Handball – 3. Liga: Gelnhausen fährt zum Spitzenspiel an die Bergstraße – Hanau empfängt Aufsteiger
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, fährt der TV Gelnhausen zum Spitzenspiel nach Leutershausen. Hanau empfängt den HV Vallendar und Nieder-Roden muss nach Dutenhofen/Münchholzhausen II.
Spitzenspiel an der Bergstraße
Das nächste Spitzenspiel wartet auf den TV Gelnhausen. Am Samstag gastieren die Barbarossastädter um 19.30 Uhr bei Saase3 Leutershausen in der Heinrich-Beck-Halle. Dabei treffen zwei Mannschaften aufeinander, die nahezu identisch in die Saison gestartet sind. Der TVG steht mit 7:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, Leutershausen folgt mit der gleichen Ausbeute direkt dahinter auf Rang drei.
Für die Gelnhäuser ist es bereits die zweite Auswärtsaufgabe in Folge. Am vergangenen Wochenende setzte sich die Mannschaft von Trainer Patrick Beer nach einer dramatischen Schlussphase mit 29:28 bei interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen durch. Der gelungene Saisonstart gibt den Barbarossastädtern Selbstvertrauen, gleichzeitig hat gerade das Spiel in Ratingen gezeigt, wie eng es in dieser ausgeglichenen Süd-West-Staffel zugehen kann. Nach einer zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung der Gastgeber musste sich der TVG den Erfolg in der Schlussphase mit viel Moral erkämpfen. In Leutershausen dürfte die Aufgabe kaum einfacher werden.
„Da wartet eine ordentliche Herausforderung auf uns. Leutershausen hat einen Riesenlauf und steht mit 7:1 Punkten genauso gut da wie wir. Das wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt TVG-Trainer Patrick Beer. Nach drei Siegen zum Auftakt musste Leutershausen am vergangenen Wochenende beim TV Kirchzell erstmals einen Punkt abgeben. Beim 29:29 bewies Leutershausen allerdings große Moral und kämpfte sich nach einem Vier-Tore-Rückstand zur Pause noch zurück in die Partie. Damit ist die S3L ebenso wie der TVG nach vier Saisonspielen weiterhin ungeschlagen.
Dass Leutershausen zu den anspruchsvolleren Gegnern der Liga gehört, überrascht beim Blick auf den Kader nicht. Mit Stefan Salger verfügt die Mannschaft auf Halbrechts über einen Bundesliga-erfahrenen Rückraumspieler, der mit seinen 2,07 Metern enorme körperliche Präsenz mitbringt. Auf der linken Rückraumseite wartet zudem ein alter Bekannter auf den TVG: Sven Schreiber trug selbst bereits das Gelnhäuser Trikot und zählt seit Jahren zu den prägenden Spielern in Leutershausen. Hinzu kommen weitere erfahrene Akteure sowie gefährliche Außenspieler, so dass der TVG defensiv über 60 Minuten konsequent arbeiten muss.
„Mit Stefan Salger und Sven Schreiber haben sie im Rückraum zwei Spieler mit enormer Erfahrung und Qualität. Aber Leutershausen besteht nicht nur aus diesen beiden Akteuren. Sie haben insgesamt eine richtig gute Mannschaft und sind auch über die Außen sehr gefährlich. Wir wissen, was auf uns zukommt, freuen uns aber sehr auf diesen Vergleich“, sagt Beer.
Die traditionsreiche Handball-Hochburg an der Bergstraße kennt sich mit höherklassigem Handball bestens aus. Die SG Leutershausen spielte in ihrer Geschichte bereits in der Bundesliga und gehört seit vielen Jahren zu den bekannten Namen im deutschen Handball. Entsprechend anspruchsvoll ist traditionell auch die Aufgabe in der Heinrich-Beck-Halle.
Personell gibt es beim TVG eine positive Nachricht. Henrik Müller kehrt in den Kader zurück und erweitert damit die Möglichkeiten der Barbarossastädter. Weiterhin verzichten muss Gelnhausen dagegen auf Jonas Dambach sowie Max Bechert und Torhüter Alexander Bechert. Die Mannschaft hofft, dass möglichst viele Fans die Reise an die Bergstraße mitmachen und ihr Farben unterstützen.
Vallendar zu Gast in der Main-Kinzig-Halle
Die HSG Hanau empfängt bereits am Freitag um 20.15 Uhr den Aufsteiger HV Vallendar. Die Grimmstädter stehen nach drei Niederlagen in Folge mit 0:6 Punkten auf Rang 16, der Gast aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz belegt mit 2:4 Zählern Platz 14. Zuletzt zeigte die Mannschaft um Kapitän Jan-Eric Kleemann gegen den Tabellenführer aus Krefeld eine starke Abwehrleistung. Mit dieser und einer verbesserten Chancenverwertung sollen am Freitag die ersten beiden Punkte her.
Trainer Axel Spandau ordnet die Bedeutung des Abends klar ein: „Für uns ist das am Freitag natürlich ein extrem wichtiges Spiel — da geht’s nicht nur darum, dass wir aus den null Punkten zwei Punkte machen wollen, sondern da geht es auch darum, dass wir unser Selbstvertrauen wiederholen wollen, was wir die ganze letzte Saison hatten. Und da kommt jetzt ein Aufsteiger mit einer sehr unangenehmen Spielweise.” Gleichzeitig gibt er sich optimistisch: „Wenn wir den Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten Krefeld bei 26 Toren halten, haben wir unsere Strategien der Abwehr wiedergefunden und dann geht es darum, im Angriff die Chancenverwertung zu verbessern und die 30-Tore-Marke wieder anzugreifen.”
Unangenehmer Gast
In Münster zeigte die Offensive, dass sie diese Marke von 30 Treffern erreichen kann, und die Defensivleistung gegen Krefeld, Aufstiegsfavorit, Tabellenführer, wurde bei 26 Toren gehalten, signalisiert, dass die Blau-Weißen langsam wieder ihre Stärken auf die Platte bringen können. Jetzt sind die Grimmstädter gewillt, alles auf der Platte zu lassen und wollen die ersten beiden Punkte einfahren.
Auf der anderen Seite steht Aufsteiger HV Vallendar, den Trainer Veit Waldgenbach mit einer kompakten 6:0-Deckung auf das Spielfeld schickt. Die bekanntesten Spieler sind die Waldgenbach-Brüder, Joshua Reuland und der aus Ninja Warrior bekannte Gary Hines. Torben Waldgenbach ist mit 29 Treffern Topscorer des Teams. Neben ihm auf der linken Außenbahn agiert der ehemalige Zweitliga-Profi Joshua Reuland. Jan Waldgenbach, der jüngere Bruder von Torben, ist als spielfähiger Akteur auf Rückraum Rechts beheimatet. Vallendar, so der ausdrückliche Hinweis aus dem Trainerteam der Gastgeber, greift häufig auf das Mittel sieben gegen sechs zurück, was die defensive Arbeit der Grimmstädter vor neue Aufgaben stellt. Kapitän Jan-Eric Kleemann blickt voraus: „Wir haben in dieser Trainingswoche definitiv an unseren Aufgaben gearbeitet. Wenn wir die einzelnen Leistungen der letzten beiden Spiele verbinden und insbesondere unsere Abschlussqualität verbessern, wollen wir unseren ersten Sieg einfahren.“
Matchplan steht
Die Deckungsarbeit war besonders im letzten Spiel leidenschaftlich. Trainer Spandau bescheinigte sogar: „eine spitzenmäßige Tempogegenstoß-Abwehr“. Die Rückkehr von Benedikt Müller zwischen die Pfosten gab zusätzlichen Rückhalt für die Blau-Weißen. Darauf aufbauend, wollen die Hanauer noch verbessert in ihr eigenes Tempospiel kommen, um einfache Tore zu erzielen. „Vorne müssen wir konzentrierter zu Werke gehen und unsere Chancen konsequenter nutzen“, gibt Kleemann die Marschroute für den Angriff vor. In dem Bereich wurde in dieser Woche intensiv gearbeitet. „Es ist eine kurze Trainingswoche, da wir bereits am Freitag spielen. Da freuen wir uns aber ganz besonders drauf. Auf Freitagsspiele hier in der Main-Kinzig-Halle haben wir immer richtig Bock drauf. Beim letzten Heimspiel haben wir schon gesehen, was die Fans mit uns machen können, dass uns das nochmal nach vorne peitscht“, freut sich Kleemann auf die Partie.
Das Bild von Jan-Eric Kleemann hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür





