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Handball – 3. Liga: Julius Mattern vom TV Kirchzell hat nicht nur ein Händchen für Handball

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Erst jüngst hat Julius Mattern vom Handball Drittligisten TV Kirchzell seinen Vertrag verlängert. Sehr zur Freude der Verantwortlichen bleibt der 21-Jährige bis 2028.

Der schnelle Linksaußen und gebürtige Bürgstädter hat in der Jugend lange Fußball und Handball parallel gespielt, war im DFB Stützpunkt-Training und in der Handball-Bezirksauswahl vertreten. Bis zur A-Jugend ging das so, ehe Handball dann doch die Oberhand bei ihm gewann. “Mein Papa hat Fußball gespielt, mein Bruder spielt Fußball, ich habe einige Jahre gespielt, aber irgendwann hat mir Handball mehr Spaß gemacht”, sagt Julius und entschied sich für den kleineren Lederball – und das, obwohl in der Familie die Fußballer in der “Mehrheit” sind. Und es war keiner enttäuscht, dass es Julius zum Handball zog. Im Gegenteil. “Papa hat sich sehr gefreut, dass er jetzt auch einen Handballer in der Familie hat”, grinst Julius.

Schon in der E-Jugend führte ihn sein Weg zum TV Kirchzell – und das ist bis heute so geblieben. Es ist jetzt sein drittes Jahr bei den Aktiven, wobei er schon in der A-Jugend zur ersten und zweiten Mannschaft gehörte. Interessanterweise “ist Alex Hauptmann mein Trainer seit ich denken kann”, lacht der 21-Jährige. Kurzzeitig war Achim Kirchmann, ein ehemaliger TVK-Spieler, sein Coach und ganz kurz hatte Julius auch noch Heiko Karrer als Übungsleiter.

Die schönsten Erlebnisse

Gefragt, nach seinen schönsten Erlebnissen im Handball sagt er: “In meiner Zeit in der Männer-Mannschaft war dies ganz klar der Aufstieg. Das war so ein Top-Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Das hat uns als Team noch mehr zusammengeschweißt. Die ganze Euphorie im und um den Verein herum, die unser Aufstieg entfachte, war wirklich enorm. So traurig auch der Abstieg war, glaube ich trotzdem, dass wir da alle noch einmal enger zusammengerückt sind.” Vor allem freut ihn auch, dass er und seine Mannschaftskollegen Louis Hauptmann und Paul Büchler sich schon so lange kennen, so viele Höhen und Tiefen durchlebt haben und seit der Jugend immer zusammen sind. “Von Anfang an haben wir drei zusammen gespielt und das ist bis heute so geblieben. Das ist einfach super.” Natürlich waren da noch andere Jungs, die mit ihm zusammen Handball gespielt haben und mit denen er sich super verstanden hat. Aber wie es im Leben oft ist, trennten sich die Wege. Das Trio hingegen ist bis heute geblieben.

Apropos Jugend – hier kann sich der mehr als talentierte Hobbymusiker, der schon die eine oder andere Einlage auf vielfachen Wunsch zum Beispiel bei Trainingslagern oder Mannschaftsabenden geben “musste”, an ein besonders schönes Erlebnis erinnern: “Wir haben 2017 mit der Bezirksauswahl an einem Jugend-Turnier in Prag teilgenommen, dem Prag Handball Cup 2017. Damals war ich gerade einmal 13 Jahre alt, aber dieses Turnier wird mir immer in Erinnerung bleiben.” Kein Wunder, war es doch ein richtig großes Turnier, an dem ganz viele Jugend-Teams verschiedener Altersklassen aus verschiedenen Ländern teilnahmen. Und er hat zum ersten Mal vor “richtig vielen Leuten gespielt, die ein Riesenspekatakel machten. Ich habe mich gefühlt wie in der Nationalmannschaft”, grinst Julius. Er spielte sich damals mit seinem Team bis ins Finale – was ein toller Erfolg war.

Im Herbst fängt sein Studium an

Im vergangenen Jahr hat Julius Mattern an der Grundschule in Miltenberg ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Das hat ihm so gut gefallen, dass er die Betreuung in der Schule weitermacht, bis es im Oktober nach Würzburg geht. Dort fängt er sein Studium fürs Lehramt an. “Doch Würzburg ist nicht so weit von zuhause weg und ich bin überzeugt, dass ich Studium und Handball gut unter einen Hut bekomme.”

Die Niederlage seines Teams zuletzt gegen den Longericher SC Köln will er gar nicht so hoch hängen. Die ist abgehakt. “Wir haben das Spiel analysiert und einen Punkt dahinter gemacht. Wir haben eine gute Mentalität in der Mannschaft, ein tolles Mannschaftgefüge und wir sind diese Saison sehr erfolgreich. Das hätte ich persönlich so als Aufsteiger gar nicht erwartet. Wir haben zum Beispiel gegen Gelnhausen ein brutal gutes Spiel abgeliefert, auch wenn wir nicht gewonnen haben. Generell haben wir bisher viele enorm gute Matches gezeigt. Aber es gehören halt auch einmal solche Spiele wie die Niederlage zuletzt dazu. Das haut uns aber nicht um”, gibt sich Julius selbstbewusst.

Am heutigen Samstag geht es zum Tabellennachbarn TuS Opladen und der Linksaußen hofft, dass die zuletzt wegen Krankheit ausgefallenen Spieler mit dabei sind. “Wir waren zuletzt ersatzgeschwächt, hatten viele Kranke und ich hoffe, dass wir diesmal wieder mehr Alternativen haben. Ich denke, dass es ein schnelles Spiel geben wird. Wir brauchen ein gutes Rückzugsverhalten, müssen mit Mut, Leidenschaft und Kampfgeist spielen. Das sind unsere Stärken, die uns auszeichnen. Wir werden alles geben, um die Punkte mit nach Hause zunehmen.”

 

Das Bild von Julius hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.