Handball – Regionalliga: Obernburg mit deutlichem Auswärtssieg – Bieberau/Modau tat sich daheim schwer
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der Handball Regionalliga hat die TuSpo Obernburg einen deutlichen Auswärtssieg eingefahren. Die HSG Bieberau/Modau gewann daheim.
Deutlicher Auswärtssieg für Obernburg
Im Auswärtsspiel bei der MSG Körle/Guxhagen kam die TuSpo Obernburg mit einem deutlichen 35:22 (18:11)-Sieg zurück. Dabei musste TuSpo-Coach Philipp Wollbeck in dieser Partie auf André Göpfert und Magnus Heinz verzichten, doch die Römerstädter steckten diese Ausfälle sehr gut weg. Mit Tim Kroth und Lukas Hansen aus der zweiten Mannschaft legten die Gäste einen furiosen Start hin und machten von der ersten Minute an klar, wer an diesem Abend den Ton angeben wollte.
Mit hohem Tempo und viel Entschlossenheit erspielte sich Obernburg früh eine 6:2-Führung (10.). Die Gastgeber reagierten prompt mit einer Auszeit und kämpften sich auf 5:7 heran, doch die Antwort der Römerstädter folgte sofort. Angeführt von einem gut aufgelegten Thomas Keck, der einen echten „Sahnetag“ erwischte, zog die TuSpo das Tempo erneut an. In der 23. Minute erhöhte Keck auf 14:7 und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen. Bis zur Halbzeit blieben die Gäste klar spielbestimmend und gingen mit einer hochverdienten 18:11-Führung in die Kabine.
Obernburg ließ nicht nach
Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Römerstädter nicht nach. Mit großer Leidenschaft, viel Spielfreude und einem starken Torhüter Jonathan Bausch im Rücken spielte die TuSpo weiter konsequent nach vorne. In der 38. Minute sorgte das 23:13 für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung und nahm der Partie endgültig die Spannung.
Trotz aller Bemühungen der Gastgeber war der Widerstand nun gebrochen. Die Wollbeck-Crew kombinierte sich mit viel Spielwitz immer wieder sehenswert durch die Abwehr und baute den Vorsprung Tor um Tor aus. Als Thomas Keck in der 54. Minute mit seinem elften Treffer das 31:20 erzielte, war längst klar: dieser Drops war gelutscht! Am Ende feierten die Römerstädter einen eindrucksvollen und auch in dieser Höhe völlig verdienten 35:22-Kantersieg.
Ein sichtlich zufriedener Trainer Philipp Wollbeck fand nach dem Spiel nur lobende Worte: „Die Mannschaft war über 60 Minuten extrem fokussiert und hat das, was wir uns vorgenommen haben, sehr diszipliniert umgesetzt. Der Sieg ist absolut verdient. Ein besonderer Dank gilt auch der Unterstützung aus der zweiten Mannschaft – und Glückwunsch zum Derbysieg gegen Bachgau trotz stark dezimiertem Kader.“
Bieberau/Modau macht sich Stress
Schwerer als erwartet, tat sich die HSG Bieberau/Modau beim 35:.33 (19:17)-Erfolg gegen Bruchköbel, die stark aufspielten. Beide Teams mussten auf wichtige Spieler verzichten. Bei Bieberau/Modau konnte Robin Büttner nicht spielen, er knickte im Abschlusstraining um und bei Bruchköbel fehlte Torjäger Dennis Weit aufgrund einer Schulterverletzung.
Die Gäste spielten im Angriff sehr effektiv und Tim Döhring übernahm die tragende Rolle, war permanent torgefährlich und führte klug Regie. Ganz anders bei den Falken, da spürte man das Fehlen von Büttner gewaltig. Im Angriff längst nicht so variabel und sicher im Abschluss wie zuletzt, taten sie sich schwer. Die Gäste verteidigten sehr geschickt und waren schnell auf den Beinen. So entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein Spiel mit wechselnden Führungen, nach zehn Spielminuten führten die Hausherren mit 6:4, in der 16. Spielminute stand es 11:9 für die Gäste. Diese spürten längst, dass der Gegner schwächelte und nutzten immer wieder ihre Chancen. Trotzdem konnte Bieberau/Modau mit viel kämpferischen Einsatz wieder das Heft in die Hand nehmen und in Führung gehen. Zur Halbzeit hieß es 19:17.
HSG behielt die Führung
Aus der Kabine kommend, lief es zunächst etwas besser für die Falken, sie behielten die Führung und konnten in der 46. Spielminute mit fünf Toren zum 28:23 vorlegen. Doch die SG ließ sich nicht abschütteln, kämpfte sich wieder heran und konnte in der 56. Spielminute sogar zum 31:31 ausgleichen. HSG-Trainer Thomas Weber nahm die Auszeit und appellierte an seine Mannschaft die Konzentration nicht zu verlieren und weiter an einen Sieg zu glauben.
Die Schlussphase wurde enorm spannend, Bruchköbel witterte die mögliche Sensation, ging zweimal in Führung (57. Spielminute 32:31 und 58. Spielminute 33:32), die aber postwendend von den kämpfenden Falken zunächst von Kevin Kunzendorf und dann von Damjan Jajic wieder ausgeglichen wurde. Bei dem Versuch, Jajic am Torwurf zu hindern, musste Bruchköbel eine Zeitstrafe hinnehmen, die lautstark von der Bank reklamiert wurde, was zu einer weiteren Zeitstrafe führte. Jetzt zeigte sich die Cleverness und Routine der Hausherren, ihr Kampf wurde belohnt und so traf Till Schenkel von Rechtsaußen zum 34:33 und David Lubar in der letzten Spielsekunde vom Kreis zum 35:33 Sieg.
HG-Trainer Thomas Weber: „Wir fanden heute wenig Zugriff in der Abwehr und konnten deshalb wenig Tempo nach vorne machen. So stellte sich Stress in unser Spiel ein und darunter litten auch die Abschlüsse. Bruchköbel spielte stark und machte uns das Leben schwer. Am Ende wurde aber unser Kampf und das nicht aufgeben mit einem weiteren Sieg belohnt.“
Das Bild, das Kevin Kunzendorf zeigt, hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.






