Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was für ein Auftakt in die Saison: Bei der ersten Ausgabe der World Rowing Shanghai Sprints haben Theis Hagemeister und Olaf Roggensack mit dem deutschen Mixed-Achter den Sieg eingefahren. Auf dem 500-Meter-Kurs setzte sich das deutsche Boot in den K.O.-Duellen gegen Großbritannien und die Niederlande durch, ehe im Finale das World Team geschlagen wurde. In der Gesamtwertung der Shanghai Sprints landete das deutsche Team auf dem dritten Platz. Das erzählt uns Carsten Oberhagemann in einer PM.

Der deutsche Mixed-Achter mit Hagemeister, Roggensack, Tom Gränitz, Felix Heinrich, Sarah Wibberenz, Lisa Gutfleisch, Luise Bachmann, Tabea Schendekehl und Steuermann Florian Koch steigerte sich im Verlauf des Wettbewerbs kontinuierlich. Nach einem guten Time Trail war das deutsche Boot schon im ersten direkten Duell gegen Großbritannien das schnellste des Feldes. Im Rennen gegen die Niederlande wurde die Zeit sogar nochmal besser und reichte somit hauchzart zum Finaleinzug. Damit wuchs bei der Crew, die in dieser Zusammensetzung in Shanghai erstmals miteinander ruderte, auch das Vertrauen, tatsächlich um den Sieg mitfahren zu können. „Wir sind ohne Erwartungen angereist. Irgendwann haben wir gemerkt, dass wir es schaffen können, ganz vorne zu sein“, sagt Hagemeister.

„Wir sind alle happy“

Am Ende stand nach einem deutlichen Sieg über das World Team im Finale Gold und damit ein Saisonstart, mit dem die beiden Dortmunder sehr zufrieden sein können. „Das ist ein schöner Saisoneinstieg für uns gewesen. Wir sind alle happy. Viel besser hätte ich es mir nicht vorstellen können“, sagt Hagemeister, für den es eine besondere Rückkehr war. Im vergangenen Jahr nahm er mit dem Deutschland-Achter an der Weltmeisterschaft in der chinesischen Metropole teil. Während damals alles auf den Wettkampf ausgerichtet gewesen sei, habe sich das Wochenende bei den Shanghai Sprints diesmal anders angefühlt. „Es war ein bisschen mehr rauskommen, eine gute Lockerheit zum Saisonstart“, beschreibt er die Atmosphäre. Auch das Zusammentreffen mit den anderen Athletinnen und Athleten war besonders: „Es hatte etwas von einem Familientreffen.“ So wurde beim Training etwa auch mal ein Mixed-Achter mit Irland gebildet.

Einstieg ins Training

Für Hagemeister und Roggensack geht es bereits in den kommenden Tagen weiter. Hagemeister bleibt noch kurz in Shanghai, reist am Dienstag zurück und landet am Mittwochmorgen in Deutschland. Einen Tag später steigt er am Stützpunkt Dortmund wieder ins gemeinsame Training mit dem gesamten Team Deutschland-Achter ein. „Gefühlt war die Saison für mich ohnehin nie richtig vorbei“, erzählt Hagemeister, der nach der WM in Amsterdam und dem SH Netz Cup mit seiner Verlobten nach Japan reiste und mit dem Rad das Land erkundete. „So bin ich im Training geblieben, das war auch schon eine gute Vorbereitung für mich.“

 

 

 

Archivbild: Deutschland Achter GmbH

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, lieferten sich der TV Kirchzell und die TSG Münster einen wahren Krimi mit dem besseren Ausgang für die Hausherren. Mit 30:29 (13:13) gewann der TVK gegen Münster und rutschte damit mit einem nun ausgeglichenen Punktekonto (5:5) auf den achten Tabellenplatz.

“Ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen. Was sie heute geleistet haben, war super. Sie haben sich genau an unseren Matchplan gehalten und obwohl wir viele Kranke unter der Woche hatten, hat jeder alles gegeben. Vor allem auch Niklas Ihmer, der die ganze Woche über krank war und nur zum Spiel kam und trotzdem so toll gekämpft hat. Oder auch Ievgen Zhuk, der mit Leistenproblemen zu kämpfen  hatte. Aber auch Tom Spieß, der kaltschnäuzig seinen letzten Ball zum Siegtor verwandelt hat. Alles in allem war es eine tolle Mannschaftsleistung”, war TVK-Coach Povilas Babarskas begeistert von seinen Jungs.

Es war das erwartet schwere Spiel und der TVK-Coach hatte Bedenken, dass Münster gleich zu Beginn ins Rollen kommt und dann mit fünf, sechs Toren davonziehen könnte. Doch der TVK stand in der Abwehr sehr gut, verblies zwar im Angriff fünf, sechs glasklare Chancen. So stand es nach dem 3:1 (3.) dann 4:4 (8). Über 7:7, 9:11 und 11:11 (23.) ging es mit 13:13 (30.) in die Pause. “Da hätten wir schon mit zwei, drei Toren führen können”, sagte Povilas Babarskas.

Umkämpfte zweite Hälfte

Nach dem Wechsel zogen die Gäste auf 16:13 (34.) davon und vor allem Patrick Weber, der insgesamt mit elf Toren glänzte, stellte den TVK vor große Probleme, traf aus elf Metern und riss das Spiel an sich. Doch die Gastgeber blieben ihrer Linie treu, kämpften wie die Berserker und behielten auch beim 15:19 (38.) die Ruhe und Übersicht. Nach und nach kämpfte sich Kirchzell zurück und beim 21:21 (47.) war die Partie wieder offen. Nun begann ein Kampf auf Biegen und Brechen. Keine Mannschaft gab auch nur einen Zentimeter Boden preis und obwohl die TSG in der Schlussphase immer wieder eins vorne war, blieben Tim Häufglöckner und Co. ruhig. Die Gäste gingen in der heiß umkämpften Schlussphase nach dem 27:27 und 29:29 zur offenen Manndeckung über. Doch Tom Spieß spielte seine ganze Routine aus und hämmerte das Ding in der 59.45. Minute zum 30:29 ins Tor. Damit war der Drops gelutscht und die TVK-Fans völlig aus dem Häuschen. Auch das Fehlen von Jannik Klein, der aus privaten Gründen nicht dabei sein konnte, kompensierten seine Mitspieler gut. Dafür zog Jan Blank-Born sich das Trikot noch einmal über. Das zeigt einmal mehr, dass beim TVK Zusammenhalt groß geschrieben wird.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem ersten Saisonsieg gibt es für den Handball Zweitligisten TV Großwallstadt nun ein bayerisches Derby. Am Samstag treten die Großwallstädter um 18 Uhr beim HSC 2000 Coburg an. Der TVG fährt mit Rückenwind in die Vestestadt, die Oberfranken verloren am Mittwochabend im DHB-Pokal gegen den Erstligisten FRISCH AUF! Göppingen.

Für den TV Großwallstadt gab es am vergangenen Wochenende den erhofften Befreiungsschlag. Nach drei Niederlagen in Folge zum Saisonauftakt setzte sich die Mannschaft von Trainer André Lohrbach in der Untermainhalle verdient mit 29:24 gegen den ASV Hamm-Westfalen durch und belohnte sich damit für die positive Entwicklung der zurückliegenden Begegnungen. Nun möchten die Blau-Weißen auch auswärts nachlegen. Die Aufgabe beim HSC 2000 Coburg dürfte allerdings alles andere als einfach werden. In der stimmungsvollen HUK-COBURG arena wartet ein intensives Frankenderby gegen einen Gegner, der in dieser Woche bereits zum zweiten Mal vor eigenem Publikum antritt.

Starke Defensive als Grundlage für den ersten Erfolg

Gegen Hamm legte der TVG den Grundstein für den ersten Saisonsieg in der Abwehr. Bis zum 8:8 verlief die Begegnung ausgeglichen, anschließend setzten sich die Großwallstädter mit vier Treffern in Folge ab. Diesen Vorsprung gab Großwallstadt nicht mehr aus der Hand. Hinter der kompakten Defensive überzeugte Torhüter Urbic mit zwölf Paraden. Auch im Angriff verteilte sich die Verantwortung auf mehrere Schultern. Dmytro Redkyn, Patrick Gempp und Yessine Meddeb trafen am besten, gefolgt von Florian Eisenträger und Ole Klimpke. An diese geschlossene Mannschaftsleistung möchte der TVG in Coburg anknüpfen. Entscheidend wird sein, auch in der aufgeheizten Derby-Atmosphäre geduldig zu bleiben und die defensive Stabilität über die gesamte Spielzeit aufrechtzuerhalten.

Coburg nach schwierigem Saisonstart im Aufwind

Der HSC 2000 Coburg ist mit einer knappen 30:31-Heimniederlage gegen den 1. VfL Potsdam in die Saison gestartet. Eine Woche später erlebten die Oberfranken beim VfL Eintracht Hagen einen bitteren Abend und mussten sich deutlich mit 19:35 geschlagen geben. Die passende Reaktion folgte gegen den TuS Ferndorf. Coburg lag während der gesamten Begegnung nicht zurück und sicherte sich durch einen Treffer von Bartomiej in der letzten Sekunde einen umkämpften 31:30-Heimsieg. Auch am vergangenen Freitag war der HSC nahe am zweiten Erfolg. Bei der HSG Nordhorn-Lingen verspielte die Mannschaft zwar zwischenzeitlich einen Sechs-Tore-Vorsprung, nahm beim 31:31 aber einen Punkt mit nach Hause. Damit steht Coburg nach vier Spieltagen mit 3:5 Punkten und 111:127 Toren auf Tabellenplatz elf. Der TVG folgt mit 2:6 Punkten und 121:130 Toren unmittelbar dahinter auf Rang zwölf.

Pokal-Aus nach guter erster Halbzeit

Am Mittwochabend waren die Oberfranken zusätzlich in der zweiten Runde des DHB-Pokals gefordert. Vor 1.342 Zuschauern empfingen die Coburger den Erstligisten FRISCH AUF! Göppingen. Trotz der Ausfälle der angeschlagenen Fabian Apfel, Jakob Knauer und Sven Weßeling hielt der Zweitligist im ersten Durchgang gut dagegen. Nach dem Wechsel fehlten dem personell geschwächten HSC mit zunehmender Spieldauer die Kräfte und Wechselmöglichkeiten. Am Ende setzte sich der Bundesligist deutlich mit 36:26 durch.

Für Coburg bleibt nach dem Pokalabend nur eine kurze Regenerationszeit bis zum Derby. Gleichzeitig dürfte die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendiæ darauf aus sein, vor eigenem Publikum eine Reaktion auf das deutliche Endergebnis zu zeigen. Ob Apfel, Knauer und Weßeling am Samstag wieder zur Verfügung stehen, ist derzeit noch offen.

Wiedersehen mit zwei alten Bekannten

Im Coburger Kader stehen mit Savvas Savvas und Petros Boukovinas zwei Spieler, die bereits das Trikot des TV Großwallstadt getragen haben. Savvas wechselte im Oktober 2020 zum TVG und entwickelte sich beim TVG zu einem wichtigen Leistungsträger im linken Rückraum. Auch Boukovinas besitzt eine enge Verbindung zu Großwallstadt. Der griechische Torhüter stand von 2022 bis 2024 bei den Unterfranken unter Vertrag und wechselte anschließend innerhalb der zweiten Liga nach Coburg. Am Mittwochabend zeigten beide ehemaligen Großwallstädter ihre Qualitäten: Savvas führte die Torschützenliste des HSC an, während Boukovinas im Tor vor allem in der ersten Halbzeit überzeugte. Daneben verfügt der HSC mit Marin Lisac und Nejc Planinsek über weitere gefährliche Rückraumspieler. Kreisläufer Bartomiej Bis, Linksaußen Lars Düsterhöft und Kapitän Jakob Knauer – sofern dieser wieder einsatzfähig ist – sorgen für zusätzliche Qualität.

Erinnerung an ein spannendes Saisonfinale

Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt erst wenige Monate zurück. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison erkämpfte sich der ersatzgeschwächte TV Großwallstadt in Coburg ein 32:32-Unentschieden. Dabei wechselte die Führung mehrfach, ehe Planinsek kurz vor dem Ende für den HSC ausglich. Das Hinspiel in der Untermainhalle hatte Coburg mit 33:30 gewonnen. Der TVG wartet damit seit zwei Begegnungen auf einen Erfolg gegen den bayerischen Ligakonkurrenten. Mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen Hamm möchten Patrick Gempp und Co. diese Serie am Samstag beenden und die ersten Auswärtspunkte der Saison einfahren. Dafür benötigt Großwallstadt erneut eine konzentrierte Abwehrleistung und einen konsequenten Rückzug. Im Angriff gilt es, geduldig zu bleiben, die eigenen Möglichkeiten effizient zu nutzen und den Coburgern möglichst wenige Chancen für einfache Tore zu eröffnen.

Hiobsbotschaft für den TVG

Neben Jannik Klein und Sebastian Trost fehlt dem TVG nun auch noch der junge Ben Horlebein. Er hat sich am Montag im Training das Kreuzband gerissen. Der 18-jährige Linksaußen wird den Blau-Weißen damit in der gesamten Saison 2026/27 nicht mehr zur Verfügung stehen.

Operation zeitnah geplant

Horlebein wird von Dr. med Stefan Fleckenstein operiert, der bereits Romas Aukstikalnis operiert hat. Für Ben stehen nun zunächst der Eingriff und anschließend die Rehabilitation im Mittelpunkt. Wann er wieder auf dem Handballfeld stehen kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Für Horlebein kommt die Verletzung in seiner ersten Saison im Erwachsenen-Handball besonders bitter. Der junge Spieler aus der Region hatte erst zu Saisonbeginn seinen ersten Profivertrag beim TVG unterschrieben. Neben seiner sportlichen Entwicklung trifft ihn der Ausfall auch schulisch, da er in diesem Jahr sein Abitur mit Schwerpunkt Sport absolvieren wollte.

 

 

Das Bild von Dymtro Redkyn hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, fährt der TV Gelnhausen zum Spitzenspiel nach Leutershausen. Hanau empfängt den HV Vallendar und Nieder-Roden muss nach Dutenhofen/Münchholzhausen II.

 

Spitzenspiel an der Bergstraße

Das nächste Spitzenspiel wartet auf den TV Gelnhausen. Am Samstag gastieren die Barbarossastädter um 19.30 Uhr bei Saase3 Leutershausen in der Heinrich-Beck-Halle. Dabei treffen zwei Mannschaften aufeinander, die nahezu identisch in die Saison gestartet sind. Der TVG steht mit 7:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, Leutershausen folgt mit der gleichen Ausbeute direkt dahinter auf Rang drei.

Für die Gelnhäuser ist es bereits die zweite Auswärtsaufgabe in Folge. Am vergangenen Wochenende setzte sich die Mannschaft von Trainer Patrick Beer nach einer dramatischen Schlussphase mit 29:28 bei interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen durch. Der gelungene Saisonstart gibt den Barbarossastädtern Selbstvertrauen, gleichzeitig hat gerade das Spiel in Ratingen gezeigt, wie eng es in dieser ausgeglichenen Süd-West-Staffel zugehen kann. Nach einer zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung der Gastgeber musste sich der TVG den Erfolg in der Schlussphase mit viel Moral erkämpfen. In Leutershausen dürfte die Aufgabe kaum einfacher werden.

„Da wartet eine ordentliche Herausforderung auf uns. Leutershausen hat einen Riesenlauf und steht mit 7:1 Punkten genauso gut da wie wir. Das wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt TVG-Trainer Patrick Beer. Nach drei Siegen zum Auftakt musste Leutershausen am vergangenen Wochenende beim TV Kirchzell erstmals einen Punkt abgeben. Beim 29:29 bewies Leutershausen allerdings große Moral und kämpfte sich nach einem Vier-Tore-Rückstand zur Pause noch zurück in die Partie. Damit ist die S3L ebenso wie der TVG nach vier Saisonspielen weiterhin ungeschlagen.

Dass Leutershausen zu den anspruchsvolleren Gegnern der Liga gehört, überrascht beim Blick auf den Kader nicht. Mit Stefan Salger verfügt die Mannschaft auf Halbrechts über einen Bundesliga-erfahrenen Rückraumspieler, der mit seinen 2,07 Metern enorme körperliche Präsenz mitbringt. Auf der linken Rückraumseite wartet zudem ein alter Bekannter auf den TVG: Sven Schreiber trug selbst bereits das Gelnhäuser Trikot und zählt seit Jahren zu den prägenden Spielern in Leutershausen. Hinzu kommen weitere erfahrene Akteure sowie gefährliche Außenspieler, so dass der TVG defensiv über 60 Minuten konsequent arbeiten muss.

 „Mit Stefan Salger und Sven Schreiber haben sie im Rückraum zwei Spieler mit enormer Erfahrung und Qualität. Aber Leutershausen besteht nicht nur aus diesen beiden Akteuren. Sie haben insgesamt eine richtig gute Mannschaft und sind auch über die Außen sehr gefährlich. Wir wissen, was auf uns zukommt, freuen uns aber sehr auf diesen Vergleich“, sagt Beer.

Die traditionsreiche Handball-Hochburg an der Bergstraße kennt sich mit höherklassigem Handball bestens aus. Die SG Leutershausen spielte in ihrer Geschichte bereits in der Bundesliga und gehört seit vielen Jahren zu den bekannten Namen im deutschen Handball. Entsprechend anspruchsvoll ist traditionell auch die Aufgabe in der Heinrich-Beck-Halle.

Personell gibt es beim TVG eine positive Nachricht. Henrik Müller kehrt in den Kader zurück und erweitert damit die Möglichkeiten der Barbarossastädter. Weiterhin verzichten muss Gelnhausen dagegen auf Jonas Dambach sowie Max Bechert und Torhüter Alexander Bechert. Die Mannschaft hofft, dass möglichst viele Fans die Reise an die Bergstraße mitmachen und ihr Farben unterstützen. 

 

 

Vallendar zu Gast in der Main-Kinzig-Halle

Die HSG Hanau empfängt bereits am Freitag um 20.15 Uhr den Aufsteiger HV Vallendar. Die Grimmstädter stehen nach drei Niederlagen in Folge mit 0:6 Punkten auf Rang 16, der Gast aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz belegt mit 2:4 Zählern Platz 14. Zuletzt zeigte die Mannschaft um Kapitän Jan-Eric Kleemann gegen den Tabellenführer aus Krefeld eine starke Abwehrleistung. Mit dieser und einer verbesserten Chancenverwertung sollen am Freitag die ersten beiden Punkte her.

Trainer Axel Spandau ordnet die Bedeutung des Abends klar ein: „Für uns ist das am Freitag natürlich ein extrem wichtiges Spiel — da geht’s nicht nur darum, dass wir aus den null Punkten zwei Punkte machen wollen, sondern da geht es auch darum, dass wir unser Selbstvertrauen wiederholen wollen, was wir die ganze letzte Saison hatten. Und da kommt jetzt ein Aufsteiger mit einer sehr unangenehmen Spielweise.” Gleichzeitig gibt er sich optimistisch: „Wenn wir den Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten Krefeld bei 26 Toren halten, haben wir unsere Strategien der Abwehr wiedergefunden und dann geht es darum, im Angriff die Chancenverwertung zu verbessern und die 30-Tore-Marke wieder anzugreifen.”

Unangenehmer Gast

In Münster zeigte die Offensive, dass sie diese Marke von 30 Treffern erreichen kann, und die Defensivleistung gegen Krefeld, Aufstiegsfavorit, Tabellenführer, wurde bei 26 Toren gehalten, signalisiert, dass die Blau-Weißen langsam wieder ihre Stärken auf die Platte bringen können. Jetzt sind die Grimmstädter gewillt, alles auf der Platte zu lassen und wollen die ersten beiden Punkte einfahren.

Auf der anderen Seite steht Aufsteiger HV Vallendar, den Trainer Veit Waldgenbach mit einer kompakten 6:0-Deckung auf das Spielfeld schickt. Die bekanntesten Spieler sind die Waldgenbach-Brüder, Joshua Reuland und der aus Ninja Warrior bekannte Gary Hines. Torben Waldgenbach ist mit 29 Treffern Topscorer des Teams. Neben ihm auf der linken Außenbahn agiert der ehemalige Zweitliga-Profi Joshua Reuland. Jan Waldgenbach, der jüngere Bruder von Torben, ist als spielfähiger Akteur auf Rückraum Rechts beheimatet. Vallendar, so der ausdrückliche Hinweis aus dem Trainerteam der Gastgeber, greift häufig auf das Mittel sieben gegen sechs zurück, was die defensive Arbeit der Grimmstädter vor neue Aufgaben stellt. Kapitän Jan-Eric Kleemann blickt voraus: „Wir haben in dieser Trainingswoche definitiv an unseren Aufgaben gearbeitet. Wenn wir die einzelnen Leistungen der letzten beiden Spiele verbinden und insbesondere unsere Abschlussqualität verbessern, wollen wir unseren ersten Sieg einfahren.“

Matchplan steht

Die Deckungsarbeit war besonders im letzten Spiel leidenschaftlich. Trainer Spandau bescheinigte sogar: „eine spitzenmäßige Tempogegenstoß-Abwehr“. Die Rückkehr von Benedikt Müller zwischen die Pfosten gab zusätzlichen Rückhalt für die Blau-Weißen. Darauf aufbauend, wollen die Hanauer noch verbessert in ihr eigenes Tempospiel kommen, um einfache Tore zu erzielen. „Vorne müssen wir konzentrierter zu Werke gehen und unsere Chancen konsequenter nutzen“, gibt Kleemann die Marschroute für den Angriff vor. In dem Bereich wurde in dieser Woche intensiv gearbeitet. „Es ist eine kurze Trainingswoche, da wir bereits am Freitag spielen. Da freuen wir uns aber ganz besonders drauf. Auf Freitagsspiele hier in der Main-Kinzig-Halle haben wir immer richtig Bock drauf. Beim letzten Heimspiel haben wir schon gesehen, was die Fans mit uns machen können, dass uns das nochmal nach vorne peitscht“, freut sich Kleemann auf die Partie. 

 

 

Das Bild von Jan-Eric Kleemann hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell das zweite Heimspiel in Folge vor der Brust. Am Samstag um 19.30 Uhr kommt die TSG Münster in die Dreifachsporthalle Miltenberg und damit der nächste dicke Brocken.

Die Gäste kommen mit der Option, bisher nur einen Punkt abgegeben zu haben und den ließen sie gegen Dormagen II. Damit steht die TSG auf Platz vier mit 7:1 Zählern. Der TV Kirchzell hat derzeit Rang elf inne mit 3:5 Punkten.

“Mit der TSG wartet ein starker wurfgewaltiger Gegner auf uns, der mit bisher nur einem Minuspunkt sehr gut in die Saison gestartet ist”, sagt TVK-Trainer Povilas Babarskas. Überrascht davon ist der Coach nicht, “denn es ist eine Mannschaft mit sehr viel individueller Qualität. Darüber lösen sie viele Dinge.” Hinzu kommt, dass Münster mit zwei Abwehrsystemen agiert, je nachdem wie es passt, und auf jeder Position sehr gut besetzt ist. So können zum Beispiel Akteure wie Rückraumspieler Patrick Weber ein Spiel in die Hand nehmen und ihm fast alleine seinen Stempel aufdrücken. Zuletzt gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf II erzielte er satte zehn Tore. Hinzu kommen Jakob Gollan, Jonas Schneider oder Kenneth Fuhrig, nicht zu vergessen Lars Zelser. 

“Wir müssen gut eingestellt in das Spiel gehen und kämpferisch alles geben. Wir spielen zu Hause und mit unserem Publikum im Rücken kann uns eine Überraschung gelingen”, sagt Povilas Babarskas. Die Mannschaft hat eine kleine Erkältungswelle erwischt, so dass nicht alle am Training teilnehmen konnten. Bis zum Wochenende hofft der Coach, dass er alle an Bord hat. 

 

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an Kreisläufer Jannik Klein:

 

Jannik, gegen Leutershausen habt Ihr eine tolle Leistung gezeigt. Wart Ihr am Ende ein bisschen enttäuscht, dass es nicht zwei Punkte, sondern nur einer waren?

“Wir haben uns auf jeden Fall über den Punkt, den wir zuhause geholt haben, gefreut. Das steht auf jeden Fall schonmal fest. Aber ehrlicherweise hätten wir schon gerne die zwei Punkte geholt, vor allem weil wir aus der ersten Halbzeit mit einer Vier-Tore-Führung in die zweite Halbzeit gegangen sind, haben uns dann leider wieder Anfang zweiter Halbzeit sehr schnell schwer getan wieder rein zu kommen und unsere Führung recht schnell wieder verloren. Am Ende hat es dann leider dadurch nur noch für einen Punkt gereicht.”

Jetzt habt Ihr das zweite Heimspiel in Folge vor der Brust. Die TSG Münster kommt und mit ihr die nächste große Aufgabe. Was habt Ihr Euch gegen Münster vorgenommen?

“Gegen Münster wollen wir natürlich wieder alles geben und gewinnen. Deshalb haben wir uns vorgenommen, vor allem auch weil es bei uns zuhause ist, natürlich dieses Mal keine Punkte liegen zu lassen.”

Auf wen oder was müsst Ihr beim Gegner am meisten achten?

“Auf das was wir am meisten achten müssen ist, dass wir wieder eine kompakte und sichere Abwehr stellen und im Angriff wieder konsequent unsere Tore machen. Vor allem müssen wir in die zweite Hälfte gleich besser rein starten, um uns nicht wieder ran kämpfen zu müssen.”

Obwohl Jannik am Wochenende nicht dabei sein kann, hat er uns die Fragen beantwortet. Vielen Dank.

 

 

Das Bild von Jannik hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga spielt die HSG Bieberau/Modau am Wochenende bei der HSG Pohlheim. Die TuSpo Obernburg tritt ebenfalls auswärts an. Diesmal geht es zur HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim.

 

Zwei Spiele – zwei Siege

Zwei Spiele – zwei Siege, gelungener kann man einen Saisonauftakt nicht bezeichnen. Aber die nächste Bewährungsprobe steht für die HSG Bieberau/Modau am Samstag an und die heißt HSG Pohlheim. Zuhause stark, zuletzt schlugen sie die hoch gehandelte Eintracht Baunatal, waren aber vergangene Woche spielfrei. Dadurch sind die Pohlheimer – wie die Falken – noch verlustpunktfrei und stehen mit 2:0 Punkten auf Platz vier der aktuellen Tabelle. 

Pohlheim gehört seit Jahren zu den Top-Teams der Liga und entwickelt immer wieder gute Spieler, sie bevorzugen eine offensive Abwehr und wollen darüber zu Ballgewinnen kommen. Das gilt es für die Falken zu verhindern und konzentriert mit viel Druck nach vorne zu spielen. Dazu muss die Abwehr, wie zuletzt, sicher stehen und die beiden Torhüter gut ins Spiel kommen. Letzte Saison klappte das sehr gut, beide Spiele gegen Pohlheim konnten die Falken klar gewinnen. 

Bieberaus Trainer Thomas Weber sagt: „Gegen Pohlheim müssen wir unsere beste Leistung abrufen und ordentlich auftreten. Die junge Mannschaft ist zu beachten und motiviert. Aber das sind wir auch.“

 

TuSpo muss auswärts ran

Die Tuspo Obernburg hat in den zwei Spielen der neuen Saison bisher zweimal Unentschieden gespielt. Damit stehen die Obernburger derzeit auf dem achten Tabellenplatz. Beide Male war es ein Kraftakt, den die Obernburger souverän meisterten.

Der kommende Gegner, die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim, steht einen Rang darüber, hat bisher einmal gewonnen, einmal verloren. Die erste Niederlage der HSG war gegen die TSG Offenbach/Bürgel zuhause, da gab es ein knappes 26:27. In der vergangenen Woche holte die HSG in Hüttenberg einen Sieg. Die HSG spielt eine bewegliche und aggressive Abwehr, wirft viele Tore im Tempospiel mit erster und zweiter Welle. 

Zwei Niederlagen gab es daher für die TuSpo in der vergangenen Saison. Für Obernburg heißt es also aufpassen und auf alles gewappnet sein, denn gegen Breckenheim waren die Matches schon immer hart umkämpft. Doch die TuSpo ist gut aufgestellt, kommt mit Selbstvertrauen und will am Sonntag auswärts punkten.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Wochenende traten die SPVGG GREUTHER FÜRTH zuhause und der SV Darmstadt 98 auswärts  – beide am Freitagabend – zum nächsten Spieltag an. 

Das Kleeblatt und der 1. FC Magdeburg trennten sich im Ronhof mit 1:1. Ein Ergebnis, das dem Spielverlauf gerecht wurde. Beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten, doch die beiden Torhüter Florian Hellstern auf Fürther und Dominik Reimann auf Magdeburger Seite verhinderten mit starken Paraden weitere Treffer. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim leistungsgerechten Remis.

Für den SV Darmstadt 98 gab es beim hohen Favoriten VfL Wolfsburg dagegen nichts zu holen. Die Lilien unterlagen mit 1:5, obwohl sie durchaus Chancen hatten. Doch im Abschluss fehlte die nötige Konsequenz. In der Schlussphase übernahm Wolfsburg immer mehr die Kontrolle, während Darmstadt nicht mehr entscheidend in die Partie zurückfand.

Fürth steht nun auf dem zwölften Tabellenplatz, Darmstadt ziert das Tabellenende.

Jetzt ist erst einmal etwas Zeit zum Durchschnaufen, denn eine Länderspielpause steht an. Im Oktober geht es weiter mit der Hatz auf Punkte.

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, holte sich der TV Gelnhausen in Düsseldorf den Sieg. Die HSG Rodgau Nieder-Roden verlor daheim gegen TuS Opladen und die HSG Hanau musste Krefeld den Sieg überlassen.

 

TV Gelnhausen jubelt nach Krimi bei Düsseldorf-Ratingen

Der TV Gelnhausen hat den nächsten starken Auftritt hingelegt und sich bei interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen mit 29:28 (11:9) durchgesetzt. Vor 200 Zuschauern in der Halle Ratingen-West behaupteten sich die Barbarossastädter in einer intensiven und bis zur letzten Sekunde offenen Partie und zeigten gerade in der Schlussphase große Nervenstärke. Zehn Sekunden vor dem Ende erzielte Yannik Mocken den umjubelten Siegtreffer. Mit nun 7:1 Punkten übernimmt der TVG zumindest vorübergehend die Tabellenführung.

Der Erfolg rundete eine ereignisreiche Woche für den TVG ab. Wenige Tage zuvor hatten der Verein und Tim Beckmann die Zusammenarbeit aus privaten Gründen beendet. Patrick Beer trägt damit früher als ursprünglich geplant mehr Verantwortung an der Seitenlinie. Umso beeindruckender war der Auftritt der Rot-Weißen bei den bärenstarken Gastgebern. „Das ist eine große Kämpfer-Mannschaft“, lobte Beer seine Spieler Altwein, Malolepszy und Co. nach dem dramatischen Erfolg, der bei zwei Toren Rückstand drei Minuten vor Schluss noch in weiter Ferne lag.

Personell musste der TVG weiterhin auf Alexander Bechert (Knieprobleme), Jonas Dambach (Fußprobleme), Max Bechert (Mittelhandbruch) und Henrik Müller (Aufbautraining) verzichten. Trotzdem fanden die Barbarossastädter gut in die Partie. Beide Abwehrreihen standen von Beginn an kompakt und auch die Torhüter Sebastian Bliss auf Ratinger Seite sowie Jan-Steffen „Bruno“ Minerva waren sofort zur Stelle. Nach sieben Minuten stand es erst 2:2.

Ratingen setzte sich anschließend auf 4:2 ab, doch der TVG blieb dran. Fynn Hilb glich in der zwölften Minute zum 4:4 aus. Danach blieb die Begegnung von starken Abwehrreihen, Paraden und einigen technischen Fehlern geprägt. Interaktiv legte immer wieder vor, Gelnhausen zog nach. Nach einem Ratinger Ballverlust nutzte der TVG in der 23. Minute den Gegenzug. Hilb traf zum 8:7 und brachte Gelnhausen damit erstmals in Führung. Zwei Minuten vor der Pause stand es wieder 9:9, ehe Benjamin Wörner und erneut Hilb für den 11:9-Halbzeitstand sorgten. „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben die erste Hälfte gefühlt auch dominiert“, sagte Beer. Dass der Vorsprung nicht deutlicher ausfiel, lag für den TVG-Trainer auch am starken Ratinger Torhüter.

Minerva gut im Spiel

Doch auch Minerva war im Spiel. Nach dem Seitenwechsel parierte der TVG-Keeper früh einen Siebenmeter. Fynn Broßmann und Silas Altwein erhöhten anschließend auf 13:9. Auch einen weiteren Strafwurf entschärfte Minerva wenig später.

Interaktiv ließ sich davon allerdings nicht abschütteln. Der TVG behauptete zunächst seinen Vorsprung und führte in der 42. Minute noch mit 19:16. Dann kippte plötzlich die Partie. Ratingen setzte konsequent auf den siebten Feldspieler und fand damit immer wieder gute Lösungen. Gleichzeitig tat sich der TVG im Angriff schwer und blieb mehrere Minuten ohne Treffer. Mit einem 6:0-Lauf drehten die Gastgeber das Spiel und es stand 22:19 für interaktiv. Malolepszy beendete in der 48. Minute die torlose Phase der Gelnhäuser, Hilb verkürzte kurz darauf auf 21:22. „Mit dem siebten Feldspieler hatten wir zunächst unsere Probleme“, erklärte Beer. „Wir haben etwas gebraucht, bis wir uns darauf eingestellt hatten. Dann haben wir es aber gut hinbekommen.“ Auch offensiv musste der TVG improvisieren und agierte zeitweise ohne klassischen Kreisläufer und mit vier Rückraumspielern. „Das hatten wir erst zwei- oder dreimal trainiert, aber die Jungs haben es direkt sehr gut umgesetzt“, lobte Beer.

Sieben Minuten vor Schluss glich Malolepszy per Siebenmeter zum 24:24 aus. In der Folge legte Ratingen immer wieder vor, doch der TVG blieb dran. Mark Szabo war dabei mit neun Toren der beste Werfer der Gastgeber. Auf Gelnhäuser Seite waren Malolepszy und Hilb mit jeweils sieben Treffern die erfolgreichsten Schützen. Vier Minuten vor dem Ende erzielte Frederik Waldbach nach einem TVG-Ballverlust das 27:25 für interaktiv und brachte die Ratinger kurz vor Schluss mit zwei Toren in Führung. Ein Punktgewinn war in diesem Moment in weite Ferne gerückt. Doch Gelnhausen gab sich nicht geschlagen. Allen voran Altwein. Der Mittelmann erzielte zunächst den Anschluss, Minerva parierte auf der Gegenseite und Altwein traf anschließend erneut zum 27:27-Ausgleich. In der 59. Minute hielt Minerva dann auch noch einen Siebenmeter von Szabo. Ákos Csaba nutzte im Gegenzug die Chance und brachte den TVG rund eine Minute vor Schluss mit 28:27 in Führung.

52 Sekunden vor dem Ende nahm Ratingen seine Auszeit und glich anschließend zum 28:28 aus. Beer zog nun seinerseits die letzte Auszeit. Der TVG spielte seinen Angriff aus und zehn Sekunden vor Schluss traf Mocken von Linksaußen zum umjubelten 29:28. Ratingen erhielt am Ende noch einen direkten Freiwurf, brachte diesen aber nicht mehr auf das Tor.

Nach dem Schlusspfiff feierten die Spieler den Last-Minute-Sieg gemeinsam mit den rund 20 mitgereisten TVG-Anhängern, die ihre Mannschaft einmal mehr 60 Minuten lang anfeuerten. „Ein großes Dankeschön an unsere Fans, die uns vor Ort wieder kräftig unterstützt haben“, sagte Beer.

 

 

Dem Favoriten lange Paroli geboten

Die HSG Hanau hat in der Main-Kinzig-Halle das erste Heimspiel der neuen Saison mit 22:26 (8:12) gegen die HSG Krefeld Niederrhein verloren. Vor 553 Zuschauern lieferten die Blau-Weißen den favorisierten Gästen einen harten Kampf. Am Ende setzten sich die Krefelder Dank ihrer Routine und der besseren Chancenverwertung in Hanau durch. 

„Unter dem Strich war’s ein verdienter Sieg für Krefeld”, ordnete Trainer Axel Spandau ein. „Das lag vor allen Dingen daran, dass wir unsere Chancenverwertung noch deutlich verbessern müssen. Wir hatten wieder einige Freiwürfe über die Außen- und Kreispositionen. Hauptsächlich waren es diesmal jedoch die technischen Fehler die Ursache. Kämpferisch haben wir das sehr, sehr gut gemacht, und was wir spitzenmäßig gemacht haben, war die Tempo-Gegenstoßabwehr der ersten und der zweiten Welle gegen Krefeld — die bisher in jedem Spiel im hohen Dreißiger-Bereich getroffen haben. Allerdings ist unsere Angriffsleistung momentan zu schwach, um Punkte zu sammeln, was wir ab dem nächsten Heimspiel dringend ändern müssen.”

Grimmstädter bleiben lange auf Tuchfühlung

Es war nicht nur das erste Heimspiel der Saison, sondern auch das erste Spiel für Benedikt Müller. Durch eine Verletzung stand er die ersten beiden Saisonspiele sowie dem Pokalspiel nicht zur Verfügung. Gegen den Tabellenführer gab er nun sein Comeback – und das gleich in der Startsieben.

Der Start verlief für die Hanauer alles andere als wunschgemäß. Bereits in der zweiten Minute hatten die Niederrheiner doppelt zugeschlagen: Jörn Persson und Niklas Michalski trafen binnen 21 Sekunden zum 0:2. Wie in den Spielen zu vor, eröffnete wieder Cedric Schiefer das Tore werfen für die Blau-Weißen und verkürzte in der dritten Minute auf 1:2, doch Michalski stellte im direkten Gegenzug sofort wieder auf 1:3. Die anschließenden Minuten waren geprägt von einigen technischen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten. In Unterzahl nutzte David Rivic ein schönes Anspiel von Cedric Schiefer zum 2:3. Im Anschluss war es immer das gleiche Muster. Krefeld legte vor und Hanau antwortete, der Abstand blieb bis zur 16. Minute. Zwei Ballgewinne der beweglichen Abwehr der Grimmstädter sowie eine Siebenmeterparade von Comebacker Müller sorgten dafür, dass das Spiel erstmals seit dem 0:0 beim 6:6 wieder ausgeglichen war. David Rivic erzielte den Ausgleich, nachdem er von Dennis Gerst in Szene gesetzt wurde.

Doch nach zwei erfolgreichen Siebenmetern der Gäste und einem Fehlwurf der Gastgeber stellte Krefeld den zwei Tore Abstand (6:8) wieder her. Eine Zeitstraße gegen Gästespieler Niklas Ingenpaß konnte die HSG nicht nutzen. Benedikt Müller im Tor hielt seine Farben jedoch weiter im Spiel. Für den nächsten Siebenmeter kam Florian Eberhardt zwischen die Pfosten. Dieser Wechsel macht sich bezahlt, hielt er gleich den vierten Versuch von Michalski und die Chance zum Ausgleich war wieder da. Diese wurde jedoch im folgenden Angriff liegen gelassen. Auf der anderen Seite setze sich Julius Rose zum 10:8 für die Gäste durch. Auch der folgende Angriff blieb ohne Torerfolg der Gastgeber. Krefeld nahm nun seine erste Auszeit der Partie. Sie zeigte Wirkung und sie erhöhten bis zur Halbzeit auf 12:8. In dieser Phase ließ die HSG durch Fehlwürfe sowie technische Fehler ein besseres Ergebnis zur Halbzeit liegen.

Die Mannschaft um das Kapitänsduo Kleemann/Müller hielt bis dahin kämpferisch dagegen. Mit einer beweglichen Abwehr zwangen sie die Eagles immer wieder zu Fehlern, ob in Form eines Ballgewinns oder eine Parade.

„Wir hatten beim 8:9 vorne wieder klare Würfe, beziehungsweise technische Fehler verursacht, so dass wir dann 8:12 in die Halbzeit gegangen sind”, beschrieb Trainer Spandau den entscheidenden Moment der ersten Hälfte.

Starke Phase in der zweiten Halbzeit

Wie schon im Auswärtsspiel bei der TSG Münster kamen Kleemann, Schiefer und Co mit Feuer aus der Kabine. Cedric Schiefer verkürzte binnen 36 Sekunden auf 9:12. Auch von zwei Treffer der Gäste auf 9:14 ließen sich die Blau-Weißen nicht beirren. Die folgenden sieben Minuten waren ihre stärkste Phase. Hinten ein starkes Zusammenspiel von leidenschaftlicher Deckungsarbeit im Verbund mit starken Paraden von Müller, unter anderem seinem zweiten gehaltenen Siebenmeter. Im Vorwärtsgang war nun auch mehr Tempo drin und nach Treffern von Schiefer, Cedric Marquardt, David Rivic und Jan-Eric Kleemann arbeiteten sich die Blau-Weißen in der 40. Minute auf 13:14 heran. Hanau war am Drücker, der Blaue Block trieb die Seinen lautstark an.

Dann kamen die Minuten, die den Blauen Block nochmals elektrisierten. In der 42. Minute traf Sebastian Hein zum 14:15, Benedikt Müller hielt und Cedric Schiefer glich in der 43. Minute zum 15:15 aus der zweiten Welle aus. Der Blauen Block feierte diesen Treffer frenetisch und schaltete nochmal einen Gang hoch. Gästetrainer Mark Schmetz hatte nun genug gesehen. Mit seinem zweiten Time-Out unterbrach er den Lauf der Gastgeber.

Was folgte, waren vier Minuten reiner Krefelder Handball: Michalski traf zum 15:16, Lukas Böhm glich nochmals für Hanau zum 16:16 aus. Dann schlugen die Niederrheiner dreimal in 81 Sekunden zu: Jörn Persson (16:17), Justin Wollny (16:18) und Julius Jonathan Rose (16:19). Aus dem Gleichstand war ein Drei-Tore-Rückstand geworden, ehe Hanau reagieren konnte. Nun nahm Trainer Axel Spandau sein Timeout. Doch Krefeld hatte die Weichen gestellt und baut den Vorsprung bis zur 48. Minute auf 16:21 aus.

Die Grimmstädter gaben nicht auf. Die letzten 12. Minuten verwaltete der Gast routiniert. Cedric Marquardt, Dziugas Jusys und Cedric Schiefer steuerten weitere Treffer bei und hielten den Abstand auf vier bis fünf Tore. Die Möglichkeiten das Spiel weiterhin offen zu gestalten waren da. Es zieht sich jedoch, wie ein roter Faden durch die Saison, technische Fehler und das Auslassen bester Chance verhinderte ein besseres Ergebnis.

 

 

 

 

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga hat die HSG Bieberau/Modau gegen Petterweil einen Heimsieg eingefahren.  Die TuSpo Obernburg kam mit einem Punkt aus Offenbach-Bürgel zurück.

 

Erstes Heimspiel – erster Heimsieg

Nach dem perfekten Saisonauftakt, mit dem hohen Sieg in Nieder-Roden, wollte die HSG Bieberau/Modau auch beim ersten Heimspiel der Saison nachlegen und die nächsten Punkte auf die Habenseite bringen. Das gelang und mit 32:29 (17:9) gewann die HSG gegen den TV Petterweil.

Die gut 400 Zuschauer sahen ein hochklassiges Spiel zweier Top-Teams, die sich nichts schenkten. Bieberau/Modau begann furios, stand sicher in der Abwehr und Torhüter Martin Juzbasic zeigte sich gut aufgelegt, hielt in der sechsten Spielminute seinen ersten Siebenmeter, dem folgten zwei weitere Siebenmeter-Paraden in der 25. und 27. Spielminute. So mussten sich die Gäste aus Petterweil ihre Torerfolge hart erkämpfen  und bis zur Halbzeit gelang ihnen dies nur neunmal. Anders dagegen die Falken, die zeigten sich bestens aufgelegt im Angriffsspiel und führten bereits nach neun Spielminuten mit 5:1, überraschten Petterweil mit Toren aus dem Rückraum, drei Mal Trautmann, Buschmann und Weber, legten den Grundstein für den späteren Sieg. Petterweil mühte sich, um im Spiel zu bleiben, fand aber bis dahin kein geeignetes Mittel den Lauf der Falken zu bremsen. Dreimal Buschmann und zweimal Kunzendorf erhöhten ab der 20. Spielminute binnen sieben Minuten von 11:8 auf 16:8, zur Halbzeit stand es dann 17:9.

Hausherren nahmen Kampf an

Es war zu befürchten, dass dies nicht so bleiben würde, denn die Falken mussten erneut auf fünf Feldspieler verzichten und so musste Trainer Thomas Weber – auch aufgrund der Qualität des Gegners – mit sechs Feldspielern fast durchgehend durchspielen. Das kostete natürlich viel Kraft und Petterweil gab sich nicht auf. Dazu stellten sie in der zweiten Halbzeit ihre Abwehr um, agierten nun offensiver und arbeiteten sich wieder heran. Nach 37 Spielminuten stand es nur noch 18:14 und es entwickelte sich ein harter Schlagabtausch. 

Bieberau/Modau nahm den Kampf an und legte ein hohes Engagement an den Tag. So konnten sie den Gegner auf Distanz halten, führten zeitweise wieder mit sechs Toren (50. Spielminute 27:21), doch dann ließ zunehmend die Konzentration nach, es wurden einige freie Bälle verworfen und so kam Petterweil noch einmal auf drei Tore (58. Spielminute 30:27) heran, öffnete die Deckung um möglicherweise das Spiel in den letzten beiden Minuten zu drehen, aber hier zeigte sich die ganze Routine der Falken, die sich davon nicht beeindrucken ließen und am Ende mit 32:29 verdient siegten. Till Buschmann setzte nach einer überragenden Leistung mit seinem zehnten Tor an diesem Abend den Schlusspunkt. 

Eine hervorragende Leistung der gesamten Falken Mannschaft, die sich strikt an den Matchplan hielt und hoch motiviert und engagiert einen starken Gegner besiegte. HSG-Trainer Thomas Weber meinte anschließend: „Uns standen heute nur drei Rückraumspieler zur Verfügung, aber die haben – wie die gesamte Mannschaft – überragend gespielt und besonders in der ersten Halbzeit für Furore gesorgt. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, das war schon sehr überzeugend heute. Am Ende, als die Kräfte nachließen, hat sie sich noch einmal aufgebäumt und alles getan um den Sieg zu sichern. Wir haben im Team hervorragend gekämpft und dadurch gegen eine starke Petterweiler Mannschaft verdient gewonnen“.

 

 

Remis in Bürgel

Im zweiten Spiel der Saison musste die TuSpo Obernburg beim letztjährigen Vizemeister TSG Offenbach-Bürgel antreten und kam mit einem 35:35 (19:15) nach Hause. Nach dem Punkt im ersten Heimspiel gegen Groß-Umstadt wollte die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck auch diesmal ihre „kleine Chance“ auf eine Überraschung nutzen. Mit einer engagierten Leistung und ohne Respekt vor dem Meisterschaftskandidaten zeigte die TuSpo von Beginn an eine starke Vorstellung. Das gab Pressesprecher Klaus Zengel in einer PM bekannt.

Die ersten Minuten verliefen völlig ausgeglichen und in der zehnten Minute ging die TuSpo durch Leon Steinbrecher sogar mit 6:5 in Führung. Auch beim 7:6 machten die Römerstädter deutlich, dass sie die Punkte keinesfalls herschenken wollten. Anschließend übernahmen die Hausherren kurzzeitig das Spielgeschehen und führten in der 18. Spielminute mit 12:10. Doch die TuSpo blieb dran und war beim 15:14 weiterhin gut im Spiel. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnten die „Berler Bulls“ ihren Vorsprung jedoch noch ausbauen und gingen mit einer 19:15-Führung in die Pause.

Gastgeber zunächst am Drücker

Auch nach dem Seitenwechsel waren zunächst die körperlich überlegenen Gastgeber am Drücker und bauten ihren Vorsprung auf 23:18 aus. Doch die Wollbeck-Truppe ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit ihrem schnellen Spiel kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren und konnten bis zur 40. Minute auf 23:24 verkürzen. Dann zeigte die TSG erneut ihre Klasse und setzte sich innerhalb weniger Minuten wieder ab. Fünf Minuten später lagen die Gastgeber mit 30:24 vorne. Doch die Obernburger gaben sich auch in dieser Phase noch nicht geschlagen. Mit großem Kampfgeist kämpften sie sich Tor um Tor heran und verkürzten bis zur 53. Minute auf 32:30. Jetzt war wieder alles möglich. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Keeper Sandro Friedrich mit seinem Treffer sogar für den 34:34-Ausgleich. In der Crunchtime gelang den Gastgebern zunächst erneut die 35:34-Führung, doch 34 Sekunden vor Schluss bewies Tobias Raab einmal mehr seine Nervenstärke. Der elffache Torschütze traf zum vielumjubelten 35:35-Ausgleich und sicherte damit der TuSpo nach großem Kampf einen hochverdienten Punkt beim letztjährigen Vizemeister.

Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: „In einem schnellen und anstrengenden Spiel profitieren wir von unserem breiten Kader und einer geschlossenen, starken Mannschaftsleistung. So schaffen wir es trotz eines Sechs-Tore-Rückstands dank großen Kampfes noch zurückzukommen und uns einen Punkt beim letztjährigen Vizemeister zu sichern.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball-Liga hat der TV Großwallstadt die ersten Punkte eingefahren. Nach drei Niederlagen in Folge gewannen Kapitän Patrick Gempp und Co. gegen den Aufsteiger, den ASV Hamm Westfalen, mit 29:24 (16:12) und die Steine, die Mannschaft, Verantwortlichen und Fans vom Herzen gefallen sind, waren deutlich zu hören.

Der TVG, der ohne Jannek Klein und Sebastian Trost antreten musste, zeigte eine sehr starke Leistung. Bis zum 8:8 (16.) verlief die Partie ausgeglichen, dann übernahm Großwallstadt dank einem sehr starken Torhüter Žiga Urbič und dessen gut aufgelegten Vorderleuten die Initiative und setzte sich bis zur Pause auf 16:12 ab.

TVG weiter tonangebend

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TVG tonangebend und erhöhte sofort auf 19:13 (36.). Damit waren die Weichen Richtung Sieg schon gestellt. Hamm, das zuletzt gegen Erstliga-Absteiger Minden gewonnen hatte, mühte sich, doch Großwallstadt hatte immer die passende Antwort parat. Die Crew von Trainer Andrè Lohrbach ließ sich nicht von seiner Linie abbringen und überzeugte mit einer bärenstarken Defensive. 27:20 stand es in der 52. Minute und die Gastgeber spielten ihren Part gekonnt zu Ende.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Torhüter Urbic mit zwölf Paraden, Yessine Meddeb (5 Tore), Dymtro Redkyn (7) und Kapitän Patrick Gempp (5) heraus. Beim Gegner traf Lucas Firnhaber am meisten (9/1).

Lucas Firnhaber vom ASV sagte nach dem Spiel: “Wir sind sehr enttäuscht, doch der TVG hat verdient gewonnen, war ab der 20. Minute die bessere Mannschaft. Emotional kann man uns keinen Vorwurf machen.”

Der Großwallstädter Ole Klimpke meinte: “Uns ist viel von den Schultern gefallen und wir haben uns den Sieg sehr verdient. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben den Gegner nicht in sein Spiel kommen lassen. Außerdem hatten wir eine sehr gute Torhüterleistung.”

 

 

Das Jubelbild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür