Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am Sonntag, den 23.08.2026, um 17 Uhr den Erstliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten in der ersten Runde des DHB-Pokals. Die Vorbereitung auf die neue Saison 2026/27 ist beendet und der TVG steckt in der Einstimmung auf das Pokalspiel am kommenden Sonntag.

Nach dem Turniersieg beim Untermain-Cup 2026 folgten noch einige aufschlussreiche Testspiele. Am 07. August unterlag der TVG den Rhein-Neckar-Löwen, die an diesem Tag durch starke Torhüter-Paraden glänzten, mit 25:34. Direkt am nächsten Tag war die Lohrbach-Crew zu Gast bei der HSG Rodgau Nieder-Roden, wo sie souverän mit 29:37 gewann. Ein Duell mit einem Liga-Konkurrenten folgte am 12.08. Bei den Eulen Ludwigshafen zeigte der TVG eine überragende erste Halbzeit, musste sich aber am Ende der zweiten Spielhälfte mit einem Tor (30:31) geschlagen geben. Am vergangenen Sonntag bestritten die Großwallstädter ein Testspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und besiegten den hessischen Drittligisten mit 33:24. Eine letzte Testeinheit im Training absolvierte der TVG unter der Woche gegen den TV Kirchzell.

„Vom Leistungsstand sind wir etwa da, wo wir hinwollten“

Trainer André Lohrbach zog ein positives Fazit, weiß aber auch, dass am Sonntag ein hochkarätiger Gegner wartet: „Ich bin erst einmal froh, dass wir frei von Verletzungen geblieben sind, so dass wir inhaltlich vernünftig arbeiten konnten. Vom Leistungsstand sind wir etwa da, wo wir hinwollten. Das zeigen die Resultate der Vorbereitungsspiele. Am Sonntag bekommen wir es mit einer ausgeglichen besetzten Mannschaft zu tun, da dürfen wir uns nicht viele Fehler erlauben. Die Qualität in Balingen ist schon sehr hoch, das wissen wir noch aus der letzten Saison“

HBW Balingen-Weilstetten klarer Favorit der Partie

Genau in dieser letzten Saison 2025/26 hatten sich die Gastgeber in beiden Begegnungen dem Gegner geschlagen geben müssen. Zuhause verlor der TVG mit 30:34 gegen die Gallier, auswärts setzte es eine 30:38-Niederlage. Doch bekanntlich schreibt der Pokal ja seine eigenen Gesetze. Die Einheimischen werden jedenfalls alles in dieses Spiel stecken, um den Gegner mit dem torgefährlichen Rekord-Torschützen der letzten Zweitliga-Saison Sascha Pfattheicher, möglichst lange zu ärgern und eventuell für eine kleine Sensation zu sorgen.

Familien-Handballtag rund um das Pokalspiel

Rund um das Pokalspiel veranstaltet der TV Großwallstadt zusammen mit der TVG Junioren Akademie e.V. einen Familien-Handballtag. Bereits um 11 Uhr findet ein offenes Training der weiblichen U15 statt. Hierbei können Interessierte einen Einblick in die Trainingsarbeit des TVG Junioren Akademie e.V. erhalten. Bevor dann das DHB-Pokalspiel der Bundesliga-Mannschaft angepfiffen wird, trägt die männliche U19 der Akademie ein Spiel gegen das A-Jugendteam des Gegners HBW Balingen-Weilstetten aus.

Neben diesem spannenden Tagesprogramm werden noch zahlreiche weitere Attraktionen geboten. Nach dem Pokalspiel stehen die Spieler für Autogramme zur Verfügung, es wird ein Activity-Parcours aufgebaut sein und hier gibt es tolle Preise zu gewinnen. Und auch kulinarisch dürfen sich die Besucher durch das Angebot schlemmen.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Vorfreude steigt, die Spannung ist greifbar. Mit dem Heimspiel gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg startet der TV Gelnhausen am Freitag, den 21. August, um 20.15 Uhr in die neue Saison. Im DHB-Pokal wartet nicht nur ein sportlich attraktiver Gegner, sondern zugleich ein Derby, das schon im Vorfeld für große Begeisterung sorgt. Gleichzeitig wird die Partie das erste Pflichtspiel des neuen Trainergespanns Patrick Beer und Tim Beckmann an der Seitenlinie der Barbarossastädter. Die Zuschauer dürfen sich auf einen hochklassigen Handballabend in der Rudi-Lechleidner-Halle freuen.

Der sportliche Leiter des TVG, Sergej Budanow, blickt der Partie mit großer Vorfreude entgegen: „Wir freuen uns sehr auf das Pokalspiel gegen den TV Hüttenberg. Für uns ist diese Begegnung nicht nur aufgrund der regionalen Nähe ein echtes Derby, sondern auch sportlich eine äußerst reizvolle Aufgabe gegen einen sehr attraktiven Gegner.“

Mit dem TV Hüttenberg reist ein etablierter Zweitligist nach Gelnhausen, der seit Jahren für kontinuierliche Arbeit und attraktiven Tempohandball steht. Die Mittelhessen verpassten in der Saison 2024/25 nur knapp den Aufstieg in die erste Bundesliga. In der vergangenen Saison landeten sie im Mittelfeld der zweiten Liga, überzeugten jedoch durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Außerdem zählen die stabile Defensive und das schnelle Umschaltspiel seit Jahren zu den Markenzeichen des TVH.

Im Angriff verfügt Hüttenberg über zahlreiche Akteure, die auf hohem Zweitliga-Niveau den Unterschied ausmachen können. Mit Spielern wie David Kuntscher, Paul Ohl und Danil Dyatlov sorgt der TVH jederzeit für Torgefahr aus dem Rückraum. Hinzu kommen körperlich starke Kreisläufer, eine eingespielte Defensive sowie ein Torhütergespann, das Spiele entscheidend beeinflussen kann.

Insgesamt zeichnet den TV Hüttenberg vor allem seine Ausgeglichenheit aus. Große Schwachstellen sucht man im Kader des Zweitligisten vergeblich. Verstärkt wurde das Team in der Sommerpause zudem durch die Nachwuchstalente David Sehnke (U23 HC Erlangen) und Julius Gümbel (A-Jugend Mittelhessen Youngsters).

Auch Budanow weiß um die Qualität des kommenden Gegners: „Uns ist bewusst, dass Hüttenberg über eine sehr gute und eingespielte Mannschaft verfügt, die in der 2. Bundesliga jeden Gegner schlagen kann.“ Entsprechend groß ist der Respekt vor der Aufgabe, allerdings möchte sich der TVG in dieser Partie auch nicht verstecken.

Barbarossastädter mit viel Selbstvertrauen

Die Barbarossastädter gehen nach einer intensiven Vorbereitung mit viel Selbstvertrauen in die neue Spielzeit. In den vergangenen Wochen arbeitete die Mannschaft konzentriert an den Abläufen in Angriff und Abwehr und konnte wichtige Erkenntnisse aus den Testspielen mitnehmen. Das Pokalspiel bietet nun die erste Gelegenheit, sich unter Wettkampfbedingungen mit einem hochklassigen Gegner zu messen und den eigenen Leistungsstand zu überprüfen. Für das neue Trainergespann Beckmann/Beer ist die Partie zugleich die Pflichtspielpremiere an der Seitenlinie des TV Gelnhausen, wobei Beer aufgrund beruflicher Verpflichtungen erst ab November vollständig in den Trainings- und Spielbetrieb einsteigen wird.

Personell muss der TVG dabei einige Ausfälle verkraften. Torhüter Alex Bechert fällt aufgrund von Knieproblemen aus. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen Rückraumspieler Jonas Dambach mit Fußproblemen und Mittelmann Silas Altwein, der sich im Training einen Nasenbeinbruch zugezogen hat und voraussichtlich rund fünf Wochen fehlen wird. Fraglich ist zudem der Einsatz von Henrik Müller, der erkrankt ist. Für Bechert rückt Juniorentorhüter Noah Pilgrim in den Kader auf.

Sein Pflichtspieldebüt für den TV Gelnhausen wird unterdessen Neuzugang Jan-Steffen Minerva geben und das ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein. Minerva spielte von 2008 bis 2013 für den TV Hüttenberg und stand in der Saison 2011/12 für die Mittelhessen sogar in der ersten Liga zwischen den Pfosten. Nun will er als TVG-Torhüter mit seinen neuen Teamkollegen dem Favoriten möglichst lange Paroli bieten.

Genau diesen Anspruch formuliert auch der sportliche Leiter: „Unsere Mannschaft hat in der Vorbereitung sehr konzentriert gearbeitet und viel investiert. Jetzt wollen wir zeigen, was wir uns in den vergangenen Wochen erarbeitet haben.“ Gleichzeitig weiß Budanow, dass seine Mannschaft dafür einen nahezu perfekten Auftritt benötigen wird: „Um gegen ein Team dieser Qualität bestehen und das Spiel möglichst lange offen gestalten zu können, müssen wir an unsere absolute Leistungsgrenze gehen und in vielen Bereichen sogar darüber hinauswachsen.“

Aufgrund seiner langjährigen Zugehörigkeit zur zweiten Liga geht der TV Hüttenberg als klarer Favorit in die Begegnung. Dennoch gibt es im DHB-Pokal immer wieder kleine Wunder. Vor heimischer Kulisse möchte der TV Gelnhausen alles geben und zeigen, was an diesem Abend möglich ist.

Eine entscheidende Rolle könnte dabei einmal mehr die Atmosphäre in der Rudi-Lechleidner-Halle spielen. Wenn die Fans die Mannschaft unterstützen und die Hölle Süd ihrem Ruf gerecht wird, kann dies zusätzliche Kräfte freisetzen. Auch Budanow setzt auf die Unterstützung der Ränge: „Wir brauchen eine geschlossene Mannschaftsleistung, viel Leidenschaft und natürlich die bedingungslose Unterstützung unserer Fans.“

Alles ist somit angerichtet für einen besonderen Handballabend. Zwei ambitionierte Mannschaften, Derbycharakter und die besondere Atmosphäre des DHB-Pokals versprechen beste Voraussetzungen für einen spannenden Saisonauftakt. Der TV Gelnhausen will dem favorisierten Zweitligisten alles abverlangen und gemeinsam mit seinen Fans für einen unvergesslichen Abend in der Hölle Süd sorgen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das finale WM-Trainingslager in Ratzeburg ist vorbei. Nach intensiven Wochen der Vorbereitung neigt sich damit auch für den Deutschland-Achter, den Vierer ohne Steuermann und den Zweier die letzte gemeinsame Trainingsphase dem Ende entgegen. Die Boote haben in Ratzeburg noch einmal konzentriert an ihren jeweiligen Schwerpunkten gearbeitet. Jetzt werden die Akkus aufgeladen für die Weltmeisterschaften in Amsterdam, die ab dem 24. August beginnen. So hat uns Carsten Oberhagemann, Pressesprecher und Geschäftsführer der Deutschland Achter GmbH informiert.

„Wir haben viel gemacht und viel geschafft. Man merkt, alle sind KO. Jetzt wird es auch Zeit, einmal Luft zu holen. Wir sind froh, wenn dann die Wettkämpfe losgehen und wir zeigen können, was wir draufhaben“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge. Auch Bundestrainer Mark Emke zieht ein positives Fazit aus dem Trainingslager in Ratzeburg: „Die Jungs haben es gut angenommen und es gut gemacht.“

 Zweier nutzt intensive Tage für Entwicklung

Für den neu formierten Zweier mit Leonard Brahms und Tobias Strangemann war das Trainingslager eine weitere wichtige Etappe in der gemeinsamen Entwicklung. Die beiden werden von Trainer Heiner Schwartz begleitet und haben die Zeit in Ratzeburg genutzt, um sich als Duo weiter einzuspielen. Das klappt immer besser, dazu haben auch die Erkenntnisse aus ihrem ersten gemeinsamen internationalen Rennen bei den Europameisterschaften in Varese beigetragen. „Sie haben sehr intensiv an den richtigen Punkten gearbeitet und einen Sprung gemacht“, verrät Tschäge.

 Vierer hofft auf Rückkehr zur bewährten Formation

Auch der Vierer ohne Steuermann konnte sich in Ratzeburg weiterentwickeln, musste dabei allerdings aufgrund von Krankheitsproblemen zwischenzeitlich auf Ersatzmann Hanno Brach zurückgreifen. Die Hoffnung ist groß, dass die Crew in der kommenden Woche in Dortmund wieder in der Formation zusammenfinden kann, die bei den Europameisterschaften mit Bronze überzeugt hatte: Schlagmann René Schmela, Mark Hinrichs, Benedict Eggeling und Jasper Angl. Trotz der zwischenzeitlichen Veränderungen konnte das Boot in Ratzeburg weiter an seinen Abläufen arbeiten und „ordentliche Fortschritte erzielen“, so Tschäge.

 Deutschland-Achter dreht noch eine Runde

Beim Deutschland-Achter verlief das Trainingslager nach Plan. Alle Ruderer sind gesund und verletzungsfrei geblieben. Die zuletzt bewährte Besetzung mit Schlagmann Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen bleibt bestehen. In Ratzeburg ist das Training gut vorangegangen, Konstanz und Rhythmus standen im Fokus. Dafür haben auch die Erkenntnisse aus der EM geholfen. „Wir haben einige Punkte gefunden, in denen wir uns verbessern wollten. Das hat gut geklappt. Die Mannschaft hat sich auf mehreren Ebenen weiterentwickelt – physisch, technisch und mental“, erklärt Emke.

Jetzt wächst auch beim Deutschland-Achter die Vorfreude auf den Saisonhöhepunkt. Gleichzeitig ist noch etwas Geduld gefragt: Weil der Achter erst am Finalwochenende seine Rennen bei den Weltmeisterschaften absolviert, reist die Crew auch erst am Mittwoch zuvor an (26.8.). Stattdessen wird zunächst weiter in Dortmund trainiert, womit es etwas später in die Erholungsphase geht als für den Vierer und Zweier. Bis dahin gilt es, die letzten Trainingstage konzentriert zu absolvieren, anschließend die nötige Erholung zu bekommen und die Form aus Ratzeburg mit nach Amsterdam zu nehmen. „Es ist Zeit, dass die WM losgeht“, sagt Emke: „Aber wir müssen geduldig bleiben und weiterarbeiten.“

 

Archivbild: Deutschland Achter

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach zehn Jahren beim TV Großwallstadt ist Mario Stark zurückgekehrt zu seinen Wurzeln. Dort, wo für den heute 34-Jährigen einst alles begann, trägt er nun wieder das Trikot des TV Kirchzell. Dazwischen liegen viele Jahre Leistungshandball, Aufstiege und Abstiege, Verletzungen, besondere Spiele, prägende Trainer und vor allem eine Menge Erfahrungen.

Mario Stark hat beim TV Großwallstadt nicht nur sportlich viel erlebt. Er ist dort erwachsen geworden, hat Verantwortung übernommen, Freundschaften fürs Leben geschlossen und sich über viele Jahre zu einem Führungsspieler entwickelt. Nun beginnt für ihn ein neues Kapitel – und gleichzeitig schließt sich ein Kreis.

Im Gespräch blickt Mario zurück auf seine Anfänge in Kirchzell, seine Jahre beim TVG, besondere Weggefährten wie Dino Corak, emotionale Spiele, schwierige Verletzungsphasen und seinen Abschied aus Großwallstadt. Er erzählt, warum zwei Trainer ihn besonders geprägt haben, weshalb er seiner Region immer treu bleiben wollte und warum die Rückkehr nach Kirchzell für ihn weit mehr bedeutet als nur ein Vereinswechsel.

Ein Gespräch über einen langen Handballweg, Verantwortung, Freundschaft, Emotionen – und darüber, warum es manchmal genau richtig ist, dorthin zurückzukehren, wo alles begonnen hat.

 

Mario, nach vielen Jahren beim TV Großwallstadt sitzt Du nun wieder in der Kabine des Drittligisten TV Kirchzell. Erinnerst Du Dich noch an den Moment, als Du zum ersten Mal wieder dort gesessen hast? Was ist Dir durch den Kopf gegangen?

„Ich habe mich auf das erste Training gefreut. Ansonsten war es gar nicht so besonders, weil ich die Jungs ja alle kenne. Ich musste niemanden neu kennenlernen oder erst Anschluss finden. Das hat den Wiedereinstieg natürlich sehr angenehm gemacht.“

Du bist gebürtiger Kirchzeller und hast hier Deine ersten Schritte im Handball gemacht. Fühlt sich die Rückkehr nach zehn Jahren wie ein Nachhausekommen an?

Mario als junger “Pimpf”

„Ja, auf jeden Fall. Es ist schon etwas Besonderes. Ich hatte immer den Gedanken, dass ich meine Karriere gerne irgendwann in Kirchzell beenden will. So war auch immer der Austausch mit Gottfried Kunz (sportlicher Leiter beim TVK, Anm. d. Red.). Er hat früher schon zu mir gesagt: ‚Wenn deine Zeit beim TVG irgendwann zu Ende geht, dann melde dich und wir sprechen miteinander.‘ Das heißt aber nicht, dass er mich jedes Jahr angerufen hat.“ (lacht). „Letztlich ist es genau so gekommen, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Das war eigentlich meine Wunschvorstellung.“

Du warst noch sehr jung, als Du den Schritt zum Handball-Leistungszentrum und später zum TV Großwallstadt gegangen bist. Wann hast Du gemerkt, dass das der richtige Weg für Dich ist?

„Ich bin im zweiten Jahr der C-Jugend zunächst zur JSG Wallstadt gewechselt. Kurz darauf wurde das HBLZ Großwallstadt gegründet und dadurch bin ich zum TV Großwallstadt gekommen. Zur JSG kam ich damals über die Bezirksauswahl – durch die Trainer Dirk Eisenträger und Bernd Beetz sowie meinen Kumpel Florian Eisenträger, mit dem ich immer zusammengespielt habe. Die Zeit bei der JSG war für uns so etwas wie ein Übergangsjahr, bevor das HBLZ gegründet wurde.

Schon damals habe ich gemerkt, dass es der richtige Schritt war. Die Trainingsintensität und der Umfang waren deutlich höher als in den meisten anderen Vereinen der C- und B-Jugend. Rückblickend war es genau die richtige Entscheidung.“

Du warst später mit Doppelspielrecht für den TV Kirchzell und den TV Großwallstadt unterwegs. War das eher Belastung oder die ideale Lösung?

„Ganz am Anfang hatte ich noch kein Doppelspielrecht, weil das in den jüngeren Jahrgängen damals noch nicht möglich war. Erst im ersten Jahr der A-Jugend habe ich nach der Hinrunde komplett für Kirchzell gespielt und hatte dann das Doppelspielrecht. Im zweiten A-Jugend-Jahr war ich ausschließlich für Kirchzell im Einsatz, weil wir mit der A-Jugend des HBLZ bereits mit einer Sondergenehmigung in der Herren-Bayernliga gespielt haben. Damals war ich 17 Jahre alt.“

Wenn Du heute auf Deine Zeit beim TV Großwallstadt zurückblickst: Was hat Dich als Spieler und als Mensch am meisten geprägt?

„Puh, das ist gar nicht so leicht zu beantworten, weil es viele Dinge gibt. Wahrscheinlich hat mich am meisten geprägt, dass ich immer Verantwortung übernommen habe. Das habe ich immer gerne gemacht, das war für mich keine Belastung – gerade in entscheidenden Situationen, wenn es brenzlig wurde.“

Und als Mensch?

„Auch da ist das Thema Verantwortung ganz wichtig. Im Sport lernst du, Verantwortung zu übernehmen – und das hilft dir später auch im Beruf und im Privatleben. Ich habe versucht, Verantwortung zu tragen, egal ob etwas gut oder schlecht ausgegangen ist. Das hat mich sicher geprägt. Auch wenn mal ein Ball daneben ging (lacht). Wenn ich an meinen Abschied vom TVG denke und daran, wie die Fans und die Menschen im Verein darauf reagiert haben, dann haben sie mir auch einen ‚daneben gegangenen Ball‘ anscheinend nicht krumm genommen.“

Du hast in Deiner Zeit beim TVG viele Trainer erlebt. Hat jeder Spuren hinterlassen oder gab es jemanden, der Dich besonders geprägt hat?

Er weiß genau, wo er Ball hin soll

„Mit großem Abstand waren Ralf Bader und Igor Vori die beiden Trainer, von denen ich am meisten mitgenommen habe. Das ist Fakt, wobei das ganz unterschiedliche Typen waren. Ralf war extrem taktisch, sehr strukturiert und perfektionistisch. Seine Vor- und Nachbereitung war herausragend.

Igor dagegen hatte eine unglaublich emotionale Art. Er hat uns sehr viel Vertrauen geschenkt und uns immer starkgeredet. Egal, wie schlecht wir gespielt haben. Das war eine seiner größten Stärken. Außerdem hat er versucht, alles, was außerhalb der Mannschaft passiert ist, von uns fernzuhalten. Dadurch konnten wir uns voll auf das konzentrieren, was auf dem Feld wichtig war.“

Igor Vori wirkte oft wie ein emotionales Bündel, bei dem man nie wusste, wann er explodiert. Ralf Bader dagegen erschien immer sehr strukturiert. Hast Du das auch so erlebt?

„Absolut. Das waren wirklich zwei komplett unterschiedliche Trainertypen. Bei Ralf war alles bis ins Detail geplant. Wenn Igor etwas nicht gepasst hat, hat er seinen Plan auch spontan über den Haufen geworfen und etwas anderes mit uns trainiert. Ich erinnere mich an eine Trainingseinheit, bei der die Halle kurz zuvor gewischt worden war und der Boden noch nass war. Igor hat sich das angeschaut und sofort gesagt: ‚Hier trainieren wir heute nicht. Die Verletzungsgefahr ist zu groß. Training beendet – ihr könnt nach Hause gehen.‘

Ralf hingegen hätte eine nasse Halle wahrscheinlich ebenfalls wahnsinnig gemacht. Zum einen wegen der Verletzungsgefahr, zum anderen, weil dadurch sein kompletter Trainingsplan durcheinander geraten wäre. Igor war in solchen Situationen deutlich entspannter.“

Igor Vori hatte mit Dino Corak, Deinem langjährigen Mannschaftskameraden und einer Deiner besten Freunde, so etwas wie seinen verlängerten Arm auf dem Feld. Beide sind Landsleute – hat das vieles einfacher gemacht?

„Ja, wobei Igor wirklich sehr gut Deutsch gesprochen hat. Er hat keinen Dolmetscher gebraucht. Wenn er allerdings emotional wurde, ist er automatisch ins Kroatische gewechselt. Dann musste Dino übersetzen.

“Kroaten sind emotional und direkt!”

Ich erinnere mich, dass Dino dann manchmal gesagt hat: ‚Nein, das übersetze ich nicht.‘'(lacht) Und Igor hat nur geantwortet: ‚Doch, das übersetzt du und zwar jedes Wort!‘ In solchen Situationen kam dann meistens irgendeine Beleidigung. Aber das war nie persönlich gemeint. So sind die Kroaten eben – sehr emotional und manchmal etwas direkter in ihrer Ausdrucksweise.

Ich will auch gar nicht sagen, dass bei Igor alles perfekt war. Aber er hatte in seiner eigenen Karriere wahrscheinlich einige der besten Trainer der Welt. Das hat er mit in seinen Trainerjob genommen und das hast du gemerkt. Von ihm habe ich unglaublich viel mitgenommen. Es war eine tolle Erfahrung und ich bin dankbar, unter ihm trainiert zu haben.“

Apropos Trainer, weißt Du eigentlich noch, wie viele Trainer Du in Deiner Zeit beim TV Großwallstadt erlebt hast?

„Uff, das waren eine ganze Menge. Nein, so aus dem Stegreif kann ich sie nicht alle aufzählen, aber ich würde sie sicher zusammenbringen. Wobei ich sagen muss, dass auch ein oder zwei dabei waren, von denen ich –  ehrlich gesagt – nicht besonders viel mitgenommen habe.“

Gab es einen Mitspieler, mit dem Du Dich auf dem Feld nahezu blind verstanden hast?

„Ja – ganz klar: Dino Corak. Wir waren wirklich Deckel auf Topf. Er hat schon gespürt, was ich machen würde, bevor ich überhaupt den Ball an ihn weitergegeben habe. Das war einfach toll. Mit ihm hat das Zusammenspiel perfekt funktioniert – und das nicht nur auf dem Feld, sondern auch privat.“

Wie lange habt Ihr zusammengespielt?

„Sechs oder sieben Jahre müssten es gewesen sein. Ganz am Anfang haben wir sogar gemeinsam in Kirchzell gespielt. Damals konnte Dino weder richtig fangen noch werfen (lacht). Ich weiß noch, dass Dino damals ein Probetraining beim TVK hatte, er kam von einem anderen Verein, und Gottfried Kunz hat mich nach dem Training gefragt, was ich von ihm halte. Ich habe damals gesagt: ‚Naja, er ist groß und stark. Wir können es ja mal mit ihm probieren.‘ (lacht). Anfangs kam er vor allem über die Abwehr. Mit der Zeit wurde er auch im Angriff immer besser. Was am Ende daraus geworden ist, hat jeder gesehen: einer der besten Kreisläufer der zweiten Bundesliga. Sein Wechsel zum HSVH Hamburg war völlig verdient. Dino war mit Abstand die beste Verbindung, die ich jemals auf dem Handballfeld hatte.“

Hat es Dir wehgetan, als Dino den TVG verlassen hat?

„Ja, sehr sogar. Ich habe ihm den Schritt nach Hamburg von Herzen gegönnt. Trotzdem war es für mich persönlich schwer. Ich weiß noch genau, dass er mir nach dem Spiel gegen Dessau, kurz vor Weihnachten war das, von seinem Wechsel erzählt hat. Ich war im ersten Moment richtig geschockt. Natürlich habe ich mich danach schnell für ihn gefreut, aber sportlich war es für mich eine riesige Umstellung. Nach so vielen Jahren blindem Verständnis plötzlich mit anderen Kreisläufern zu spielen, die andere Stärken hatten, war nicht einfach. Schade finde ich heute vor allem, dass Dino seine Karriere inzwischen beendet hat. Aber ich verstehe es. Er ist in den elterlichen Betrieb eingestiegen, da bleibt einfach nicht mehr viel Zeit für den Handball.“

Gibt es ein Spiel, an das Du heute noch besonders oft denkst oder bei dem Du einen richtigen Gänsehaut-Moment hattest?

„Davon gibt es auf jeden Fall einige. Sehr präsent ist mir das Spiel gegen Hamm in der vorletzten Saison. Maxim Schalles, unser Außen, hat am vorletzten Spieltag den entscheidenden Siebenmeter verwandelt und uns damit den Klassenerhalt gesichert. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Das waren pure Emotionen. Eine ähnliche Situation gab es einige Jahre zuvor zu Hause gegen Bietigheim. Auch dieses Spiel war unglaublich emotional und etwas ganz Besonderes.“

Du hast Abstiege erlebt, aber auch Wiederaufstiege gefeiert. Welche Phase war emotional schwieriger?

„Wir hatten zwei Aufstiege, wobei einer durch die Corona-Situation zustande kam. Der war natürlich etwas anders und vielleicht auch ein bisschen weniger emotional (grinst). Der erste sportlich geschaffte Aufstieg von der dritten in die zweite Liga dagegen war etwas ganz Besonderes. Das war nicht nur ein einzelnes Spiel, sondern das Ergebnis einer ganzen Saison. Die Konstellation mit Manfred ‚Hobbes‘ Hofmann als Trainer (TVG-Torhüter-Legende und Urgestein beim TVG, Anm. d. Red.) war eine richtig schöne Zeit. Damals hatte sich schon sehr schnell herauskristallisiert, dass wir aufsteigen werden. Wir mussten nicht zittern oder rechnen. Es war eine tolle Saison. Dass wir danach direkt wieder abgestiegen sind, war zwar bitter, aber rückblickend war der Verein damals wohl noch nicht bereit für die zweite Liga. Als wir dann direkt wieder aufgestiegen sind, war klar, dass wir diesmal bleiben wollten – und das haben wir ja auch geschafft.“

Was ist emotional schwieriger: ein Aufstieg oder ein Abstieg?

„Für mich waren die Nichtabstiege im Moment selbst deutlich emotionaler. Bei einem Aufstieg zeichnet sich vieles schon über die ganze Saison ab. Bei einem Abstiegskampf entscheidet dagegen oft ein einziges Spiel – und das noch meistens gegen Ende der Runde. Das war so gegen Hamm. Von diesem Spiel hing alles ab. Wenn wir verloren hätten, wären wir wahrscheinlich abgestiegen. Dieser Druck war enorm. Nach dem Spiel ist einfach alles von uns abgefallen und wir waren nur noch glücklich.“

Aber wenn dann noch zwei, drei Spiele zu absolvieren sind: Wie motiviert man sich dann?

 „Das ist unglaublich schwer, den Schalter noch einmal umzulegen und hundert Prozent zu geben. Du bist einfach erleichtert, dass du es geschafft hast, willst zwar in den letzten Matches auch noch einmal alles geben, aber meistens kann man das gar nicht mehr schaffen. Nicht nur der Körper, auch der Kopf ist da gar nicht mehr in der Lage, sich zu hundert Prozent zu pushen.“

Der Klassenerhalt des TV Großwallstadt in Deiner Abschiedssaison war hart erarbeitet. Was hat dieser Moment für Dich bedeutet?

 „Im ersten Moment konnte ich mich, ehrlich gesagt, gar nicht richtig darüber freuen. Wir hatten kurz zuvor in Potsdam eine unnötige Niederlage kassiert, über die ich mich sehr geärgert hatte. Deshalb war die Freude zunächst etwas getrübt. Hätten wir in Potsdam gewonnen, dann wäre der Drops gelutscht gewesen. Aber so mussten wir weiter zittern.

“Ich wollte mich nicht mit einem Abstieg verabschieden”

Doch es war mir extrem wichtig, mich nicht mit einem Abstieg aus der zweiten Liga zu verabschieden. Als ich dann mit etwas Abstand zurückgeblickt habe, war ich natürlich trotzdem sehr glücklich über den Klassenerhalt. Vor allem, wenn man bedenkt, was in dieser Saison bei uns alles passiert ist – so viele Verletzungen, zwei Spielerbeurlaubungen und so weiter. Es waren viele Schwierigkeiten, die die Mannschaft unglaublich gut weggesteckt hat. Im Training hat man diese Belastungen mitunter gespürt, aber im Spiel hat jeder immer alles gegeben.“

Was hast Du in den schwierigen Phasen, zum Beispiel während Deiner langen Verletzung, über Dich selbst gelernt?

„Was ich gelernt habe, ist, dass man Verletzungen richtig auskurieren muss. Man darf nicht wegen des Sports seine Gesundheit aufs Spiel setzen, um vielleicht bis ans Lebensende darunter zu leiden. Die schwierigste Phase meiner Verletzung war die Ungewissheit. Kein Arzt konnte genau sagen, wie lange es dauern würde, bis ich wieder fit bin. Der eine sagte, es könnten vier Wochen sein, der andere sprach von acht Monaten.

Wenn du nach sechs Monaten merkst, dass es immer noch nicht besser ist, machst du dir natürlich Gedanken. Als Sportler willst du immer so schnell wie möglich zurückkommen und dafür tust du alles. Aber du hörst auch viel stärker in deinen Körper hinein.“

Wie lange hast Du insgesamt gefehlt?

Mario ganz privat

„Im März 2025 hatte ich zunächst eine Bänderverletzung. Ich bin relativ schnell wieder zurückgekommen, musste ich auch, weil der Klassenerhalt oberste Priorität hatte. Danach war ich von Juni 2025 bis Februar 2026 aufgrund von Knochenödemen außer Gefecht. Zusätzlich hatten sich Knochennasen gebildet, die aufeinander gerieben haben. Diese wurden am Schienbein und Sprunggelenk abgefräst, der Knorpel geglättet. Das ging aber erst, nachdem sich die Ödeme ganz zurückgebildet hatten. Deshalb hat sich die ganze Geschichte so lange gezogen.“

Viele Spieler wechseln heute häufiger den Verein als das vielleicht früher der Fall war. Du bist dem TV Großwallstadt über viele Jahre treu geblieben, obwohl es sicherlich auch andere Möglichkeiten gegeben hätte. Was hat Dich immer wieder zum Bleiben bewogen?

 „Ich hatte die eine oder andere Möglichkeit, die ich nicht wahrgenommen habe. Rückblickend hätte mir ein Wechsel vielleicht noch einmal einen sportlichen Push gegeben. Andererseits war für mich immer klar, dass ich die Region nicht verlassen möchte. Meine Frau und ich haben hier vor Jahren ein Haus gekauft, meine Familie wohnt hier und wir fühlen uns sehr wohl. Beim TVG hatten wir immer tolle Mannschaften und ich hatte nie das Gefühl, dass ich etwas Neues machen muss. Wobei wir durch die vielen Wechsel im Kader eigentlich jedes Jahr wieder eine neue Mannschaft hatten (lacht). Die Teamchemie war immer etwas Besonderes. Ich hatte einfach Spaß mit den Jungs. Gerade in Elsenfeld, wenn die Halle voll ist, macht es unglaublich Spaß zu spielen. Ich würde diesen Weg immer wieder genauso gehen.”

Und trotzdem kam irgendwann die Nachricht, dass Deine Zeit beim TV Großwallstadt endet. Wie hast Du diesen Moment erlebt?

„Es war so, dass der Verein mir zunächst signalisiert hatte, dass man gerne mit mir weiter planen würde. Gleichzeitig habe ich aber schnell gespürt, dass sich die Richtung verändert. Deshalb kam es für mich nicht unvorbereitet, sondern ich war darauf vorbereitet. Ich hatte es mir schon gedacht, trotzdem war die Art und Weise der Kommunikation nach zehn Jahren im Verein natürlich nicht die schönste. Eine frühere, offenere und ehrlichere Kommunikation wäre sicherlich besser gewesen. Trotzdem bin ich heute sehr glücklich damit, wie es gekommen ist. Ich merke einfach, dass mein Körper bei diesem Trainingspensum an seine Grenzen kommt.“

War es eher Enttäuschung und Wehmut – oder überwog irgendwann die Vorfreude auf das, was kommt?

„Es war wirklich nur die Art und Weise, wie es mir gesagt wurde, die mich enttäuscht hat. Nicht die Tatsache, dass meine Zeit beim TVG zu Ende geht. Damit hatte ich gerechnet. Ich habe mich auf die letzten Spiele mit dem TVG sehr gefreut und gleichzeitig auch auf die neue Zeit in Kirchzell. Vor dem letzten Heimspiel beim TVG hatte ich schon Respekt. Schließlich sind zehn Jahre kein Pappenstiel. Aber ich muss sagen, wie der Abschied beim TVG abgelaufen ist, war wirklich großartig. Das war toll und dafür gebührt allen beim TVG ein großes Lob.“

Es war schnell klar, dass für Dich eigentlich nur der TV Kirchzell infrage kommt, oder?

„Ja, schon. Es mussten natürlich noch einige Rahmenbedingungen geklärt werden, die für beide Seiten passen mussten. Und es gab auch Angebote aus der Region, die deutlich höher lagen als das Angebot von Kirchzell. Aber am Ende war für mich klar, dass ich diesen Weg Richtung Kirchzell gehen möchte.“

Was bedeutet es Dir, wieder für deinen Heimatverein aufzulaufen?

„Es ist ein tolles Gefühl. Ich freue mich auf die Menschen in der Halle, weil ich ja die meisten von ihnen kenne. Dass sich in Kirchzell so viele gefreut haben, dass ich zurückkomme, ist ein unglaublich schönes Gefühl und macht mir den Einstieg richtig leicht.“

Viele sehen Dich als Führungsspieler. Ist das eher Druck oder Verantwortung?

„Sicher ist damit immer ein bisschen Druck verbunden. Ein bisschen Druck ist ja auch nicht schlecht, im Gegenteil, das ist okay. Ich will Verantwortung im Team übernehmen und vorangehen.“

Worauf freust Du Dich in Kirchzell am meisten?

 „Auf die Heimspiele, die geniale Stimmung in der Halle und darauf, danach vielleicht noch ein Bierchen mit den Fans zu trinken (grinst). Eigentlich freue ich mich auf das Gesamtpaket.“

Was traust Du der Mannschaft in dieser Saison zu?

„Das ist für mich etwas schwer einzuschätzen, weil ich die dritte Liga in den letzten Jahren nicht so intensiv verfolgt habe. Ich weiß aber, dass zum Beispiel mit Gelnhausen, Saarlouis, Longerich und Krefeld starke Mannschaften in unserer Staffel sind. Es wird eine sehr anspruchsvolle Saison werden. Trotzdem glaube ich, dass wir eine gute Truppe haben. Ich hoffe, dass wir gerade zu Hause den einen oder anderen Gegner ärgern und richtig nerven können.“

“Geh den Weg, den du für richtig hältst!”

Was möchtest Du persönlich in den nächsten zwei Jahren – so lange läuft Dein Vertrag erst einmal – noch erreichen?

So liebten ihn seine Fans beim TVG

„Für mich ist wichtig, mit Leistung voranzugehen und ein gutes Beispiel für die jüngeren Spieler zu sein. Ich möchte in jedem Spiel alles geben, so wie ich es immer gemacht habe. Genau das will ich auch in den nächsten zwei Jahren in Kirchzell tun.“

Letzte Frage: Du hast den TV Kirchzell als Jugendlicher verlassen, bist beim TV Großwallstadt erwachsen geworden und kehrst nun als erfahrener Spieler zurück. Wenn Du dem jungen Mario von damals heute einen Rat geben könntest – welcher wäre das?

 „Ich würde alles wieder genauso machen. Ich war als junger Spieler sicherlich nicht der Einfachste. Das kann Gottfried Kunz wahrscheinlich bestätigen (lacht). Aber genau diese Erfahrungen waren wichtig. Wenn man seinen Weg nicht selbst erlebt, kann man daraus auch nichts lernen. Deshalb würde ich dem jungen Mario sagen: Mach es wieder genauso. Mach deine eigenen Erfahrungen und gehe den Weg, den du für richtig hältst.“

 

Vielen lieben Dank, Mario für das tolle Gespräch und alles Gute in Kirchzell!

 

Die Bilder haben uns Mario, Mario’s Mama und der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hatte am Wochenende im Zuge der Vorbereitung jede Menge zu tun 🙂 Erst gab es ein Testspiel gegen en Erstligisten Rhein Neckar Löwen, dann ein Match gegen den Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden im Rahmen dessen Jubiläumsfeier. Das gab der Verein bekannt.

Im Testspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen verlor der TVG 25:34 (10:15). Gegen den Bundesligisten zeigte die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit über weite Strecken eine engagierte Leistung. Der TVG erwischte einen guten Start und ging früh mit 2:0 in Führung. Eine stabile Abwehrarbeit sorgte dafür, dass die Löwen zunächst nur schwer ins Spiel fanden. Im Angriff ließ die Mannschaft jedoch einige gute Möglichkeiten ungenutzt, scheiterte mehrfach am gegnerischen Torhüter oder leistete sich technische Fehler. Torhüter Žiga Urbič zeigte einige starke Paraden, während Florian Eisenträger beide Siebenmeter in Halbzeit eins sicher verwandelte.

Nach dem Seitenwechsel erschwerte ein Wechselfehler den Start in die zweite Hälfte. Zwar konnte Anel Durmić zwischen den Pfosten ebenfalls mit Paraden auf sich aufmerksam machen, insgesamt häuften sich jedoch weiterhin die technischen Fehler. Die Rhein-Neckar Löwen nutzten diese konsequent aus und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. In der Schlussphase rückte Löwen-Keeper David Späth mit zahlreichen starken Paraden in den Mittelpunkt und ließ den TVG immer wieder verzweifeln. Positiv aus Großwallstädter Sicht waren die vielen Einsatzminuten von Yessine Meddeb nach seiner Verletzung sowie die makellose Siebenmeterquote.

Spiel im Rodgau

Gelungener Abend für den TV Großwallstadt, denn im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum der HSG Rodgau Nieder-Roden war der TVG in der RODAUSTROM Sportarena zu Gast. Nach dem bereits zuvor ausgetragenen Jubiläumsspiel, in dem sich die TVG All-Stars erfolgreich mit 34:32 durchsetzen konnten, legte auch die aktuelle Mannschaft des TV Großwallstadt nach und gewann das anschließende Freundschaftsspiel mit 37:29 (19:16).

Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnte sich die HSG Rodgau Nieder-Roden zwischenzeitlich auf 8:4 absetzen. Der TVG reagierte jedoch schnell, fand zunehmend besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand Tor um Tor. Nach dem 9:9-Ausgleich übernahm Großwallstadt schließlich die Kontrolle und ging bis zur Pause mit 19:16 in Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TVG konzentriert und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Über 23:18 und 30:24 setzte sich die Mannschaft weiter ab. Besonders in der Schlussphase ließ der TVG nichts mehr anbrennen und sorgte mit einem 37:29-Erfolg für einen gelungenen Testspielabend.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist TV Gelnhausen mitteilte, bilden Patrick Beer und Tim Beckmann das neue Trainergespann des TVG. Anstelle der gewohnten Rollen von Chef- und Co-Trainer werden beide die Mannschaft gleichberechtigt führen und eng mit Headcoach Sergej Budanow, Manager Philip Deinet und dem bestehenden sportlichen Team zusammenarbeiten. Die Vereinbarung gilt zunächst bis zum Ende der Saison 2026/27, ist von beiden Seiten jedoch ausdrücklich längerfristig angelegt. Damit ist die Nachfolge von Matthias Geiger vor dem ersten Pflichtspiel der Saison geklärt. Am Freitag, 21. August, empfängt der TVG um 20.15 Uhr den Zweitligisten TV Hüttenberg zur ersten Runde des DHB-Pokals in der Rudi-Lechleidner-Halle. Tickets sind über die Webseite des TV Gelnhausen erhältlich.

Während Tim Beckmann seine Arbeit sofort aufnimmt, steigt Patrick Beer aufgrund beruflicher Verpflichtungen im November vollständig in den Trainings- und Spielbetrieb ein, wird aber regelmäßig vor Ort sein, Gespräche führen und sich intensiv vorbereiten. Bis dahin erhält Beckmann Unterstützung aus dem TVG-Umfeld. Über diese Lösung wird der Verein in Kürze gesondert informieren.

„Wir hatten eine große Auswahl und viele Trainer, die gerne mit dieser Mannschaft gearbeitet hätten“, sagt Sergej Budanow. „Entscheidend war für uns, zwei Persönlichkeiten zu finden, die fachlich zu unserem Team passen und die innere Größe besitzen unseren besonderen Entwicklungsweg mitzugehen.“

Beer und Beckmann hätten bewiesen, dass sie junge Spieler sportlich und persönlich weiterentwickeln können. „Talente an das hohe Niveau der 3. Liga heranzuführen und gleichzeitig ambitionierte Ziele zu verfolgen, ist eine große Herausforderung. Patrick und Tim bringen dafür die Erfahrung, die Qualität und die notwendige Haltung mit. Deshalb freuen wir uns sehr über ihre Zusage“, sagt Budanow.

Auch Deinet sieht in der Verpflichtung eine besondere Konstellation. „Mit Patrick und Tim gewinnen wir zwei ausgewiesene Handballfachleute, die in der Region bereits gezeigt haben, dass sie Menschen und Vereine bewegen können. Vom ersten Gespräch an war ihre Freude auf die Mannschaft, den Verein und die Aufgabe deutlich zu spüren.“

Der TVG habe schließlich keinen grundlegenden Neustart gesucht. „Wir verfügen über ein intaktes, über Jahre gewachsenes System. Gesucht waren Trainer, die unsere Strukturen verstehen, Bewährtes respektieren und dennoch eigene Impulse setzen. Patrick und Tim bringen dafür die Persönlichkeit und Offenheit mit. Deshalb waren sie unsere absoluten Wunschkandidaten“, sagt Deinet. „Umso glücklicher sind wir, dass sie jetzt bei uns sind.“

Auch der 47-jährige Beer freut sich auf seine neue Aufgabe. „Der TVG ist ein großer Traditionsverein mit einer beeindruckenden Fanbasis und einer sehr interessanten Mannschaft. Die Gespräche mit Sergej und Philip waren offen, ehrlich und von klaren gemeinsamen Vorstellungen geprägt.“ Die gewachsenen Strukturen des Vereins seien für ihn eine besondere Ausgangslage. „Ich möchte darauf aufbauen und meine Sicht auf den Handball einbringen, ohne Bewährtes unnötig zu verändern. Ich freue mich auf die Mannschaft, das Umfeld, das Trainerteam und natürlich auf die Zusammenarbeit mit Tim.“

Beckmann verbindet mit seinem Wechsel nach Gelnhausen bereits viele Erinnerungen. „Ich kenne die Gelnhäuser Halle als gegnerischer Spieler und Trainer aus der 2. und 3. Liga und weiß, welche besondere Atmosphäre dort entstehen kann. Umso mehr freue ich mich darauf, diese Energie künftig gemeinsam mit der Mannschaft und den Fans zu erleben.“

Der Austausch mit Budanow und Deinet sei von Offenheit, Wertschätzung und gemeinsamen Vorstellungen geprägt gewesen. „Ich stoße zu einem hervorragend funktionierenden und über viele Jahre gewachsenen System. Eine solche Ausgangslage kenne ich aus meinen bisherigen Stationen nicht und weiß sie umso mehr zu schätzen. Die Mannschaft hat in den vergangenen Jahren Außergewöhnliches geleistet. Ich möchte die Spieler bestmöglich unterstützen, eigene Impulse einbringen und meinen Teil zur weiteren Entwicklung beitragen.“

Bewusste Fortsetzung des Gelnhäuser Entwicklungsmodells

Unter der Verantwortung von Budanow und Deinet hat der TV Gelnhausen ein sportliches Modell aufgebaut, das auf der Ausbildung eigener Spieler und Trainer, der engen Verzahnung von Jugend- und Aktivenbereich sowie einer klaren sportlichen und menschlichen Haltung beruht. Die junge Mannschaft mit zahlreichen Eigengewächsen erreichte zweimal in Folge die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga und verpasste den Aufstieg zuletzt erst im entscheidenden Spiel.

Beer und Beckmann sollen daher keinen Umbruch einleiten, sondern die bestehenden Strukturen weiterentwickeln und zusätzliche fachliche Impulse setzen. Beide beschäftigen sich auch beruflich intensiv mit Führung und Persönlichkeitsentwicklung. Beer ist Geschäftsführer der Personalwerk GmbH und für Sales und Operations verantwortlich. Beckmann ist Lehrer für Sport und Politik und arbeitet heute als Lehrerausbilder. Zudem besitzt er die Handballtrainer-A-Lizenz ebenso wie die Athletiktrainer-A-Lizenz.

Zwei Trainer mit nachgewiesener Entwicklungskompetenz

Beer sammelte seine ersten Erfahrungen als verantwortlicher Herrentrainer bei der HSG Dietzenbach. Seine prägendste Station war indes die HSG Hanau. Beer übernahm das Team während der Saison 2013/14 und entwickelte es vom Oberligisten zu einer Spitzenmannschaft der 3. Liga. 2016 gewann Hanau die Hessenmeisterschaft und stieg auf. Nach dem souveränen Klassenerhalt folgten 2017/18 und 2018/19 jeweils dritte Plätze sowie die erstmalige Qualifikation für den DHB-Pokal.

Die Erfolge gelangen mit einer jungen, weitgehend regional zusammengestellten Mannschaft. Beers Arbeit steht für variable Abwehrsysteme, schnelles Umschaltspiel, klare taktische Abläufe und die konsequente Förderung junger Spieler. Weitere Trainerstationen waren die TSG Offenbach-Bürgel, mit der er aufgrund der Corona-Pandemie kein Pflichtspiel bestreiten konnte, sowie 2023 die MSG Groß-Umstadt/Habitzheim, die er in der entscheidenden Phase des Oberliga-Abstiegskampfes unterstützte.

Der 41-jährige Beckmann begann früh als Jugendtrainer und gewann zweimal die südwestdeutsche Meisterschaft. Später arbeitete er zunächst als Co-Trainer des TV Groß-Umstadt, ehe er während der Saison 2011/12 die Verantwortung als Cheftrainer übernahm. Das Team belegte anschließend den sechsten Platz der dritten Liga und gewann den Hessenpokal. Beckmann blieb mehrere Jahre verantwortlicher Trainer des TV beziehungsweise der späteren MSG Groß-Umstadt.

In der Saison 2017/18 übernahm er als Cheftrainer die SG Bruchköbel in einer schwierigen Situation, stabilisierte die Mannschaft und sicherte den Klassenerhalt in der 3. Liga. Zur Saison 2024/25 kehrte er als Co-Trainer nach Bruchköbel zurück und arbeitete dort bis März 2026.

Seine Schwerpunkte liegen in der Abwehrorganisation, der gegnerbezogenen taktischen Vorbereitung und der Entwicklung junger Spieler. Dabei ergänzen seine pädagogische Erfahrung und seine Tätigkeit als Lehrerausbilder seine handballerische Qualifikation.

Beer und Beckmann kennen und schätzen sich seit vielen Jahren. Gemeinsam spielten sie für den TV Groß-Umstadt und gehörten 2010 zu der Mannschaft, die Meister der Regionalliga Südwest wurde und in die zweite Bundesliga aufstieg. Aus dieser Zeit entstand eine enge Freundschaft, die nun die Grundlage ihrer gemeinsamen Arbeit beim TV Gelnhausen bildet.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Samstag, 08. August, feiern die Baggerseepiraten ihr 20-jähriges Bestehen. In der RODAUSTROM Sportarena erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Tag mit hochklassigem Handball, bekannten Persönlichkeiten, Angeboten für die ganze Familie und einer großen Jubiläumsparty.

15.30 Uhr: Offizielle Eröffnung & Jubiläumsfoto

Der Festtag beginnt mit der offiziellen Eröffnung des Jubiläums. Im Anschluss findet das große gemeinsame Jubiläumsfoto statt – mit aktuellen und ehemaligen Spielern, Verantwortlichen, Helfern und allen, die Teil der 20-jährigen Geschichte der Baggerseepiraten sind.

16.30 Uhr: Traditionsspiel

Zum Auftakt treffen zahlreiche Spieler aufeinander, die den Handball in Rodgau, Großwallstadt und ganz Hessen über viele Jahre geprägt haben. Unter den Teilnehmern befinden sich ehemalige Nationalspieler, Erstliga-Akteure und bekannte Vereinslegenden.

Beim Duell HSG-Tradition gegen TVG-Tradition stehen noch einmal viele vertraute Gesichter gemeinsam auf der Platte. Handballfans dürfen sich auf ein emotionales Wiedersehen und sportliche Klasse freuen.

18.30 Uhr: Duell mit einem Zweitligisten

Im Anschluss wartet das sportliche Highlight des Tages: Handball Zweitligist TV Großwallstadt trifft auf das junge Dritt-Liga-Team der Baggerseepiraten. Die Gastgeber wollen dem Favoriten mit viel Tempo, Einsatz und Leidenschaft ein spannendes Spiel liefern.

 

Programm für alle Generationen

Auch abseits des Spielfelds ist den ganzen Tag über einiges geboten. Zum Rahmenprogramm gehören unter anderem:

* DOSB-Sportabzeichen
* Media Hour für die Jugend

und vieles mehr.

 

Jubiläumsparty nach den Spielen

Nach dem Abpfiff ist der Tag noch lange nicht vorbei. Vor der Halle und im Vereinsheim wird gemeinsam weitergefeiert. Am Abend sorgt ein DJ für beste Stimmung und den passenden Ausklang eines besonderen Jubiläumstages.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat am vergangenen Wochenende den Untermain Cup zum vierten Mal in Folge ausgerichtet und das Turnier letztendlich auch gewonnen. 

Am Samstag wurde die Vorrunde in den Hallen im Sportpark Großwallstadt ausgetragen. In der Gruppe 1 gab es leider kurzfristig eine Absage des TV Kirchzell, der an diesem Tag keine spielfähige Mannschaft stellen konnte. Deshalb spielte der TVG gegen die Wölfe Würzburg das Vorrundenspiel in voller Länge über 2 x 30 Minuten und gewann souverän mit 38:29. Besonderes Highlight war an diesem Tag der Einsatz von Romas Aukstikalnis, der nach einer schweren Knieverletzung, die er sich im Januar 2025 zuzog, erstmalig wieder auf dem Feld stand und das letzte Tor der Partie warf.

In der Gruppe 2 fanden folgende Paarungen über je 2 x 20 Minuten statt:

Dessau-Roßlauer HV gegen HSG Bieberau/Modau: 25:27

HSG Bieberau/Modau gegen HSG Hanau: 18:19     

Dessau-Roßlauer HV gegen HSG Hanau: 25:17

Auch wenn Titelverteidiger Dessau-Roßlauer HV, der sich im Trainingslager in Großwallstadt befand und zum zweiten Mal am Turnier teilnahm, in der ersten Paarung gegen die HSG Bieberau/Modau strauchelte, überzeugte die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt gegen die HSG Hanau und sicherte sich damit den Gruppensieg.

Mit drei spannenden Platzierungsspielen ging der Untermain Cup 2026 am Sonntag weiter. Zahlreiche Zuschauer sorgten auch am Finaltag für eine tolle Atmosphäre und erlebten hochklassigen Handball.

Den Auftakt machte das Spiel um Platz 5 zwischen dem TV Kirchzell und der HSG Hanau. Kirchzell erwischte den besseren Start und ging mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel übernahm jedoch Hanau zunehmend die Kontrolle über die Partie und setzte sich am Ende deutlich mit 33:23 durch.

Im Spiel um Platz 3 ließen die Wölfe Würzburg der HSG Bieberau/Modau keine Chance. Mit einem souveränen 42:22-Erfolg sicherten sich die Wölfe den dritten Platz des diesjährigen Untermain Cups.

Den Höhepunkt des Turniers bildete das Finale zwischen Gastgeber TV Großwallstadt und dem Dessau-Roßlauer HV. Vor einer stimmungsvollen Kulisse entwickelte sich ein intensives und sehenswertes Endspiel. Der TV Großwallstadt setzte sich am Ende mit 39:35 durch und krönte sich damit zum Untermain Cup-Sieger 2026.

Zum Most Valuable Player (MVP) des Turniers wurde Connar Battermann gewählt.

 

 

Das Bild, das die glücklichen Gewinner zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit vier intensiven Tagen im Trainingslager hat der TV Gelnhausen die heiße Phase der Saisonvorbereitung eingeläutet. Von Donnerstag bis Sonntag arbeitete die Mannschaft im Hotel ARAMIS in Herrenberg konzentriert an den Grundlagen für die neue Spielzeit. Neben zahlreichen Trainingseinheiten, vielen Gesprächen in unterschiedlichen Konstellationen, einem anspruchsvollen Testspiel und Athletikeinheiten bot das Trainingslager auch Gelegenheit, gemeinsam die sportliche Ausrichtung für die kommende Saison festzulegen. Das gab der TVG in einer Pressemitteilung bekannt.

Dabei verständigte man sich darauf, ein finales Ziel nicht vorschnell zu benennen. Der Fokus liegt zunächst auf einem guten Saisonstart. Erst wenn sich die Mannschaft in den ersten Wochen eine stabile Ausgangsposition erarbeitet hat, soll der Blick auf mögliche weitere Ziele gerichtet werden. Damit hatte man auch in der Vorsaison gute Erfahrungen gemacht. Dass der TV Gelnhausen nach zwei Teilnahmen an der Aufstiegsrunde erneut eine gute Rolle im oberen Tabellenbereich spielen möchte, steht außer Frage. Gleichzeitig ist allen Beteiligten bewusst, dass mit der HG Saarlouis und der HSG Krefeld zwei Mannschaften zur Liga gehören, die aufgrund ihrer Qualität und Möglichkeiten als klare Favoriten gelten. Umso mehr möchte der TVG erneut beweisen, dass er sich auch mit den stärksten Teams der Liga messen kann.

Um sich darauf bestmöglich vorzubereiten, hat man bereits zum dritten Mal in Folge Quartier im Hotel ARAMIS bezogen. Das Sporthotel bietet mit seiner modernen Infrastruktur, hervorragend ausgestatteten Fitnessräumen, kurzen Wegen, einer ausgezeichneten Verpflegung und vielfältigen Sportmöglichkeiten ideale Voraussetzungen. Möglich wurde der erneute Aufenthalt auch dank der Kontakte des Sportlichen Leiters Sergej Budanow, der einst selbst bei der SG H2Ku Herrenberg tätig war.

Etablierte und Perspektiv-Spieler

Insgesamt 23 Spieler machten die Reise in die Nähe von Stuttgart mit. Neben den etablierten Kräften gehörten auch mehrere Perspektiv-Spieler zum Aufgebot, die teilweise erstmals ein Trainingslager gemeinsam mit dem Drittliga-Kader erlebten. Die jungen Spieler fügten sich nahtlos ein und hinterließen sowohl sportlich als auch menschlich einen ausgezeichneten Eindruck.

Schon der erste Tag hatte es in sich. Nach der Anreise absolvierte die Mannschaft am Donnerstag die erste Trainingseinheit. Am späten Nachmittag folgte eine weitere lockere Einheit, ehe am Abend der erste Härtetest wartete. Gegner war mit den TSB Horkheim Hunters der Tabellenzweite der vergangenen Drittligasaison in der Staffel Süd. Die Gastgeber setzten sich knapp mit 33:32 durch. Besonderen Besuch erhielt die Mannschaft dabei von TVG-Botschafter und Vereinslegende Kurt Ergül, der seinen Lebensmittelpunkt heute in der Nähe von Heilbronn hat.

Das Ergebnis spielte allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Schließlich hatten die Spieler bereits zwei intensive Einheiten in den Beinen. „Die Mannschaft hat die gestellten Aufgaben sehr gut umgesetzt. Mit zwei Trainingseinheiten davor waren die Beine etwas schwer. Daher geht auch die Niederlage gegen einen wirklich starken Gegner vollkommen in Ordnung”, zeigte sich Budanow zufrieden. Während des gesamten Trainingslagers wurde er in der Trainingsarbeit von Manager Philip Deinet unterstützt.

Im Testspiel kamen sämtliche verfügbaren Spieler des Drittliga-Kaders zum Einsatz. Unter anderem auch der einzige echte Neuzugang Jan-Steffen “Bruno” Minerva. Nicht mitwirken konnten lediglich Jonas Dambach und Alex Bechert. Dambach kuriert weiterhin seine Fußverletzung aus und wird voraussichtlich erst in rund einem Monat wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können. Bei Bechert verhindert derzeit eine Patellasehnenreizung die Rückkehr auf das Spielfeld. Wann der Keeper wieder vollständig ins Training einsteigen kann, ist derzeit noch offen.

Arbeit konsequent fortgesetzt

Am Freitag wurde die Arbeit in der Halle konsequent fortgesetzt. Im Mittelpunkt stand am Vormittag insbesondere das Überzahlspiel. Nach dem Mittagessen tauschten die Spieler das Harz gegen Sand. Auf der Beachvolleyball-Anlage des Hotels wartete eine kräftezehrende Einheit, die Ausdauer, Koordination und Teamarbeit gleichermaßen forderte.

Neben den sportlichen Inhalten bot das Trainingslager bewusst auch Raum für organisatorische Themen. Am Freitagabend kamen Budanow, Geschäftsführerin Corinna Müller, Geschäftsführer Martin Heuser, Manager Philip Deinet sowie Kommunikations- und Marketingleiter Thomas Tamberg mit der Mannschaft zusammen. Neben Informationen zur neuen Saison, organisatorischen Neuerungen und den anstehenden Veranstaltungen wurde dabei auch offen über die derzeit noch vakante Trainerposition gesprochen.

Bekanntlich betreut Budanow die Mannschaft derzeit übergangsweise als Interimstrainer. Die Verantwortlichen informierten das Team über den aktuellen Stand der Gespräche und zeigten sich zuversichtlich, die Personalie in den kommenden zwei Wochen abschließen zu können.

Am Samstag folgte zunächst eine ausführliche Krafteinheit im hervorragend ausgestatteten Fitnessbereich des Hotels. Am Nachmittag arbeitete die Mannschaft erneut intensiv in der Halle, ehe der Tag bei einem gemeinsamen Teamabend ausklang. Nach übereinstimmenden Angaben von Augen- und Ohrenzeugen soll dieser außergewöhnlich gelungen gewesen sein. Weitere Details waren allerdings auch auf Nachfrage nicht zu erfahren.

Am Sonntag wurde dann noch einmal hart gearbeitet. Nach dem Frühstück stand eine letzte kräftezehrende Trainingseinheit in der Halle auf dem Programm, bevor die Heimreise nach Gelnhausen angetreten wurde.

Mannschaftsrat unverändert

Unverändert bleibt der Mannschaftsrat. Jonathan Malolepszy führt das Team weiterhin als Kapitän an. Sein Stellvertreter bleibt Max Bechert. Komplettiert wird das Gremium von Benjamin Wörner, Fynn Hilb und Henrik Müller.

„Die Mannschaft hat hervorragend mitgezogen. Die Intensität war über alle vier Tage sehr hoch und trotzdem war in jeder Einheit eine große Konzentration zu spüren. Besonders gefreut hat mich, wie gut die Stimmung in dieser außergewöhnlichen Mannschaft ist. Man merkt, dass die Jungs gerne miteinander arbeiten und Zeit miteinander verbringen. Mit dem Trainingslager können wir insgesamt sehr zufrieden sein“, zog Budanow ein rundum positives Fazit.

Und auch Geschäftsführerin Corinna Müller war sehr zufrieden: “Im Hotel ARAMIS finden wir seit Jahren genau die Bedingungen vor, die wir uns für ein Trainingslager wünschen. Die Mannschaft kann sich hier vollständig auf den Sport konzentrieren. Kurze Wege, hervorragende Trainingsmöglichkeiten, ausgezeichnetes Essen und eine herzliche Betreuung schaffen den perfekten Rahmen für eine intensive Vorbereitung.”

Nach dem erfolgreichen Trainingslager richtet sich der Blick nun auf die letzten Wochen der Vorbereitung. Bevor es sportlich ernst wird, lädt der TV Gelnhausen seine Fans am Mittwoch, 19. August, um 18 Uhr zur offiziellen Mannschaftspräsentation ins Kino Pali in Gelnhausen ein. Dort wird dann auch das neue Trikot für die Saison 2026/27 offiziell vorgestellt. Im Anschluss sind alle Besucher herzlich eingeladen, gemeinsam mit Mannschaft, Trainern und Verantwortlichen bei L’Ulivo Cucina & Pizzeria den Auftakt in die neue Saison zu feiern. Für alle Gäste spendiert der Gastgeber Pizzasnacks. Getränke können vor Ort erworben werden.

Nur zwei Tage später wartet bereits das erste Pflichtspiel und gleich ein echtes Highlight auf die TVG-Fangemeinde. Am Freitag, 21. August, empfängt der TV Gelnhausen in der ersten Runde des DHB-Pokals den Zweitligisten TV Hüttenberg. Anwurf in der Rudi-Lechleidner-Halle ist um 20.15 Uhr. Das Interesse an der Partie ist riesig. Rund 750 Eintrittskarten wurden im Vorverkauf über die TVG-Homepage bereits verkauft. Damit ist alles angerichtet für einen stimmungsvollen Handballabend und den offiziellen Start in die neue Saison.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Silber als Lohn für die harte Arbeit und eine Medaillen-Zeremonie im Boot: Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen belegten mit dem Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften in Varese den zweiten Platz. Sie mussten für die Medaillenübergabe in ihrem Boot sitzen bleiben, denn der Zeitplan wurde aufgrund eines kurzen Gewitters am Vormittag des zweiten Finaltags gestrafft. Das teilte uns Geschäftsführer Carsten Oberhagemann mit.

Das tat der Freude über den Medaillengewinn des Flaggschiffs – der letzte bei Titelkämpfen lag zwei Jahre zurück – keinen Abbruch. „Wir freuen uns über den Erfolg. Auf dem Ergebnis lässt sich aufbauen“, sagte Schlagmann Breuer. Und auch Olaf Roggensack, der nach 2020 (Gold in Posen) und 2024 (Silber in Szeged) seine dritte EM-Medaille gewann, freute sich: „Im Trainingslager haben wir gute Schritte gemacht, das hat sich jetzt ausgezahlt.“

Packendes Duell mit Rumänien

Der Deutschland-Achter, in dem Paul Klapperich (jetzt 7) und Sönke Kruse (jetzt 1) ihre Plätze im Vergleich zum Vorlauf tauschten, lieferte sich im Finale einen packenden Titelkampf mit Rumänien. Das DRV-Flaggschiff ging zunächst in Führung und behauptete diese bis kurz nach Streckenhälfte. Die starken Rumänen setzten sich Platz um Platz ab, im Ziel betrug der Rückstand letztlich eine komplette Bootslänge. Wiederum eine Länge zurück kam Italien auf dem Bronzerang ins Ziel.

„Wir sind extrem gut losgefahren, das war vielleicht ein bisschen über unseren Verhältnissen“, analysierte Breuer und Julius Christ ergänzte: „Grundsätzlich bin ich zufrieden. Aber auf den dritten 500 Metern – da liegt auch die Stärke von den Topbooten aus den Niederlanden und Großbritannien, die hier fehlten – müssen wir mehr gegenhalten. Das ist eine Sache von Mut.“, meinte Julius Christ im Hinblick auf die anstehende WM (24. bis 30. August), zu der 13 (!) Achter gemeldet haben.

Gestärktes Selbstvertrauen mit Blick auf die WM

Zum Abschluss der EM in Varese gab’s weiteres Edelmetall mit Beteiligung von Sportlern aus dem Team Deutschland-Achter: René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann und Benedict Eggeling gewannen zusammen mit Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini Silber im Mixed-Achter. Gold ging auch hier an Rumänien, Bronze an Dänemark. „Das Rennen hat super viel Spaß gemacht. Das war eine coole Erfahrung und macht Bock auf mehr, sagte Leonard Brahms.

Mit insgesamt drei Medaillen – am gestrigen Samstag überzeugte bereits der Vierer ohne Steuermann mit dem Gewinn von Bronze – kann das Team Deutschland-Achter mit gestärktem Selbstvertrauen Richtung WM blicken. „Auf dem Wochenende können wir aufbauen. Bis Amsterdam sind es noch einige Wochen. Die wollen wir nutzen, um uns zu verbessern“, sagte Bundestrainer Mark Emke. Viel Zeit zum Durchschnaufen ist nicht. Am Dienstag trifft sich das Nationalteam wieder in Ratzeburg, um sich den letzten Feinschliff zu holen.

 

 

Die Ergebnisse:

Achter, Finale:

1. Rumänien 5:25,95 Minuten. – 2. Deutschland-Achter (Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 5:28,85. – 3. Italien 5:31,74. – 4. AIN 5:35,12. –  5. 5:35,89. – 6. Ukraine 5:42,82

Mixed-Achter, Finale:

1. Rumänien 5:41,90 Minuten. – 2. Deutschland (René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz, Steuermann Till Martini) 5:46,93. –  3. Dänemark 5:51,52. –  4. Italien 6:00,70

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür