Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Heute möchte ich Euch Emelyn van Wingerden vorstellen. Seit sie sechs Jahre alt ist, spielt sie Handball. Die in Berlin geborene 19-Jährige ist derzeit beim Handball-Erstligisten HSG Blomberg-Lippe unter Vertrag und spielt auf Rechtsaußen eine sehr gute Rolle. Auch ihr Trainer Steffen Birkner ist voll des Lobes über die talentierte Spielerin und freut sich, sie in seinem Team zu haben.

Wir haben „Emy“, wie ihre Freunde sie nennen, ein paar Fragen gestellt. Lest nachfolgend das interessante Interview mit der sympathischen Sportlerin. 

Emy, Du spielst seit Deinem sechsten Lebensjahr Handball. Seid Ihr eine „handballverrückte“ Familie oder wie bist Du zum Handball gekommen?

“Meine Mama war früher Leichtathletin und deshalb war es ihr wichtig, dass auch ich Sport mache und am liebsten keinen Einzelsport, sondern einen Teamsport. Ich selber weiß gar nicht warum genau Handball – aber, es hat auf jeden Fall funktioniert 🙂  Als dann klar war, dass ich beim Handball bleibe, wurden wir zur ‘handballverrückten’ Familie, guckten die Bundesliga und alle Nationalmannschafts-Spiele, aber ich würde sagen, vorher waren wir nicht unbedingt ‘handballvernarrt’.”

Wäre für Dich auch eine andere Sportart in Frage gekommen oder hast Du nebenbei noch einen anderen Sport betrieben?

“Ich habe mit Fußball angefangen. Da war ich ungefähr drei Jahre. Aber schon da habe ich den Ball lieber in die Hand genommen. Danach war ich noch beim Ballett und beim Reiten, aber Handball hat mir viel mehr Spaß gemacht. Das habe ich sehr schnell gemerkt.”

Du bist schon in jungen Jahren von zu Hause ausgezogen und nach Abschluss der Grundschule ins Sportinternat nach Frankfurt/Oder gewechselt. Wie schwer ist Dir das gefallen, so jung schon allein auf Dich gestellt zu sein?

“Ja genau, ich bin mit zwölf Jahren von zu Hause ausgezogen. Klar ist es am Anfang immer schwer und man hat viel Heimweh und vermisst die Freunde aus der Grundschule. Aber durch das Internat mit dem Sport und der Schule hat man schnell neue Freunde gefunden und diese wurden dann auch schnell zur Familie und man hat sich super wohl gefühlt. Ich weiß von Mama, dass es ihr gar nicht leicht fiel, mich gehen zu lassen. Aber ich denke das hat sich schnell gelegt als sie gesehen hat, wie viel Spaß mir Handball in Frankfurt gemacht hat und dass ich schnell gute Freunde gefunden habe.

“So ganz alleine war ich nie”

So ganz alleine auf mich gestellt, war ich natürlich nie. Erstens waren Mama und Papa nur eine Autostunde von mir weg und sind immer gekommen, wenn es mir wirklich mal nicht gut ging. Außerdem hatten wir Erzieher, die immer auf uns acht gegeben haben und uns den Weg gezeigt haben. Wir hatten auch eine Mensa, die uns immer offen stand und deshalb mussten wir uns auch nicht ums Essen kümmern. Klar ist es was anderes selber zu putzen, alleine zu sein und das erste Mal alleine Zug zu fahren, aber das hat sich alles schnell normalisiert.”

Du hast während dieser Zeit beim Frankfurter HC in der C-Jugend gespielt und wurdest mit Deiner Mannschaft Pokalsiegerin. Wie ging es dann weiter?

“Nach der C-Jugend ging es weiter mit der B-Jugend bei Herrn Dahlmann und der A- Jugend bis zur Jugend-Bundesliga hab ich in Frankfurt alles durchlebt. Das war eine intensive, aber sehr lehrreiche Zeit. Wir hatten zweimal am Tag Training und immer mit den selben Leuten. Da wächst man auch als Team super schnell zusammen und so konnten wir auch große Siege einfahren. Ein Erlebnis welches mir stark in Erinnerung geblieben ist, war der Titel Nordostdeutscher Meister mit der B-Jugend.”

Im Mai 2017 bist Du nach Blomberg gewechselt, hast Dich dort der HSG-Akademie angeschlossen und in der U 19 gespielt. So ganz nebenbei hast Du noch ein Studium angefangen. Wie sieht denn ein „normaler“ Alltags-Ablauf bei Dir aus?

“Mit 16 bin ich nach Blomberg aufs Internat gegangen und habe dort das Hermann-Vöchting-Gymnasium besucht. Dort habe ich von der zehnten Klasse an später mein Abitur absolviert. In Blomberg konnte ich noch ein Jahr B Jugend spielen, hab parallel Jugend-Bundesliga und dritte Liga gespielt.

“Alle Vorlesungen laufen über Zoom”

Während des Abi‘s in diesem Jahr hat die Coronazeit angefangen, was hieß, von zu Hause aus lernen und sich selber fit halten. Nach dem Abi hatte ich ein paar Monate Pause was die Schule angeht. Im Juli ging dann unsere Vorbereitung wieder los und ich habe mir überlegt, wie mein Weg jetzt weiter gehen soll. Ich hab mich letztendlich für den Studiengang ‘Immobilienwirtschaft- und Management’ an der HAWK (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Anm. d. Red.)  in Holzminden entschieden. Das Studium begann im November, aber aufgrund von Corona ist bisher alles nur online gelaufen. Alle unsere Vorlesungen laufen über Zoom. 

Ein normaler Alltag besteht bei mir aus Frühstücken, Training, Uni und Abendbrot. An manchen Tagen habe ich ein bisschen weniger Uni, machmal mehr und – je nachdem – zweimal am Tag Training.”

Bleibt da noch Zeit für Familie, Freunde oder Hobbys?

“Es bleibt leider wenig Zeit für Familie, gerade wenn wir jedes Wochenende Spiele haben. Trotzdem kommen Mama und Papa zu manchen Spielen und natürlich gibt es auch mal ein freies Wochenende, an dem ich dann nach Hause fahre. Hobbys neben dem Handball hab ich eigentlich wenige. Ich höre gerne Musik oder liege einfach gerne mal im Bett und schalte ab mit einer guten Serie. Aber durch das Studium ist dafür leider weniger Zeit. Mit den Mädels aus der Mannschaft ist natürlich immer Zeit zum Essen gehen oder Love Island gucken.”

Nachdem Du im letzten Jahr bei der Vorbereitung für die Bundesliga-Saison teilgenommen und einen tollen Eindruck hinterlassen hast, bekamst Du gleich beim Heimspiel im September 2019 einen Einsatz in der ersten Mannschaft. Wie hat sich das für Dich angefühlt?

“Das war natürlich ein ganz besonderes Erlebnis, super aufregend und eine riesige Erfahrung die ich nie vergessen werde. Aber das Kribbeln vor dem Spiel und die Nervosität habe ich immer noch.” 

Wie groß ist der Unterschied zwischen der Jugend-Bundesliga und den Aktiven?

“Der ist natürlich groß. In der Jugend-Bundesliga sind alle ungefähr dein Alter und viele Mannschaften kennt man schon lange von früheren Spielen. In der Bundesliga gibt es so viele gestandene Spielerinnen, die so erfahren sind und schon über Jahre in der Bundesliga spielen. Die sind einem natürlich in manchen Punkten überlegen. Und dann gibt es natürlich die Spitzenteam und die deutschen Meister, vor denen man viel Respekt hat.” 

Was war in Deiner bisherigen Laufbahn Dein schönstes Erlebnis?

“Mein schönstes Erlebnis war natürlich der Sprung in die Bundesliga. Da ging ein kleiner Traum in Erfüllung. Aber auch jeder Länderpokal mit Brandenburg und Westfalen war immer eine mega Zeit.”

Hast Du ein Vorbild oder wer gefällt Dir als Sportler/Sportlerin sehr gut?

“Vorbilder hab ich ehrlich gesagt nicht. Es gibt viele Spieler und Spielerinnen, die mich beeindrucken mit der Leistung. Aber jemand besonderen habe ich nicht.” 

Ihr steht derzeit auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz. Was ist das Saisonziel der HSG?

“Ja, der dritte Platz wäre natürlich überragend. Wir haben uns als Ziel gesetzt, in der oberen Hälfte mitzumischen.” 

Derzeit ist ja Corona in aller Munde und das Virus beherrscht unser Leben. Wie ist das, mit wenigen oder gar ganz ohne Zuschauer zu spielen?

“Ohne Zuschauer zu spielen ist natürlich blöd. Unsere Ulmenallee mit unseren Fans ist eine Halle, in der man sich super wohl fühlt. Die Fanbase steht hinter einem und die Fans geben den Support, den man braucht. Ohne Zuschauer, die einen pushen ist es natürlich schwerer. Aber wir wissen alle, dass die Fans über die Livestreams immer bei uns sind und uns von der Ferne unterstützen. Nichtsdestotrotz ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft immer gut und die Bank ist immer am Start.”

Wie hast Du bisher die Pandemie erlebt? Gerade im ersten Lockdown Anfang des Jahres ruhte der Sport ja lange. Wie hast Du Dich damals fit gehalten?

“In der Pandemie war ich natürlich zu Hause bei meiner Familie. Die Zeit tat mir sehr gut und ich konnte ein wenig runterfahren und entspannen. Trotzdem war das die Zeit des Abiturs und ich musste viel lernen. Selbstverständlich kam in der Zeit der Sport nicht zu kurz. Mit Laufeinheiten und Workouts habe ich mich fit gehalten. Fünfmal in der Woche bin ich gelaufen und habe danach ein paar kleine Workouts gemacht. Ich muss sagen, in dieser Zeit war ich läuferisch so fit wie lange nicht mehr 🙂 Der Handball hat trotzdem gefehlt, aber durch die lange Pause hat sich die Lust auf die Vorbereitung immer mehr vergrößert.”  

Zum Abschluss noch: was sind Deine beruflichen und privaten Ziele?

“Ich möchte meinen Bachelor machen und je nachdem wie es dann mit dem Handball weiter geht, auch gerne noch den Master und dann meinen beruflichen Weg gehen. Neben der Uni will ich auch weiterhin in der Bundesliga unterwegs sein und noch viele Siege und Erfolge feiern.”

 

Wir bedanken uns bei Emy für die Zeit, die sie sich genommen hat und wünschen ihr auf ihrem Weg – sportlich und beruflich – nur das Beste.

Die Bilder hat uns die Familie van Wingerden zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Demnächst könnt Ihr sie auch in meinem Podcast hören. Also freut Euch schon drauf.

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

So, jetzt ist es amtlich. Die dritte Handball-Liga und die Jugend-Bundesliga werden aufgrund der Corona-Pandemie ihren Spielbetrieb bis zum Ende des Jahres aussetzen.

Das Präsidium und der Vorstand des Deutschen Handballbundes haben am vergangenen Mittwoch in einer Videokonferenz beschlossen, den Spielbetrieb der dritten Liga und der Jugend-Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie bis Ende des Jahres auszusetzen. Vorangegangen war am Freitag, den 30. Oktober, ein ebenfalls von Präsidium und Vorstand gefasster Beschluss, den Spielbetrieb aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen zunächst bis zum 15. November zu unterbrechen. Eine Wiederaufnahme ist derzeit zum Wochenende 9./10. Januar beabsichtigt, sofern dies die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt.
 
„Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten für Handball zu schaffen. Priorität haben dabei Wiederaufnahme und Fortführung des Trainings. Dies gilt insbesondere für die Nachwuchstalente. Unabhängig von der formalen Einordnung als Profi- oder Amateursport kämpfen wir für alle Mannschaften auf politischer Ebene darum, dass sie trainieren können, wenn sie dies tun wollen“, sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes. „Wir haben hierfür im ersten Lockdown mit dem Leitfaden ,Return to play‘ die Basis für in den Vereinen in der Zwischenzeit bewährte Hygienekonzepte geschaffen. Diese werden auch in der jetzigen Phase eine elementare Hilfe sein“, so Schober weiter.
 
Der DHB hat in den vergangenen beiden Wochen mit Spielkommission dritte Liga und Jugend-Spielausschuss alle Vereine in die Situationsanalyse eingebunden, mit den zuständigen Gremien unter anderem spieltechnische Szenarien entwickelt und als maßgeblichen rechtlichen Rahmen auch die Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer ausgewertet. 
 
Ein Drittel darf nicht trainieren
 
Von insgesamt 131 Mannschaften der 3. Liga (72 Männerteams, 59 Frauenteams) haben derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, weiter zu trainieren. Etwa die Hälfte dürfte den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen. Insgesamt ergibt sich für die dritte Liga ein heterogenes Bild auch, was die Einordnung als Amateur- oder Profisport betrifft. 
Am vergangenen Dienstagabend tauschte sich der DHB in zwei Videokonferenzen mit den Vereinen der dritten Liga Männer/Frauen aus. „Wir verstehen die Nöte vor Ort. Es ist jetzt unsere gemeinsame Aufgabe, Wege zu finden, wie der Handball in der 3. Liga aktiv bleibt und welche Formen des Spielbetriebs möglich und sinnvoll sind. Im ersten Schritt hat die Sicherung des Trainingsbetriebes Priorität“, erklärte Mark Schober. „Wir müssen mit Blick auf die Gesundheit aller immer verantwortungsvoll handeln, aber auch weiter mutig das Mögliche planen – mit der Bereitschaft, sehr flexibel zu reagieren.“
 
Matthias Kohlstrung, Vereinsvertreter in der Spielkommission der dritten Liga, sagt: „Wir wollen versuchen wieder zu spielen, sofern das möglich ist. Das sind wir unserem Handball schuldig. Allerdings müssen wir auch die bestmögliche Sicherheit für unsere Spieler erreichen.“
Der DHB, die Spielkommission dritte Liga und der Jugend-Spielausschuss werden in den kommenden Wochen weiter beraten, wie die Saison 2020/21 fortgesetzt werden kann.
 
Was sagt Heiko Karrer
 
Heiko Karrer, Trainer beim TV Kirchzell, sagte zu dieser Nachricht: „Jetzt ist eine Entscheidung gefallen und das war wichtig. Voraussichtlich wird unsere Runde erst wieder im Januar weitergehen. Zu diesem Zeitpunkt hätte die Rückrunde beginnen sollen. Nun wird darüber nachgedacht, in welcher Form die Saison weitergehen kann.“ Derzeit trainieren die Kirchzeller Jungs nicht und der Coach hat ihnen Trainingspläne für Lauf- und Krafttraining gegeben, damit sie sich selbstständig fit halten können. “Angedacht ist demnächst ein gemeinsames Online-Training“, so Karrer. 
 
