Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach sieben Punkten aus den vergangenen vier Begegnungen geht Handball Zweitligist TV Großwallstadt mit viel Selbstvertrauen in die nächste Partie. Am Samstag empfangen die Spieler um Trainer Andrè Lohrbach um 18 Uhr in der Elsenfelder Untermainhalle den Dessau-Roßlauer HV 06. Der 15. der Tabelle reist nach einem überraschenden Erfolg gegen Lübeck ebenfalls mit Rückenwind nach Elsenfeld.

Die Hausherren haben die schwierige Anfangsphase der Saison hinter sich gelassen. Nach drei Niederlagen zum Auftakt holte die Mannschaft aus den folgenden vier Begegnungen 7:1 Punkte. Dem Heimsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen folgten das Unentschieden in Coburg sowie die Erfolge gegen den TV Emsdetten und beim TuS Ferndorf. Gerade der jüngste Auftritt im Siegerland unterstrich die positive Entwicklung. Beim zuvor zu Hause ungeschlagenen TuS setzte sich der TVG deutlich mit 32:24 durch. Mit wechselnden Deckungsformationen verteidigten die Gäste das Ferndorfer Sieben-gegen-Sechs äußerst wirkungsvoll, provozierten Ballverluste und nutzten diese konsequent. Dadurch steht der TVG derzeit mit 7:7 Punkten auf Platz acht der Tabelle.

Dessau setzt gegen Lübeck ein Ausrufezeichen

 Der Dessau-Roßlauer HV erlebte bislang einen wechselhaften Saisonstart. Nach einer deutlichen Auftaktniederlage beim TV Emsdetten feierten die Biber gegen die Eulen Ludwigshafen ihren ersten Erfolg. Anschließend musste sich das Team von Trainer Vanja Radić viermal in Folge geschlagen geben – wobei insbesondere die knappen Niederlagen gegen den VfL Eintracht Hagen und bei GWD Minden zeigten, dass Dessau trotz seiner Tabellenposition jederzeit gefährlich ist. Am vergangenen Sonntag gelang dem DRHV schließlich der erhoffte Befreiungsschlag. Gegen den zuvor erst einmal bezwungenen VfL Lübeck-Schwartau setzte sich Dessau mit einer kompakten Abwehr vor eigenem Publikum mit 37:33 durch.

Schüler, Nowak und Hadzimuhamedovic im Blickpunkt

Erfolgreichster Dessauer Werfer gegen Lübeck war Mika Schüler mit elf Treffern. Der Rückraumspieler übernahm in wichtigen Situationen Verantwortung und überzeugte mit hoher Abschlussqualität. Eine zentrale Rolle nimmt zudem Kapitän Marcel Nowak ein. Der Spielmacher ist nicht nur torgefährlich, sondern organisiert das Angriffsspiel und sorgt mit seinem Tempospiel immer wieder für Druck. Beim 37:40 in Minden erzielte er –  ebenso wie Alen Hadzimuhamedovic – elf Tore. Letztgenannter hat sich zuletzt als wichtiger Faktor erwiesen. Der Rückraumspieler übernimmt Verantwortung vom Siebenmeter-Punkt und wird gemeinsam mit Nowak häufig im Innenblock eingesetzt. Auf den Außenpositionen sorgen Yannick-Marcos Pust und Simon Sirot für Geschwindigkeit. Im Tor verfügt Dessau mit Philip Ambrosius über einen erfahrenen Rückhalt. Bei seinem 350. Pflichtspiel für den DRHV gelangen ihm gegen Lübeck neun Paraden und zwei Treffer in das verwaiste gegnerische Gehäuse.

Konzentrierte Abwehrarbeit erneut gefragt

Für den TVG wird es darauf ankommen, an die starke Defensivleistung von Ferndorf anzuknüpfen und den Dessauer Rückraum früh unter Druck zu setzen. Gerade nach Ballverlusten schalten die Gäste schnell um und suchen konsequent den Weg in die erste und zweite Welle. Im eigenen Angriff müssen die Hausherren geduldig bleiben und die zuletzt gute Chancenverwertung bestätigen. Dessau verteidigte gegen Lübeck aggressiv, verdichtete die Räume im Zentrum und ließ sich auch durch Unterzahlsituationen nicht aus dem Konzept bringen. Die Tabellenposition des Gegners darf deshalb nicht täuschen. Der Sieg gegen einen der bisherigen Spitzenklubs hat gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Gleichzeitig möchte der TVG seine eigene Serie fortsetzen und den positiven Trend vor heimischem Publikum bestätigen.

An die beiden Ligaduelle der vergangenen Spielzeit hat Großwallstadt keine guten Erinnerungen. In der Untermainhalle setzte sich Dessau nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 34:29 durch. Noch enger verlief das Rückspiel in der Anhalt-Arena. In einem torreichen Schlagabtausch musste sich der TVG trotz 41 eigener Treffer denkbar knapp mit 41:42 geschlagen geben. Am Samstag bietet sich nun die Gelegenheit, diese Serie zu beenden.

Wer allerdings im Kader des TV Großwallstadt stehen wird, ist noch nicht sicher. Connar Battermann musste sich am Montag einer Zahn-OP unterziehen, die verletzten Durmić (Bänderriss), Klein (Mittelfußbruch) und Trost (Kreuzbandriss) machen zwar gute Fortschritte in der Reha, brauchen noch bzw. müssen vorsichtig wieder herangeführt werden. Ben Horlebein hatte erst im September einen Kreuzbandriss und seine Rückkehr aufs Spielfeld ist derzeit noch offen.

 

 

Das Bild von Ziga Urbic hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Gelnhausen den Aufstiegsfavoriten Krefeld.

 

 

TVG fordert Spitzenreiter im Kampf um die Tabellenspitze

Auf den TV Gelnhausen wartet am Sonntag um 17 Uhr ein echtes Spitzenspiel, denn dann gastiert in der Rudi-Lechleidner-Halle die HSG Krefeld Niederrhein. Der Zweitliga-Absteiger führt die Staffel mit 14:0 Punkten an. Damit treffen die beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Liga direkt aufeinander.

Krefeld reist mit einer beeindruckenden Bilanz in die Hölle Süd. Alle sieben Saisonspiele wurden gewonnen, die meisten davon deutlich. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Mark Schmetz mit 32:19 (15:8) gegen den TuS 82 Opladen durch. Mit 256 erzielten Toren stellt die HSG die beste Offensive der Staffel, mit 176 Gegentreffern zugleich die beste Defensive. Auch die Tordifferenz von +80 zeigt, wie dominant der Tabellenführer bislang auftritt: Im Schnitt gewann Krefeld seine sieben Partien mit mehr als elf Toren Unterschied. Zum Vergleich: Der TVG steht bei +32, hat mit 177 Gegentoren allerdings nur einen Gegentreffer mehr kassiert.

„Krefeld ist wahrscheinlich der Aufstiegsfavorit schlechthin. Nach dem unglücklichen Abstieg aus der 2. Liga wollen sie unbedingt direkt wieder hoch und haben dieses Ziel auch klar formuliert“, sagt TVG-Trainer Patrick Beer. In der Saison 2024/25 marschierte die HSG mit 59:1 Punkten fast makellos durch die Süd-West-Staffel und stieg damals über die Aufstiegsrunde auf, musste nach nur einer Saison im Unterhaus aber wieder den Gang in die dritte Liga antreten. Mit 18:50 Punkten belegte Krefeld letzte Saison Rang 17.

An der Qualität des Kaders hat das wenig geändert. Im Gegenteil. Im Rückraum sorgen Julius Rose, Maciej Papina und Jörn Persson für enorme Gefahr, auf Rechtsaußen gehört Niklas Michalski zu den Leistungsträgern. Alle vier haben bereits mindestens 30 Saisontore erzielt. Im Tor bilden Finn Rüspeler und Neuzugang Wojciech Borucki ein starkes Duo. Sowohl Spielmacher Papina als auch Torhüter Borucki kamen im Sommer aus der polnischen Superliga nach Krefeld. Für Beer sind diese Verpflichtungen ein weiterer Beleg für die klaren Aufstiegsambitionen der Gäste.

„Krefeld ist kein normaler Drittligist. Das ist ein eingespieltes Team, das individuell und physisch das Maß aller Dinge in dieser Staffel ist. Sie bestrafen jeden Fehler eiskalt“, warnt Beer. Gerade die große Breite macht die Gäste schwer auszurechnen und verlangt dem TVG über 60 Minuten höchste Konzentration ab.

Doch auch der TVG geht mit reichlich Rückenwind in die Partie. Seit dem 28:28 (13:11) gegen die HG Saarlouis am dritten Spieltag haben die Barbarossastädter jedes Spiel gewonnen. Zuletzt setzte sich Gelnhausen mit 29:25 (13:10) im Hessen-Derby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II durch. Die Mannschaft geht deshalb mit viel Selbstvertrauen in die bislang größte Herausforderung der Saison. Die eigene Tordifferenz fällt zwar deutlich geringer aus als die der Krefelder, dennoch muss sich der weiterhin ungeschlagene Tabellenzweite vor dem Favoriten nicht verstecken.

Personell bleibt die Lage angespannt. Max Bechert fehlt mit Mittelhandbruch, Alexander Bechert aufgrund seiner Knieprobleme, Jonas Dambach wegen Fußbeschwerden und Benjamin Wörner mit einer leichten Handverletzung. Damit steht erneut kein Linkshänder im Rückraum zur Verfügung, während am Kreis weiterhin vor allem Torben Fehl gefragt ist.

Die jüngsten direkten Duelle zeigen, dass der TVG dem Konkurrenten aus Krefeld vor Aufgaben stellen kann. In der Saison 2024/25 holte Gelnhausen beim 23:23 (14:14) in der Hölle Süd den einzigen Punkt, den Krefeld während der gesamten Hauptrunde abgab. Im Rückspiel setzte sich die HSG allerdings deutlich mit 36:24 (17:10) durch. Am Sonntag sind die Rollen klar verteilt. Krefeld kommt als Favorit, der TVG will jedoch alles investieren und jede sich bietende Chance nutzen. 

 

 

Körperlichkeit trifft auf Tempo 

Am Samstag um 17 Uhr spielt die HSG Hanau in der Bielerthalle in Opladen, um den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen. Die Grimmstädter belegen mit 6:6 Punkten den achten Tabellenplatz und bringen drei Siege in Folge mit ins Rheinland — der TuS 1882 Opladen steht mit 4:10 Punkten auf Rang 13. Auf der einen Seite die Spielgemeinschaft, die gerade Fahrt aufnimmt — auf der anderen ein Gastgeber, der den ersten Heimsieg der Saison anstrebt.

Trainer Axel Spandau lässt keinen Zweifel daran, was ihn an diesem Gegner beschäftigt: „Opladen ist eine körperlich äußerst robuste Mannschaft, die auch dementsprechend in der 6:0-Deckung steht. Spieltragende Figuren sind Spielmacher Dittmer sowie die Johannmeyer-Brüder und Heß am Kreis. Da müssen wir gegenhalten mit unserer Körperlichkeit in der Deckung und natürlich auch mit taktischem Geschick.” Der Matchplan, so Spandau weiter, ziele darauf ab, die gegnerische Deckung mit hohem Tempo und gutem Eins-gegen-eins-Verhalten zu bespielen und dann aus einer eigenen starken Abwehrarbeit heraus ins Tempospiel zu kommen.

Drei Siege in Serie: Die Blau-Weißen haben sich in den vergangenen Wochen einen Flow erarbeitet, der nicht zufällig entstanden ist. Sie ist das Ergebnis der konsequenten Abwehrarbeit, der Bereitschaft, über die zweite Wellen Tempo zugehen und die sich bietenden Chancen deutlich besser zu nutzen. Das Ziel ist es die begonnene Serie weiter auszubauen.

Auf der Gegenseite arbeitet seit Saisonbeginn, eines der aufstrebenden Trainertalenten im deutschen Nachwuchshandball, Aaron Hahn, der im letzten Jahr deutscher Meister mit der A-Jugend des SC Magdeburg wurde. Er baut auf ein System auf, das vor allem auf physische Präsenz setzt — die defensive 6:0-Deckung des TuS 1882 Opladen soll den Hanauern den Rhythmus nehmen und schnelle Lösungen im Rückraum erschweren. Der gefährlichste Mann auf dem Feld ist Linksaußen Paul Gießelmann: In acht Spielen hat er 28 Treffer, davon acht vom Siebenmeter-Punkt, erzielt und führt damit die interne Torschützenliste als klarer Topscorer an. Rückraum Mitte Birger Dittmer organisiert das Spiel nach vorne und bildet gemeinsam mit Rückraum Links Akteur Len Johannmeyer und seinem Bruder, Rückraum Rechts, Fynn Johannmeyer das spieltragende Gerüst im Rückraum. Kreisläufer Lucius Heß mit 17 Treffern und Malte Wolfram komplettieren eine Angriffsreihe, die die Hanauer Abwehr vor allem über körperliche Duelle lösen will. Nach dem Abgang von Dreh- und Angelpunkt Oliver Dasburg befinden sich die Gastgeber im Umbruch und sucht derzeit noch die Konstanz. Nach zwei Siegen gegen Nieder-Roden und Dormagen folgten in den letzten beiden Spielen gegen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und die HSG Krefeld Niederrhein zwei Niederlagen. Gegen die HSG Hanau wollen sie zudem ihren ersten Saisonheimsieg. „Jetzt gilt unser voller Fokus dem Spiel gegen Hanau. Dort wollen wir wieder ein anderes Gesicht im Angriff zeigen und möglichst die nächsten beiden Punkte holen.“, gab Co-Trainer Fabrice Voigt nach dem letzten Spiel zu Protokoll.

„Mit so einem Derbysieg im Rücken ist natürlich die Trainingswoche viel einfacher als die Wochen davor. Jetzt bereiten wir uns intensiv auf Opladen vor“, berichtete Lukas Böhm Anfang der Woche. Was das bedeutet, deutete Trainer Axel Spandau bereits an: „Wir müssen mit unserer Körperlichkeit in der Abwehr dagegenhalten.“ Die Abwehr muss die körperlichen Auseinandersetzungen annehmen, kompakt stehen, um den Platz für den Rückraum um Dittmer, Wolfram und die Johannmeyer-Brüder einzuengen. Aus einer stabilen Deckung heraus soll das Tempospiel entstehen: frühe zweite Wellen, schnelle Entscheidungen im Abschluss, bevor sich die Opladenern im Sechs-gegen-Sechs sortiert hat. Vorne soll mit hohem Tempo und gutem Eins-gegen-Eins Verhalten die robuste 6:0-Deckung bespielt werden.

 

 

 

 

Archivbild vom TV Gelnhausen

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga spielt die Tuspo Obernburg am Samstag bei der HSG Rodgau Nieder-Roden II. Die HSG Bieberau/Modau fährt am Samstag zum TV Hüttenberg II.

 

 

Obernburg fährt zum Aufsteiger

Am Samstag um 16.30 Uhr tritt die Tuspo Obernburg beim Aufsteiger HSG Rodgau Nieder-Roden an. Die HSG schlägt sich als Neuling gut und hat nach vier Spielen 3:5 Punkte auf dem Konto. Trainer Ergün Sahin kann auf ein Team zurückgreifen, in dem auch ehemalige Drittliga-Spieler zu finden sind, wie zum Beispiel Henning Schopper. Auf Linkshänder Luca Marlon Ullrich und Till Eysen sollte die Tuspo ein Augenmerk haben wie auf den ehemaligen Obernburger Spieler Sven Schultheis.

Der Gegner spielt mit viel Tempo, präsentiert sich eingespielt und ist immer für eine Überraschung gut. Die Tuspo sollte sich auf alles einstellen und hochkonzentriert agieren, damit die nächsten Punkte auf die Habenseite wandern.

 

 

HSG Bieberau/Modau gefordert

Nach der einwöchigen Spielpause ist die HSG am Wochenende in Hüttenberg gefordert. Gespielt wird am Samstag um 20 Uhr in der Sporthalle in Hüttenberg.Die Gastgeber verfügen über eine junge Mannschaft mit gut ausgebildeten Talenten, die sich in ihren bisherigen drei Spielen beachtlich geschlagen hat. Zuhause konnten sie gegen Baunatal gewinnen und verloren nur knapp gegen Breckenheim/Wallau/Massenheim. Am ersten Spieltag verloren sie ebenfalls nur knapp gegen den TV Hersfeld. Bieberau/Modau ist also gewarnt und muss seine ganzen Stärken einsetzen, um auch in Hüttenberg weiter ungeschlagen zu bleiben. 

Die Hüttenberger spielen meist mit einer vorgezogenen Abwehr und wollen darüber ins Tempospiel kommen. Da dürfen den Falken keine Fehler im Spielaufbau passieren, sonst wird das gnadenlos zu einfachen Gegentoren ausgenutzt. 

Nach ihren drei absolvierten Spielen steht der TV Hüttenberg II aktuell mit 2:4 Punkten auf Platz neun. Letzte Saison konnten die Bieberauer in Hüttenberg mit 40:33 gewinnen, mussten sich aber im Rückspiel mit einem 29:29 Unentschieden begnügen. Bieberau/Modau baut auch in Hüttenberg wieder auf eine stabile Abwehr mit den beiden starken Torhütern und will an die souveräne Leistung in Pohlheim (24:39) anknüpfen. Dazu muss die Konzentration von Anfang an hoch gehalten werden. HSG-Trainer Thomas Weber: „Wir müssen gegen Hüttenberg sehr aufmerksam agieren und sie von Anfang an beschäftigen. Unter der Woche wurde gut trainiert und wir sind gut vorbereitet.“

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, steht für den TV Kirchzell ein Derby an. Am Samstag um 19.30 Uhr findet dieses bei der HSG Rodgau Nieder-Roden an. Die Hausherren stehen derzeit auf dem 14. Tabellenplatz mit 3:11 Punkten, Kirchzell steht auf Platz sechs mit 8:6 Punkten. Doch das sagt überhaupt nichts über das anstehende Spiel aus. So sieht es zumindest TVK-Trainer Povilas Babarskas. “Derbys sind immer andere Geschichten. Es interessiert uns im Moment überhaupt nicht, wo die HSG steht. Ich habe als Spieler und Trainer oft genug erlebt, dass ein Derby immer etwas anderes ist, immer neue Geschichten schreibt. Für uns ist die HSG ein sehr ernst zunehmender Gegner, den es gilt zu besiegen.”

Weiter weiß der Coach, dass die HSG um jeden Ball kämpft, ein junges Team mit erfahrenen Spielern ist – und das macht sie so gefährlich. Mit Simon Brandt, Sam Hoddersen oder Florian Stenger, der als Kapitän den nötigen Kampfgeist in jedes Spiel bringt, kommt auf den TVK eine schwere Aufgabe zu. “Auch Nick Oliver Weiland und Luca Möller sind jung und talentiert und spielen sehr selbstbewusst auf”, so Povilas Babarskas. Mental muss der TVK besser vorbereitet sein wie gegen die Bergischen Panther. “Da haben ein paar Prozent gefehlt”, so der TVK-Trainer.

Anton Bayer wird aufgrund seines Nasenbeinbruchs ausfallen und Yann de Waha hat eine Grippe ziemlich schwer erwischt. Ob er wieder fit ist, bleibt abzuwarten. Ansonsten sind alle Spieler – Stand heute – fit.

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an Rückraumspieler Niklas Ihmer:

 

Gegen die Bergischen Panther habt Ihr mit Kampfgeist und ein bisschen Glück einen Punkt geholt. Was hätte besser laufen können?

“Wir müssen unseren Rückzug besser hinbekommen und weniger Tore über die 1. und 2. Welle fangen.”

Jetzt habt Ihr das Derby in Nieder Roden vor der Brust. Letzte Saison habt Ihr dort hoch verloren. Wie soll es diese Saison laufen?

​”Unser Ziel ist es auf jeden Fall, die zwei Punkte zu holen. Wenn wir eine gute Leistung zeigen und das Besprochene umsetzen, bin ich mir sicher, dass wir auch Punkte mitnehmen können.”

Auf wen müsst Ihr beim kommenden Gegner achten und welche Deckung bevorzugen sie?

​”Wir müssen vor allem auf Simon Brandt im eins-gegen-eins und Sam Hoddersen im Tempospiel aufpassen. Außerdem spielt Nieder-Roden eine sehr aggressive 6:0-Deckung, auf die wir uns gut einstellen müssen.”

 

 

 

Das Bild von Niklas hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat die nächsten Habenpunkte unter Dach und Fach gebracht. Mit 32:24 (14:12) gewann die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach in Ferndorf und glich damit ihr Punktekonto auf 7:7 aus.

Dabei waren die personellen Voraussetzungen vor der Partie waren alles andere als optimal. Neben den Langzeitverletzten Sebastian Trost und Jannek Klein sowie Torhüter Anel Durmic musste der TVG kurzfristig auch auf Connar Battermann verzichten. Der Rückraumspieler, der beim Heimsieg gegen Emsdetten trotz Bänderriss noch sieben Treffer erzielt hatte, fiel aufgrund starker Zahnschmerzen aus. Damit lag im Großwallstädter Spiel noch mehr Verantwortung im Rückraum auf Yessine Meddeb, Ole Klimpke und Johan Rohwer. Das Quartett nahm diese Aufgabe überzeugend an und trug entscheidend zum dritten Saisonsieg bei.

Der TVG erwischte zunächst den besseren Start. Meddeb und Klimpke sorgten für die schnelle 2:0-Führung. Anschließend fanden die Gastgeber jedoch besser in die Partie. Angeführt von Tom Jansen drehte Ferndorf die Begegnung und setzte sich bis zur 13. Minute auf 6:3 ab. In dieser Phase begann der TuS verstärkt mit einem siebten Feldspieler zu agieren. Lohrbach hatte seine Mannschaft darauf intensiv vorbereitet und zwei unterschiedliche Deckungsvarianten einstudiert. Dieser taktische Plan ging hervorragend auf: Die aufmerksame Großwallstädter Defensive provozierte Ballverluste, die die Gäste mehrfach mit Treffern in das verwaiste Ferndorfer Tor bestrafte. „Wir haben uns mit zwei Deckungssystemen auf die 7:6-Überzahl vorbereitet“, erklärte Lohrbach nach der Partie. Beide Varianten zeigten Wirkung. Dem TVG gelang es, das ansonsten wirkungsvolle Angriffsmittel der Gastgeber so konsequent zu verteidigen, dass Ferndorf im weiteren Spielverlauf über einen langen Zeitraum darauf verzichtete.

Rohwer leitet die Wende ein

Großwallstadt kämpfte sich nach dem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand zurück. Eisenträger verkürzte mit zwei Treffern, Klimpke stellte in der 14. Minute auf 6:6. Von nun an entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Beim 9:9 schlug die Stunde von Rohwer. Der junge Rückraumspieler brachte den TVG mit zwei aufeinanderfolgenden Treffern zum 10:9 und 11:9 wieder nach vorne. Axel Skaarnæs erhöhte auf 12:10, Meddeb sorgte wenig später für die erste Drei-Tore-Führung der Gäste. Die Hausherren verkürzten noch einmal, doch Klimpke erzielte wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff seinen vierten Treffer und stellte den 14:12-Halbzeitstand her. Der TVG hatte die Partie mit einer konzentrierten Abwehrleistung und einer taktisch überzeugenden Vorstellung gedreht.

Nach dem Wechsel war der TVG weiter tonangebend

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich der gute Lauf der Gäste fort. Zwar gelang Julius Fanger zunächst der Anschlusstreffer, anschließend übernahm Großwallstadt jedoch immer mehr die Kontrolle. Meddeb und Eisenträger sorgten für das 16:13, Romas Aukštikalnis verwandelte einen Siebenmeter zum 17:14. Als Torhüter Žiga Urbič in der 36. Minute in das erneut verwaiste Ferndorfer Tor traf, betrug der Vorsprung erstmals vier Treffer. Wenig später parierte der Großwallstädter Schlussmann zudem einen Siebenmeter von Marvin Mundus. Eisenträger nutzte den nächsten Angriff und erhöhte auf 20:15. Die TVG-Abwehr agierte weiterhin aufmerksam und selbstbewusst. Ferndorf kam kaum noch zu einfachen Abschlüssen, während Großwallstadt Ballgewinne und Fehler der Gastgeber konsequent bestrafte.

Auch in der Schlussphase ließen sich die Gäste nicht mehr aus der Ruhe bringen. Loïc Kaysen traf in der 44. Minute ebenfalls in das leere Ferndorfer Tor und stellte auf 23:18. Zehn Minuten vor dem Ende führte der TVG nach einem weiteren Treffer von Meddeb mit 25:20. Ferndorf versuchte noch einmal, den Rückstand zu verkürzen. Die Mannschaft von Lohrbach blieb jedoch cool, spielte ihre Angriffe geduldig aus und verwertete ihre Möglichkeiten konsequent. Nachdem Jansen auf 24:29 verkürzte, sorgten Rohwer, Skaarnæs und Meddeb für den deutlichen 32:24-Endstand.

Meddeb blieb bei seinen sieben Versuchen ohne Fehlwurf und war damit erfolgreichster Großwallstädter Torschütze. Eisenträger steuerte sechs Treffer bei, Rohwer war fünfmal erfolgreich. Klimpke erzielte vier Tore, Skaarnæs und Redkyn trafen jeweils dreimal. Urbič wurde mit zwölf Paraden, einem gehaltenen Siebenmeter und seinem Treffer in das leere Tor zu einem wichtigen Rückhalt. Für Ferndorf war Jansen mit zehn Toren der erfolgreichste Werfer.

TVG-Trainer Lohrbach zeigte sich nach der Begegnung vor allem mit der Reaktion seiner ersatzgeschwächten Mannschaft zufrieden: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“ Besonders die starke Abwehrleistung, die konsequente Umsetzung des taktischen Plans und die geschlossene Vorstellung seien die Grundlage für den deutlichen Auswärtserfolg gewesen.

Mit dem dritten Saisonsieg verbessert sich der TVG nach sieben Spieltagen auf Tabellenplatz acht. Gleichzeitig blieb der TVG zum vierten Mal in Folge ungeschlagen.

 

 

Das Bild von Yessine Meddeb hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gewann der TV Gelnhausen in Dutenhofen und die HSG Hanau gewannen zuhause gegen Nieder-Roden.

 

 

TV Gelnhausen gewinnt Hessen-Derby in Dutenhofen

Der TV Gelnhausen bleibt auch nach dem siebten Spieltag ungeschlagen und die Barbarossastädter setzten sich am Samstagabend im Hessen-Derby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 29:25 (13:10) durch. Vor 200 Zuschauern in der Sporthalle Dutenhofen, darunter rund 60 lautstarke TVG-Anhänger, überzeugte Gelnhausen vor allem mit einer starken Defensivleistung. Mit nun 13:1 Punkten bleibt der TVG Tabellenzweiter und erwartet kommenden Sonntag (17 Uhr) den verlustpunktfreien Tabellenführer Krefeld zum Topspiel in der Hölle Süd.

Personell ging der TVG erneut mit einigen Einschränkungen in das Derby. Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme), Jonas Dambach (Fußprobleme) und Benjamin Wörner (leichte Handverletzung) standen nicht zur Verfügung. Besonders im rechten Rückraum musste Gelnhausen deshalb weiter improvisieren. Am Kreis trug Torben Fehl erneut die Hauptlast. An der Seitenlinie vertrat der Sportliche Leiter Sergej Budanow den verhinderten TVG-Trainer Patrick Beer.

Von den personellen Einschränkungen war dem TVG zu Beginn jedoch nichts anzumerken. Die Barbarossastädter waren sofort hellwach und stellten Dutenhofen mit einer aggressiven und gut abgestimmten Abwehr vor große Probleme. Die Gastgeber fanden zunächst überhaupt kein Durchkommen und erzielten ihren zunächst einzigen Treffer lediglich per Siebenmeter. In der elften Minute traf TVG-Kapitän Jonathan Malolepszy vom Siebenmeter-Punkt zum 5:1. Erst eine Minute später gelang Dutenhofen durch Alois Mraz der erste Treffer aus dem laufenden Spiel. Bruno Minerva, der erneut eine starke Partie ablieferte, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den ersten Siebenmeter pariert.

„Wir standen gut und aggressiv in der Abwehr und haben uns gegenseitig sehr gut geholfen“, lobte Budanow. Dutenhofen fand danach besser in die Partie und ließ den Rückstand nicht weiter anwachsen. Nach dem 10:6 durch Jannik Geisler in der 21. Minute ließen die Rot-Weißen einige Möglichkeiten liegen, während Hendrik Pantel im HSG-Tor stärker wurde. Nach drei Dutenhofener Treffern in Folge war die Partie beim 10:9 wieder völlig offen.

In dieser Phase zeigte der TVG allerdings die nötige Ruhe. Minerva hielt den nächsten Siebenmeter und vorne erzielte Gelnhausen wieder Tore, Malolepszy traf kurz vor dem Pausenpfiff zum 13:10. Lediglich zehn Gegentore in der ersten Hälfte, davon vier per Siebenmeter, unterstrichen die starke Gelnhäuser Defensivleistung.

TVG zunächst auf Kurs

Auch nach der Pause blieb der TVG zunächst auf Kurs. Junioren-Torhüter Noah Pilgrim kam ins Spiel und fügte sich mit einigen Paraden gut ins Spiel ein. Fynn Broßmann, der auf der rechten Rückraumseite viel Verantwortung übernahm, erhöhte direkt auf 14:10. Als Ákos Csaba in der 41. Minute zum 19:14 traf, schien Gelnhausen die Partie zunehmend unter Kontrolle zu bekommen. Doch Dutenhofen meldete sich eindrucksvoll zurück. Mehrere Fehlwürfe und technische Fehler des TVG nutzten die Gastgeber konsequent aus und starteten einen 5:0-Lauf. Aus dem 19:14 wurde innerhalb weniger Minuten ein 19:19, sodass die Partie in der 47. Minute plötzlich wieder völlig offen war. Aber Malolepszy und Co. bewiesen einmal mehr Nerven aus Stahl. „Vor allem in der engen Phase haben wir immer an unsere eigenen Stärken geglaubt, sind im Kopf klar geblieben und haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen“, sagte Budanow.

Fynn Hilb brachte den TVG wieder mit 20:19 in Führung, ehe Minerva, der in der Crunchtime ins Tor zurückkehrte, seinen dritten Siebenmeter parierte. Doch Dutenhofen blieb dran und elf Minuten vor Schluss war beim 21:21 weiterhin alles offen. Dann zog der TVG defensiv noch einmal deutlich an und traf vorne dreimal in Folge. Hilb fing einen Pass ab und vollendete den Gegenstoß in der 52. Minute zum 24:21. Dutenhofen verkürzte durch zwei Treffer von Philipp Opitz auf 24:23, doch Malolepszy und Yannick Mocken antworteten zum 26:23.

Als der TVG zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 27:25 nach einer Zeitstrafe gegen Hilb den Rest der Partie in Unterzahl bestreiten musste, drohte noch einmal Spannung aufzukommen. Doch Gelnhausen setzte selbst den entscheidenden Treffer. Rund 70 Sekunden vor Schluss vollendete Silas Altwein nach Pass von Csaba einen Kempa zum 28:25. Die TVG-Fans feierten bereits, ehe Mocken noch das 29:25 nachlegte. Passend zu seinem starken Abend parierte Minerva nach Ablauf der Spielzeit auch den letzten Siebenmeter.

„Am Ende haben wir das Spiel sehr abgeklärt nach Hause gebracht“, bilanzierte Budanow. Bester Gelnhäuser Torschütze war Malolepszy mit sechs Treffern und makellosen sechs von sechs verwandelten Siebenmetern, Geisler erzielte fünf Tore. Für Dutenhofen traf Mraz siebenmal.

 

 

HSG Hanau mit Derbysieg gegen Nieder-Roden

Die HSG Hanau hat das Bezirksderby gewonnen und damit den nächsten Schritt in der Tabelle gemacht: Am Samstagabend besiegten die Grimmstädter die HSG Rodgau Nieder-Roden in der Main-Kinzig-Halle mit 35:30 (18:15). Cedric Schiefer war mit sieben Toren Toptorschütze der Blau-Weißen, Marek Schöber traf in der entscheidenden Phase viermal in Folge und machte so den Deckel drauf. 673 Zuschauer sahen einen verdienten Heimsieg.

„In dem Moment, wo wir ein bisschen am Kippen waren und den Blauen Block gebraucht haben, waren sie da “, sagte Trainer Axel Spandau zu der Stimmung in der kritischen Phase des Spiels nach Abpfiff. „Ich fand die erste Halbzeit von uns in der Abwehr sehr stark. Da hatte Nieder-Roden erhebliche Probleme, durchzukommen. Und am Ende haben die vier Rechtshänder im Rückraum das letztendlich gerissen, muss ich einfach sagen.” Co-Trainer Markus Semmelroth hatte im Vorbericht die Hoffnung auf eine volle Halle und lautstarke Unterstützung formuliert, um die kleine Serie weiter auszubauen — beides hatte sich an diesem Abend erfüllt: Der Blaue Block trug die Grimmstädter durch die schwierige Phase der Partie, und der dritte Sieg in Folge unterstreicht den Aufwärtstrend.

Unter den Augen des seit dem 01. Oktober regierenden Oberbürgermeisters Dr. Maximilian Bieri, starteten die Gastgeber erfolgreich in die Partie. Nach 50 Sekunden erzielte Cedric Schiefer das 1:0. Bis zur sechsten Minute gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Hanau legte vor und Rodgau glich aus. In dieser Phase verwandelte Samuel Hoddersen bereits zweimal erfolgreich vom Siebenmeter-Punkt. Dann legten die Hausherren einen Zwischenspurt ein. Aufbauend auf einer beweglichen Deckungsarbeit enteilten die Hanauer auf 6:3 (10.). Diese Phase wurde durch eine Zeitstrafe gegen Kapitän Kleemann kurzzeitig unterbrochen. Die Unterzahl kompensierten die Gastgeber, sodass nach einem gehaltenen Siebenmeter von Müller gegen Hoddersen, Schiefer auf 8:4 erhöhte. Doch Unsauberkeiten und Halbchancen aus dem Rückraum holten die Gäste wieder zurück. Nils Haus verkürzte per Siebenmeter auf 7:8 (15.) aus Sicht der Rodgauer. So war das Spiel Mitte der ersten Halbzeit offen. Die nächsten sechs Minuten war es eng und beide Mannschaften gingen im Gleichschritt.

In der Phase konnten die Hanauer die Überzahl, nach einer Zeitstrafe gegen Brandt, nicht nutzen. Doch die zweite Überzahl nutzten Schiefer, Marquardt und Co. Kleemann, sodass sie auf 13:10 erhöhten. In der 25. Minute ergab sich die Chance, in Überzahl den Vorsprung auszubauen, doch auf der Gegenseite gab es in einer misslungenen Abwehraktion ebenfalls eine Zeitstrafe für die Gastgeber. Nach einer Auszeit von Axel Spandau konnte der folgende Angriff nicht genutzt werden und so verkürzte Luca Möller für seine Farben auf 15:16. In der letzten Minute verteidigte der von Dziugas Jusys organisierte Deckungsverband sehr flexibel und erzwang einen Ballgewinn. Mit der Pausensirene erhöhte jener Jusys nach einem Expresspass von Schiefer auf 18:15 zur Pause.

Schöbers Viererpack stellt die Weichen

Die zweite Halbzeit begann nicht so, wie es sich die Hausherren vorgenommen hatten. Zwar war das Spiel die Anfangsminuten ausgeglichen, doch in der 37. Minute traf erneut Möller zum Anschlusstreffer von 19:20. Auf der Gegenseite kam es dann zu einem Bruch im Spiel der Grimmstädter. Nach einem Foul an Jan-Eric Kleemann gab es einen Freiwurf. Aus Sicht von Kleemann zu wenig. In der Kommunikation mit den Schiedsrichtern gab es unterschiedliche Auffassungen. So gab es eine Zeitstrafe für Meckern. Auf dem Weg zur Bank gab es weiteren Austausch und auch die nächste Zeitstrafe gegen Kleemann. So war sein Team vier Minuten am Stück in Unterzahl. Jedoch war es auch Kleemanns dritte Zeitstrafe und das Spiel war per rotem Karton für ihn beendet. „Es fing eigentlich eine spektakuläre zweite Halbzeit an, finde ich, die erstmal in der 37. oder 38. Minute den Höhepunkt hatte mit den zwei Zeitstrafen gegen Jan-Eric, der eigentlich gerade gut im Spiel war. Und dann hatten wir so kleine Findungsprobleme“, beschreibt Trainer Spandau den Start in die zweite Halbzeit.

Die Überzahl nutzten die Baggerseepiraten und gewannen ihre Überzahl mit 2:0. Das drehte die Partie und die Rodgauer gingen durch Nils Haus vom Strich mit 21:20 in Führung. Spandau reagiert mit seinem zweiten Team-Time-Out. In den anschließenden sechs Minuten wog das Spiel hin und her. Erst schafften die Gastgeber das Spiel auf 22:21 und 23:22 durch Jusys und Marquardt zu drehen. Dann konnten die Gäste über Brandt wieder bei 24:23 (47.) in Führung gehen. Dann drehte die HSG auf. Schiefer im Gegenzug mit einem Rückraumtor sowie zwei Ballgewinnen und einer Parade später führten die Blau-Weißen mit 27:24 innerhalb von 80 Sekunden. Eine Auszeit der Gäste unterbrach den Lauf und die zeigte Wirkung. Zwei ausgelassene Chancen der Hausherren ließen die Rot-Schwarzen auf 26:27 verkürzen.

Dann schlug die Stunde von Marek Schöber. Vier Angriffe in Folge tankte er sich unnachahmlich durch die Rodgauer Deckung und erzielte vier astreine Tore. Da auf der anderen Spielfeldseite die Abwehr immer stabiler und leidenschaftlicher verteidigte, setzten sich Schöber, Scharriär und Co. vorentscheidend auf 31:26 in der 55. Minute ab. „Marek war dann befreiter im Spiel und ist dann in die Tiefe gegangen und hat dann, nachdem er ja erst mal gescheitert ist oder Fehlpässe gemacht hat. Dann hat er Selbstvertrauen bekommen, breite Brust und ist dann, was ihn eigentlich auszeichnet, dahin gegangen, wo es wehtut, Siebenmeter gezogen und Tore gemacht“, analysierte Spandau im Nachgang die Leistungssteigerung von Schöber in dieser Phase.

Die letzten fünf Minuten spielten die Blau-Weißen die Partie routiniert herunter und feierten einen verdienten Derbysieg! „Die Jungs haben als Team zusammengehalten und sich auch von den Führungswechseln in der zweiten Halbzeit nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben bis zum Schluss gekämpft, füreinander gearbeitet und uns am Ende den Derbysieg verdient gesichert. Gerade unter diesen Umständen zeigt sich der Charakter einer Mannschaft. Dieser Sieg wird uns für die kommenden Aufgaben weiter Aufwind geben. Danke auch an den blauen Block und die lautstarke Unterstützung von den Rängen. Nun heißt es, die Serie weiter ausbauen“, fasst Co-Trainer Markus Semmelroth sein erstes Bezirksderby zusammen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was für ein Krimi in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West. Mit 35:35 (19:17) trennten sich der TV Kirchzell und die Bergischen Panther. Dabei fiel der Ausgleichs-Treffer des TVK buchstäblich in den letzten Sekunden. 

TVK-Trainer Povilas Babarskas sagte nach Spielschluss: “Ich bin sehr zufrieden mit dem Punkt, aber ich bin unzufrieden wie wir gespielt haben.” Vor allem gefielen ihm die vielen Fehler in der Abwehr nicht. “Wir hatten einen Plan, wie wir die Gegner in Zaun halten wollen. Doch dieser Plan ging nicht auf”, so Babarskas. Das hatte zweierlei Gründe. Erstens fehlte Lasse Becker überraschend, so dass der TVK nur einen Linkshänder zur Verfügung hatte, und zweitens hielten sich seine Jungs nicht an die Marschroute. Mit dem Rückzugsverhalten in Halbzeit eins war der Coach nicht zufrieden und in der zweiten Halbzeit “haben wir die Positionsabwehr nicht hinbekommen, haben viele Zweikämpfe verloren und vor allem die Spieler Exner und Ballmann nicht in den Griff bekommen.” 

Mario Stark eröffnete mit dem 1:0 (4.) den Torreigen. Die Partie blieb ausgeglichen und wogte hin und her. Bis zum 16:16 (27.) konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Allerdings musste bis zu diesem Zeitpunkt Anton Bayer das Spielfeld verlassen, denn er hatte sich bei einem Gerangel die Nase gebrochen. Mit 19:17 für die Hausherren ging es in die Kabinen.

Ansprache schien zu fruchten

Dort wurde noch einmal das Wesentliche besprochen und es schien zu fruchten. Niklas Ihmer erzielte in der 31. Minute das 20:17, Tom Spieß sorgte in der 34. Minute für das 22:18. Doch der Gast wehrte sich und innerhalb weniger Minuten war der Anschlusstreffer da (22:21). Zwischenzeitlich sah der Gästespieler Sam Lindemann aufgrund der dritten Zeitstrafe rot (38.). Tim Häufglöckner warf das 25:22 (41.) und Kirchzell konnte durchatmen. Doch die Bergischen Panther waren nicht gewillt, die Punkte in Miltenberg zu lassen, glichen aus und setzten sich mit zwei Treffern in Front. Die Partie stand auf Messers Schneide und ging hin und her. Der TVK brachte den siebten Feldspieler und aus der zweiten Welle heraus warf Joshua Osifo das Remis. Der Jubel hätte nicht größer sein können.

“Wir haben uns diesmal nicht an alles gehalten, was wir besprochen hatten, doch durch den Ausfall von Lasse und Anton mussten wir auch improvisieren und anders spielen, als wir das im Training besprochen hatten. Doch Punkt ist Punkt. wir bleiben zuhause ungeschlagen und das ist gut”, so der TVK-Coach.

 

Das Bild von Mario Stark hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt fährt nach fünf Punkten aus den vergangenen drei Spielen mit Rückenwind ins Siegerland. Am Sonntag trifft der TVG um 17 Uhr in der Sporthalle Stählerwiese auf den TuS Ferndorf.

Mit nun 5:7 Punkten und 183:190 Toren belegt die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach nach sechs Spieltagen Tabellenplatz zehn. Nur einen Zähler davor steht der kommende Gegner. Ferndorf rangiert mit 6:6 Punkten und einer positiven Tordifferenz von 184:174 auf Platz sieben. Das gab der TVG in einer PM bekannt.

Ferndorf vor eigenem Publikum noch ohne Punktverlust

Der TuS ist mit drei Siegen und drei Niederlagen in die Saison gestartet. Zum Auftakt feierte die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt einen deutlichen 34:27-Auswärtserfolg bei den Eulen Ludwigshafen. In der heimischen Sporthalle Stählerwiese gewann Ferndorf anschließend gegen den TV Emsdetten mit 31:26 und gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 mit 39:33.

Während beide bisherigen Heimspiele gewonnen wurden, musste sich der TuS zuletzt zweimal auswärts geschlagen geben. Nach dem 22:25 beim VfL Eintracht Hagen verlor Ferndorf am vergangenen Montag mit 28:32 beim weiterhin verlustpunktfreien Tabellenführer 1. VfL Potsdam. Beim 13:16-Pausenrückstand war die Begegnung in der MBS-Arena noch offen. Ferndorf verkürzte nach dem Seitenwechsel auf zwei Tore, konnte Potsdam aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Die Siegerländer hielten dabei über weite Strecken mit sieben Feldspielern dagegen und versuchten zusätzlich, den Potsdamer Aufbau mit einer offensiveren Deckung zu stören.

Marvin Mundus als zentrale Gefahr

 Im Ferndorfer Angriff führt kaum ein Weg an Marvin Mundus vorbei. Der Rückraumspieler hatte bereits nach fünf Begegnungen 42 Treffer erzielt und legte gegen Potsdam zwölf weitere Tore nach. Damit kommt der Linkshänder nach sechs Spieltagen auf 54 Treffer. Im September sammelte er neben 33 Toren in vier Spielen auch zwölf Vorlagen und wurde von der HBL für die Wahl zum Spieler des Monats nominiert. Gegen Potsdam sorgte außerdem Linksaußen Pablo Lange mit fünf Treffern für Gefahr. Philip Würz erzielte vier Tore, Tom Jansen drei. Mit Can Adanir und Filip Baranasic verfügt Ferndorf zudem über ein Torhütergespann, das dem TVG bereits aus früheren Begegnungen bekannt ist.

Für die Gäste aus Großwallstadt wird es darauf ankommen, Mundus’ Wirkungskreis einzuengen und Ferndorfs Spiel mit dem zusätzlichen Feldspieler konsequent zu verteidigen. Dabei sind eine klare Abstimmung, aktives Verschieben und ein aufmerksames Umschaltspiel gefragt. Im eigenen Angriff gilt es, die zuletzt verbesserte Geduld beizubehalten und technische Fehler gegen die variable TuS-Abwehr zu vermeiden.

An das letzte Gastspiel in Ferndorf haben Kapitän Patrick Gempp und Co. beste Erinnerungen. Im September 2025 gewann der TVG eine dramatische Partie mit 28:27. Nachdem die Gastgeber wenige Sekunden vor dem Ende ausgeglichen hatten, traf der TVG noch einmal in das verwaiste Ferndorfer Tor. Das Rückspiel in der Untermainhalle entschied dagegen der TuS mit 31:27 für sich. Auch am Sonntag ist eine enge Begegnung zweier Mannschaften zu erwarten, die in der Tabelle lediglich ein Punkt trennt. Während Ferndorf seine makellose Heimbilanz verteidigen möchte, will der TVG den positiven Lauf der vergangenen Wochen fortsetzen. Die Grundlage dafür soll erneut eine kompakte Defensive, eine ausgeglichene Verteilung der Verantwortung und die zuletzt gezeigte Ruhe in entscheidenden Phasen bilden.

 

 

Das Bild von Axel Skaarnæs hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt die HSG Hanau die HSG Rodgau Nieder-Roden zum Derby. Der V Gelnhausen fährt zur HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II.

 

TV Gelnhausen vor intensivem Auswärtsderby in Dutenhofen

Auf den TV Gelnhausen wartet am Samstag um 19 Uhr das Auswärtsderby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II. Während der TVG mit 11:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz steht, hat sich die U23 der HSG Wetzlar nach einem schwachen Saisonstart gefangen und belegt mit 5:7 Punkten Rang sieben.

Dutenhofen startete mit drei Niederlagen in die neue Spielzeit, hat anschließend aber deutlich an Stabilität gewonnen. Auf das 31:31 (15:15) gegen den TSV Bayer Dormagen II folgte ein 29:24 (15:13)-Erfolg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Eike Schuchmann mit 27:20 (12:11) beim TuS 82 Opladen durch und geht nun mit Rückenwind in das Derby.

Eine besondere Rolle dürfte am Samstag die Defensive spielen. Der TVG hat bislang 152 Gegentreffer kassiert, Dutenhofen 154. Damit gehören beide Mannschaften zu den defensivstärksten Teams der Staffel. „Dutenhofen verfügt über top ausgebildete Spieler und ein sehr gutes Spielkonzept. Besonders die offensive und sehr bewegliche Abwehr stellt jeden Gegner vor Herausforderungen. Zuletzt haben sie in Opladen ein richtig starkes Spiel gezeigt“, sagt Sergej Budanow, Sportlicher Leiter des TVG. Da Patrick Beer am Samstag verhindert ist, übernimmt Budanow für dieses eine Spiel noch einmal die Betreuung an der Seitenlinie. Beer war nach dem Ausscheiden von Tim Beckmann früher als geplant eingestiegen.

Die HSG verfügt auch in dieser Spielzeit über eine junge Mannschaft mit viel Qualität. Als U23 des Bundesligisten HSG Wetzlar dient das Team zahlreichen Talenten als wichtige Entwicklungsstufe. Schuchmann geht inzwischen in seine zweite Saison als Trainer. Bereits in der vergangenen Spielzeit überzeugte Dutenhofen insbesondere mit einer starken Hinrunde und beendete die Saison schließlich mit 40:20 Punkten auf Rang fünf.

Kern der Leistungsträger ist zusammengeblieben

Ein Kern aus Leistungsträgern ist zusammengeblieben. Dazu gehören unter anderem Kapitän Lukas Gümbel, Kreisläufer Nico Scheibel und Rückraumspieler Leonard Zaum. Verstärkt wurde die Mannschaft im Sommer mit mehreren jungen Spielern. Felix Schneider, Finn Krumbiegel und Mathi Geerken stammen aus der eigenen Talentschmiede der Mittelhessen Youngsters. Johannes Hollenberg wechselte aus dem Nachwuchs des SC DHfK Leipzig nach Mittelhessen. Zudem kehrte Kreisläufer Marvin Lindenstruth zwei Jahre nach seinem zwischenzeitlichen Karriereende zurück und bringt zusätzliche Erfahrung in die junge Mannschaft.

Gefährlichster Torschütze ist bislang Rechtsaußen Colin Simon mit 20 Treffern. Auch zwischen den Pfosten ist die HSG mit Henrik Naß und Hendrik Pantel stark besetzt. Pantel machte erst vor wenigen Wochen auch in der Bundesliga-Mannschaft der HSG Wetzlar auf sich aufmerksam. Im DHB-Pokal gegen den SC Magdeburg zeigte der 20-Jährige eine überzeugende Leistung, kam auf sieben Paraden und erhielt anschließend sogar ein Sonderlob von SCM-Trainer Bennet Wiegert.

Der TVG reist nach dem 31:27 (16:12)-Arbeitssieg gegen den TSV Bayer Dormagen II weiterhin ungeschlagen nach Dutenhofen. Personell bleibt die Situation allerdings angespannt. Max Bechert fehlt weiterhin mit seinem Mittelhandbruch, Alexander Bechert aufgrund seiner Knieprobleme und Jonas Dambach wegen seiner Fußbeschwerden. Auch Benjamin Wörner steht wegen einer leichten Handverletzung weiterhin nicht zur Verfügung. Damit fehlt den Barbarossastädtern erneut ein Linkshänder im Rückraum, während am Kreis weiterhin Torben Fehl die Hauptlast trägt.

Trotz der unterschiedlichen Tabellenpositionen wartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe auf den TVG. Die zuletzt deutlich verbesserte Form der Gastgeber, die bewegliche Defensive und die Qualität der jungen HSG-Mannschaft versprechen ein intensives Auswärtsderby. Und wie so oft gilt auch diesmal: Ein Derby hat seine ganz eigenen Regeln.

 

 

HSG Hanau empfängt die HSG Rodgau Nieder-Roden 

 Wenn am Samstagabend um 19.30 Uhr der Anpfiff in der Main-Kinzig-Halle ertönt, beginnt kein normales Dritt-Liga-Spiel, sondern es ist das erste Heimderby der Saison für die HSG Hanau. Gegner dabei ist kein Geringer als die HSG Rodgau Nieder-Roden. Derbys haben ihre eigenen Gesetze und so ist für Spannung bis zur letzten Sekunde gesorgt. Die Baggerseepiraten rangieren mit 3:9 Punkten auf Rang 14 der Tabelle. Die Hanauer mit einem Punkt mehr auf der Habenseite (4:6 Punkte) auf Platz zehn. Schiefer, Kleemann und Co. wollen ihre kleine Erfolgsserie ausbauen und freuen sich auf die lautstarke Unterstützung des Blauen Blocks.

Trainer Axel Spandau bringt die Erwartung auf den Punkt: „Derby-Time ist immer eine besondere Zeit in der Main-Kinzig-Halle und es geht darum, unseren Aufschwung weiter fortzusetzen. Gerade im Angriff sind wir momentan sehr gut im Lauf, haben ein verbessertes Abschlussverhalten, was natürlich immer noch besser sein könnte, woran wir auch weiter dran arbeiten. Zuletzt 35 Tore gegen Vallendar und 33 Tore gegen die Bergischen Panther belegte bereits ein verbessertes Angriffsverhalten.”

