf Schlag, dahinter Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl. „Wir sind wieder vollständig und in einem guten Takt“, berichtet Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Die Vierer-Crew hat über die Saison hinweg spürbare Fortschritte gemacht, dabei hat sich die Sitzreihenfolge als wichtiger Faktor erwiesen. „Es hat ein bisschen gebraucht, aber wir haben die richtige Sitzreihenfolge gefunden. Das hat sich sehr schnell positiv bemerkbar gemacht“, sagt Tschäge und hebt die Qualitäten des Quartetts hervor: „Das Team ist technisch gut und kämpferisch stark eingestellt. Das sind echte Wettkampftypen.“

In Amsterdam soll die Mannschaft an die Leistung von Varese anknüpfen und sich erneut möglichst weit vorne behaupten. Nun wartet ein noch größeres Feld. Insgesamt 18 Boote kämpfen um den Einzug ins WM-Finale. Der Anspruch bleibt dennoch unverändert: Das A-Finale ist das Ziel, um dort nochmal alles rauszuholen. „Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen“, so Tschäge.

Zweier: Im größten Riemen-Feld weiter wachsen

Noch größer ist das Feld im Zweier: 23 Boote sind gemeldet. Für den jungen deutschen Zweier mit Tobias Strangemann und Leonard Brahms wird die WM damit zur besonderen Herausforderung – und genau die nehmen die beiden mit großem Enthusiasmus an. Nach ihren ersten gemeinsamen internationalen Rennen bei der EM konnte das von Heiner Schwartz betreute Duo im Training weitere wichtige Kilometer sammeln und sich Stück für Stück steigern.

„Das ist ein hartes Feld, in dem es richtig zur Sache geht“, sagt Tschäge. Viele etablierte Zweier treffen in Amsterdam aufeinander. Das deutsche Duo will sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen, sondern seine positive Entwicklung fortsetzen. Bei der EM erreichte die junge Kombination das B-Finale und mischte dort als Zweiter vorne mit. Dieses Ergebnis soll nun bestätigt und möglichst verbessert werden. „Wir wollen noch ein paar Prozent drauflegen und dann schauen, wozu es reicht“, sagt Tschäge.

Mixed-Achter und Ersatzmänner

Das Zweierduo sowie René Schmela und Benedict Eggeling aus dem Vierer gehen außerdem im Mixed-Achter mit Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini auf Medaillenjagd, nachdem zuletzt bei der EM schon Silber herausgesprungen war. Neben den WM-Booten gehören die Ersatzmänner Hanno Brach und Max John zur WM-Mannschaft. In der Vorbereitung haben sie eine wichtige Rolle übernommen, auch immer wieder in den Booten ausgeholfen und die Qualität hochgehalten.

  

Der Zeitplan

Der Zweier steigt als erstes in die WM ein, mit seinem Vorlauf direkt am Montag ab 16.58 Uhr. Weiter geht es mit dem Halbfinale am Mittwoch ab 16.59 Uhr. Das B-Finale findet am Freitag um 13.57 Uhr statt, das A-Finale um 16.43 Uhr.

Für den Vierer beginnt der Vorlauf am Dienstag ab 14.03 Uhr, das Halbfinale am Donnerstag ab 15.35 Uhr. Das A-Finale steigt am Samstag um 11.41 Uhr.

Für den Deutschland-Achter stehen drei Rennen binnen 24 Stunden an: Los geht es am Samstag (29.08.) mit dem Vorlauf ab 15.46 Uhr. Am Sonntag folgen dann das Halbfinale ab 10.05 Uhr sowie das A-Finale um 13.38 Uhr. Zum Abschluss der WM fährt der Mixed-Achter sein Finale um 15.08 Uhr.

 

Archivbild: Deutschland Achter GmbH