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Handball – 3. Liga: Kirchzell machte es spannend – Sagenhafte 22 Tore von Sam Hoddersen brachten Rodgau den Sieg

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell nach der Winterpause gegen die Bergischen Panther gewonnen und die HSG Rodgau Nieder-Roden kam mit einem Sieg aus Hassloch zurück.

 

Sam Hoddersen ballert Baggerseepiraten zum Auswärtssieg

Angeführt vom überragenden Linksaußen Sam Hoddersen, der sage und schreibe 22 Treffer erzielte, sind die Rodgauer Handballer erfolgreich ins Sportjahr 2026 gestartet. Beim Tabellenvorletzten TSG Hassloch gelang dem Team von Christian Sommer trotz personeller Engpässe ein verdienter 33:36 (15:23) Sieg, durch den der dritte Tabellenplatz gefestigt wurde.

Die Partie im Haßlocher Sportzentrum begann sehr ausgeglichen, beiden Teams war nach der Winterpause noch die fehlende Genauigkeit in einigen Aktionen anzumerken. Zudem mussten die Rodgauer verletzungsbedingt auf ein paar Stammkräfte verzichten, so dass der A-Jugendliche Niklas Klein zu seinem Startdebüt auf Rückraum links kam. Nach dem 7:7 fanden dann die Baggerseepiraten zusehends besser zu ihrem Spiel. In der Defensive –glänzend organisiert von Lasse Georgi- bekam man immer mehr Zugriff auf die Gastgeber. Freddy Becker konnte einige Würfe entschärfen und im Angriff lief die Rodgauer Tormaschine jetzt auf Hochtouren. Durch schnelle Passfolgen zog man die Haßlocher Deckung immer wieder auseinander, so dass sich viele Räume für Durchbrüche ergaben. Die wurden von Brandt & Co. in dieser Phase gnadenlos genutzt. Ehe sich die knapp 150 Zuschauer eine Weinschorle einverleiben konnten, schraubten die Rodgauer zum Halbzeitpfiff das Ergebnis fast vorentscheidend auf 15:23 hoch.

Nach dem Wechsel änderte sich zunächsts nichts

Auch nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst recht wenig am Spielverlauf. Beim 16:26 sah es schon nach einer Wiederholung des deutlichen Hinrundenerfolges aus, doch unerklärlicherweise kam danach reichlich Sand ins HSG-Getriebe. Ungenaue Abschlüsse, mangelndes Zweikampfverhalten und eine Vielzahl technischer Fehler sorgten dafür, dass die Gastgeber Tor um Tor aufholten. Binnen zehn Minuten waren die Haßlocher beim 27:29 wieder auf Tuchfühlung und die Partie drohte zu kippen. Doch wie so oft an diesem Abend hatte Sam Hoddersen die passende Antwort auf jede Herausforderung parat. Mit drei Toren in Folge stellte der alles überragende Akteur die Weichen auf Auswärtssieg. Letztendlich schaukelte die junge Rodgauer Truppe die Führung über die Zeit und durfte am Ende bei keineswegs enttäuschenden Haßlochern zu Recht jubeln. Erleichtert war auch Trainer Christian Sommer, der allerdings die Schwächephase seiner Jungs nicht unkommentiert ließ: „Der Start war etwas holprig, aber am Ende zählt bekanntlich nur der Sieg. Wir waren heute in vielen Situationen nicht richtig wach, das müssen wir im Laufe der Woche analysieren und am kommenden Wochenende abstellen. Sam war heute unfassbar gut und hat uns durch die schwierigen Situationen geholfen, so kann es gerne weitergehen.“

 

TV Kirchzell machte es spannend

Der TV Kirchzell hatte die Bergischen Panther zu Gast und gewann gegen den bisherigen Tabellennachbarn mit 34.33 (17:18). Das war nichts für schwache Nerven, denn bei den Kirchzellern lief nicht alles rund und am Ende wurde es dann noch einmal knapp. Letztlich holte sich der TVK dann doch die zwei Punkte und nach den zuletzt zwei Niederlagen vor der Winterpause – gegen Hassloch und Dutenhofen/Münchholzhausen II – katapultierten sich Tom Spieß und Co. wieder in die Erfolgsspur zurück.

Bis zum 3:1, 4:2 und 6:5 (11. Minute) hatten die Hausherren die Nase vorn. In der Folge kam der Gast besser in die Partie, drehte den Spieß um und übernahm die Führung. Fortan gaben beide Mannschaften keinen Zentimeter Boden mehr preis, die Begegnung blieb eng und mit 17:18 ging es in die Pause.

Perfektes Spiel nach dem Wechsel

Nach dem Wechsel gingen die Gäste erneut mit drei Toren weg ((18:21, 19:22) und in der 40. Minute lag der TVK sogar mit vier Toren zurück (20:24). Was dann folgte bzw. wie die Kirchzeller dann spielten, war nahezu perfekt. Ievgen Zhuk leitete die Aufholjagd ein, Torhüter Tobi Evers hielt in dieser wichtigen Phase zwei Strafwürfe und Joshua Löffelmann vernagelte das Tor. Louis Hauptmann traf zum 24.24-Ausgleich, Niklas Ihmer sorgte für das 26.24 und Tim Häufglöckner für das 27:24. Was war denn da los? TVK-Trainer Povilas Babarskas schmunzelte und sagte: “Es war verrückt. Alle meine Jungs, angetrieben von Tom Spieß, agierten in dieser Phase überragend. Da nutzte auch die gegnerische Auszeit und ihre Abwehrumstellung nichts.” 

Die Gäste gaben sich aber nicht geschlagen, verkürzten immer wieder. Doch der TVK hielt zunächst den Vier-Tore-Vorsprung (30:26 – 48.). Schnell waren die Gäste wieder dran (29:30), doch jetzt war es Jannik Wolf, der auf 32:29 aufstockte und Tim Häufglöckner erzielte das 33.29. Wieder kamen die Gäste heran, ehe die Gastgeber mit Geschick die beiden Zähler für sich verbuchten. “Wir haben es am Ende noch einmal unnötig spannend gemacht. Aber jetzt freuen wir uns über den Sieg und danken unserem Publikum für die tolle Unterstützung”, so Coach Povilas Babarskas.

 

 

Das Bild von Sam Hoddersen hat uns Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke dafür