,

Handball – 3. Liga: Nieder-Roden beim Tabellenführer gefordert – Hanau empfängt Top-Favorit Leutershausen

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, sind Hanau und Nieder-Roden gefordert. Die einen erwarten einen Top-Favoriten, die anderen müssen zum Tabellenführer.

 

Baggerseepiraten fahren nach Krefeld

Nachdem die ersten Pluspunkte der Saison in überzeugender Art und Weise eingefahren wurden, müssen die Rodgauer Handballer wieder auswärts antreten. Und dass es sich bei der kommenden Aufgabe um die wohl schwerste aller denkbaren in dieser Liga handelt, ist unbestritten. Beim selbsternannten Aufstiegskandidaten in Krefeld hängen die Trauben seit Jahren hoch, so auch am Samstag.

Der letztjährige Tabellenzweite hat vor der Saison das klare Ziel Meisterschaft formuliert und die Mannschaft von Trainer Mark Schmetz belegt bereits derzeit den Platz, der nach den Vorstellungen der Krefelder auch ganz am Ende der Saison rausspringen soll. Dafür sorgen wird laut dem Sportlichen Leiter Stefan Meler ein erneut „signifikant verstärkter Kader – sowohl qualitativ als auch in der Breite“. Mit zwei Saisonsiegen sind die Seidenstädter optimal aus den Startlöchern gekommen, wobei gerade das Auftaktspiel gegen Aufsteiger Kirchzell lange spannend blieb. Wesentlich dominanter war dann der Auftritt in Aldekerk, bei dem man schon zur Halbzeit deutlich in Front lag und das Derby souverän für sich entscheiden konnte.

Die Baggerseepiraten haben beim ersten Spiel vor heimischem Publikum ihrerseits ebenfalls eine gute Leistung abgerufen. Gerade die aggressive und laufstarke Abwehr in Verbindung mit einem immer besser in Form kommenden Philipp Hoepffner sorgten für erfreute Gesichter im HSG-Lager. „Die Jungs haben sich toll präsentiert, allerdings wartet jetzt ein ganz anderes Kaliber. Da heisst es vor allem in der Offensive noch eine Schippe draufzulegen und die Chancenverwertung zu optimieren. Aber machen wir uns nichts vor: Krefeld ist klarer Favorit. Trotzdem wollen wir uns teuer verkaufen“, blickt HSG-Trainer Peter David mit einer gehörigen Portion Realismus voraus.

 

Heimduell mit einem der Top-Favoriten

Am Wochenende empfangen die Grimmstädter den Top-Favoriten Saase3Leutershausen in der Hanauer Main-Kinzig-Halle. Nach zwei Siegen zum Auftakt gehen die Mannen um Kapitän Max Bergold und Spielmacher Jan-Eric Ritter mit breiter Brust in das Duell mit Gästen aus Mittelfranken, doch der Gegner gehört individuell zu dem Stärksten, was die Staffel zu bieten hat. „Wir dürfen uns nichts vormachen, da kommt am Samstag einer der Topfavoriten der 3. Liga nach Hanau“, bemerkt HSG-Cheftrainer Hannes Geist. „Das wird eine unglaublich schwierige Aufgabe, die wir nur gemeinsam  mit dem Blauen Block lösen können. Wir brauchen lautstarke Unterstützung von den Rängen, um dem Favoriten Paroli bieten zu können.“

Die Spielgemeinschaft Saase3Leutershausen, die im Februar 2024 aus gleich vier Stammvereinen zusammengeführt wurde, gehört zu den ambitionierten Mannschaften der Staffel Süd-West. Während die Grimmstädter einen Start nach Maß feierten, tat sich S3L Handball am ersten Spieltag schwer und unterlag in Gelnhausen. Erst eine Woche später feierte das Team mit dem 35:32 gegen die Bergischen Panther den ersten Saisonerfolg. Dabei plagen die Mannschaft von S3L-Trainer Thorsten Schmid weiterhin Personalsorgen. „Davon dürfen wir uns aber auf keinen Fall blenden lassen“, meint Geist. „Leutershausen wird alles in die Waagschale werfen und mit Mann und Maus in Hanau auflaufen. Sie sind letzte Saison nicht ohne Grund Zweiter in der Abschlusstabelle der Staffel Süd geworden, die man immer etwas stärker einschätzen muss.“

Das Team von Saase3Leutershausen kennt Hanau bereits aus der Vorbereitung zur aktuellen Saison. Das Duell im August gewann die HSG knapp mit einem Tor. Spätestens zum Start des regulären Ligaspielbetriebs scheinen die Karten aber nun neu gemischt. Das letzte Mal im Rahmen eines Pflichtspiels trafen die beiden Teams im November 2019 aufeinander, damals gewann Leutershausen in Hanau. „Wir werden auf eine sehr agile und sehr kompakte 6:0-Deckung treffen, die wir gut in Bewegung bringen müssen, da Leutershausen dafür bekannt ist, den Angriff des Gegners dahin zu steuern, wo sie ihn haben wollen“, erklärt Geist. Dafür polt der HSG-Chefcoach seine Mannschaft auch für das Wochenende wieder auf maximalen läuferfischen Einsatz und konzentriertes Passspiel. „Wir wollen unsere Basics reinbringen und mit hoher Passgeschwindigkeit die Räume angreifen.“ Dass diese Herangehensweise gut funktionieren kann, dass bewies Hanau bereits gegen den TV Korschenbroich und das HLZ Friesenheim-Hochdorf II.

In der eigenen Abwehr bauen Geist und seine junge Mannschaft dann wieder auf leidenschaftliche Defensive. „Wir wollen fleißig sein, mit Armen und Beinen, um diesen extrem guten Rückraum dieser Angriffsmannschaft in den Griff zu bekommen.“ Mit Spielmacher Tim Götz, dem wurfstarken Sven Schreiber im Rückraum und dem brandgefährlichen Außen Fabian Schwarzer verfügt Leutershausen über reichlich Qualität. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir sehr hoch und intensiv verteidigen müssen, um so in unser Tempospiel zu kommen und nicht gegen diese massive Abwehr zu rennen“, so Geist abschließend.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.