Die jüngsten Ergebnisse belegen den Trend, den Spandau beschreibt: Die Grimmstädter haben offensiv zuletzt zu einer Sicherheit gefunden, die in der Anfangsphase der Saison noch fehlte. Nun gilt es im Derby, diesen Aufschwung auch unter der besonderen Atmosphäre des Bezirks-Derbys auf die Platte zubringen. „Wir hoffen auf eine volle Halle sowie eine lautstarke Unterstützung vom Blauen Block. So wollen wir unsere kleine Serie weiter ausbauen“, freut sich Co-Trainer Markus Semmelroth auf sein erstes Heimderby.

Derbys haben ihre eigenen Gesetze

Beide Mannschaften haben sich den Start in die neue Saison anders vorgestellt. Während Nieder-Roden im ersten Spiel einen Punkt in Köln holte, holte man nach der Niederlage gegen Top-Favorit Saarlouis gegen den TSV Bayer Dormagen am dritten Spieltag die ersten beiden Pluspunkte. Mit 3:3 Punkten nach drei Spieltagen war man im Soll. Doch anschließend folgten drei Niederlagen in Serie, unter anderem verlor man seine beiden Heimspiele gegen TuS Opladen und HSG Krefeld Niederrhein deutlich.

Die Grimmstädter starteten sehr holprig in die Saison. Bis zum vierten Spieltag dauerte es, bis die ersten Punkte auf der Habenseite waren. Mit dem Sieg gegen den HV Vallendar und vergangenes Wochenende bei den Bergischen Panther wurde der Bock umgestoßen. Mit zwei Siegen in Serie findet die Mannschaft immer besser in die Saison. 

Doch beim Bezirks-Derby zählen weder Tabellenstände noch die vergangenen Spiele. Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze – so auch am kommenden Samstag. Die Spiele zwischen den Vereinen sind immer geprägt von leidenschaftlich kämpfenden Abwehrreihen, Emotionen auf der Platte und spannenden Spielausgängen. Seit 2009/10 treffen beide HSG’s aufeinander. Bereits 17 Mal standen beide Mannschaften in dieser Zeit einander gegenüber. Die Bilanz ist ausgeglichen, beide haben sieben Siege auf ihrem Konto stehen und dreimal trennt man sich Unentschieden.

Die Gäste befinden sich im Umbruch. Vor der Saison haben mit Johannes von der Au und Nils Hassler zwei prägende Spieler das Team verlassen. Doch das Team von Trainer Christian Sommer kommt mit einem klaren System. Nieder-Roden agiert mit einer offensiven 6:0-Abwehr und wird darauf setzen, den Blau-Weißen früh den Rhythmus zu nehmen. Der Topscorer der Rot-Schwarzen ist auch in diesem Jahr Samuel Hoddersen. Der Linksaußen hat in dieser Saison bereits 50 Tore erzielt, 18 davon vom Siebenmeterpunkt. Damit rangiert er schon in der Frühphase der aktuellen Spielzeit unter den Top 3 der Torschützen in der dritten Liga Süd-West. Auf der anderen Seite macht Rechtsaußen Nils Haus auf sich aufmerksam und kommt mit seinem variablen Abschluss auf 25 Tore. Im Rückraum hält weiterhin Simon Brandt die Fäden in der Hand. Mit seinem pfeilschnellen 1:1 hat er den Hanauern bereits den ein oder anderen Knoten in die Beine gespielt. Neben ihm avanciert Luca Möller zum Newcomer. In den ersten Spielen hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wir wollen natürlich diese 1:1-Situation von Simon Brandt auf der Spielmacherposition und Luca Möller, dem Newcomer von den Baggerseepiraten, in Griff bekommen“, gibt Trainer Spandau Einblick in seinen Matchplan.

Weiter führt Spandau aus: „Auf Sebo Hein und Malte Just kommt eine große Aufgabe zu. Sie müssen nicht nur vorn sicher im Abschluss sein, sondern auch Hodderson im Gegenstoß verteidigen.“ Sein Credo für die Deckung um Abwehrchef Dziugas Jusys ist, kompakt zu stehen und mit maximaler Energie und Intensität zu verteidigen. Vorn sollen Lukas Böhm und Cedric Schiefer mehr Rhythmus finden und die Chancenverwertung soll sich weiter steigern. 

 

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell am Samstag um 1930 Uhr in der Miltenberger Sporthalle die Bergischen Panther. Die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas hat zwar, bedingt durch die jüngsten Erfolge, viel Selbstvertrauen gesammelt. Der Coach hebt aber trotzdem den Zeigefinger: “Das wird alles andere als ein einfaches Spiel. Der Gegner hat erfahrene Spieler in seinen Reihen, die schon lange dritte Liga spielen und viele von denen haben eine sehr gute individuelle Klasse.”

Er denkt dabei an Neuzugang Ben Büscher, an Aaron Exner, Joe Ballmann oder Maurice Meurer, die alle im Rückraum unterwegs sind. Die Gäste haben bisher nur zweimal gewonnen, einmal gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II und einmal gegen Vallendar, stehen daher mit 4:8 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Doch Povilas Babarskas sagt: “Die Saison ist noch jung und zwei Siege sagen zum jetzigen Zeitpunkt gar nichts aus. Die Bergischen Panther gehen Tempo, haben den anderen Mannschaften, gegen die sie schon gespielt haben, Probleme bereitet.”

Die Kirchzeller stehen auf Platz sechs, haben 7:5 Punkte bisher eingesammelt und werden den Rückenwind aus den letzten Spielen mitnehmen. Kämpferisch müssen die Einheimischen wieder alles auf die Platte bringen, denn”wir haben zuhause bisher nicht verloren und das soll so bleiben. Ganz klar liegt die Priorität darauf, einen Sieg zu holen”, so der TVK-Coach. Stand heute sind alle seine Spieler fit.

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an den Kapitän Tim Häufglöckner:

 

Tim, Ihr habt zuletzt gegen Vallendar ein weiteres gutes Spiel gezeigt. Was nehmt Ihr aus dem oder generell den letzten Matches für Euch mit?

“Zu Beginn der Saison hatten wir leider immer wieder kleinere Schwächephasen in unserem Spiel, welche uns um den verdienten Lohn gebracht haben. Diese Phasen konnten wir in den vergangenen Spielen reduzieren und somit deutlich erfreulichere Ergebnisse einfahren. Auch in Vallendar sind wir geduldig geblieben, haben unseren Plan konsequent durchgezogen und wurden abschließend dafür belohnt. Daran gilt es nun anzuknüpfen!”

 

Jetzt kommen die Bergischen Panther nach Miltenberg. Wie schätzt Du diesen Gegner ein?

“Mit den Bergischen Panthern wartet ein unangenehmer Gegner auf uns, welcher über eine hohe individuelle Qualität verfügt. Ihr Spiel zeichnet sich insbesondere durch eine harte Abwehrarbeit, verbunden mit einem guten Tempospiel aus. Darauf müssen wir vorbereitet sein.”

 

Wer sind die Aktivposten beim Gegner und auf welche Abwehr müsst Ihr Euch einstellen?

“Individuell müssen wir uns insbesondere auf die Rückraumreihe mit Joe Ballmann, Aaron Exner sowie Ben Büscher einstellen. Dabei erwarten uns Spieler mit einem guten 1:1 Verhalten, verbunden mit einem guten Schlag- und Sprungwurf. Zudem gilt es die Kooperation mit dem Kreisläufer Sam Lindemann bestmöglich zu unterbinden. Im Angriff wird primär eine 6:0-Abwehrformation auf uns warten. Diese zeichnet sich durch eine harte Gangart aus.”