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Handball – 3. Liga: Kirchzell empfängt Tabellennachbarn – Hanau empfängt Melsungen – Gelnhausen vor unbequemer Aufgabe

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, geht es nach einer kurzen Faschingspause weiter. Der TV Kirchzell empfängt den TuS Opladen, der TV Gelnhausen muss nach Friesenheim. Die HSG Hanau hat Melsungen zu Gast und Nieder-Roden fährt zum Longericher SC.

 

Kirchzell will gegen den Tabellennachbarn einen Sieg

Die kurze Faschingspause ist vorbei und am Samstag um 19.30 Uhr empfängt der TV Kirchzell zuhause den TuS Opladen. Mit dem Gegner kommt ein direkter Tabellennachbar nach Miltenberg. Derzeit steht der TuS nach 21 Spielen und 18:24 Punkten auf Platz neun der Tabelle. Der TVK hat 20 Spiele auf dem Buckel, 19:21 Punkte und hat Rang acht inne.

Bereits das Hinspiel im September war hart umkämpft. Erst war der TVK vorne, dann der TuS, am Ende trennten sich die Kontrahenten mit einem alles in allem gerechten 32:32-Unentschieden. Die Hausherren können sich also auf eine intensive Partie einstellen, wollen aber nach der Niederlage in Hanau unbedingt wieder punkten. Dafür müssen sie sich auf die verschiedenen Abwehrvarianten des Gegners einstellen. “Opladen verteidigt gut, läuft gut nach vorne, macht das richtig gut. Auf Außen sind sie gut besetzt und mit Birger Dittmer, Oliver Dasberg oder Malte Wolfram stehen gute Akteure im Kader”, so TVK-Coach Povilas Babarskas. 

Verzichten müssen wird der Trainer wohl auf den verletzten Louis Hauptmann. Ansonsten hat er – Stand heute – alle Spieler an Bord. “Wir wollen auf jeden Fall zuhause unseren tollen Fans einen Sieg schenken. Dafür geben wir alles”, so Povilas Babarskas.

Niklas Ihmer bleibt ein Kirchzeller

Schon vor der Begegnung gab es gute Neuigkeiten beim TV Kirchzell. Niklas Ihmer hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert. Der junge talentierte Linkshänder sagt: “Ich habe mich deshalb für ein weiteres Jahr für den TVK entschieden, weil ich mich beim TVK einfach total wohl fühle. Ziel ist es jetzt erstmal, möglichst schnell den Klassenerhalt klar zu machen. Für die nächste Saison denke ich, dass wir auch im oberen Mittelfeld mitspielen können, weil wir ja mit Mario Stark und Tom Spieß, der schon jetzt wieder vollständig bei uns spielt, deutliche Verstärkungen bekommen und wir dann auch breiter aufgestellt sind.” Auch sein Trainer Povilas Babarskas freut sich, dass der 21-Jährige bleibt. “Es freut mich sehr, dass Niklas bleibt. Das zeigt uns aber auch, dass wir keine schlechte Arbeit machen.”

Gegen Opladen sagt Niklas Ihmer: “Es ist auf jeden Fall ein sehr wichtiges Spiel für uns, um dem Klassenerhalt ein Stück näher zu kommen. Wir müssen vor allem auf Oliver Dasburg achten und ihn gut in den Griff bekommen. Zusätzlich brauchen wir auch einen guten Rückzug, weil wir im Hinspiel auch zu viele einfache Tore bekommen haben.”

 

 

TV Gelnhausen vor unbequemer Auswärtsaufgabe 

Dem TV Gelnhausen steht eine knifflige Aufgabe bevor und ein Spiel, das dem TVG alles abverlangen wird. Am Sonntag (17 Uhr) gastieren die Barbarossastädter im Sportzentrum TV Hochdorf (Hochdorf-Assenheim) beim HLZ Friesenheim-Hochdorf II. Der Gegner steckt mitten im Abstiegskampf und ist gerade deshalb besonders unangenehm, zumal der TVG im Hinspiel nur um Haaresbreite an einer Niederlage vorbei geschrammt ist.

Die Erinnerungen sind noch frisch. Zehn Minuten vor dem Ende lag der TV Gelnhausen mit sechs Toren zurück und stand dicht vor der ersten Saisonpleite. Erst eine beeindruckende Energieleistung in der Schlussphase sowie ein verwandelter Siebenmeter von Jonas Dambach in letzter Sekunde retteten ein 31:31-Unentschieden. Dambach erzielte damals zwölf Treffer. Gut für den TVG, dass der frischgebackene Papa nach seiner Babypause wieder mit an Bord ist.

Dennoch bleibt die personelle Situation beim TV Gelnhausen weiter angespannt. Die beiden Langzeitverletzten Leon David (Schulter-OP) und Ákos Csaba (Kreuzbandriss) fehlen weiterhin. Zudem stehen Yannick Geisler (Schulter) und Keeper Alex Bechert (Ellenbogen) nicht zur Verfügung. Immerhin kehrt der zuletzt erkrankte Daniel Drodz zwischen die Pfosten zurück. Mit anderen Worten, Cheftrainer Matthias Geiger ist erneut zum Improvisieren gezwungen. „Gerade mit dem wieder einmal veränderten Kader müssen wir uns schnell auf den Gegner einstellen und alles investieren. Wir brauchen eine sehr gute, aggressive Abwehr und wollen über unser Tempospiel ins Spiel finden. Wenn wir diese Energie auf die Platte bringen, haben wir gute Chancen“, sagt Geiger.

Besonders aufpassen muss der TVG auf Moritz Schulz, der mit 93 Treffern der gefährlichste Torschütze der Gastgeber ist. Doch der Blick auf das Hinspiel zeigt, dass Friesenheim kaum auszurechnen ist. Zehn unterschiedliche Torschützen unterstrichen damals die mannschaftliche Geschlossenheit. Trainer Gabriel Schmiedt formt aus einem jungen, hungrigen Team eine aggressive und laufstarke Einheit, gespickt mit Talenten, die den Sprung in die erste Mannschaft der Eulen Ludwigshafen schaffen wollen.

Nach zwei Siegen zum Jahresauftakt bei der TuS 82 Opladen (29:23) und gegen den TV Homburg (25:24) musste das HLZ zuletzt zwei Niederlagen bei der HG Saarlouis (25:38) sowie zu Hause gegen Düsseldorf-Ratingen (24:26) einstecken. Umso mehr dürfte Friesenheim-Hochdorf dieses Mal investieren, um wieder einen Erfolg zu landen. Geiger weiß um die Qualität des kommenden Gegners: „Im Hinspiel haben wir gesehen, dass Friesenheim sofort da ist, wenn wir zu viele einfache Fehler machen. Sie spielen sehr guten Handball, verteidigen aggressiv und sind als junges Team extrem dynamisch. Für uns wird entscheidend sein, dass wir unsere Aufgaben konsequent erfüllen und unser eigenes Spiel zu 100 Prozent abrufen.“

 

 

Mit Rückenwind ins nächste Heimduell

Mit großem Selbstvertrauen und drei Siegen in Serie geht die HSG Hanau am Freitagabend (20.15 Uhr) in das nächste Heimspiel. In der Hanauer Main-Kinzig-Halle erwarten die Blau-Weißen den Tabellenzwölften, die MT Melsungen II. Nach dem spielfreien Wochenende, in dem Bergold, Kleemann & Co. ihre Kräfte sammeln konnten, stehen die Grimmstädter allerdings vor einer schweren Aufgabe, denn beim Unentschieden im Hinspiel bewiesen die Nordhessen ihre handballerische Klasse. 

„Das wird ein schwieriges Spiel für uns“, meint HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Melsungen II hat eine absolut talentierte Truppe, mit ein paar jungen U19-Spielern und einigen Routiniers. Eine Unbekannte ist dann noch, ob die Bundesligaspieler Bruno Eickhoff und Reynir Thor Stefánsson mit dabei sind. Das weiß man nicht so genau. Deshalb müssen wir uns darauf vorbereiten.“

Blickt man auf die letzten Wochen, dann lief bei der HSG Hanau vieles richtig gut zusammen. Die Grimmstädter feierten nicht nur zwei deutliche Heimsieg über den TV Kirchzell und die SGSH Dragons, sondern triumphierten auch beim klaren 38:31-Derbysieg über die HSG Rodgau Nieder-Roden. Mit den 6:2 Punkten seit dem Jahresstart schob sich die HSG in das vordere Tabellenviertel vor. Die Revanche gegen die Bundesliga-Reserve der MT Melsungen, nach einem 33:33-Unentschieden im Hinspiel im September,  scheint da genau zur richtigen Zeit zu kommen. 

Die Gäste aus Melsungen reisen hingegen mit drei Niederlagen im Gepäck in der Brüder-Grimm-Stadt an. Gegen den Spitzenreiter Saarlouis machte die Truppe von MT-Trainer Florian Weiß zuletzt aber auswärts über 40 Minuten ein gutes Spiel, verlor am Ende aber deutlich. Besonders Jonas Riecke auf Rückraum rechts, der im Hinspiel gegen Hanau acht Tore erzielte, sowie Torhüter Pawel Krawczyk oder Linksaußen Lino Duketis können eine Handballpartie bei den Nordhessen prägen.

„Wir werden am Freitagabend alles in die Waagschale legen und wollen natürlich auch taktisch sehr diszipliniert sein“, gibt Spandau seinem Team mit auf den Weg. „Das brauchen wir gegen Melsungen II, weil sie auch einen sehr starken Vorwärtsgang haben. Den Flow, den wir haben, wollen wir fortsetzen. Und dafür haben wir die Woche ordentlich trainiert.“ Verzichten muss der Hanauer Coach allerdings auf Nils Schröder und Julian Fulda, die nach ihren Verletzungen weitere Regenerationszeit benötigten.