Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Silber als Lohn für die harte Arbeit und eine Medaillen-Zeremonie im Boot: Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen belegten mit dem Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften in Varese den zweiten Platz. Sie mussten für die Medaillenübergabe in ihrem Boot sitzen bleiben, denn der Zeitplan wurde aufgrund eines kurzen Gewitters am Vormittag des zweiten Finaltags gestrafft. Das teilte uns Geschäftsführer Carsten Oberhagemann mit.

Das tat der Freude über den Medaillengewinn des Flaggschiffs – der letzte bei Titelkämpfen lag zwei Jahre zurück – keinen Abbruch. „Wir freuen uns über den Erfolg. Auf dem Ergebnis lässt sich aufbauen“, sagte Schlagmann Breuer. Und auch Olaf Roggensack, der nach 2020 (Gold in Posen) und 2024 (Silber in Szeged) seine dritte EM-Medaille gewann, freute sich: „Im Trainingslager haben wir gute Schritte gemacht, das hat sich jetzt ausgezahlt.“

Packendes Duell mit Rumänien

Der Deutschland-Achter, in dem Paul Klapperich (jetzt 7) und Sönke Kruse (jetzt 1) ihre Plätze im Vergleich zum Vorlauf tauschten, lieferte sich im Finale einen packenden Titelkampf mit Rumänien. Das DRV-Flaggschiff ging zunächst in Führung und behauptete diese bis kurz nach Streckenhälfte. Die starken Rumänen setzten sich Platz um Platz ab, im Ziel betrug der Rückstand letztlich eine komplette Bootslänge. Wiederum eine Länge zurück kam Italien auf dem Bronzerang ins Ziel.

„Wir sind extrem gut losgefahren, das war vielleicht ein bisschen über unseren Verhältnissen“, analysierte Breuer und Julius Christ ergänzte: „Grundsätzlich bin ich zufrieden. Aber auf den dritten 500 Metern – da liegt auch die Stärke von den Topbooten aus den Niederlanden und Großbritannien, die hier fehlten – müssen wir mehr gegenhalten. Das ist eine Sache von Mut.“, meinte Julius Christ im Hinblick auf die anstehende WM (24. bis 30. August), zu der 13 (!) Achter gemeldet haben.

Gestärktes Selbstvertrauen mit Blick auf die WM

Zum Abschluss der EM in Varese gab’s weiteres Edelmetall mit Beteiligung von Sportlern aus dem Team Deutschland-Achter: René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann und Benedict Eggeling gewannen zusammen mit Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini Silber im Mixed-Achter. Gold ging auch hier an Rumänien, Bronze an Dänemark. „Das Rennen hat super viel Spaß gemacht. Das war eine coole Erfahrung und macht Bock auf mehr, sagte Leonard Brahms.

Mit insgesamt drei Medaillen – am gestrigen Samstag überzeugte bereits der Vierer ohne Steuermann mit dem Gewinn von Bronze – kann das Team Deutschland-Achter mit gestärktem Selbstvertrauen Richtung WM blicken. „Auf dem Wochenende können wir aufbauen. Bis Amsterdam sind es noch einige Wochen. Die wollen wir nutzen, um uns zu verbessern“, sagte Bundestrainer Mark Emke. Viel Zeit zum Durchschnaufen ist nicht. Am Dienstag trifft sich das Nationalteam wieder in Ratzeburg, um sich den letzten Feinschliff zu holen.

 

 

Die Ergebnisse:

Achter, Finale:

1. Rumänien 5:25,95 Minuten. – 2. Deutschland-Achter (Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 5:28,85. – 3. Italien 5:31,74. – 4. AIN 5:35,12. –  5. 5:35,89. – 6. Ukraine 5:42,82

Mixed-Achter, Finale:

1. Rumänien 5:41,90 Minuten. – 2. Deutschland (René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz, Steuermann Till Martini) 5:46,93. –  3. Dänemark 5:51,52. –  4. Italien 6:00,70

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das lange Warten hat ein Ende: Der Vierer ohne Steuermann hat bei den Europameisterschaften in Varese (Italien) mit Bronze wieder eine Medaille gewonnen, das letzte Edelmetall in dieser Bootsklasse gab’s 2019 (ebenfalls EM-Bronze in Luzern). René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl belegten hinter Großbritannien und Rumänien einen glänzenden dritten Platz, damit bestätigten sie den deutlichen Aufwärtstrend, den sie am Freitag im Vorlauf (Platz zwei hinter Rumänien) angedeutet haben. Das Quartett ließ im Finale die Boote aus Litauen, der Ukraine und Italien deutlich hinter sich.

 „Ein traumhaftes Jahr“

„Ein traumhaftes Jahr. Nach der Geburt meiner Tochter jetzt die Medaille – Wahnsinn. Es tut gut zu spüren, dass ich noch verstehe, wie das Rudern funktioniert“, sagte Schlagmann René Schmela und Jasper Angl ergänzte: „Mit einer soliden Leistung zu Bronze – das gibt uns den Mut, dass wir das auch bei der WM schaffen können.

„Wir sind aggressiv gestartet, hatten etwas Schwierigkeiten, bei den Bedingungen ökonomisch zu rudern, sind aber immer drangeblieben“, beschrieb Angl das Rennen, in dem das deutsche Quartett permanent auf dem dritten Rang fuhr. „Das Vierer-Feld ist so eng. In Luzern waren wir mit Platz elf gefühlt schon nah dran. Im Trainingslager haben wir dann einen Riesenschritt gemacht. Mit der Konstanz von zwei guten Rennen freuen wir uns jetzt auf die WM in Amsterdam“, sagte Mark Hinrichs.

 Guter Abschluss für den Zweier

Mit Platz zwei im B-Finale und damit als EM-Achter endeten die Titelkämpfe im Zweier ohne Steuermann für Tobias Strangemann und Leonard Brahms. Das Duo verbesserte sich in ihrem zweiten gemeinsamen Zweier-Rennen gegenüber dem Vorlauf am Freitag, bot den etablierten Booten aus Slowenien (Weltcup-Fünfter in Sevilla) und Norwegen (Weltcup-Siebte in Luzern) Paroli und empfahl sich für weitere Aufgaben. „Wir sind sehr zufrieden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, auf Sieg zu fahren. Das hat am Ende nicht ganz gereicht. Aber es ist gut zu wissen, dass wir uns zum Ende noch mal ordentlich steigern konnten“, sagte Brahms. Die Regatta ist für die beiden aber noch nicht zu Ende. Morgen steigen sie zusammen mit René Schmela und Benedict Eggeling aus dem Vierer sowie Frauke Hundeling, Sarah Wibberenz, Lisa Gutfleisch, Hannah Reif und Steuermann Till Martini in den Mixed-Achter (13.40 Uhr). Da gilt es noch mal, alles in die Riemen zu legen: Angriff auf die Medaille im Vier-Boote-Feld mit Weltmeister Rumänien, Italien und Dänemark.

Deutschland-Achter will Edelmetall

Alle Augen sind morgen auch auf den Deutschland-Achter gerichtet. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes trifft im Finale (12.07 Uhr) auf Rumänien, das Boot der neutralen Athleten AIN, Polen, die Ukraine und Italien – mit Chancen auf Edelmetall. Im Vorrennen am Freitag belegten Frederik Breuer, Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen den zweiten Platz hinter Rumänien. Das Ziel ist, um den Sieg mitzufahren. Die letzte Medaille bei Titelkämpfen gewann der Deutschland-Achter 2024 (EM-Silber in Szeged/Ungarn).

 

 

Die Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, A-Finale:

1. Großbritannien 5:43,38 Minuten. – 2. Rumänien 5:44,13. – 3. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 5:46,22. – 4. Litauen 5:47,64. – 5. Ukraine 5:53,01. – 6. Italien 5:53,89.

Zweier ohne Steuermann, B-Finale: 1. Slowenien 6:30,37 Minuten, 2. Deutschland (Tobias Strangemann, Leonard Brahms) 6:31,69, 3. Norwegen 6:31,98, 4. Kroatien 6:37,79.

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Ein solider Auftakt, der die Hoffnung auf Edelmetall nährt: Der Deutschland-Achter belegte im sogenannten Bahnverteilungs-Rennen bei den Europameisterschaften in Varese (Italien) den zweiten Platz, eine halbe Bootslänge hinter Rumänien. Das gab Carsten Oberhagemann bekannt.

Die Mannschaft war mit dem ersten Rennen nach der Umbesetzung – Frederik Breuer kam ins Boot uns übernahm die Schlagposition – zufrieden. „Das war ein Schritt nach vorne. Uns ist ein besserer Start in die Regatta gelungen als bei den Weltcups in Sevilla und Luzern“, sagte Steuermann Jonas Wiesen und Breuer ergänzte: „In den letzten vier Wochen haben wir gut gearbeitet. Das war ein solides bis gutes Rennen mit Luft nach oben. Wir erarbeiten uns Selbstvertrauen.“

Der Testlauf für das Finale am Sonntag (12.07 Uhr) entwickelte sich zu einem Duell mit Rumänien. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes ging zunächst in Führung, die nach etwa 700 Metern wechselte. Frederik Breuer, Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen blieben dran, knapp zwei Sekunden Rückstand betrug schließlich der Rückstand im Ziel. Der Achter mit neutralen Athleten wurde mit einem Abstand von mehreren Bootslängen Dritter, gefolgt von Polen, der Ukraine und Italien.

Nach diesem Auftakt ist das Ziel klar. Schlagmann Breuer: „Das ist natürlich eine Medaille. Wir haben aber auch gespürt: Die Rumänen sind schlagbar.“ Und auch Theis Hagemeister sieht Möglichkeiten, ganz vorne anzugreifen: „Die Rumänen sind stark, wir freuen uns aufs Finale am Sonntag.“ Zufrieden blickt auch Bundestrainer Mark Emke auf die weitere Entwicklung des deutschen Paradeboots: „Das war ein guter Start mit der neuen Besetzung, ein solides Rennen auf Basislevel. Aber wir können mehr.“

Große Zuversicht im Vierer

Benedict Eggeling jubelte direkt nach der Zieldurchfahrt, auf dem Bootsplatz sah man strahlende Gesichter, die Zuversicht fürs morgige Finale ausdrückten: Der Vierer ohne Steuermann mit René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl überzeugte im EM-Vorlauf mit einem starken zweiten Platz hinter dem Luzern-Zweiten Rumänien und vor dem Heim-Vierer aus Italien. „Das war eines der schönen Rennen, in dem man ein gemeinsames spaßiges Gefühl hat. Dieses gemeinsame Bootsgefühl untereinander ist eine solide Basis für schnelle Rennen“, meinte der auf die Schlagmann-Position gewechselte René Schmela. Das Ziel, der direkte Finaleinzug, war damit erreicht.

Das deutsche Quartett fuhr hinter Rumänien und Großbritannien die drittschnellste Vorlaufzeit, was im Hinblick aufs morgige A-Finale (12.18 Uhr) zusätzlich zuversichtlich macht. Der Gewinn einer Medaille liegt im Bereich des Möglichen. „Das ist realistisch. Morgen ist ein neuer Tag. Wir werden alles reinwerfen. Es ist ein spannendes Finale zu erwarten“, sagte Benedict Eggeling und Bundestrainerin Sabine Tschäge prophezeit: „Das Finale wird ein heißer Ritt.“ Gegner im Kampf ums Edelmetall sind neben den Rumänen und Briten noch die Boote aus Litauen, Italien und der Ukraine.

 Zweier als Vorlauf-Fünfter im B-Finale

Für ein Renndrittel reichte es, dann aber musste der kurzfristig neu zusammengesetzte Zweier ohne Steuermann abreißen lassen. Tobias Strangemann und Leonard Brahms belegten im Vorlauf hinter Rumänien, Griechenland, der Schweiz und Großbritannien Platz fünf und müssen sich – erwartungsgemäß – mit dem B-Finale zufriedengeben. „Davon war nach zwei, drei Wochen gemeinsamem Training leider auszugehen. 700 Meter lief es gut, dann haben wir uns nicht mehr so gemeinsam bewegt. Unsere Bootsgeschwindigkeit hat darunter gelitten, die anderen Boote sind uns in dem engen und schnellen Feld davongefahren“, schilderte Tobias Strangemann den Rennverlauf. Im morgigen B-Finale (9.20 Uhr) bekommt es das junge Duo mit Kroatien, Norwegen und Slowenien zu tun. Strangemann: „Wir sind kurzfristiges Projekt und wollen uns von Rennen zu Rennen steigern.“

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Wie Geschäftsführer Carsten Oberhagemann von der Deutschland Achter GmbH bekannt gab, wurde die Mission erfüllt. Der Deutschland-Achter hat sich bei den Finals in Hannover den deutschen Meistertitel über die 350-Meter-Sprintdistanz gesichert. In der neuen Besetzung setzte sich das Team in einem spannenden Finale durch. Auch der zweite Achter vom Stützpunkt Dortmund überzeugte und sicherte sich Bronze auf dem Maschsee. Für das Trainerteam war die Veranstaltung eine willkommene Gelegenheit, im Sprintbereich noch einmal weitere Reize zu setzen.

Bereits im Time Trial wartete die erste Herausforderung. Gegen die auf Sprintdistanzen spezialisierten Teams der Ruder-Bundesliga zeigte sich von Beginn an, dass die Konkurrenz einen heißen Kampf liefern würde. In der ersten Runde mussten sich die beiden Achter vom Stützpunkt Dortmund den „Sweepboys Hamburg“ – Führender der Ruder-Bundesliga – knapp geschlagen geben. Der Deutschland-Achter in seiner neuen Formation mit Frederik Breuer als Schlagmann und der zweite Dortmunder Achter landeten dahinter. Für die Dortmunder Crews war das zusätzliche Motivation.

Immer wieder Duelle mit Hamburg

Im Viertelfinale ließen beide Dortmunder Achter nichts anbrennen und zogen souverän in die nächste Runde ein. Während sich der Deutschland-Achter anschließend im Halbfinale deutlich gegen die Boote aus Mainz, Frankfurt und Minden durchsetzte, entwickelte sich das zweite Halbfinale zu einem echten Krimi. Dort musste sich der zweite Achter mit der Vierer- und Zweierbesatzung, den Ersatzathleten sowie Steuermann Till Martini den Hamburgern hauchdünn geschlagen geben. Beide Crews qualifizierten sich dennoch für das Finale.

Packendes Finale

Dort entwickelte sich ein packendes Rennen. Die Hamburger, mit dem ehemaligen Team-Deutschland-Achter-Ruderer Marc Kammann auf der Schlagposition, erwischten den besseren Start und lagen zunächst knapp in Führung. Doch der Deutschland-Achter arbeitete sich Schlag für Schlag zurück und nutzte seine Geschwindigkeit auf den letzten Metern konsequent aus. Im Ziel hatte die Crew die Bugspitze vorne und sicherte sich den deutschen Meistertitel vor Hamburg. Der zweite Dortmunder Achter belegte Rang drei, gefolgt vom Germania-Achter aus Frankfurt.

Emke: „Gut umgesetzt“

„Es war eine gute Möglichkeit, hier Rennen zu fahren. Im Finale haben wir ein spannendes Rennen erlebt. Die Hamburger waren auf den 350 Metern ein spezieller Gegner, aber wir waren heiß darauf zu gewinnen – und die Jungs haben das am Ende gut umgesetzt“, sagt Bundestrainer Mark Emke. Auch Bundestrainerin Sabine Tschäge zog ein positives Fazit. Sie betreute in Hannover den zweiten Achter. „Es war eine gute Veranstaltung. Unsere Achter haben sich ordentlich in Szene gesetzt und die Atmosphäre war hervorragend. Es war unglaublich viel los“, so Tschäge. Diese Eindrücke teilte auch René Schmela, Schlagmann des zweiten Achters: „Es hat richtig Spaß gemacht. Die Stimmung mit den Zuschauern war großartig, aber auch unter den Sportlern herrscht hier eine besondere Atmosphäre. Man feuert sich gegenseitig an. Das macht die Finals zu einer besonderen Veranstaltung.“

Nächstes Ziel: EM in Varese

Durch die große TV-Übertragung bei ARD und ZDF konnten das Team Deutschland-Achter und die Ruder-Bundesligisten auch ein Stück weit Werbung für den Rudersport machen. Nach intensiven Wochen im Trainingslager in Ratzeburg und dem Sprint-Wettkampf bei den Finals steht für die Riemen-Nationalmannschaft nun eine kurze Verschnaufpause an. „Alle sind froh, einmal kurz durchatmen zu können“, sagt Tschäge. Drei Tage verbringen die Athleten zu Hause, dann steht mit den Europameisterschaften in Varese schon der nächste Wettkampf vor der Tür. Ganz ohne Training bleibt die Pause allerdings nicht: Nach individuellen Trainingsplänen arbeiten die Sportler bereits auf den nächsten Saisonhöhepunkt hin.

 

Die Besetzung bei den Finals

Deutschland-Achter: Frederik Breuer, Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich, Jonas Wiesen.

Deutschland-Achter 2: René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Hanno Brach, Max John, Jasper Angl, Till Martini.

 

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Der erste Abschnitt des DRV-Trainingslagers in Ratzeburg ist absolviert und hat bereits wichtige Erkenntnisse geliefert. In allen drei Bootsklassen wurden personelle Veränderungen vorgenommen, die in den vergangenen Tagen intensiv erprobt wurden. Nach den ersten positiven Eindrücken reist das Team Deutschland-Achter nun zu den Finals nach Hannover, wo sich am Samstag gleich zwei Achter-Crews in den Sprintentscheidungen über 350 Meter mit der nationalen Konkurrenz messen werden. Dies gab die Deutschland Achter GmbH bekannt.

„Wir haben einiges verändert und einen guten Spirit in den Booten“, zieht Bundestrainer Mark Emke ein erstes Fazit. Auch Bundestrainerin Sabine Tschäge blickt zufrieden auf die bisherigen Trainingstage: „Bis jetzt war das Trainingslager wirklich gut. Wir hatten keine Ausfälle und sind gut vorangekommen.“

 Breuer rückt in den Deutschland-Achter

Im Deutschland-Achter rückt Frederik Breuer neu in die Mannschaft und übernimmt zugleich die Position des Schlagmanns. Tobias Strangemann wechselt dafür in den Zweier ohne Steuermann an die Seite von Leonard Brahms. „Freddy bringt viele Qualitäten mit ins Boot. Wir haben mit ihm einen exzellenten Schlagmann hinzugewonnen“, sagt Emke. Die zahlreichen gemeinsamen Kilometer in Ratzeburg hätten bereits Wirkung gezeigt, so Emke weiter: „Wir haben uns im Trainingslager verbessern können und eine gute Entwicklung genommen.“ Auch Tschäge sieht die Umbesetzung positiv: „Die ersten Weltcups sind nicht ganz so verlaufen, wie wir uns das erhofft hatten. Mit Freddy bekommen wir einen Typ dazu, der physisch stark ist und internationale Erfahrung mitbringt.“

 Guter Start für den Zweier

Durch den Wechsel bildet Tobias Strangemann künftig gemeinsam mit Leonard Brahms den deutschen Zweier ohne Steuermann. Als zweifacher Vizeweltmeister im Zweier (U19/U23) hat Strangemann seine Qualitäten in dieser Bootsklasse bereits unter Beweis gestellt und soll nochmal einen Impuls bringen. Zwar fehlt der neuen Kombination noch die gemeinsame Rennerfahrung, im Training zeigte das Duo jedoch auf Anhieb vielversprechende Ansätze. Nun gilt es, sich von Rennen zu Rennen weiterzuentwickeln und schnell zueinanderzufinden.

Schmela auf Schlag, Angl im Bug

Im Vierer ohne Steuermann wurde die Reihenfolge der Besetzung angepasst. René Schmela übernimmt künftig die Schlagposition von Jasper Angl, der stattdessen im Bug Platz nimmt. Dazwischen bilden Benedict Eggeling und Mark Hinrichs einen Zwilling. Die ersten Eindrücke im Trainingslager stimmen das Trainerteam optimistisch, nachdem sich die neue Formation bereits gut gefunden hat. „Wir sind ordentlich vorwärts gekommen“, bestätigt Tschäge.

Finals auf dem Maschsee

Ein erster Testlauf folgt am Samstag bei den Finals, die im KO-System ausgefahren werden. In Hannover schickt das Team Deutschland-Achter gleich zwei Großboote ins Rennen. Neben dem Deutschland-Achter geht ein zweiter Achter auf dem Maschsee an den Start, der sich aus der Vierer- und Zweierbesatzung, den Ersatzathleten Max John und Hanno Brach sowie Steuermann Till Martini zusammensetzt. Die Sprintstrecke über 350 Meter bietet dabei nicht nur die Gelegenheit, sich mit der nationalen Konkurrenz zu messen, sondern auch wertvolle Reize für die weitere Saisonvorbereitung zu setzen.

Die Achter-Rennen sind am Samstag um 9 Uhr, 10.40 Uhr (Viertelfinale), 11.50 Uhr (Halbfinale) und 14.05 Uhr (A-Finale) geplant. Die Übertragung der Finals erfolgt live im TV bei ARD und ZDF sowie in den Online-Livestreams der Streaming-Portale von ARD und ZDF.

 

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Wieder keine Medaille, wieder Platz vier: Dem Deutschland-Achter blieb es beim Weltcup in Luzern erneut verwehrt, am Siegersteg anzulegen. Wie schon in Sevilla vor vier Wochen musste sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes mit dem vierten Platz zufrieden geben. Weltmeister Niederlande, Olympiasieger Großbritannien und Australien waren im Rotsee-Finale letztlich schneller. „Es war ein Fortschritt im Vergleich zu Sevilla, aber es hat nicht gereicht. Wir konnten heute leider nicht an die Leistung aus dem Vorlauf anknüpfen“, sagte Julius Christ. Am Freitag betrug der Rückstand auf den Weltmeister 1,5 Sekunden, im Finale waren es knapp fünf Sekunden.

Lest nachfolgend die PM:

Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Julius Christ, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen fanden gut ins Rennen und behaupteten auf den ersten 500 Metern lange eine kleine Führung. Und auch nach 800 Metern, als sich die Niederländer abgesetzt hatten, lagen sie noch gleichauf mit den Briten und Australiern. Die deutsche Crew ließ auch nicht locker, als sich die anderen Boote absetzten, erst 200 Meter vor dem Ziel wurde der Abstand größer. Letztlich fehlten gut zwei Sekunden zur Belohnung für die harte Arbeit der letzten Wochen und zur Medaille.

„Nach Sevilla haben wir wichtige Umstellungen vorgenommen. Es waren jetzt zwei vernünftige Rennen, aber es muss uns gelingen, mit dem hohen Anfangsspeed auf den zweiten 500 Metern weiterzufahren. Wir müssen draufbleiben“, meinte Steuermann Jonas Wiesen. Und Mattes Schönherr ergänzte: „Es war noch nicht genug. Wir wissen: Das Potenzial ist da, wir müssen es nur konsequent abrufen.“

„Das war nicht synchron genug“

Ein gutes Rennen, zwei aus der schlechteren Kategorie: So lautet das Rotsee-Fazit vom Vierer ohne Steuermann. Fuhren Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela und Mark Hinrichs am Freitag im Vorlauf noch auf einen guten zweiten Platz hinter dem Topboot aus den Niederlanden, fehlten im Halbfinale am Samstag und im heutigen B-Finale Gemeinsamkeit und Leichtigkeit. „Das war heute nicht synchron genug, was dann bei Gegenwind doppelt bestraft wird. Die Abstände sind im Vierer sehr eng, da wird das dann gleich mit einigen Plätzen bestraft“, sagte Benedict Eggeling und blickte nach vorne: „Was wir aus dem Wochenende mitnehmen, ist: Wir wollen und ziehen auch, aber wir müssen auf eine gemeinsame Ruderbewegung wertlegen.“  

Und Bundestrainerin Sabine Tschäge ergänzte: „Wir haben es gezeigt und wissen auch, dass wir das Boot auf Geschwindigkeit bringen können. Wir müssen unser Konzept aber auch unter Druck umsetzen. Das Vielwollen darf uns nicht blockieren.“ Trotz der jüngsten Rückschläge blickt Schlagmann Jasper Angl aufgrund des Potenzials, das in dem Boot steckt, zuversichtlich auf die nächsten zwei Monate: „Wir waren hier, um für die EM und die WM zu üben. Wir haben einiges gelernt. Und das Ziel bleibt, dass wir bei den nächsten Regatten ins A-Finale wollen.“

Breuer/Brahms: Rückkehr nach Deutschland

Mit Platz vier im B-Finale und damit als Gesamt-Zehnter endete die Regatta für Frederik Breuer und Leonard Brahms im Zweier ohne Steuermann. Das Duo, das die Weltcup-Serie an der Cambridge University vorbereitete, kam in seinem letzten Rotsee-Rennen hinter Norwegen, Großbritannien und Kasachstan ins Ziel. Jetzt geht es für Breuer und Brahms noch einmal für eine Woche zurück nach Großbritannien, wo sie die letzten Uni-Tätigkeiten für ihre Masterarbeit absolvieren. Ab 6. Juli starten sie zusammen mit der gesamten deutschen Nationalmannschaft ins Trainingslager in Ratzeburg. „Dann endet unsere fünfjährige Zeit im Ausland, dann beginnt ein neuer Lebensabschnitt“, sagte Leonard Brahms. Ab Herbst werden die Beiden ihren Trainingsort nach Dortmund verlegen.

 

 

Die Ergebnisse:

Achter, A-Finale: 1. Niederlande 5:36,69 Minuten, 2. Großbritannien 5:36,93, 3. Australien 5:39,14, 4. Deutschland-Achter (Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Julius Christ, Paul Klapperich, Steuermann Jonas Wiesen) 5:41,58, 5. AIN 5:46,03, 6. Polen 5:49,28.

Vierer ohne Steuermann, B-Finale: 1. Australien 2 6:02,37 Minuten, 2. Dänemark 6:02,61, 3. 3. Australien 1 6:03,15, 4. Polen 6:04,48, 5. Deutschland (Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela, Mark Hinrichs) 6:04,85, 6. Uruguay 6:09,25.

Zweier ohne Steuermann, B-Finale: 1. Norwegen 1 6:37,98 Minuten, 2. Großbritannien 6:40,02, 3. Kasachstan 6:43,31, 4. Deutschland 1 (Frederik Breuer, Leonard Brahms) 6:43,40, 5. Irland 2 6:45,28, 6. Australien 2 6:45,93.

 

 

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Das kühlende Bad im Rotsee tat gut. Nach einem harten Fight auf dem Wasser, den sich der Deutschland-Achter im Vorlauf beim Weltcup in Luzern über die komplette 2000 Meter-Distanz mit Weltmeister Niederlande geliefert hatte, stiegen die Ruderer samt Steuermann ins Wasser und genossen die Erfrischung.

Das gab Geschäftsführer Carsten Oberhagemann in einer PM bekannt.

Im Auftaktrennen bei 34 Grad Celsius gaben Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Julius Christ, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen alles, um die Lücke zur Weltspitze zu verkleinern. Was zu einem großen Teil auch gelang: Waren es beim Weltcup in Sevilla vor vier Wochen noch fünf Sekunden auf die Holländer, so betrug der Abstand jetzt nur noch 1,5 Sekunden, was einer halben Bootslänge entspricht. Bis zur Streckenhälfte lag der Deutschland-Achter in Führung, erst nach 1.200 Metern schoben sich die Niederlänger vorbei. Dahinter kamen die neutralen Athleten vor China ins Ziel. „Das war ein gutes Rennen. Wir konnten viel länger mithalten. Wir sind nicht so weit weg und ich bin gespannt aufs Finale am Sonntag“, sagte Bundestrainer Mark Emke zufrieden. „Natürlich will man so ein Rennen gewinnen. Heute hat es leider noch nicht gereicht, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben ein gutes Zeichen gesetzt, haben auch noch viel Luft nach oben“, sagte Tobias Strangemann.

„Schritt für Schritt geht es weiter. Wir konnten heute schon länger mitfahren. Ziel im Hinblick auf die WM ist, dass wir den anderen Nationen unser Renntempo möglichst bis zur Ziellinie aufdiktieren können“, sagte Theis Hagemeister, der den Vorlauf von Sevilla als „Wachrüttler“ bezeichnete. Die Umstellung im Training in den vergangenen Wochen mit höheren Intensitäten im Boot hat sich schon bemerkbar gemacht. „Wir haben mehr Punch reingebracht und mehr Dynamik im Boot. Das springt gut an.“

Das gilt es am Sonntag im Finale (13.20 Uhr) zu wiederholen. Dort trifft der Deutschland-Achter auf die Niederlande, Großbritannien, Australien, Polen und das Boot der neutralen Athleten. Es ist ein enges Feld, aber Coach Emke ist nach dem verheißungsvollen Auftakt zuversichtlich: „Wir können das Podium schaffen.“

„Als würde das Boot fliegen“

Mit einem starken zweiten Platz im Vorlauf qualifizierte sich der Vierer ohne Steuermann direkt und souverän fürs Halbfinale. Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela und Mark Hinrichs bestätigten die Trainingseindrücke und sorgten für einen Lichtblick am ersten Wettkampftag auf dem Rotsee. „Wir sind sauber und kontrolliert los und dann gleichmäßig über die Strecke gekommen. Das war ein konstant gutes Niveau“, sagte Eggeling, der mit seinem Team hinter dem WM-Dritten aus den Niederlanden und vor Dänemark und Spanien ins Ziel kam.

„In einer Phase mitten im Rennen hatte ich das Gefühl, als würde das Boot fliegen. Da konnten wir dem Rennen den Stempel aufdrücken und uns von den Dänen absetzen“, meinte Schlagmann Angl und Mark Hinrichs ergänzte: „Wir konnten heute Akzente setzen, aber wir wissen auch: Das war der erste Schritt, der ein gutes Gefühl gibt. Aber morgen müssen wir eine Schüppe drauflegen, wir wollen alle sehr gerne ins A-Finale.“ Zufrieden war mit dem Auftakt auch Bundestrainerin Sabine Tschäge: „Das, was sie im Training zeigen, ist im Rennen aufgeblitzt. Das zeigt: Wenn wir eine längere Zeit gemeinsam üben können, können wir auch Fortschritte im Wettkampf machen.“

Breuer/Brahms über die Zeit weiter

Auch der der Zweier ohne Steuermann mit Frederik Breuer und Leonard Brahms zog ins Halbfinale ein. Es war nach dem vierten Platz im Vorlauf hinter Australien, Spanien und Kasachstan aber eine kurze Zeit des Bangens nötig. Denn das Duo kam nur als einer von vier Zeitqualifikanten weiter. „Wir sind mit dem Auftaktrennen nicht zufrieden, das war nicht unser bestes Rennen. Aber gut, dass es fürs Zwischenziel gereicht hat. Ich hoffe, dass wir morgen zulegen können und uns ähnlich wie in Sevilla von Rennen zu Rennen verbessern können“, meinte Frederik Breuer.

Mit der 13. besten Zeit reichte es für Hanno Brach und Max John knapp nicht fürs Halbfinale. Die beiden Ersatzleute belegten in ihrem Vorlauf den vierten Platz hinter Booten aus Griechenland, Schweden und Irland. „Sie sind ein solides Rennen gefahren. Das war in Ordnung, schließlich ist es kein eingefahrener Zweier, ihnen fehlen viele gemeinsame Kilometer. Aber es gut, dass die Ersatzleute hier Rennen fahren und damit Erfahrung sammeln können“, sagte Tschäge. Mit dem C-Finale (Samstag, 9.35 Uhr) haben Brach/John ein weiteres Zweier-Rennen auf dem Rotsee vor sich.

 

 

Ergebnisse:

Achter, Vorlauf: 1. Niederlande 5:28,27 Minuten, 2. Deutschland-Achter (Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Julius Christ, Paul Klapperich, Steuermann Jonas Wiesen) 5:29,73, 3. AIN 5:35,10, 4. China 5:40,24.

Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Niederlande 5:57,13 Minuten, 2. Deutschland (Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela, Mark Hinrichs) 5:59,74, 3. Dänemark 6:01, 25, 4. Spanien 6:02,08, 5. Indien 6:20,76.
Zweier ohne Steuermann, Vorlauf 2: 1. Australien 1 6:29,78 Minuten, Spanien 6:33,18, 3. Kasachstan 6:35,05, 4. Deutschland 1 (Frederik Breuer, Leonard Brahms) 6:37,57, 5. Indien 6:59,71.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf 3: 1. Griechenland 6:30,97 Minuten, 2. Schweden 6:32,80, 3. Irland 2 6:37,60, 4. Deutschland 2 (Hanno Brach, Max John) 6:45,38, 5. China 1 6:45,82.

 

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Wie uns der Deutschland Achter GmbH mitteilte, richtet sich nach dem Auftakt in die internationale Saison in Sevilla der Blick des Team Deutschland-Achter auf den dritten Weltcup der Saison in Luzern, der von Freitag bis Sonntag stattfindet. Alle Boote wollen auf dem Rotsee ihre Fortschritte aus dem Training bestätigen und sich im starken internationalen Feld weiter nach vorne arbeiten.

Im Deutschland-Achter lag der Fokus zuletzt vor allem auf der Weiterentwicklung der Renn-Effizienz. Beim Weltcup in Sevilla zeigte das Boot über weite Strecken ein gutes Bild, führte auf den ersten 500 Metern sogar das Feld an, musste im weiteren Rennverlauf jedoch anderen Nationen, den Niederlanden, Großbritannien und Rumänien, den Vortritt aufs Podium lassen. „Wir haben daran gearbeitet, die Effizienz der Schläge zu verbessern und sind da Schritt für Schritt vorangekommen“, berichtet Bundestrainer Mark Emke. Die intensive Trainingsphase in Dortmund unter teils hohen Temperaturen soll sich in Luzern auszahlen, wo ebenfalls sommerliche Bedingungen erwartet werden.

„Wir wollen aufs Podium“

Insgesamt gehen auf dem Rotsee acht Achter ins Rennen, darunter wieder Olympiasieger Großbritannien und die Weltmeister aus den Niederlanden, die auch zuletzt in Sevilla den Bugball vorne hatten. Mit Australien, China und Indien sind diesmal auch drei Nationen aus Übersee dabei. Das Ziel des Deutschland-Achter ist es, die Lücke nach oben weiter zu schließen. „Wir wollen nah dran sein und aufs Podium – im Idealfall ganz nach vorne“, sagt Emke. Dafür geht die Crew wieder mit Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tobias Strangemann, Tassilo von Müller, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Julius Christ, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen an den Start. Im Vergleich zu Sevilla mit einer kleineren internen Rotation: Theis Hagemeister rückt auf Position 7 vor, Die Bugpositionen besetzen Julius Christ auf der 2 und Paul Klapperich auf der 1.

Gute Entwicklung im Vierer

Der Vierer ohne Steuermann reist mit einer deutlich stabileren Vorbereitung in die Schweiz als vor dem Weltcup in Sevilla. Während damals Ausfälle die Trainingsarbeit erschwerten und letztlich auch beim Wettkampf umbesetzt werden musste, konnte das Quartett diesmal über einen längeren Zeitraum geschlossen in voller Besetzung trainieren. In Luzern tritt der Vierer wieder in Originalbesetzung an: Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela und Mark Hinrichs. „Es ist schön zu sehen, wie die Jungs vorwärtskommen, wenn sie gemeinsam arbeiten können. Das hat richtig Spaß gemacht“, erzählt Bundestrainerin Sabine Tschäge. Der im Training erarbeitete Rhythmus soll nun auch im Rennen umgesetzt werden, um sich im starken, mit 20 Booten besetzten Feld weiter nach vorne zu schieben.

 „Zweier ein hart umkämpftes Geschäft“

Auch der Zweier ohne Steuermann mit Frederik Breuer und Leonard Brahms geht mit Rückenwind in den zweiten Weltcup. Die Vorbereitung der beiden Athleten war zuletzt durch Studienverpflichtungen an der Cambridge University geprägt, weil sie parallel ihre Scheinfreiheit für das kommende WM-Trainingslager in Ratzeburg vorbereiten. Dennoch haben beide im Training wieder wichtige Schritte gemacht. In Sevilla zeigte das Duo bereits vielversprechende Leistungen und konnte erste Erfahrungen auf internationalem Niveau sammeln. Darauf soll aufgebaut werden. „Der Zweier ist ein hart umkämpftes Geschäft, in dem viele Nationen sehr stark besetzt sind. Da braucht es Zeit und gemeinsame Rennerfahrung, um nach vorne zu kommen“, so Tschäge. Genau diese Erfahrung wollen die beiden nun weiter ausbauen und dabei den nächsten Sprung machen. Als Ersatzfahrer stehen Hanno Brach und Max John zur Verfügung und könnten ebenfalls im Zweier eingesetzt werden, sofern sich im Verlauf der Regatta keine Ausfälle in den anderen Booten ergeben sollten. Insgesamt sind in Luzern 21 Boote im Zweierfeld gemeldet.

Freitag Vorläufe, Sonntag Finals

Am Mittwochmorgen ist das Team Deutschland-Achter nach Luzern angereist. Die ersten Vorläufe stehen am Freitag auf dem Programm: Der Zweier startet um 12.07 Uhr, der Vierer um 12.39 Uhr und der Deutschland-Achter um 15.43 Uhr. Am Samstag stehen für den Zweier (11.37 Uhr) und den Vierer (12.11 Uhr) die Halbfinals an. Die A-Finals steigen am Sonntag um 11.49 Uhr (M2-), 12.41 Uhr (M4-) und 13.20 Uhr (M8+).

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Aggressiv und willensstark vom ersten Schlag, am Ende aber nicht belohnt: Der Deutschland-Achter fuhr im Weltcup-Finale in Sevilla mutig los, behauptete sich lange Zeit im Weltklasse-Feld der Großboote, musste sich schließlich aber mit dem vierten Platz hinter Weltmeister Niederlande, Großbritannien und Rumänien zufriedengeben. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Julius Christ, der von Ole Bartenbach ersetzt wurde, zeigte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes ein komplett anderes Gesicht als noch im Testrennen zwei Tage zuvor. „Das war viel besser. Die Mannschaft hat vom Start ihr Kämpferherz gezeigt. Dass sie am Ende etwas zu kämpfen hatte, gehört dazu. So können wir weitermachen“, sagte Bundestrainer Mark Emke. Weiter heißt es in der PM:

Bei der 500-Meter-Marke lagen Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Paul Klapperich, Ole Bartenbach und Steuermann Jonas Wiesen knapp vorn, wurden dann von den Niederländern und kurz nach Streckenhälfte auch von den Briten überholt. Auf dem letzten Streckenabschnitt zogen schließlich auch die Rumänen vorbei. „Auf den ersten 1000 Metern haben wir gesehen, dass es möglich ist, mit der Weltspitze mitzufahren. Wir sind offensiv ins Rennen gegangen und dann den Heldentod gestorben.  Wenn der Ofen aus ist, dann ist es vorbei“, sagte Theis Hagemeister, der am heutigen Sonntag seinen 29. Geburtstag feierte – aber schließlich nicht den erhofften und möglichen Medaillengewinn.

 

Weitere Stimmen aus dem Deutschland-Achter:

Sönke Kruse: „Aus dem Testrennen haben wir wichtige Schlüsse gezogen. Es ist immer ärgerlich, wenn man die Medaille verpasst und am Ende übersprintet wird. Wir hatten den Tank leergefahren. Aber das ist kein Grund zu Sorge.“
Mattes Schönherr: „Wir haben gesehen, dass wir eine hohe Geschwindigkeit generieren können und hatten heute die Gelegenheit, vorne mitzufahren. Wir nehmen mit: Achter fahren heißt volle Kanne losfahren und draufbleiben.“

Tobias Strangemann: „Wir haben gezeigt, dass wir mitfahren können – auch mit Ersatzmann. Jetzt müssen wir dranbleiben und Richtung Luzern fortsetzen, was wir uns erarbeitet haben.“

Ole Bartenbach: „Davon, einmal im Deutschland-Achter mitfahren können, habe ich als Kind geträumt. Das war für mich heute eine große Chance zum Lernen. Schließlich tut es weh, wenn man auf Medaillenkurs ist und es dann nicht klappt.“

 

Vierer gibt B-Finale die „Note drei“

„Für die Umstände war die Regatta okay. Wir haben deutlich höhere Ambitionen, aber als Übung waren die Rennen wichtig“, sagte Mark Hinrichs, der mit dem Vierer ohne Steuermann den Weltcup auf Platz drei im B-Finale und damit auf dem Gesamtrang neun abschloss. „Ich würde dem letzten Rennen die Note drei geben – mehr als ausreichend, aber auch nicht gut“, ergänzte Benedict Eggeling.

Der Vierer mit Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer, der kurzfristig René Schmela ersetzte, und Mark Hinrichs fuhr im B-Finale auf den ersten 1000 Metern mit den führenden Booten aus Litauen und Polen gut mit, musste dann aber leicht abreißen lassen. „Die Grundlage ist da, wir sind aber noch nicht präzise genug im Ablauf unserer Ruderbewegung. Das Viererfahren ist einen Tick schneller als im Zweier. Ich bin optimistisch, dass wir das hinbekommen. Das Wochenende hat gezeigt: das A-Finale ist realistisch für uns“ erklärte Hinrichs.

Stabiles Weltcup-Debüt für Breuer/Brahms im Zweier

Knapp das A-Finale verpasst und den Weltcup mit dem zweiten Platz im B-Finale abgeschlossen: Frederik Breuer und Leonard Breuer haben im stark besetzten Zweier-ohne-Feld eine gute erste Duftmarke gesetzt. Im B-Finale lag das Duo bei Streckenhälfte noch in Führung, musste auf den zweiten 1000 Metern aber die Norweger auf der Außenbahn passieren lassen. Weltcup-Platz acht nach drei guten und stabilen Rennen ist ein guter Auftakt, das sah auch Frederik Breuer so: „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Für Leo war es der erste Weltcup überhaupt, für uns zusammen die erste internationale Regatta im Zweier – und dann noch mit einem sehr starken Feld. Am Ende wollen wir weiter vorne sein, uns Richtung A-Finale orientieren.“ Für das deutsche Cambridge-Duo geht es nun zurück nach Großbritannien. Breuer: „Wir werden weiter an unserer Fitness arbeiten, unsere Masterarbeiten abschließen und dann in einem Monat ins Training in Deutschland einsteigen.“

 

Ergebnisse:

Achter, Finale: 1. Niederlande 5:33,23 Minuten, 2. Großbritannien 5:34,69, 3. Rumänien 5:35,50, 3. Deutschland-Achter (Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Paul Klapperich, Ole Bartenbach, Steuermann Jonas Wiesen) 5:38,31, 5. Polen 5:42,36.

Vierer ohne Steuermann, B-Finale: 1. Litauen 6:09,32 Minuten, 2. Polen 6:10,52, 3. Deutschland 1 (Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer, Mark Hinrichs) 6:13,43, 4. AIN 6:16,21, 5. Spanien 6:18,49, 6. Kanada 6:18,79.
Zweier ohne Steuermann, B-Finale: 1. Norwegen 6:44,15 Minuten, 2. Deutschland (Frederik Breuer, Leonard Brahms) 6:46,25, 3. Großbritannien 6:46,90, 4. Kroatien 6:48,61, 5. Uruguay 6:49,78, 6. Irland 6:54,18.

 

 

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In Sevilla verpassen der Zweier und Vierer ohne Steuermann das A-Finale beim gut besetzten Weltcup in Sevilla. Plätze fünf und vier im Halbfinale für die Boote mit Potenzial. Das gab Geschäftsführer Carsten Oberhagemann in einer Pressemitteilung bekannt. 

„Der Weltcup ist eine gute Standortbestimmung. Im Männer-Riemen-Bereich sind alle Weltmeister und auch viele Finalboote aus Shanghai am Start. Sevilla ist eine gute Standortbestimmung“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge nach dem zweiten Wettkampftag, an dem der Vierer und der Zweier ohne Steuermann Platz fünf und vier im Halbfinale erreichten und damit den erhofften A-Finaleinzug verpassten. Aber beide Boote zeigen, dass in ihnen großes Potenzial steckt.

„Heute fehlten ein paar Prozent“

Der Vierer konnte das gute Auftaktrennen vom Freitag nicht wiederholen. Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer und Mark Hinrichs kamen hinter Weltmeister Großbritannien, dem WM-Zweiten Rumänien, Dänemark und Polen ins Ziel. „Heute hat in der Nachstartphase etwas die gemeinsame Präzision gefehlt. Dadurch haben wir nicht in den leichten Rhythmus wie im Vorlauf gefunden. Ein paar Prozent fehlten“, sagte Benedict Eggeling. Und Bundestrainerin Sabine Tschäge fügte hinzu: „Heute war es deutlich, aber morgen im B-Finale wollen wir versuchen, unseren Bugball vorzuschieben.“ Um 9.25 Uhr geht es gegen Litauen, Polen, Spanien, die neutralen Athleten und Kanada.

„Im Zweier braucht man einfach ein paar Rennen“

Mutig raus, auf den ersten 500 Metern gleichauf mit dem Weltmeister aus Neuseeland und bis 500 Meter vor dem Ziel in Reichweite zum A-Finale: Frederik Breuer und Leonard Brahms warfen im stark besetzten Halbfinale alles in die Waagschale, am Ende reichte es zum vierten Platz hinter Neuseeland, dem WM-Vierten aus Spanien und dem WM-Dritten aus der Schweiz. „Wir haben alles versucht, konnten uns mit den Top-Zweiern der Welt matchen und bis 1500 Meter mithalten. Für das erste Mal auf diesem Toplevel können wir viel Positives aus der Regatta ziehen. Das ist ein gutes Learning“, meinte Leonard Brahms. Ähnlich sieht es Sabine Tschäge: „Im Zweier ist es wichtig, internationale Rennerfahrung zu sammeln. Da braucht man einfach ein paar Rennen. Für den Auftakt ist es in Ordnung.“

Im B-Finale am Sonntag (9.10 Uhr) traf das Duo, das aktuell in Cambridge lebt und trainiert, auf Irland, Kroatien, Uruguay, Großbritannien und Norwegen. „Das Ziel ist vorne mitzufahren und uns nochmal zu steigern“, so Brahms.

Perspektiv-Vierer gewinnt C-Finale

Mit einem Sieg im C-Finale beendete der Perspektiv-Vierer mit Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach und Paul Martin die Regatta. Das Quartett setzte sich im Duell mit Tschechien durch. Es war ein eng geführter Zweikampf über die gesamten 2.000 Meter, schließlich überquerte der deutsche Vierer die Ziellinie mit einer knappen Sekunde Vorsprung. „Wir haben heute viel über den Kampf gelöst, ruderisch haben wir eine Menge Luft nach oben. Das Rennen war okay, aber insgesamt sind wir nicht zufrieden. Wir wären gerne im Halbfinale gelandet“, sagte Schlagmann Simon Schubert. Und Ole Bartenbach ergänzte: „Heute lief es besser als im Vorlauf, wir sind relaxter über die Strecke gekommen. Wir haben viel gelernt an diesem Wochenende.“

 

 

Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Großbritannien 5:54,54 Minuten, 2. Rumänien 1 5:57,02, 3. Dänemark 5:59,62, 4. Polen 6:02,72, 5. Deutschland 1 (Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer, Mark Hinrichs) 6:10,15, 6. Spanien 6:13,54.
Zweier ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Neuseeland 6:27,76 Minuten, 2. Spanien 6:31,72, 3. Schweiz 6:32,79, 4. Deutschland (Frederik Breuer, Leonard Brahms) 6:38,22, 5. Kroatien 6:42,13, 6. Irland 6:44,61.

Vierer ohne Steuermann, C-Finale: 1. Deutschland 2 (Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach, Paul Martin) 6:16,45 Minuten, 2. Tschechien 6:17,25.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür