Handball – 2. Liga: Auftaktniederlage für Großwallstadt – Mittelfußbruch bei Neuzugang Jannek Klein
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Der Auftakt in die Handball-Zweitliga-Saison ging für den TV Großwallstadt gründlich daneben. Mit 34:42 (16:21) musste der TVG sich im Derby beim TV Hüttenberg deutlich geschlagen geben.
Viel schwerer als die Niederlage wog aber die Verletzung von Jannek Klein. Der Neuzugang im rechten Rückraum musste in der ersten Hälfte am Fuß behandelt werden und konnte die Partie auch nach der Behandlung nicht fortsetzen. Nach dem Röntgenbild herrscht nun Klarheit über die Verletzung: Jannik Klein hat sich einen Bruch des Mittelfußes zugezogen und muss sich am kommenden Dienstag einer OP unterziehen. Bitter, denn der TVG ist verletzungsfrei durch die lange Vorbereitung gekommen und nun das – und auch noch gleich am ersten Spieltag.
Die Gäste erwischten am Freitagabend einen guten Start und der neue Torhüter Žiga Urbič (in slowenisch Þiga Urbiè, damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt, Anm. d. Red.) zeigte zwei tolle Paraden, Dmytro Redkyn eröffnete den Torreigen und wenig später lag der TVG mit 2:0 und anschließend mit 4:2 in Führung. Die Gastgeber benötigten einige Minuten, um sich auf das Großwallstädter Angriffsspiel einzustellen.
Anschließend übernahm Hüttenberg zunehmend die Kontrolle. Der überragende Rückraum Rechte David Kuntscher, der am Ende 16 von 18 Toren erzielte und vom TVG nie zu stoppen war, traf mehrfach aus dem Rückraum und brachte seine Mannschaft beim 6:5 zum ersten Mal in Front. Der Linkshänder legte weiter nach und erhöhte mit vier Treffern in Folge auf 8:6. Als der TVH beim 10:6 erstmals mit vier Toren vorne lag, nahm André Lohrbach seine erste Auszeit. Die Blau-Weißen verkürzten noch einmal auf zwei Tore (10:8), konnten die Partie jedoch nicht mehr drehen. Hüttenberg hielt das Tempo hoch, nutzte Ballverluste des TVG konsequent und setzte sich über 13:9 und 15:10 weiter ab. Bis zur Halbzeit behaupteten die Gastgeber ihren Vorsprung und gingen mit einer 21:16-Führung in die Kabine. Die vielen mitgereisten TVG-Fans hofften auf eine andere zweite Hälfte. Vor allem musste die Defensive zulegen, denn diese bekam kaum Zugriff auf den Hüttenberger Rückraum.
Rückstand bleibt nach dem Seitenwechsel bestehen
Auch im zweiten Durchgang blieb es eine offensiv geprägte Begegnung. Beide Mannschaften erzielten in den ersten achteinhalb Minuten jeweils sieben Treffer, so dass der Abstand beim 28:23 unverändert fünf Tore betrug. Der TVG fand im Angriff immer wieder Lösungen. Yessine Meddeb übernahm Verantwortung und war mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer der Gäste. Auch Connar Battermann und Johan Rohwer kamen jeweils auf fünf Tore. In der Defensive gelang es den Gästen allerdings nicht, den Hüttenberger Angriff entscheidend zu bremsen. Vor allem Kuntscher blieb der Dreh- und Angelpunkt und brandgefährlich. In der 44. Minute fing er einen TVG-Pass ab und traf mit seinem bereits 15. Tor zum 30:25. Wenig später baute Danil Dyatlov den Vorsprung der Gastgeber auf 33:25 aus. Damit war die Vorentscheidung gefallen.
Zusätzlich ließ der TVG zwei seiner vier Siebenmeter ungenutzt. Nachdem TVH-Torhüter Yahav Shamir kurz vor der Pause gegen Florian Eisenträger pariert hatte, entschärfte Simon Böhne in der 48. Minute einen weiteren Strafwurf. In der Schlussphase konnte Großwallstadt den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Hüttenberg spielte die Partie konsequent zu Ende und setzte mit einem Kempa-Treffer zum 42:34 den Schlusspunkt. Damit erfüllte die Mannschaft den Wunsch von Trainer Stefan Kneer, der in einer Auszeit, sieben, acht Tore Differenz forderte.
Das Bild, das Jannek Klein zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür






