,

Handball – Regionalliga: Ärgerliche Niederlage für die TuSpo – Bieberau in Spiellaune

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga hat die TuSpo Obernburg eine ärgerliche Niederlage gegen Vellmar hinnehmen müssen. Die HSG Bieberau/Modau gewann deutlich gegen Körle/Guxhagen.

 

Ärgerliche Heimniederlage

Im letzten Heimspiel des Jahres gegen den TSV Vellmar gab es für die TuSpo Obernburg eine mehr als ärgerliche 25:26 (10:15)-Niederlage. Von Anfang an war zu sehen, dass es für beide Mannschaften darum ging, nicht tiefer in den Tabellenkeller zu geraten – so Obernburgs Pressesprecher Klaus Zengel. Die Gäste aus Nordhessen legten schnell die Nervosität ab und gingen mit 2:0 in Führung. Aber die TuSpo zeigte in den folgenden Minuten, dass sie das Jubiläumsjahr unbedingt positiv beenden wollte und war beim 3:3 nach elf Minuten wieder im Spiel. Beide Abwehrreihen schenkten sich keinen Zentimeter und es wurde um jeden Ball gekämpft. Nach 18 Minuten lagen die Gastgeber dann sogar mit 7:5 in Führung und Vellmar nahm eine Auszeit. Die körperlich klar überlegenen Nordhessen waren in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte anschließend wieder etwas im Vorteil, weil die TuSpo zu oft am gegnerischen Torhüter scheiterte und deswegen mit einem 10:15-Rückstand in die Halbzeitpause ging.

Obernburg verkürzte Rückstand

Nach dem Seitenwechsel konnten die Römerstädter zunächst den Rückstand verkürzen und nach einer roten Karte gegen einen Rückraumspieler der Gäste brachte der spielfreudige Thomas Keck mit drei Toren in Folge seine Mannschaft beim 15:16 wieder zurück in die Partie. Doch Vellmar, immer wieder durch den kaum zu bremsenden Noah Streckhardt (14/6 Tore), verteidigte die knappe Führung und die Mannschaft von TuSpo-Coach Philipp Wollbeck musste immer wieder einem 2 bis 3 Tore-Rückstand hinterherlaufen. Der ebenfalls starke TuSpo-Torhüter Florian Eberhardt verhinderte mit zahlreichen Paraden, dass der Rückstand nicht noch größer wurde und die Obernburger Fans hofften in den letzten Minuten noch auf einen Sieg ihrer Mannschaft. Beim 22:24 in der 54. Minute war noch alles möglich und die Spannung hatte ihren Höhepunkt, als Linkshänder Magnus Heinz zwei Minuten vor Schluss zum 24:25 verkürzte. Doch die Gäste ließen in der Crunchtime nichts mehr anbrennen und die Tuspo musste sich mit einem knappen 25:26 geschlagen geben.

Obernburgs Trainer Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Am Ende eine sehr vermeidbare und ärgerliche Niederlage. Wir sind einfach zu oft am gegnerischen Torhüter gescheitert oder haben nicht die richtigen Mittel gegen die Abwehr von Vellmar gefunden. Wir haben selbst aber sehr gut verteidigt und hatten eine sehr gute Torhüterleistung. Jetzt möchte ich mich aber auch bei allen Fans für den hervorragenden Support nicht nur bei diesem Spiel, sondern über die gesamte bisherige Saison bedanken und wünsche allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch.“

 

TuSpo Obernburg:

Jonathan Bausch, Florian Eberhardt; Thomas Keck (8), André Göpfert (4), Tom Müller (3), Magnus Heinz (3), Jesper Kunkel (3), Connor Scheuring (2), Max Roos (1), Nicolas Mohr (1), Niklas Geck, Lukas Hansen, Nicolas Reus.

 

Bieberau/Modau zeigte sich spielfreudig

Mit 45:23 (24:10) schickte die HSG Bieberau/Modau die Gäste aus Körle/Guxhagen nach Hause. Die Gäste aus Nordhessen gingen zwar mit 1:0 in Führung und konnten das enorme Tempo der Falken noch bis zur siebten Spielminute (5:3) mitgehen, dann war es vorbei und Bieberau/Modau übernahm die Spielkontrolle. In der Abwehr stabil, mit einem wieder überragenden Martin Juzbasic im Tor, brachten die Falken die Angriffsbemühungen der Gäste fast zum Erliegen und konnten in nur neun Minuten Spielzeit einen Neun-Tore-Lauf hinlegen, erhöhten von 8:5 in der zehnten Spielminute, bis zur 19. Spielminute stand es 17:5. Das war bereits früh die Vorentscheidung, Bieberau/Modau zeigte sich in allen Belangen überlegen, war spielfreudig und spritzig. Nach neun Paraden von Martin Juzbasic in den ersten 20 Minuten brachte Trainer Thomas Weber in der 21. Minute Mika Trautmann ins Spiel und der stand seinem Kollegen in nichts nach. Am Ende kam er auf 14 Paraden. Bis zum Pausenpfiff ließen es die Falken dann etwas gemächlicher angehen, ließen noch fünf Gegentore zu, bauten aber den Gesamtvorsprung noch einmal auf 14 Tore Differenz aus (24:10).

HSG-Tore fielen weiter

Wer nun glaubte, die Falken würden einen Gang zurückschalten, sah sich getäuscht. Das Tempo wurde hoch gehalten, nach 38 Minuten stand es 29:13 und Trainer Thomas Weber wechselte durch, gab seinen jungen Spielern Gelegenheit sich zu zeigen und die dankten es ihm mit guten Leistungen. Die Spielfreude hielt an und so konnten sich Lasse Trautmann, Max Diesterweg, Nils Günther, Florian König und  Till Szanto nicht nur in die Torschützenliste eintragen, sondern begeisterten die Fans mit gutem Abwehrverhalten und sehenswerten Angriffen. Sie konnten das Ergebnis sogar weiter verbessern und die 16-Tore-Führung auf ein am Ende 45:23 ausbauen.

HSG-Trainer Thomas Weber sagte: „Ein souveräner Sieg meiner Mannschaft gegen einen sich nie aufgebenden und kämpfenden Gegner. Ich konnte heute alle verfügbaren Spieler einsetzen und ich konnte mich auf sie verlassen. Die „Jungen“ konnten zeigen, was in ihnen steckt und waren hinten heraus torhungrig, haben den Vorsprung von 16 Toren in der 40. Minute sogar noch auf 22 Tore bis zum Schluss ausbauen können.“

 

HSG Bieberau/Modau

Juzbasic 1, Mika Trautmann, Diesterweg 1, Jajic 9, Büttner 6, Günther 2, Lubar, Kunzendorf 12/2, Hübscher 4, König 2, Weber 2, Trautmann 1, Becker 3, Szanto 2.