Gottfried Kunz, der sportliche Leiter der Kirchzeller, meinte: „Für mich ist dies die einzig richtige Entscheidung, bis Ende des Jahres den Spielbetrieb einzustellen. In cirka drei Wochen werden sich erneut die Verantwortlichen aller Vereine der dritten Liga zur nächsten Videokonferenz treffen, um zu besprechen, wie es weiter geht. Derzeit kann man ja wirklich nur auf Sicht fahren.”
 
Wie sieht die HSG Hanau die Entscheidung
 
Für die HSG Hanau bedeutet dies, dass sie mit ihrem Drittliga-Kader und der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft weiterhin trainieren darf, um sich für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs Anfang Januar vorzubereiten. „Wir sind erleichtert, dass jetzt Klarheit bei diesem Thema herrscht und wir unseren Sportlern unter Berücksichtigung der Hygieneregelungen weiterhin ermöglichen können, zu trainieren. Die Einstufung, zum Leistungssport zu zählen, ist eine große Wertschätzung unserer Arbeit. Das gibt uns die Möglichkeit den Handballsport in der öffentlichen Wahrnehmung am Leben zu erhalten und unsere Talente weiter zu fördern, um den erfolgreichen Weg der HSG Hanau fortzusetzen“, sagt Hanaus A-Jugend-Bundesliga-Coach und Geschäftsstellenleiter Hannes Geist. 
 
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.
 
Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Dieses Wochenende gibt es aufgrund der Länderspiel-Pause keine Handballspiele. Zwar sollten in der zweiten Liga zwei Begegnungen stattfinden. Aber diese wurden abgesagt. 

Die Partien des TSV Bayer Dormagen gegen den TuS Ferndorf und der SG BBM Bietigheim gegen die HSG Konstanz wurden verlegt. Grund? Ihr könnt es Euch denken. Es gab Corona-Verdachtsfälle. 

Alfred Gislason hat sein Debüt als Nationaltrainer der deutschen Nationalmannschaft hinter sich. Nach dem nicht überzeugenden Auftritt der deutschen Handballer beim 25:21 (9:13)-Auftaktsieg in der EM-Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina erwartet der Bundestrainer im Gastspiel in Estland an diesem Sonntag eine deutliche Steigerung. “Wir wollen eine bessere Leistung bringen”, sagte er.

Obwohl wir uns mitten in einer zweiten Welle der Corona-Pandemie befinden, wurde das Spiel, bei dem der Gegner zwölf Corona-Ausfälle hatte, durchgepeitscht. Und heute geht es weiter. Natürlich darf der Sport nicht ganz von der Bildfläche verschwinden. Wer weiß, wann sich die Situation einigermaßen normalisiert. Trotzdem bin ich der Meinung (und das, obwohl ich davon lebe), dass es derzeit Wichtigeres als Handball gibt.

In Tallinn wird es sicher nicht einfacher, aber ich bin überzeugt, dass die Deutschen es diesmal besser machen werden. Lassen wir uns überraschen.

Die dritte Liga pausiert noch und hier sind sich die Beteiligten und “Oberen” noch immer nicht einig, ob die dritte Liga nun Profi- oder Amateursport ist. Auch hier dürfen wir uns überraschen lassen, wie die Entscheidung aus- und wann es wieder weitergeht.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der letzte Spieltag in der zweiten Handball-Bundesliga ist vorbei und es gab lediglich zwei Verlegungen. Der Wilhelmshavener HV und der VfL Gummersbach sowie der Handball Sport Verein Hamburg und der ASV Hamm Westfalen spielten nicht. Alle anderen Partien wurden ausgetragen. Erwartungsgemäß gewannen die Rimparer Wölfe gegen den TV Emsdetten (27:23), während sich Bayer Dormagen und TuS N-Lübbecke Unentschieden trennten (25:25). Der TuS Ferndorf gewann knapp mit 30:29 gegen Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck. Diese kommen immer besser in Schwung. Etwas überraschend musste der ThSV Eisenach dem TV Hüttenberg mit 20:24 den Vortritt lassen. Der HC Elbflorenz verlor denkbar knapp gegen den VfL Lübeck-Schwartau (24:25) und auch der Dessau Rosslauer HV setzte sich gegen den TV Großwallstadt mit 29:28 durch.

Keine Punkte trotz konzentrierter Leistung

Schade für den TVG, der eine sehr konzentrierte und engagierte Leistung zeigte. Das Spiel war unglaublich spannend und nervenaufreibend und es war sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften lieferten sich ein Kopf- an Kopf-Rennen. Nach dem 16:16 zur Pause führte der TVG in Halbzeit zwei mit 20:18 und 22:20. Doch die Hausherren gaben nicht nach und glichen aus, so dass es in der 49. Minute 25:25 stand. Ab diesem Zeitpunkt musste der TVG ohne Kreisläufer auskommen, denn nach der frühen Roten Karte von Dino Corak erwischte es nun auch Snir Natsia. Allrounder Lars Spieß sprang ein, der DRHV zog mit zwei Treffern davon. Die Gäste erzielten den Anschluss. Doch in den letzten 33 Sekunden spielten die Gastgeber unglaublich geschickt, spielten ihren letzten Angriff clever aus. Zwar gab es kein Tor mehr, doch der TVG hatte auch keine Zeit mehr, um den Ausgleich zu erzielen. 

Erstmals zum Einsatz kam der TVG-Neue Savvas Savvas und hinterließ einen guten Eindruck.  Der 23-jährige Grieche wurde für den lange verletzten Goran Bogunovic nachverpflichtet und gilt als Shooter. In der Saison 2017/18 stellte er dies bei der Eintracht Hildesheim unter Beweis und krönte sich als Torschützenkönig in der zweiten Liga. Zuletzt war er beim Erstligisten GWD Minden, aber dort wurde sein am 30. Juni 2020 auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert. 

Nächste Woche ist Länderspielpause. Trotzdem sind in der zweiten Liga zwei Paarungen angesetzt. Stand heute spielt der TSV Bayer Dormagen gegen den TuS Ferndorf und die SG BBM Bietigheim hat die HSG Konstanz zu Gast. Alle anderen dürfen sich zurück lehnen 🙂 

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Präsidium und der Vorstand des Deutschen Handballbundes haben gemeinsam am Freitagabend in einer Videokonferenz beschlossen, den Spielbetrieb in der 3. Liga und Jugend-Bundesliga ab Montag zunächst bis einschließlich 15. November auszusetzen. 
 
Die zuständigen Gremien des Verbandes werden in der Zwischenzeit in Rücksprache mit den Vereinen die Möglichkeiten der Fortsetzung des Spiel- und/oder Trainingsbetriebs und die dafür erforderlichen Maßnahmen prüfen.
 
„Wir haben großes Verständnis für unsere Vereine und deren Nöte“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes. „Wir alle befinden uns in einer ungewissen Lage. Das vorläufige Aussetzen des Spielbetriebes verschafft uns Zeit, die wir benötigen, um die gerade erst veröffentlichten Verordnungen der jeweiligen Länder einschätzen zu können.“
 
Weiter heißt es in der Pressemitteilung: Die Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsident*innen hatte am Mittwoch als einen Beschluss zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergeben, dass der Trainings- und Spielbetrieb ab dem 2. November im Amateursport bis zum Ende des Monats einzustellen sei.
 
Für Spielbetrieb und Training in Jugendbundesliga und 3. Liga ist deren Status ausschlaggebend. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat hierzu folgende Forderung formuliert:
„Nach DOSB-Verständnis fallen alle Kaderathlet*innen (OK, PK, NK 1 und 2) sowie die ersten bis dritten Ligen in allen olympischen und nicht-olympischen Sportarten, die vierte Liga im Männerfußball sowie nationale und internationale Sportveranstaltungen an denen professionelle Sportler*innen teilnehmen in diesem Fall unter die Definition „Profisport“.“ Schober sagt, dass mit Hochdruck daran gearbeitet wird, „auch auf politischer Ebene diese drängenden Fragen zu klären.“
 
An diesem Wochenende soll und kann in 3. Liga und Jugendbundesliga noch gespielt werden, wo dies möglich ist. Stehen dem Vorhaben kommunale Regelungen entgegen, so ist dies mit den jeweiligen spielleitenden Stellen zu klären.
 
Obwohl gespielt werden soll oder auch kann, wurde in der dritten Liga gerade einmal eine Partie gespielt und zwar spielte der HSC Bad Neustadt gegen die HG Saarlouis 22:18. Es ist die erste Niederlage in dieser Saison für die HGS. Alle anderen Begegnungen wurden abgesagt/verlegt. Was – meiner Meinung nach – unter diesen besonderen Umständen auch richtig ist. Auch das Match des TV Kirchzell gegen den Longericher SC Köln fand nicht statt. Grund: Coronaverdacht beim LSC. Ob es am Mittwoch, den 18. November, zum Spiel zwischen dem Leichlinger TV und der HSG Rodgau Nieder-Roden kommt, bleibt abzuwarten. 
 
Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie heute früh bekanntgegeben, hat das Präsidium des Hessischen Handball-Verbands in seiner Videokonferenz am vergangenen Mittwoch beschlossen, die Unterbrechung des Spielbetriebs aufgrund der Corona-Pandemie für alle Spielklassen im gesamten Verbandsgebiet bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern. Dies gilt auch für sämtliche Auswahl- und Stützpunktmaßnahmen des Verbandes und der Bezirke. 

Nicht betroffen sind die Bundesligen und die dritten Ligen

Nicht betroffen von dieser Entscheidung sind die Spiele der Handball-Bundesliga der Männer und Frauen, der dritten Ligen und der Jugend- Bundesligen. Für deren Spielbetrieb wird es eine separate Entscheidung des DHB und/oder der Ligaverbände geben. 
 
Die Entscheidung, die der HHV getroffen hat, basiert auf den Beschlüssen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten am vergangenen Mittwoch. 
 
Der HHV strebt an, den Spielbetrieb nach den Weihnachtsferien mit Beginn der Rückrunde wieder aufzunehmen. Eine endgültige Entscheidung dazu erfolgt im Dezember. 
 
Ich denke, die Entscheidung war jetzt nicht wirklich überraschend. Mal sehen, wie es weiter geht.
 
Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Handball-Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, Alfred Gislason, nomierte heute 21 Spieler für die ersten beiden Runden der EHF EURO 2020 Qualifiers. 

Der Deutsche Handballbund hat dies heute in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Ihr könnt sie nachfolgend lesen:

Mit 21 Spielern geht die deutsche Handball-Nationalmannschaft in die ersten beiden Runden der EHF EURO 2022 Qualifiers. Bundestrainer Alfred Gislason hat sein Team für die Länderspiele gegen Bosnien-Herzegowina und Estland nominiert. Angeführt wird dieses von Kapitän Uwe Gensheimer, der am heutigen Montag 34 Jahre alt wird. Gislason, seit Februar dieses Jahres Bundestrainer, steht aufgrund der Corona-Pandemie erst jetzt vor seinem ersten Länderspiel. 

Das DHB-Team wird am kommenden Montag, 2. November, zum vorbereitenden Lehrgang zusammenkommen. Am Donnerstag, 5. November, startet die deutsche Nationalmannschaft in die EHF EURO 2022 Qualifier und trifft im ISS DOME auf Bosnien-Herzegowina. Die Partie beginnt um 16.15 Uhr und wird im ZDF live zu sehen sein. Bereits am Sonntag, 8. November, müssen Kapitän Uwe Gensheimer & Co. in Tallinn gegen Estland antreten. Auch dieses Spiel überträgt das ZDF ab 15.15 Uhr. 

„In die Nominierung sind Eindrücke und Ereignisse der vergangenen Wochen eingeflossen“, sagt Gislason. „Zum Beispiel wird nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Jannik Kohlbacher und Johannes Golla am Kreis Moritz Preuss nachrücken. Ich freue mich darauf, die Arbeit mit der Nationalmannschaft fortsetzen und endlich mit dem Team trainieren zu können. Wir werden das Beste aus diesen gemeinsamen Tagen machen.“ 

Im Kader erscheinen sowohl bekannte als auch neue Namen. Christian Dissinger, 2016 Europameister und Olympiadritter, aber im Laufe beider Turniere verletzt, rückt wieder ins Blickfeld. Der 28-jährige Rückraumlinke spielt seit zwei Jahren für RK Vardar Skopje und gewann 2019 mit dem nordmazedonischen Spitzenklub die Champions League. Auch Finn Lemke, wie Dissinger Teil der Erfolgsgeschichten von 2016, steht in Gislasons Fokus. Dies gilt ebenfalls für den 22-jährigen Göppinger Sebastian Heymann, der sich nach einem Kreuzbandriss mit starken Spielen in der Handball-Bundesliga zurückgemeldet hat. Aktuell jüngster Akteur und potenziell erster A-Nationalspieler des Jahrgangs 2000 ist der 20-jährige Mindener Juri Knorr. 

Am heutigen Montag meldete der DHB auch einen erweiterten 35er-Kader an die EHF. Nur aus diesem Kreis kann Gislason für die kommenden beiden Länderspiele gegen Bosnien-Herzegowina und Estland schöpfen, falls Nachnominierungen erforderlich werden sollten. 

„Wir haben ein Hygienekonzept für unsere Nationalmannschaften entwickelt, um ein bestmögliches Umfeld für alle Beteiligten zu schaffen“, sagt Axel Kromer. „Ein Lehrgang in der Corona-Pandemie bleibt eine Herausforderung, aber wir freuen uns und sind dankbar, dass wir uns endlich als deutsche Handball-Nationalmannschaft wieder gemeinsam auf den Weg machen können.“ 

Neben Bosnien-Herzegowina und Österreich ist Österreich weiterer Gegner auf dem Weg zur EHF EURO 2022. Die Vergleiche mit den Nachbarn werden am 6./7. und 9./10. Januar stattfinden, die Rückspiele gegen Bosnien-Herzegowina und Estland am 28./29. April und 2. Mai. Die EHF EURO 2022 wird vom 13. bis zum 30. Januar 2022 in Ungarn und der Slowakei ausgetragen. Aus den acht Qualifikations-Gruppen qualifizieren sich die Gruppensieger und Gruppenzweiten sowie die vier besten Dritten. Neben den beiden Gastgebern Ungarn und Slowakei bereits der aktuelle Europameister Spanien und der EM-Zweite Kroatien direkt qualifiziert. Diese vier Teams spielen parallel zur Qualifikation den EURO-Cup aus. 

Der Vorverkauf für das Länderspiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft am 5. November im Düsseldorfer ISS DOME wird vorerst ausgesetzt. Grund hierfür sind die aktuell steigenden Infektionszahlen. Mit einem Inzidenzwert von 130,8 (Stand 25. Oktober – corona.duesseldorf.de) befindet sich die Landeshauptstadt Düsseldorf derzeit in der Gefährdungsstufe 2. Bei Veranstaltungen sind Zuschauer*innen daher nicht zugelassen. „Sollte dies am Spieltag weiterhin so sein, wird der Deutsche Handballbund in diesem Fall abweichend von den AGB sämtliche Ticketkosten zurückerstatten“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes. 

 Das Aufgebot für Lehrgang und Länderspiele: 

Tor: Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL), Johannes Bitter (TVB Stuttgart), Silvio Heinevetter (MT Melsungen) 

Feld: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Tobias Reichmann (MT Melsungen), Timo Kastening (MT Melsungen), Hendrik Pekeler (THW Kiel), Patrick Wiencek (THW Kiel), Moritz Preuss (SC Magdeburg), Philipp Weber (SC DHfK Leipzig), Juri Knorr (TSV GWD Minden), Marian Michalczik (Füchse Berlin), Julius Kühn (MT Melsungen), Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Christian Dissinger (RK Vardar Skopje/MKD), Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Kai Häfner (MT Melsungen), Franz Semper (SG Flensburg-Handewitt), Steffen Weinhold (THW Kiel), Finn Lemke (MT Melsungen) 

 Der erweiterte Kader: 

Tor: Till Klimpke (HSG Wetzlar) 

Feld: Tim Nothdurft (HBW Balingen-Weilstetten), Patrick Zieker (TVB Stuttgart), Matthias Musche (SC Magdeburg), Rune Dahmke (THW Kiel), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Marius Steinhauser (SG Flensburg-Handewitt), Sebastian Firnhaber (HC Erlangen), Lukas Saueressig (HBW Balingen-Weilstetten), Tim Suton (TBV Lemgo), Paul Drux (Füchse Berlin), Fabian Wiede (Füchse Berlin), David Schmidt (Bergischer HC), Antonio Metzner (HC Erlangen)

 

Ich persönlich freue mich sehr über die Nominierung von Antonio Metzner, der im erweiterten Kader steht. Auch für Till Klimpke freut mich, dass er im erweiterten Kader steht.

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Das vergangene Handball-Wochenende brachte einige Überraschungen mit sich. 

In der zweiten Liga spielten der VfL Lübeck-Schwartau und der Wilhelmshavener HV 26:23, der ASV Hamm verlor etwas überraschend gegen Dessau-Rosslauer HV mit 26:27 und der TV Hüttenberg holte seinen ersten Punkt gegen den HC Elbflorenz (33:33).

Die Partien TuS Nettelstedt-Lübbecke gegen SG BBM Bietigheim und TuS Fürstenfeldbruck gegen DJK Rimpar Wölfe wurde verlegt. Auch am Sonntag wurden zwei Begegnungen abgesagt und zwar der TV Bayer Dormagen – TuS Ferndorf und EHV Aue – ThSV Eisenach.

Gespielt wurde trotzdem noch und zwar verlor der TV Emsdetten gegen den VfL Gummersbach mit 24:27. Der TV Großwallstadt verlor sein Spiel gegen den HSV Hamburg mit 27:28 (13:13). Das war so sicher auch nicht einkalkuliert. Schließlich kamen die Gäste nicht komplett.

Die Gäste mit ihrem sympathischen Trainer Torsten Jansen kamen aufgrund Corona dezimiert, der TVG musste noch immer auf Mario Stark und Goran Bogunovic verzichten. Nach zwölf Minuten gesellte sich dann noch Marko Matijasevic aufgrund einer unnötigen roten Karte hinzu. Beide Mannschaften spielten mit Höhen und Tiefen, wobei die Gäste mehr vom Spiel hatten. Doch dem TVG gelang kurz vor der Pause das 13:13.

Nach dem Wechsel bekamen die Hausherren Oberwasser und führten Mitte der zweiten Hälfte mit 20:16 und 21:17. Allerdings konnten sie den Vorsprung nicht halten. Die Hamburger, die stehend ko waren, bekamen noch einmal die zweite Luft und holten sich am Ende den knappen Sieg. Neben Jan Forstbauer und Leif Tissier spielten beim HSV noch Dominik Axmann und Torhüter Maier einen starken Part. Beim TVG konnten Keeper Can Adanir, Dennis Weit, Pierre Busch und Tom Jansen überzeugen. Schön war auch, Blazenko Lackovic noch einmal für kurze Zeit auf dem Parkett zu sehen.

 

Dritte Liga:

Wie bereits berichtet, hatte der TV Kirchzell ein langes Wochenende, denn die Begegnung bei der TSG Haßloch wurde aufgrund eines Corona-Verdachts abgesagt. Der TV Hochdorf und der HSC Bad Neustadt trennten sich 23:23-Unentschieden und die HG Saarlouis gewann gegen HSG Krefeld Niederrhein mit 30:26.

Bereits heute wurde das Derby am kommenden Freitag zwischen Leichlinger TV und Bergische Panther abgesagt. Die Gastgeber beantragten nach Ende der Quarantäne vergangene Woche beim DHB eine weitere Frist zur Testung und auch Wiedereingliederung der erkrankten Spieler in den Trainingsbetrieb. 

Ein Blick auf die Tabelle lohnt sich nicht, denn schon jetzt zeigt sich ein verzerrtes Bild. Einige Teams haben vier Spiele gespielt, andere erst eines. Wo soll das hinführen? Wie lange kann der eine oder andere Verein ohne die nötigen Zuschauer und die Einnahmen von Essen und Trinken überleben? Viele Fragen stellen sich – und keiner kann sie derzeit beantworten. Das Wichtigste ist aber, dass alle gesund bleiben.

 

Deshalb: bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga musste das für heute Abend um 19.30 Uhr angesetzte Spiel zwischen der TSG Haßloch und dem TV Kirchzell abgesagt werden. Grund: ein Corona-Verdachtsfall im Mannschaftsumfeld der TSG. 

Am Freitag bekam der Sportliche Leiter der Kirchzeller, Gottfried Kunz, einen Anruf aus Haßloch. Trainer Thomas Müller erklärte, dass es im Mannschaftsumfeld einen Corona-Verdachtsfall gäbe und bat daher um Absetzung des Spiels und Verlegung.

„Wir haben der Verlegung natürlich zugestimmt“, sagte Gottfried Kunz. Selbst bei nur bisher einem Verdachtsfall beim Gegner ist das Risiko einer Übertragung einfach zu groß. Wann die Partie nachgeholt wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Die Partie der Odenwälder in der Staffel Mitte ist nun von insgesamt sieben Samstags-Spielen die fünfte Begegnung, die nicht stattfinden wird. Verlegt wurden aufgrund Corona noch TuS  Dansenberg  – SV  Zweibrücken, TuS Opladen  –  HSG Hanau, HSG Rodgau Nieder-Roden – VfL Gummersbach II und HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II – Leichlinger TV. 

Die Begegnung am Freitagabend zwischen Bergische Panther und Longericher SC Köln ging 31:33 aus. Die Partien des TV Hochdorf gegen den HSC Bad Neustadt und HG Saarlouis – HSG Krefeld Niederrhein laufen gerade. 

Alle Hanauer Spieler sind negativ getestet

Die HSG Hanau gab zu Corona folgendes bekannt: alle Spieler sind negativ getestet. Nachdem unter der Woche ein Spieler der HSG Hanau positiv auf Covid-19 getestet wurde, organisierte Mannschaftsarzt Dr. med. Ronald Yazdi vorsorglich auch für alle weiteren Spieler einen Corona-Test. Dabei stellte sich heraus, dass es keinen weiteren Covid-19-Fall im Team gibt. Alle Spieler wurden negativ getestet.

Trotzdem ist das Team von Trainer Oliver Lücke nun eine Weile spielfrei. Das Drittliga-Spiel an diesem Wochenende bei der TuS Opladen fällt aus und auch am kommenden Wochenende wird nicht gespielt. Das Derby gegen die HSG Rodgau-Nieder-Roden findet nicht statt, da die Baggerseepiraten den Trainings- und Spielbetrieb für alle Mannschaften bis zum 02. November eingestellt haben. Somit ist der nächste Spieltermin für die HSG am 06. November. Dann geht es zur HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür – und wir freuen uns und sind erleichtert, dass alle Spieler negativ getestet wurden!

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Corona-Pandemie lässt auch den Sport nicht aus und schlägt gerade auch im Handball derzeit gnadenlos zu.

Heute sollten in der zweiten Bundesliga neun Partien ausgetragen werden. Vier wurden abgesagt. Die Begegnungen TuS Ferndorf – VfL Lübeck-Schwartau, Handball Sportverein Hamburg – TSV Bayer Dormagen und HC Elbflorenz – EHV Aue fielen dem Virus zum Opfer und wurden schon gestern oder heute früh abgesagt.

Auch der TV Großwallstadt konnte sein Spiel bei der SG BBM Bietigheim nicht austragen. Die Mannschaft von Trainer Ralf Bader befand sich heute Abend schon auf dem Parkett der Ege Trans Arena und dann wurde die Partie gut 40 Minuten vor Spielbeginn abgesagt. Ein Test eines Bietigheimer Spielers war positiv. Ralf Bader war sehr enttäuscht und sagte: “Wir sind alle traurig, denn wir sind Sportler, haben uns für dieses Spiel viel vorgenommen, viel Spannung aufgebaut und jetzt dürfen wir nicht spielen. Wir werden jetzt unser Zeug zusammen packen und wieder heimfahren.”

SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger sagte, dass das Testergebnis den Verein erst wenige Minuten vor Spielbeginn erreichte. Er entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und bat um Verständnis. Mannschaft und Trainer haben sich unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben.

Ob das Match am kommenden Sonntag gegen den HSV Hamburg stattfinden wird, steht noch aus. Beim HSV gibt es erneut Coronaverdachts-Fälle und deshalb wurde ja auch das Spiel am Mittwoch bereits abgesagt.

Die Ergebnisse:

VfL Gummersbach – TV Hüttenberg 30:29, Dessau-Rosslauer HV – TuS Fürstenfeldbruck 25:24, ThSV Eisenach – HSG Konstanz 30:29, DJK Rimpar Wölfe – ASV Hamm-Westfalen 18:20, Wilhelmshavener HV – TV Emsdetten 28:23.

 

Wir wünschen allen Spielern und Beteiligten gute Besserung und hoffen, dass alle bald wieder gesund und munter sind.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand!