Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Liga setzt der TV Großwallstadt seinen positiven Lauf fort. Nach einem frühen Vier-Tore-Rückstand kämpften sich die Hausherren zurück, übernahmen im zweiten Durchgang die Kontrolle und besiegten den Aufsteiger TV Emsdetten vor 1512 Zuschauern in der Untermainhalle mit 30:28 (17:17). Damit blieb die Mannschaft von André Lohrbach zum dritten Mal in Folge ungeschlagen – und hat sich auch nicht von der Meldung unter der Woche, dass der Coach Ende der Saison geht, irritieren lassen. Die Aktivposten beim TVG waren vor allem Connar Battermann und Yessine Meddeb sowie Torhüter Ziga Urbic. Sein Kollege Anel Durmic konnte verletzt nicht mitwirken, so dass aus der zweiten Mannschaft Elias Wartner mit von der Partie war. Hinzu kam auch noch, dass die Partie zehn Minuten später aufgrund der Lichtverhältnisse in der Halle (Sonneneinstrahlung) angepfiffen wurde. 

Zunächst erwischten die Gäste den besseren Start. Zwar erzielte Yessine Meddeb das 1:0, doch das soll es erst einmal gewesen sein. Emsdetten nutzte mehrere Ballverluste und Fehlwürfe der Gastgeber konsequent aus und über 1:5 und 2:6 geriet der TVG in Rückstand.

Großwallstadt ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Die Abwehr bekam zunehmend Zugriff und auch im Angriff fanden die Einheimischen nun bessere Lösungen. Meddeb stellte beim 8:8 den Gleichstand her, kurz darauf brachte Florian Eisenträger den TVG per Siebenmeter erstmals seit dem Auftakttreffer wieder in Führung (10:9 – 19.). Bis zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, wobei Connar Battermann aus dem Rückraum immer wieder wichtige Akzente setzte. Nach dem Großwallstädter 17:16 gelang den Gästen unmittelbar vor dem Seitenwechsel noch der Treffer zum 17:17-Pausenstand.

Partie bis zum Ende spannend und kampbetont

Auch nach Wiederbeginn legte zunächst Emsdetten vor. Der Aufsteiger ging mit 19:17 in Führung und behauptete den knappen Vorsprung bis zum 20:19. Dann leitete Axel Skaarnæs mit seinem Treffer zum 20:20 die stärkste Phase des TVG ein. Ole Klimpke und erneut Skaarnæs sorgten für das 22:20 – die erste Zwei-Tore-Führung der Gastgeber an diesem Abend. Der TVE blieb hartnäckig, ließ sich nicht abschütteln – vor allem auch durch seinen starken Torhüter Paul Dreyer – und verkürzte nochmals auf 23:24. In der entscheidenden Phase präsentierte sich der TVG jedoch konzentrierter. Dmytro Redkyn traf zum 25:23, Battermann legte das 26:23 nach. Zwei weitere Tore von Redkyn brachten Großwallstadt beim 28:24 erstmals mit vier Treffern nach vorne. Der sehr starke Battermann stockte nach 28:25 auf 29:25 auf (54.) und eine Entscheidung schien gefallen.

Die Gäste stemmten sich noch einmal vehement gegen die Niederlage und kamen durch Bjarne Budelmann sowie zwei Treffern von Niclas Benedict Heitkamp zum Anschlusstreffer (29:28). Jetzt wurde es total spannend, denn Meddeb konnte einen Siebenmeter nicht verwandeln. Doch Patrick Gempp und Co. bewahrten die Nerven. Meddeb erzielte in der Schlussminute den Treffer zum 30:28, die Gäste ließen Chancen liegen und der TVG brachte seinen Vorsprung über die Zeit zum hochverdienten Sieg.

Neben dem siebenfachen Torschützen Battermann überzeugten vor allem Meddeb mit sechs sowie Eisenträger und Redkyn mit jeweils fünf Treffern. Torhüter Ziga Urbic steuerte elf Paraden zum Sieg bei.

Nach der Partie sagte Emsdettens Torhüter Paul Dreyer: “Wir haben gekämpft und das Spiel hat Spaß gemacht. Wir hätten gern ein anderes Ergebnis gehabt, aber der TVG war am Ende vorne.”

Axel Skaarnæs vom TVG sagte: “Beiden Seiten hätten gewinnen können oder es hätte ein Unentschieden geben können. Aber wir haben gut gekämpft. Die Stimmung war sehr gut. Wir haben viele Neue und es hat ein bisschen gedauert bis alles klappt. Aber Schritt für Schritt wachsen wir besser zusammen.”

 

Das Bild von Connar Battermann hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) gratuliert Franz Reindl zur Wahl als Präsident der International Ice Hockey Federation (IIHF). Damit übernimmt der frühere DEB-Präsident das höchste Amt im internationalen Eishockey. Beim IIHF Semi-Annual Congress auf Teneriffa setzte sich der 71-Jährige am Freitag gegen seine Mitbewerber durch. Reindl folgt auf den Franzosen Luc Tardif, der nach einer Amtszeit nicht erneut kandidiert hatte. Nach Günther Sabetzki (1975 bis 1994) ist Reindl der zweite Deutsche, der den Eishockeyweltverband anführt. Das gab der DEB bekannt.
 
Frank H. Lutz, Vorstandsvorsitzender des DEB sagte: „Franz Reindl hat das deutsche Eishockey über Jahrzehnte geprägt – als Spieler, vor allem aber auch in seinen verschiedenen wichtigen Funktionen für unseren Verband. Dass die internationale Eishockeyfamilie ihm nun die Führung der IIHF anvertraut, ist eine große Anerkennung seiner Arbeit. Wir freuen uns mit ihm und auf die Zusammenarbeit, gerade mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2027 im eigenen Land. Im Namen des deutschen Eishockeys gratulieren wir Franz Reindl herzlich zur Wahl.“
 
Franz Reindl wurde am 24. November 1954 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Als Spieler gewann er drei deutsche Meisterschaften und bestritt 861 Spiele, darunter 181 Länderspiele. Er nahm an neun Weltmeisterschaften, drei Olympischen Winterspielen und einem Canada Cup teil. 1976 gewann er mit der Nationalmannschaft in Innsbruck die Olympische Bronzemedaille.
 
Nach seinem Karriereende 1988 war er Trainer und Manager beim SC Riessersee, bevor er 1991 zum DEB wechselte. Dort war er unter anderem Sportdirektor, Generalsekretär und Geschäftsführer, von 2014 bis 2022 Präsident des Verbands. In seine Amtszeit fiel der Gewinn der olympischen Silbermedaille 2018 in Pyeong Chang. Zudem verantwortete er die Organisation der IIHF Weltmeisterschaften 2001 und 2010 in Deutschland sowie 2017 in Deutschland und Frankreich.
 
Seit 2016 ist Reindl IIHF Council Member. Er war Chairman des IIHF Competition & Coordination Committee (2016 bis 2021) und zuletzt Chairman des IIHF Event & Championship Committee sowie des IIHF Athletes Committee. Von 2018 bis 2022 war er Vice President der Champions Hockey League.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am Samstag um 18 Uhr den TV Emsdetten in der Untermainhalle in Elsenfeld. Nach dem Heimsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen und dem Punktgewinn in Coburg möchten die Hausherren ihre positive Entwicklung fortsetzen. Mit dem Aufsteiger wartet allerdings ein Gegner, der seine Zweitliga-Tauglichkeit bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Das schreibt der TVG in einer PM.

Nach dem schwierigen Saisonauftakt hat sich der TVG mit drei Punkten aus den vergangenen beiden Begegnungen wieder an das Tabellenmittelfeld herangearbeitet. Nach fünf Spieltagen stehen 3:7 Punkte und 153:162 Tore zu Buche. Damit belegen die Unterfranken vor dem noch ausstehenden letzten Spiel des fünften Spieltags Tabellenplatz 14.

Besonders die zuletzt gezeigte Stabilität soll nun auch gegen Emsdetten die Grundlage bilden. Gegen Hamm ließ der TVG lediglich 24 Gegentreffer zu. In Coburg überzeugte der TVG vor allem mit einer konzentrierten ersten Halbzeit und bewies nach dem Führungswechsel der Gastgeber, dass er auch in schwierigen Phasen Lösungen finden kann.

Aufsteiger sorgt früh für Ausrufezeichen

 Der TV Emsdetten kehrte im Sommer nach vier Jahren in die zweite Liga zurück und hat sich in der neuen Spielklasse schnell konkurrenzfähig gezeigt. Die Mannschaft von Trainer Lennart Lingener startete mit einem deutlichen 34:25-Heimsieg gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 in die Saison. Nach Niederlagen beim TuS Ferndorf und gegen den 1. VfL Potsdam gelang dem Aufsteiger am vierten Spieltag ein bemerkenswertes Ausrufezeichen. Beim damaligen Tabellenführer VfL Eintracht  Hagen setzte sich der TVE mit 37:34 durch. Dabei blieb Emsdetten auch in mehreren Unterzahlsituationen ruhig und verteidigte seinen Vorsprung bis zum Ende. Nur drei Tage später sorgte Emsdetten auch im DHB-Pokal für Aufsehen. Gegen den Erstligisten ThSV Eisenach gewann der TVE mit 36:33 und zog damit in das Achtelfinale ein. Dort wartet im November mit dem HC Erlangen erneut ein Bundesligist.

Am vergangenen Sonntag musste sich der Aufsteiger dem VfL Lübeck-Schwartau mit 29:33 geschlagen geben. Die Begegnung war lange ausgeglichen. Beim 21:21 war noch alles offen, bevor sich die Gäste in der Schlussphase entscheidend absetzen konnten. Mit 4:6 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis von 157:157 belegt Emsdetten aktuell Tabellenplatz neun. Damit liegt der TVE nur einen Punkt vor dem TVG.

Eine wichtige Rolle im Emsdettener Angriff nimmt Rechtsaußen Yannick Terhaer ein. Das Eigengewächs hat nach vier Ligaspielen bereits 29 Treffer erzielt. Bei der knappen Niederlage gegen Potsdam traf er neunmal bei zehn Versuchen. Auch Bjarne Budelmann gehört zu den zentralen Akteuren des Aufsteigers. Der Rückraumspieler war beim Auswärtssieg in Hagen mit sieben Toren und fünf Vorlagen maßgeblich am Erfolg beteiligt. Mit Niclas Heitkamp, Björn Zintel und Jaris Tobeler hat sich der TVE nach dem Aufstieg zudem gezielt verstärkt. Heitkamp war bei der jüngsten Niederlage gegen Lübeck mit fünf Treffern erfolgreichster Emsdettener Werfer. Im Tor verfügt Emsdetten mit Paul Dreyer über einen weiteren Leistungsträger. Beim Sieg in Hagen parierte der Schlussmann zehn Würfe, darunter fünf Siebenmeter, und erzielte sogar selbst einen Treffer. Bereits zum Saisonauftakt gegen Dessau überzeugte Dreyer mit einer starken Quote und vier gehaltenen Strafwürfen.

Konzentrierte Leistung über 60 Minuten gefragt

 Für den TVG wird es darauf ankommen, die Emsdettener Rückraumspieler früh unter Druck zu setzen und das Zusammenspiel mit den Außen zu unterbinden. Gleichzeitig müssen sich die Gastgeber aufmerksam zurück arbeiten, da der Aufsteiger Ballgewinne konsequent für sein Tempospiel nutzt. Im eigenen Angriff gilt es, an die phasenweise sehr geduldige Vorstellung in Coburg anzuknüpfen. Großwallstadt muss seine Chancen konsequent verwerten und einfache Ballverluste vermeiden, um Emsdetten möglichst wenige Möglichkeiten für schnelle Treffer zu eröffnen.

 Wiedersehen nach mehr als vier Jahren

In einem Zweitliga-Spiel trafen beide Mannschaften zuletzt in der Saison 2021/22 aufeinander. Damals gewann Emsdetten das Hinspiel vor eigenem Publikum mit 31:27. Das Rückspiel entschied der TVG in der Untermainhalle deutlich mit 35:26 für sich. Am Samstag soll die Unterstützung von den Rängen erneut zu einem wichtigen Faktor werden. 

 

 

Das Bild von Florian Eisenträger hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga empfängt Obernburg am Wochenende den TSV Vellmar und Bieberau/Modau den TV Hersfeld.

 

 

Obernburg voller Energie ins nächste Spiel

Mit dem TSV Vellmar gastiert am Samstag um 19 Uhr eine ambitionierte Mannschaft aus Nordhessen bei uns, die nach Platz elf in der vergangenen Saison in diesem Jahr den nächsten Schritt machen will, aber nach drei Spielen mit 0:6 Punkten am Ende der Tabelle steht.  Zweimal standen sich beide Teams in der letzten Spielzeit gegenüber –zweimal musste sich die Tuspo dabei geschlagen geben. Entsprechend groß ist die Motivation, diesmal vor heimischer Kulisse die Revanche zu schaffen und die Punkte auf unserer Seite zu behalten.

Vellmar setzt dabei konsequent auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und Talente aus der Region. Gleichzeitig bringt der TSV mit Tobias Reichmann jede Menge Erfahrung und internationale Klasse mit. Der 38-jährige Linkshänder absolvierte 196 Länderspiele, wurde mit Deutschland Europameister und gewann mit Kielce die Champions League. Ein echter Unterschiedsspieler, der gerade wegen seiner Erfahrung noch immer für reichlich Gefahr sorgen kann. Ebenfalls besonders im Fokus steht Mittelmann Arturo Nacher Selma, der mit seiner Dynamik und Torgefahr jederzeit für Akzente sorgen kann. Das Ziel der Nordhessen ist ein Mittelfeldplatz und sich damit langfristig in der Regionalliga zu etablieren. Für die Hausherren heißt das, von der ersten Sekunde an hellwach zu sein, in der Abwehr Beton anrühren und vorne mit Tempo und Leidenschaft dagegenhalten. Zwei Punkte sind das klare Ziel – dafür setzt die Tuspo auch wieder auf ihr tolles Publikum.

 

 

HSG Bieberau/Modau will den nächsten Sieg

Nach drei Saisonspielen stehen die Falken mit 6:0 Punkten an der Tabellenspitze und beeindruckten zuletzt mit einem hohen und klaren Auswärtssieg bei der HSG Pohlheim. Dort spielte die Mannschaft wie aus einem Guss und eine überragende Teamleistung kompensierte das Fehlen von sechs Spielern. Zumindest zwei davon – Till Buschmann (nach der Geburt seines Sohnes Jona) und Matic Grusovnik (Infekt) werden am Samstag um 19 Uhr beim Spiel gegen den TV Hersfeld wieder dabei sein und das Bieberau/Modauer Spiel noch einmal flexibler machen und die Belastungen besser verteilen. 

Mit dem TV Hersfeld kommt der Aufsteiger aus der Oberliga Nord zu uns, der letztes Jahr souverän dort die Meisterschaft erzielte und verdient aufgestiegen ist. Diese Aufstiegs-Euphorie haben sie mit in die Regionalliga genommen und im ersten Heimspiel den TV Hüttenberg II schlagen können. Ihr zweites Spiel verloren sie dann aber deutlich bei der Eintracht Baunatal. Aktuell stehen sie damit auf Platz sieben der Tabelle. Herzstück der Hersfelder Mannschaft, die nach dem Aufstieg zusammengeblieben ist, sind die Brüder Fynn und Lasse Reinhardt, die einige Jahre mit Eintracht Baunatal dritte Liga gespielt haben. Mit Julian Ley (Körle/Guxhagen) und Jonas Lüder (Melsungen II) haben sie zudem zwei vielversprechende Neuzugänge in ihren Reihen. Nach zwei Spielen gibt es aber noch kein klares Leistungsbild, was die Mannschaft zu leisten vermag. Umso mehr Ansporn für die HSG, konzentriert und motiviert an die Aufgabe heran zu gehen und auch im vierten Spiel weiter ungeschlagen zu bleiben. HSG-Trainer Thomas Weber meinte: „Eine neue Aufgabe, ein neues Spiel, ein neuer Gegner. Wir werden auch hier wieder alles geben und versuchen die beiden Punkte zu holen und unseren Zuschauern und Fans ein – für uns – erfolgreiches Spiel zu zeigen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, will die HSG Hanau bei den Bergischen Panthern den Aufwärtstrend fortsetzen. Gelnhausen will auch gegen Aufsteiger Dormagen II punkten. Nieder-Roden empfängt die HSG Krefeld.

 

 

HSG Hanau will am Samstag nachlegen

Die HSG Hanau reist am Samstag ins Bergische Land. Am Tag der deutschen Einheit geht es im Auswärtsspiel gegen die Bergischen Panther. Die Grimmstädter nehmen den Schwung des ersten Heimerfolgs dieser Saison mit. Im Bergischen soll die Entwicklung fortgesetzt werden und Fahrt für den weiteren Verlauf der Saison aufgenommen werden. Die Jungs von Trainer Spandau wollen gegen die Panther aufbauend auf ihrer verbesserten Deckungsleistungen auch weitere Fortschritte in der Chancenverwertung machen. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr in der Max-Siebold-Halle Burscheid.

Axel Spandau gibt die Richtung dieser Woche klar vor. „Gerade auch in der Deckung müssen wir wieder ein Topverhalten an den Tag legen”, sagt er und ergänzt mit unverstellter Direktheit: „Nach den letzten Pleiten gegen die Panther, wollen wir natürlich den Spieß jetzt umdrehen. Es wird ein ganz schwieriges Spiel, ähnlich wie gegen Vallendar. Das ist uns zu 100 Prozent bewusst. Wir werden uns dementsprechend auch vorbereiten.”

Heimsieg als Grundlage

Im letzten Heimspiel gab es dank einer weiteren Steigerung in der Defensive sowie einer besseren Chancenverwertung den ersten Saisonsieg. „Der erste Heimsieg, die ersten Punkte, das hat uns gutgetan. Der Befreiungsschlag ist also geglückt“, diktierte Dennis Gerst in der Vorbereitung aufs Wochenende in die Notizblöcke der Presse. Insbesondere die Youngsters haben dabei einen guten Eindruck hinterlassen. Ben Scharriär bekam sogar ein Sonderlob des Trainers und Marek Schöber wurde bei der Fanabstimmung auf Instagram zum Spieler des Spiels gewählt. Auf diesem Erfolgserlebnis wollen die Hanauer aufbauen und gerne die zwei Punkte aus dem Bergischen Land mit in die Grimmstadt bringen.

Die Bergischen Panther haben sich in den letzten Jahren nicht als unbedingter Lieblingsgegner der HSG entpuppt. In den letzten drei Spielen konnten sich die Panther stets durchsetzen. „Jetzt gilt es am Wochenende gegen die Bergischen Panther nachzulegen. Die als Angstgegner betitelt sind. Nichtsdestotrotz wollen wir da auch zwei Punkte holen. Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, gibt Gerst die Marschrichtung für das Wochenende aus. 

Hauptaugenmerk gilt es dabei auf den Rückraum in Kombination mit dem Kreis zu legen. Nicht umsonst ist Sam Lindemann Topscorer seiner Farben. Profitieren tut er dabei vom torgefährlichen Rückraum um Meurer, Büscher und Taymaz. Die Fäden haben jedoch die beiden Spielgestalter und 1:1-Spezialisten Joe Ballmann und Aaron Manuel Exner in der Hand. Sowohl Ballmann mit seiner unorthodoxen Spielweise als auch Exner mit seinem schnellen Schlagwurf waren in den vergangenen Spielen die Herausforderungen für die Hanauer Hintermannschaft. Gerade in der eigenen Halle sprühen beide vor Spielwitz und setzen ihre neben Leute immer wieder gekonnt in Szene. 

Dahin gehen wo es wehtut

Wie der Matchplan aussieht, lässt sich Gerst nicht entlocken: „Die Taktik, wie wir es lösen wollen, hat uns das Trainerteam bereits an die Hand gegeben. Wir haben uns intensiv vorbereitet und wollen nachlegen.“ Wird sich an die taktische Ausrichtung gehalten, soll durch Paraden und Ballgewinne über die erste und zweite Welle einfache Tore erzielt werden. Auch die Chancenverwertung soll in Burscheid weiter verbessert werden. Gegen Vallendar am Freitag sind in diesem Bereich schon deutliche Schritte gemacht worden. Doch bevor es zum Abschluss kommt, muss sich die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim auf eine harte und zweikampfstarke 6:0-Deckung einstellen. Hier müssen Kleemann, Gerst und Co. dorthin gehen, wo es auch mal wehtun kann. Die Mannschaft vom Trainergespann Oelze/Reinarz ist, geprägt durch ihre Erfahrungen in erster und zweiter Liga, dafür bekannt ihr Deckungssystem den Stärken des Gegners anzupassen. „Wir wollen mit großem Herz, viel Leidenschaft und Kampfgeist ins Bergische fahren und zwei Punkte holen“, gibt Trainer Spandau die benötigten Tugenden für Samstag vor.

 

 

TV Gelnhausen will starken Saisonstart gegen Dormagen fortsetzen

Am Samstag wartet auf den TV Gelnhausen die nächste Aufgabe, denn der bislang ungeschlagene TVG empfängt um 19.30 Uhr den TSV Bayer Dormagen II in der Rudi-Lechleidner-Halle. Während die Barbarossastädter mit 9:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz stehen, reist der Aufsteiger mit 2:8 Punkten und noch ohne Saisonsieg nach Gelnhausen. Der Blick auf die Tabelle erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte.

Der TVG geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Am vergangenen Wochenende setzte sich die Mannschaft von Trainer Patrick Beer mit 29:23 (11:11) bei Saase3 Leutershausen durch und zeigte dabei einen souveränen und reifen Auswärtsauftritt. Vor allem die starke Abwehrarbeit und ein gut aufgelegter Bruno Minerva im Tor legten die Grundlage für den Erfolg. Damit bleiben die Barbarossastädter auch nach fünf Spieltagen ungeschlagen und haben sich mit 9:1 Punkten früh eine gute Ausgangsposition erarbeitet.

Der kommende Gegner dürfte den TVG dennoch vor eine anspruchsvolle Aufgabe stellen. Dormagen II ist zwar noch sieglos, hat in den ersten fünf Saisonspielen aber eindrucksvoll gezeigt, dass die Mannschaft in der dritten Liga mithalten kann. Zum Auftakt gab es ein Unentschieden bei der TSG Münster (28:28), später folgte ein weiteres Remis bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II (31:31). Die drei Niederlagen gegen den HV Vallendar (33:34), die HSG Rodgau Nieder-Roden (31:32) und zuletzt den TuS 82 Opladen (23:24) gingen jeweils nur mit einem Treffer Unterschied verloren.

„Ich erwarte eine anspruchsvolle Aufgabe. Dormagen II ist eine hochgradig talentierte, junge Mannschaft, die physisch topfit ist und sehr genau weiß, was sie tut“, sagt Beer. „Sie spielen positiv wild, bringen extrem viel Tempo auf die Platte und sind dadurch unberechenbar und sehr unangenehm zu bespielen.“

Die zweite Mannschaft des TSV Bayer Dormagen ist im Sommer als Meister der Regionalliga Nordrhein in die dritte Liga aufgestiegen und bildet die Ebene direkt unterhalb des Zweitliga-Teams. Trainer Peer Pütz betreut weiterhin eine Mannschaft, die von ihrer Jugend, ihrem Tempo und ihrer Unbekümmertheit lebt. Nach fünf Abgängen wurde der Kader im Sommer gezielt verstärkt. Mit Torhüter Islam Elnoamany vom HC Gelpe/Strombach, Linksaußen Kieran Unbehaun vom Longericher SC Köln, Finn Hoffmann vom TSV Bonn rrh. und dem 2,03 Meter großen Malte Petersen vom VfL Gummersbach kamen vier interessante Neuzugänge hinzu. Zu den auffälligsten Spielern gehört Rechtsaußen Marvin Landau. Mit 29 Treffern nach fünf Partien ist er aktuell der erfolgreichste Torschütze der Gäste. Ebenfalls im Blickpunkt steht der erst 18 Jahre alte Linus Leitz. Der Rückraumspieler wurde in Dormagen ausgebildet und besitzt bereits einen Profivertrag bis 2029. Gegen Nieder-Roden erzielte er elf Treffer und zeigte damit, welches Potenzial in ihm steckt. Insgesamt verfügt Dormagen über eine junge Mannschaft mit viel Qualität und zahlreichen entwicklungsfähigen Spielern. Eine zusätzliche Herausforderung liegt in der engen Verzahnung mit der ersten Mannschaft. Welche Spieler aus dem Zweitliga-Kader am Wochenende für die U23 zur Verfügung stehen, lässt sich im Vorfeld nicht immer absehen.

Dass die bisherige Punktausbeute der Dormagener nicht überbewertet werden darf, zeigen vor allem die engen Spielverläufe. Vier der bisherigen fünf Begegnungen fanden auswärts statt, dennoch war die Mannschaft jedes Mal bis in die Schlussphase im Spiel. Deshalb wird für den TVG entscheidend sein, Dormagens Tempospiel früh zu kontrollieren und sich von der jungen und offensiven Spielweise der Gäste nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen.

Personell muss Beer weiterhin auf einige Spieler verzichten. Torhüter Alexander Bechert fällt aufgrund seiner Knieprobleme aus, Jonas Dambach steht wegen seiner Fußbeschwerden weiterhin nicht zur Verfügung und Max Bechert fehlt nach seinem Mittelhandbruch. Rechtsaußen Simon Belter, der in Leutershausen krankheitsbedingt passen musste, ist dagegen voraussichtlich wieder einsatzbereit.

 

 

Das Bild hat uns Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Kirchzell am Samstag um 18 Uhr beim HV Vallendar antreten. Der Aufsteiger spielte schon einmal in der dritten Liga und zwar 2010/11. Jetzt sind sie wieder zurück und wollen auch bleiben. Der HV hat ein gutes Team mit erfahrenen Spielern beisammen, spielt fast in jedem Match sehr gerne 7-6 und das ist für den Gegner mitunter sehr unangenehm. 

“Sie haben gegen Hanau und Krefeld gut mitgehalten, gegen Dormagen gewonnen und die Stimmung in ihrer Halle ist sehr gut. Wir müssen bereit dafür sein, den Kampf auf- und anzunehmen und uns auch von dem siebten Feldspieler nicht aus dem Konzept bringen lassen”, sagt TVK-Trainer Povilas Babarskas. 

Mit den Brüdern Torben und Jan Waldgenbach hat der HV sehr routinierte Spieler in seinen Reihen und der Aufsteiger darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Povilas Babarkas wird daher seine Mannschaft sehr gut auf den kommenden Gegner einstellen und hofft, dass er alle Mann an Bord hat.

Derzeit zeigt die Tabelle folgendes Bild: TVK steht auf Platz acht und hat nach fünf Spielen 5:5 Punkte auf dem Konto. Der HVV steht nach fünf Spielen auf dem vorletzten Rang und hat 2:8 Zähler zu verzeichnen.

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an “Allrounder” Yann de Waha:

 

 Yann, wie war die Stimmung nach dem letzten Spiel gegen Münster?

“Nach dem Spiel gegen Münster war die Stimmung sehr gut, da wir uns durch Kampf und Leidenschaft den Sieg holen bzw. erarbeiten konnten und dementsprechend groß war die Freude bei uns allen.”

Was nehmt Ihr aus den letzten Spielen mit ins Auswärtsspiel gegen Vallendar?

“Wir nehmen vor allem aus dem letzten Spiel viel Selbstvertrauen und Kampfgeist mit, um die ersten beiden Punkte auswärts zu holen. An unsere zuletzt gezeigte Leistung wollen wir anknüpfen und alles für die ersten Auswärtspunkte geben.”

Auf wen oder was müsst Ihr beim kommenden Gegner achten?

“Die Gegner spielen häufig mit sieben Feldspielern und darauf müssen wir uns gut einstellen. Wir müssen eine kompakte Abwehr stellen und sehr konzentriert auftreten. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass Vallendar als Aufsteiger vor heimischem Publikum spielt. Sie werden mit Sicherheit alles reinwerfen, weshalb wir von Beginn an voll da sein und dagegenhalten müssen”.

 

 

 

Das Bild von Yann hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Zweitligist TV Großwallstadt heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, werden sich die Wege von Trainer Andrè Lohrbach und dem TVG nach dem Saisonende trennen.

 

Lest nachfolgend die PM des Vereins im Originaltext:

In den vergangenen Wochen hatten sich beide Seiten über eine mögliche Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgetauscht. Nachdem die Gespräche zuletzt noch einmal intensiviert worden waren, teilte Lohrbach den Verantwortlichen mit, dass er seinen Vertrag über die laufende Saison hinaus nicht verlängern möchte.

„Wir waren mit André in offenen Gesprächen über eine mögliche Fortsetzung unserer Zusammenarbeit und haben dabei auch über die entsprechenden Rahmenbedingungen gesprochen. Dieser Prozess hat sich über die vergangenen Wochen entwickelt. André hat uns nun mitgeteilt, dass er sich gegen eine Vertragsverlängerung entschieden hat. Diese Entscheidung respektieren wir“, erklärt Geschäftsführer Michael Spatz.

Der TV Großwallstadt wird sich nun eingehend mit den verschiedenen Möglichkeiten für die Besetzung der Trainerposition beschäftigen, um eine für die weitere sportliche Entwicklung des Vereins passende Lösung zu finden.

Voller Fokus auf die laufende Saison

Der TVG bedankt sich bei Andre Lohrbach für die bis jetzt geleistete Arbeit und das Engagement und gleichzeitig liegt der gemeinsame Fokus von Verein, Trainer und Mannschaft bis zum Saisonende vollständig auf den sportlichen Aufgaben. „Wir haben noch einen langen gemeinsamen Weg in dieser Saison vor uns und wollen diesen mit André und der Mannschaft bestmöglich gestalten. Darauf liegt jetzt unser gemeinsamer Schwerpunkt“, so Spatz abschließend.

 

 

 

Das Bild von Andrè Lohrbach hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga verlor Obernburg bei Breckenheim/Wallau/Massenheim und Bieberau/Modau gewann in Pohlheim.

 

 

Starke HSG Breckenheim bestraft die Fehler der Tuspo

Die Tuspo war sich der schweren Auswärtsaufgabe bei der HSG Breckenheim/Wallau-Massenheim durchaus bewusst und ging nach dem Punktgewinn am vergangenen Wochenende in Offenbach-Bürgel hochmotiviert in die Partie. Das gab Pressesprecher Klaus Zengel in einer PM bekannt. Die Gastgeber zeigten jedoch von Beginn an ihre Klasse und legten mit einer 5:2-Führung nach sieben Minuten vor. Die Römerstädter hielten mit hohem Tempo dagegen und konnten zwischenzeitlich auf 6:4 und 9:7 verkürzen. Doch immer wenn die Tuspo den Anschluss herstellte, legte die HSG wieder einen Gang zu. Nach einem 4:0-Lauf führten die Hausherren in der 24. Minute mit 15:9 und gingen schließlich mit einer 17:12-Führung in die Halbzeitpause.

Starke Reaktion von Obernburg

Nach dem Seitenwechsel zeigte die Tuspo dann eine starke Reaktion und kämpfte sich mit einem weiteren 4:0-Lauf auf 18:16 heran. Die Partie war damit wieder völlig offen. Die Gastgeber reagierten jedoch mit einer Auszeit und fanden anschließend schnell zurück in die Spur. Innerhalb von nur vier Minuten bauten sie ihren Vorsprung wieder auf 21:16 aus. Die Wollbeck-Truppe gab sich trotz des Rückstands nicht geschlagen und versuchte mit großem Kampfgeist, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Doch in entscheidenden Situationen fehlte der Tuspo die nötige Konsequenz. „Wir waren in einigen Situationen nicht konsequent genug“, analysierte Trainer Philipp Wollbeck. In der Schlussphase nutzte die HSG die Fehler der Obernburger konsequent und kam immer wieder zu einfachen Toren. Beim 29:21 fünf Minuten vor dem Ende war die Partie praktisch entschieden.

Am Ende musste sich die Tuspo bei der „Ländchescrew“ deutlich mit 24:33 geschlagen geben. Trainer Wollbeck zeigte sich nach der Partie als fairer Verlierer: „Verdienter Sieg und Gratulation an eine starke Mannschaft aus Breckenheim. Uns sind über das gesamte Spiel einfach zu viele Fehler unterlaufen, die unser Gegner sehr gut bestraft hat.“

 

 

Sensationell hoher Auswärtssieg – Tolle Teamleistung

Wie aus einem Guss präsentierte sich die Bieberau/Modauer Mannschaft in Pohlheim und kompensierte das Fehlen von sechs Spielern mehr als hervorragend und holte sich mit 39:24 (21:9) den Sieg. Von Anfang an übernahmen sie das Kommando und ließen keinen Zweifel an ihrem unbändigen Siegeswillen. Bis zur 15. Spielminute konnte Pohlheim zumindest von der Tordifferenz noch mithalten (7:9), aber dann legten die Falken gewaltig los. Zweimal Trautmann und dreimal Kunzendorf trafen binnen fünf Minuten zum 7:14 (22. Spielminute) und Pohlheim verlor sich immer mehr in der bärenstarken und aufmerksamen Abwehr der Falken mit einem wieder überragenden Tormann Martin Juzbasic. Max traf noch einmal für Pohlheim zum 8:14, ehe der Höhenflug der Falken weiter ging. Bis zur Pause erhöhten sie mit einem sieben Tore Lauf auf 8:21, mit der Schlusssirene traf Weinandt noch zum 9:21 Halbzeitstand.

HSG wie aus einem Guss

Dieser Halbzeitstand löste auf beiden Seiten Erstaunen aus, Pohlheim zuletzt stark gegen Baunatal, fand keine Mittel die Falken auf zu halten und war mehr als überrascht von dem starken Auftreten der Bieberau/Modauer, die felsenfest in der Abwehr und dem Torhüter agierte und sich nach vorne kaum Fehler leistete. Weber führte geschickt Regie und lenkte das Spiel gemeinsam mit Trautmann und Klenk, beide Außen, Hübscher und Kunzendorf waren bestens aufgelegt und David am Kreis nie auszuschalten. Becker kam im Angriff/Abwehrwechsel für Weber und stand stabil im Mittelblock. Klenk als vorgezogener Abwehrspieler stellte Pohlheims Angreifer mit seinen schnellen Beinen und seiner Aufmerksamkeit vor erhebliche Probleme, Pohlheim musste sich jedes Tor hart erkämpfen. 

War letzte Woche gegen Petterweil in der zweiten Halbzeit noch ein Kräfteverschleiß  spürbar, gab es dieses Mal im Falken Spiel kein Nachlassen und die Physis war bis zur letzten Sekunde auf höchstem Niveau. Auch eine offene Abwehr von Pohlheim in den letzten zehn Spielminuten beim Stand von 20:35 und eine dadurch erforderliche höhere Laufleistung der Falken, änderte daran nichts. Bieberau/Modau ließ nicht nach, brachte dann zum Ende hin noch Bieliakov und Lössl und beide fügten sich nahtlos ein. 

Trainer Thomas Weber lobte sein Team und vor allem den unbändigen Willen hier so überragend aufzutreten: “Das war aufgrund unserer vielen fehlenden Spielern nicht unbedingt in der Qualität zu erwarten, aber das hat die Mannschaft hervorragend im Team gelöst. Wir haben heute ein wichtiges Auswärtsspiel gewonnen.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gewann Gelnhausen in Leutershausen, Hanau gewann gegen Vallendar.

 

 

TV Gelnhausen setzt Ausrufezeichen in Leutershausen

Der TV Gelnhausen hat seinen starken Saisonstart eindrucksvoll bestätigt. Am fünften Spieltag setzten sich die Barbarossastädter vor 536 Zuschauern in der Heinrich-Beck-Halle mit 29:23 (11:11) bei Saase3 Leutershausen durch. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte fand der TVG nach der Pause offensiv immer besser ins Spiel und zeigte bei einer der bislang stärksten Mannschaften der Liga einen souveränen und reifen Auswärtsauftritt. Mit nun 9:1 Punkten bleibt Gelnhausen auf dem zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel.

Dabei musste Trainer Patrick Beer erneut improvisieren. Jonas Dambach fehlte weiterhin aufgrund seiner Fußprobleme, Torhüter Alexander Bechert wegen seiner Kniebeschwerden und Max Bechert aufgrund seines Mittelhandbruchs. Zusätzlich musste Rechtsaußen Simon Belter krankheitsbedingt passen. Damit standen mit Ákos Csaba und Benjamin Wörner nur zwei Linkshänder zur Verfügung. Auch am Kreis waren die Möglichkeiten begrenzt. Torben Fehl war der einzige Kreisläufer im Kader, sodass der TVG phasenweise wieder mit vier Rückraumspielern agierte. Erfreulich war dagegen die Rückkehr von Henrik Müller nach längerer krankheitsbedingter Pause.

Die bis dahin noch ungeschlagenen Leutershäuser erwischten zunächst den etwas besseren Start und führten nach acht Minuten mit 4:2. Der TVG leistete sich im Angriff einige technische Fehler, fand aber zunehmend über die Defensive in die Partie. Vor allem Bruno Minerva setzte früh wichtige Akzente und entschärfte mehrere gute Möglichkeiten der Gastgeber. Gestützt auf den starken Rückhalt im Tor und die gute Abwehrarbeit drehte Gelnhausen die Partie anschließend mit einem 4:0-Lauf. Müller vollendete die Serie in der 13. Minute mit dem Treffer zum 6:4. Für den Rückkehrer war es ein gelungenes Comeback, das er mit insgesamt zwei Treffern krönte.

Dennoch blieb die Partie eng. Auch Leutershausens Torhüter Jonas Maier zeigte mehrere Paraden, während sich auf beiden Seiten immer wieder technische Fehler im Angriff einschlichen. Die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln und glichen in der 21. Minute zum 7:7 aus. Gelnhausen behauptete jedoch zunächst die Führung und lag in der 23. Minute wieder mit 10:8 vorne.

Kurz vor der Pause wurde es noch einmal turbulent. Der Leutershäuser Tim Burkard sah nach einem Foul an Fynn Hilb 23 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff die Rote Karte. Der TVG konnte den anschließenden Angriff jedoch nicht nutzen. Weil Gelnhausen aufgrund einer eigenen Zeitstrafe den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Feld genommen hatte, gelang der Wechsel zurück nicht schnell genug. Simon Reisig erkannte die Situation und traf mit der letzten Aktion aus der eigenen Hälfte zum 11:11-Pausenstand.

TVG startete gut

Nach dem Seitenwechsel kam der TVG besser aus der Kabine. Minerva knüpfte mit weiteren Paraden an seine starke erste Hälfte an, während Gelnhausen offensiv dreimal in Folge traf. Ákos Csaba sorgte in der 33. Minute mit seinem Tor für den 14:11-Zwischenstand. Leutershausen kämpfte sich allerdings erneut zurück und glich in der 42. Minute durch einen Siebenmeter von Niklas Krämer zum 16:16 aus.

Der TVG ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und antwortete mit einem 4:0-Lauf. Yannick Mocken vollendete die starke Phase in der 47. Minute mit dem Treffer zum 20:16 und sorgte damit zugleich für die erste Vier-Tore-Führung der Barbarossastädter. Krämer, der mit acht Treffern bester Torschütze der Gastgeber war, hielt Leutershausen zwar weiter im Spiel, doch die Gelnhäuser Defensive wurde nun immer stärker. Dabei überzeugte der TVG als geschlossene Mannschaft und verteilte die Verantwortung auf viele Schultern. Auf TVG-Seite waren Kapitän Jonathan Malolepszy mit sieben Toren und Hilb mit sechs Treffern die erfolgreichsten Schützen.

In der 53. Minute bot sich Leutershausen beim Stand von 23:21 noch einmal die Chance auf den Anschlusstreffer. Doch Minerva war erneut zur Stelle. Danach machte der TVG endgültig den Deckel auf die Partie. Mit einem weiteren 4:0-Lauf zogen die Barbarossastädter auf 27:21 davon. Hilb vollendete die Serie dreieinhalb Minuten vor Schluss und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Jannik Geisler setzte in der 60. Minute mit dem Treffer zum 29:23 den Schlusspunkt.

„Wir sind in der ersten Spielhälfte nicht so ins Tempospiel gekommen, wie wir es gewohnt sind. Umso mehr muss ich den Jungs ein Kompliment machen, wie sie im Laufe des Spiels Lösungen gefunden haben. Im zweiten Durchgang haben wir das Tempospiel besser eingebunden und am Ende auch aufgrund einer überragenden Abwehr verdient gewonnen“, sagte Beer.

 

 

 

Endlich der erste Saisonsieg

Nach drei Niederlagen in Serie zu Beginn der Saison landete die HSG Hanau ihren ersten Saisonsieg. Gegen den Aufsteiger HV Vallendar ballerten sich Kleemann, Schiefer und Co. zum 35:29 (17:15) Heimsieg. Mit einer deutlich verbesserten Angriffsleistung konnte das von Trainer Axel Spandau ausgegebene Ziel, die 30-Tore-Marke zu erreichen, erreicht werden. Vor 457 Zuschauern haben Dennis Gerst und Ben Scharriär ein Sonderlob vom Trainer erhalten.

„Das war aus unserer Sicht das erwartete harte Stück Arbeit, was in unserer Situation auch selbstverständlich ist”, sagte Trainer Spandau nach Abpfiff. „Das Sieben-gegen-sechs-Angriff von Vallendar hatten wir sehr gut im Griff, vor allen Dingen haben wir Gegentore immer wieder schnell mit einem eigenen Tor beantwortet. Der Knackpunkt kam in der 46. Minute: Bene Müller hat den Siebenmeter gehalten, Dennis Gerst hat auf der verschobenen Eins gedeckt, hat dem Gegner den Rhythmus genommen — und dann lief die Maschinerie fast wie geschmiert.”

Die Mannschaft hatte sich vorgenommen, die ersten beiden Punkte einzufahren und alles auf der Platte zu lassen: Mit dem 35:29-Heimsieg haben sie dies unterstrichen. Auch wenn das Spiel lange Zeit ausgeglichen war. Der Blaue Block honorierte die Leistung lautstark; 457 Zuschauer erlebten einen Abend, der zeigte, welches Potenzial in den Grimmstädtern steckt. Auf Vallendarer Seite war Jan Waldgenbach ständiger Unruheherd und mit acht Treffern bester Torschütze seines Teams. Auf Seiten der Hanauer war Cedric Marquardt Toptorschütze mit sieben Treffern, davon drei Siebenmetern, was eine hundertprozentige Quote vom Strich war.

Hanau legt vor, Vallendar zieht nach

Erstmals in dieser Saison starteten die Blau-Weißen mit einer 1:0-Führung in ein Spiel. Nach rund drei Minuten und zwei Paraden von Benedikt Müller, unter anderem einem Siebenmeter, führten die Gastgeber 2:0 durch Cedric Marquardt. Im Gegenzug traf Vallendar auch erstmalig zum 2:1. Schon zu Beginn der Partie war es ein Geduldsspiel geworden. Wie im Vorfeld vom Trainerteam analysiert, agierten die Gäste im sieben-gegen-sechs und spielten ihr Angriff lange und geduldig aus. Die Führung zu Beginn des Spiels brachte für die Hausherren nicht die erhoffte Sicherheit und so waren nach zwei Angriffen ohne Torerfolg beim 3:4 wieder ein Rückstand auf der Anzeigetafel. Doch im direkten Gegenzug erzielte Dziugas Jusys, nach einem Expresspass von Cedric Schiefer, gleich wieder den Ausgleich zum 4:4. Nun wogte das Spiel hin und her. Nach drei Treffern ins verwaiste leere Tor der Gäste sowie einem Treffer von Sebastian Hein von Rechtsaußen führte die HSG wieder mit 8:6. Doch der Gast aus dem Landkreis Mayen-Koblenz ließ sich nicht abschütteln und kontert zum 8:8-Ausgleich. Nach einem Fehlwurf auf das leere Tor nahmen die Gäste ihr erstes Team-Time-Out. In Folge der Auszeit überwand Kalani Schmidt Müller vom Siebermeterpunkt zum 8:9. 

Bis zur 25. Minute sahen die Zuschauer ein Spiel mit wechselnden Führungen und einen offenen Schlagabtausch. Doch fünf Minuten vor der Halbzeit erhöhte Hanau den Druck in Angriff und Abwehr. Durch eine agile Abwehr und einem parierenden Benedikt Müller sowie zwei Tempogegenstößen durch Geerken und Hein erhöhte Hanau auf 16:13 binnen drei Minuten. Bis zur Halbzeit verkürzten die rot gekleideten Gäste nochmals auf 17:15 aus Hanauer Sicht.

Knackpunkt in der 46. Minute

Die Grimmstädter starteten entschlossen in den zweiten Durchgang: Lukas Böhm erhöhte auf 18:15 (31.), ehe Vallendar auf 18:17 verkürzte und die Partie wieder eng gestaltete. Cedric Marquardt verwandelte zwei Siebenmeter zur Zwei-Tore-Führung (34., 35.). Schiefer erzielte mit dem 21:18 wieder eine drei Tore Führung, die bis zum 23:20 Bestand hatte. Von Sicherheit in dieser Phase war bei den Hausherren noch nicht viel zu sehen. Denn Vallendar ließ nicht locker: die Waldgenbach-Brüder, Torben und Jan, brachten ihre Mannen beim 22:23 wieder auf Tuchfühlung. Bis zum 26:25 war das Bild immer gleich. Hanau legte vor und Vallendar zog nach.

Doch eine Unkonzentriertheit im Abschluss gab dem HVV die Gelegenheit zum 26:26-Ausgleich zu kommen. Dann kam der Moment, der die Partie entschied. Torben Waldgenbach setzte zum eins-gegen-eins-Duell gegen Cedric Schiefer an. Dieser konnte ihn nur auf Kosten eines Strafwurfs stoppen. Zum dritten Mal hieß das Duell Benedikt Müller gegen Kalani Schmidt. Dieser täuschte einmal an, knickte nach rechts ab. Doch Müller ließ seine Pranken oben und hielt so seinen zweiten Siebenmeter an diesem Abend und Schiefer sicherte den Abpraller. 

Auf der Gegenseite zog Marek Schöber mit all seiner Dynamik an und wurde auf Kosten einer Zeitstrafe gestoppt. Die anschließende Überzahl nutzte die HSG mit einem Treffer von Dziugas Jusys zum 27:25. Müller hielt in den folgenden Abwehraktionen. Dennis Gerst tankte sich zum 28:25 durch und eroberte in der anschließenden Abwehraktion gleich nochmal den Ball zurück. Somit gab es die Chance auf vier Tore davon zu ziehen. Marek Schöber nutzte die sich bietende Lücke und schloss erfolgreich zur ersten vier Tore-Führung für die Gastgeber. Vallendar nahm nun seine zweite Auszeit. Doch sie sollte nichts helfen. Gerst mit seinem zweiten Steal, belohnt sich selber und schloss seinen Tempogegenstoß zum 30:25 (51.) ab. Diese Aktionen gehaltener Siebenmeter und Ballgewinne in der Deckung gaben der HSG jetzt die notwendige Sicherheit. Über 31:26 und 34:27 gestalteten die Hanauer die Schlussphase souverän. Am Ende stand ein deutlicher und erleichternder 35:29 Heimsieg zu buche.

Kapitän Jan-Eric Kleemann war erleichtert: „Das wichtigste heute Abend, war es den Heimsieg einzufahren. Jetzt heißt es im Training weiter fleißig zu sein, um nächste Woche ein gutes Auswärtsspiel abzuliefern. Ein hervorragendes Spiel hat Ben Scharriär gemacht, der David Rivic am Kreis super vertreten hat und auch aus dem Rückraum Akzente setzen konnte. Dziugas Jusys hat die Abwehr hervorragend koordiniert — und am Ende haben wir einen verdienten sechs Tore Sieg eingefahren, der die Basis legt für die nächsten Wochen. Ich danke dem Blauen Block für die lautstarke Unterstützung, die uns gerade in den engen Phasen getragen hat.”

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen hat Handball Zweitligist TV Großwallstadt auch beim HSC 2000 Coburg gepunktet. Die Mannschaft von Trainer André Lohrbach führte im ersten Durchgang mehrfach mit vier Toren und behauptete ihren Vorsprung bis zur Pause. Nach dem Coburger Führungswechsel in der zweiten Hälfte bewiesen die Blau-Weißen Moral und sicherten sich beim 32:32 den ersten Auswärtspunkt der Saison. Das gab der TVG in der folgenden PM bekannt.

Bester TVG-Werfer war Connar Battermann mit acht Treffern. Florian Eisenträger erzielte sieben Tore, Romas Aukštikalnis übernahm in der umkämpften Schlussphase wichtige Verantwortung.

Offener Beginn in der HUK-COBURG Arena

 Beide Mannschaften fanden schnell in die Partie. Yessine Meddeb erzielte den ersten Treffer des Abends, Coburg antwortete umgehend durch Marin Lisac. In den Anfangsminuten entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch. Nach fünf Minuten stand es bereits 5:5.

Großwallstadt legte weiterhin vor, die Gastgeber glichen jedoch immer wieder aus. Erst nach dem 9:9 gelang es den Gästen, sich erstmals abzusetzen. Battermann, Johan Rohwer und Dmytro Redkyn trafen dreimal in Folge und stellten auf 12:9 für den TVG. Auch eine Zeitstrafe gegen Meddeb brachte die Gäste nicht aus dem Rhythmus. Rohwer und Eisenträger erhöhten auf 14:10, wenig später sorgte Redkyn beim 15:11 erneut für einen Vier-Tore-Vorsprung.

TVG mit Zwei-Tore-Führung in die Pause

Coburg versuchte, über Savvas Savvas und Nejc Planinšek den Anschluss zu halten. Großwallstadt fand jedoch zunächst die passenden Antworten. Meddeb traf zum 16:12, Eisenträger verwandelte einen Siebenmeter zum 17:13 und Redkyn stellte in der 24. Minute auf 18:14.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs kämpften sich die Hausherren etwas heran. Nils Röller und Jannes Krone verkürzten auf 17:19. Eisenträger stellte per Siebenmeter noch einmal den Drei-Tore-Abstand her, ehe Sven Weßeling mit der Schlusssirene den 18:20-Pausenstand erzielte.

Coburg macht Druck in zweiter Spielhälfte

Nach dem Seitenwechsel eröffnete Patrick Gempp den zweiten Durchgang mit dem Treffer zum 21:18. Auch in den folgenden Minuten blieb der TVG vorne. Battermann traf zum 22:19, Meddeb erhöhte auf 23:20 und Axel Skaarnæs sorgte in der 40. Minute für das 24:22. In der Folge bekam der HSC defensiv besseren Zugriff. Gleichzeitig musste Großwallstadt Zeitstrafen gegen Meddeb und Redkyn verkraften. Jesper Schmidt verwandelte einen Siebenmeter zum 23:24, anschließend gelang Bartłomiej Bis der Ausgleich. Als Savvas in der 47. Minute das 25:24 erzielte, lag Coburg erstmals an diesem Abend vorne. Die Wällster ließen sich davon allerdings nicht abschütteln, die offensive Abwehr der Unterfranken stellte den Gastgeber immer wieder vor Probleme. Battermann glich zweimal aus und brachte den TVG mit seinem achten Treffer beim 27:26 wieder in Führung. Nun wechselte das Momentum beinahe mit jedem Angriff. Lisac stellte auf 27:27, Savvas legte zum 28:27 vor und Skaarnæs antwortete für Großwallstadt. Nach dem 29:28 durch Schmidt erzielte Aukštikalnis den erneuten Ausgleich.

Spannende Schlussphase endet mit Punkteteilung

 In den letzten Minuten blieb die Partie völlig offen. Bis brachte Coburg mit 30:29 in Führung, doch Eisenträger glich aus. Auch das 31:30 durch Savvas beantwortete der Großwallstädter Linksaußen mit seinem siebten Treffer. Anschließend war es Aukstikalnis, der für Meddeb auf der Rückraum rechten Position nach einer Verletzung einsprang und den TVG mit 32:31 noch einmal in Front brachte. Den Gastgebern blieb die letzte Antwort jedoch nicht verwehrt: Planinšek traf kurz vor dem Ende zum 32:32. In der verbleibenden Spielzeit fiel kein weiteres Tor.

Damit nimmt der TV Großwallsatdt nach einer über weite Strecken überzeugenden Auswärtsleistung einen Punkt aus Coburg mit. Besonders Battermann prägte das Großwallstädter Angriffsspiel. Neben seinen acht Treffern bereitete der Rückraumspieler sieben weitere Tore vor. Eisenträger verwandelte drei seiner vier Siebenmeter, Meddeb und Redkyn waren jeweils viermal erfolgreich.

 

 

Das Bild von Yessine Meddeb hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür