Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Noch einmal in die Vollen: Fünf Tage nach den Weltmeisterschaften in Amsterdam trifft sich die Ruderelite zum 26. SH Netz Cup in Rendsburg. Von Freitag bis Sonntag wird hier ein volles Programm geboten: Rudern auf dem Ergometer, spannende Sprintrennen und die quälend lange Marathon-Distanz 12,7 Kilometer auf dem Nord-Ostsee-Kanal am Sonntag (14.20 Uhr). Das gab Geschäftsführer Carsten Oberhagemann bekannt. 

„Das ist eine tolle, vielseitige Regatta, die für uns abseits der üblichen 2000-Meter-Distanz eine schöne Abwechslung bietet. Wir freuen uns wie jedes Jahr auf das Wochenende in Rendsburg und darauf, mit internationalen Gegnern auf verschiedenste Arten messen zu können“, sagte Steuermann Jonas Wiesen, für den es die vierte Teilnahme in Rendsburg ist.

DRV-Flaggschiff in WM-Besetzung

Der Deutschland-Achter geht in kompletter WM-Besetzung an den Start: mit Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen. Als Ersatzmann ist Kaspar Virnekäs dabei. Die Mannschaft, die am Sonntag den vierten Platz in Amsterdam belegt hatte, trifft auf Nationalboote aus Großbritannien, den Niederlanden, Italien und der Ukraine.

Los geht‘s am Freitagabend um 19.30 Uhr mit dem HanseWerk-Ergo-Cup der Internationalen Männer-Achter – auf dem Ruder-Ergometer sind 500 Meter zu bewältigen. Am Samstag folgt um 16.20 Uhr der Stadtwerke SH-Sprint-Cup über 350 Meter im Kreishafen, gefolgt vom Ergo-Cup der Steuerleute. Den Höhepunkt und Abschluss bildet am Sonntag um 14.20 Uhr der SH Netz Cup über die Ruder-Marathon-Distanz von 12,7 Kilometer auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Breiholz bis zur Rendsburger Eisenbahnbrücke.

Danach geht’s für die Sportler nach einer intensiven Saison in den wohlverdienten Urlaub.

 

Zwei Boote bei der U23-EM in Kruszwica

Gefordert ist am Wochenende auch noch einmal der U23-Nachwuchs. Bei den U23-Europameisterschaften im polnischen Kruszwica treten vom Dortmunder Leistungszentrum ein Zweier und ein Vierer ohne Steuermann an. Den Zweier bilden Justus Beckmann und Carl Sgonina, die auch schon bei der U23-WM im Achter saßen. Im Vierer messen sich David Kalle, Julius Watzka, Moritz Bitz und Collin Liebe mit der internationalen Konkurrenz.

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Deutschland-Achter hat die Weltmeisterschaften in Amsterdam auf dem vierten Platz beendet. In einem hochklassigen und extrem schnellen Finale hielt die Crew lange den Anschluss an die Medaillenplätze, am Ende fehlten knapp 2,5 Sekunden zum Podium. Die Niederlande konnten vor heimischem Publikum ihren WM-Titel verteidigen und blieben vor Großbritannien und Australien. Alle drei Boote unterboten dabei den bisherigen Weltrekord von 5:18,68 Minuten, den der Deutschland-Achter selbst seit 2017 gehalten hatte. Dies gab die Deutschland Achter GmbH in einer Pressemitteilung bekannt.

Für die deutsche Crew war es der Abschluss eines intensiven Finalsonntags mit zwei Rennen innerhalb kurzer Zeit. Bereits um kurz nach 10 Uhr hatte sich der Deutschland-Achter im Halbfinale als Dritter (hinter Holland und Großbritannien) und für das Finale qualifiziert. Nur rund dreieinhalb Stunden später folgte der Kampf um die WM-Medaillen. „Der vierte Platz ist nie schön. Man möchte auf dem Podium stehen“, sagte Bundestrainer Mark Emke: „Aber wenn man bedenkt, wo wir herkommen, war es ein wirklich gutes Rennen. Ich bin absolut stolz auf das Team.“ Die insgeheim erhoffte Medaille blieb zum Saisonhöhepunkt aus, dafür zeigte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes eindrucksvoll, wie viel Entwicklung im Team steckt und wie nah das Boot inzwischen wieder an der Weltspitze ist.

Starker Auftritt im Halbfinale

Schon im Halbfinale zeigte der Deutschland-Achter, dass mit ihm zu rechnen ist. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Tassilo von Müller und Theis Hagemeister im Vorlauf saßen beide wieder im Boot mit Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen. Die Mannschaft fand sofort zu ihrem gewohnten Rhythmus und erwischte einen starken Start, der zunächst die Führung bedeutete. Bis zur 1.500-Meter-Marke blieb das Rennen zwischen den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland eng. Als der Einzug ins Finale gesichert war, nahm der Deutschland-Achter auf dem letzten Streckenabschnitt etwas Tempo heraus, um Kräfte für das wenige Stunden später anstehende Finale zu sparen.

Dreimal Weltbestzeit im Finale

Auch im Finale erwischte der Deutschland-Achter einen guten Start und setzte sich zunächst vor die USA und die Niederlande. Anschließend ruderten die Gastgeber an die Spitze, das Feld blieb aber über weite Strecken eng zusammen. Schließlich setzten sich die Niederlande, Großbritannien und Australien entscheidend ab und blieben am Ende alle drei unter der bisherigen Weltbestzeit. Der Deutschland-Achter zog noch an den USA vorbei und sicherte sich somit Platz vier. 2,5 Sekunden fehlten am Ende zu Bronze, knapp drei Sekunden auf Titelverteidiger Niederlande.

„Auf den ersten 1.000 Metern haben wir ein bisschen zu viel Abstand verloren, aber wir haben es geschafft, auf der zweiten Streckenhälfte wieder heranzukommen und auch die USA zu überholen. Das war schon ein großer Schritt“, bilanzierte Emke: „Es sind eben drei Boote, die den Weltrekord brechen, und wir waren das vierte.“

„Ein großer Schritt nach vorn“

So bitter der Blick auf die knapp verpasste Medaille beim Anlegen zunächst war, so positiv fällt die Gesamtbilanz aus. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft war der Deutschland-Achter auf Rang sieben gekommen. In Amsterdam kämpfte die Crew nun wieder um die Medaillen und verkürzte den Abstand zur Weltspitze deutlich. Auch der Vierer ohne Steuermann belegte mit Rang vier die beste Platzierung seit 20 (!) Jahren, während der junge Zweier ebenfalls eine respektable WM-Platzierung erreichte (Platz 15). „Wir haben auf unserem langen Weg zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles einen wirklich großen Schritt nach vorne gemacht“, so Emke: „Wir können es noch besser machen, dafür arbeiten wir jetzt weiter.“

Platz fünf im Mixed-Achter

Der WM-Sonntag endete für das Team Deutschland-Achter mit dem Mixed-Achter Rennen. Nach der EM-Silbermedaille war die Spannung vor dem WM Finale bei René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini groß. Früh im Rennen setzten sich jedoch Rumänien, die Niederlande und USA vom Rest des Feldes ab. Den Abstand konnte die deutsche Crew nicht mehr aufholen und ruderte am Ende auf Platz fünf vor der Schweiz und hinter Frankreich. Den Titel im Mixed-Achter gewann Rumänien vor den Niederlanden und den USA.

 

Stimmen aus dem Deutschland-Achter

Jonas Wiesen: “Wir haben hier das beste Rennen der Saison geliefert, uns gut vorbereitet, sind auch mit den Krankheitsausfällen gut umgegangen. Am Ende will man natürlich aufs Podium, das ist vollkommen klar. Aber für uns ist wichtig zu sehen, dass wir hier gute Schritte gemacht haben in den letzten Wochen und Monaten. Wir haben keinen Zweifel dran gelassen, dass wir vorne mit in den Fight gehören.”

Olaf Roggensack: “Wir haben uns vorgenommen, die dritten 500 Meter schnell zu fahren und dann vorne offensiv raus weiterzufahren. Und ich glaube, das haben wir auch gut umgesetzt. Die anderen waren jetzt leider ein bisschen schneller und mit dreimal Weltbestzeit rechnet man natürlich auch nicht. Deswegen finde ich, wir haben das erstmal gut gemacht – und Olympia kommt erst in zwei Jahren. Wir lernen aus jedem Rennen und versuchen weiterhin uns zu steigern.”

Julius Christ: “Es war ein richtig geiles Rennen. Wir sind zwar nur Vierter geworden, aber wir müssen schauen: Wo kommen wir her? Wir wollten erst mal ins A-Finale fahren. Jetzt sind wir Vierter. Klar, Deutschland hat große Ansprüche, das haben wir auch. Aber wir sind jetzt eine halbe Länge hinten, sind 5:20 und mega das Brett gefahren – damit bin ich echt zufrieden. Ich bin da echt sehr happy mit, wie wir jetzt hier auch in Rennen gehen, einfach furchtlos, voll reingebrettert – und das ist geil.”

Frederik Breuer: “Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Der vierte Platz ist immer undankbar, weil wir einfach ohne Medaille nach Hause gehen, aber wir haben ein richtig gutes Rennen abgeliefert. Am Ende steht eine Zeit von 5:20 – ich bin noch nie so schnell Rennen gefahren. Ich bin sehr zufrieden damit und denke, es macht Zuversicht fürs nächste Jahr.”

Sönke Kruse: “Klar sind wir ein geiles Rennen gefahren. Wir haben uns stark entwickelt, wir haben stabile Leistungen abgerufen, haben das im Halbfinale taktisch sauber gelöst, das war alles super. Aber mit einem vierten Platz, ein Platz von den Medaillen entfernt, das ist halt ärgerlich. Ich würde lügen, wenn ich jetzt was anderes erzählen würde. Wir sollten jetzt genau den Weg, den wir eingeschlagen haben, weitergehen. Man sieht, wir werden immer schneller und stabiler. Das muss einfach weitergehen, dann werden wir auch diese halbe Länge noch zufahren.”

Theis Hagemeister: “Egal wie schnell du gefahren bist, wenn du nicht auf dem Podium bist, legt man mit einem weinenden Gesicht an. Aber wir sind stark gefahren. Wir wissen auch, dass wir immer noch Raum haben, uns weiterzuentwickeln. Wir haben immer noch Potenzial. Das langfristige Ziel bleibt Olympia, im nächsten Jahr erstmal die Quali. Und das war jetzt ein wichtiger Schritt. Wir gehen mit viel Energie und Motivation in die nächste Saison.”

 

 

Die Ergebnisse:

Achter, Halbfinale: 1. Niederlande 05:20.77 Minuten; 2. Großbritannien 05:21.08 ; 3. Deutschland (Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 05:25.88, 4. Neuseeland 05:28.36; 5. Polen 05:41.16; 6. Ukraine 06:13.92.

Achter, Finale: 1. Niederlande 05:17.75 Minuten; 2. Großbritannien 05:17.81; 3. Australien 05:18.28; 4. Deutschland 05:20.71; 5. USA 05:22.32; 6. Italien 05:32.14.

Mixed-Achter, Finale: 1. Rumänien 05:35.75; 2. Niederlande 05:38.42; 3. USA 05:38.61; 4. Frankreich 05:45.71; 5. Deutschland (René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz, Steuermann Till Martini) 05:46.00; 6. Schweiz 05:57.79.

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Platz vier im WM-Finale – mit einem so guten Ergebnis schloss der Vierer ohne Steuermann wie seit 20 Jahren nicht eine Weltmeisterschaft ab. In Amsterdam sorgten René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl für eine neue Euphorie um den Vierer. Die Medaillen gingen die USA (Gold), die Niederlande (Silber) und Großbritannien (Bronze). „Wir sind total glücklich über unser Ergebnis. Darauf können wir sehr stolz sein. Das war insgesamt eine geile Erfahrung“, meinte Mark Hinrichs. Das Quartett bestätigte mit einer konstant guten WM den Gewinn von EM-Bronze vor vier Wochen.

Lest die PM von der Deutschland-Achter GmbH:

„Wenn mir vorher jemand den vierten Platz angeboten hätte, hätte ich sofort unterschrieben. Wenn man das A-Finale erreicht, will man auch um die Medaille mitfahren. Aber wir haben es heute bei den Schiebewind-Bedingungen technisch nicht so sauber gelöst“, sagte Benedict Eggeling.

In den Medaillen-Dreikampf konnte der deutsche Vierer nicht eingreifen. „Die Boote aus den USA und Großbritannien waren die erwarteten Favoriten, die Holländer sind – beflügelt durch das Heimpublikum – auch ein super Rennen gefahren“, zollte Hinrichs den Medaillenbooten seinen Respekt. Genauso wir Tschäge: „Die Drei waren für uns eine kleine Nummer zu groß. Auf den zweiten 500 Metern haben wir etwas abreißen lassen müssen. Heute war die drei Medaillenboote noch ein kleines Stückchen weg, wir nehmen von der WM mit, dass es machbar ist, mit ihnen mitgehen zu können.“

Auf der Bosbaan entschiede das deutsche Quartett schließlich den Dreikampf um Rang vier für sich und setzts sich erneut gegen Rumänien und Neuseeland (mit zwei Silber-Medaillen-Gewinnern von Paris) durch. „Dass wir die starken Rumänen und die Neuseeländer hier auf der Bosbaan jeweils zweimal schlagen konnte, ist ein gutes Zeichen“, meinte Eggeling, für die Regatta aber noch nicht beendet ist: „Jetzt freue ich mich auf den Mixed-Achter. Außer Rumänien kennen wir keines der sechs Boote, es ist alles offen. Aber klar: Wir wollen die Medaille angreifen.“

Achter trotzt allen Widrigkeiten und freut sich auf Sonntag

Einen reibungslosen WM-Einstieg hatte der Deutschland-Achter – aller widrigen Umstände zum Trotz. Im Vorlauf, der nach einer Entscheidung des Weltverbandes worldrowing aufgrund der Wetterbedingungen als Einzelzeitfahren ausgetragen wurde, belegte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes den zweiten Platz hinter den Niederlanden. Der Deutschland-Achter, bei dem Max John und Tobias Strangemann die erkrankten Tassilo von Müller und Theis Hagemeister ersetzten, benötigte für die 2.000-Meter-Strecke 5:31,70 Minuten, die Holländer waren 1,2 Sekunden schneller. Die schnellsten Zeiten erruderten im Kampf gegen die Uhr Großbritannien (5:29,90), den USA (5:29,99) und Australien (5:30,19).

„Es war ein insgesamt kurioser Tag, der mit einem Feueralarm beim Frühstück begann. Aber mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Zum Glück haben wir zwei extrem gute Ersatzleute dabei, auf die wir uns verlassen können. Jetzt freuen wir uns auf den morgigen Tag, an dem wir wieder richtige Rennen und dann hoffentlich auch wieder in kompletter Besetzung fahren können“, sagte Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen hob hervor: „Das war trotz aller Widrigkeiten ein solider Einstand in die WM. Jetzt gilt es im Halbfinale all in zu gehen, um den Sprung ins Finale zu schaffen.“

Im Halbfinale trifft der Deutschland-Achter am Sonntag (10.05 Uhr) auf Olympiasieger Großbritannien, den Titelverteidiger aus den Niederlanden, Neuseeland, Polen und die Ukraine. Die ersten drei Boote aus diesem Rennen erreichen das A-Finale. „Wir haben richtig Bock auf das Rennen. Das wird spannend, wir sind hoch motiviert“, meinte Schlagmann Frederik Breuer.

 

 

Die Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, A-Finale: 1. USA 5:41,57 Minuten, 2. Niederlande 5:41,84, 3. Großbritannien 5:44,16, 4. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 5:49,64, 5. Rumänien 5:50,14, 6. Neuseeland 5:59,88.

Achter, Vorlauf im Zeitfahren: 1. Niederlande 5:30,53 Minuten, 2. Deutschland (Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Max John, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Tobias Strangemann, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 5:31,70, 3. Polen 5:39,35, 4. Ukraine 5:43,26.

 

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Wie die Deutschland-Achter GmbH bekannt gab, kam es für den Vorlauf am heutigen Nachmittag im Deutschland-Achter zu einer krankheitsbedingten Umbesetzung. Tassilo von Müller und Theis Hagemeister fielen krankheitsbedingt für den Vorlauf aus. Sie wurden ersetzt durch Tobias Strangemann (Position 2) und Max John (Position 5).

Gegner im Vorlauf waren die Niederlande, die Ukraine und Polen. Von insgesamt 13 gemeldeten Achtern erreichen zwölf Boote die Halbfinals am Sonntag. „Die Umbesetzung ist eine Vorsichtsmaßnahme. So haben die Beiden einen weiteren Tag zur Erholung. Ich gehe davon aus, dass sie am Sonntag wieder dabei sein können“, sagte Bundestrainer Mark Emke.

 

 

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann

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Voller Spannung blickt das Team Deutschland-Achter aufs WM-Wochenende in Amsterdam. Am Samstag, dem sechsten Tag der Weltmeisterschaften auf der Bosbaan, steigt der Deutschland-Achter ins Renngeschehen ein: Im Vorlauf (15.52 Uhr) trifft das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes auf die Niederlande, die Ukraine und Polen. Zuvor bestreitet der Vierer ohne Steuermann sein A-Finale (11.46 Uhr). Es geht gegen die USA, die Niederlande, Großbritannien, Rumänien und Neuseeland. So gibt Carsten Oberhagemann in einer PM bekannt.

Der Deutschland-Achter ist seit Mittwoch in Amsterdam und hat ein gewaltiges Rennprogramm vor der Brust: drei Rennen innerhalb von nicht einmal 24 Stunden. Auf den Vorlauf am Samstagnachmittag folgen am Sonntag die Halbfinals (ab 10.05 Uhr) und die Finals (B-Finale um 13.05/A-Finale um 13.38 Uhr) am Sonntag. Die Mannschaft brennt auf darauf, sich mit der versammelten Weltelite zu messen, und ist zuversichtlich: „Die Vorbereitung lief gut. Wir haben in Ratzeburg und Dortmund sehr zielstrebig gearbeitet und sind gute Schritte vorwärtsgekommen“, sagte Steuermann Jonas Wiesen und fügte hinzu: „Durch die spätere Anreise konnten wir uns in Dortmund länger in Ruhe und fokussiert vorbereiten, unsere Übungen und Belastungen fahren. Jetzt sind wir aber froh, hier zu sein. Wir hatten gute Trainingseinheiten auf der Bosbaan und sind froh, dass es jetzt auch für uns losgeht.“

Positiv hat die Mannschaft die bisherigen Erfolge der DRV-Teams aufgenommen. „Es ist schön zu sehen, dass die Mannschaften aus unserer Trainingsgruppe gute Leistungen gezeigt und gute Resultate erzielt haben. Das erhöht auch das eigene Selbstvertrauen“, bemerkte Wiesen, der selbst gemeinsam mit seiner Ehefrau und der früheren Steuerfrau Larina Wiesen auch ein freudiges Ereignis hatte: In der vergangenen Woche kam der gemeinsame Sohn Johann zur Welt. „Das ist ein wunderschönes Erlebnis und gibt mir persönlich eine Extramotivation“, sagte Jonas Wiesen.

„WM-Finale – das ist der Hammer“

Hoch motiviert blickt auch der Vierer ohne Steuermann aufs morgige Finale. René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl überzeugten mit zweiten Plätzen im Vorlauf und Halbfinale (jeweils hinter den Niederlanden), tankten viel Selbstvertrauen und wollen jetzt auch den WM-Abschluss genießen. „Es ist schon geil, dass wir uns über die Saison so gut entwickelt haben. Dass wir jetzt im WM-Finale stehen, ist der Hammer. Wir können vollkommen entspannt und mit einem Lächeln in dieses Rennen gehen und wollen einfach nur Spaß haben“, sagte Schlagmann René Schmela vor dem mit Spannung erwarteten Vierer-Finale in Amsterdam.

Und schließlich – im letzten Rennen der Weltmeisterschaften – steht der Mixed-Achter auf dem Programm. Am Sonntag um 15.08 Uhr wollen René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini nach EM-Silber auch die WM mit Edelmetall beenden.

 

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann

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Willensstark und mit klarem Fokus ins WM-Finale: René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl machten als Halbfinal-Zweite hinter den Niederlanden und vor Neuseeland im Vierer ohne Steuermann bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam den Finaleinzug perfekt. Das gelang einem deutschen Riemen-Vierer zuletzt vor acht Jahren. So stand es in einer Pressemitteilung der Ruderer zu lesen.

Nach einem starken Start – das deutsche Boot lag nach 500 Metern nahezu gleichauf mit den Niederländern – fiel das deutsche Quartett hinter die Boote aus Neuseeland und China zurück auf Rang vier. „Heute haben wir uns schwergetan, unseren Streckenschlag auf den mittleren 1000 Metern zu finden. Da waren wir nicht konstant genug. Aber mit Herz und Willen haben wir unser Ziel erreicht. Wir wollten auf Teufel komm‘ raus das A-Finale erreichen“, sagte Jasper Angl.

Mentale und physische Stärke

In der Tat: Der Endspurt, initiiert und moderiert von Mark Hinrichs auf Position zwei, zündete richtig, der deutsche Vierer fuhr mit der höchsten Endgeschwindigkeit zurück auf Rang zwei. Nur die enteilten Holländer waren nicht mehr einzuholen. „Das war nicht das schönste Rennen, aber es hat richtig viel Spaß gemacht, sich noch einmal so aktivieren zu können, wenn man schon am Limit ist. Diese mentale und physische Stärke ist ein Skill, der die Mannschaft auszeichnet“, meinte Angl und Hinrichs ergänzte: „Wir haben die Mittel besser zu fahren. Aber heute können wir stolz darauf sein, dass es auch gereicht hat, wenn mal nicht so gut klappt“, erzählte Mark Hinrichs.

„Für eine Medaille muss alles passen“

Entsprechend zuversichtlich kann die Mannschaft, die sich über die Saison gefunden hat, aufs Finale am Samstag (11.41 Uhr) blicken. „Viel hängt von der Tagesform ab. Wir haben nichts mehr zu verlieren, können das Rennen gestalten und nehmen den Kampf auf. Eine Medaille ist möglich, aber dafür muss auch alles passen. Unsere Maxime ist aber ganz klar: Wir wollen ein geiles Finalrennen fahren, dann schauen wir, was dabei am Ende rausspringt“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge mit Blick auf das Finale, in dem das Boot aus den USA mit der jeweils schnellsten Zeit im Vorlauf und Halbfinale als klarer Favorit gilt. Weltmeister Großbritannien, die Niederlande vor dem Heimpublikum, Rumänien und Neuseeland sind die weiteren Gegner.

 

 

Die Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Niederlande 5:58,70 Minuten. –  2. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 6:00,15,70. –  3. Neuseeland 6:00,42. – 4. China 6:02,09. – 5. Australien 6:10,13. –  6. Italien 6:13,48

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Zwei Tage nach dem verpatzten WM-Start folgte die Bestätigung auf Top-Niveau: Tobias Strangemann und Leonard Brahms fuhren im Zweier ohne Steuermann im C-Finale der Weltmeisterschaften in Amsterdam auf einen guten dritten Platz. Dabei zeigten sie, welch Potenzial in ihnen steckt. Für das junge Duo endete das A-WM-Debüt im Zweier mit dem 15. Gesamtplatz bei 21 gemeldeten Booten. So Carsten Oberhagemann in einer PM.

Bei Streckenhälfte lagen Strangemann/Brahms noch auf dem vierten Platz. Doch durch eine ökonomischere Krafteinteilung als im Vorlauf vor zwei Tagen hatten sie bei Sieg des US-Boots noch genug Reserven für einen beherzten Schlussspurt. „Das war ein deutlich besseres Rennen und bestätigt, dass wir mehr hätten erreichen können. Wir sind souverän mit den Böen umgegangen, ohne dass wir diesmal einen Einbruch erlitten und uns zu früh das Licht ausgeklipst haben“, sagte Tobias Strangemann. Entsprechend konnten das deutsche Duo den slowenischen Zweier, der bei der EM in Varese noch vor ihnen lag, auf der Nachbarbahn abfangen und auch zum WM-Sechsten des Vorjahres aus Irland auffahren. Die Schweden, Weltcup-Sechster in Luzern, wurden Fünfte.

„Insgesamt betrachtet ist es ernüchternd. Ein schlechtes Rennen zu Beginn hat uns letztlich eine bessere Platzierung gekostet. Dass wir jetzt ein paar etablierte Boote schlagen konnten, zeigt, welch Potenzial in uns steckt. Ich nehme das Positive mit, was jetzt nicht unbedingt so offensichtlich ist: Wir haben uns gut entwickelt“, sagte Leonard Brahms, der nach Dortmund ziehen wird und ab Herbst in der Dortmunder Gruppe mittrainieren wird.

Zuvor haben die Zwei aber noch in Amsterdam was vor. Das Duo will am Sonntag mit dem Mixed-Achter, der bei der EM in Varese schon Silber gewann, für einen erfolgreichen WM-Abschluss sorgen. „Das Ziel ist eine Medaille. Da haben wir Bock drauf“, sagte Brahms.

 

 

Die Ergebnisse:

Zweier ohne Steuermann, C-Finale: 1. USA 6:51,74 Minuten. –  2. Irland 6:54,02. –  3. Deutschland (Tobias Strangemann, Leonard Brahms) 6:54,48. –  4. Slowenien 6:55,95. –  5. Schweden 6:57,17, 6. China 7:08,83

 

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann

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Der Vierer ohne Steuermann setzte am zweiten WM-Tag in Amsterdam ein dickes Ausrufezeichen: Gut drei Wochen nach dem Gewinn von EM-Bronze überzeugten René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl auch im Vorlauf der Weltmeisterschaften. Das Quartett sicherte sich mit einem starken Auftakt Platz zwei knapp hinter dem Boot aus den Niederlanden den direkten Einzug ins Halbfinale (Donnerstag, 15.40 Uhr). Das gab Carsten Oberhagemann in einer PM bekannt.

Dabei lag der deutsche Vierer bei Streckenhälfte noch auf Rang drei, überholte dann aber recht schnell den EM-Zweiten Rumänien und fuhr auf der Außenbahn auch zu den enteilten Holländern auf. Am Ende sechs Zehntelsekunden Rückstand auf die WM-Gastgeber und die insgesamt drittschnellste Vorlaufzeit lassen hoffen, dass dieser Vierer nun auch bei der WM das Finale erreicht.

„Gemeinsames Konzept gut umgesetzt“

„Das haben sie gut gemacht bei nicht einfachen Bedingungen. Sie haben im Mittelteil die Nerven behalten und unser gemeinsames Konzept gut umgesetzt. Durch das Rennen haben sie sich bewusst gemacht, dass sie richtig Gas geben können. Aber das war nur ein Vorlauf, im Halbfinale werden die Karten neu gemischt“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge. Zufrieden mit dem Rennen war auch Benedict Eggeling: „Schon beim Einfahren war es durch die enge Strecke und die knappen Zeitabstände zu den Vorrennen recht hektisch. Nach 500 Metern haben wir aber unseren Rhythmus gefunden und unser Ziel, die direkte Qualifikation fürs Halbfinale, erreicht.“

Dem Vierer ist es somit gelungen an die erfolgreiche EM in Varese, wo das Quartett überraschend die Bronzemedaille gewonnen hat, anzuknüpfen. „Die EM tat uns gut. Da haben wir gemerkt: Da geht was“, meinte Tschäge. In der neuen Sitzposition mit René Schmela auf Schlag, dahinter mit dem Steuerbord-Zwilling Benedict Eggeling/Mark Hinrichs sowie Jasper Angl im Bug hat sich ein homogener und leistungsstarker Vierer gefunden. Tschäge: „Die Jungs wollen zusammen und haben richtig Bock drauf, schnelle Rennen zu fahren.“

„Donnerstag ist ein neuer Tag“

Die positive Entwicklung der letzten Wochen wollen sie bei der WM fortsetzen und sich nach dem gelungenen Auftakt nun auch mit dem A-Finale belohnen. Aber sie wissen auch, dass ein erneuter Kraftakt, inklusive eines perfekten Zusammenspiels vonnöten ist. „Donnerstag ist ein neuer Tag. Das Selbstvertrauen aus dem Vorlauf nehmen wir mit, aber im Halbfinale zählt es. Man weiß nicht, wer heute mit dem Wind besser oder schlechter zurechtkam. Die Rennen sind durch die Böen, die immer wieder reinkommen, untereinander schwer zu vergleichen“, erzählte Eggeling. Im Halbfinale geht es erneut gegen die Niederlande, hinzu kommen Neuseeland, Australien, Italien und China. Drei Boote schaffen es ins Finale. Für Bundestrainerin Tschäge eine – nach der heutigen Vorstellung – durchaus machbare Aufgabe: „Wir sind in einer guten Ausgangsposition. Das Halbfinale wird aber ein heißer Kampf. Wir müssen drauf, wollen das aber auch. Dafür sind wir ja hier.“

 

 

Die Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Niederlande 6:24,10 Minuten. – 2. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 6:24,70. –  3. Rumänien 6:28,16. –  4. Kanada 6:41,84. – 5. Indien 7:01,36.

 

 

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Gleich der allererste Schlag ging schief und schließlich verpassten sie das erhoffte Halbfinale: Tobias Strangemann und Leonard Brahms mussten in ihrem bislang wichtigsten gemeinsamen Rennen im Zweier ohne Steuermann bitteres Lehrgeld bezahlen. Platz fünf im Vorlauf auf der Bosbaan im Süden der holländischen Metropole tat weh. Italien und Litauen sicherten sich die direkten Halbfinalplätze, Norwegen kam als Dritter über die Zeit weiter, für China (4.) und das junge deutsche Duo reichte es nur fürs C-Finale (Mittwoch, 14.29 Uhr). Dass in ihrem dritten und schlechtesten Saisonrennen letztlich nur drei Sekunden fürs Halbfinale fehlten, war besonders ärgerlich.

„Das ist frustrierend“

„Das ist frustrierend und spiegelt in keinster Weise wider, wie gut wir in den letzten Wochen gearbeitet haben. Ganz im Gegenteil: Es fühlt sich an wie ein Rückschritt“, sagte Tobias Strangemann, der im Vorjahr in Shanghai noch im Deutschland-Achter saß, jetzt aber wie auch Leonard Brahms die erste A-WM im Kleinboot bestreitet. „In einer großen Mannschaft fühlt man sich sicherer. Von dem schlechten Start im Zweier haben wir uns nervös machen lassen“, gab der 21-Jährige vom Ruderverein Dorsten zu.

„Trotz des misslungenen Starts haben sie versucht, das Tempo der vorderen Boote mitzugehen. Das war zu aufwändig, dafür haben sie ab Streckenhälfte bezahlen müssen. Auf diesem absoluten Top-Niveau im Zweier sind die Beiden noch zu unerfahren. Sie sind noch nicht abgebrüht genug, um mit so einer Situation am Start richtig umzugehen“, meinte Trainer Heiner Schwarz. Schließlich zog der chinesische Zweier auf der zweiten Streckenhälfte vorbei und im Vergleich mit den anderen Vorläufen fehlten letztlich drei Sekunden, um sich noch über die Zeit fürs Halbfinale zu qualifizieren. Strangemann: „Die Chance auf eine gute Platzierung haben wir verbaut. Jetzt schauen wir, dass wir im C-Finale einen guten Abschluss im Zweier finden.“ Am Mittwoch treffen sie erneut auf China sowie auf die USA, Irland, Schweden und Slowenien.

 

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Die letzten Vorbereitungen laufen, die ersten Boote sind bereits auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Amsterdam (24. bis 30. August): Für den Deutschland-Achter, den Vierer ohne Steuermann und den Zweier beginnt der Countdown zum Saisonhöhepunkt. Während Vierer und Zweier bereits am Donnerstag angereist sind und Anfang der Woche in ihre WM-Rennen starten, bleibt der Deutschland-Achter noch bis Mittwoch am Stützpunkt in Dortmund. Sein erster Einsatz erfolgt erst am Finalwochenende – am Samstag mit dem Vorlauf und dann am Sonntag mit Halbfinale und Finale innerhalb weniger Stunden. Alle drei Boote wollen ihre starken EM-Leistungen nun auch im großen WM-Feld bestätigen.

Deutschland-Achter: „Wie ein Uhrwerk“

Für den Deutschland-Achter wurde der Donnerstag noch einmal zum wichtigen Belastungstest. Mit zwei intensiven Einheiten und einer Pause dazwischen bildet die Mannschaft den WM-Sonntag nach, an dem zwischen Halbfinale und Finale ebenfalls nur wenige Stunden liegen. „Wir machen das, um den Wettkampf von Sonntag zu simulieren. Die zwei Rennen kurz nacheinander sind eine ungewohnte Herausforderung, aber wir nehmen das an“, sagt Bundestrainer Mark Emke.

Über die Saison hat sich der Deutschland-Achter kontinuierlich weiterentwickelt. Vor allem im gemeinsamen Rhythmus und in der Präzision der Ruderschläge sieht Emke deutliche Fortschritte. Einen wichtigen Impuls brachte die Hereinnahme von Frederik Breuer, der direkt die Schlagposition übernahm. „Er macht das wie ein Uhrwerk und die Mannschaft zieht genauso mit“, findet Emke. Auch physisch habe sich das Team über die vergangenen Monate deutlich entwickelt. Gleichzeitig hat der Achter an seiner Fähigkeit gearbeitet, das hohe Tempo auch über die zweite Rennhälfte hochzuhalten. „Wir haben im Training gesehen, was möglich ist. Das ist jetzt unsere Aufgabe, es auch im Wettkampf umzusetzen“, so Emke.

Zuletzt holten Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen bei der EM in Varese Silber. Auch bei der WM will der Deutschland-Achter wieder um die Medaillen mitkämpfen. „Wir wollen aufs Podium. Je höher, je besser“, sagt Emke. Die Konkurrenz in Amsterdam ist groß: 13 Boote gehen an den Start. Neben den EM-Gegnern haben auch die Nationen aus Übersee und vor allem Olympiasieger Großbritannien und der Weltmeister aus den Niederlanden größte Ambitionen. Für das deutsche Team gilt der Fokus der eigenen Leistung. „Dass gute Gegner dabei sind, ist ja auch das Schöne. Genau deswegen fahren wir zur WM“, meint Emke, für den die Weltmeisterschaft auch eine Rückkehr in die Heimat ist: Der gebürtige Niederländer kennt die Strecke in Amsterdam bestens und wird bei der WM auf viele Bekannte treffen. „Ich kenne die Bosbaan sehr gut und weiß, wie sie sein kann“, so Emke.

Vierer: Wieder ins A-Finale

Auch der Vierer ohne Steuermann reist nach dem Gewinn der EM-Bronzemedaille mit Rückenwind nach Amsterdam. Nachdem zuletzt im Trainingslager in Ratzeburg verletzungsbedingt kurzzeitig Ersatzmann Hanno Brach einspringen musste, geht nun wieder rechtzeitig die bewährte Originalbesetzung aufs Wasser. René Schmela sitzt auf Schlag, dahinter Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl. „Wir sind wieder vollständig und in einem guten Takt“, berichtet Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Die Vierer-Crew hat über die Saison hinweg spürbare Fortschritte gemacht, dabei hat sich die Sitzreihenfolge als wichtiger Faktor erwiesen. „Es hat ein bisschen gebraucht, aber wir haben die richtige Sitzreihenfolge gefunden. Das hat sich sehr schnell positiv bemerkbar gemacht“, sagt Tschäge und hebt die Qualitäten des Quartetts hervor: „Das Team ist technisch gut und kämpferisch stark eingestellt. Das sind echte Wettkampftypen.“

In Amsterdam soll die Mannschaft an die Leistung von Varese anknüpfen und sich erneut möglichst weit vorne behaupten. Nun wartet ein noch größeres Feld. Insgesamt 18 Boote kämpfen um den Einzug ins WM-Finale. Der Anspruch bleibt dennoch unverändert: Das A-Finale ist das Ziel, um dort nochmal alles rauszuholen. „Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen“, so Tschäge.

Zweier: Im größten Riemen-Feld weiter wachsen

Noch größer ist das Feld im Zweier: 23 Boote sind gemeldet. Für den jungen deutschen Zweier mit Tobias Strangemann und Leonard Brahms wird die WM damit zur besonderen Herausforderung – und genau die nehmen die beiden mit großem Enthusiasmus an. Nach ihren ersten gemeinsamen internationalen Rennen bei der EM konnte das von Heiner Schwartz betreute Duo im Training weitere wichtige Kilometer sammeln und sich Stück für Stück steigern.

„Das ist ein hartes Feld, in dem es richtig zur Sache geht“, sagt Tschäge. Viele etablierte Zweier treffen in Amsterdam aufeinander. Das deutsche Duo will sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen, sondern seine positive Entwicklung fortsetzen. Bei der EM erreichte die junge Kombination das B-Finale und mischte dort als Zweiter vorne mit. Dieses Ergebnis soll nun bestätigt und möglichst verbessert werden. „Wir wollen noch ein paar Prozent drauflegen und dann schauen, wozu es reicht“, sagt Tschäge.

Mixed-Achter und Ersatzmänner

Das Zweierduo sowie René Schmela und Benedict Eggeling aus dem Vierer gehen außerdem im Mixed-Achter mit Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini auf Medaillenjagd, nachdem zuletzt bei der EM schon Silber herausgesprungen war. Neben den WM-Booten gehören die Ersatzmänner Hanno Brach und Max John zur WM-Mannschaft. In der Vorbereitung haben sie eine wichtige Rolle übernommen, auch immer wieder in den Booten ausgeholfen und die Qualität hochgehalten.

  

Der Zeitplan

Der Zweier steigt als erstes in die WM ein, mit seinem Vorlauf direkt am Montag ab 16.58 Uhr. Weiter geht es mit dem Halbfinale am Mittwoch ab 16.59 Uhr. Das B-Finale findet am Freitag um 13.57 Uhr statt, das A-Finale um 16.43 Uhr.

Für den Vierer beginnt der Vorlauf am Dienstag ab 14.03 Uhr, das Halbfinale am Donnerstag ab 15.35 Uhr. Das A-Finale steigt am Samstag um 11.41 Uhr.

Für den Deutschland-Achter stehen drei Rennen binnen 24 Stunden an: Los geht es am Samstag (29.08.) mit dem Vorlauf ab 15.46 Uhr. Am Sonntag folgen dann das Halbfinale ab 10.05 Uhr sowie das A-Finale um 13.38 Uhr. Zum Abschluss der WM fährt der Mixed-Achter sein Finale um 15.08 Uhr.

 

Archivbild: Deutschland Achter GmbH