Liebe Leserinnen, liebe Leser.

“Das war ein dummes Rennen“, tituliert Bundestrainer Mark Emke den Auftakt des Deutschland-Achters beim Weltcup in Sevilla und ist unzufrieden. So ist es in der Pressemitteilung zu lesen.

Sie saßen länger als üblich zusammen in einem Stuhlkreis und analysierten das Rennen, den Testlauf. Der Deutschland-Achter kassierte beim sogenannten Weltcup-Testrennen in Sevilla eine deutliche Niederlage. Über zwei Bootslängen Rückstand auf Weltmeister Niederlande, Rumänien und Großbritannien sind eine ordentliche Hypothek für das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes, aber „kein Grund zur Sorge“, wie es Schlagmann Sönke Kruse formulierte.

„Das war ein dummes Rennen. Wir können es so viel besser, müssen es aber zeigen“, urteilte Bundestrainer Mark Emke ernüchtert. Deutlich wurde Steuermann Jonas Wiesen: „Wir haben heute das Wichtigste vermissen lassen: Kampf um jeden Zentimeter. Wir waren nicht aggressiv im Durchzug. Und wenn das fehlt, hat man zu keiner Phase des Rennens die Chance zu agieren. Das war ein dummer Fehler, den darf man nicht wiederholen.“

Testrennen mit Lernpotenzial

Im Testrennen mit Lernpotenzial auf dem Guadalquivir gerieten Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Geburtstagskind Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Paul Klapperich, Theis Hagemeister und Steuermann Jonas Wiesen schon zu Beginn ins Hintertreffen. Während sich vorne ein packender Dreikampf zwischen Niederlanden, Großbritannien und Rumänien entwickelte, musste sich die Crew um Geburtstagskind Olaf Roggensack noch gegen Polen wehren, um nicht Letzter zu werden. Das gelang, mehr aber nicht.

Am Sonntag gibt’s die Möglichkeit, diesen ernüchternden Auftakt zu revidieren. Um 12.49 Uhr treffen diese fünf Achter erneut aufeinander – und der Deutschland-Achter will sich da mit einem komplett anderen Gesicht zeigen. Das war eine wichtige Erkenntnis, nach dem langen Analysegespräch am Freitagnachmittag. „Heute hat nicht alles funktioniert. Das Testrennen macht uns kein Muffensausen. Wir haben daraus gelernt, freuen uns auf Sonntag und werden eine ganz andere Hausnummer aufzeigen“, sagte Schlagmann Sönke Kruse und ergänzte: „Letztes Jahr haben wir es ja gesehen: Das erste Rennen sagt nicht unbedingt viel aus.“ Da hatte der Deutschland-Achter bei der EM in Plovdiv noch freitags beim Vorlaufsieg an der Weltbestzeit gekratzt – und wurde zwei Tage später EM-Vierter.

Vierer überzeugt mit siebtbester Zeit – A-Finale ist das Ziel

Arg gebeutelt ging der Vierer ohne Steuermann in den Saisonstart, machte aber das Beste aus der Situation. Nachdem die Vorbereitung auf den Weltcup in Dortmund immer unter anderem durch Krankheitsausfälle gelitten hatte, fiel kurzfristig René Schmela aus. Ben Gebauer rückte für ihn auf die Position zwei und das Team qualifizierte sich trotz der Rückschläge sicher fürs Halbfinale. Im stark besetzten Vorlauf kamen Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer und Mark Hinrichs hinter Vize-Weltmeister Rumänien, dem WM-Sechsten Frankreich und dem WM-Vierten Litauen auf dem vierten Platz und mit der siebtschnellsten Zeit aller drei Vorläufe ins Ziel. „Das war ein starkes Feld. Mit den Litauern haben wir uns einen guten Fight geliefert, mussten sie aber schließlich auf den letzten 200 Metern vorbeilassen“, sagte Schlagmann Jasper Angl, der angesichts der kurzen Vorbereitungszeit in dieser Konstellation mit der Leistung zufrieden war.

Auch Bundestrainerin Sabine Tschäge sieht eine positive Entwicklung des Vierers: „Sie haben es trotz des kurzfristigen Wechsels gut gemacht. Der Vierer kommt ins Rutschen, das hat sich bestätigt. Auf dem Ergebnis können wir aufbauen.“ Und Mark Hinrichs ergänzte: „Mit Ben haben wir uns gut eingefunden. Es fiel es uns leicht, ins Rennen zu finden. Vierer fahren macht Spaß. Mit der siebtbesten Zeit sind wir nah an den Top 6. Da wollen wir hin, das A-Finale ist unser Ziel. Dafür sind wir stark motiviert.“

Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach und Paul Martin haben als Perspektivvierer die Chance erhalten, internationale Erfahrung beim Weltcup zu sammeln. Das Quartett belegte in ihrem Vorlauf den vierten Platz und kam nach 6:16,33 Minuten ins Ziel. Die Zeit reichte nicht für den erhofften Halbfinaleinzug. „Die ersten 1.000 Meter liefen gut, aber dann haben wir den Tritt verloren. Für Ole und mich ist es der erste Weltcup, wir hatten keine Leistungserwartung, aber man sich schon etwas Druck. Man will ja performen. Jetzt gilt es, im C-Finale zu zeigen, was wir können“, sagte Paul Martin, der wie Ole Bartenbach sein erstes Jahr im A-Bereich bestreitet. Im C-Finale (Samstag, 10.20 Uhr) kam es zum Duell mit Tschechien.

Breuer/Brahms: „Mindestanforderung erreicht“

Die Konkurrenz im Zweier ohne Steuermann ist stark. Das bekommen Frederik Breuer und Leonard Brahms, die DM-Zweiten, im Weltcup-Vorlauf zu spüren. Sie belegten in ihrem Rennen hinter Rumänien, Litauen und Uruguay den vierten Platz, kamen aber letztlich über die Zeit weiter. „Das war ein solides Rennen mit etwas Luft nach oben. Dass es am Ende nur für den vierten Platz gereicht hat, hat uns ein wenig überrascht. Im Zweier ist es ein hartes Feld“, sagte Frederik Breuer, der sich zusammen mit Lenard Brahms für das morgige Rennen einiges vorgenommen hat: „Mit dem Halbfinale haben wir die Mindestanforderung erreicht. Aber jetzt wollen wir uns steigern.“

 

Die Ergebnisse:

Achter, Testrennen: 1. Niederlande 5:31,94 Minuten, 2. Rumänien 5:31,96, 3. Großbritannien 6:33,97, 4. Deutschland-Achter (Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Paul Klapperich, Theis Hagemeister, Steuermann Jonas Wiesen) 6:39,31, 5. Polen 5:39,89.

Vierer ohne Steuermann, Vorlauf 1: 1. Rumänien 1 5:59,18 Minuten, 2. Frankreich 6:00,96, 3. Litauen 6:04,14, 4. Deutschland 1 (Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer, Mark Hinrichs) 6:04,38, 5. Kanada 6:09,88.
Vierer ohne Steuermann, Vorlauf 3: 1. Großbritannien 6:00,82 Minuten, 2. Neuseeland 6:07,38, 3. Spanien 6:11,76, 4. Deutschland 2 (Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach, Paul Martin) 6:16,33.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Rumänien 6:38,03 Minuten, 2. Litauen 6:42,12, 3. Uruguay 6:44,92, 4. Deutschland (Frederik Breuer, Leonard Brahms) 6:46,61, 5. Frankreich 6:55,13.

 

 

Das Bild hat uns Geschäftsführer Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie das Team Deutschland Achter bekannt gab, steht das erste internationale Rennen der Saison an. Von Freitag bis Sonntag (29. bis 31. Mai) trifft das neuformierte Team Deutschland Achter beim Weltcup in Sevilla erstmals in diesem Jahr auf die internationale Konkurrenz. Für den Deutschland Achter, den Vierer und den Zweier ohne Steuermann wird die Regatta in Andalusien damit zum ersten echten Gradmesser auf dem Weg in Richtung WM in Amsterdam.

Bereits am Mittwoch reiste das deutsche Team nach Spanien und absolvierte bei guten Bedingungen noch am selben Tag die erste Trainingseinheit auf dem Guadalquivir. Ab Freitag wird es ernst: Mit dem Weltcup beginnt für das Team Deutschland Achter die heiße Phase der Saison. Nach intensiven Monaten der Vorbereitung liefert der erste internationale Vergleich wichtige Antworten – zumal in Sevilla die geballte Konkurrenz am Start ist, unter anderem Großbritannien, die Niederlande und Neuseeland. „Da weiß man direkt, was Sache ist und kann schauen, wo man steht“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Deutschland Achter mit frischem Wind

Im Deutschland Achter gab es im Vergleich zur Vorsaison nur eine personelle Veränderung: Tassilo von Müller ist neu ins Boot mit Sönke Kruse, Julius Christ, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Paul Klapperich, Theis Hagemeister und Steuermann Jonas Wiesen gerückt. Dazu wurde die Sitzordnung geändert, Kruse übernimmt die Schlagposition. Die vergangenen Wochen nutzte das Team intensiv, unter anderem auch im Kurztrainingslager in Ratzeburg. Nun geht es in Sevilla gegen vier Gegner ins Rennen: Weltmeister aus den Niederlanden, Olympiasieger Großbritannien, Rumänien und Polen.

Bundestrainer Mark Emke sieht sein Team gerüstet: „Wir haben seit dem vergangenen Jahr einige wichtige Schritte gemacht. Mit Tassilo haben wir zusätzliche Power im Boot und auch die Veränderungen bei den Sitzpositionen funktionieren gut. Jetzt wollen wir sehen, wie sich das im Vergleich mit den internationalen Booten auszahlt und wie weit wir kommen können.“

Seit über einem Jahr arbeiten die Sportler mit dem Coach aus den Niederlanden zusammen, viele Automatismen haben sich eingespielt, die Sportler haben physisch wie technisch zugelegt. Das ist im täglichen Training zu spüren, wie Steuermann Jonas Wiesen berichtet: „Der Vorteil ist, dass ein Großteil der Mannschaft zusammengeblieben ist. Das kann zwar auch negativ sein, wenn man in denselben Trott verfällt, aber das haben wir bislang gut gelöst. Wir haben ein gemeinsames Grundverständnis, wie wir rudern wollen, und gute Jungs im Boot, die das umsetzen können. Es herrscht eine konstruktive Arbeitsatmosphäre, wir sind auf dem besten Weg.“

Vierer ohne Steuermann kommt in Fahrt

Im Vierer ohne Steuermann mit Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela und Mark Hinrichs verlief die Vorbereitung nicht ganz ohne Schwierigkeiten. Krankheitsbedingte Ausfälle sorgten immer wieder für Anpassungen. Dadurch konnten zuletzt auch keine direkten Teststrecken in Ratzeburg gefahren werden. Dennoch sieht Bundestrainerin Tschäge eine positive Entwicklung: „Der Vierer fängt an, gut zu laufen. Vor allem die vergangene Woche war nochmal ein guter Schritt.“ Das Ziel sei klar formuliert: „Es ist ein Prozess, den wir begonnen haben. Wir wollen uns über die Saison stetig entwickeln, um bei der WM in Amsterdam in Topform Richtung Finale zu gehen. Wir haben erfahrene Leute im Boot, die wissen, wie es läuft.“

Einer davon ist Benedict Eggeling, der wie drei weitere Athleten im Vierer schon Erfahrung im Deutschland Achter hat. „Ich nehme die Möglichkeit im Vierer als Chance, um mich ruderisch weiterzuentwickeln. Im kleineren Team kann man individueller auf Personen eingehen und auch nochmal enger zusammenarbeiten“, sagt Eggeling und schaut zuversichtlich nach vorne: „Wir ziehen alle in die gleiche Richtung und versuchen, das Optimum rauszuholen.“

In Sevilla werden zwei Vierer aus dem Team Deutschland Achter an den Start gehen. Aus dem Perspektivkader erhalten Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach und Paul Martin die Chance, sich zu zeigen und wertvolle Erfahrungen im internationalen Umfeld zu sammeln. Die deutschen Vierer bekommen es in Sevilla mit insgesamt zwölf Gegnern zu tun.

Brahms/Breuer treffen auf großes Zweierfeld

Im Zweier ohne Steuermann gehen Frederik Breuer und Leonard Brahms an den Start. Das Duo studiert aktuell in Cambridge und bereitete sich dort in enger Abstimmung mit dem deutschen Trainer-Team auf die Saison vor. Nach Platz zwei bei den Deutschen Meisterschaften in München gehört der Zweier aktuell zu den stärksten deutschen Kombinationen. In Sevilla wartet nun die erste internationale Bewährungsprobe, 15 Zweier sind gemeldet. Während Breuer in der Olympiasaison 2024 im Deutschland-Achter bereits Erfahrung sammeln konnte, wird es für Brahms der erste internationale Wettkampf im Seniorenbereich. „Die beiden liegen in der nationalen Rangliste weit vorne. Natürlich brauchen sie im harten internationalen Zweierfeld noch Zeit und Erfahrung, aber die beiden machen einen guten Eindruck“, sagt Tschäge.

Nachdem das Duo das erste Viertel des Jahres vorwiegend in den Cambridge Achtern absolvierte, ist die Einstimmung im Zweier gut verlaufen, wie Frederik Breuer bestätigt: „Die Vorbereitung in Cambridge lief sehr gut. Wir können das Training gut mit unserem Studium hier verbinden. Wir rudern mittlerweile in einem Trainingsboot, welches identisch ist zu dem Boot, in dem wir die Rennen fahren. Auch sonst sind die Trainingsbedingungen hier top. Wir sind bereit und freuen uns auf die erste internationale Regatta der Saison.“

Als Ersatzfahrer reisen Max John und Ben Gebauer mit nach Sevilla. Eigentlich war Hanno Brach als Ersatzmann neben John vorgesehen, er musste jedoch krankheitsbedingt passen. John ist bereit: „Ich versuche, die Rolle als Ersatzmann gut anzunehmen und das Team aus dem Hintergrund zu unterstützen. Wir hoffen natürlich nicht, dass jemand krank wird, aber ich schaue, dass ich für alle Fälle immer auf Strom bin.“

 

 

Archivbild: Team Deutschland Achter

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Team Deutschland-Achter geht deutlich verstärkt, mit neuen Gesichtern und Rückkehrern sowie großer Zuversicht in die neue Saison: Während das Flaggschiff nahezu unverändert bleibt, wurden der Vierer und Zweier ohne Steuermann komplett neuformiert.

Lest nachfolgend die PM von Carsten Oberhagemann:

Der Deutschland-Achter präsentiert sich mit einem neuen Ruderer und neuem Schlagmann: Tassilo von Müller, der einige Jahre zum Studium in den USA und Großbritannien weilte, ist zurück in Deutschland und startet direkt im Deutschland-Achter; und Sönke Kruse rückt von Platz sieben auf die Position des Schlagmanns vor. Julius Christ, Tobias Strangemann, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Paul Klapperich und Theis Hagemeister bleiben ebenso im Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes wie Steuermann Jonas Wiesen.

„Alle Ruderer haben physiologisch zugelegt, Tassilo gibt uns zusätzliche Power. Die Mannschaft versteht auch mein Konzept und meine Idee, wie wir rudern wollen, besser. Das macht uns insgesamt stärker und schneller“, sagte Trainer Mark Emke. Der Niederländer geht in seine zweite Saison mit dem Deutschland-Achter. Nach dem schwankenden Verlauf der Vorsaison, die mit WM-Platz sieben in Shanghai endete, hofft er auf ein deutlich stabileres Jahr 2026 und einen krönenden Abschluss bei den Weltmeisterschaften in seiner Heimatstadt Amsterdam (24. bis 30. August): „Unser Ziel ist ein Platz auf dem Podium.“

Erster Gradmesser in Sevilla

Erster Gradmesser ist zum Start der internationalen Saison der Weltcup im spanischen Sevilla (29. bis 31. Mai), wo der Deutschland-Achter unter anderem auf den Weltmeister aus den Niederlanden treffen wird. Diese Regatta bestreitet der Deutschland-Achter mit einem neuen Boot: dem C80, einer neuen Bootsform von der deutschen Bootswerft Empacher. Im weiteren Saisonverlauf sind der Weltcup in Luzern (Schweiz, 26. bis 28. Juni) und die Europameisterschaften in Varese (Italien, 31. Juli bis 02. August) wichtige Stationen auf dem Weg nach Amsterdam.

Gespannt ist das Trainerteam mit Mark Emke, Sabine Tschäge und Thomas Affeldt auch auf die Entwicklung im Vierer und Zweier ohne Steuermann, die beide mit vielversprechenden Besetzungen an den Start gehen werden. „Die Ausgangslage für beide Boote ist gut, aber die Herausforderung ist für beide groß“, meinte Tschäge. Jasper Angl, Benedict Eggeling, René Schmela und Mark Hinrichs bringen viel Erfahrung in den Vierer und wecken neue Hoffnungen: „Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und von Regatta zu Regatta steigern. Das Ziel in dieser hart umkämpften Bootsklasse ist das A-Finale“, ergänzte Tschäge.

Mit Frederik Breuer und Leonard Brahms schickt der DRV eine spannende Kombination ins internationale Rennen im Zweier ohne Steuermann. Die DM-Zweiten von München überzeugten zuvor schon beim traditionellen Boat Race: Breuer, 2024 mit dem Deutschland-Achter Olympia-Vierter, führte den Cambridge-Achter als Schlagmann zum Sieg über Oxford, Brahms gewann ebenfalls mit Cambridge das Rennen der B-Boote auf der Themse in London. Beide bleiben noch gut zwei Monate bis zum Abschluss ihres Studiums in Cambridge wohnen, kommen dann zurück nach Deutschland. „Es ist schon ein bisschen Luxus, einen Zweier aus der vorderen Reihe der internen Rangliste für die internationale Saison zu haben. Wir sind sehr gespannt, wie sie sich mit der Weltspitze im Feld einiger etablierter Zweier schlagen werden“, sagte Tschäge.

Als Ersatzleute wurden Hanno Brach und Max John nominiert, die auch im Zweier ohne Steuermann beim Auftakt-Weltcup starten werden. In Sevilla bekommt ein Perspektiv-Vierer mit Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach und Paul Martin die Chance, wertvolle Erfahrung in vorderster Reihe zu sammeln.

 

 

Die weiteren Termine in 2026:

29. bis 31. Mai 2026:
Weltcup in Sevilla (Spanien)

26. bis 28. Juni 2026:
Weltcup in Luzern (Schweiz)

06. bis 24. Juli 2026:
Trainingslager in Ratzeburg

25./26. Juli 2026:
German Finals in Hannover

31. Juli bis 02. August 2026:
Europameisterschaften in Varese (Italien)

04. bis 15. August 2026:
Trainingslager in Ratzeburg

24. bis 30. August 2026:
Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande)

04. bis 06. September 2026:
SH Netz Cup in Rendsburg

 

 

 

Archivbild: Deutschland Achter

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer und Pressesprecher der Deutschland Achter GmbH,  mitteilte, gibt es ein neues Boot für den Achter. Ingenieur Frank Günder von der Bootswerft Empacher gibt in einem Interview Einblicke in den Entwicklungsprozess der neuen Bootsform. Er sagt: „Der Deutschland-Achter ist die erste Nationalmannschaft, die sich für den C80 entschieden und es bestellt hat. Und wie ich gehört habe: Die Sportler spüren das Boot und es lässt sich auch zügig fahren.“

Wie kam es zu diesem neuen Modell?

Frank Günder: “Ein Ruderboot ist ein Sportgerät, das sich ungleichmäßig im Wasser bewegt. Die Antriebskraft, ausgelöst durch die Schläge der Sportler, ist nicht linear, wodurch das Boot immer wieder pulsierend beschleunigt wird. Man kann sagen: Das Boot hoppelt durchs Wasser. Und entscheidend ist letztlich, wie stark darf es stampfen, solange die Sportler mit ihrer ausgeprägten Sensorik darin noch Rudern können. Es war ein ständiges Probieren, ein Try-and-Error-Prozess.”

Das hört sich nach einem langen Entwicklungsprozess an…

Frank Günder: “Ja, ich habe bereits 2016/2017 mit den ersten Analysen und Studien begonnen. Wir haben uns auch mit dem Steuermann Jonas Wiesen zusammengesetzt und das von ihm beschriebene Gefühl der Mannschaft in Zahlen umgewandelt und schließlich in ein neues Design gebracht. Dazu haben wir sechs neue Boote konstruiert, Entwürfe gefertigt und durch Computersimulationen verglichen.
Mit der bisher über Jahre genutzten Achterform und realen Messbootdaten einer Deutschlandachter-Mannschaft wurde mit großer Unterstützung der Firma IAV, die aus dem Automobilbau kommt, eine komplette Achtersimulation, die den ganzen Ruderschlag beinhaltet, erstellt. Mit dieser vollumfänglichen Simulation wurden die Neuentwicklungen dann geprüft. Und ich fühlte mich schließlich ein klein wenig bestätigt, dass mein persönlicher Favorit durch die Simulation bestätigt wurde.”

Wie ist die Veränderung einzuordnen?

Frank Günder: “Diese Neukonstruktion ist deutlich mehr als ein Facelift, es ist ein deutlicher Fortschritt. Ein wirklich großer Schritt nach vorne ist, dass wir jetzt eine komplette Simulation der Ruderbewegung in unseren Entwicklungsprozess integrieren können. Diese Software ist quasi ein neues Werkzeug, das uns immer wieder zeigt, ob wir noch auf dem wichtigen Weg sind.”

Was ist sonst neu am neuen Achter?

Frank Günder: “Es sind noch einige Kleinigkeiten verändert worden, die in Summe aber ergeben, dass das Bootsgewicht deutlich reduziert werden konnte. Bei diesem Achter liegen wir jetzt bei 92,2 kg. Wir haben das Rollbahndeck ergonomisch optimiert und im Bereich der Waden die Bewegungsfreiheit deutlich erhöht. Dadurch können die Sportler den Schlag komplett durchtreten, ohne mit den Beinen Deckskontakt zu haben. Das steigert natürlich enorm das Wohlfühl-Gefühl und den Raum im Boot. Neu sind auch die konvexen Rollschienen. Diese sind weniger dreckanfällig und sorgen letztlich für ein stabiles Geradeausrollen. Und wir sind bei diesem Modell – auf Wunsch der Mannschaft – zurück zum klassischen Frontwing-Ausleger gegangen.”

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Wie Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer und Pressesprecher der Deutschland Achter GmbH, in einer Pressemitteilung bekannt gab, siegte das Duo Klapperich/Hagemeister bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in München vor Frederik Breuer/Leonard Brahms und Mattes Schönherr/Olaf Roggensack im Zweier ohne Steuermann.

Vom Rückstand auf dem ersten Streckenviertel ließen sich nicht aus dem Konzept bringen, am Ende feierten sie einen souveränen Sieg und sicherten sich den deutschen-Meister-Titel im Zweier ohne Steuermann: Paul Klapperich und Theis Hagemeister gewannen auf der Olympiastrecke in München-Oberschleißheim vor Frederik Breuer/Leonard Brahms und Mattes Schönherr/Olaf Roggensack. Wenige Zehntelsekunden dahinter folgten Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela auf dem vierten Platz, gefolgt von Benedict Eggeling/Jasper Angl und Tobias Strangemann/Tassilo von Müller.

Gaspedal gedrückt bis ins Nirvana

„Unsere Stärke ist, ab 500 Metern das Gaspedal runterzudrücken, bis wir im Nirvana sind. So war es heute auch. Wir haben uns Schlag für Schlag rangekämpft, vorbeigeschoben, weitergeschoben und mit Abstand gewonnen. Das war ein hartes Rennen. Stark auch von Freddy, Leo, Mattes und Olaf“, sagte Paul Klapperich überglücklich. Ihm fiel nach strapazierenden Wochen ein großer Stein vom Herzen: „Die nationale Selektion ist immer mental ermüdend. Jeder von uns will um die internationalen Medaillen kämpfen, doch vorher müssen da durch. Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist und wir so souverän durchgekommen sind.“

Wenige Wochen nach dem Boatrace haben die Cambridge-Studenten Frederik Breuer und Leonard Brahms auch im Kleinboot überzeugt. „Das war unsere erste Regatta zusammen im Zweier“, meinte Boatrace-Sieger Breuer: „Wir haben uns von Rennen zu Rennen gut gesteigert. Mehr, als am Ende Zweiter zu werden, hätten wir nicht erwarten können.“

Ein zufriedenes Gesamtfazit zog Mattes Schönherr, der zur Leipzig-Langstrecke noch ausgefallen war und jetzt mit Olaf Roggensack das Podium erreichte: „Das war eine starke Teamleistung. Wir haben viele Zweier auf einem Top-Niveau. Jedes Rennen war hart, in keinem konnte man sich schonen. Im Finale sind wir für unsere gute Arbeit mit Bronze belohnt worden.“

B-Zweier gewinn B-Finale

Das B-Finale gewann der B-Zweier mit Leon Gronbach/Justus Beckmann, die als bestes Nachwuchsboot eine starke Regatta ablieferten. Zweiter wurden Max John und Ben Gebauer, für die sich die Regatta wie ein kleines Comeback anfühlte, nachdem bei ihnen die vorigen Überprüfungen weniger erfolgreich verlaufen waren. „Mit Spaß und Gelato. Nach unserer kurzen Vorbereitungszeit in Italien sind wir zufrieden. Wir sind befreit hergekommen und haben geile Rennen mit guten Endspurts abgeliefert. Dass es so gut lief, damit haben wir nicht erwartet“, sagte Max John.

 

Die Ergebnisse:

Zweier ohne Steuermann, A-Finale:

1. Paul Klapperich/Theis Hagemeister (Bonner RG/Frankfurter RG Germania) 6:47,10 Minuten, 2. Frederik Breuer/Leonard Brahms (Bonner RG/Berliner RC) 6:48,24, 3. Olaf Roggensack/Mattes Schönherr (RC Tegel/RC Potsdam) 6:50,27, 4. Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela (Ruder-Union Arkona Berlin/Berliner RC) 6:50,40, Benedict Eggeling/Jasper Angl (RC Favorite Hammonia Hamburg/RV Münster) 6:53,30, 6. Tobias Strangemann/Tassilo von Müller (RC Dorsten/Ruderclub am Baldeneysee) 7:01,09.

B-Finale:

1. Leon Gronbach/Justus Beckmann (RG Speyer/RV Bochum) 7:01,81, 2. Max John/Ben Gebauer (ORC Rostock/Berliner RC) 7:03,36, 3. Lino Zatrow/Julius Kaim (USV TU Dresden/TVK Essen) 7:05,35, 4. Ole Hanack/Laurits Follert (RV Hellas Offenbach/Crefelder RC) 7:06,31, 5. Georg Rieck/Jakob Knapp (Berliner RC) 7:06,52, 6. Carl Sgonina/Vinzent Kuhn (Dresdner RC/RV Münster) 7:11,15.

C-Finale:

1. Kaspar Virnekäs/Ole Bartenbach (Münchener RC von 1880/RG Speyer) 6:52,14, 2. Jannik Metzger/Sven Achterfeld (Marbacher RV/RRG Mülheim an der Ruhr) 6:53,29, 3. Julian Garth/Simon Schubert (Crefelder RC/RC Germania Düsseldorf) 6:55,72, … 5. Sönke Kruse/Mark Hinrichs (RV Münster/Limburger Club für Wassersport) 7:00,98.
D-Finale: 5. Paul Martin/Tom Tewes (Kettwiger RG/Münchener RC von 1880) 7:10,68.

 

 

 

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Wie Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer Deutschland Achter, bekannt gab, bewerben sich elf Duos vom Stützpunkt Dortmund bei den deutschen Kleinboot-Meisterschaften auf der Regattastrecke in Oberschließheim um den Sieg. Los geht es am heutigen Freitagnachmittag, Finals werden am Sonntag ausgefahren.

Noch ist es recht ruhig an der Regattabahn in München-Oberschleißheim. Vereinzelt gehen die ersten Boote zum Training aufs Wasser. Darunter die Zweier vom Stützpunkt Dortmund. Hier, wo vor über 50 Jahren die olympischen Ruderrennen ausgetragen wurden, finden am Wochenende die Deutschen Kleinbootmeisterschaften statt. Wer im Zweier ohne Steuermann auf dem Podium landet, hat beste Aussichten für die Besetzung der Boote im Männer-Riemenbereich: den Deutschland-Achter, den Vierer ohne Steuermann und den Zweier ohne Steuermann. Vier Rennen sind zu bestreiten: Los geht’s am Freitag mit den Vorläufen, knackig wird’s am Samstag, wo mit Viertel- und Halbfinale zwei Rennen anstehen, und am Sonntag ab 13 Uhr steigen dann die Zweier-Finals.  

Theis Hagemeister und Paul Klapperich, die mit anderen Partnern im Vorjahr in Brandenburg auf dem Podium landeten, wollen nach dem Sieg bei der Langstrecke in Leipzig auch in München überzeugen und auch in München das Siegerpodest erklimmen. Doch der interne Konkurrenzkampf groß. Hoffnungen auf eine vordere Platzierung im 40-Boote-Feld dürfen sich auch die Drittplatzierten von Leipzig, Jasper Angl und Benedict Eggeling, und Rene Schmela/Wolf Niclas Schröder, die bei der Langstrecke den vierten Platz belegt hatten, machen. Elf A-Zweier gehen vom Dortmunder Stützpunkt an den Start. Zurück im Boot ist Mattes Schönherr, der nach auskurierter Verletzung zusammen mit Olaf Roggensack ein bewährtes Duo bildet.

Christ und Brach fallen aus

Seinen Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen kann das Duo Julius Christ/Sönke Kruse. Christ fällt krankheitsbedingt aus – genauso wie Hanno Brach. Beide überzeugten in Leipzig mit starken Ergo-Werten, müssen jetzt aber pausieren. Ihre Zweierpartner Sönke Kruse und Mark Hinrichs haben sich dadurch kurzfristig in einem Zweier zusammengefunden. Gespannt sein darf man auch, wie sich die Cambridge-Kombination mit Frederik Breuer/Leonard Brahms schlagen wird. „Alles sind bestens präpariert. München ist eine der schönsten Regattastrecken, die faire Wettkämpfe ermöglicht. Das Wetter soll einigermaßen stabil bleiben. Wir freuen uns auf die Rennen“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge, die wie ihr Trainer-Kollege Mark Emke spannende Rennen erwartet: „Wir merken, das Team insgesamt wird stärker, was uns gute und neue Möglichkeiten bietet.“

 

Zweier-Paarungen mit A-Kader-Ruderern vom Ruderstützpunkt Dortmund:

– Paul Klapperich/Theis Hagemeister (Bonner RG/Frankfurter RG Germania)
– Benedict Eggeling/Jasper Angl (RC Favorite Hammonia Hamburg/RV Münster)
– Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela (Ruder-Union Arkona Berlin/Berliner RC)
– Kaspar Virnekäs/Ole Bartenbach (Münchener RC von 1880/RG Speyer)
– Tobias Strangemann/Tassilo von Müller (RC Dorsten/Ruderclub am Baldeneysee)
– Olaf Roggensack/Mattes Schönherr (RC Tegel/RC Potsdam)
– Julian Garth/Simon Schubert (Crefelder RC/Universitätssportverein TU Dresden)
– Sönke Kruse/Mark Hinrichs (RV Münster/Limburger Club für Wassersport)
– Max John/Ben Gebauer (ORC Rostock/Berliner RC)
– Paul Martin/Tom Tewes (Kettwiger RG/Münchener RC von 1880)
– Jannik Metzger/Sven Achterfeld (Marbacher RV/RRG Mülheim an der Ruhr)

Zeitplan, Zweier ohne Steuermann:

Vorläufe: Freitag, 17.4., ab 16.52 Uhr
Viertelfinale: Samstag, 18.4., ab 11.44 Uhr
Halbfinale: Samstag, 18.4., ab 18.10 Uhr
Finale A und B: Sonntag, 19.4., ab 13 Uhr

 

 

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Das Team Deutschland-Achter traf den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, an der möglichen Olympiastrecke in Duisburg-Wedau. Dieser gab vom Ufer den Startschuss – die Ruderer und Kanuten schlagen los. Es ist ein Signal für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland, hier in Duisburg-Wedau auf der Regattabahn speziell für die Kampagne Köln/Rhein-Ruhr. So ist es in der PM des Team Deutschland Achter zu lesen.

Der Ausflug nach Duisburg am vergangenen Dienstag ist für das Team Deutschland-Achter, seit über 40 Jahren im 60 Kilometer entfernten Dortmund beheimatet, zu Beginn der Saison 2026 eine willkommene Abwechslung: Erst eine knapp zweistündige Trainingseinheit in zwei Achtern, Vierer und Zweier auf dem Wasser, dann der intensive Austausch mit dem Ministerpräsidenten an Land und die kurze Sprinteinlage mit den Kanuten, darunter der mehrfache Olympiasieger Max Rendschmidt, erneut auf dem Wasser. Initiiert hat diesen ganz besonderen Termin mit Olympiaflair der frühere Achter-Weltmeister, Olympiateilnehmer und jetzige CEO der DEUTZ AG Sebastian Schulte, der persönlich die Bewerbung von Köln/Rhein-Ruhr unterstützt.

Abstimmung Köln/Rhein-Ruhr bis zum 19. April

Duisburg als möglicher Ort für olympische und paralympische Ruder- und Kanuwettbewerbe 2036, 2040 oder 2044 ist eine von 17 Städten in Nordrhein-Westfalen, die bis zum 19. April über die Kampagne von Köln/Rhein-Ruhr abstimmen. Ebenfalls um Spiele in Deutschland bewerben sich München, Hamburg und Berlin. Das Team Deutschland-Achter spricht sich klar für Olympia und Paralympics in Deutschland aus. Spitzensport schafft einen großen Mehrwert auf vielen Ebenen. Etwa durch die allgemeine Begeisterung, die ein Olympiaevent – wie zuletzt Paris – entfacht. Oder dadurch, Vorbilder aus dem Sport hautnah vor Ort erleben zu können. Und auch durch die gelebten Werte wie Teamgeist, Respekt und Verantwortung, die auch der Deutschland-Achter vertritt, kann die gesamte Gesellschaft, jeder Sportverein und jeder Individualsportler profitieren. Daher unser klares Bekenntnis: Ja, für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland!

