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Handball – 3. Liga: Derby in Kirchzell – Nieder-Roden kommt – Gelnhausen muss nach Münster – Hanau peilt Sieg an

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell daheim die HSG Rodgau Nieder-Roden. Die HSG Hanau hat SGSH Dragons zu Gast und Gelnhausen muss nach Münster. 

 

TV Kirchzell empfängt den Tabellendritten zum Derby

Die letzte Niederlage ist aufgearbeitet und der Blick des TV Kirchzell geht wieder nach vorne. Am Samstag um 19.30 Uhr kommt der Tabellendritte, HSG Rodgau Nieder-Roden in die Miltenberger Halle und das heißt, dass die volle Konzentration auf diesem Spiel liegen wird. Vor allem werden die TVK-Fans einmal mehr gefordert sein, denn in einer vollen Miltenberger Halle zu spielen, ist für jeden Gegner Schwerstarbeit.

Die HSG spielt bisher eine überragende Saison, die Abläufe passen, weil die Mannschaft seit Jahren sehr eingespielt ist. Da wartet ein richtiger Brocken auf die Mannschaft von Povilas Babarskas, der sagt: “Nieder-Roden steht nicht umsonst da oben. Sie machen ihre Sache richtig gut. Vor allem wird die Mannschaft gut von Simon Brandt gesteuert und Außen Sam Hoddersen ist kaum zu halten. Daher werden wir versuchen, zu diesem Spiel gute Lösungen zu finden. Wir müssen uns finden, müssen unsere Schwankungen abstellen und kämpfen bis zum Umfallen.” 

Stand heute sind alle Kirchzeller Spieler fit und auch Tom Spieß ist wieder mit dabei. Er fehlte vergangene Woche berufsbedingt und sagt: “Ich kenne Nieder-Roden aus den letzten Jahren. Sie sind eine eingespielte Truppe, auch weil der Kader im Kern über Jahre stabil gehalten wurde. Die Favoritenrolle liegt bei der HSG. Aber wir werden versuchen, unser Spiel zu spielen und vor allem in eigener Halle vor unserem tollen Publikum der unbequeme Gegner sein, der wir meistens sind. Wir werden gute Torhüter brauchen, eine aggressive Abwehr, dann wird man sehen.”

 

 

 

HSG Hanau peilt erste Heimpunkte in 2026 an

Am Samstagabend (19.30 Uhr) bestreitet die HSG Hanau das erste Heimspiel im Handballjahr 2026 in der Hanauer Main-Kinzig-Halle. Die Grimmstädter haben den 14. der Tabelle, die SGSH Dragons aus Schalksmühle, zu Gast. Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende ist die Spandau-Sieben auf Wiedergutmachung aus und will vor eigenem Publikum an die bärenstarke Leistung aus dem Hinspiel gegen die Nordrhein-Westfalen anknüpfen. 

„Wir als Trainerteam erwarten natürlich von der Mannschaft und uns selbst eine Antwort auf das erste Spiel des Jahres, welches keinen guten Eindruck hinterließ“, gibt HSG-Cheftrainer Axel Spandau die Richtung für Samstagabend vor. „Diese Leistung müssen wir revidieren und das Team ist sich auch einig, dass wir nicht noch einmal ein Spiel mit einer so hohen Fehlerquote anbieten dürfen.“ Mit 20:12 Punkten belegt Hanau momentan den sechsten Staffelrang. „Die Dragons sind eine sehr starke Angriffsmannschaft, gerade mit den beiden Jäger-Brüdern im Rückraum und Julian Thomas auf Rechtsaußen, der auch immer ein Garant für Tore ist“, meint Spandau weiter. Zu Beginn der Rückrunde sorgte diese Offensivreihe direkt für eine handfeste Überraschung, denn das Heimspiel gegen den TV Kirchzell gewannen die Gäste Nordrhein-Westfalen mit 37:29. 

Im Hinspiel zündete Hanau gegen die Dragons ein wahres Offensivfeuerwerk. Beim 45:38 trafen vor allem HSG-Kreisläufer David Rivic, Rechtsaußen Sebastian Hein und Lukas Böhm nach Belieben – bereits zur Pause führte man mit acht Toren. Davon will Spandau aber zunächst nichts wissen: „Die Dragons haben zuletzt auch in Dutenhofen gut mitgehalten. Wir wissen, was da auf uns zukommt und wollen mit allem was wir haben dagegen halten“, so der Hanauer Chefcoach. „Ganz besonders über unsere Emotionen und den leidenschaftlichen Kampf.“

  

 

TV Gelnhausen erwartet Hexenkessel-Atmosphäre in Münster

Der TV Gelnhausen steht vor einem echten Härtetest, denn am Freitag um 20.15 Uhr  muss der TVG bei der TSG Münster zum Auswärtsderby antreten. Die Stimmung beim starken Aufsteiger ist traditionell hitzig. Aber Malolepszy und Co. können sich auf ihre Anhänger verlassen, die unter anderem einen Fanbus organisiert haben und zahlreich anreisen werden.

Sportlich geht der TVG mit einer sehr guten Ausgangslage in die Partie. Mit 26:6 Punkten steht Gelnhausen auf dem zweiten Tabellenplatz. Beim 28:28 (19:14) gegen den Longericher SC Köln zeigte der TVG zuletzt zwar zwei Gesichter, rettete aber in letzter Sekunde noch einen Punkt. Trotzdem ist allen Beteiligten bewusst, dass es in Kelkheim keine einfache Aufgabe wird.

Die TSG Münster ist in der vergangenen Saison aus der Regionalliga Hessen in die 3. Liga Süd-West aufgestiegen – doch das Team von Trainer Daniel Wernig ist keineswegs ein gewöhnlicher Neuling. Münster bringt Tradition, Ambition und Qualität mit. Der Verein war in der Vergangenheit bereits mehrere Jahre in der 2. Bundesliga vertreten und arbeitet nach einer längeren Phase der Restrukturierung, die zwischenzeitlich sogar bis in die Landesliga führte, konsequent daran, wieder im Leistungshandball Fuß zu fassen. Diese Entwicklung spiegelt sich nun auch in der aktuellen Saison wider.

TVG-Cheftrainer Matthias Geiger warnt ausdrücklich vor dem Gegner: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass Münster ein starker Aufsteiger ist und das haben sie inzwischen mehr als bewiesen. Man sieht es an der Platzierung und an den Ergebnissen. Das wird ein wahnsinnig schwieriges Auswärtsspiel.“ Besonders imponiert ihm die Balance im Kader: „Münster hat viel Konstanz, trotz eines teils jungen Teams. Aber an den richtigen Ecken haben sie auch enorm viel Erfahrung. Diese Mischung hat sie bisher sehr gut durch die Saison gebracht.“

Die Speerspitze der Münsteraner Offensive ist Patrick Weber. Der 33-Jährige steht mit 107 Saisontoren auf Rang vier der Torschützenliste der Süd-West-Staffel und war in der vergangenen Saison mit 182 Treffern Torschützenkönig der Regionalliga Hessen. Weber bringt zudem reichlich Erfahrung aus Stationen im Profi-Handball mit, auch aus der 1. Bundesliga. Und er ist nicht der einzige Faktor: Münster verfügt über einen qualitativ gut zusammengestellten Kader, der sowohl über Tempo als auch über robuste Lösungen im Positionsangriff verfügt.

Ein zentraler Punkt für den TVG wird sein, aus dem Spiel gegen Longerich die richtigen Lehren zu ziehen. Gerade in der Chancenverwertung ließ Gelnhausen dort zu viel liegen und phasenweise brachte ein starker gegnerischer Torhüter die Rot-Weißen aus dem Tritt. Gegen Münster dürfe sich der TVG solche Schwankungen nicht leisten: „Unsere klare Marschrichtung ist, die Fehlerquote zu senken. Auch im Abschlussverhalten müssen wir cleverer sein und unsere Chancen deutlich besser nutzen. In so einem schwierigen Auswärtsspiel brauchen wir eine Topleistung.“

Personell muss der TVG weiterhin auf die Langzeitverletzten Leon David (Schulter) und Akos Csaba (Kreuzbandriss) verzichten. Zudem fehlte Finn Trinczek zuletzt krankheitsbedingt im Training und hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen. Der TVG hat allerdings auf die anhaltenden Kaderschwierigkeiten mit einer Neuverpflichtung reagiert: Winterneuzugang Dima Redkyn hat am vergangenen Samstag ein starkes Debüt auf Rechtsaußen gegeben und vier Treffer erzielt.