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Handball – 3. Liga: Kirchzell entschied Kampf auf Biegen und Brechen für sich

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, lieferten sich der TV Kirchzell und die TSG Münster einen wahren Krimi mit dem besseren Ausgang für die Hausherren. Mit 30:29 (13:13) gewann der TVK gegen Münster und rutschte damit mit einem nun ausgeglichenen Punktekonto (5:5) auf den achten Tabellenplatz.

“Ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen. Was sie heute geleistet haben, war super. Sie haben sich genau an unseren Matchplan gehalten und obwohl wir viele Kranke unter der Woche hatten, hat jeder alles gegeben. Vor allem auch Niklas Ihmer, der die ganze Woche über krank war und nur zum Spiel kam und trotzdem so toll gekämpft hat. Oder auch Ievgen Zhuk, der mit Leistenproblemen zu kämpfen  hatte. Aber auch Tom Spieß, der kaltschnäuzig seinen letzten Ball zum Siegtor verwandelt hat. Alles in allem war es eine tolle Mannschaftsleistung”, war TVK-Coach Povilas Babarskas begeistert von seinen Jungs.

Es war das erwartet schwere Spiel und der TVK-Coach hatte Bedenken, dass Münster gleich zu Beginn ins Rollen kommt und dann mit fünf, sechs Toren davonziehen könnte. Doch der TVK stand in der Abwehr sehr gut, verblies zwar im Angriff fünf, sechs glasklare Chancen. So stand es nach dem 3:1 (3.) dann 4:4 (8). Über 7:7, 9:11 und 11:11 (23.) ging es mit 13:13 (30.) in die Pause. “Da hätten wir schon mit zwei, drei Toren führen können”, sagte Povilas Babarskas.

Umkämpfte zweite Hälfte

Nach dem Wechsel zogen die Gäste auf 16:13 (34.) davon und vor allem Patrick Weber, der insgesamt mit elf Toren glänzte, stellte den TVK vor große Probleme, traf aus elf Metern und riss das Spiel an sich. Doch die Gastgeber blieben ihrer Linie treu, kämpften wie die Berserker und behielten auch beim 15:19 (38.) die Ruhe und Übersicht. Nach und nach kämpfte sich Kirchzell zurück und beim 21:21 (47.) war die Partie wieder offen. Nun begann ein Kampf auf Biegen und Brechen. Keine Mannschaft gab auch nur einen Zentimeter Boden preis und obwohl die TSG in der Schlussphase immer wieder eins vorne war, blieben Tim Häufglöckner und Co. ruhig. Die Gäste gingen in der heiß umkämpften Schlussphase nach dem 27:27 und 29:29 zur offenen Manndeckung über. Doch Tom Spieß spielte seine ganze Routine aus und hämmerte das Ding in der 59.45. Minute zum 30:29 ins Tor. Damit war der Drops gelutscht und die TVK-Fans völlig aus dem Häuschen. Auch das Fehlen von Jannik Klein, der aus privaten Gründen nicht dabei sein konnte, kompensierten seine Mitspieler gut. Dafür zog Jan Blank-Born sich das Trikot noch einmal über. Das zeigt einmal mehr, dass beim TVK Zusammenhalt groß geschrieben wird.