Handball – 2. Liga: Unglückliche Niederlage für Großwallstadt gegen Lübeck-Schwartau
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der zweiten Handball Liga hat der TV Großwallstadt gegen den VfL Lübeck-Schwartau mit 25:26 (14:12) verloren. Damit verpasste der TVG nicht nur die Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt, er hat auch im Spiel des Jahres in der Süwag Energie Arena in Frankfurt erneut keinen Sieg einfahren können. Dreimal ist der TVG bisher zu einem Spiel während der laufenden Runde nach Frankfurt umgezogen, dreimal gab es keine Punkte. Nun stehen zwei Niederlagen und ein Unentschieden zu Buche.
Dabei war es erneut ein tolles Event, das der TVG zusammen mit seinem Partner Ecovis auf die Beine gestellt hat, das 2764 Zuschauer sehen wollten. Ein Handballfest beim Ecovis Spitzenhandball in Frankfurt, dass die Partie noch einmal auf ein anderes Level gehoben hat. Leider fehlten am Ende wieder die Punkte und Frankfurt scheint sportlich bisher noch kein gutes Pflaster für den TVG zu sein. Dabei sah es für die Hausherren lange Zeit nach einem Erfolg in Frankfurt aus. Am Ende ging dem TVG aufgrund eines Mini-Kaders die Puste aus.
Das wollte allerdings Florian Eisenträger nach Spielende nicht gelten lassen, als er sagte: “Diese schwierige personelle Situation hatten wir ja jetzt nicht erst das erste Mal.”
Der Gastgeber kam gut in die Partie, Patrick Gempp traf zum 1:0, Mario Stark erhöhte auf 2:0. Paul Holzhacker erzielte das erste Tor für sein Team zum 2:1, bevor Florian Eisenträger per Siebenmeter zum 3:1 verwandelte. Die Lohrbach-Crew präsentierte sich in der Abwehr energiegeladen und kompromisslos, in der neunten Minute stand es 5:2. Nadev Cohen stellte in der 13. Spielminute den Anschluss (7:6) her, doch Max Horner nutzte zwei Tore in Folge zum 10:7. Beim 12:8 durch Horner in der 24. Minute verpasste es der TVG, den Sack zuzumachen und sie ließen den Gegner bis zur Halbzeit auf zwei Tore (14:12) herankommen. Dabei wäre eine höhere Pausenführung auf jeden Fall verdient gewesen, denn die Gastgeber waren die eindeutig bessere Mannschaft.
Lübeck dreht das Spiel in den letzten zehn Minuten
Auch in die zweite Hälfte startete der TVG besser. Eisenträger und Connar Battermann erhöhten auf 16:12. Doch die Gäste blieben dran und Einar Nickelsen und Jan-Eric Speckmann verkürzten auf 16:14. Aber der Gastgeber wollte unbedingt die zwei Punkte für den Klassenerhalt holen, kämpfte verbissen weiter und Battermann spielte in der 41. Minute eine Drei-Tore-Führung für sein Team heraus. In der Folge schwanden die Kräfte. Trainer André Lohrbach fehlten aufgrund der angespannten Personalsituation die Alternativen im Rückraum. Fehler schlichen sich ein und Lübeck nutzte diese konsequent aus. Zehn Minuten vor Schluss traf Nickelsen zum 22:22-Ausgleich. Das war der erste Ausgleich bisher. Die Partie stand auf Messers Schneide und es war kein Sieger auszumachen. Die Hausherren kämpften verbissen weiter. In der 57. Minute stand es 24:24, kurz danach 24:25 und 24:26. Der TVG versuchte alles und Eisenträger netzte zum 25:26 ein. Das war’s. Während Lübeck seit sechs Spielen in Folge ungeschlagen ist, war es die dritte Niederlage in Folge für den TVG. Ein Unentschieden wäre sicher gerechter gewesen.
„Heute sind wir leider die unglücklichen Verlierer“
TVG-Trainer André Lohrbach äußerte sich in der anschließenden Pressekonferenz wie folgt: „Wir haben es leider verpasst, in der entscheidenden Phase deutlicher in Führung zu gehen. Und in der Crunchtime fünf, sechs Minuten vor Schluss haben wir uns dann einen technischen Fehler und einen Fehlwurf zu viel geleistet, so dass wir heute leider die unglücklichen Verlierer sind. Wir müssen die entscheidenden Punkte nach der Länderspielpause holen. Danach werden wir sehr, sehr schnell einen Haken unter die Saison machen.“
Ein total enttäuschter Florian Eisenträger meinte: “Glückwunsch an den VfL. Mir fehlen grad die Worte ob der völlig unnötigen Niederlage. Wir spielen in Halbzeit eins gut, stellen eine gute Abwehr, werfen dann die Bälle zu schnell weg und belohnen uns nicht mit einer höheren Halbzeitführung. In der zweiten Hälfte lief es erst auch noch gut für uns…”
Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür






