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Eishockey: Auftakt zur WM ging für das DEB-Team daneben

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat die erste WM-Partie in Finnland der Gruppe A am Freitag gegen Titelverteidiger Kanada mit 3:5 verloren. Die Treffer für die DEB-Auswahl erzielten Marc Michaelis (28.), Matthias Plachta (42./PP2) und Moritz Seider (53./PP2).

Philipp Grubauer (Seattle Kraken) startete im Tor. Es war sein erster WM-Einsatz seit der WM 2019 in der Slowakei.

Es standen fünf WM-Debütanten mit Tim Stützle (Ottawa Senators), Samuel Soramies (ERC Ingolstadt), Alexander Ehl (DEG), Daniel Schmölz (Nürnberg Ice Tigers) und Kai Wissmann (Eisbären Berlin) im deutschen Team. 

Ohne Abtasten ging es direkt los, wobei die Kanadier schon nach wenigen Sekunden den deutschen NHL-Goalie prüften. Auch physisch ging es gleich zur Sache, dabei gelang es den Kanadiern immer wieder den deutschen Spielaufbau zu stören und für Fehler zu sorgen: So nutzte Cole Sillinger (9.) eine Puckeroberung in der deutschen Zone zur Führung. Auch der zweite Treffer der Ahornblätter durch Pierre-Luc Dubois (18.) fiel nach einer Ungenauigkeit im Spielaufbau in der neutralen Zone. Bei beiden platzierten Schüssen war Grubauer machtlos. Auf der Gegenseite hatten Wissmann, Seider und Michaelis die besten Tormöglichkeiten für die DEB-Auswahl.

Nach der ersten Pause kam Deutschland mit sehr viel mehr Zug zum Tor auf das Eis und setzte so die kanadische Hintermannschaft unter Druck. Die beste Phase der deutschen Mannschaft sorgte für den verdienten Anschlusstreffer von Marc Michaelis (28.), der die Vorarbeit von Leo Pföderl und Moritz Seider verwertete. Zwei aufeinanderfolgende Strafzeiten beendeten den Sturmlauf der DEB-Auswahl jäh: Kanada agierte im Powerplay äußert effizient und zog durch die Treffer von Pierre-Luc Dubois (32.) und Kent Johnson (34.) wieder davon. Als dann wenig später auch noch Noah Gregor (38.) ins Schwarze traf, galt es sich erstmal von diesem Nackenschlag zu erholen.

Und das gelang der Nationalmannschaft im Schlussabschnitt, die Moral zeigte und selbst zweimal in doppelter Überzahl zuschlug: Erst hämmerte Matthias Plachta (42.) den Puck in die Maschen, rund sieben Minuten vor dem Ende brachte Moritz Seider (53.) die DEB-Auswahl wieder auf zwei Treffer heran. In der Schlussphase versuchte die Mannschaft nochmal alles, auch Grubauer verließ schon dreieinhalb Minuten vor dem Ende das Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers. Weitere Treffer fielen jedoch keine.

Bundestrainer Toni Söderholm sagte anschließend: „Im ersten Drittel haben uns ein paar Momente die Gegentore gekostet. In den zweiten Abschnitt sind wir sehr gut gestartet. Als wichtige Lehre nehmen wir mit, dass wir unsere Wechsel dann auch so gut gestalten, dass wir das Momentum auch halten können. Ein langer Wechsel hat uns eine Strafzeit gekostet, die zum Gegentor geführt hat. Zumal wir gegen einen sehr guten und vor allem effizienten Gegner gespielt haben. Wir müssen uns auf jeden Fall nicht verstecken.“

Weiter geht es heute Abend (Samstag) gegen die Slowakei.