Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Fußball Liga ging es nach der Länderspielpause wieder weiter und der SV Darmstadt hat einen wichtigen Heimsieg gegen Energie Cottbus eingefahren. Die SPVGG GREUTHER FÜRTH hingegen unterlag bei der Hertha BSC.

 

Darmstadt 98 belohnt sich mit Heimsieg

Die Lilien drehen gegen Energie Cottbus einen frühen Rückstand und gewinnen vor heimischer Kulisse mit 3:1. Der Erfolg bringt wichtige Punkte und neues Selbstvertrauen. Zwei Siege aus den vergangenen drei Spielen sind ein positives Signal und bestätigen, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. Die Länderspielpause bot zudem Gelegenheit, weiter an den Abläufen zu arbeiten. Trotz der Freude über den verdienten Heimsieg bleibt klar: Der Weg ist noch nicht zu Ende, und an der weiteren Entwicklung muss die Mannschaft konsequent arbeiten.

Fürth unterliegt Hertha nach unglücklichem Spielverlauf

Die SPVGG GREUTHER FÜRTH verliert bei Hertha BSC mit 1:2. Das Kleeblatt zeigte über weite Strecken eine wirklich gute Leistung, konnte sich dafür aber nicht belohnen. Besonders bitter war der zurückgenommene Treffer von Omar Sillah, bei dem eine knappe Abseitsentscheidung den Fürther Hoffnungen einen Dämpfer versetzte. Mads Pedersen brachte die Berliner in der 65. Minute in Führung, Paul Seguin erhöhte in der 80. Minute auf 2:0. Jannis Heuer gelang in der 90. Minute per Kopf noch der Anschlusstreffer, für eine Wende kam dieser jedoch zu spät. So standen die Gäste trotz einer engagierten Vorstellung am Ende ohne Punkte da.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gewann der TV Gelnhausen in Dutenhofen und die HSG Hanau gewannen zuhause gegen Nieder-Roden.

 

 

TV Gelnhausen gewinnt Hessen-Derby in Dutenhofen

Der TV Gelnhausen bleibt auch nach dem siebten Spieltag ungeschlagen und die Barbarossastädter setzten sich am Samstagabend im Hessen-Derby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 29:25 (13:10) durch. Vor 200 Zuschauern in der Sporthalle Dutenhofen, darunter rund 60 lautstarke TVG-Anhänger, überzeugte Gelnhausen vor allem mit einer starken Defensivleistung. Mit nun 13:1 Punkten bleibt der TVG Tabellenzweiter und erwartet kommenden Sonntag (17 Uhr) den verlustpunktfreien Tabellenführer Krefeld zum Topspiel in der Hölle Süd.

Personell ging der TVG erneut mit einigen Einschränkungen in das Derby. Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme), Jonas Dambach (Fußprobleme) und Benjamin Wörner (leichte Handverletzung) standen nicht zur Verfügung. Besonders im rechten Rückraum musste Gelnhausen deshalb weiter improvisieren. Am Kreis trug Torben Fehl erneut die Hauptlast. An der Seitenlinie vertrat der Sportliche Leiter Sergej Budanow den verhinderten TVG-Trainer Patrick Beer.

Von den personellen Einschränkungen war dem TVG zu Beginn jedoch nichts anzumerken. Die Barbarossastädter waren sofort hellwach und stellten Dutenhofen mit einer aggressiven und gut abgestimmten Abwehr vor große Probleme. Die Gastgeber fanden zunächst überhaupt kein Durchkommen und erzielten ihren zunächst einzigen Treffer lediglich per Siebenmeter. In der elften Minute traf TVG-Kapitän Jonathan Malolepszy vom Siebenmeter-Punkt zum 5:1. Erst eine Minute später gelang Dutenhofen durch Alois Mraz der erste Treffer aus dem laufenden Spiel. Bruno Minerva, der erneut eine starke Partie ablieferte, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den ersten Siebenmeter pariert.

„Wir standen gut und aggressiv in der Abwehr und haben uns gegenseitig sehr gut geholfen“, lobte Budanow. Dutenhofen fand danach besser in die Partie und ließ den Rückstand nicht weiter anwachsen. Nach dem 10:6 durch Jannik Geisler in der 21. Minute ließen die Rot-Weißen einige Möglichkeiten liegen, während Hendrik Pantel im HSG-Tor stärker wurde. Nach drei Dutenhofener Treffern in Folge war die Partie beim 10:9 wieder völlig offen.

In dieser Phase zeigte der TVG allerdings die nötige Ruhe. Minerva hielt den nächsten Siebenmeter und vorne erzielte Gelnhausen wieder Tore, Malolepszy traf kurz vor dem Pausenpfiff zum 13:10. Lediglich zehn Gegentore in der ersten Hälfte, davon vier per Siebenmeter, unterstrichen die starke Gelnhäuser Defensivleistung.

TVG zunächst auf Kurs

Auch nach der Pause blieb der TVG zunächst auf Kurs. Junioren-Torhüter Noah Pilgrim kam ins Spiel und fügte sich mit einigen Paraden gut ins Spiel ein. Fynn Broßmann, der auf der rechten Rückraumseite viel Verantwortung übernahm, erhöhte direkt auf 14:10. Als Ákos Csaba in der 41. Minute zum 19:14 traf, schien Gelnhausen die Partie zunehmend unter Kontrolle zu bekommen. Doch Dutenhofen meldete sich eindrucksvoll zurück. Mehrere Fehlwürfe und technische Fehler des TVG nutzten die Gastgeber konsequent aus und starteten einen 5:0-Lauf. Aus dem 19:14 wurde innerhalb weniger Minuten ein 19:19, sodass die Partie in der 47. Minute plötzlich wieder völlig offen war. Aber Malolepszy und Co. bewiesen einmal mehr Nerven aus Stahl. „Vor allem in der engen Phase haben wir immer an unsere eigenen Stärken geglaubt, sind im Kopf klar geblieben und haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen“, sagte Budanow.

Fynn Hilb brachte den TVG wieder mit 20:19 in Führung, ehe Minerva, der in der Crunchtime ins Tor zurückkehrte, seinen dritten Siebenmeter parierte. Doch Dutenhofen blieb dran und elf Minuten vor Schluss war beim 21:21 weiterhin alles offen. Dann zog der TVG defensiv noch einmal deutlich an und traf vorne dreimal in Folge. Hilb fing einen Pass ab und vollendete den Gegenstoß in der 52. Minute zum 24:21. Dutenhofen verkürzte durch zwei Treffer von Philipp Opitz auf 24:23, doch Malolepszy und Yannick Mocken antworteten zum 26:23.

Als der TVG zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 27:25 nach einer Zeitstrafe gegen Hilb den Rest der Partie in Unterzahl bestreiten musste, drohte noch einmal Spannung aufzukommen. Doch Gelnhausen setzte selbst den entscheidenden Treffer. Rund 70 Sekunden vor Schluss vollendete Silas Altwein nach Pass von Csaba einen Kempa zum 28:25. Die TVG-Fans feierten bereits, ehe Mocken noch das 29:25 nachlegte. Passend zu seinem starken Abend parierte Minerva nach Ablauf der Spielzeit auch den letzten Siebenmeter.

„Am Ende haben wir das Spiel sehr abgeklärt nach Hause gebracht“, bilanzierte Budanow. Bester Gelnhäuser Torschütze war Malolepszy mit sechs Treffern und makellosen sechs von sechs verwandelten Siebenmetern, Geisler erzielte fünf Tore. Für Dutenhofen traf Mraz siebenmal.

 

 

HSG Hanau mit Derbysieg gegen Nieder-Roden

Die HSG Hanau hat das Bezirksderby gewonnen und damit den nächsten Schritt in der Tabelle gemacht: Am Samstagabend besiegten die Grimmstädter die HSG Rodgau Nieder-Roden in der Main-Kinzig-Halle mit 35:30 (18:15). Cedric Schiefer war mit sieben Toren Toptorschütze der Blau-Weißen, Marek Schöber traf in der entscheidenden Phase viermal in Folge und machte so den Deckel drauf. 673 Zuschauer sahen einen verdienten Heimsieg.

„In dem Moment, wo wir ein bisschen am Kippen waren und den Blauen Block gebraucht haben, waren sie da “, sagte Trainer Axel Spandau zu der Stimmung in der kritischen Phase des Spiels nach Abpfiff. „Ich fand die erste Halbzeit von uns in der Abwehr sehr stark. Da hatte Nieder-Roden erhebliche Probleme, durchzukommen. Und am Ende haben die vier Rechtshänder im Rückraum das letztendlich gerissen, muss ich einfach sagen.” Co-Trainer Markus Semmelroth hatte im Vorbericht die Hoffnung auf eine volle Halle und lautstarke Unterstützung formuliert, um die kleine Serie weiter auszubauen — beides hatte sich an diesem Abend erfüllt: Der Blaue Block trug die Grimmstädter durch die schwierige Phase der Partie, und der dritte Sieg in Folge unterstreicht den Aufwärtstrend.

Unter den Augen des seit dem 01. Oktober regierenden Oberbürgermeisters Dr. Maximilian Bieri, starteten die Gastgeber erfolgreich in die Partie. Nach 50 Sekunden erzielte Cedric Schiefer das 1:0. Bis zur sechsten Minute gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Hanau legte vor und Rodgau glich aus. In dieser Phase verwandelte Samuel Hoddersen bereits zweimal erfolgreich vom Siebenmeter-Punkt. Dann legten die Hausherren einen Zwischenspurt ein. Aufbauend auf einer beweglichen Deckungsarbeit enteilten die Hanauer auf 6:3 (10.). Diese Phase wurde durch eine Zeitstrafe gegen Kapitän Kleemann kurzzeitig unterbrochen. Die Unterzahl kompensierten die Gastgeber, sodass nach einem gehaltenen Siebenmeter von Müller gegen Hoddersen, Schiefer auf 8:4 erhöhte. Doch Unsauberkeiten und Halbchancen aus dem Rückraum holten die Gäste wieder zurück. Nils Haus verkürzte per Siebenmeter auf 7:8 (15.) aus Sicht der Rodgauer. So war das Spiel Mitte der ersten Halbzeit offen. Die nächsten sechs Minuten war es eng und beide Mannschaften gingen im Gleichschritt.

In der Phase konnten die Hanauer die Überzahl, nach einer Zeitstrafe gegen Brandt, nicht nutzen. Doch die zweite Überzahl nutzten Schiefer, Marquardt und Co. Kleemann, sodass sie auf 13:10 erhöhten. In der 25. Minute ergab sich die Chance, in Überzahl den Vorsprung auszubauen, doch auf der Gegenseite gab es in einer misslungenen Abwehraktion ebenfalls eine Zeitstrafe für die Gastgeber. Nach einer Auszeit von Axel Spandau konnte der folgende Angriff nicht genutzt werden und so verkürzte Luca Möller für seine Farben auf 15:16. In der letzten Minute verteidigte der von Dziugas Jusys organisierte Deckungsverband sehr flexibel und erzwang einen Ballgewinn. Mit der Pausensirene erhöhte jener Jusys nach einem Expresspass von Schiefer auf 18:15 zur Pause.

Schöbers Viererpack stellt die Weichen

Die zweite Halbzeit begann nicht so, wie es sich die Hausherren vorgenommen hatten. Zwar war das Spiel die Anfangsminuten ausgeglichen, doch in der 37. Minute traf erneut Möller zum Anschlusstreffer von 19:20. Auf der Gegenseite kam es dann zu einem Bruch im Spiel der Grimmstädter. Nach einem Foul an Jan-Eric Kleemann gab es einen Freiwurf. Aus Sicht von Kleemann zu wenig. In der Kommunikation mit den Schiedsrichtern gab es unterschiedliche Auffassungen. So gab es eine Zeitstrafe für Meckern. Auf dem Weg zur Bank gab es weiteren Austausch und auch die nächste Zeitstrafe gegen Kleemann. So war sein Team vier Minuten am Stück in Unterzahl. Jedoch war es auch Kleemanns dritte Zeitstrafe und das Spiel war per rotem Karton für ihn beendet. „Es fing eigentlich eine spektakuläre zweite Halbzeit an, finde ich, die erstmal in der 37. oder 38. Minute den Höhepunkt hatte mit den zwei Zeitstrafen gegen Jan-Eric, der eigentlich gerade gut im Spiel war. Und dann hatten wir so kleine Findungsprobleme“, beschreibt Trainer Spandau den Start in die zweite Halbzeit.

Die Überzahl nutzten die Baggerseepiraten und gewannen ihre Überzahl mit 2:0. Das drehte die Partie und die Rodgauer gingen durch Nils Haus vom Strich mit 21:20 in Führung. Spandau reagiert mit seinem zweiten Team-Time-Out. In den anschließenden sechs Minuten wog das Spiel hin und her. Erst schafften die Gastgeber das Spiel auf 22:21 und 23:22 durch Jusys und Marquardt zu drehen. Dann konnten die Gäste über Brandt wieder bei 24:23 (47.) in Führung gehen. Dann drehte die HSG auf. Schiefer im Gegenzug mit einem Rückraumtor sowie zwei Ballgewinnen und einer Parade später führten die Blau-Weißen mit 27:24 innerhalb von 80 Sekunden. Eine Auszeit der Gäste unterbrach den Lauf und die zeigte Wirkung. Zwei ausgelassene Chancen der Hausherren ließen die Rot-Schwarzen auf 26:27 verkürzen.

Dann schlug die Stunde von Marek Schöber. Vier Angriffe in Folge tankte er sich unnachahmlich durch die Rodgauer Deckung und erzielte vier astreine Tore. Da auf der anderen Spielfeldseite die Abwehr immer stabiler und leidenschaftlicher verteidigte, setzten sich Schöber, Scharriär und Co. vorentscheidend auf 31:26 in der 55. Minute ab. „Marek war dann befreiter im Spiel und ist dann in die Tiefe gegangen und hat dann, nachdem er ja erst mal gescheitert ist oder Fehlpässe gemacht hat. Dann hat er Selbstvertrauen bekommen, breite Brust und ist dann, was ihn eigentlich auszeichnet, dahin gegangen, wo es wehtut, Siebenmeter gezogen und Tore gemacht“, analysierte Spandau im Nachgang die Leistungssteigerung von Schöber in dieser Phase.

Die letzten fünf Minuten spielten die Blau-Weißen die Partie routiniert herunter und feierten einen verdienten Derbysieg! „Die Jungs haben als Team zusammengehalten und sich auch von den Führungswechseln in der zweiten Halbzeit nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben bis zum Schluss gekämpft, füreinander gearbeitet und uns am Ende den Derbysieg verdient gesichert. Gerade unter diesen Umständen zeigt sich der Charakter einer Mannschaft. Dieser Sieg wird uns für die kommenden Aufgaben weiter Aufwind geben. Danke auch an den blauen Block und die lautstarke Unterstützung von den Rängen. Nun heißt es, die Serie weiter ausbauen“, fasst Co-Trainer Markus Semmelroth sein erstes Bezirksderby zusammen.

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Was für ein Krimi in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West. Mit 35:35 (19:17) trennten sich der TV Kirchzell und die Bergischen Panther. Dabei fiel der Ausgleichs-Treffer des TVK buchstäblich in den letzten Sekunden. 

TVK-Trainer Povilas Babarskas sagte nach Spielschluss: “Ich bin sehr zufrieden mit dem Punkt, aber ich bin unzufrieden wie wir gespielt haben.” Vor allem gefielen ihm die vielen Fehler in der Abwehr nicht. “Wir hatten einen Plan, wie wir die Gegner in Zaun halten wollen. Doch dieser Plan ging nicht auf”, so Babarskas. Das hatte zweierlei Gründe. Erstens fehlte Lasse Becker überraschend, so dass der TVK nur einen Linkshänder zur Verfügung hatte, und zweitens hielten sich seine Jungs nicht an die Marschroute. Mit dem Rückzugsverhalten in Halbzeit eins war der Coach nicht zufrieden und in der zweiten Halbzeit “haben wir die Positionsabwehr nicht hinbekommen, haben viele Zweikämpfe verloren und vor allem die Spieler Exner und Ballmann nicht in den Griff bekommen.” 

Mario Stark eröffnete mit dem 1:0 (4.) den Torreigen. Die Partie blieb ausgeglichen und wogte hin und her. Bis zum 16:16 (27.) konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Allerdings musste bis zu diesem Zeitpunkt Anton Bayer das Spielfeld verlassen, denn er hatte sich bei einem Gerangel die Nase gebrochen. Mit 19:17 für die Hausherren ging es in die Kabinen.

Ansprache schien zu fruchten

Dort wurde noch einmal das Wesentliche besprochen und es schien zu fruchten. Niklas Ihmer erzielte in der 31. Minute das 20:17, Tom Spieß sorgte in der 34. Minute für das 22:18. Doch der Gast wehrte sich und innerhalb weniger Minuten war der Anschlusstreffer da (22:21). Zwischenzeitlich sah der Gästespieler Sam Lindemann aufgrund der dritten Zeitstrafe rot (38.). Tim Häufglöckner warf das 25:22 (41.) und Kirchzell konnte durchatmen. Doch die Bergischen Panther waren nicht gewillt, die Punkte in Miltenberg zu lassen, glichen aus und setzten sich mit zwei Treffern in Front. Die Partie stand auf Messers Schneide und ging hin und her. Der TVK brachte den siebten Feldspieler und aus der zweiten Welle heraus warf Joshua Osifo das Remis. Der Jubel hätte nicht größer sein können.

“Wir haben uns diesmal nicht an alles gehalten, was wir besprochen hatten, doch durch den Ausfall von Lasse und Anton mussten wir auch improvisieren und anders spielen, als wir das im Training besprochen hatten. Doch Punkt ist Punkt. wir bleiben zuhause ungeschlagen und das ist gut”, so der TVK-Coach.

 

Das Bild von Mario Stark hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt fährt nach fünf Punkten aus den vergangenen drei Spielen mit Rückenwind ins Siegerland. Am Sonntag trifft der TVG um 17 Uhr in der Sporthalle Stählerwiese auf den TuS Ferndorf.

Mit nun 5:7 Punkten und 183:190 Toren belegt die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach nach sechs Spieltagen Tabellenplatz zehn. Nur einen Zähler davor steht der kommende Gegner. Ferndorf rangiert mit 6:6 Punkten und einer positiven Tordifferenz von 184:174 auf Platz sieben. Das gab der TVG in einer PM bekannt.

Ferndorf vor eigenem Publikum noch ohne Punktverlust

Der TuS ist mit drei Siegen und drei Niederlagen in die Saison gestartet. Zum Auftakt feierte die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt einen deutlichen 34:27-Auswärtserfolg bei den Eulen Ludwigshafen. In der heimischen Sporthalle Stählerwiese gewann Ferndorf anschließend gegen den TV Emsdetten mit 31:26 und gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 mit 39:33.

Während beide bisherigen Heimspiele gewonnen wurden, musste sich der TuS zuletzt zweimal auswärts geschlagen geben. Nach dem 22:25 beim VfL Eintracht Hagen verlor Ferndorf am vergangenen Montag mit 28:32 beim weiterhin verlustpunktfreien Tabellenführer 1. VfL Potsdam. Beim 13:16-Pausenrückstand war die Begegnung in der MBS-Arena noch offen. Ferndorf verkürzte nach dem Seitenwechsel auf zwei Tore, konnte Potsdam aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Die Siegerländer hielten dabei über weite Strecken mit sieben Feldspielern dagegen und versuchten zusätzlich, den Potsdamer Aufbau mit einer offensiveren Deckung zu stören.

Marvin Mundus als zentrale Gefahr

 Im Ferndorfer Angriff führt kaum ein Weg an Marvin Mundus vorbei. Der Rückraumspieler hatte bereits nach fünf Begegnungen 42 Treffer erzielt und legte gegen Potsdam zwölf weitere Tore nach. Damit kommt der Linkshänder nach sechs Spieltagen auf 54 Treffer. Im September sammelte er neben 33 Toren in vier Spielen auch zwölf Vorlagen und wurde von der HBL für die Wahl zum Spieler des Monats nominiert. Gegen Potsdam sorgte außerdem Linksaußen Pablo Lange mit fünf Treffern für Gefahr. Philip Würz erzielte vier Tore, Tom Jansen drei. Mit Can Adanir und Filip Baranasic verfügt Ferndorf zudem über ein Torhütergespann, das dem TVG bereits aus früheren Begegnungen bekannt ist.

Für die Gäste aus Großwallstadt wird es darauf ankommen, Mundus’ Wirkungskreis einzuengen und Ferndorfs Spiel mit dem zusätzlichen Feldspieler konsequent zu verteidigen. Dabei sind eine klare Abstimmung, aktives Verschieben und ein aufmerksames Umschaltspiel gefragt. Im eigenen Angriff gilt es, die zuletzt verbesserte Geduld beizubehalten und technische Fehler gegen die variable TuS-Abwehr zu vermeiden.

An das letzte Gastspiel in Ferndorf haben Kapitän Patrick Gempp und Co. beste Erinnerungen. Im September 2025 gewann der TVG eine dramatische Partie mit 28:27. Nachdem die Gastgeber wenige Sekunden vor dem Ende ausgeglichen hatten, traf der TVG noch einmal in das verwaiste Ferndorfer Tor. Das Rückspiel in der Untermainhalle entschied dagegen der TuS mit 31:27 für sich. Auch am Sonntag ist eine enge Begegnung zweier Mannschaften zu erwarten, die in der Tabelle lediglich ein Punkt trennt. Während Ferndorf seine makellose Heimbilanz verteidigen möchte, will der TVG den positiven Lauf der vergangenen Wochen fortsetzen. Die Grundlage dafür soll erneut eine kompakte Defensive, eine ausgeglichene Verteilung der Verantwortung und die zuletzt gezeigte Ruhe in entscheidenden Phasen bilden.

 

 

Das Bild von Axel Skaarnæs hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt die HSG Hanau die HSG Rodgau Nieder-Roden zum Derby. Der V Gelnhausen fährt zur HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II.

 

TV Gelnhausen vor intensivem Auswärtsderby in Dutenhofen

Auf den TV Gelnhausen wartet am Samstag um 19 Uhr das Auswärtsderby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II. Während der TVG mit 11:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz steht, hat sich die U23 der HSG Wetzlar nach einem schwachen Saisonstart gefangen und belegt mit 5:7 Punkten Rang sieben.

Dutenhofen startete mit drei Niederlagen in die neue Spielzeit, hat anschließend aber deutlich an Stabilität gewonnen. Auf das 31:31 (15:15) gegen den TSV Bayer Dormagen II folgte ein 29:24 (15:13)-Erfolg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Eike Schuchmann mit 27:20 (12:11) beim TuS 82 Opladen durch und geht nun mit Rückenwind in das Derby.

Eine besondere Rolle dürfte am Samstag die Defensive spielen. Der TVG hat bislang 152 Gegentreffer kassiert, Dutenhofen 154. Damit gehören beide Mannschaften zu den defensivstärksten Teams der Staffel. „Dutenhofen verfügt über top ausgebildete Spieler und ein sehr gutes Spielkonzept. Besonders die offensive und sehr bewegliche Abwehr stellt jeden Gegner vor Herausforderungen. Zuletzt haben sie in Opladen ein richtig starkes Spiel gezeigt“, sagt Sergej Budanow, Sportlicher Leiter des TVG. Da Patrick Beer am Samstag verhindert ist, übernimmt Budanow für dieses eine Spiel noch einmal die Betreuung an der Seitenlinie. Beer war nach dem Ausscheiden von Tim Beckmann früher als geplant eingestiegen.

Die HSG verfügt auch in dieser Spielzeit über eine junge Mannschaft mit viel Qualität. Als U23 des Bundesligisten HSG Wetzlar dient das Team zahlreichen Talenten als wichtige Entwicklungsstufe. Schuchmann geht inzwischen in seine zweite Saison als Trainer. Bereits in der vergangenen Spielzeit überzeugte Dutenhofen insbesondere mit einer starken Hinrunde und beendete die Saison schließlich mit 40:20 Punkten auf Rang fünf.

Kern der Leistungsträger ist zusammengeblieben

Ein Kern aus Leistungsträgern ist zusammengeblieben. Dazu gehören unter anderem Kapitän Lukas Gümbel, Kreisläufer Nico Scheibel und Rückraumspieler Leonard Zaum. Verstärkt wurde die Mannschaft im Sommer mit mehreren jungen Spielern. Felix Schneider, Finn Krumbiegel und Mathi Geerken stammen aus der eigenen Talentschmiede der Mittelhessen Youngsters. Johannes Hollenberg wechselte aus dem Nachwuchs des SC DHfK Leipzig nach Mittelhessen. Zudem kehrte Kreisläufer Marvin Lindenstruth zwei Jahre nach seinem zwischenzeitlichen Karriereende zurück und bringt zusätzliche Erfahrung in die junge Mannschaft.

Gefährlichster Torschütze ist bislang Rechtsaußen Colin Simon mit 20 Treffern. Auch zwischen den Pfosten ist die HSG mit Henrik Naß und Hendrik Pantel stark besetzt. Pantel machte erst vor wenigen Wochen auch in der Bundesliga-Mannschaft der HSG Wetzlar auf sich aufmerksam. Im DHB-Pokal gegen den SC Magdeburg zeigte der 20-Jährige eine überzeugende Leistung, kam auf sieben Paraden und erhielt anschließend sogar ein Sonderlob von SCM-Trainer Bennet Wiegert.

Der TVG reist nach dem 31:27 (16:12)-Arbeitssieg gegen den TSV Bayer Dormagen II weiterhin ungeschlagen nach Dutenhofen. Personell bleibt die Situation allerdings angespannt. Max Bechert fehlt weiterhin mit seinem Mittelhandbruch, Alexander Bechert aufgrund seiner Knieprobleme und Jonas Dambach wegen seiner Fußbeschwerden. Auch Benjamin Wörner steht wegen einer leichten Handverletzung weiterhin nicht zur Verfügung. Damit fehlt den Barbarossastädtern erneut ein Linkshänder im Rückraum, während am Kreis weiterhin Torben Fehl die Hauptlast trägt.

Trotz der unterschiedlichen Tabellenpositionen wartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe auf den TVG. Die zuletzt deutlich verbesserte Form der Gastgeber, die bewegliche Defensive und die Qualität der jungen HSG-Mannschaft versprechen ein intensives Auswärtsderby. Und wie so oft gilt auch diesmal: Ein Derby hat seine ganz eigenen Regeln.

 

 

HSG Hanau empfängt die HSG Rodgau Nieder-Roden 

 Wenn am Samstagabend um 19.30 Uhr der Anpfiff in der Main-Kinzig-Halle ertönt, beginnt kein normales Dritt-Liga-Spiel, sondern es ist das erste Heimderby der Saison für die HSG Hanau. Gegner dabei ist kein Geringer als die HSG Rodgau Nieder-Roden. Derbys haben ihre eigenen Gesetze und so ist für Spannung bis zur letzten Sekunde gesorgt. Die Baggerseepiraten rangieren mit 3:9 Punkten auf Rang 14 der Tabelle. Die Hanauer mit einem Punkt mehr auf der Habenseite (4:6 Punkte) auf Platz zehn. Schiefer, Kleemann und Co. wollen ihre kleine Erfolgsserie ausbauen und freuen sich auf die lautstarke Unterstützung des Blauen Blocks.

Trainer Axel Spandau bringt die Erwartung auf den Punkt: „Derby-Time ist immer eine besondere Zeit in der Main-Kinzig-Halle und es geht darum, unseren Aufschwung weiter fortzusetzen. Gerade im Angriff sind wir momentan sehr gut im Lauf, haben ein verbessertes Abschlussverhalten, was natürlich immer noch besser sein könnte, woran wir auch weiter dran arbeiten. Zuletzt 35 Tore gegen Vallendar und 33 Tore gegen die Bergischen Panther belegte bereits ein verbessertes Angriffsverhalten.”

Die jüngsten Ergebnisse belegen den Trend, den Spandau beschreibt: Die Grimmstädter haben offensiv zuletzt zu einer Sicherheit gefunden, die in der Anfangsphase der Saison noch fehlte. Nun gilt es im Derby, diesen Aufschwung auch unter der besonderen Atmosphäre des Bezirks-Derbys auf die Platte zubringen. „Wir hoffen auf eine volle Halle sowie eine lautstarke Unterstützung vom Blauen Block. So wollen wir unsere kleine Serie weiter ausbauen“, freut sich Co-Trainer Markus Semmelroth auf sein erstes Heimderby.

Derbys haben ihre eigenen Gesetze

Beide Mannschaften haben sich den Start in die neue Saison anders vorgestellt. Während Nieder-Roden im ersten Spiel einen Punkt in Köln holte, holte man nach der Niederlage gegen Top-Favorit Saarlouis gegen den TSV Bayer Dormagen am dritten Spieltag die ersten beiden Pluspunkte. Mit 3:3 Punkten nach drei Spieltagen war man im Soll. Doch anschließend folgten drei Niederlagen in Serie, unter anderem verlor man seine beiden Heimspiele gegen TuS Opladen und HSG Krefeld Niederrhein deutlich.

Die Grimmstädter starteten sehr holprig in die Saison. Bis zum vierten Spieltag dauerte es, bis die ersten Punkte auf der Habenseite waren. Mit dem Sieg gegen den HV Vallendar und vergangenes Wochenende bei den Bergischen Panther wurde der Bock umgestoßen. Mit zwei Siegen in Serie findet die Mannschaft immer besser in die Saison. 

Doch beim Bezirks-Derby zählen weder Tabellenstände noch die vergangenen Spiele. Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze – so auch am kommenden Samstag. Die Spiele zwischen den Vereinen sind immer geprägt von leidenschaftlich kämpfenden Abwehrreihen, Emotionen auf der Platte und spannenden Spielausgängen. Seit 2009/10 treffen beide HSG’s aufeinander. Bereits 17 Mal standen beide Mannschaften in dieser Zeit einander gegenüber. Die Bilanz ist ausgeglichen, beide haben sieben Siege auf ihrem Konto stehen und dreimal trennt man sich Unentschieden.

Die Gäste befinden sich im Umbruch. Vor der Saison haben mit Johannes von der Au und Nils Hassler zwei prägende Spieler das Team verlassen. Doch das Team von Trainer Christian Sommer kommt mit einem klaren System. Nieder-Roden agiert mit einer offensiven 6:0-Abwehr und wird darauf setzen, den Blau-Weißen früh den Rhythmus zu nehmen. Der Topscorer der Rot-Schwarzen ist auch in diesem Jahr Samuel Hoddersen. Der Linksaußen hat in dieser Saison bereits 50 Tore erzielt, 18 davon vom Siebenmeterpunkt. Damit rangiert er schon in der Frühphase der aktuellen Spielzeit unter den Top 3 der Torschützen in der dritten Liga Süd-West. Auf der anderen Seite macht Rechtsaußen Nils Haus auf sich aufmerksam und kommt mit seinem variablen Abschluss auf 25 Tore. Im Rückraum hält weiterhin Simon Brandt die Fäden in der Hand. Mit seinem pfeilschnellen 1:1 hat er den Hanauern bereits den ein oder anderen Knoten in die Beine gespielt. Neben ihm avanciert Luca Möller zum Newcomer. In den ersten Spielen hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wir wollen natürlich diese 1:1-Situation von Simon Brandt auf der Spielmacherposition und Luca Möller, dem Newcomer von den Baggerseepiraten, in Griff bekommen“, gibt Trainer Spandau Einblick in seinen Matchplan.

Weiter führt Spandau aus: „Auf Sebo Hein und Malte Just kommt eine große Aufgabe zu. Sie müssen nicht nur vorn sicher im Abschluss sein, sondern auch Hodderson im Gegenstoß verteidigen.“ Sein Credo für die Deckung um Abwehrchef Dziugas Jusys ist, kompakt zu stehen und mit maximaler Energie und Intensität zu verteidigen. Vorn sollen Lukas Böhm und Cedric Schiefer mehr Rhythmus finden und die Chancenverwertung soll sich weiter steigern. 

 

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell am Samstag um 1930 Uhr in der Miltenberger Sporthalle die Bergischen Panther. Die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas hat zwar, bedingt durch die jüngsten Erfolge, viel Selbstvertrauen gesammelt. Der Coach hebt aber trotzdem den Zeigefinger: “Das wird alles andere als ein einfaches Spiel. Der Gegner hat erfahrene Spieler in seinen Reihen, die schon lange dritte Liga spielen und viele von denen haben eine sehr gute individuelle Klasse.”

Er denkt dabei an Neuzugang Ben Büscher, an Aaron Exner, Joe Ballmann oder Maurice Meurer, die alle im Rückraum unterwegs sind. Die Gäste haben bisher nur zweimal gewonnen, einmal gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II und einmal gegen Vallendar, stehen daher mit 4:8 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Doch Povilas Babarskas sagt: “Die Saison ist noch jung und zwei Siege sagen zum jetzigen Zeitpunkt gar nichts aus. Die Bergischen Panther gehen Tempo, haben den anderen Mannschaften, gegen die sie schon gespielt haben, Probleme bereitet.”

Die Kirchzeller stehen auf Platz sechs, haben 7:5 Punkte bisher eingesammelt und werden den Rückenwind aus den letzten Spielen mitnehmen. Kämpferisch müssen die Einheimischen wieder alles auf die Platte bringen, denn”wir haben zuhause bisher nicht verloren und das soll so bleiben. Ganz klar liegt die Priorität darauf, einen Sieg zu holen”, so der TVK-Coach. Stand heute sind alle seine Spieler fit.

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an den Kapitän Tim Häufglöckner:

 

Tim, Ihr habt zuletzt gegen Vallendar ein weiteres gutes Spiel gezeigt. Was nehmt Ihr aus dem oder generell den letzten Matches für Euch mit?

“Zu Beginn der Saison hatten wir leider immer wieder kleinere Schwächephasen in unserem Spiel, welche uns um den verdienten Lohn gebracht haben. Diese Phasen konnten wir in den vergangenen Spielen reduzieren und somit deutlich erfreulichere Ergebnisse einfahren. Auch in Vallendar sind wir geduldig geblieben, haben unseren Plan konsequent durchgezogen und wurden abschließend dafür belohnt. Daran gilt es nun anzuknüpfen!”

 

Jetzt kommen die Bergischen Panther nach Miltenberg. Wie schätzt Du diesen Gegner ein?

“Mit den Bergischen Panthern wartet ein unangenehmer Gegner auf uns, welcher über eine hohe individuelle Qualität verfügt. Ihr Spiel zeichnet sich insbesondere durch eine harte Abwehrarbeit, verbunden mit einem guten Tempospiel aus. Darauf müssen wir vorbereitet sein.”

 

Wer sind die Aktivposten beim Gegner und auf welche Abwehr müsst Ihr Euch einstellen?

“Individuell müssen wir uns insbesondere auf die Rückraumreihe mit Joe Ballmann, Aaron Exner sowie Ben Büscher einstellen. Dabei erwarten uns Spieler mit einem guten 1:1 Verhalten, verbunden mit einem guten Schlag- und Sprungwurf. Zudem gilt es die Kooperation mit dem Kreisläufer Sam Lindemann bestmöglich zu unterbinden. Im Angriff wird primär eine 6:0-Abwehrformation auf uns warten. Diese zeichnet sich durch eine harte Gangart aus.”

 

 

 

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Nach zwölf Jahren im Trikot des Handball Regionalligisten HSG Groß-Bieberau/Modau verabschiedet sich Robin Büttner verletzungsbedingt vom aktiven Leistungshandball. Das gab der Verein in einer Pressemitteilung bekannt.

Eine Ära geht zu Ende: Nach insgesamt zwölf Jahren im Handball in Groß-Bieberau/Modau beendet Robin Büttner seine aktive Karriere. Eine Verletzung zwingt den langjährigen Spieler dazu, seine Schuhe früher als geplant an den Nagel zu hängen. Bereits letzte Saison plagten ihn anhaltende Rückenbeschwerden, die auf einen Gleitwirbel zurückzuführen sind. Trotz intensiver medizinischer Behandlung stellte sich keine Verbesserung ein. 

Büttner blickt auf eine außergewöhnliche Zeit zurück. In seinen zwölf Jahren für den Verein spielte er in der dritten Liga und Regionalliga und war dabei über viele Jahre eine prägende Persönlichkeit auf und neben dem Spielfeld. Als Spieler übernahm er Verantwortung und wurde zu einem wichtigen Gesicht der Mannschaft und des Vereins. Begonnen hat alles einmal bei der SG Arheilgen, über die HSG Hanau fand er den Weg nach Groß-Bieberau/Modau.

„Dieser Schritt fällt mir natürlich nicht leicht. Handball war und ist ein großer Teil meines Lebens und hat mich über viele Jahre begleitet. Umso schwerer ist mir die Entscheidung gefallen, meine aktive Karriere aufgrund der Verletzung zu beenden“, sagt Büttner.

Besonders wichtig ist ihm, den Kontakt zu seinem Verein nicht zu verlieren. Ganz im Gegenteil: Robin Büttner möchte Groß-Bieberau/Modau auch in Zukunft verbunden bleiben und den nächsten Schritt in seiner Handball-Laufbahn gehen. Sein Ziel ist es, eine Trainer Laufbahn einzuschlagen und seine Erfahrung an die nächsten Generationen weiterzugeben. Beruflich ist er erfolgreich in der Versicherungsbranche unterwegs und als Familienvater eines zweijährigen Sohnes, plant er jetzt einen Hausbau mit seiner Familie in Reinheim. 

„Wenn man 12 Jahre lang für einen Verein spielt, dann ist das irgendwann nicht mehr einfach nur ein Hobby oder ein Job. Groß-Bieberau/Modau ist für mich ein Stück Heimat geworden. Ich habe hier unglaublich viele Menschen kennengelernt, Freundschaften geschlossen und Momente erlebt, die ich nie vergessen werde. Natürlich hätte ich mir gewünscht, meine Karriere irgendwann selbst zu beenden und noch einmal bewusst den letzten Schritt vom Spielfeld zu machen. Dass jetzt eine Verletzung der Grund dafür ist, tut weh. Ich bin sehr dankbar für die vergangenen 12 Jahre in Groß-Bieberau, in denen ich viele besondere Momente erleben durfte und eine großartige Zeit hatte.

Und auch wenn der letzte Abpfiff als Spieler sicherlich ein emotionaler Moment sein wird, ist es kein endgültiger Abschied. Denn nach zwölf Jahren endet zwar seine Karriere als Spieler – seine Geschichte in Groß-Bieberau/Modau geht aber weiter. Seinen Sportkameraden traut er den Aufstieg in die dritten Liga diese Saison zu. „Die Mannschaft, das Trainer- und Managementteam sind so gut wie lange nicht aufgestellt und sie werden es schaffen.“

Der Verein und seine Handballfans sagen Danke für jahrelangen Einsatz, Leidenschaft, Verantwortung und Vereinstreue. Und sie dürfen sich gleichzeitig darauf freuen, Robin Büttner auch in Zukunft in der Groß-Bieberauer Halle zu sehen – dann vielleicht mit einer neuen Rolle, aber mit derselben Leidenschaft für den Handball.

 

 

Das Bild von Robin Büttner hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, holte sich der TV Kirchzell die ersten Auswärtspunkte der Saison. Gegen den Aufsteiger HV Vallendar gewann der TVK in dessen Halle mit 36:25 (15:14). “Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen werden und diese haben wir dann genutzt. Wir haben unsere Aufgabe sehr gut erfüllt und auch dieses unangenehme 7-6-Spiel sehr gut gelöst. Meine Mannschaft hat sich sehr gut an die Marschroute gehalten und ich bin sehr zufrieden”, so TVK-Trainer Povilas Babarskas.

Die Hausherren spielten ihr 7-6-Spiel konsequent, bis auf ca. zehn Minuten, durch und die Gäste wussten, dass dies das Mittel des HV sein wird, um mitzuhalten. So waren die ersten Minuten auch durchaus ausgeglichen (1:2, 4:3, 8:6), ehe es in der 17. Minute 9:9 stand. Mario Stark sorgte mit zwei schönen Toren in der 21. und 22. Minute für das 11:10. Die Hausherren glichen aus, doch wieder war es Mario Stark, der per Doppelschlag für das 13:11 (25.) sorgte. Bis zur Pause kamen die Einheimischen wieder ran, aber Jannik Wolf sorgte für das 15:14 in der 30. Minute.

TVK mit starker zweiter Hälfte

Nach dem Wechsel erzielten die Gäste das 16:14, doch schnell stand es 17:17 (34.). Vallendar dachte nicht dran, sich aufzugeben, kämpfte mit allen Mitteln. Innerhalb vier Minuten zogen die Kirchzeller auf 20:17 (38.) davon und Tom Spieß sorgte mit zwei Treffern in Folge für das 22:17 (40.). Im weiteren Verlauf lief sich der Odenwald-Express so richtig warm und beim 28:21 in der 47. Minute bog der TVK endgültig auf die Siegerstraße ein. Den Zehn-Tore-Unterschied stellte TVK-Torhüter Joshua Löffelmann in der 51. Minute her (32:22) und den Schlusspunkt unter ein am Ende einseitiges Match setzte Vadym Oskilko mit dem 36. Treffer. “In der zweiten Hälfte haben unsere Torhüter gut zugemacht, Tim hatte sehr gute Assists für seine Nebenspieler und alle haben gut gekämpft und sich an unseren Plan gehalten. Ich bin sehr froh über die ersten Auswärtspunkte. Jetzt haben wir einen Tag Zeit zum Regenerieren und dann gehts am Montag wieder weiter”, so ein zufriedener Kirchzeller Trainer.

Joshua Osifo, Niklas Ihmer, Jannik Wolf und Mario Stark erzielten je fünf Treffer, Ievgen Zhuk traf neunmal. Beim Gegner war Kalani Schmidt mit 8/5 und Torben Waldgenbach mit 6 Toren die besten Werfer.

 

 

Das Bild von Tom Spieß hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gelingt dem TV Gelnhausen ein Arbeitssieg gegen Dormagen II. Hanau siegt auswärts bei den Bergischen Panthern.

 

 

 

TV Gelnhausen feiert Arbeitssieg gegen Dormagen II

Der TV Gelnhausen bleibt auch nach dem sechsten Spieltag ungeschlagen. Vor 850 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle setzten sich die Barbarossastädter am Tag der Deutschen Einheit mit 31:27 (16:12) gegen den TSV Bayer Dormagen II durch. Gegen die junge und couragiert auftretende U23 des Zweitligisten musste der TVG hart arbeiten, erspielte sich zwischenzeitlich einen Acht-Tore-Vorsprung und brachte den Heimsieg am Ende verdient über die Zeit. Mit nun 11:1 Punkten bleibt Gelnhausen damit Tabellenzweiter.

Personell musste Trainer Patrick Beer erneut improvisieren. Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme) und Jonas Dambach (Fußprobleme) fehlten weiterhin, zusätzlich musste Benjamin Wörner mit einer leichten Handverletzung passen. Damit stand dem TVG im Rückraum kein Linkshänder und mit Torben Fehl nur ein gelernter Kreisläufer zur Verfügung. Dennoch erwischten die Rot-Weißen den besseren Start. Silas Altwein traf in der fünften Minute zum 3:0. Dormagen fand anschließend besser in die Partie und verkürzte bis zur achten Minute auf 3:2. In einer zunächst torarmen Begegnung bestimmten beide Abwehrreihen das Geschehen. Nach 13 Minuten führte Gelnhausen knapp mit 5:4.

Dann setzte sich der TVG erstmals etwas ab. Zwei Treffer von Jonathan Malolepszy und anschließend das 8:4 durch Fynn Broßmann in der 18. Minute sorgten für die erste Vier-Tore-Führung. Broßmann wurde mit fünf Treffern bester Gelnhäuser Torschütze des Abends, Malolepszy und Altwein folgten mit jeweils vier Toren. Dormagen antwortete anschließend jedoch mit drei Treffern in Folge und war beim 7:8 sofort wieder dran. Der TVG ließ einige gute Möglichkeiten ungenutzt und konnte sich zunächst nicht entscheidend absetzen. Beim 14:12 in der 29. Minute blieb Dormagen in Schlagdistanz. In den letzten 30 Sekunden des ersten Durchgangs schlugen die Barbarossastädter dann aber doppelt zu. Altwein traf zum 15:12, ehe Ákos Csaba einen Pass der Gäste abfing und per Tempogegenstoß den 16:12-Pausenstand herstellte.

TVG startete stark

Auch in die zweite Hälfte startete der TVG stark. Jannik Geisler und Altwein erhöhten auf 18:12. Beim 21:16 nach 36 Minuten blieb der Vorsprung stabil, ehe Broßmann zweimal traf und Simon Belter nach 40 Minuten auf 24:16 stellte. Acht Tore Vorsprung bedeuteten die deutlichste Führung des Abends und vieles deutete nun darauf hin, dass sich Gelnhausen entscheidend absetzen könnte. In der 45. Minute bekam anschließend auch Junioren-Torhüter Noah Pilgrim seine Chance und feierte seinen ersten Drittliga-Einsatz in dieser Saison. Doch Dormagen dachte überhaupt nicht daran, die Partie abzuschenken, sondern kämpfte sich Schritt für Schritt zurück. Nach 48 Minuten stand es 26:21, drei Minuten später nur noch 27:23. Besonders Kieran Unbehaun und Finn Hoffmann hielten die Gäste mit jeweils sieben Treffern im Spiel.

In der Schlussphase ließ der TVG erneut einige Möglichkeiten liegen und Dormagen witterte noch einmal seine Chance. Beim 29:25 erhielten die Gäste in der 56. Minute per Siebenmeter die Gelegenheit, auf drei Tore zu verkürzen. Der wieder eingewechselte Bruno Minerva war jedoch zur Stelle und parierte. Eine Minute später gelang den Gästen dennoch das 29:26 und die Partie drohte noch einmal spannend zu werden. In dieser wichtigen Phase behielt der TVG jedoch die Nerven. Altwein setzte in der 58. Minute mit dem Treffer zum 30:26 die passende Antwort und sorgte für die Vorentscheidung. Dormagen verkürzte noch einmal, doch Malolepszy machte wenig später endgültig den Deckel drauf und traf in der 60. Minute zum 31:27-Endstand.

„Es war ein absoluter Arbeitssieg gegen eine sehr starke Dormagener Mannschaft, die uns immer wieder im Eins-gegen-eins gefordert hat“, sagte Beer. „Wir mussten kämpferisch auf maximales Niveau gehen. Wenn heute nicht jeder einzelne Spieler Vollgas gegeben und in der Abwehr ohne Ende gearbeitet hätte, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir die Punkte hier behalten haben.“

Die Zuschauer sorgten in der Hölle Süd für eine starke Atmosphäre und trieben die Mannschaft immer wieder nach vorne. Auch Dormagens Trainer Peer Pütz würdigte Gegner und Kulisse. „Glückwunsch zum Sieg an den TVG. Vor so einer tollen Kulisse gegen eine sehr gute Drittliga-Mannschaft haben wir das insgesamt schon sehr gut und couragiert gemacht. Darauf können wir aufbauen“, sagte Pütz.

 

 

Der Bann ist gebrochen

Nach drei Niederlagen in Serie gegen die Bergischen Panther ist der Bann gebrochen. Mit 33:31 (16:15) setzten sich die Grimmstädter am Samstagabend in der Max-Siebold-Halle gegen die Panther durch und fuhren zwei wichtige Auswärtspunkte ein. Cedric Marquardt (9/4 Tore) und Cedric Schiefer (7) waren die erfolgreichsten Schützen, während Benedikt Müller ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten war und den Unterschied ausmachte. Am Ende stand ein verdienter Sieg, der lange auf sich warten lassen hat.

„Die ausgerufene Pantherjagd haben wir diesmal positiv beendet — in einem spannenden und kampfbetonten Spiel”, fasste Trainer Axel Spandau den Abend zusammen. „Die zweite Halbzeit waren wir deutlich kontrollierter, deutlich zielstrebiger im Angriff, und Benne Müller hinten im Tor hat unsere Abwehr nach allen Leibeskräften unterstützt.“ Im Vorfeld stellt sich die Frage, ob die Mannschaft den Schwung des ersten Heimsiegs in das Spiel gegen die Panther mitnehmen und auch die ersten beiden Auswärtspunkte einfahren kann. Mit einer deutlich verbesserten Leistung in Durchgang zwei sicherten sich die Grimmstädter den Sieg. Dabei waren eine gute Deckungsarbeit und mehr Geduld im Angriff die Schlüssel, um erfolgreich zu sein. Es war nicht nur der erste Sieg nach drei Niederlagen in Folge gegen die Bergischen Panther, sondern auch der erste Auswärtssieg in Burscheid, seitdem beide Mannschaften aufeinandertreffen. Der Sieg ließ die Blau-Weißen in der Tabelle weiter vorrücken. 

Zu Beginn der Partie dominierten die Torhüter auf beiden Seiten die Frühphase des Spiels. Unter anderem hielt Benedikt Müller die ersten beiden Siebenmeter von Louis Elsässer gleich in den ersten 10 Minuten. Cedric Marquardt, an diesem Abend erneut bester Torschütze der Hanauer, brachte seine Mannen in Führung und Cedric Schiefer konnte rasch auf 3:1 erhöhen. Doch in der Folge kamen auch die Gastgeber besser ins Spiel und glichen zum 3:3 durch Louis Elsässer aus. 

Die anschließenden fünf Minuten waren auf beiden Seiten von technischen Fehlern und Nervosität geprägt. Das Spiel ging nun auf und ab, ein Fehlwurf hier, ein technischer Fehler da zeigte, was in dieser Partie auf dem Spiel stand. Bis zur 15. Minute hielten sich beide Mannschaften vornehmlich mit dem Tore werfen zurück. Dies veranlasste den Gastgeber, seine erste Auszeit zu nehmen. Sie zeigte Wirkung und die Panther gingen in der 20. Minute nach 4:5 mit 8:6 in Führung. Dieser Zwei-Tore-Rückstand veranlasste Trainer Axel Spandau in der 23. Minute ebenfalls, sein erstes Team-Time-Out bei 8:10 zunehmen. Bis zum 10:12 (25.) hatte dieser Rückstand Bestand. Doch ein schön herausgespielter Abschluss von Mathi Geerken auf Linksaußen, eine gute Abwehraktion und ein Tor von Cedric Schiefer war zwei Minuten später (27.) der Ausgleich geschafft. Danach ging es Schlag auf Schlag. In den letzten drei Minuten klingelte es noch sieben Mal bis zur Halbzeit. Malte Just egalisierte das Tor von Maurice Meurer mit einem starken 1:1 gegen den Innenblock. Florian Müller traf für den Gastgeber zur letzten Führung vor der Halbzeit. Dziugas Jusys mit einem Doppelpack nach einer Parade von Benedikt Müller stellt so auf 15:14 kurz vor der Pause. Doch eine Zeitstrafe gegen Jusys ließ die Panther wieder ausgleichen. Fast mit der Pausensirene sorgte Lukas Böhm mit einem Rückraumwurf für die 16:15 Pausenführung.

Hanau dreht auf — und Kleemann macht den Deckel drauf

„Für die zweite Halbzeit haben wir uns vorgenommen, gut zu starten, was uns leider nur teilweise gelungen ist“, gab Gerst Einblick aus der Halbzeitpause. Nach einem Fehlwurf im Angriff glich Kaan Taymaz für die Panther mit seinem Wurf aufs leere Tor zum 16:16 aus. Dass dies das letzte Unentschieden der Partie sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Marquardt verwandelte seinen selbst herausgeholten Siebenmeter zum 17:16. Benedikt Müller startet auch gleich mit einer Parade. Nach einem harmlosen Rückraumabschluss zog im Rückzug Jan-Eric Kleemann ein Offensivfoul. Dies ermöglichte Marquardt per Tempogegenstoß, auf 18:16 zu stellen. Die anschließende Phase glich der ersten Halbzeit. Im Gleichschritt lief das Spiel bis zum 21:19 in der 38. Minute. Das 21. Tor von Sebastian Hein war auch etwas für die Zuschauer. Im passiven Spiel und mit wenig verbleibenden Pässen sprang Cedric Marquardt von links mit wenig Platz ein und bediente per Expresspass, den von rechts einspringenden Hein, der dann den Ball im Netz unterbrachte. Zu dieser Zeit waren die Gäste durch die zweite Zeitstrafe gegen Jusys in Unterzahl auf dem Feld. In Überzahl verkürzten die Panther. Ein Abspielfehler im Angriff brachte die Hausherren die Möglichkeit, auf Unentschieden zu stellen. 

Taymaz tankte sich durch und erhielt einen Siebenmeter für seine Farben. Exner, bis dahin tadellos vom Siebenmeterstrich, trat zu seinem fünften Siebenmeter. Einmal angetäuscht und dann mit aller Wucht versucht er, den Ball an Benedikt Müller vorbei in den linken Giebel zu werfen. Doch mit einem starken Reflex schießt Müllers linker Arm hoch und bewahrt die HSG vor dem Ausgleich. Der Abpraller landet bei den Blau-Weißen. Es war bereits der dritte Strafwurf, den Müller vereitelte. „Mit einem bärenstarken Benne Müller hinten im Tor, der unsere Abwehr nach allen Leibeskräften unterstützt hat, konnten wir uns peu à peu absetzen“, lobt Trainer Axel Spandau seinen Schlussmann.

Die nächsten sieben Minuten das gleiche Spiel. Hanau legte vor und die Panther zogen nach. In der 47. Minute brachte dann ein Ballgewinn von Marek Schöber und per Tempogegenstoß selbst abgeschlossen die erste Drei-Tore-Führung zum 26:23. Gleichzeitig erhielt Joe Ballmann, den Hanau an diesem Abend gut unter Kontrolle hatte, eine Zeitstrafe beim Versuch, Schöber im Rückzug zu verteidigen. Im Gegenzug traf Maurice Meurer nur den Pfosten und holte sich wegen Meckerns ebenfalls eine Zeitstrafe ab. 

Beim 28:27 für die Gäste waren die Gastgeber wieder auf ein Tor herangerückt. Doch nun sollte sich die Erfahrung der Mannen um Jan-Eric Kleemann, Lukas Böhm und Co. bezahlbar machen. Statt hektisch zu werden, konnten sie gestützt auf einer guten Abwehr im Zusammenspiel mit Benedikt Müller die Panther im Zaun halten. Zweimal Schiefer und einmal Marquardt stellten auf 31:28 (58.). Doch es kam noch einmal zunehmend Hektik in der Schlussphase auf. Grund dafür waren zwei hundertprozentige Torchancen, die die Hanauer nicht genutzt haben, und so verkürzte Ballmann 31 Sekunden vor Schluss auf 31:32 und Spandau nahm seine letzte Auszeit. Aus der Manndeckung heraus löste sich Jan-Eric Kleemann, empfing den Ball in halbrechter Position und verwandelte eiskalt zum 31:33. Dennis Gerst meinte: „In den entscheidenden Momenten waren wir da – mit Kampf, Leidenschaft und einem starken Benedikt Müller konnten wir das Spiel auf unsere Seite ziehen.“

Derby-Dauerkarte auch in der Saison 2026/27

Die HSG Hanau bietet ihren Fans auch in der Saison 2026/27 eine Derby-Dauerkarte für den Blauen Block an. Anders als im Vorjahr, als vier Spiele enthalten waren, umfasst die Karte diesmal fünf Heimspiele in der Main-Kinzig-Halle. Der Vorverkauf beginnt am Montag, 5. Oktober 2026, um 14 Uhr im Online-Ticketshop. 

Enthalten sind alle Derbys der 3. Liga Süd-West in Hanau: das Bezirks-Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden, das Main-Kinzig-Derby gegen den TV Gelnhausen, das Hessenderby gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, das Rhein-Main-Derby gegen die TSG Münster und das Main-Odenwald-Derby gegen den TV Kirchzell. Drei der fünf Spiele finden freitags zur Prime-Time um 20.15 Uhr statt, zwei samstags um 19.30 Uhr.

Tickets sind im Online-Ticketshop der HSG Hanau oder im Ticketcenter der Hanau Marketing im Stadthof erhältlich.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga musste die Tuspo Obernburg eine unnötige Heimniederlage gegen Vellmar hinnehmen. Die HSG Bieberau/Modau gewann gegen Hersfeld.

 

 

Unnötige Obernburger Heimniederlage

Eine unnötige 36:37 (15:19)-Heimniederlage musste die Tuspo Obernburg verbuchen. Das berichtete Pressesprecher Klaus Zengel. Im Spiel gegen die Nordhessen vom TSV Vellmar fand die Tuspo in den ersten Minuten nur schwer ins Spiel und musste bis zur zehnten Minute einem knappen Rückstand hinterherlaufen. Neuzugang Konstantin Knabe brachte die Gastgeber dann mit seinem Siebenmeter zum 6:5 erstmals in Führung. Doch Vellmar ließ sich davon nicht beeindrucken und glich umgehend wieder aus.

Bis zur 20. Minute entwickelte sich anschließend eine ausgeglichene Partie mit ständig wechselnden Führungen. Vor allem in der Tuspo-Abwehr taten sich immer wieder große Lücken auf und der 13-fache Torschütze und Spielmacher der Gäste, Arturo Nacher-Selma, war nur schwer in den Griff zu bekommen. Ab dem 10:11 übernahm Vellmar zunehmend das Kommando und fünf Minuten vor der Pause lagen die Nordhessen bereits mit 15:12 vorne. Tuspo-Coach Wollbeck reagierte mit einer Auszeit, doch die Gäste konnten ihren Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff sogar auf 19:15 ausbauen.

Tuspo versuchte das Spiel zu drehen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Sandro Friedrich ins Tor der Römerstädter und die Hausherren zeigten nun deutlich, dass sie die Partie mit ihrem Tempospiel unbedingt noch drehen wollten. In der 35. Minute war der Rückstand beim 19:22 auf drei Tore geschmolzen. Doch weiterhin leistete sich die sehr offensive Obernburger Abwehr zu viele Fehler, die Vellmar immer wieder mit einfachen Gegentoren bestrafte. Bis zur 48. Minute hatten sich die Gäste beim 31:25 erneut einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Dann aber packte die Tuspo noch einmal ihr Kämpferherz aus. Angetrieben von den lautstarken Fans erzielten die Gastgeber vier Tore in Folge und verkürzten bis zur 52. Minute auf 30:32. Jetzt war die Halle voll da und die Tuspo-Fans witterten die große Chance auf einen Punktgewinn.

Die starken Konstantin Knabe und Linkshänder Magnus Heinz sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Tuspo fünf Minuten vor dem Ende sogar auf 34:35 herankam. Die Spannung war nun kaum noch zu überbieten. 60 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Magnus Heinz schließlich der viel umjubelte 36:36-Ausgleich und kein Zuschauer hielt es mehr auf seinem Platz. Doch Vellmar schlug im Gegenzug eiskalt zurück, denn 35 Sekunden vor der Schlusssirene erzielten die Gäste das 37:36 und raubten der Tuspo damit den bereits greifbar nahen Punktgewinn. Trotz der bitteren Niederlage zeigte die Tuspo vor allem in der Schlussphase große Moral und kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand noch einmal zurück. Für einen Punktgewinn fehlten am Ende jedoch nur 35 Sekunden.

Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Philipp Wollbeck entsprechend enttäuscht: „Leider schaffen wir es über 60 Minuten nicht, unsere vielen Fehler abzustellen. Wir kommen zwar immer wieder zu schönen Toren im Tempospiel, kassieren aber selbst viel zu viele Gegentore. Am Ende steht eine schmerzhafte und unnötige Niederlage.“

 

 

Viertes Spiel – vierter Sieg

Es war die erwartet schwere Aufgabe für den Tabellenführer, vor der Trainer Thomas Weber seine Mannschaft gewarnt hatte. Am Ende gewann die HSG aber mit 37:31 (19:17) und verbuchte den vierten Sieg im vierten Spiel. Doch irgendwie waren die Falken zunächst nicht ganz auf der Höhe, wie zuletzt in Pohlheim. Das positive: Das Spiel konnte gewonnen, zwei weitere Punkte auf die Habenseite gebracht werden. 

Hersfeld macht das von Anfang an sehr gut, nutzte die Konzentrationsschwächen der Bieberau/Modauer konsequent und blieb über weite Strecken des Spiels in Schlagweite. Nach zehn Spielminuten stand es 9:7, nach 20 Spielminuten 15:10, doch die Falken schafften es nicht, den Gegner weiter auf Distanz zu halten. Bis zur Pause kämpften sich die Hersfelder wieder auf 19:17 heran.

HSG mit vielen Fehlern

Das Spiel ging in der zweiten Halbzeit so weiter wie in der ersten. Bieberau/Modau leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, kam nicht ins Spiel und zeigte auch zu wenig Abwehrbereitschaft. Hersfeld kam immer wieder in gute Wurfpositionen und nutzte seine Chancen. In der 45. Spielminute stand es nur noch 26:25, das Spiel drohte zu kippen, doch die Falken schafften es – trotz weiterer Mängel – die Führung zu behaupten. Der wieder einmal überragende Kevin Kunzendorf traf in den letzten 13 Spielminuten noch sechs Mal und legte den Grundstein für den Sieg, der am Ende doch noch mit sechs Toren Differenz gelang. 

HSG-Trainer Thomas Weber zollte dem Gegner Respekt für seine gute Leistung und war am Ende mit dem Ergebnis zufrieden: „Ich habe meine Mannschaft gewarnt und weiß, dass solche Spiele kommen. Die Abwehrbereitschaft war heute nicht gut und im Aufbauspiel haben wir viel zu viele Fehler gemacht, die Hersfeld clever ausgenutzt hat. Trotzdem haben sie sich gut aus der Affäre gezogen und zwei wichtige Punkte erkämpft.“