Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Im dritten Spiel der IIHF Weltmeisterschaft 2026 hat die Eishockey-Männer-Nationalmannschaft gegen den Vizeweltmeister und WM-Gastgeber Schweiz mit 1:6 (0:0, 0:5, 1:1) verloren. Einziger DEB-Torschütze war Frederik Tiffels, der sein 100. Länderspiel bestritt. Für Jonas Stettmer war es das erste WM-Länderspiel. 
 
Die Schweiz war den Deutschen in allen Belangen überlegen, nutzte die Fehler des Gegners gnadenlos aus und kam am Ende zu einem deutlichen Erfolg.
 
Das vierte WM-Spiel der Gruppe A steht für die DEB-Auswahl am Mittwoch gegen die USA an. Spielbeginn ist um 20.20 Uhr. Hier gilt es, endlich die ersten Punkte einzuheimsen.
 
 
Bundestrainer Harold Kreis meinte nach der Partie: „Die Schweizer haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt und das Spiel damit für sich entschieden. Im ersten Drittel war es noch ein ausgeglichenes Spiel, wir sind dabei körperlich und spielerisch gut reingekommen. Doch im zweiten Drittel kassieren wir in Überzahl das erste Gegentor und dann wuchs die Verunsicherung. Letztlich haben wir durch die schnellen Gegentore das Gleichgewicht verloren. Insofern war es wichtig, uns in der zweiten Pause zu sammeln und den Schlussabschnitt wieder ausgeglichen zu gestalten. Das ist uns dann gelungen und das war auch im Hinblick auf das Spiel gegen die USA wichtig.“
 
Torhüter Jonas Stettmer sagte: „Es war etwas ganz Besonderes, heute mein erstes WM-Spiel bestreiten zu dürfen. Natürlich habe ich mir meinen ersten Einsatz anders vorgestellt. Die Schweiz hat sehr gutes Eishockey gespielt. Nach einem guten Auftakt haben wir den Faden verloren im zweiten Abschnitt. Zwei so schnelle Tore hintereinander zu bekommen, ist hart und davon haben wir uns nicht erholt. Im Schlussabschnitt haben wir dann noch eine gute Reaktion gezeigt.“
 
Kapitän und Verteidiger Moritz Seider: „Wir sind heute gut ins Spiel gestartet. Wir haben uns aber mehr vorgenommen. Am Ende war es wieder ein bitterer Abend für uns. Nach unserem Pfostenschuss haben wir direkt das erste Tor kassiert. Danach noch das zweite und dann ging das Kopfkino los. Wir sind alle professionell genug und sollten das nicht zulassen. Wir müssen dieses Spiel jetzt hinter uns lassen und endlich Punkte einsammeln.“
 
WM-Spielplan 2026, Vorrunde, Gruppe A
 
15.05.2026 | Finnland – Deutschland | 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
17.05.2026 | Deutschland – Lettland | 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)
18.05.2026 | Deutschland – Schweiz | 1:6 (0:0, 0:5, 1:1)
20.05.2026 | 20:20 Uhr | USA – Deutschland
22.05.2026 | 16:20 Uhr | Deutschland – Ungarn
23.05.2026 | 20:20 Uhr | Österreich – Deutschland
25.05.2026 | 20:20 Uhr | Deutschland – Großbritannien
 
 
Das Bild, das Moritz Seider zeigt, hat uns 
 
DEB / City-Press GmbH
 
zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank für das tolle Bild.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist TV Gelnhausen mitteilte, wird Jonas Dambach mehrere Monate ausfallen. Der Rückraumspieler hat sich im Aufstiegsspiel zur zweiten Handball-Bundesliga gegen den TV Emsdetten einen Anriss der Plantarfaszie im Fuß zugezogen und wird dem TVG voraussichtlich rund vier Monate fehlen.

Trotz der bitteren Diagnose blickt Jonas Dambach bereits wieder nach vorne: „Natürlich fühlt sich die Verletzung erstmal richtig bitter an, aber ändern lässt es sich jetzt nicht mehr. Positiv ist, dass die Diagnose schnell feststand und die medizinische Betreuung um Dr. Claudine Leuchter und Physiotherapeut Thomas Stubner wieder hervorragend funktioniert hat. Ich versuche jetzt das Team in der Aufstiegsrunde von außen so gut es geht zu unterstützen.“

Für den Spieler heißt es nun zunächst, den Fuß ruhig zu stellen und in den kommenden Wochen konzentriert an seiner Rehabilitation zu arbeiten, um anschließend Schritt für Schritt das Comeback vorzubereiten. Der Rückraumspieler will alles dafür tun, möglichst schnell auf die Platte zurückzukehren.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Himmel, was für ein “vorläufiges” Ende der Fußball-Saison 2025/26 für die SPVGG GREUTHER FÜRTH. Im letzten Saisonspiel, in dem es um alles ging – entweder direkter Abstieg oder Relegation – gewannen die Hausherren hochverdient mit 3:0. Die Tore durch zweimal Felix Klaus und einmal Noel Futkeu fielen vor der Pause und sie reichten der Spielvereinigung zum Erreichen der Relegationsspiele.

Dieses Spiel wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Das Stadion war proppenvoll, die Stimmung einfach super. Alle wussten, was auf dem Spiel stand und die Anspannung war, trotz der tollen Stimmung, zum Greifen nah. Das Kleeblatt erwischte einen super Start und nach knapp zwei Minuten stand es 1:0 durch Felix Klaus. Immer wieder tauchten die Einheimischen vor dem gegnerischen Tor auf. In der 16. Minute stand es 2:0, wieder durch Felix Klaus.

Die Gäste schienen hoffnungslos überfordert und es wollte einfach nichts zusammen laufen. Das Kleeblatt hingegen agierte gefährlich weiter und Noel Futkeu köpfte aus kurzer Distanz zum 3:0 ein (34.). Öfters hatten die Hausherren Chancen, doch bis zur Pause änderte sich am Spielstand zunächst nichts mehr.

Kleeblatt steckte nie auf

Nach dem Wechsel lief es bei den Gästen, die sehr gehemmt wirkten, etwas besser und sie kamen dem Fürther Tor näher. Doch ein Treffer gelang ihnen nicht. In der 64. Minute entschied Schiri Osmers zunächst auf Strafstoß nach einem Foul an Branimir Hrgota, doch der VAR hatte den Fürther Kapitän im Abseits gesehen. Zwar war die zweite Hälfte nicht mehr ganz so dynamisch wie die erste, aber immer wieder waren es die Hausherren, die zu guten Möglichkeiten kamen. So in der 69. Minute, als Klaus es mit einem Schuss aufs kurze Eck versuchte. Der Ball landete im Außennetz. Wenig später traf Futkeu, der sich nach der Partie über die Torjäger-Kanone freuen durfte, zum 4:0. Die Fans rasteten vor Freude aus. Doch wieder hatte der VAR ein Abseits gesehen.

Das Kleeblatt steckte nicht auf, hatten Düsseldorf weiter im Griff und überstand auch die sechs Minuten Nachspielzeit. Am Ende waren es genau diese drei Tore Unterschied, die Fürth brauchte, um sich in die Relegation zu retten. Düsseldorf muss nun den bitteren Weg nach unten antreten.

Nun muss die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel in der Relegation gegen Rot-Weiß Essen spielen. Am Freitag steigt das Hinspiel in Essen und das Rückspiel am kommenden Dienstag findet im Ronhof statt. Hrgota und Co. müssen in den beiden Begegnungen noch einmal alles raushauen, damit die Liga gehalten wird.

 

Trainer Heiko Vogel sagte nach dem Spiel gegen Düsseldorf: “Ich möchte eigentlich nur drei Sachen sagen. Erstens: Wir leben. Zweitens: Wir leben, weil meine Mannschaft fulminant ist. Die Jungs sind mega. Für mich keine Überraschung, weil ich sehe, wie es unter der Woche war, wie sie gearbeitet haben. Großes Kompliment, großes Lob. Ich ziehe alle Hüte der Welt. Drittens will ich eigentlich nicht mehr sagen dazu, weil es ist für mich jetzt auch kein schönes Gefühl, hier sitzen zu dürfen, wenn ich weiß, dass in der anderen Kabine ein Ziel nicht erreicht wurde. Das bitterste im Leben eines Sportlers. Ich glaube, aus Respekt möchte ich auch nicht viel mehr dazu sagen. Nur noch Viertens: Erreicht haben wir auch noch nichts. Wir haben uns Leben eingehaucht, es sind nochmal zwei Endspiele, da wollen wir unsere Chance nutzen.”

 

Noel Futkeu meinte: “Wir haben einfach an uns geglaubt, haben uns diese Woche sehr gut vorbereitet. Wir wussten, was ansteht und was wir machen mussten. Unser Ziel war es, dass wir mit drei Toren Unterschied gewinnen. Das ist uns von Anfang an sehr gut gelungen mit einem frühen Tor, das wir uns auch vorgenommen haben. Dann gehen wir mit einem 3:0 in die Halbzeit. Heute haben wir uns das wirklich verdient. Ich wünsche mir, dass wir die zwei Spiele jetzt so gut wie möglich bestreiten und am Ende in der Liga bleiben.”

 

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Auch im zweiten Spiel der IIHF Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz hat die DEB-Männer-Nationalmannschaft gegen Lettland nach einer intensiven Partie nicht punkten können. Das Spiel endete mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0) aus Sicht der DEB-Auswahl. Dabei hatten die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis gute Chancen, doch die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Die Enttäuschung war dementsprechend groß, doch das Team muss sich zusammen reißen, denn das dritte WM-Spiel in der Gruppe A steht für die DEB-Auswahl bereits heute Abend an. Gegner ist Vizeweltmeister und WM-Gastgeber Schweiz. Spielbeginn ist erneut um 20.20 Uhr.

 
Bundestrainer Harold Kreis sagte gestern:„Unsere Mannschaft hat auch heute sehr engagiert gespielt. Es gibt heute verschiedene Dinge, an denen wir für die nächsten Spiele arbeiten müssen. Die Letten haben mit einer sehr guten defensiven Struktur agiert, das war wie erwartet. Wir haben es dem lettischen Torhüter insgesamt heute zu einfach gemacht, weil wir ihm bei unseren Schüssen nicht die Sicht genommen haben. Da müssen wir für mehr Verkehr sorgen und einen direkteren Weg zum Tor suchen. Das müssen wir in den kommenden Spielen besser umsetzen.“
 
Kapitän und Verteidiger Moritz Seider: „Wir haben heute verloren, weil wir keinen Verkehr vor dem gegnerischen Tor hatten. Wir haben uns zwar viele Spielanteile und gefährliche Chancen rausgespielt, aber ohne Verkehr vor dem Gehäuse macht man es dem Torhüter leicht. Morgen haben wir eine Chance, gegen ein Top-Team in einer großartigen Atmosphäre Wiedergutmachung zu betreiben – für uns selbst und für unser Selbstbewusstsein. Es war heute auch genug Gutes dabei.“
 
Stürmer Lukas Reichel: „Die Letten haben heute geschickt gekontert und dann die Tore geschossen, als es darauf ankam. Und wir haben trotz vieler Chancen einfach kein Tor gemacht. Am Ende hat uns der eine Treffer gefehlt, um wieder richtig ins Spiel zu kommen und dann nachzulegen. Der Glaube an uns ist weiter da, vor allem auch, weil unser Einsatz und Wille stimmen.“
 
 
 
 
WM-Spielplan 2026, Vorrunde, Gruppe A
 
15.05.2026 | Finnland – Deutschland | 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
17.05.2026 | Deutschland – Lettland | 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)
18.05.2026 | 20:20 Uhr | Deutschland – Schweiz
20.05.2026 | 20:20 Uhr | USA – Deutschland
22.05.2026 | 16:20 Uhr | Deutschland – Ungarn
23.05.2026 | 20:20 Uhr | Österreich – Deutschland
25.05.2026 | 20:20 Uhr | Deutschland – Großbritannien
 
 
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Handball-Drittligist TV Gelnhausen hat am ersten Spieltag der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga für eine echte Sensation gesorgt und den großen Aufstiegsfavoriten TV Emsdetten vor 1700 Zuschauern mit 31:29 (16:13) bezwungen. In einer brechend vollen Hölle Süd zeigte der TVG über 60 Spielminuten eine spielerisch und kämpferisch überragende Leistung und kaufte den Gästen mit einer unglaublichen Mentalität den Schneid ab.

Minutenlang feierten die Zuschauer ihre Mannschaft mit Standing Ovations und die meisten von ihnen brauchten noch lange Zeit nach Abpfiff, um das eben Erlebte ansatzweise zu verarbeiten. Zu übermächtig schien die Profimannschaft aus dem Münsterland, die in der gesamten Hauptrunde nur eine einzige Niederlage kassiert hatte und als das beste Team aller Drittligisten bereits am Vortag angereist war. Unterstützt wurde der langjährige Zweitligist von rund 200 mitgereisten Fans, die mit ihrem lautstarken und sympathischen Auftreten ebenfalls ihren Teil zu diesem denkwürdigen Handballabend beitrugen. 

Dabei kam es gleich zu Beginn knüppeldick für den TVG. Die ohnehin vom Verletzungspech arg gebeutelten Barbarossastädter mussten ab der achten Spielminute ohne Jonas Dambach auskommen. Der gefährliche Rückraumschütze, der bis dahin für die ersten beiden Treffer für den TVG gesorgt hatte, verletzte sich ohne Gegnereinwirkung am Fuß und musste gestützt von zwei Emsdettener Spielern das Feld verlassen. Nach einer ersten Einschätzung dürfte zwar die Aufstiegsrunde für Dambach gelaufen sein, aber es handelt sich wohl um keine langfristige Verletzung. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Bereits zuvor war klar, dass die beiden Rechtsaußen Akos Csaba (Kreuzbandriss) und Simon Belter (Sprunggelenk) nicht zur Verfügung stehen. Linksaußen Finn Trinczek feierte hingegen nach mehreren Wochen Verletzungspause für einige Minuten sein Comeback und konnte so gemeinsam mit Kreisläufer Leon David und Rückraumspieler Henrik Müller den krankheitsbedingt angeschlagenen Yannick Mocken auf Linksaußen entlasten.

Einzigartige Mentalität

Doch einmal mehr ließ sich diese junge TVG-Mannschaft mit ihrer einzigartigen Mentalität auch vom Dambach-Schock nicht aus der Bahn werfen. Insbesondere Alex Bechert war von der ersten Minute an im Spiel und gab mit Glanzparaden in Serie seinen Vorderleuten zusätzliche Sicherheit. Von Beginn an war spürbar, wie viel Emotionen in diesem Spiel steckten. Beide Mannschaften verteidigten aggressiv und machten es dem Gegner schwer, klare Chancen herauszuspielen. Und wenn Emsdetten zum Abschluss kam, dann war ganz oft TVG-Keeper Bechert zur Stelle.

Nach einem ausgeglichenen Start nutzten die Gäste allerdings einige technische Fehler der Gelnhäuser konsequent aus und setzten sich in der 18. Minute auf 10:7 ab. Doch der TVG zeigte bereits in dieser Phase seinen unbändigen Willen. Angeführt von Kapitän Jonathan Malolepszy und getragen von einer rot-weißen Fangemeinde, die ihresgleichen sucht, kämpften sich die Barbarossastädter zurück. In der 22. Minute traf Malolepszy zum 11:11-Ausgleich. Kurz darauf legte Dima Redkyn mit zwei Treffern zum 13:11 nach. Der Rechtsaußen zeigte wie all seine Teamkameraden an diesem Abend ein überragendes Spiel und wurde mit acht Toren der beste Torschütze des Abends.

Bis zur Halbzeit erspielte sich der TVG eine 16:13-Führung. Mit dem Pausenpfiff brach die Hölle Süd bereits in lautstarken Jubel aus und würdigte die unglaubliche Leistung der Gelnhäuser Spieler. Dagegen zogen erste Sorgenfalten bei den Gästen auf, die nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga 2022 mit aller Macht wieder nach oben wollen. 

TVG blieb hellwach

Denn nach dem Seitenwechsel blieb der TVG hellwach. Malolepszy traf in der 33. Minute zum 19:13 und erhöhte damit auf einen sensationellen Sechs-Tore-Vorsprung. Doch dann berappelte sich der Favorit aus Emsdetten, schlug zurück und kämpfte sich mit einem fulminanten 7:1-Lauf wieder heran. Der Emsdettener Kreisläufer Sergej Gorpishin erzielte in der 39. Minute den 20:20-Ausgleichstreffer. Die Emsdettener Fans waren obenauf und das Pendel schien sich nun allmählich in Richtung TVE zu bewegen. Nun würde alles seinen erwartbaren Gang nehmen, dachten sich die meisten Zuschauer. Doch einmal mehr machten sie die Rechnung ohne die TVG-Jungs auf dem Platz. Immer wenn man glaubt, jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht, setzt dieses Team noch einen drauf.

TVG-Cheftrainer Matthias Geiger reagierte auf den Ausgleich mit einer Auszeit und stellte zudem Daniel Drozdz ins Tor. Es folgte eine Crunchtime für die Geschichtsbücher. Der TVG antwortete erneut stark. Tore von Torben Fehl und Silas Altwein brachten die Rot-Weißen wieder mit 22:20 in Führung. In der 49. Minute erhöhte Redkyn auf 26:23, ehe Drozdz wenig später einen Siebenmeter parierte, die Hölle Süd zum Kochen brachte und die Drei-Tore-Führung festhielt. Kurz darauf sah Emsdettens Gorpischin nach einem unglücklichen Foul die Rote Karte. Doch davon ließ sich der Aufstiegsfavorit nicht beeindrucken. Yannick Terhaer, mit sieben Treffern bester Torschütze der Gäste, verkürzte in der 53. Minute per Siebenmeter wieder auf 26:27 aus Emsdettener Sicht.

Die Schlussphase wurde dann zu einem emotionalen Kraftakt. Die Halle bebte und die Gelnhäuser verteidigten mit unglaublicher Disziplin und Leidenschaft. Immer wieder scheiterten die Gäste an der kompakten TVG-Abwehr oder am stark haltenden Drozdz und schafften es nicht den Ausgleich zu erzielen. „Was in den letzten Minuten in der Abwehr passiert ist, war purer Wille“, sagte Geiger nach dem Spiel. In der 59. Minute erzielte Fynn Hilb den Treffer zum 31:29, doch das Spiel war noch längst nicht vorbei. Emsdetten warf noch einmal alles rein und bekam 25 Sekunden vor dem Spielende einen Siebenmeter zugesprochen. Doch als Drozdz auch diesen Strafwurf parierte, war das Spiel endgültig entschieden. Die Halle explodierte endgültig. Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Zuschauer standen noch lange nach Spielende in der Halle und feierten ihre Mannschaft für einen Abend, der in Erinnerung bleiben dürfte.

Auch Emsdettens Trainer Lennart Lingener zeigte sich ebenso wie die Emsdettener Fans als fairer Verlierer und erkannte die Leistung des TVG an: „Glückwunsch an Gelnhausen zu einer sehr guten Saison und zu einem sehr guten Spiel heute. Wir haben an diesem Abend leider nicht unser Optimum erreicht, aber wir freuen uns sehr auf das Rückspiel bei uns zuhause vor ausverkauftem Haus.“ Geiger zeigte sich entsprechend stolz: „Die Mannschaft hat sich wieder selbst übertroffen. Gegen den stärksten Gegner der Saison so ein Spiel abzuliefern, ist unglaublich. Ein riesiges Dankeschön geht auch an alle ehrenamtlichen Helfer, die so einen Abend mit dieser Wahnsinnskulisse ermöglicht haben. Das ist nicht selbstverständlich. Jetzt geht unser Blick nach vorne zu den nächsten Spielen der Aufstiegsrunde.“

Durch den sensationellen Heimsieg übernimmt der TV Gelnhausen zwischenzeitlich die Tabellenführung in der Aufstiegsrundengruppe. Doch es warten noch drei weitere absolute Hammerspiele auf die Barbarossastädter. Dieser Abend hat allerdings eindrucksvoll bewiesen, dass dieser Gelnhäuser Mannschaft inzwischen wirklich alles zuzutrauen ist.

Am 26. Mai gastiert der TVG zunächst beim EHV Aue, ehe am 31. Mai das Rückspiel in Emsdetten folgt. Der Fanclub Rot-Weiß Barbarossa organisiert zu beiden Auswärtsspielen jeweils eine Bustour für alle TVG-Fans. Bei Anmeldung ist ein garantiertes Ticket zum Spiel inklusive. Für alle selbst anreisenden Fans gibt es am Montag, 18. Mai, von 10 bis 12 Uhr sowie von 18 bis 19.30 Uhr in der Geschäftsstelle des TV Gelnhausen (Herzbachweg 20a) die Möglichkeit, Tickets für die Auswärtsspiele zu kaufen. Das letzte Spiel der Aufstiegsrunde steigt am 6. Juni gegen den EHV Aue in der heimischen Rudi-Lechleidner-Halle. Tickets sind bereits im TVG-Ticketshop erhältlich.

 

 

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Im letzten Spiel der Regionalliga-Saison hat die TuSpo Obernburg in einem Krimi am Ende gegen Hüttenberg II gewonnen. Die HSG Bieberau/Modau holte sich gegen Baunatal ebenfalls einen Erfolg.

 

Last-Second-Tor sorgt für Ekstase in Obernburg

Die Valentin-Ballmann-Halle in Obernburg bot zum Saisonfinale noch einmal die perfekte Bühne für einen echten Handball-Krimi. Vor erneut großer Kulisse erzielte die TuSpo gegen den TV Hüttenberg II nach einer dramatischen Schlussphase mit 30:29 (15:16) den Sieg  und verabschiedete sich damit mit einem emotionalen Heimsieg aus der Saison.

Dabei standen die Vorzeichen alles andere als günstig, denn TuSpo-Coach Philipp Wollbeck musste weiterhin auf Tobias Raab, André Göpfert und Leon Steinbrecher verzichten, kurzfristig fiel zudem auch Jesper Kunkel mit einer Handverletzung aus. Dennoch entwickelte sich von Beginn an eine intensive und temporeiche Partie. Die Gäste aus Hüttenberg erwischten zunächst den besseren Start und setzten sie sich nach zwölf Minuten auf 8:4 ab. Trainer Wollbeck reagierte früh mit einer Auszeit und seine Mannschaft zeigte sofort die gewünschte Reaktion. Vor allem Tom Müller drückte der Partie nun immer mehr seinen Stempel auf. Der TuSpo-Rückraumspieler war von der Hüttenberger Abwehr kaum zu kontrollieren und führte seine Farben mit insgesamt 13 Treffern zurück ins Spiel. Doch auch die Gäste hatten mit Jannis Wrackmeyer (12/4 Tore) ihren überragenden Akteur. Der Hüttenberger Top-Torjäger stellte die Obernburger Defensive über die gesamte Spielzeit vor große Probleme und hielt seine Mannschaft immer wieder in Führung. Dennoch kämpften sich die Gastgeber kurz vor der Pause erstmals zurück und kamen zum 15:15-Ausgleich. Mit der letzten Aktion vor dem Seitenwechsel schlug Hüttenberg allerdings noch einmal zurück und nahm eine knappe 16:15-Führung mit in die Kabine.

Gäste blieben tonangebend

Auch nach Wiederbeginn blieben zunächst die Gäste tonangebend. Mit einem 4:0-Lauf baute Hüttenberg den Vorsprung bis zur 40. Minute wieder aus und schien beim 22:18 die Kontrolle über das Spiel zu besitzen. Doch die TuSpo stemmte sich mit beeindruckender Moral und großem Kampfgeist gegen die drohende Niederlage. Immer wieder angeführt vom überragenden Tom Müller arbeiteten sich die Gastgeber Tor um Tor heran und verkürzten auf 20:22 (41. Minute). Spätestens jetzt war die Ballmann-Halle endgültig zum Hexenkessel geworden. Selbst als Hüttenberg in der 46. Minute erneut auf 25:21 erhöhte, glaubten weder die heimische Mannschaft noch ihre Fans an eine Vorentscheidung. Mit drei Treffern in Serie war die Partie beim 24:25 (51. Minute) wieder völlig offen. In der Crunchtime überschlugen sich dann die Ereignisse. Fünf Minuten vor dem Ende brachte Tom Müller die TuSpo mit dem 28:27 erstmals überhaupt in Führung. Doch Hüttenberg antwortete prompt, drehte die Begegnung erneut und die Atmosphäre in der Halle erreichte nun ihren Siedepunkt.

40 Sekunden vor Schluss folgte die vielleicht spielentscheidende Szene, denn beim Stand von 29:29 parierte TuSpo-Keeper Florian Eberhardt einen Siebenmeter von Jannis Wrackmeyer und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Die begeisterten Zuschauer standen längst Kopf und sie sollten tatsächlich noch einen perfekten Schlusspunkt erleben.

In der allerletzten Sekunde bekam Obernburg noch einen direkten Freiwurf zugesprochen. Niklas „Carlo“ Geck übernahm die Verantwortung und jagte den Ball spektakulär über die Hüttenberger Mauer hinweg in den Torwinkel. Sekunden später kannte der Jubel in der Ballmann-Halle keine Grenzen mehr. Die TuSpo krönte eine leidenschaftliche Aufholjagd mit einem glücklichen, aufgrund der Moral aber völlig verdienten 30:29-Heimsieg und bescherte ihren Fans einen Saisonabschluss, den so schnell niemand vergessen wird.

Der überglückliche Obernburger Trainer Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Eine verrückte Saison, die mit einem verrückten Spiel endet. Am Ende entscheiden heute ganz viel Kampf, der Wille und das niemals Aufgeben sowohl über die Saison als auch über das heutige Spiel.“

 

 

 

Zwölfter Heimsieg der HSG bei 13 Spielen

Das letzte Saisonspiel gegen die GSV Eintracht Baunatal endete mit 35:33 (19:18) für die Hausherren. Zuvor wurden David Lubar, der zur TSG Offenbach/Bürgel wechselt, Florian König, zur TSG Haßloch und Till Schenkel, der erst einmal seine Verletzung auskurieren möchte, vom sportlichen Leiter der Falken, Michael Malik verabschiedet. 

Danach begann die Partie furios für die Hausherren, denn sie legten schnell eine 3:0 Führung hin, die sie auch bis zur neunten Spielminute aufrecht erhalten konnten (6:3). Baunatal kam dann besser ins Spiel und profitierte dabei vor allem von zahlreichen Fehlwürfen der HSG. So war es nicht verwunderlich, dass sie in der 13. Spielminute zum 7:7-Ausgleich kamen und von da an fand ein ausgeglichenes Spiel statt. Keine der beiden Mannschaften konnte sich in dieser Spielphase sonderlich absetzen, die Führung wechselte ständig. Baunatal ging das hohe Tempo der Bieberau/Modauer problemlos mit und zeigte sich immer wieder gefährlich vor dem Tor von Martin Juzbasic, der bis zur Pause acht Paraden zeigte. Hauchdünn führten die Falken durch ein Tor von David Lubar kurz vor der Halbzeitpause mit 19:18. 

HSG nach dem Wechsel konzentrierter

Das Spiel seiner Mannschaft gefiel HSG-Trainer Thomas Weber offensichtlich nicht und so beschwor er sie, in der Halbzeitpause konzentrierter und disziplinierter zur Sache zu gehen und die Fehlerquote zu verringern. Die Ansprache zeigte Wirkung und so konnten die Falken in den nächsten zehn Minuten erstmals eine Vier-Tore-Führung zum 25:21 hinlegen. Doch Baunatal gab nicht auf, kam wieder auf 26:25 heran (45.), ehe die Falken in ihrer stärksten Phase binnen drei Minuten durch zweimal Kevin Kunzendorf, zweimal Damjan Jajic und Robin Hübscher auf 31:25 davon zogen. 

Aber auch diesmal kämpfte sich Baunatal zurück, profitierte wieder von einigen Unachtsamkeiten der Hausherren und holten Tor um Tor auf. In der letzten Spielminute traf der Baunataler Nico Schwöbel sogar noch einmal zum 34:33, es waren noch 42 Sekunden zu spielen. Doch die Bieberau/Modauer behielten die Nerven. Wieder einmal tankte sich Kevin Kunzendorf nach klugem Zuspiel von Darren Weber durch und schloss mit seinem zwölften Treffer zum 35:33-Endstand ab. Dieser Treffer war zugleich das 246 Tor von Kevin Kunzendorf in dieser Saison. Damit führt er mit Abstand die diesjährige Torschützenliste der Regionalliga an. 

Es war ein enger, aber verdienter Sieg und der zwölfte Heimsieg in dieser Saison. Eine beinahe makellose Heimbilanz, nur gegen den Meister aus Gensungen wurde verloren. HSG-Trainer Thomas Weber sagte: „Ein schöner Abschluss und der zwölfte Heimerfolg. Jetzt haben wir uns alle erst einmal eine kleine Pause verdient und wollen neue Kraft schöpfen.“

 

 

Das Jubelbild hat uns die TuSpo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür

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Beim Handball-Drittligisten HSG Hanau laufen die Vorbereitungen auf die neue Saison 2026/27 auf Hochtouren. Nachdem die Grimmstädter in den vergangenen Wochen bereits mit mehreren Leistungsträgern verlängert haben, herrscht nun auch auf der Trainerposition Klarheit: Axel Spandau bleibt bis zum 30. Juni 2027 der Chefcoach der Blau-Weißen in der dritten Liga. Der mittelhessische Handballfachmann führte die HSG in der abgelaufenen Runde der Staffel Süd-West auf einen starken vierten Tabellenrang und sorgte damit auch für die vierte Teilnahme am DHB-Pokal in der Vereinsgeschichte. 

„Nach der abschließenden Bewertung der Saison 2025/26 sind wir sehr zufrieden mit den sportlichen Leistungen unserer Drittliga-Mannschaft. Axel hat es geschafft, dem Team nach anfänglichen Schwierigkeiten Stabilität zu geben“, zieht der sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann, Bilanz. „Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung.“ 

Akribische Trainingsarbeit, taktische Disziplin und klare Handschrift

Axel Spandau übernahm im vergangenen Sommer das Amt des Chefcoachs von Hannes Geist, der seitdem als hauptamtlicher Geschäftsführer die Geschicke der Grimmstädter lenkt. Als gebürtiger Mittelhesse, mit reichlich Trainer-Erfahrung beim TV 05/07 Hüttenberg, der HSG Wettenberg und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, fand sich Spandau auch schnell bei der HSG Hanau zurecht. Dabei setzt der A-Lizenzinhaber seit seinem Amtsantritt vor allem auf akribische Trainingsarbeit, taktische Disziplin und eine klare Handschrift in der Defensive. 

Schon bei seinen Stationen in Dutenhofen und Hüttenberg bewies der heute 62-Jährige, dass er junge Spieler erfolgreich an den Drittliga-Handball heranführen und Mannschaften eine klare spielerische Identität verleihen kann. Ideale Voraussetzungen für die Philosophie der HSG Hanau, die weiterhin einen gesunden Mix zwischen erfahrenen Akteuren und jungen Nachwuchstalenten in ihrem Kader vorweisen kann. 

Gemeinsam mit Co-Trainer Kai Nober, der den Verein im Sommer verlassen wird, erlebte Spandau in Hanau jedoch einen durchwachsenen Saisonstart. Der erste Heimsieg ließ bis November auf sich warten. Mit fortschreitender Saison stabilisierten sich die Leistungen der Grimmstädter jedoch zunehmend, ehe sich das Team zwischen Mitte Januar und Ende April 2026 mit einer beeindruckenden Serie von elf ungeschlagenen Partien in die Spitzengruppe spielte. 

„Die Arbeit mit den Jungs macht einfach enorm viel Spaß“ 

„Das war insgesamt eine sehr erfolgreiche Spielzeit, auch wenn die Umstellung zu Beginn etwas mehr Zeit in Anspruch nahm als zunächst erwartet“, blickt Axel Spandau zurück. „Gerade in der Schlussphase der Saison war die Weiterentwicklung der Mannschaft deutlich zu erkennen. Genau das ist einer der Hauptgründe, warum ich meinen Weg hier in Hanau unbedingt fortsetzen möchte: Dieser Prozess ist noch längst nicht abgeschlossen, und die Arbeit mit den Jungs macht einfach enorm viel Spaß. Die Mannschaft ist inzwischen gefestigt und voll im Rhythmus, so dass wir im Sommer nicht noch einmal bei null anfangen und keine lange Eingewöhnungsphase benötigen werden.“

Mit 44:16 Punkten und Rang vier sicherten sich Spandau und die HSG Hanau am Ende einen Platz im vorderen Tabellenviertel der Staffel Süd-West. Mit zwölf Siegen aus 15 Rückrundenspielen führte der Chefcoach seine Mannschaft zudem zur Qualifikation für den DHB-Pokal 2026/27. 

„Axel Spandau hat seine Philosophie hervorragend auf dem aufgebaut, was wir in den vergangenen Spielzeiten mit dem Hanauer Weg bereits erfolgreich etabliert haben“, betont HSG-Geschäftsführer Hannes Geist. „Wir möchten ihm nun die Möglichkeit geben, diesen eingeschlagenen Weg gemeinsam mit uns konsequent fortzusetzen und die Mannschaft weiterzuentwickeln. Die starke Rückrunde hat eindrucksvoll gezeigt, dass dafür bereits ein wichtiger Grundstein gelegt wurde.“

Axel Spandau kann auf langjährige Erfahrung im höherklassigen Handball zurückblicken. Beim TV 05/07 Hüttenberg coachte er zwischen 2007 und 2015 erst die A-Jugend, dann die U23 und später auch die erste Männermannschaft in der zweiten Liga. Es folgten Engagements bei der HSG Wettenberg und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, der zweiten Mannschaft der HSG Wetzlar, bevor er im Sommer 2025 an den Main nach Hanau wechselte. 

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt musste in dieser Saison zahlreiche Ausfälle kompensieren und gleichzeitig einen Umbruch im Kader moderieren. Einer, der sich schnell in der zweiten Liga zurechtgefunden hat, ist Rückraumspieler Yessine Meddeb. Der 25-Jährige wechselte im Januar 2025 vorzeitig vom Drittligisten Leutershausen zum TVG. Ursprünglich war sein Wechsel erst für den Sommer vorgesehen. Im Interview spricht er mit uns über die Umstellung auf die zweite Liga, Verletzungen und die aktuelle Situation beim TVG.

Noch kurz vorab. Das Interview habe ich auch für die Handballwoche geschrieben. Auch dort könnt Ihr es online lesen.

 

Yessine, Du bist während der Saison zum TV Großwallstadt gestoßen. Wie hast Du damals den Schritt in die zweite Liga erlebt – sportlich und persönlich?

„Der Schritt in die zweite Liga war für mich herausfordernd, aber genau das, was ich wollte. Ich musste aus meiner Komfortzone raus und in ein komplett neues Umfeld. Sportlich ist das Niveau nicht mit der dritten Liga zu vergleichen.

Was ist für Dich der größte Unterschied zwischen der dritten und der zweiten Liga – Tempo, Physik, Taktik?

„Das ist ein Mix aus allem. Das Trainingspensum ist deutlich höher, genauso wie die Qualität im Training und es wird deutlich körperlicher gespielt. Auch das Tempo ist intensiver, mit mehr Fokus auf das Umschaltspiel. Taktisch ist vieles ähnlich, aber man passt sich von Spiel zu Spiel stärker an den Gegner an und achtet auf viele Kleinigkeiten.“

Beim TVG steht ein größerer Umbruch bevor. Wie nimmst Du diese Entwicklung wahr?

„Als ich damals im Januar dazu gestoßen bin, war es eine andere Mannschaft. Im Profisport gehört ein Umbruch dazu. Ich denke, wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spielern. Natürlich ist es schade, dass viele Spieler gehen, die mir ans Herz gewachsen sind. Gleichzeitig freue ich mich auf die neuen Mitspieler, die nochmal frischen Reiz ins Training bringen.“

Du hattest zuletzt zwei schwere Verletzungen. Welche war für Dich schwieriger?

„Das ist schwer zu sagen, weil man mit jeder Verletzung anders umgeht. Mit der ersten konnte ich mich gut arrangieren, sie kam kurz vor Saisonende. Die zweite kurz darauf hat mehr an mir gezerrt, da hinterfragt man vieles – Regeneration, Ernährung und so weiter. Ich hatte aber ein sehr gutes Ärzte- und Physio-Team, das mir geholfen hat, schnell wieder zurückzukommen.“

Apropos zurückkommen. Wie geht es Dir aktuell und wie weit bist Du auf dem Weg zurück?

„Die Schmerzen im Sprunggelenk haben nachgelassen, ich konnte diese Woche wieder voll ins Rehaprogramm einsteigen.“

Besteht die Hoffnung, dass Du in dieser Saison noch einmal auf dem Parkett stehst?

„Ich glaube fest daran, dass ich diese Runde noch einmal spielen werde. Sicher sagen kann ich es nicht, aber ich werde alles dafür geben.“

Trotz vieler Verletzungen, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, sieht es für den TVG mit dem Klassenerhalt gut aus – wie bewertest Du die Saison?

„Die Saison war mit Höhen und Tiefen verbunden. Nach einem guten Start hatten wir eine längere Niederlagenserie, haben uns aber wieder gefangen. Die Verletzungen zu kompensieren war nicht einfach, aber wir haben Wege gefunden und das Beste daraus gemacht.“

Gucken wir schon einmal etwas nach vorne. Worauf freust Du Dich in der kommenden Saison am meisten?

„Auf die Heimspiele!“

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist HSG Hanau mitteilte, hat er mit einer tragenden Säule im Team und einem der torgefährlichsten Kreisläufer der dritten Liga David Rivic um ein weiteres Jahr verlängern können. Der 27-Jährige bleibt bis zum 30. Juni 2027 ein Hanauer und geht weiterhin für die Spielgemeinschaft auf Torejagd. Ein wichtiges Signal für die Blau-Weißen, die auch weitere Leistungsträger des Teams – wie Jan-Eric Kleemann, Cedric Schiefer und Benedikt Müller – in Südhessen halten konnten. 

„David ist aus der Drittliga-Mannschaft der HSG Hanau nicht mehr wegzudenken, umso mehr freut es uns, dass er ein weiteres Jahr in Hanau bleibt“, zeigt sich der sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann, hochzufrieden. „Sein Standing innerhalb der Mannschaft sowie seine Torgefahr am gegnerischen Sechsmeter sind unbestritten. Auch in den Planungen für 2026/27 ist er ein wichtiger Bestandteil unseres Spielsystems.“

150 Spiele und mehr als 600 Tore für Blau und Weiß 

David Rivic, der vor Kurzem sein 150. Pflichtspiel für die Blau-Weißen bestritt und in den sechs Saisons bei den Grimmstädter über 600 Tore erzielte, überzeugt dabei nicht nur durch seine physische Präsenz im Angriff, sondern kann gleichzeitig mit seiner Schnelligkeit und Wendigkeit punkten. Zudem haben sich auch die Abwehrqualitäten der Hanauer Nummer 17 in den vergangenen Jahren herausragend entwickelt.

Im Team von Coach Axel Spandau schätzen die beiden Spielmacher Jan-Eric Kleemann und Jan-Philipp Winkler das effektive Stellungsspiel des 27-Jährigen, denn Rivic ist für seine Teamkameraden immer anspielbereit und verwandelt mit einem Schnitt von sechs Treffern pro Spiel überwiegend sicher. Dabei nimmt der bodenständige Teamplayer auch längst eine Führungsrolle im Kader der HSG Hanau ein. 

„Fühle mich hier in Hanau extrem wohl“ 

„Ich fühle mich hier in Hanau extrem wohl, sowohl im Team als auch im Verein insgesamt. Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam viel erreicht und ich freue mich riesig darauf, diesen Weg weiterzugehen“, meint David Rivic. „Mein Ziel ist es, der Mannschaft auch in der kommenden Saison mit Toren und Einsatz zu helfen und gemeinsam erfolgreich zu sein.“ 

Von den 30 Partien in der Saison 2025/26 verpasste Rivic, der neben dem Handball für ein Pharmaunternehmen arbeitet, keine einzige Begegnung und erzielte dabei 181 Saisontore. Damit war er erneut der HSG-Topscorer und übertraf sogar seinen eigenen Torrekord aus der vergangenen Spielzeit, als er 179 Mal den Ball im Tor unterbrachte. 

„David ist für uns auf und neben dem Feld ein enorm wichtiger Spieler. Er übernimmt Verantwortung, arbeitet in jedem Training extrem professionell und gibt der Mannschaft mit seiner Art viel Stabilität. Seine Entwicklung in den vergangenen Jahren ist beeindruckend und wir sind sehr froh, dass er auch in der kommenden Saison weiter das Trikot der HSG Hanau tragen wird“, sagt HSG-Geschäftsführer Hannes Geist. 

David Rivic gehört seit Jahren zu den prägenden Gesichtern der HSG Hanau. Der Kreisläufer wechselte im Sommer 2020 nach Hanau und entwickelte sich dort kontinuierlich zu einem der gefährlichsten Spieler auf seiner Position in der dritten Liga. Mit den Grimmstädtern feierte er 2023 die Meisterschaft in der Staffel Süd-West. Vor seiner Zeit in Hanau spielte Rivic für die HSG Bieberau/Modau und die TSG Bürgel. 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist HSG Hanau kann sich freuen, denn sie geht in der kommenden Saison 2026/27 im DHB-Pokal an den Start. Gemeinsam mit 13 anderen Drittligisten hat sich die Mannschaft von Trainer Axel Spandau für den prestigeträchtigen Wettbewerb qualifiziert, der mit dem Finalturnier am 10. und 11. April 2027 in Köln seinen Höhepunkt findet. 

Insbesondere mit ihrer starken Rückrunde in der dritten Liga Süd-West legte die HSG Hanau den Grundstein für ihre vierte Teilnahme am nationalen Pokalwettbewerb im deutschen Handball. Aus derselben Staffel sind Meister HG Saarlouis, Vizemeister TV Gelnhausen und der Longericher SC Köln als Tabellendritter ebenfalls qualifiziert. 

Starke Rückrunde ebnet den Weg in den DHB-Pokal

Es war eine grandiose Rückrunde des Grimmstädter Teams um Cedric Schiefer, Benedikt Müller und Jan-Eric Kleemann, das mit zwölf Siegen aus den 15 Spielen der Rückrunde bis auf den vierten Rang der Staffel Süd-West vorstieß. Zwar mussten die Hanauer am Ende dem Longericher SC Köln im Kampf um den dritten Tabellenrang, der zur direkten Teilnahme am Pokalwettbewerb berechtigt, den Vortritt lassen, doch freuen konnte sich die HSG am Ende dennoch. 

Denn mit 44:16 Punkten und einem Torverhältnis von 939:875 hatte Hanau reichlich Punkte für die Quotienten-Regelung des Deutschen Handballbundes gesammelt, die unter allen verbleibenden Teams der Tabellenplätze vier bis sechs in den Staffeln der dritten Liga, vier Nachrückplätze für den DHB-Pokal garantiert. 

„Die Qualifikation für den DHB-Pokal ist ein verdienter Lohn für die herausragende Entwicklung unserer Mannschaft in der Rückrunde. Das Team hat sich diesen Erfolg mit großem Einsatz, Konstanz und Leidenschaft erarbeitet“, meint HSG-Geschäftsführer Hannes Geist. „Für unseren Verein, den Blauen Block und das gesamte Umfeld ist die erneute Teilnahme ein starkes Zeichen dafür, dass sich die HSG Hanau sportlich in der 3. Liga weiter etabliert hat. Wir freuen uns auf ein besonderes Pokalwochenende und wollen diese Bühne bestmöglich nutzen.“

Vierte Pokalteilnahme nach starkem Saisonfinish

Für die HSG Hanau ist es die vierte Teilnahme am DHB-Pokal in ihrer Vereinsgeschichte. Bereits in der Saison 2018/19 waren die Brüder-Grimm-Städter als Gastgeber des damaligen First-Four-Turniers mit dabei und mussten nach einer knappen Niederlage gegen die SG BBM Bietigheim die Segel streichen.  

In der Spielzeit 2019/20 gelang den Südhessen ein echter Coup, denn im Erstrunden-Turnier warf die HSG im Hessenderby den Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg aus dem Wettbewerb, gegen den HC Erlangen war dann in der Folge leider Schluss. Auch nach der Meisterschaft 2022/23 im Südwesten war die HSG im DHB-Pokal mit von der Partie, man konnte sich aber in der ersten Runde nicht gegen Zweitligist ASV Hamm-Westfalen durchsetzen. 

„Meine Mannschaft hat in der Rückrunde enorm viel investiert und sich die Teilnahme am DHB-Pokal redlich verdient. Gerade unsere Serie von 11 ungeschlagenen Spielen in Folge hat gezeigt, welches Potenzial in diesem Team steckt und wie geschlossen die Jungs auftreten“, sagt HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Jetzt freuen wir uns auf ein attraktives Los und wollen im Pokal zeigen, dass wir uns auch auf nationaler Bühne nicht verstecken müssen.“

Der DHB-Pokal-Wettbewerb beginnt am Wochenende vom 21. bis 23. August 2026, mit den Partien der ersten Runde, für die sich neben der HSG Hanau auch 13 weitere Drittligisten, die Teams der zweiten Handball-Bundesliga sowie die Mannschaften der DAIKIN Handball-Bundesliga qualifiziert haben (abgesehen von den Plätzen eins bis drei  des Lidl Final4 2025/26).