Arndt Morawe?

Der frühere Handballer lebt heute mit seiner Familie in Puerto de la Cruz und ist unter anderem als Wanderführer auf der Insel Teneriffa unterwegs.

Von klein auf war Arndt Morawe sportbegeistert und vor allem die Sportart Handball hat es ihm angetan. Daher entschied sich der in Neustadt am Rüberberge aufgewachsene Arndt auch im Alter von zwölf Jahren für den Handballsport. Nach zwei Jahren Heimatverein Neustadt wechselte er zur TSV Anderten und durchlief dort alle Jugendstationen.

Als Erwachsener wechselte er  zur SG Hameln in die Bundesliga, dort war sein Trainer kein Geringerer als der heutige Nationaltrainer der deutschen Mannschaft, Alfred Gislason und seine Mitspieler Aaron Ziercke, Dragan Srkbic oder Wassili Kudinow.

Wechsel nach Spanien

Nach zwei Jahren für die TSV Burgdorf wechselte  der  Sportfachwirt 2001  zum CB Alicante, um ein Jahr Auslandserfahrung zu sammeln. Von dort aus ging es für den Spanienliebhaber nach Tolimar Tres de Mayo und bis zum Jahr 2012 spielte er bei BM Puerto de la Cruz San Telmo. 

Bis heute lebt der 46-Jährige mit seiner Familie in Puerto de la Cruz. Ganze 19 Jahre sind es mittlerweile aus einem Jahr „Auslandserfahrung sammeln“ geworden. In ihrer zweiten Heimat hat die Familie Morawe gute Freunde gefunden und sagt, dass 95 Prozent ihrer Freunde und Bekannten Einheimische sind – obwohl auf der Insel auch viele Deutsche leben. Doch sie sind dort richtig integriert, denn generell wird in Spanien das Wort „Familie“ groß geschrieben. 

Wir haben „Lolo“ wie ihn die Tinerfeños liebevoll nennen, ein paar Fragen gestellt.

Arndt, Du hast Deine sportliche Karriere 2012 in Spanien beendet. Was oder wo war Deine schönste Zeit bzw. was war Dein schönstes Erlebnis im Handball?

“Sportlich gesehen war das sicherlich der mehrfache Klassenerhalt in der zweiten spanischen Liga mit Tolimar Tres de Mayo, aufgrund der geringen finanziellen Möglichkeiten und den Strapazen bei den Auswärtsspielen. Wir mussten ja immer aufs Festland fliegen und das am gleichen Tag wie das Spiel. Dabei kam es häufig zu Verspätungen, so das wir uns öfter im Bus zur Halle warmgemacht haben. Das war sportlich gesehen natürlich nicht optimal und das konnte man auch sehr gut an unserer Auswärtsbilanz ablesen. Dass wir trotzdem mehrfach hintereinander den Klassenerhalt geschafft haben, war unter diesen Voraussetzungen schon eine große Leistung! 

Persönlich war die Zeit in Hameln natürlich beeindruckend. Fast alle Mitspieler waren Nationalspieler, das Niveau war schon sehr hoch. Einerseits konnte man dort unheimlich viel lernen, andererseits musste ich mir auch eingestehen, das ich für den ganz großen Wurf zu limitiert war. Da gab es ein paar Mitspieler, die konnten noch ganz andere Sachen als ich.”

Wer waren denn in Deutschland Deine für Dich prägendsten Trainer oder Mitspieler?

“Als Trainer waren das sicherlich Sead Hasanefendic und Alfred Gislason. Viel habe ich auch Stefan Wyss zu verdanken, der in Hameln eine Zeit Co-Trainer war. Als Mitspieler waren das in Deutschland vor allen Dingen Ralf Koring und Aaron Ziercke, die mich damals unter ihre Fittiche genommen haben. Ich habe ja vor allen Dingen in der Abwehr gespielt und dort waren sie mir Vorbild und Hilfe zugleich.”

Du hast ja nicht nur in Deutschland mit klingenden Namen zusammen gespielt, sondern Du hast auch in Teneriffa mit dem amerikanischen „Paradiesvogel“ Gary Hines, der jahrelang beim Drittligisten HSC Bad Neustadt spielte und nun ab dieser Saison eine neue Herausforderung sucht, zusammen gespielt. Habt Ihr Euch vorher schon gekannt oder dort erst kennen gelernt?

“Gary kam damals direkt aus Amerika und musste sich an die andere Art Handball erst gewöhnen. Mit seinen unglaublichen körperlichen Voraussetzungen wusste er aber schon damals zu überzeugen. Da er kein spanisch konnte, war ich am Anfang auch Übersetzer, somit hatten wir relativ viel Kontakt. Leider ist das inzwischen weniger geworden. Seine zweite Karriere als Ninja Warrior habe ich aber mitbekommen 😀”

Hast Du heute noch Kontakt zu Spielern in der Bundesliga bzw. verfolgst Du das handballerische Geschehen in Deutschland?

“Natürlich verfolge ich die Bundesliga noch, aber Kontakt zu aktuellen Spielern habe ich nicht mehr. Man wird ja leider auch nicht jünger…”

2001 war Dein Wechsel nach Spanien. Wie kam der Kontakt zustande? 

“Ich habe in Hameln mit Fernando Bolea zusammen gespielt und den habe ich kontaktiert, als ich mich mit meiner Frau 2001 entschlossen habe, für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Dieses Jahr ist dann irgendwie immer länger geworden (lacht).”

Lebst Du seit dieser Zeit in Spanien bzw. auf Teneriffa?

“Ich habe 2009 einen Reiseveranstalter für Sport- und Aktivurlaub auf Teneriffa mit Sitz in Hannover eröffnet, wo ich auch einen Wohnsitz habe. Unsere Kinder gehen allerdings in Puerto de la Cruz zur Schule, unsere Tochter fängt jetzt an zu studieren, wo wir auch einen Wohnsitz haben. Ich pendele zwischen diesen beiden Welten hin und her, bin aber auch oft zum Arbeiten auf der Insel.”

Faszination Teneriffa

Was hat Dich an Teneriffa so fasziniert, dass Du schon seit Jahren dort lebst und – so habe ich das Gefühl – nicht mehr von dort weg möchtest?

“Die Vielfalt dieser Insel ist einfach unglaublich. In den Reiseführern wird das oft als Minikontinent beschrieben. Zwei Mittelgebirge und ein Hochgebirge mit dem Teide, dem höchsten Berg Spaniens mit 3718m, und das umgeben vom Atlantik – das ist einfach unglaublich. Dazu sechs verschiedene Vegetationsstufen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, von der Küste über die dichten Lorbeerwälder bis hin zur „Mondlandschaft“ im Teide-Nationalpark. Das ist absolut faszinierend. Und das Klima ist natürlich auch toll. Teneriffa liegt ja schon im subtropischen Bereich.”

Du hast Dir schon während Deiner sportlichen Karriere ein neues Standbein aufgebaut. Du bist Wanderführer auf Teneriffa und Deine Firma nennt sich Isla Activa, Sports and Nature Travel Agency. Was machst Du genau? Wie muss ich mir Deinen Tagesablauf vorstellen?

“Wenn ich Gruppen habe, geht es meistens um neun Uhr mit einem Charterbus in ein Gebiet, wo wir dann unsere Tageswanderung starten. Dabei gibt es ja nach Ausschreibung der Reise Touren von cirka drei Stunden Gehzeit bis hin zu sieben Stunden. Das Wanderwegenetz ist sehr gut ausgebaut und bietet auch für geübte Wanderer viele anspruchsvolle Touren. Nach der Wanderung fährt man mit dem Bus zurück ins Hotel wo man abends meist noch gemeinsam isst, da kommen dann schnell zwölf oder mehr Stunden pro Tag zusammen. 

Die Reisen dauern zwischen sieben und 14 Tagen, in der Hauptsaison kommt am Abreisetag meist sofort die nächste Gruppe. Da meine Frau Franci auch als Wanderführerin arbeitet, wechseln wir uns bei den Gruppen so gut es geht ab, einer arbeitet und der andere übernimmt Haushalt und die Kinder.”

Aber Du führst nicht nur Wandergruppen, sondern Du hast auch Trainingslager für Sportteams organisiert, oder?

“Ja, anfangs habe ich vor allen Dingen Trainingslager organisiert, hauptsächlich für ambitionierte jugendliche Schwimm-Mannschaften, aber auch der HSV Handball war während der Olympiade in Peking mit den verbleibenden Spielern mal dort, um ein wenig Abwechslung zu haben. Leider konnten aufgrund der Finanzkrise die öffentlichen Sportanlagen nicht mehr so instand gehalten werden, wie das für die Mannschaften nötig gewesen wäre. Somit habe ich mich stärker auf den Aktivsport, und dort hauptsächlich wandern, spezialisiert. Dabei habe ich sowohl selbst Reisen organisiert, bin aber seit 2013 auch viel für Wikinger Reisen als Wanderführer unterwegs. Eigentlich sollte 2019 ein neues Schwimmbad fertig gestellt werden, was auch das Leistungszentrum für die Schwimmer Teneriffas werden soll. Leider ist dort noch nicht viel passiert, aber wenn die Anlage einmal fertig ist, würde ich gern wieder Trainingslager für Schwimmer anbieten.”

Wie hat sich Corona auf Dein Leben und Deinen Beruf ausgewirkt?

“Da meine Frau Franci ebenfalls als Wanderführerin arbeitet, sind wir beide seit Anfang März ohne Einkommen, wobei Franci eine kleine Hilfe vom spanischen Staat bekommen hat. Ich bin als Solo-Selbstständiger mit geringen Betriebskosten leider durch alle Raster gefallen und bekomme gar keine Unterstützung. Wir versuchen aber, positiv in die Zukunft zu blicken und haben verschiedene Projekte in Angriff genommen, um uns in Zukunft mit unseren Angeboten stärker an kleine Wandergruppen und Familien zu wenden.” 

Die da wären…

“Nun ja, wir haben jetzt einen YouTube-Kanal, wo ab Oktober kleine Videos über Wanderungen, Orte und Personen auf den kanarischen Inseln zu sehen sein werden. Aktuell kann man sich dort neben dem Video unseres Projekts ansehen, was ein Wanderführer so im Home-Office macht 🙂 Außerdem haben wir auch einen Online-T-Shirt-Shop eröffnet, wo Shirts mit Motiven der kanarischen Inseln erwerben werden können. Auch da werden in den nächsten Monaten ständig neue Designs hinzukommen. Da hat sich an den technischen Möglichkeiten viel getan, die Shirts werden in Deutschland gedruckt und dann an die Kunden versandt. Somit hat Corona uns auch die Zeit gegeben, mal ganz andere Sachen auszuprobieren, die man schon lange Jahre im Hinterkopf hatte. Finanziell ist dieses Jahr für uns aber eine Katastrophe, wir haben beide fast ein Jahreseinkommen verloren und keiner kann abschätzen, wie das in Zukunft weitergeht.”

Hast Du schon einmal so eine schlimme Zeit miterlebt?

“Nein, das ist bisher in vielerlei Hinsicht die schlimmste Zeiten. Zum einen natürlich finanziell, aber vor allen Dingen auch die zwischenmenschliche Unsicherheit, wie man miteinander umgehen soll und die entstehenden Spannungen zwischen den Gegnern der Einschränkungen durch das Virus und den Befürwortern. Da müssen wir alle gut aufpassen, das nicht weitere gesellschaftliche Gräben entstehen. Davon haben wir ja eigentlich schon genug. 

In Spanien waren die Maßnahmen ja noch härter als in Deutschland, dort gab es eine zweimonatige Ausgangssperre, wo man nur zum Einkaufen oder Arzt- und Apothekenbesuch das Haus verlassen durfte, und das auch nur einzeln. Da ich direkt davor eine Wandergruppe hatte und eigentlich auch gleich die nächste kommen sollte, habe ich diese Zeit mit der Familie auf Teneriffa verbracht. Das war schon eine Herausforderung mit zwei pubertierenden Kindern zwei Monate auf engem Raum…

Zum Glück haben wir eine Terrasse, konnten dort viel Zeit verbringen und haben diese schwere Zeit als Familie gut gemeistert. Im Nachhinein gesehen hat uns das als Familie eher noch näher zusammengebracht. Aber auch das ist ja nicht überall so gewesen. Ich würde mir wünschen, dass durch Corona die Solidarität unter den Menschen wächst und dass alle zusammen die durchaus vielfältigen Herausforderungen für die Zukunft gemeinsam angehen werden. Aber der Egoismus ist leider in vielen Bereichen zu stark verbreitet.” 

Du hast ja sogar eine Aktion ins Leben gerufen: Rettet den Sport- und Aktivurlaub auf der Insel des ewigen Frühlings…

Apropos Solidarität 😀 Wir haben über die Plattform Startnext ein crowdfunding Projekt gestartet, um diese Zeit zu überstehen und uns neu zu orientieren. Neben unserer Arbeit für andere Veranstalter wollen wir in Zukunft gezielt Angebote für kleine, gemeinsam reisende Gruppen wie Familien oder Freunde anbieten. Dabei soll der Fokus darauf liegen, dass die Gäste das Programm und die Leistungen aktiv mitgestalten können, indem man vorher genau nach den Vorstellungen und Wünschen fragt und so ein individuelles Angebot für den Traumurlaub bekommt. Einige diese Reisen und auch einzelne Wandertouren werden über dieses Projekt angeboten, aber auch T-Shirts oder unsere Lieblingstouren als E-Book. 

Es gibt aber auch viele Leute, die uns einfach eine kleine Spende zukommen lassen. Es ist wirklich toll, wie viele Menschen uns aktuell bei dieser Aktion unterstützen. Dabei liegt der Fokus für die Reisen eher auf den Jahren 2021 bis 2023, denn aktuell gibt es bei vielen potenziellen Gästen Bedenken.”

Vor was haben die Gäste Bedenken? Was denkst Du?

“Ich denke, sie haben vor allen Dingen was den Flug angeht, Bedenken. Das Wandern selbst ist ja eher prädestiniert für die aktuellen Sicherheitsvorgaben. Draußen in der Natur lässt sich der Abstand gut einhalten und es gibt wenig Kontakt zu anderen und keine Menschenansammlungen.” 

Derzeit bist Du in Deutschland, besuchst Deine Familie und Freunde. Nutzt Du die Zeit auch beruflich und wie lange wirst Du bleiben?

“Im Sommer sind wir jedes Jahr für mindestens einen Monat in Hannover, um unsere Familien und Freunde zu besuchen. Wahrscheinlich bleiben wir bis Anfang September. Die Schulferien in Spanien dauern zehn Wochen und auch für uns gibt es weniger zu tun. Der Tourismus im Sommer lockt mehr die Badeurlauber an, die Hauptsaison für Wanderer ist eher von Oktober bis Mai. Natürlich nutze ich die Zeit auch, um berufliche Kontakte zu knüpfen und die Kanaren als Destination zu präsentieren. Aktuell ist das aber nur eingeschränkt möglich. Es weiß halt keiner, wo die Reise in Zukunft hingehen wird.”

Eine letzte Frage: die Einheimischen nennen Dich „Lolo“. Wie kam dieser Name zustande bzw. was bedeutet er?

“Mein Name Arndt hat für Spanier den Nachteil, dass er vier aufeinanderfolgende Konsonanten beinhaltet. Das gibt es im spanischen eigentlich nicht. In meiner ersten Station in Alicante haben meine Mitspieler meinen Namen gelesen und mir daraufhin dann einen typisch spanischen Namen gegeben, weil sie sich an Arndt nicht rangetraut haben. Da ich damals noch kein spanisch gesprochen habe, konnte ich mich nicht wehren 🙂 

Zu meinem Glück habe ich bei meiner Ankunft auf Teneriffa dann gleich gesagt, dass ich Lolo heiße 🙂 und jetzt warte ich eigentlich nur noch, dass der Name auch in meinem Pass eingetragen wird 🙂

Viele Freunde aus Deutschland, meine Familie und manchmal auch meine Eltern sagen inzwischen auch Lolo zu mir. Eigentlich ist das die Kurzform von Manolo, dem spanischen Manuel. Das ist ein bisschen so, als würde man einen Spanier mit für uns schwer auszusprechendem Namen wie Jorge in Deutschland Hansi nennen…”

 

Wir wünschen Arndt und seiner Familie alles Gute für die Zukunft, bedanken uns für das tolle Interview und haben für Euch, liebe Leser ein paar Links. Hier könnt Ihr sehen, wie „Lolo“ arbeitet, seine Projekte und wie schön die Insel ist.

 
 
 
 
 
Die Bilder hat uns Arndt ebenfalls zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank hierfür. Na, erkennt Ihr ihn als Handballer (Nummer 13) noch?
 
Und demnächst könnt Ihr Arndt auch in meinem Podcast hören. Da wird er uns noch ausführlicher von sich, seiner Zeit als Handballer, seinen Anfängen in Spanien und und und… erzählen. Freut Euch drauf. Ich werde Euch rechtzeitig benachrichtigen.
 
 
 
Bleibt gesund und passt auf Euch auf!
 
 
 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt ist “gekommen, um zu bleiben!” Der Aufsteiger will sich in der neuen Liga, die Anfang Oktober beginnt, mit allen Mitteln festbeißen und wird dafür schwer arbeiten.

Lest nachfolgend den Artikel, den ich für das Fachmagazin “Handball Woche” geschrieben habe und der heute erschienen ist:

„Gekommen, um zu bleiben“. So lautet das Motto des frischgebackenen Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt.  Es wird sicher ein Abenteuer. Aber eines, worauf sich alle beim TVG freuen. Neue Gegner, neue Hallen. Neue Gegebenheiten. „Wir müssen schauen, dass wir uns schnell zurecht finden und uns in dieser Liga festbeißen – mit allem, was wir haben“, sagt TVG-Trainer Ralf Bader.

Der 39-jährige diplomierte Sportwissenschaftler  wird in die neue Saison mit einer veränderten Mannschaft gehen. Sechs neue Spieler gilt es zu integrieren und Ralf Bader setzt auf koordinierte Teamentwicklung. „Wir haben kein komplett neues Team, aber es gab große Veränderungen und wir haben auf wichtigen Positionen neue Spieler“, so der Übungsleiter. Er legt großen Wert darauf, dass seine Akteure nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zum TVG passen. Und sie sollen sich möglichst schnell anpassen, denn sie kommen aus unterschiedlichen Leistungsstrukturen.

TVG holte talentierte junge Spieler

Mit Hannes Bransche kam vom SC Magdeburg ein junger talentierter Linkshänder an den Untermain, der im rechten Rückraum agieren wird. Pierre Busch, ein weiter Linkshänder, soll auf Rechtsaußen nicht nur im Angriff zeigen, was er kann, sondern auch  durch seine herausragenden Abwehrqualitäten auf sich aufmerksam machen. Er kam vom VfL Gummersbach. Ein wurfgewaltiger und pfeilschneller Linkshänder ist Tom Jansen, der von der HG Oftersheim/Schwetzingen kommt und der aus dem weiten Rückraum für sogenannte einfache Tore sorgen soll.

Ein weiteres Linkshänder-Talent ist Frieder Bandlow. Das Günzburger Handball-Kind hat beim VfL alle Stationen durchlaufen und der junge Allrounder gehörte zu den Leistungsträgern in seinem Verein. Mit Snir Natsia hat sich der TVG einen israelischen Nationalspieler für den Kreis geangelt. Er verfügt über eine sehr gute körperliche Präsenz und diese Verpflichtung soll der Mannschaft Möglichkeiten für weitere taktische Maßnahmen in Abwehr und Angriff bringen.

Dennis Weit ist wieder zurück

Bleibt noch der sechste Spieler im Bunde. Dennis Weit ist am Untermain kein Unbekannter und Trainer Ralf Bader hatte ihn schon lange Zeit auf seinem Zettel. Der Rückraum-Shooter wurde in der TVG-Junioren-Akademie ausgebildet, gilt als besonders torgefährlich und spielte zuletzt beim Drittligisten TV Gelnhausen. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ Dennis Weit in der vergangenen Saison in der dritten Liga schon am zweiten Spieltag. Damals verlor der TVG in Gelnhausen mit 27:29 und der 22-Jährige schenkte dem Gast acht Tore ein.

Führungspersönlichkeiten sind mit dem Verein verankert

Mit Mario Stark, Florian Eisenträger, Dino Corak oder Lars Spieß hat der Trainer  Führungspersönlichkeiten, die schon lange mit dem Verein verankert sind und sich Jahr für Jahr sehr gut weiter entwickelt haben – sportlich genauso wie persönlich. Säulen, auf die aufgebaut werden kann. Denn eine Hierarchie in seinem Team ist für Ralf Bader wichtig. Drei, vier Spieler sollen das Führungsteam bilden. Hinzu kommen Jan-Steffen Redwitz und Goran Bogunovic. Sie sollen mit ihrer Persönlichkeit und mit ihrer Erfahrung wichtige Beiträge zu verschiedenen Themen leisten. Die Jungen im Kader und die Neuen werden sich das anschauen und dann „automatisch nachlaufen. Wenn die oben in der Hierarchie respektvoll miteinander umgehen und immer alles geben, dann setzt sich das bis nach unten hin fort.“

Trainingslager zu Hause

Für dieses Vorhaben setzt der Trainer unter anderem auf Teambuilding. Das erste war bereits und seine Jungs übten sich im Golfsport. Ein paar weitere Teambuilding-Maßnahmen werden folgen. Genauso wie ein Trainingslager Ende August. „Wir werden nicht wegfahren, sondern zu Hause bleiben. Das war nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine gesundheitliche Frage. Wir haben zu Hause alles, was wir brauchen und was wichtig für ein Trainingslager ist“, so Bader.

Der TVG-Coach denkt, dass sich aufgrund Corona die Kader in der zweiten Liga verändert haben und „aktuell ist alles möglich. Du kannst sicher auch in vielen Hallen auswärts gewinnen. Es wird wahrscheinlich wieder eine Spitzengruppe geben und danach ein enges Mittelfeld.  Ich habe ein bisschen Probleme mit dem Festlegen auf einen Tabellenplatz. Davon möchte ich mich lösen.  Wir hoffen auf einen guten Saisonstart. Die Runde wird hart und wir haben Respekt und Demut vor der Aufgabe, aber wir werden sie sehr optimistisch angehen.“ 

Los geht es am 03. Oktober mit dem Auswärtsspiel beim TuS Ferndorf. „Das wird sicher eine spannende Aufgabe am Anfang. Wir kennen uns, haben dort einen sehr guten Handball gezeigt und Ferndorf ist auch keine Weltreise, die Fahrt überschaubar.“ Doch bis dahin ist es noch eine Weile und der TVG wird zunächst einmal seinen Fokus auf die wichtige Vorbereitung und Teamentwicklung legen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

So langsam nimmt der Handballsport wieder Fahrt auf und – trotz Corona – wird fleißig trainiert und sich auf die neue Saison eingestimmt. Die Kaderplanungen in den verschiedenen Mannschaften sind anscheinend auch weitestgehend abgeschlossen und es bleibt Zeit genug, die Neuen zu integrieren, neue Abwehrformationen zu üben und noch einiges mehr.

Die erste und die zweite Bundesliga starten jeweils am ersten Oktober-Wochenende in die Saison 2020/21. Auch die dritte Liga will am ersten Oktober-Wochenende in die neue Runde starten. 

Lediglich die Oberliga Hessen wird bereits am 11./12./13. September mit der Saison 2020/21 beginnen. Aufgrund von Corona ist das – meiner Meinung nach – sehr früh. 

Die Hygiene-Konzepte stehen, doch ob ohne oder mit Zuschauer – und wenn mit, mit wie vielen Zuschauern in den einzelnen Hallen gespielt werden darf, steht wohl noch nicht so ganz fest. Fakt ist, dass diese Saison für alle Vereine eine Herkules-Aufgabe geben wird. Ich zolle für die Umsetzung der Hygiene-Konzepte und der Abstandsregelungen usw. schon jetzt jedem Verein meine Hochachtung und meinen Respekt. Doch in der schlimmen Corona-Zeit geht es nicht anders. Wir alle müssen uns an die Vorgaben halten. Nur so können wir das Virus einigermaßen eindämmen. Los werden wir es, meiner Meinung nach, so schnell nicht mehr…

Passt auf Euch auf, haltet Abstand und bleibt gesund!

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Deutsche Handballbund hat die Staffeleinteilung für die dritte Handball-Liga in der Saison 2020/21 bekannt gegeben. Für die Staffel Mitte sind eingeteilt:
 
HG Saarlouis, HSC Bad Neustadt, HSG Bergische Panther, HSG Dutenhhofen/Münchholzhausen II, HSG Hanau, HSG Krefeld Niederrhein, HSG Rodgau Nieder-Roden, Leichlinger TV, Longericher SC Köln, Falken HSG Groß-Bieberau/Modau, SV 64 Zweibrücken, TSG Haßloch, TuS 82 Opladen, Tus 04 Kaiserslautern-Dansenbeg, TV Gelnhausen, TV Hochdorf, TV Kirchzell und VfL Gummersbach II.
 
Los gehen soll die neue Saison für die Männerteams am 03./04. Oktober. Gewünscht ist, dass die Spiele mit Publikum stattfinden können, sofern dies die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ermöglicht und entsprechende Hygienekonzepte vorliegen. 
 
Der TV Kirchzell wird, wie zuletzt auch, in der Staffel Mitte antreten zusammen mit der HSG Rodgau Nieder-Roden, der HSG Bieberau/Modau, dem TV Gelnhausen, der HSG Hanau und dem HSC Bad Neustadt. Auch die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II wird wieder in dieser Staffel vertreten sein, so dass es erneut das eine oder andere Derby geben wird. Mit dabei sind auch Aufsteiger wie der SV 64 Zweibrücken, die HG Saarlouis, der TV Hochdorf oder die TSG Haßloch, die aus der Südstaffel kam.
 
Neu hingegen sind der TuS 04 Dansenberg oder der TuS 82 Opladen. Auch der Longericher SC Köln, die HSG Bergische Panther, die Reserve des VfL Gummersbach, sowie der Leichlinger TV sind völlig unbekannte Gegner. Hinzu gestellt sich Absteiger HSG Krefeld Niederrhein. 
Der neue TVK-Trainer Heiko Karrer freut sich auf viele neue Mannschaften, aber auch auf die „Altbekannten“.  „Das wird sicher eine interessante Runde“, sagt er. 
 
Da sind wir gespannt, wie die Saison werden wird – und hoffentlich geht mit Corona alles gut…
Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Handballer der Tuspo Obernburg in der Oberliga Hessen sind seit vier Wochen wieder im Training und Trainer Tobias Milde ist sehr zufrieden: „Es läuft gut, die Jungs ziehen alle super mit. Wir arbeiten derzeit viel im konditionellen und athletischen Bereich, was heißt, es gibt viel Kraft- und Zirkeltraining und wir sind oft im Fitnessstudio zu finden.“ 

Tobi trainiert mit seinen Jungs nun auch wieder in der Halle, aber dies war erst ab dem 10. Juli möglich. Ab diesem Zeitpunkt durfte die Halle in Obernburg wieder genutzt werden. Aufgrund Corona und auch weil die Stadt Obernburg die Halle vorher nicht freigegeben hat, war ein Indoor-Training die ersten Wochen keine Option. Aber auch jetzt darf, nachdem Training mit  Körperkontakt wieder erlaubt ist,  trotzdem nur eine Stunde in der Halle geübt werden. „Daher wärmen wir uns immer im Freien auf, damit wir wirklich 60 Minuten lang handball-spezifisch in der Halle trainieren können“, sagt Tobi. Die Hygienevorschriften werden penibel eingehalten. So muss zum Beispiel nach 60 Minuten die Halle gut durchgelüftet werden und – wenn es Überschneidungen gibt – muss die eine Mannschaft nach Beendigung der Übungseinheit durch den Hinterausgang hinaus spazieren, während die nächste Mannschaft durch den Vordereingang herein kommt. Auch Duschen und Umkleiden geht nicht, die sanitären Anlagen sind in Obernburg noch immer geschlossen.
 
Handballer sind froh, dass sie wieder einen Ball in der Hand haben dürfen
 
Trotz der Regeln sind die Obernburger Handballer sehr froh, nach so langer Zeit wieder mit dem Ball trainieren zu können. „Das ist schon ein ganz anderes Gefühl. Normalerweise haben wir cirka sechs Wochen Pause zwischen Rundenende und Saisonvorbereitung. Nun sind es schon vier Monate, in denen wir keinen Ball mehr in der Hand hatten“, erzählt der Trainer. Allerdings haben seine Jungs mit Muskelkater im Wurfarm zu kämpfen. Nach so langer Zeit muss sich die Muskulatur erst wieder an die „neuen“ alten Übungen gewöhnen. 
 
Los geht es im Oktober
 
Los geht die Saison in der Oberliga nun wohl erst im Oktober. Entweder am 03./04. oder am 17./18. Oktober. Vorbereitungs- bzw. Testspiele sind bis zum 16. August nicht erlaubt. Nach dem 16. könnten weitere Lockerungen kommen, denn an diesem Tag sitzen die hessischen Entscheidungsträger zusammen und werden – je nachdem, wie sich die Situation bis dahin entwickelt hat – Neues bekannt geben. 
 
„Ich bin froh, dass die Runde erst im Oktober anfangen soll. Denn wenn wir bis mindestens Mitte August keinen Wettkampf in Form von Test- oder Freundschaftsspielen haben dürfen, dann bleibt uns danach noch Zeit genug, um in diesen Modus reinzukommen“, sagt Tobi. Und er hat dadurch auch Zeit genug, um zum Beispiel ein neues Abwehrsystem einzustudieren und es bis Saisonbeginn „auf den Punkt zu bringen. Der späte Rundenbeginn muss nicht unbedingt schlecht sein.“
 
Zwei Wochen Ferien im August
 
Dieses Jahr gibt er seinen Jungs im August noch einmal zwei Wochen frei. „In den Jahren zuvor hatten wir eine Woche Pause. Doch da es diesmal erst im Oktober los geht, zieht sich die Vorbereitung schon lange hin und ich will ich nicht, dass meine Jungs die Lust am Training verlieren. Daher machen wir noch einmal eine längere Pause.“
 
Insgesamt kommen auf die Tuspo 30 Spiele zu und eine Saison, die länger als normal dauern wird. Im vergangenen Jahr mussten die einzelnen Vereine in der Oberliga insgesamt 26 Matches absolvieren. 
 
Wir wünschen den Jungs auf ihrem Weg zur neuen Saison alles Gute und viel Spaß.
 
Bleibt gesund und passt auf Euch auf.
 
Diesen Artikel gibt es auch in meiner Heimatzeitung Main Echo zu lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist HSC Bad Neustadt und sein Aushängeschild Gary Hines gehen getrennte Wege. Dies gab der Verein in einer Pressemitteilung bekannt. „Es tut uns natürlich weh, dass mit Gary Hines ein großes Aushängeschild der vergangenen Jahre den HSC verlässt“, erklärt HSC-Geschäftsführer Eduard Mardian. Der Verein und der 36-Jährige konnten sich jedoch nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Laut Eduard Mardian lehnte Hines verschiedene Vertragsangebote seitens des Vereins ab. In diesem Zusammenhang spielte, wie bei anderen Vertragsverhandlungen auch, die aktuelle Corona-Krise mit den damit verbundenen Einschränkungen und negativen Folgen, eine Rolle.

 

Verein plant gebührenden Abschied von Gary

Gary gibt seinen Mitspielern Anweisungen im Spiel beim TV Kirchzell im März 2020

Gary Hines hat dem Verein in den letzten Jahren nicht nur sportlich mit vielen Treffern und teils spektakulären Aktionen weitergeholfen. Aufgrund seiner Auftritte, allen voran in der RTL-Unterhaltungssendung „Ninja Warrior Germany“, streute er die Marke HSC gar Deutschland-weit.  Der Verein ist dem amerikanischen Nationalspieler dankbar für die Zeit und seine Verdienste in Bad Neustadt. „Wir wünschen ihm für seine sportliche und auch private Zukunft nur das Beste“, so der Rotmilane-Geschäftsführer.

Sobald es die Situation wieder zulässt, plant der HSC Bad Neustadt einen gebührenden Abschied von Gary Hines. Das will der Verein auch alle anderen Spieler ermöglichen, die den HSC zum Ende der vergangenen Saison verlassen haben.

Gary Hines wurde in Atlanta geboren und begann auch dort seine Karriere. Zuvor spielte er Basketball und erlernte das Handball spielen erst später. In Deutschland trug das Sprung- und Bewegungswunder zunächst zunächst das Trikot der DJK Waldbüttelbrunn in der Bayernliga und wechselte 2010 zum HSC Bad Neustadt. Dort avancierte er schnell zum Publikumsliebling.

Gary beim Aufwärmen in der Amorbacher Sporthalle

Neben einem dauerhaft vorderen Platz in der HSC- und auch der ligaweiten Torschützenliste agiert er zudem seit Jahren in der amerikanischen Nationalmannschaft, die der HSC Bad Neustadt bereits mehrfach zu Freundschaftsspielen in der Rhön begrüßen durfte. Im Oktober 2017 wurde ein Treffer von Gary Hines im Derby gegen die Reserve des HSC Coburg gar zum Tor des Monats in der Handball-Bundesliga gewählt. 

 

Ich werde den charismatischen und sehr sympathischen Sportler vermissen, wünsche ihm auf seinem weiteren Weg – beruflich wie privat – alles Gute und hoffe, dass ich ihn nicht ganz aus den Augen verliere.

Take care, Gary, and all the best for your future!

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie die Handball-Bundesliga in einer Pressemitteilung mitteilte, haben die Vereine eine Regeländerung für die kommende Saison beschlossen. Um angesichts des engen Terminkalenders der großen Belastung entgegen zu wirken, wird in dieser Saison bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Teams nicht wie bisher das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich ausschlaggebend sein – so heißt es in dem Schreiben. 

Diese Entscheidung wurde insbesondere auf Wunsch von Bundestrainer Alfred Gislason getroffen und soll die Nationalspieler entlasten. “Das wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Bundestrainer Alfred Gislason beschlossen”, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann der Deutschen Presse-Agentur nach der Mitgliederversammlung in Köln. “Er verspricht sich davon mehr Ruhepausen für die Nationalspieler.”

Die neue Regel soll den Topteams den Druck nehmen

Die neue Regel soll vor allem den aufgrund der erwarteten Terminhatz stark belasteten Topteams den Druck nehmen, in jedem Spiel mit dem stärksten Aufgebot bis zum Schluss auf Torejagd gehen zu müssen.

Zudem sprachen sich die Clubs für die Austragung des DHB-Pokals 2020/21 in einer abgespeckten Version aus. Wegen der anhaltenden Coronakrise soll das Finalturnier am 05./06. Juni 2021 in Hamburg stattfinden. Damit werden erstmals zwei Pokalsieger in einer Spielzeit gekürt. Das REWE Final4 um den DHB-Pokal 2020 wurde wegen Corona auf Ende Februar 2021 verlegt, so heißt es weiter.

 

Ich finde die Idee mit dem direkten Vergleich gar nicht schlecht. Was meint Ihr. Schreibt mir unter: presse@staab-pr.de

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Beim Handball-Zweitligist ThSV Eisenach gab es einen Trainerwechsel. Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren mit Sead Hasanefendic trennte sich der Verein von dem erfahrenen Trainer. Sein Nachfolger ist Markus Krauthoff-Murfuni, der in der vergangenen Saison als Co-Trainer und Jugendkoordinator nach Eisenach kam.  

„Der ThSV Eisenach und Trainer Sead Hasenefendic haben sich einvernehmlich auf die Beendigung der Zusammenarbeit zum 30.06.2020 geeinigt“, informierte der Handball-Zweitligist vom Fuße der Wartburg. Der 71-Jährige hatte den ThSV Eisenach in seiner schwersten sportlichen Zeit – nach dem Abstieg in die dritte Liga im Sommer 2018 –  übernommen. Er identifizierte sich mit aller Kraft für das Projekt Wiederaufstieg in die zweite Liga.

Meistertitel war fünf Spieltage vor Ende fix

Markus im Januar 2020 im Gespräch mit Fans beim Testspiel beim TV Großwallstadt

Fünf Spieltage vor dem Saisonende war der Drittliga-Meistertitel perfekt und zwei Siege in der Relegation über die HSG Konstanz bedeuteten die Rückkehr in Liga zwei. In der darauffolgenden Zweitliga-Saison 2019/2020 bot der runderneuerte Kader eine starke Hinserie. Bei Abbruch der Saison aufgrund der Corona-Pandemie belegte der ThSV Eisenach den elften Tabellenplatz.

„Wir sind Sead Hasanefendic unendlich dankbar für seine Arbeit. Dass er als international erfolgreiche und geachtete Trainer-Koryphäe einem Drittligisten eine Zusage gab, kann nicht hoch genug herausgestrichen werden. Der sofortige Wiederaufstieg des ThSV Eisenach in die 2. HBL ist ganz eng mit dem Namen Sead Hasanefendic verbunden. Im Namen des gesamten Vereins möchte ich mich mit allem Nachdruck bei Sead Hasanefendic bedanken“, erklärte Shpetim Alaj, der Präsident des ThSV Eisenach. Auch Rene Witte, Geschäftsführer und Manager des Thüringer Traditionsvereines, zollt dem Trainer-Altmeister höchste Anerkennung: „Es waren zwei wunderbare Jahre. Ich bin stolz, dass ich mit solch einer Trainerikone zwei Jahre zusammenarbeiten durfte. Sead Hasanefendic hat sich 24 Stunden am Tag mit dem ThSV Eisenach und dem Thema Handball beschäftigt: Eine großartige Leistung. Auch ich sage Danke!“

Veränderte Situation aufgrund Corona

Beide Führungskräfte des ThSV Eisenach verweisen in der Pressemitteilung auf die veränderte Situation durch die Corona-Pandemie. „Diese wird auch den Handball verändern. Im Zuge dessen ist beim ThSV Eisenach eine Neuausrichtung angesagt. Diesen neuen Weg möchten wir mit einer Neubesetzung des Traineramtes beschreiten“, argumentieren Shpetim Alaj und Rene Witte.

Sead und Markus beobachten ihre Spieler beim Aufwärmen im Testspiel beim TV Großwallstadt

Markus Krauthoff-Murfuni wird das Zweitliga-Team des ThSV Eisenach in der neuen Saison coachen. Der 43-jährige A-Lizenz-Inhaber kann auf eine erfolgreiche Spielerkarriere in der ersten Bundesliga beim VfL Gummersbach, in Solingen, Wallau und Pfullingen sowie in der Schweiz (Schaffhausen) verweisen, arbeitete als Co-Trainer in Schaffhausen an der Seite von Markus Baur und Lars Walther. Für Markus Krauthoff-Murfuni ist dies seine erste Aufgabe als Cheftrainer.

Ich freue mich sehr für Markus, wünsche ihm alles Gute und viel Erfolg. Froh bin ich, dass ich Sead Hasenefendic so lange Jahre immer mal wieder getroffen habe. Er ist ein toller Trainer und auch ihm wünsche ich alles Gute für seine Zukunft. Noch im vergangenen Januar durfte ich die beiden gemeinsam bei einem Testspiel gegen den TV Großwallstadt in der Großwallstädter Sporthalle treffen und beide nahmen sich Zeit für ein bisschen Smalltalk.

Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich Euch auf meinen neuen Podcast hinweisen. Diesmal hatte ich Ann-Cathrin Giegerich zu Gast. Die National-Torhüterin wechselt zur neuen Saison vom Erstligisten Thüringer HC zum ungarischen Spitzenclub DVSC Schaeffler Debrecen. 

Geplaudert haben wir über ihre bisherige Stationen, ein bisschen über ihr Privatleben und über ihre neue Herausforderung in Ungarn.

Hört einfach mal rein. Ich würde mich sehr freuen. Zu hören ist mein Podcast auf meinem Blog, auf spotify oder itunes: Im Gespräch mit Handball-Nationaltorhüterin Ann-Cathrin Giegerich.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Oberligist Tuspo Obernburg hat sich Thomas Keck vom TV Großwallstadt geangelt. Mit dem 21-jährigen Großostheimer kann die Tuspo den zweiten Neuzugang für die Saison 2020/21 vermelden. Der Rückraumspieler, der beim TVG keinen neuen Vertrag erhalten hat, hat zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag in Obernburg unterschrieben und sagt: „Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung.“ Er hofft, dass er der Tuspo trotz seiner jungen Jahre weiter helfen kann. Auch Tuspo-Trainer Tobias Milde freut sich über seinen Neuen: „Thommy ist ein Spieler mit guter Athletik, der flexibel einsetzbar ist und in der Abwehr und im Angriff dahin geht, wo es weh tut.“

Student der Architektur spielt seit Kindesbeinen Handball

Der Student der Architektur spielt seit Kindesbeinen Handball und gehörte seit 2016 regelmäßig zum Stützpunkt des Deutschen Handball-Bundes. Zu seinen Erfolgen zählen im Jugendbereich Berufungen in die Bezirks-, Hessen- und Bayernauswahl. Bereits in der C-Jugend spielte er mit der HSG Bachgau in der Oberliga Hessen und gewann 2013 als Bezirksauswahlspieler die begehrte Hessenpokal-Meisterschaft. Danach folgte sein Wechsel zu den TVG-Junioren. Hier wurde er mit der B-Jugend in den Jahren 2015 und 2016 bayerischer Meister. 2015 erreichte er mit der B-Jugend Platz drei bei der deutschen Meisterschaft und 2016 war er beim DHB-Länderpokal bayerischer Torschützen-König.
 
In der A-Jugend-Bundesliga war er Kapitän und einer der Leistungsträger. Auch in der zweiten Mannschaft des TVG gehörte er zu den Stützen, gehörte aber auch gleichzeitig zum Perspektivkader des TVG und hatte Einsätze in der zweiten und dritten Liga. 
 
Nun gehört er dem Kader der Obernburger an und will dort tatkräftig mithelfen, dass sein neuer Verein eine gute Rolle in der Oberliga spielt.
 
Wir wünschen ihm hierbei alles Gute und viel Erfolg!
 
Bleibt gesund und passt auf Euch auf!
 
Der Artikel ist auch in meiner Heimatzeitung Main-Echo erschienen.