Handball – Regionalliga: Ärgerlicher Punktverlust der Obernburger – Bieberau war nicht ganz auf der Höhe
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der Handball Regionalliga spielte die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten nur Unentschieden. Die HSG Bieberau/Modau verlor beim Spitzenreiter deutlich.
Ärgerlicher Punktverlust in letzter Sekunde
Im ersten Spiel der Rückrunde musste die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten HSG Wettenberg antreten und spielte am Ende nur 25:25 (12:16).
Nach einem schnellen 0:2-Rückstand fand die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck jedoch rasch besser in die Partie und übernahm in der neunten Spielminute erstmals mit 4:3 die Führung. Der Aufsteiger aus Mittelhessen präsentierte sich in der Folge jedoch weiterhin gefährlich und drehte das Spiel erneut, so die Aussage von TuSpo-Pressesprecher Klaus Zengel. Nach 13 Minuten lag Wettenberg mit 6:4 vorne, nach 22 Minuten sogar mit 10:8. Bis zur Halbzeitpause gelang es der TuSpo nicht mehr den Rückstand zu egalisieren und nach 30 Minuten stand ein 12:16-Rückstand auf der Anzeigetafel.
Obernburg will Vorgaben umsetzen
In der Kabine nahmen sich die Obernburger viel vor und setzten die Vorgaben ihres Trainers direkt nach Wiederanpfiff konsequent um. Tor um Tor wurde der Rückstand verkürzt, ehe in der 42. Spielminute der 20:20-Ausgleich gelang. Nur zwei Minuten später sorgten Tom Müller und André Göpfert mit ihren Treffern sogar für eine 22:20-Führung und brachten die Gäste wieder auf Kurs. Doch die Gastgeber zeigten Moral, glichen in der 53. Minute zum 23:23 aus und gingen kurz darauf erneut in Führung.
Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. 50 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Thomas Keck die TuSpo erneut mit 25:24 in Führung. In den letzten Sekunden erhielten die Hausherren jedoch noch einen Siebenmeter, den sie mit dem Schlusspfiff zum 25:25-Endstand verwandelten. Es war ein äußerst ärgerlicher und unglücklicher Punktverlust für die Wollbeck-Truppe.
Zerfahrenes Spitzenspiel
Auch wenn der Tabellenerste gegen den Zweiten spielte, war es wahrlich kein Handball Leckerbissen, den die beiden Top Teams der Liga ablieferten. Am Ende gewann die ESG Gensungen/Felsberg gegen die HSG Bieberau/Modau mit 24:16 (9:8). Beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau und in der Chancenverwertung. Lediglich die beiden Torhüter, auf Gensunger Seite der überragende Lukas Voß und auf Bieberau/Modauer Seite Martin Juzbasic, lieferten eine gute Leistung ab. Am Ende siegte die Mannschaft, die weniger Fehler aufwies.
Die Gäste waren von Beginn an unkonzentriert und vergaben gute Torchancen, lagen bereits nach zehn Minuten mit 0:4 im Rückstand, ehe Robin Büttner in der zwölften Spielminute das erste Tor der Gäste erzielte. Fortan vereitelte Torhüter Juzbasic weitere Einschussmöglichkeiten Gensungens und hielt damit sein Team in Schlagdistanz. Im Angriff gelang wenig, Fehlwürfe und technische Fehler häuften sich, trotzdem gelang Gensungen nur eine 9:8 Führung – dank Juzbasic – zur Halbzeit.
Ausgleich nach kurzer Zeit
Die zweite Halbzeit begann für die Falken etwas besser und so konnten sie durch Kunzendorf und Jajic bis zur 35. Minute zum 10:10 ausgleichen, aber danach war es auch schon wieder vorbei. Verschlimmernd kam hinzu, dass Damjan Jajic in der 36. Minute nach einer Gensunger Abwehrattacke verletzt ausscheiden musste. Die Gäste spielten verunsichert, konnten einen Vier-Tore-Lauf der Gastgeber nicht verhindern und so stand es nur vier Minuten später 14:10. Im nächsten Gästeangriff wurde dann auch noch Bieberau/Modaus Robin Büttner unsanft von der Hand eines Gensunger Abwehrspielers im Gesicht getroffen und musste mit einer Augenverletzung ebenfalls frühzeitig ausscheiden. Die nun erheblich geschwächte Gäste-Mannschaft schaffte es nicht mehr, dem Spiel eine Wende zu geben und musste Tor um Tor hinnehmen.
HSG-Trainer Thomas Webe sagter: „Natürlich waren wir aufgrund der Hallensituation in Groß-Bieberau (Dachsanierung in der laufenden Runde) und einiger grippegeschwächter Spieler nicht auf einem Spitzenspiellevel, dazu das frühe, verletzungsbedingte Ausscheiden von Damjan Jajic und Robin Büttner, aber trotzdem mussten wir hier mehr abliefern, das hat mir nicht gefallen. Gensungen gratuliere ich zum Sieg, sie haben einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht.“






