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Handball – 2. Liga: Großwallstadt will Erfolgsserie auch gegen Dessau-Roßlau fortsetzen

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach sieben Punkten aus den vergangenen vier Begegnungen geht Handball Zweitligist TV Großwallstadt mit viel Selbstvertrauen in die nächste Partie. Am Samstag empfangen die Spieler um Trainer Andrè Lohrbach um 18 Uhr in der Elsenfelder Untermainhalle den Dessau-Roßlauer HV 06. Der 15. der Tabelle reist nach einem überraschenden Erfolg gegen Lübeck ebenfalls mit Rückenwind nach Elsenfeld.

Die Hausherren haben die schwierige Anfangsphase der Saison hinter sich gelassen. Nach drei Niederlagen zum Auftakt holte die Mannschaft aus den folgenden vier Begegnungen 7:1 Punkte. Dem Heimsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen folgten das Unentschieden in Coburg sowie die Erfolge gegen den TV Emsdetten und beim TuS Ferndorf. Gerade der jüngste Auftritt im Siegerland unterstrich die positive Entwicklung. Beim zuvor zu Hause ungeschlagenen TuS setzte sich der TVG deutlich mit 32:24 durch. Mit wechselnden Deckungsformationen verteidigten die Gäste das Ferndorfer Sieben-gegen-Sechs äußerst wirkungsvoll, provozierten Ballverluste und nutzten diese konsequent. Dadurch steht der TVG derzeit mit 7:7 Punkten auf Platz acht der Tabelle.

Dessau setzt gegen Lübeck ein Ausrufezeichen

 Der Dessau-Roßlauer HV erlebte bislang einen wechselhaften Saisonstart. Nach einer deutlichen Auftaktniederlage beim TV Emsdetten feierten die Biber gegen die Eulen Ludwigshafen ihren ersten Erfolg. Anschließend musste sich das Team von Trainer Vanja Radić viermal in Folge geschlagen geben – wobei insbesondere die knappen Niederlagen gegen den VfL Eintracht Hagen und bei GWD Minden zeigten, dass Dessau trotz seiner Tabellenposition jederzeit gefährlich ist. Am vergangenen Sonntag gelang dem DRHV schließlich der erhoffte Befreiungsschlag. Gegen den zuvor erst einmal bezwungenen VfL Lübeck-Schwartau setzte sich Dessau mit einer kompakten Abwehr vor eigenem Publikum mit 37:33 durch.

Schüler, Nowak und Hadzimuhamedovic im Blickpunkt

Erfolgreichster Dessauer Werfer gegen Lübeck war Mika Schüler mit elf Treffern. Der Rückraumspieler übernahm in wichtigen Situationen Verantwortung und überzeugte mit hoher Abschlussqualität. Eine zentrale Rolle nimmt zudem Kapitän Marcel Nowak ein. Der Spielmacher ist nicht nur torgefährlich, sondern organisiert das Angriffsspiel und sorgt mit seinem Tempospiel immer wieder für Druck. Beim 37:40 in Minden erzielte er –  ebenso wie Alen Hadzimuhamedovic – elf Tore. Letztgenannter hat sich zuletzt als wichtiger Faktor erwiesen. Der Rückraumspieler übernimmt Verantwortung vom Siebenmeter-Punkt und wird gemeinsam mit Nowak häufig im Innenblock eingesetzt. Auf den Außenpositionen sorgen Yannick-Marcos Pust und Simon Sirot für Geschwindigkeit. Im Tor verfügt Dessau mit Philip Ambrosius über einen erfahrenen Rückhalt. Bei seinem 350. Pflichtspiel für den DRHV gelangen ihm gegen Lübeck neun Paraden und zwei Treffer in das verwaiste gegnerische Gehäuse.

Konzentrierte Abwehrarbeit erneut gefragt

Für den TVG wird es darauf ankommen, an die starke Defensivleistung von Ferndorf anzuknüpfen und den Dessauer Rückraum früh unter Druck zu setzen. Gerade nach Ballverlusten schalten die Gäste schnell um und suchen konsequent den Weg in die erste und zweite Welle. Im eigenen Angriff müssen die Hausherren geduldig bleiben und die zuletzt gute Chancenverwertung bestätigen. Dessau verteidigte gegen Lübeck aggressiv, verdichtete die Räume im Zentrum und ließ sich auch durch Unterzahlsituationen nicht aus dem Konzept bringen. Die Tabellenposition des Gegners darf deshalb nicht täuschen. Der Sieg gegen einen der bisherigen Spitzenklubs hat gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Gleichzeitig möchte der TVG seine eigene Serie fortsetzen und den positiven Trend vor heimischem Publikum bestätigen.

An die beiden Ligaduelle der vergangenen Spielzeit hat Großwallstadt keine guten Erinnerungen. In der Untermainhalle setzte sich Dessau nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 34:29 durch. Noch enger verlief das Rückspiel in der Anhalt-Arena. In einem torreichen Schlagabtausch musste sich der TVG trotz 41 eigener Treffer denkbar knapp mit 41:42 geschlagen geben. Am Samstag bietet sich nun die Gelegenheit, diese Serie zu beenden. Wer allerdings im Kader des TV Großwallstadt stehen wird, ist noch nicht sicher. Connar Battermann musste sich am Montag einer Zahn-OP unterziehen, die verletzten Durmić, Klein und Trost machen zwar große Fortschritte in der Reha, müssen aber vorsichtig wieder herangeführt werden.

 

 

Das Bild von Ziga Urbic hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür