Handball – 3. Liga: TV Kirchzell marschiert mit starker Leistung weiter

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Erneut zeigte der TV Kirchzell am vergangenen Wochenende eine starke kämpferische Leistung und gewann auch sein zweites Spiel in der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga deutlich. Die HSG Bieberau/Modau hingegen konnte nach der Niederlage vergangener Woche auch diesmal nicht gewinnen.

„Auswärtssieg“ und „hier regiert der TVK“ hallte es nach dem Schlusspfiff durch die Sachsenhalle. Mit einer erneut sehr starken kämpferischen Leistung holte sich der TV Kirchzell auch in seinem zweiten Spiel in der Klassenverbleibsrunde einen Sieg. Beim TV Germania Großsachsen landete die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz einen klaren 30:21-Erfolg und ließ den Hausherren – vor allem in der zweiten Hälfte – keinerlei Chance. Daher sagte auch ein zufriedener Andi Kunz am Ende: „Das war zweifelsfrei ein verdienter Sieg, denn wir waren das bessere Team und haben uns am Ende durchgesetzt.“ Mit einem einmal mehr sehr starken Rückhalt Tobias Jörg im Tor, der viele Freie wegnahm, einem gut aufgelegten Tom Spieß und einem ganz wichtigen Tim Häufglöckner wanderten letztlich zwei weitere Zähler auf die Habenseite und die paar mitgereisten Fans feierten ihre Jungs nach dem Abpfiff lautstark.

Schon vor Beginn der Partie lag der Druck nach dem verlorenen Spiel vergangener Woche gegen Plochingen etwas mehr bei den Hausherren, die ohne ihren sich in Quarantäne befindlichen Trainer Stefan Pohl auskommen mussten. Beide Teams waren zunächst auf Augenhöhe und die Begegnung war zwar spannend, aber auch zerfahren, denn beiden war die Nervosität anzumerken. Die Mannschaften waren in der Defensive sehr gut, doch nach vorne wurde einiges vergeben. Auch der TVK agierte bisweilen etwas ungeduldig und als dann Tim Häufglöckner noch von TVG-Spieler Weindl an die kurze Leine genommen wurde, fehlte zunächst ein bisschen der Rhythmus. Trotzdem war bis zum 13:13 die Partie ausgeglichen, ehe der TVG in der kraftraubenden Partie mit 14:13 in die Pause ging.

Die richtigen Worte gefunden

Was auch immer die beiden TVK-Trainer ihren Schützlingen in der Pause mit auf den Weg gaben, es fruchtete. Denn nach dem Wechsel kamen die Kirchzeller sehr gut erholt und konzentriert aus der Kabine. Die Gäste stellten weiter eine sehr starke Deckung mit einem unglaublichen Tobias Jörg im Tor, spielten nun aber auch sehr konsequent nach vorne. Aus dem 15:15 in der 34. Minute machten die Odenwälder ganz schnell eine 20:15-Führung (40.). Die „Saasemer“ hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen, erlaubten sich viele Fehler, agierten teilweise sehr fahrig und es war keine Linie mehr zu erkennen. Der TVK hingegen machte dies viel besser, nutzte seine Chancen nun nicht mehr „halbherzig“ wie noch in den ersten 30 Minuten und spielte den Gegner regelrecht „mürbe“. So kippte die Begegnung innerhalb kürzester Zeit und beim 27:20 für den TVK fünf Minuten vor dem Ende war die Messe längst gelesen. „Es war ganz wichtig, wie wir in der zweiten Halbzeit als Mannschaft reagiert haben und unsere Chancen suchten und auch in Tore ummünzten“, so Andi Kunz. Er hatte auch ein großes Lob an die Spieler, die nicht immer zum Zuge kommen, aber sich immer in den Dienst der Mannschaft stellen und parat stehen. „Es können halt nicht alle spielen, obwohl es alle verdient hätten. Aber wie die Mannschaft hier zusammenhält, alle sich anfeuern und unterstützen und auch im Training alles gegeben wird, ist wirklich toll“, so Kunz.

Die Moral stimmt also und das ist auch wichtig, denn nächste Woche geht es zum TV Willstätt, der als Favorit in der Gruppe gehandelt wird.

 

Mit neuem Trainer und neuem Mut, aber ohne Punkte

Mit neuem Trainer und neuen Mut begannen die Falken ihr Spiel beim VfL Günzburg und die Motivation war ihnen anzumerken. Trotzdem verlor die HSG mit 22:28. Das Spiel verlief die ersten Minuten sehr ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich größere Vorteile erspielen und nach zwölf Minuten stand es 5:5. Dann schlichen sich wieder Fehler in das Spiel der Falken, Chancen wurden vergeben und Unsicherheiten im Spielaufbau verursachten technische Fehler, die zu einer 9:5 Führung für Günzburg führten, was der Heimmannschaft zugleich Sicherheit verlieh. Der Wille war da, aber die Umsetzung klappte noch nicht so, wie gewollt. So ging es mit einem 15:11 für Günzburg in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel wurden die Aktionen der Falken etwas klarer und zielstrebiger und beim 17:15 in der 37. Spielminute keimte etwas Hoffnung auf, das Spiel drehen zu können. Doch leider gelang dies nicht und Günzburg nutzte die Nachlässigkeiten der Gäste, um binnen fünf Minuten auf 23:15 davon zu ziehen. Damit war die Entscheidung gefallen. Am Ende war es die Summe der Fehlwürfe und wieder einmal die hohe Anzahl technischer Fehler, die einen Erfolg der Falken verhinderten. 

 

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen, für die ich ihn geschrieben habe.