Handball – 3. Liga: Baggerseepiraten wollen starke Leistung aus Longerich bestätigen – Hanau muss nach Düsseldorf-Ratingen
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Nach einem überzeugenden Saisonauftakt wartet auf die HSG Rodgau Nieder-Roden in der dritten Handball Liga, Staffel süd-West, am zweiten Spieltag gleich der nächste schwere Brocken. Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die Baggerseepiraten die HG Saarlouis in der RODAUSTROM Sportarena. Die Rodgauer gehen dabei mit ordentlich Rückenwind in die Partie. Zum Auftakt erkämpfte sich die junge Mannschaft von Trainer Christian Sommer beim favorisierten Longericher SC ein 30:30-Unentschieden.
Starker Auftritt in Köln macht Mut
Dabei war es nicht nur das Ergebnis, das bei den Rodgauern für Zufriedenheit sorgte. Die HSG zeigte über weite Strecken eine starke Leistung, trat selbstbewusst auf und bewies auch in schwierigen Phasen große Moral. Mit 30 erzielten Toren präsentierte sich die neu formierte Mannschaft insbesondere im Angriff bereits erstaunlich treffsicher. Gleichzeitig zeigte das Team, dass es auch unter Druck an sich glaubt und bis zur letzten Sekunde um jeden Punkt kämpft.
Jetzt kommt der Meister
Mit der HG Saarlouis wartet allerdings bereits die nächste große Herausforderung. Die Saarländer gehen als Meister der dritten Liga Süd-West 2025/26 in die neue Saison und gehören erneut zu den Mannschaften mit Aufstiegsambitionen. Dies unterstrich das Team von Trainer Lützelberger gleich mit einem Auftaktsieg gegen die Bergischen Panther. Auch wenn da noch nicht alles rund lief, gibt es an der Qualität der Saarländer keine Zweifel. Für die Rodgauer ist die Begegnung deshalb ein echter Härtetest – gleichzeitig aber auch eine attraktive Gelegenheit, vor den eigenen Fans nachzulegen.
Nach dem starken Auftritt in Longerich soll nun der Heimvorteil genutzt werden. Die HSG möchte von Beginn an mit derselben Energie und Körpersprache auftreten und den Favoriten aus dem Saarland möglichst früh unter Druck setzen „Entscheidend wird sein, die einfachen Fehler zu minimieren, in der Abwehr kompakt zu stehen und die Chancen im Angriff konsequent zu nutzen. Gerade gegen eine Mannschaft wie Saarlouis können Kleinigkeiten den Ausschlag geben“, gibt Trainer Sommer die Marschroute vor.
Schwere Auswärtsaufgabe zum Auftakt für die Grimmstädter
Mit dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison steht die HSG Hanau auch gleich vor einer harten Bewährungsprobe: Am Samstag um 17.30 Uhr spielen die Blau-Weißen bei interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen. Die Ratinger haben bereits ihr erstes Spiel absolviert. Beim Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein gab es eine 33:41-Niederlage. Trotzdem zeigte die junge Truppe aus Düsseldorf, gerade in der ersten Halbzeit, eine starke Leistung. HSG-Trainer Axel Spandau erwartet eine schwere Aufgabe, der sich seine Mannen erfolgreich stellen wollen.
„Wir müssen Disziplin und Kampfkraft aufs Feld bringen und dann an die Leistungen, die wir gegen die Zweitligisten in der Vorbereitung und im Pokal gegen Erlangen gezeigt haben, anknüpfen. Das muss die Basis sein und dann wollen wir uns Schritt für Schritt steigern”, sagt HSG-Trainer Spandau, der Ratingen als „schon eine Aufgabe” einordnet: eine extrem junge Mannschaft, angeführt von erfahrenen Routiniers, die die HSGler schon in der letzten Saison vor Aufgaben gestellt und sich weiterentwickelt haben.
Vielversprechende Vorbereitung als Grundlage
„Die Vorbereitung lief sehr gut und wir freuen uns natürlich immens, dass es jetzt endlich wieder losgeht!“, freut sich Kapitän Jan-Eric Kleemann. Für die HSG Hanau ist es das erste Pflichtspiel dieser Spielzeit. Die Vorbereitung verlief über weite Strecken vielversprechend, die Begegnungen mit dem TV Hüttenberg und dem Dessau-Roßlauer HV, aus der zweiten Liga, zeigten das Potenzial der Mannschaft. Das Team um das Kapitäns-Duo Kleemann & Müller hat die Lehren aus den Vorbereitungsspielen gezogen und sind nun gut gerüstet für den Start. Am Samstag wollen sie auswärts an ihre starken Auftritte der letzten Saison anknüpfen. Gerade zum Saisonstart gab es damals sechs in Serie, wo sie ungeschlagen in fremden Gefilden waren.
Auf der anderen Seite tritt eine Mannschaft auf, die HSG-Trainer Spandau sehr genau unter die Lupe genommen hat: Unter der Leitung von Trainer Filip Lazarov setzt Düsseldorf-Ratingen auf ein variables Deckungsspiel — in der Regel eine stabile 6:0-Deckung, ergänzt durch eine offensive 3:2:1 als Mittel der Überraschung. Im Tor steht mit Sebastian Bliß jemand, der mit seiner Leistung und Erfahrung aus der Bundesliga den Rückhalt der Mannschaft bildet. Im Rückraum glänzen die jungen Wilden mit Luca Elias Schulz, elf Tore gegen Krefeld und Tjark Seher, ebenfalls einem wurfgewaltigen Rückraumshooter. Henrik Stock zieht mit seiner Zweitliga-Erfahrung auf Rückraum Mitte die Fäden. Am Kreis lauert der 2.06 Meter große Stanko Sabic, der mit seiner körperlichen Präsenz jede Abwehr vor Aufgaben stellt. Nach der Niederlage im Derby gegen Krefeld wollen die Ratinger im ersten Heimspiel ihre ersten beiden Punkte einfahren.
Matchplan steht – Über die Deckung ins Spiel finden
Der Matchplan der Grimmstädter führt dabei klar über die Abwehr. Mit einer beweglichen und disziplinierten 6:0-Deckung wollen sie Schulz, Seher und Stock aus dem Rhythmus bringen, umso die sich bietenden Chancen in der zweiten Welle konsequent zu nutzen. Seit Jahren ist das Tempospiel eine der Stärken der Grimmstädter. Gleichzeitig gilt es direkt nach einem abgeschlossenen Angriff in den Rückzug zu kommen. Im Angriffsspiel sollen geduldig die Torabschlüsse vorbereitet und dann mit einer hohen Effektivität die Chancen im Tor untergebracht werden. Dabei gilt es mit einer hohen Geschwindigkeit und Ballsicherheit die gegnerische Deckung in die Bewegung zu bringen, um die entsprechenden Räume zu nutzen. Abschließend führt Kleemann aus: „Wir haben schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie das im Pokal dann auch laufen kann. Wir sind gut gerüstet und wollen dann in Düsseldorf alles geben und versuchen, die zwei Punkte zu holen.“
Neben dem Langzeitverletzten Julian Fulda wird weiterhin Benedikt Müller angeschlagen fehlen, dafür wird Nico Scholz aus der Oberligamannschaft gemeinsam mit Florian Eberhardt das Torhüter-Duo in Nordrhein-Westfalen bilden. Auch Neuzugang Mathi Geerken wird seine Premiere in der dritten Liga für die HSG feiern.