 

 

Das Bild hat uns Team Deutschland Achter zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Von den Athleten vom Dortmunder Leistungszentrum gewannen Theis Hagemeister und Paul Klapperich souverän die diesjährige Leipziger Langstrecke. Das wurde aus dem Dortmunder Lager bekannt. Mit acht Sekunden Vorsprung setzte sich das Duo aus dem letztjährigen Deutschland-Achter auf der Sechs-Kilometer-Strecke gegen ihre Mannschaftskameraden und Vorjahressieger Sönke Kruse/Julius Christ durch. Den dritten Platz belegten auf dem Elster-Saale-Kanal Jasper Angl und Benedict Eggeling. Am Tag zuvor überzeugten die Athleten vom Dortmunder Leistungszentrum auf dem Ergometer. Neun persönliche Bestwerte und viele starke Leistungen deutlich unter der Sechs-Minuten-Marke geben Zuversicht. „Die Kombination aus Ergometer-Test und Langstrecke an einem Wochenende ist ein Brett. Die Sportler haben es gut gelöst. Das Battle ist nun eröffnet. Wir sind gespannt, wer sich wie bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in drei Wochen einsortieren wird“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge nach der Testbatterie in Leipzig.

Bei der Langstrecke erreichen neben dem Sieger-Trio auch Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela als Vierter und die U23-Kombination Justus Beckmann/Leon Gronbach (Platz 5) eine gute Ausgangssituation für die Kleinboot-DM über dann 2000 Meter in München. Zeitgleich auf dem geteilten sechsten Rang kamen Kaspar Virnekäs/Ole Bartenbach, Julian Garth/Simon Schubert und Jannik Metzger/Sven Achterfeld ins Ziel. Pech hatten Tobias Strangemann und Tassilo von Müller, die aussichtsreich im Rennen liegend in eine Böschung fuhren, stehen blieben und nur schwer wieder in Fahrt kamen – und so mindestens 20 Sekunden liegen ließen. Im Einer erreichte Olaf Roggensack, dessen Zweier-Partner Mattes Schönherr verletzungsbedingt absagen musste, im Feld der Skull-Spezialisten beim Sieg von Jonas Gelsen einen guten zehnten Platz.

Neun persönliche Bestwerte

Weiter hieß es in der PM, dass auf dem Ergometer am Tag zuvor die Bestwerte purzelten. Neun Ruderer aus dem Team Deutschland-Achter fuhren einen persönlichen Bestwert. Vor allem die beiden USA-Rückkehrer Tassilo von Müller und Hanno Brach machten mit starken Zeiten auf sich aufmerksam – genauso wie Julius Christ, Olaf Roggensack und Sönke Kruse aus dem letztjährigen Deutschland-Achter. Einen Sprung nach vorne, mit neuer eigener Bestzeit, schafften auch Rene Schmela, Theis Hagemeister, Paul Martin, Julian Garth und Ole Bartenbach. Am schnellsten unterwegs aus dem Riemenbereich waren Ole Hanack, der unter der 5:50-Marke blieb, und Laurits Follert, der nach den Olympischen Spielen in Paris kürzertrat, Vater wurde und sich jetzt wieder in alter physischer Form präsentierte. Ein starkes Ausrufezeichen setzte U23-Aufsteiger Julius Watzka mit der zweitbesten Zeit im Riemen-Feld.

„Viele haben sich stark präsentiert. Die Trainingseindrücke haben nicht getäuscht. Es geht in die richtige Richtung“, zog Sabine Tschäge ihr Fazit nach dem Ergotest. Das Trainerteam um Tschäge, Mark Emke und Thomas Affeldt ist nun gespannt, wie die Athleten die starke Physis über im Rennen über die 2000-Meter-Distanz aufs Wasser bringen – in drei Wochen bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in München.

 

Die Ergebnisse:

Langstrecke in Leipzig, Zweier ohne Steuermann: 1. Paul Klapperich/Theis Hagemeister 20:57 Minuten. – 2. Julius Christ/Sönke Kruse 21:05. – 3. Benedict Eggeling/Jasper Angl 21:10. –  4. Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela 21:13. –  5. Leon Gronbach/Justus Beckmann 21:19. –  6. Kaspar Virnekäs/Ole Bartenbach, Julian Garth/Simon Schubert, Jannik Metzger/Sven Achterfeld 21:21. –  9. Ole Hanack/Laurits Follert 21:24. –  10. Tobias Strangemann/Tassilo von Müller 21:35. – 11. Lino Zastrow/Julius Kaim 21:36. –  12. Carl Sgonina/Max Goede 21:38. –  13. Hannes Post/Ben Gebauer 21:45, … 16. Paul Martin/Tom Tewes 21:48. –  19. Julius Watzka/Moritz Bitz 21:52. –  25. Alexander Vorobyev/Yannick Kiwitt 22:04. – 27. Leo Fischer/David Kalle 22:09. –  29. Finn Bontjer/Armin Gerber 22:12. –  33. Justus Weber/Friedrich Romberg 22:40

 

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach intensiver Vorbereitung geht für die Athleten vom Stützpunkt Dortmund am Samstag und Sonntag die Wettkampfsaison los. Über 2.000 Meter auf dem Ergometer und über sechs Kilometer auf der Langstrecke geben die Ruderer am Wochenende ihre Visitenkarte ab. Beim ersten Gradmesser des Jahres sind alle Sportler heiß, sich für die spätere Bootsbesetzung zu empfehlen.

Lest die PM vom Verein weiter:

Die Vorbereitung auf die anstehenden Belastungen verlief vielversprechend. „Wir haben viele positive Eindrücke gesammelt. An der einen oder anderen Stelle muss sich noch etwas festigen, aber der Trend geht klar nach oben“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge. Auch die zuletzt durchgeführte Kraftleistungsdiagnostik bestätigte diesen Eindruck: In verschiedenen Bereichen – im Boot wie an Land – war eine positive Entwicklung erkennbar. Insgesamt sieht das Trainerteam um Sabine Tschäge, Mark Emke und Thomas Affeldt die Mannschaft gut gerüstet für die anstehenden Aufgaben.

Ergometer-Test im Fokus

Im Mittelpunkt steht am Samstag zunächst der Ergometertest über 2.000 Meter. In der besonderen Wettkampfsituation, umgeben von direkter Konkurrenz, kommt es neben der guten Physis auch auf mentale Stärke an. „An dem Tag muss auf den Punkt alles sitzen. Jeder muss in der Lage sein, sich zu fokussieren und seine beste Tagesform abzurufen – oder auch dann dagegenzuarbeiten, wenn es nicht optimal läuft“, beschreibt Tschäge die Herausforderung.

Nächste Prüfung Langstrecke

Nur einen Tag später folgt mit der Langstrecke über sechs Kilometer die nächste Prüfung, diesmal im Zweier. Hier sind vor allem Abstimmung und Feingefühl gefragt. „Im Boot ist dann wieder viel Präzision in der Zusammenarbeit mit dem Partner entscheidend. Einen Tag nach dem Ergometertest gilt es, über die sechs Kilometer zu kämpfen“, so Tschäge. Erschwerte Bedingungen könnten dabei zusätzlich eine Rolle spielen: Die Wetterprognosen lassen zumindest ein anspruchsvolles Rennen erwarten.

Personell muss das Team einige Ausfälle kompensieren. Neben dem bereits erwarteten Ausfall von Friedrich Amelingmeier stehen auch Mattes Schönherr und Mark Hinrichs verletzungs- bzw. krankheitsbedingt kurzfristig nicht zur Verfügung. Dadurch ergeben sich Veränderungen in den Booten: Olaf Roggensack wird im Einer starten, während sich Hanno Brach und Max John kurzfristig zu einem neuen Zweier zusammenfinden.

Leipzig ist der erste Schritt

Das Wochenende in Leipzig markiert den Auftakt in die entscheidende Phase der internen Leistungsüberprüfung. Die Ergebnisse auf dem Ergometer liefern dem Trainerteam belastbare Hinweise über den Leistungsstand. Auf Basis der Langstrecken-Ergebnisse werden zudem die Vorläufe für die Deutschen Kleinboot-Meisterschaften in München, die vom  17. bis 19. April stattfinden, gesetzt, wo die nächste Stufe auf dem Weg zur Bootsbildung eingeleitet wird. Für die Athleten gilt es nun, die positiven Eindrücke aus der Vorbereitung in Leistung umzusetzen und sich im direkten Vergleich zu positionieren – ein erster Schritt in Richtung der finalen Besetzung des Team Deutschland-Achter.

 

 

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Das Team Deutschland-Achter bestreitet am Sonntag seinen ersten internationalen Wettkampf in diesem Jahr. Das gab Pressesprecher Carsten Oberhagemann bekannt. Beim Head of the River Amstel im niederländischen Amsterdam gehen zwei Achter vom Stützpunkt Dortmund an den Start, um die anspruchsvolle 7,2 Kilometer lange Strecke auf der Amstel zu bewältigen. Anschließend gilt die volle Konzentration wieder der Arbeit im Zweier.

„Wir fokussieren uns schon eine ganze Zeit auf den Zweier, wollten in einem kleinen Block aber auch das Achterfahren unterbringen. Damit wir beim Training ein Ziel vor Augen haben, hat sich der Wettkampf angeboten. Für uns ist das eine gute Sache“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge. So wurde nach dem Trainingslager in Lago Azul mit klarem Schwerpunkt auf dem Zweier in den vergangenen Wochen auch die eine oder andere Einheit im Achter absolviert und das mit durchaus guten Ergebnissen, wie Tschäge berichtet: „Wir hatten eine gute Vorbereitung mit super Bedingungen. Es hat viel Spaß gemacht: Das Training war gut, die Boote schnell, der Himmel blau, die Trainer zufrieden.“

So starten die Achter vom Stützpunkt Dortmund

Die Formierung der beiden Achter hat das Trainerteam Sabine Tschäge, Mark Emke und Thomas Affeldt aus den bisherigen Trainingseindrücken vorgenommen. Als Fingerzeig auf die Saison will das Trainerteam die Bootsbildung für den Head of the River Amstel jedoch nicht verstanden wissen. „Kein Achter ist zum jetzigen Zeitpunkt endgültig formiert“, so Tschäge. In Amsterdam starten zum einen Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Julius Christ, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Jasper Angl, Benedikt Eggeling, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen. Das andere deutsche Boot bilden Simon Schubert, Tassilo von Müller, Tobias Strangemann, Mark Hinrichs, Ole Bartenbach, Kaspar Virnekäs, Julian Garth, Hanno Brach und Steuermann Till Martini.

Kurviges Streckenprofil

Der Head of the River Amstel ist eine anspruchsvolle Langstreckenregatta. Insgesamt 7,2 kurvige Kilometer geht es vom Ort Ouderkerk bis hinein ins Stadtzentrum von Amsterdam. „Das ist eine knifflige Strecke und für alle eine Herausforderung, vor allem für die Steuerleute“, meint Tschäge, bei der die Vorfreude – ebenso wie bei den Sportlern – jedoch deutlich überwiegt: „Es ist eine schöne Veranstaltung mit tollem Ambiente. Wir freuen uns auf den Wettkampf und alles drumherum.“

 

 

Archivbild: Deutschland Achter. Danke dafür