Handball – 3. Liga: Hanau will seinen Aufwärtstrend bestätigen – Gelnhausen will die nächsten Punkte einfahren
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, will die HSG Hanau bei den Bergischen Panthern den Aufwärtstrend fortsetzen. Gelnhausen will auch gegen Aufsteiger Dormagen II punkten. Nieder-Roden empfängt die HSG Krefeld.
HSG Hanau will am Samstag nachlegen
Die HSG Hanau reist am Samstag ins Bergische Land. Am Tag der deutschen Einheit geht es im Auswärtsspiel gegen die Bergischen Panther. Die Grimmstädter nehmen den Schwung des ersten Heimerfolgs dieser Saison mit. Im Bergischen soll die Entwicklung fortgesetzt werden und Fahrt für den weiteren Verlauf der Saison aufgenommen werden. Die Jungs von Trainer Spandau wollen gegen die Panther aufbauend auf ihrer verbesserten Deckungsleistungen auch weitere Fortschritte in der Chancenverwertung machen. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr in der Max-Siebold-Halle Burscheid.
Axel Spandau gibt die Richtung dieser Woche klar vor. „Gerade auch in der Deckung müssen wir wieder ein Topverhalten an den Tag legen”, sagt er und ergänzt mit unverstellter Direktheit: „Nach den letzten Pleiten gegen die Panther, wollen wir natürlich den Spieß jetzt umdrehen. Es wird ein ganz schwieriges Spiel, ähnlich wie gegen Vallendar. Das ist uns zu 100 Prozent bewusst. Wir werden uns dementsprechend auch vorbereiten.”
Heimsieg als Grundlage
Im letzten Heimspiel gab es dank einer weiteren Steigerung in der Defensive sowie einer besseren Chancenverwertung den ersten Saisonsieg. „Der erste Heimsieg, die ersten Punkte, das hat uns gutgetan. Der Befreiungsschlag ist also geglückt“, diktierte Dennis Gerst in der Vorbereitung aufs Wochenende in die Notizblöcke der Presse. Insbesondere die Youngsters haben dabei einen guten Eindruck hinterlassen. Ben Scharriär bekam sogar ein Sonderlob des Trainers und Marek Schöber wurde bei der Fanabstimmung auf Instagram zum Spieler des Spiels gewählt. Auf diesem Erfolgserlebnis wollen die Hanauer aufbauen und gerne die zwei Punkte aus dem Bergischen Land mit in die Grimmstadt bringen.
Die Bergischen Panther haben sich in den letzten Jahren nicht als unbedingter Lieblingsgegner der HSG entpuppt. In den letzten drei Spielen konnten sich die Panther stets durchsetzen. „Jetzt gilt es am Wochenende gegen die Bergischen Panther nachzulegen. Die als Angstgegner betitelt sind. Nichtsdestotrotz wollen wir da auch zwei Punkte holen. Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, gibt Gerst die Marschrichtung für das Wochenende aus.
Hauptaugenmerk gilt es dabei auf den Rückraum in Kombination mit dem Kreis zu legen. Nicht umsonst ist Sam Lindemann Topscorer seiner Farben. Profitieren tut er dabei vom torgefährlichen Rückraum um Meurer, Büscher und Taymaz. Die Fäden haben jedoch die beiden Spielgestalter und 1:1-Spezialisten Joe Ballmann und Aaron Manuel Exner in der Hand. Sowohl Ballmann mit seiner unorthodoxen Spielweise als auch Exner mit seinem schnellen Schlagwurf waren in den vergangenen Spielen die Herausforderungen für die Hanauer Hintermannschaft. Gerade in der eigenen Halle sprühen beide vor Spielwitz und setzen ihre neben Leute immer wieder gekonnt in Szene.
Dahin gehen wo es wehtut
Wie der Matchplan aussieht, lässt sich Gerst nicht entlocken: „Die Taktik, wie wir es lösen wollen, hat uns das Trainerteam bereits an die Hand gegeben. Wir haben uns intensiv vorbereitet und wollen nachlegen.“ Wird sich an die taktische Ausrichtung gehalten, soll durch Paraden und Ballgewinne über die erste und zweite Welle einfache Tore erzielt werden. Auch die Chancenverwertung soll in Burscheid weiter verbessert werden. Gegen Vallendar am Freitag sind in diesem Bereich schon deutliche Schritte gemacht worden. Doch bevor es zum Abschluss kommt, muss sich die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim auf eine harte und zweikampfstarke 6:0-Deckung einstellen. Hier müssen Kleemann, Gerst und Co. dorthin gehen, wo es auch mal wehtun kann. Die Mannschaft vom Trainergespann Oelze/Reinarz ist, geprägt durch ihre Erfahrungen in erster und zweiter Liga, dafür bekannt ihr Deckungssystem den Stärken des Gegners anzupassen. „Wir wollen mit großem Herz, viel Leidenschaft und Kampfgeist ins Bergische fahren und zwei Punkte holen“, gibt Trainer Spandau die benötigten Tugenden für Samstag vor.
TV Gelnhausen will starken Saisonstart gegen Dormagen fortsetzen
Am Samstag wartet auf den TV Gelnhausen die nächste Aufgabe, denn der bislang ungeschlagene TVG empfängt um 19.30 Uhr den TSV Bayer Dormagen II in der Rudi-Lechleidner-Halle. Während die Barbarossastädter mit 9:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz stehen, reist der Aufsteiger mit 2:8 Punkten und noch ohne Saisonsieg nach Gelnhausen. Der Blick auf die Tabelle erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte.
Der TVG geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Am vergangenen Wochenende setzte sich die Mannschaft von Trainer Patrick Beer mit 29:23 (11:11) bei Saase3 Leutershausen durch und zeigte dabei einen souveränen und reifen Auswärtsauftritt. Vor allem die starke Abwehrarbeit und ein gut aufgelegter Bruno Minerva im Tor legten die Grundlage für den Erfolg. Damit bleiben die Barbarossastädter auch nach fünf Spieltagen ungeschlagen und haben sich mit 9:1 Punkten früh eine gute Ausgangsposition erarbeitet.
Der kommende Gegner dürfte den TVG dennoch vor eine anspruchsvolle Aufgabe stellen. Dormagen II ist zwar noch sieglos, hat in den ersten fünf Saisonspielen aber eindrucksvoll gezeigt, dass die Mannschaft in der dritten Liga mithalten kann. Zum Auftakt gab es ein Unentschieden bei der TSG Münster (28:28), später folgte ein weiteres Remis bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II (31:31). Die drei Niederlagen gegen den HV Vallendar (33:34), die HSG Rodgau Nieder-Roden (31:32) und zuletzt den TuS 82 Opladen (23:24) gingen jeweils nur mit einem Treffer Unterschied verloren.
„Ich erwarte eine anspruchsvolle Aufgabe. Dormagen II ist eine hochgradig talentierte, junge Mannschaft, die physisch topfit ist und sehr genau weiß, was sie tut“, sagt Beer. „Sie spielen positiv wild, bringen extrem viel Tempo auf die Platte und sind dadurch unberechenbar und sehr unangenehm zu bespielen.“
Die zweite Mannschaft des TSV Bayer Dormagen ist im Sommer als Meister der Regionalliga Nordrhein in die dritte Liga aufgestiegen und bildet die Ebene direkt unterhalb des Zweitliga-Teams. Trainer Peer Pütz betreut weiterhin eine Mannschaft, die von ihrer Jugend, ihrem Tempo und ihrer Unbekümmertheit lebt. Nach fünf Abgängen wurde der Kader im Sommer gezielt verstärkt. Mit Torhüter Islam Elnoamany vom HC Gelpe/Strombach, Linksaußen Kieran Unbehaun vom Longericher SC Köln, Finn Hoffmann vom TSV Bonn rrh. und dem 2,03 Meter großen Malte Petersen vom VfL Gummersbach kamen vier interessante Neuzugänge hinzu. Zu den auffälligsten Spielern gehört Rechtsaußen Marvin Landau. Mit 29 Treffern nach fünf Partien ist er aktuell der erfolgreichste Torschütze der Gäste. Ebenfalls im Blickpunkt steht der erst 18 Jahre alte Linus Leitz. Der Rückraumspieler wurde in Dormagen ausgebildet und besitzt bereits einen Profivertrag bis 2029. Gegen Nieder-Roden erzielte er elf Treffer und zeigte damit, welches Potenzial in ihm steckt. Insgesamt verfügt Dormagen über eine junge Mannschaft mit viel Qualität und zahlreichen entwicklungsfähigen Spielern. Eine zusätzliche Herausforderung liegt in der engen Verzahnung mit der ersten Mannschaft. Welche Spieler aus dem Zweitliga-Kader am Wochenende für die U23 zur Verfügung stehen, lässt sich im Vorfeld nicht immer absehen.
Dass die bisherige Punktausbeute der Dormagener nicht überbewertet werden darf, zeigen vor allem die engen Spielverläufe. Vier der bisherigen fünf Begegnungen fanden auswärts statt, dennoch war die Mannschaft jedes Mal bis in die Schlussphase im Spiel. Deshalb wird für den TVG entscheidend sein, Dormagens Tempospiel früh zu kontrollieren und sich von der jungen und offensiven Spielweise der Gäste nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen.
Personell muss Beer weiterhin auf einige Spieler verzichten. Torhüter Alexander Bechert fällt aufgrund seiner Knieprobleme aus, Jonas Dambach steht wegen seiner Fußbeschwerden weiterhin nicht zur Verfügung und Max Bechert fehlt nach seinem Mittelhandbruch. Rechtsaußen Simon Belter, der in Leutershausen krankheitsbedingt passen musste, ist dagegen voraussichtlich wieder einsatzbereit.
Das Bild hat uns Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür






