Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, unterlag die HSG Hanau dem Longericher SC Köln, der TV Gelnhausen knöpft Krefeld einen Punkt ab.

 

Hanau schlägt sich im Topspiel wacker

Mit 27:36 (15:19) verlor die HSG Hanau gegen den Longericher SC Köln und HSG-Coach Hannes Geist sagte nach der Partie: “Glückwunsch an Köln. Sie haben heute verdient gewonnen.“

Für die HSG Hanau ist es wenige Wochen vor Weihnachten keine einfache Situation, in der sich das Drittligateam um Kapitän Max Bergold und Spielmacher Jan-Eric Ritter befindet. Während Kreisläufer Dziugas Jusys und Luca Braun nun bereits schon seit mehreren Wochen fehlen, musste vor dem Heimspiel gegen Longerich auch noch der hochgewachsene Theo Surblys im linken Rückraum pausieren. Linkshänder Niklas Schierling humpelte mit einer Knieverletzung noch vor Spielende vom Feld. Aufgrund der angespannten Personalsituation füllte Geist wieder aus den eigenen Nachwuchsmannschaften auf und berief Vereinslegende Marc Strohl, der seine Drittligakarriere eigentlich bereits beendet hatte, zum zweiten Mal in dieser Saison in den Kader. Gegen einen spielstarken Kontrahenten kamen die Grimmstädter mit viel Schwung in die Begegnung, gingen durch Schierling mit 1:0 (1. Minute) in Führung und konnten jubeln, als Benedikt Müller einen Siebenmeterwurf von Lukas Martin Schulz parierte. Es zeichnete sich aber bereits früh ab, dass Longerich am Samstagabend mehr aus den eigenen Möglichkeiten machte. So drehte der Gast den Zwischenstand zu einem 3:1-Vorsprung. Bergold, der fünf seiner sechs Siebenmeterversuche am gestrigen Abend verwandelte, brachte die Hanauer beim 4:5 (8.) per Strafwurf wieder heran. Es war die Schlussphase der ersten Halbzeit, als bei den Grimmstädtern erstmals die Konzentration nachzulassen schien. Sowohl Bergold (22.) als auch Fulda (23.) scheiterten per Siebenmeter am Gäste-Keeper und LSC-Topscorer Jonas Kämper baute den Vorsprung der Nordrhein-Westfalen auf 19:13 aus. Durch zwei Treffer von Bergold und Schiefer verkürzte Hanau zur Pause noch auf 15:19.

Im Angriff fehlt das Glück

Das Problem mit der Chancenverwertung setzte sich für die Gastgeber im zweiten Durchgang weiter fort. Obwohl Hanau viel investierte und im Angriff immer wieder die Lücken suchte, scheiterten die Grimmstädter ein ums andere Mal an Roman Babic im LSC-Kasten oder trafen das Aluminium. Longerich hingegen ging hohes Tempo, suchte die Tempogegenstoßsituationen und baute so seinen Vorsprung wieder auf 23:17 (38.) aus. Bergold brachte die HSG beim 21:25 (44.) zwar noch einmal in Schlagdistanz, doch um den Bock umzustoßen, dazu fehlte dem jungen Hanauer Team die Kraft.

„Wir hangeln uns unter der Woche gerade von Trainingseinheit zu Trainingseinheit, um überhaupt Sechs-gegen-sechs spielen zu können“, so Geist. „Ich muss da ein großes Lob an die 2. Mannschaft, 3. Mannschaft, die A-Jugend und teilweise auch an die B-Jugend aussprechen, die uns momentan im Training und bei den Saisonspielen unterstützen. Der jüngste Akteur im Training ist Jahrgang 2008, das muss man sich einmal vorstellen!“

Überschattet wurde die Schlussphase in der 51. Minute von der Verletzung von Schierling, der nach einem Sprungwurf unglücklich auf der Platte aufkam und danach mit einer Knieverletzung vom Feld humpelte. „Das ist extrem bitter für ihn und natürlich für uns als Mannschaft“, meinte Geist. „Es ist sehr ärgerlich, dass es ausgerechnet ihn trifft. Er war auch heute wieder ein unglaublich fleißiger Arbeiter für uns. Wir hoffen nur das Beste und drücken ihm die Daumen.“

 

TV Gelnhausen ringt Spitzenreiter Krefeld einen Punkt ab

In einer mitreißenden Partie erkämpfte sich der TV Gelnhausen ein hochverdientes 23:23 (14:14) gegen die HSG Krefeld Niederrhein und sorgte damit für den ersten Punktverlust des Spitzenreiters in dieser Saison. Vor 1200 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle zeigte das Team von Cheftrainer Matthias Geiger vor allem in der Defensive eine überragende Leistung. Torwartneuzugang Daniel Drozdz sicherte in der Schlussphase den Hausherren mit spektakulären Paraden den Punkt. Damit bleibt der TV Gelnhausen mit 19:3 Punkten auf dem zweiten Platz der Tabelle.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh mit 3:0 in Führung. „Wir waren sofort im Spiel drin. Wir haben uns vorgenommen, dass wir keine Anlaufphasen brauchen, und das haben wir auch geschafft. Wir haben schon am Anfang eine sehr gute Abwehr gespielt“, sagte Gelnhausens Cheftrainer Geiger. Doch Krefeld fing sich schnell und konnte nach einem kleinen Lauf in der siebten Minute zum 3:3 ausgleichen. Im Anschluss ging der TVG immer wieder in Führung, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen, da die HSG Krefeld jedes Mal eine Antwort parat hatte.

Gelnhausen überzeugte bereits in der ersten Hälfte mit einer disziplinierten Abwehr und Paraden von Torhüter Alexander Bechert. „Wir wollten unbedingt das schnelle Spiel von Krefeld unterbinden. Das haben wir über das ganze Spiel gut geschafft“, sagte Geiger nach Ende der Partie. So ließ der TVG in der ersten Hälfte keine Führung des Spitzenreiters zu. Mit 14:14 ging es in die Halbzeitpause – ein leistungsgerechtes Unentschieden.

TVG nach dem Wechsel in Führung

Durch ein Tor von Max Bechert gingen die Barbarossastädter nach dem Seitenwechsel direkt wieder in Führung. Die Rotweißen konnten sich jedoch erneut nicht absetzen und gerieten in der 39. Minute mit 17:18 zum ersten Mal in Rückstand. Aber auch Krefeld konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und sich absetzen. So blieb es ein dramatisches Spiel auf hohem Niveau, das die Zuschauer in seinen Bann riss. Der TVG holte sich die Führung zurück, aber Jörn Persson egalisierte in der 48. Minute zum 22:22.

Es folgte nun eine Crunchtime, die an Spannung kaum zu überbieten war. Lediglich zwei Tore sollten noch in den verbleibenden zwölf Minuten fallen. Auf beiden Seiten liefen die Abwehrreihen zu Höchstform auf und im Angriff versagten die Nerven. Erst in der 58. Minute ging die HSG Krefeld durch ein Tor von Tim Hildenbrand in Führung, wodurch der TVG nun unter Zugzwang stand. Nach einer Auszeit des TVG übernahm Kapitän Jonathan Malolepszy die Verantwortung und erzielte in der letzten Spielminute den Ausgleich. Einen letzten Angriff der HSG Krefeld musste die junge Gelnhäuser Mannschaft jedoch noch überstehen.

Der überragende Drozdz konnte aber auch den letzten Wurf aufs Tor parieren und den sensationellen Punktgewinn für den TV Gelnhausen sichern. Nach Schlusspfiff feierten Spieler und Fans ausgelassen die kleine Sensation. Dabei wurde Drozdz lautstark von den Fans gefeiert. Im Zusammenspiel mit einer großartigen Mannschaftsleistung sorgte sein Auftritt nicht nur für einen Punkt, sondern auch für Jubelstürme auf den Rängen. Aufseiten des TVG ragten Kapitän Malolepszy (6 Tore) und Silas Altwein (4 Tore) im Angriff heraus. Krefelds Hildenbrand (6 Tore) und Christopher Klasmann (5 Tore) waren die gefährlichsten Spieler der Gäste.

Cheftrainer Geiger zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Das war eine tolle Leistung von den Jungs. Sie haben über 60 Minuten eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt und das gegen eine absolute Topmannschaft. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, die Jungs und die Halle so zu sehen. Wir hoffen, dass wir noch einige tolle Heimspiele mit so einer Kulisse bestreiten dürfen.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga hat die Tuspo Obernburg beim Tabellenzweiten ESG Gensungen/Felsberg mit 22:36 (13:17) verloren. Dabei reichten die Kräfte der Gäste nur für 25 Minuten, denn sie mussten ohne Tobias Raab, Louis Markert und Torhüter Florian Eberhardt antreten. Dabei verliefen die ersten Minuten gut – so berichtete Pressesprecher Klaus Zengel – und bis zum 5:5 nach 13 Minuten war die Tuspo gut dabei. Die Gäste waren sehr motiviert und voller Energie und kamen nach einer 9:5-Führung der Gastgeber (17. Minute) auch mit Toren der schnellen Akteure Tom Müller und Peer Kreuzkam in der 23. Minute wieder zum 10:10-Ausgleich. Gegen die körperlich stärkste Mannschaft der Regionalliga war die Tuspo dann auch beim 12:12 nach 25 Minuten noch auf Augenhöhe, doch bis zur Halbzeitpause drehten die Hausherren richtig auf und mit einem schon recht deutlichen 17:13 wurden nach 30 Minuten die Seiten gewechselt.

Jesper Kunkel angeschlagen

Als zu Beginn der zweiten Hälfte dann auch noch Rückraumspieler Jesper Kunkel angeschlagen ausfiel und nicht mehr eingesetzt werden konnte, zog die ESG schnell auf 23:17 weg (40. Minute). Der jungen dezimierten Tuspo-Mannschaft fehlte in dieser Phase des Spiels die Kraft und auch der Wille war gebrochen, die Partie noch einmal zu drehen. Gensungen machte kurzen Prozess, hatte dann ganz schnell das Spiel für sich entschieden und beim 30:18 in der 51. Minute war die Frage nach dem Sieger schon längst beantwortet. Am Ende kassierte die Tuspo eine bittere 22:36-Pleite und Trainer Rudi Frank sagte nach dem Spiel: „Wir haben 25 Minuten lang absolut am Limit gespielt, doch in der 2. Halbzeit hatten wir beim starken Tabellenzweiten in dieser Konstellation keine Chance. Die Höhe der Niederlage ist natürlich nicht schön, aber meine Mannschaft wird den Kopf nicht hängen lassen und am nächsten Wochenende, wenn hoffentlich wieder ein oder zwei verletzte Spieler zurückkommen, in Nieder-Roden ein anderes Gesicht zeigen.“

Für die Tuspo spielten:

Jonathan Bausch, Johannes Eberhardt; Tom Müller (7), Peer Kreuzkam (6), Niklas Geck (4/1), Thomas Keck (2), André Göpfert (2), Magnus Heinz (1), Nicolas Mohr, Max Roos, Ben Müller, Leon Steinbrecher, Jesper Kunkel, Meik Diehl

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit einer unglaublichen kämpferischen Leistung ließ sich Handball Drittligist TV Kirchzell auch in Leutershausen nicht stoppen und gewann mit 30:29 (18:15). Damit gelang den Odenwäldern der sechste (!!!) Sieg in Folge und der TVK hat nun 15:9 Punkte auf dem Konto und steht auf dem fünften Tabellenplatz.

Es ist wirklich eine Freude, dieser Mannschaft zuzusehen, denn sie läuft derzeit wie ein Uhrwerk und der unbändige Siegeswillen ist jedem der Spieler der Trainer Andi Kunz und Alex Hauptmann anzusehen. Es ist wirklich unfassbar, was dieser ersatzgeschwächte Aufsteiger derzeit performt. Der “Odenwaldexpress” ist seit sechs Spielen nicht zu stoppen und strotzt vor Selbstvertrauen. Das war auch in Leutershausen deutlich zu erkennen.

Vor der Partie war Leutershausen in der Favoritenrolle und über 2:2 (5.) und 5:5 (10.) blieb die Begegnung ausgeglichen. Mit 8:6 setzten sich die Gäste erstmals ab (16.), doch wenig später führte Leutershausen mit 12:10. Nach dem 14:14 zog der TVK erneut davon und Kapitän Jan Blank gelang das 17:14 (29.). Die Hausherren verkürzten, doch Tom Spieß stellte zur Halbzeit den alten Abstand wieder her. Daher ging es mit 18:15 für die Gäste in die Pause.

Kampfbetont ging es weiter

Auch nach dem Wechsel schenkten sich beide Teams nichts und TVK-Trainer Andi Kunz sagte: “Es war ein tolles Spiel. Es wurde gekämpft, es wurde sich behakt. Es war alles dabei. Unser Ziel war es, auch die zweite Hälfte offen zu halten und gut in der Deckung zu stehen, vorne unsere Dinger reinzumachen.” Diese Marschroute befolgten seine Jungs, behielten den Überblick und ließen sich nicht nervös machen. Nach dem 20:17 (35.) für den Gast stand es wieder 20:20, denn auch die Hausherren wollten unbedingt die Punkte zu Hause behalten. Andi Kunz wechselte in der Schlussviertelstunde seinen Torhüter. Tobias Jörg hielt bis dahin gut, doch Kunz wollte ihm eine Verschnaufpause geben. Da Joshua Löffelmann mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, kam Paul Büchler zum Einsatz. Der Coach gab dem jungen Torhüter das Vertrauen und er wurde nicht enttäuscht. Paul Büchler machte seine Sache richtig gut.

Trotzdem blieb die Partie verdammt eng und bis zum 26:26 (52.) und 29:29 (59.) war kein Sieger auszumachen. Es roch nach einer Punkteteilung und die Spannung war kaum zum Aushalten. Andi Kunz: “In dieser engen Schlussphase konnte alles passieren.” Die Anzeigetafel zeigte 59.16 Minuten, als Joshua Osifo zum 30:29 einnetzte. Leutershausen nahm die Auszeit (59.19 Minute) und wollte unbedingt den Ausgleich. Doch der TVK ließ in den letzten Sekunden nichts mehr zu und verteidigte mit Mann und Maus. Die Freude der Kirchzeller nach dem Abpfiff war unbändig und Andi Kunz sagte: “Wir haben uns ein gewisses Selbstverständnis erarbeitet und natürlich damit auch Selbstvertrauen. Das haben wir heute alles reingepackt. Ich freu mich sehr für meine Mannschaft.”

 

TV Kirchzell:

Tobias Jörg, Paul Büchler; Jan Blank 3, Anton Bayer, Tim Häufglöckner 4, Antonio Schnellbacher 1, Ievgen Zhuk 10/4, Jannik Wolf 1, Tom Spieß 6, Yann de Waha, Julius Mattern, Joshua Osifo 5.

 

 

Das Bild, das Paul Büchler zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der zweiten Handball Liga empfängt am Sonntag um 17 Uhr in der Untermainhalle Elsenfeld der TV Großwallstadt als derzeitiger 15. der Tabelle das Schlusslicht HSG Konstanz.

Die Gäste aus Konstanz sind vergangene Saison in die zweite Liga aufgestiegen, konnten aber bisher noch kein einziges ihrer bisher elf Spiele gewinnen. Dennoch sollten die Gäste nicht unterschätzt werden – gerade weil sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Vor allem da sich der TV Großwallstadt gegen die HSG in den vergangenen Aufeinandertreffen immer schwer getan und drei der letzten vier Matches verloren hat.

Zu Beginn der Saison hat Vitor Baricelli die HSG als Cheftrainer von Jörg Lützelberger übernommen, welcher den Verein nach drei erfolgreichen Jahren verlassen hatte. Baricelli ist mit 28 Jahren der jüngste Trainer in der zweiten Liga. Einfach war sein Einstieg sicherlich nicht, musste er doch neun Zugänge in den Kader integrieren.

Konstanz mit schlechter Wurfquote

Bester Torschütze ist Felix Sproß mit 49 Toren, vom Siebenmeterpunkt hat Lukas Köder 17 Mal getroffen. Allerdings hat Konstanz bisher nur insgesamt 301 Treffer erzielen können und liegt auch in der Wurfquote mit 55 Prozent hinter dem TVG (58%). Ebenso ist die Quote der gehaltenen Bälle (25%) noch etwas schlechter als die der Unterfranken (26%).

Neben Sproß, der im linken Rückraum zu finden ist, kommt mit Christos Erifopoulos ein weiteres bekanntes Gesicht nach Großwallstadt. Er hat beim TVG in der Jugend Bundesliga und in der ersten Mannschaft gespielt, steht seit 2021 im Kader der HSG Konstanz. Und einer, der sich sicher auch auf den Gegner freut, ist TVG-Torhüter Stefan Hanemann. Seine Profikarriere nahm in Konstanz so richtig mit dem Aufstieg und Klassenerhalt in der zweiten Liga Fahrt auf.

Felix Sproß, der 2023 zur HSG stieß und vorher in der Jugend beim TVG war, danach für Kirchzell und Coburg spielte, ehe es ihn ins Ausland nach Schweden zog, sagte: “Wir müssen beim TVG vor allem auf die aggressive und körperliche Deckung achten und auf die individuellen Stärken in der Rückraumreihe des TVG.” Soweit kommt Konstanz komplett nach Unterfranken. Lediglich Torhüter Konstantin Poltrum wird wohl nicht dabei sein, da seine Frau und er ihr erstes Kind erwarten, laut Felix Sproß.

Team gut vorbereitet

TVG-Trainer Andrè Lohrbach muss noch immer auf Finn Wullenweber, Mario Stark, Lars Röller und Maxim Schalles verzichten. Doch er sagt: “Die Jungs sind alle im Plan.” Ein großes Fragezeichen steht hinter Stefan Salger. Er hat sich zuletzt verletzt und es bleibt abzuwarten, ob er am Sonntag spielen kann. Neuzugang Tobias Buck macht dem Coach Freude: “Für ihn war es ein super Schritt und er macht seine Sache gut.” Zum kommenden Gegner meint er: “Mit Konstanz kommt eine junge, motivierte Truppe, die bisher fast immer knappe Ergebnisse geliefert hat. Die HSG ist brandgefährlich und spielt eine gute 6:0 Deckung. Wir wissen nur zu gut, dass jede Serie mal reißt und hoffen, dass dies nicht gerade am Sonntag bei uns passieren wird.” Er hat seine Mannschaft sehr gut auf den kommenden Gegner eingeschworen und seine Jungs nehmen Konstanz zu 100 Prozent ernst. “Wir hoffen, dass wir sie gut in den Griff bekommen”, so Lohrbach.

 

Das Bild, das Trainer Lohrbach zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell eine tolle Serie von fünf Siegen hingelegt. Mit nunmehr 11:9 Punkten stehen die Kirchzeller auf Platz sieben der Tabelle. Der kommende Gegner Leutershausen hat Platz drei inne und 14:6 Punkte auf dem Konto. So wie es aussschaut, haben die Leutershausener mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Das haben allerdings die Kirchzeller auch. Gerade neu verletzt hat sich Niklas Ihmer, der sich eine Bänderverletzung zugezogen hat. Wie lange er ausfallen wird, bleibt abzuwarten.

Der TVK kennt den kommenden Gegner, gegen den es am Samstag um 19.30 Uhr geht, schon von der Saisonvorbereitung her. “Damals haben sie uns das Fell über die Ohren gezogen”, sagte TVK-Trainer Andi Kunz. Er weiß, dass die Gegner souverän und abgeklärt agieren und es alles andere als einfach werden wird. “Doch wir haben dort nichts zu verlieren. Wenn wir unseren Lauf anschauen, können wir nicht einfach dahin hinfahren und  “na dann gucken wir mal” sagen. Wir wollen Leutershausen Paroli bieten, alles abverlangen und die Partie bis zum Schluss offen halten.”

Obwohl die Gastgeber zum Favoritenkreis gehören, haben die Kirchzeller zuletzt viel Selbstvertrauen getankt. Ob es in Leutershausen reichen wird, bleibt abzuwarten. “Aber den Schritt, den wir nach vorne gemacht haben, wollen wir behaupten”, sagt Andi Kunz.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga steht am Samstag um 19.30 Uhr die Partie zwischen der ESG Gensungen/Felsberg und der Tuspo Obernburg an. Die Gastgeber stehen an Platz fünf der Tabelle und haben bisher 10:6 Punkte eingesammelt. Die Obernburger nehmen den zehnten Platz mit 7:9 Punkten ein.

Nach dem Sieg vergangener Woche fahren die Obernburger mit Selbstvertrauen nach Gensungen, wissen aber um die Heimstärke der ESG. Im vergangenen Jahr kämpften diese bis zum Schluss um den Aufstieg mit, erreichten aber am Ende den vierten Platz. Stärkste Spieler sind Rückraumspieler Vince Schmidt, RR Jannik Bitter und Mittelmann Heinrich Wachs.

ESG-Trainer Fynn Welch hat eine körperlich starke Mannschaft, die allerdings nach der dritten Saisonniederlage fast schon die Aufstiegsträume begraben kannn. Die Tuspo ist der klare Außenseiter. Darin kann allerdings auch eine Chance liegen.

In der vergangenen Saison gab es für die Tuspo bei der ESG eine 32:40 Niederlage, daheim verlor Obernburg knapp mit 35:37.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gibt es ein absolutes Topspiel, wenn der Zweite TV Gelnhausen auf den Ersten HSG Krefeld Niederrhein trifft. Die HSG Hanau erwartet den Longericher SC Köln. Die HSG Rodgau Nieder-Roden hat ein Auswärtsspiel vor der Brust und muss zum TV Korschenbroich.

 

TV Gelnhausen fordert Tabellenführer Krefeld heraus

Am Samstag um 19.30 Uhr erwartet die Fans in der Rudi-Lechleidner-Halle ein absolutes Highlight, denn der TV Gelnhausen trifft auf die HSG Krefeld Niederrhein – eine Partie, die Spannung auf höchstem Niveau verspricht. Die Gäste aus Krefeld reisen als Tabellenführer mit 22:0 Punkten an, während der TVG mit 18:2 Punkten auf Rang zwei lauert und sich vor heimischem Publikum die Chance erhofft, den Tabellenführer erstmals in dieser Saison zu Fall zu bringen.

Die HSG Krefeld ist das Maß der Dinge in der Liga. Mit einem Kader voller Qualität und klaren Profistrukturen haben die Gäste das Ziel, in die zweite Bundesliga aufzusteigen, fest im Blick. Ihre Dominanz zeigte sich nicht nur in ihrer makellosen Bilanz, sondern auch in der Höhe und Souveränität ihrer Siege. „Krefeld ist eine absolute Topmannschaft, die in jedem Spiel ihre Klasse gezeigt hat“, erklärt Cheftrainer Matthias Geiger. „Ihr Kader ist auf jeder Position hervorragend besetzt. Es wird eine enorme Herausforderung, gegen sie zu bestehen.“

Die Favoritenrolle liegt also klar bei den Gästen, doch der TV Gelnhausen ist entschlossen, Krefeld das Leben so schwer wie möglich zu machen. „Wir wollen uns nicht verstecken, sondern ein tolles Spiel abliefern. Unser Ziel ist es, sie unter Druck zu setzen und unsere Heimstärke auszuspielen“, so Geiger weiter. Nach einem sensationellen Saisonstart mit acht Siegen in Folge erlebte der TV Gelnhausen beim Heimspiel gegen den Longericher SC einen Rückschlag: Mit 25:40 ging die Partie deutlich verloren. Doch die Mannschaft zeigte Charakter und meldete sich am nächsten Spieltag eindrucksvoll zurück. Beim Auswärtsspiel gegen den bis dato zu Hause ungeschlagenen TuS Opladen erkämpfte sich das Team einen verdienten 30:26-Sieg.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch die Personalsituation. Während die Langzeitverletzten Jonas Dambach und Lasse Georgi definitiv ausfallen, ist der Einsatz von Yannick Mocken, Alex Bechert und Leon David noch fraglich. Alle drei mussten beim Spiel in Opladen krankheitsbedingt passen. Geiger: „Wir hoffen, dass die Jungs rechtzeitig wieder fit werden. Wir bereiten sie in der Woche so gut wie möglich vor, damit sie mitwirken können. Wichtig ist, dass kein weiterer Spieler ausfällt.“

Die Hölle Süd wird am Samstag ihrem Namen wieder alle Ehre machen. Der Heimvorteil könnte ein entscheidender Faktor werden, denn die Fans des TV Gelnhausen sind dafür bekannt, ihr Team bedingungslos zu unterstützen. In der vergangenen Saison verliefen beide Partien zu Gunsten der HSG Krefeld. Im Hinspiel unterlag der TVG in Krefeld knapp mit 29:30, während das Rückspiel in Gelnhausen etwas deutlicher mit 27:32 verloren ging. Seitdem hat sich der TVG jedoch weiterentwickelt und gezeigt, dass er auch gegen Topteams bestehen kann.

„Entscheidend wird sein, dass wir wieder eine aggressive Leistung auf die Platte bringen, Zweikämpfe gewinnen und technische Fehler minimieren. Das ist uns gegen Longerich nicht gelungen, gegen Opladen aber schon sehr gut. Daran wollen wir anknüpfen“, erklärt Geiger. Für den TV Gelnhausen gilt es, mit dem richtigen Mindset ins Spiel zu gehen. „Wir müssen die nötige Lockerheit bewahren, dürfen nicht verkrampfen und sollten das Spiel genießen. Gleichzeitig brauchen wir eine absolute Top-Leistung mit ganz wenigen Fehlern, um gegen Krefeld in Schlagdistanz zu bleiben“, fasst Geiger zusammen.

Ob der ehemalige Gelnhäuser Cedric Marquardt bei der HSG Krefeld mit von der Partie sein wird, ist noch ungewiss. Zuletzt musste der Linksaußen aufgrund eines “Pferdekusses” passen. Definitiv dabei ist Felix Handschke. Krefeld hat den 34-jährigen Spielmacher kurzfristig von der insolvent gegangenen HG Remscheid verpflichtet. Er bringt jede Menge Erfahrung mit und soll beim Aufstieg in die zweite Liga helfen.

 

HSG Hanau spielt gegen Longericher SC Köln

Es ist wieder Topspiel-Zeit in der Main-Kinzig-Halle. Am Samstag empfängt die HSG Hanau den Longericher SC Köln zum Duell in der Grimmstadt. Pünktlich um 18.30 Uhr fliegen im Hanauer Handballtempel die Fetzen, wenn der Tabellenfünfte Hanau auf den Vierten Longerich trifft. Nach dem deutlichen Auswärtssieg in Mundenheim sind das HSG-Team und dessen Kapitän Max Bergold bereit für den Schlagabtausch mit dem direkten Tabellennachbarn und wollen Platz vier zurückerobern.

„Wenn es gegen einen direkten Konkurrenten im Spitzenspiel geht, dann ist natürlich viel Vorfreude da“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist. „Wir treffen aber auf einen Gegner, der sich im Sommer extrem verstärkt und damit einen klaren Fingerzeig gegeben hat, wo er in der Tabelle hinmöchte.“

Keine Frage, einfach wird das Duell mit den Gästen aus Nordrhein-Westfalen für die HSG Hanau auf keinen Fall. Es ist zu erwarten, dass am Samstagabend zwei gleichwertige Teams aufeinanderprallen, die vor dem Hanauer Blauen Block für handballerische Furore sorgen werden. „Longerich hatte zu Beginn der Saison etwas mit Verletzungssorgen zu kämpfen“, meint Geist. „Zuletzt haben sich aber wieder deutlich stabilisieren können. Sie stehen nicht ohne Grund auf dem vierten Tabellenplatz.“ Dabei reist der LSC und dessen Trainer Christian Stark mit drei Siegen in Serie im Gepäck in Hanau an und gewann vor zwei Wochen deutlich mit 40:25 in Gelnhausen. Angeführt von dem Neuzugang aus Essen in Person von Jonas Kämper (77 Saisontore) und Rückraumspieler Lukas Martin Schulz (68 Treffer) bringen die Gäste reichlich Offensivpower mit in die Brüder-Grimm-Stadt und gelten im Angriff als enorm variantenreiche Mannschaft.

„Aber auch ihr Abwehrspiel ist sehr flexibel“, weiß Geist, der bei seiner Analyse sowohl eine stabile 6:0-Deckung als auch eine defensiv gespielte 5:1-Deckung beobachten konnte. „Damit versuchen sie schon früh den Rhythmus ihres Gegners zu stören.“ Von seinem eigenen Team erwartet der Hanauer Coach daher vor allem wieder Passsicherheit und schnelles Umschaltspiel, um den Tabellenvierten in die Schranken zu weisen. Gerade dieses risikobereite, mutige und schnelle Spiel nach vorne war es, dass am vergangenen Wochenende in Mundenheim den Unterschied zu Gunsten der HSG ausmachte. „Darauf müssen wir nun aufbauen“, fordert Geist. „Mit dem Sieg am letzten Spieltag haben wir sicher auch ein Stück weit Selbstvertrauen gewonnen. Trotzdem wird das eine extrem große Aufgabe für uns.“

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden in einer Pressemitteilung verkündete, wird der sportliche Leiter Marco Rhein für eine kleine Weile ins Tor der HSG zurückkehren.

Nach dem vollzogenen Karriereende wollte er sich ab dieser Saison eigentlich auf seine Tätigkeiten als sportlicher Leiter konzentrieren. Der nicht ganz nach Wunsch verlaufene Saisonstart führt nun zu einer etwas überraschenden Wendung, denn in den fünf verbleibenden Spielen bis zur Winterpause wird der Routinier das Team wieder hautnah unterstützen. So nimmt Rhein schon am kommenden Samstag beim wichtigen Duell in Korschenbroich auf der Bank Platz. „Der Wunsch kam aus der Mannschaft und dem Trainerteam. Nach kurzem Überlegen habe ich zugesagt, sehe meine Rolle in erster Linie als Motivator und Tippgeber. Ich will die junge Mannschaft, aber auch unsere Torhüter unterstützen. Das kann man mittendrin natürlich besser machen, als von der Tribüne aus“, so der 37-Jährige.

Auch sein Nachfolger in der Kapitänsrolle, Flo Stenger, freut sich auf das Blitzcomeback seines guten Freundes, sieht aber gleichzeitig alle Spieler mit in der Verantwortung: „Wir haben bis jetzt keine schlechte Runde gespielt, aber gerade die verlorenen Punkte gegen Haßloch und Mundenheim ärgern uns immer noch. Mit Marco’s Rückkehr hoffen wir auf einen zusätzlichen Motivationsschub, besonders in der Crunch-Time und freuen uns darauf, von seiner großen Erfahrung zu profitieren. Manchmal muss man das Glück erzwingen und in der Situation befinden wir uns jetzt.“ Die HSG-Verantwortlichen setzen darauf, dass die junge Mannschaft schon am Wochenende ihr volles Leistungspotential abrufen kann, denn wenn man beim Aufsteiger in Korschenbroich nicht gewinnen sollte, würde man erst mal im Tabellenkeller festhängen. Doch bange machen gilt nicht an Bord der Baggerseepiraten und mit einer couragierten Leistung will man Kurs auf den ersten Auswärtssieg der Saison setzen.

Das Comeback von Marco Rhein wird aber definitiv auf den Zeitraum bis Weihnachten beschränkt sein. Ab Januar wird sich Rhein dann eine dreimonatige Auszeit vom Handball gönnen. „Die letzten 20 Jahre haben unheimlich viel Kraft gekostet, insbesondere die Doppelbelastung aus Beruf und Handball. Seit sieben Jahren dann zusätzlich noch die Rolle als Sportlicher Leiter, das geht schon an die Substanz. Ich werde meine Akkus mal wieder voll aufladen, um dann die kommenden Aufgaben mit der HSG anzugehen. Ich danke auch hier allen für die Unterstützung in der Zeit.“

In seiner Abwesenheit wird die sportliche Verantwortung im Männerbereich vertretungsweise Vorstands-intern übernommen: „Wir gönnen Marco diese Auszeit und freuen uns auf seine Rückkehr. Die zeitweisen Vertreter werden wir rechtzeitig kommunizieren. Der Verein ist sich bewusst, welche große Lücke Marco da hinterlässt, jedoch werden seine Aufgaben für diesen Zeitraum auf mehrere Schultern im Verein gut verteilt“, so der geschäftsführende HSG-Vorstand.

 

Das Bild von Marco Rhein in Aktion hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kehrte der TV Gelnhausen eindrucksvoll in die Erfolgsspur zurück und auch die HSG Hanau landete einen Auswärtssieg.

 

Eindrucksvolle Vorstellung

Der TV Gelnhausen gewann beim TuS Opladen mit 30:26 (17:11) und fügte den bisher zu Hause verlustpunktfreien Leverkusenern die erste Heimniederlage zu.

Dabei standen die Vorzeichen vor dem Spiel alles andere als gut. Neben den Langzeitverletzten Lasse Georgi und Jonas Dambach musste das Team kurzfristig auf weitere wichtige Spieler verzichten: Kreisläufer Leon David, Linksaußen Yannick Mocken und Stammtorhüter Alexander Bechert fielen allesamt krankheitsbedingt aus.

In den Anfangsminuten begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. “Es war ein zäher Beginn, beide Teams wollten keine Fehler machen”, fasste Geiger die erste Phase des Spiels zusammen. Der TV Gelnhausen ging früh in Führung, doch Opladen hielt mit schnellen Treffern dagegen. So stand es in der zwölften Minute noch 6:6. Doch dann schaltete der TVG einen Gang höher und setzte sich dank eines 7:1-Zwischenspurts durch einen Treffer von Silas Altwein nach 19 Minuten auf 13:7 ab.

Diesen Sechs-Tore-Vorsprung hielt die junge Gelnhäuser Mannschaft bis zur Halbzeitpause. Dank einer bärenstarken Defensive mit konzentrierter Abwehrarbeit und Neuzugang Drozdz im Tor, gelang es den Barbarossastädtern, Opladen auf nur elf Treffer zu halten. Mit einem komfortablen 17:11 ging es in die Kabinen.

Nach der Pause wollte es Opladen noch einmal wissen, erhöhte den Druck und kam besser ins Spiel. Besonders der herausragende Schütze Oliver Dasburg, der insgesamt 14 Treffer erzielen konnte, führte sein Team immer wieder heran. Doch trotz einer kleinen Schwächephase um die 40. Spielminute, blieb die Abwehr der Rotweißen stabil. Loris Tittel parierte in dieser Phase einen Siebenmeter und sorgte dafür, dass Opladen nicht noch einmal ins Spiel zurückfinden sollte.

Zwar gelang es der Heimmannschaft den Abstand ein weiteres Mal auf drei Tore zu verkürzen, sodass es 14 Minuten vor Schluss nur noch 23:20 stand, doch die Gelnhäuser bewahrten in den letzten Minuten einen kühlen Kopf und verteidigten bis zum Ende ihren Vorsprung geschickt. Trotz der druckvollen Spielweise der Gastgeber behielt der TVG die Oberhand und ließ sich auch von zwei Team-Timeouts der Opladener nicht mehr aus dem Konzept bringen, sodass am Ende ein letztlich souveräner 30:26-Sieg für den TV Gelnhausen zu Buche stand.

 

HSG Hanau gewinnt beim Aufsteiger VTV Mundenheim

Die HSG Hanau gewann in Mundenheim mit 34:26 (17:10) und HSG-Trainer Hannes Geist sagte: „Ein wirklich souveräner Auswärtssieg. Großes Kompliment an meine Mannschaft.“

Beide Mannschaften lieferten sich zu Beginn der Partie vor 280 Zuschauern in der Sporthalle am Schulzentrum Mundenheim zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Hanau war auch in Mundenheim erneut nicht mit voller Kapelle angetreten. Neben den verletzten Luca Braun und Dziugas Jusys fehlte auch Rechtsaußen Paul Hüttmann, der durch Routinier Björn Christoffel ersetzt wurde. „Unser Start war etwas holprig, wir sind dann aber immer besser in das Spiel reingekommen und haben uns nicht den Schneid abkaufen lassen“, so Geist, dessen Team wieder alles in die Waagschale warf und leidenschaftlichen Handball zeigte.

Die Führung der Gäste beim 1:0 und 3:2 beantwortete David Rivic – nach Ballgewinn in der Abwehr und tollem Anspiel von Jan Eric-Ritter – per Tempogegenstoß mit dem 5:4 (11. Minute). Nachdem Ritter sich durch die Abwehr getankt hatte und zum 7:6 (13.) erfolgreich gewesen war, erkämpften sich die Grimmstädter erstmals klare Vorteile gegen den Tabellenzwölften.
Nach einer Viertelstunde übernimmt Hanau das Kommando

Während Cedric Schiefer und Theo Surblys das Deckungszentrum schlossen, war es vorne erneut Rivic mit seinem bereits fünften Tagestreffer, der die HSG mit 11:7 (21.) langsam enteilen ließ. Der physisch starke Kreisläufer spielt bislang eine überragende Saison und ist nicht ohne Grund der Topscorer seines Teams. „Wir haben einfach enorm agil gedeckt und dadurch viele einfache Tore durch Ballgewinne erzielt“, sagte Geist später, dessen Team oft einen Schritt schneller als die Gegenspieler war und 60 Minuten lang auf das Tempo ging.

Im zweiten Durchgang versuchte Mundenheim weiterhin mit seiner aggressiven Deckung Hanau vor Probleme zu stellen, doch Ritter, Bergold & Co. blieben souverän und suchten weiterhin konsequent ihre Chancen. Mit dem Treffer von Niklas Schierling zum 22:11 behaupteten die Grimmstädter ihren Vorsprung und schraubten die Differenz sogar auf 12 Tore hinauf, als Christoffel zum 26:14 (44.) erfolgreich war. In der Schlussphase gelang es den Hausherren noch einmal durch drei schnelle Tore auf 23:30 zu verkürzen, doch spätestens nach dem 31:23 von Rivic war die Messe in der 55. Minute gelesen.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das deutsche Flaggschiff, der Deutschland Achter, setzt sich über die 6,4-Kilometer-Langstrecke gegen den holländischen Achter beim BaselHead durch und gewinnt auch das Sprintrennen. Der U23-Achter belegt einen guten vierten Platz.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung der Deutschland Achter GmbH von Carsten Oberhagemann:

Der Trip in die Schweiz hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt. Der Deutschland-Achter feierte beim BaselHead einen Doppel-Sieg: Das neu zusammengestellte Flaggschiff setzte sich auf dem Rhein zunächst beim 350-Meter-Sprintrennen und anschließend auch der 6,4-Kilometer Langstrecke gegen die internationale Konkurrenz durch. Dabei wurde auch der Olympia-Zweite aus den Niederlanden bezwungen. „Das war ein guter Wettkampf, der uns zusätzlich motiviert, im Winter hart zu arbeiten, um auch im nächsten Jahr erfolgreich zu sein“, sagte Steuermann Jonas Wiesen.

Die Mannschaft mit Schlagmann Theis Hagemeister, Kaspar Virnekäs, Julius Christ, Max John, Mattes Schönherr, Sönke Kruse, Tom Tewes, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen gewann den Sprint am Samstagvormittag bei Gegenströmungs-Bedingungen mit 1,6 Sekunden Vorsprung auf den mit internationalen Spitzenruderern zusammengesetzten Achter mit der Bezeichnung „SuperSport.ch“. Bei der Langstrecke, die mit einer Wende zu fahren war, siegte der Deutschland-Achter nach 18:19 Minuten – drei Sekunden vor dem Holland-Achter, der fast in Originalbesetzung von Paris angetreten war. „Nach zwei Kilometern konnten wir das vor uns gestartete Vereinsboot überholen, hatten dann freie Bahn auf die Holländer und konnten uns nach vorne orientieren. Gerade die ersten 3,2 Kilometer mit Gegenströmung haben uns viel Arbeit gekostet, es war ein insgesamt hartes Rennen“, meinte Wiesen und ergänzte: „Alle im Boot hatten den richtigen Spirit und Willen, alles rauszuholen, was möglich war.“

Gewinnen macht Spaß

Zufrieden war auch Bundestrainerin Sabine Tschäge, die nicht mit vor Ort war, sondern die Dortmunder Trainingsgruppe in Vorbereitung auf die Langstrecke in zwei Wochen betreut hat. „Basel ist ein guter Fingerzeig, in welche Richtung es gehen kann. Das ist ein guter Motivationsschub. Ich will das Ergebnis zum jetzigen Zeitpunkt nicht überbewerten, aber es führt uns vor Augen, wo das Ziel liegt: dass Gewinnen viel Spaß macht“, erklärte Tschäge.

Auch der U23-Achter schlug sich beachtlich und fuhr beim Langstreckenrennen einen guten vierten Platz ein. „Das war für uns ein extrem hartes, aber auch ein gutes Rennen“, sagte Schlagmann Sven Achterfeld. Die Crew mit Achterfeld, Vinzent Kuhn, Justus Beckmann, Hannes Post, Sebastian Hopf, Paul Martin, Leonardo Rosenquist, Leon Gronbach und Steuermann Martin Sauer kam drei Sekunden hinter dem Vereinsachter von Dukla Prag ins Ziel, der eine unerlaubte Abkürzung nahm und mit einer 15-Sekunden-Zeitstrafe belegt wurde. Beim Sprint zuvor hatte der deutsche U23-Achter diese Abkürzung genommen, blieb an einer Boje hängen und wurde schließlich disqualifiziert. „Das war so geplant, hat aber nicht so gut funktioniert“, sagte Achterfeld zum Sprint. Bei der Langstrecke klappte es dafür, umso besser. Und so landeten die beiden Dortmunder Achter ganz weit vorne im Klassement dieser gut besetzten Herbstregatta.

Den Einsatz vom langjährigen Erfolgs-Steuermann des Deutschland-Achters, Martin Sauer, bewertete Sven Achterfeld in höchsten Tönen: „Diese zwei Wochenenden mit Martin Sauer waren sehr intensiv und inhaltlich sehr lehrreich. Das hat uns definitiv ordentlich was gebracht und einen deutlichen Unterschied aufgezeigt.“

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.