Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wegweisende Veränderungen bahnen sich beim Drittligisten HSG Hanau an. Neben dem Trainer-Gespann Hannes Geist und Oliver Lücke sowie mit Physiotherapeutin Ann-Cathrin Oefner verlassen drei wichtige Verantwortliche im Team des Drittligisten nach dieser Saison die Mannschaft.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung des Vereins:

Im Trainer- und Betreuerteam von Handball-Drittligist HSG Hanau stehen im Sommer wegweisende Veränderungen an. Zum Saisonende verabschieden die Blau-Weißen voller Dankbarkeit das Trainerduo Hannes Geist/Oliver Lücke. Außerdem wird Physiotherapeutin Ann-Cathrin Oefner das Team verlassen. Geist konzentriert sich ab 1. Juli 2025 vollumfänglich auf seine Rolle als HSG-Geschäftsführer. Lücke unterstützt weiterhin die HSG-Jugendarbeit. Alle drei Akteure hatten als wichtige Teilstücke des „Teams hinter dem Team“ die Geschicke der Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim in den letzten Jahren nachhaltig geprägt. Die Nachfolger für die Position des Trainer-Gespanns im HSG-Drittliga-Team stehen bereits fest und werden zeitnah bekannt gegeben.

„Hannes und Oliver haben die HSG in den letzten vier Jahren gemeinsam deutlich nach vorne entwickelt“, sagt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Allerdings mussten wir auch feststellen, dass die Anforderungen immer größer werden. Daher haben wir als Verein die strategische Entscheidung getroffen, dass wir die Trainer- und Geschäftsführerrolle wieder trennen wollen.“

Hannes Geist, Geschäftsführer der HSG Hanau, fügt hinzu: „Mir wird so die Möglichkeit gegeben, mich mehr auf die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für den professionellen Handballsport in Hanau zu konzentrieren. Das Oli im Sommer kürzertreten möchte ist sehr schade. Er hat sich in den letzten Jahren immer in den Dienst des Vereins gestellt.“

Als Trainerteam Aufstiegsrunden, DHB-Pokal-Teilnahme und Meisterschaft gefeiert

Seit 2018 war Lücke bei der HSG Hanau mit an Bord, zunächst als Co-Trainer des damaligen Übungsleiters Patrick Beer. Dabei lag sein alltäglicher Fokus von Beginn an auf der sportlichen Verzahnung des Jugend- und Erwachsenenbereiches bei der HSG Hanau. Hier konnte der heute 50-Jährige schnell Erfolge vorweisen: So stieg die Quote der Eigengewächse im Drittligakader in den letzten Jahren kontinuierlich an.

„Hannes und Oli haben in den letzten Jahren enorm viel bewegt, die Spieler individuell auf ihr nächstes Level gehoben und dabei kontinuierlich weiterentwickelt“, meint Kegelmann. Nach dem vorzeitigen Vertragsende von HSG-Trainer Olli Schulz übernahm Lücke zwischenzeitlich für ein Jahr selbst den Cheftrainer-Posten, tauschte aus beruflichen Gründen im Winter 2021 dann aber mit seinem damaligen Co-Coach Hannes Geist, der als Kreisläufer selbst seit 2016 für die HSG gespielt hatte, die Rollen.

Unter der Regie von Geist und Lücke erlebte das Drittliga-Team der HSG Hanau eine überaus erfolgreiche Zeit: Davon zeugen mehrmalige Teilnahmen an den Aufstiegsrunden zur zweiten Bundesliga, der Auftritt in der ersten Runde des DHB-Pokals im Jahr 2023 und natürlich die südwestdeutsche Meisterschaft in der dritten Liga in der Saison 2022/23.

„Im HSG-Drittligateam aufzuhören, fällt mir natürlich schwer“

Zusammen entwickelte das Trainerteam ein Konzept, dass die Durchlässigkeit von HSG-Jugendspielern extrem erhöhte. Beim Verein ausgebildete Spieler wie Tarek Marschall (heute Nordhorn-Lingen), Can Adanir (heute TuS Ferndorf) und Cedric Schiefer (Leistungsträger im HSG-Drittligateam) sind dafür die besten Beispiele. Da wiegt es umso höher, dass Lücke dem Verein als Fördercoach den HSG-Jugendmannschaften erhalten bleibt und auch beim Mentoring von jungen Nachwuchstrainern unterstützen wird.

„Im HSG-Drittligateam aufzuhören fällt mir natürlich schwer“, erklärt Oliver Lücke. „Aber die ständige Pendelei zwischen Griesheim und Hanau und die vielen Stunden, die ich im Auto verbringe, sind für mich momentan leider nicht mehr darstellbar. Die Zeit als Co-Trainer wird mir aber immer in guter Erinnerung bleiben. Hier sind Freundschaften entstanden und auch die gemeinsame Arbeit mit Hannes und der Mannschaft habe ich immer sehr geschätzt. Ich denke, dass wir gerade im Bereich der Jugendarbeit und der Entwicklung von jungen Spielern hier in den vergangenen Jahren etwas aufgebaut haben, von dem der Verein auch in Zukunft profitieren kann. Ich freue mich darauf, auch in Zukunft daran teilzuhaben.“

„Oli hat mich jahrelang extrem gut im Hintergrund unterstützt und war stets mit Rat und Tat zur Stelle“, erklärt Geist. „Wir möchten ihn auch unbedingt weiterhin im Verein behalten und sind bereits mit ihm in Gesprächen, um die bestmögliche Lösung zu finden. Ich möchte ihm an dieser Stelle ein großes Dankeschön für sein Engagement in den vergangenen Jahren aussprechen. Ich denke, seine Handschrift ist klar erkennbar.“

Auch auf der Position der Physiotherapeutin im Staff des Drittligakaders wird es im Sommer eine Veränderung geben. Ann-Cathrin Oefner scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Drittliga-Betrieb aus. „Für uns als HSG Hanau ist es ein Verlust, dass sich Ann-Cathrin aus dem operativen Geschäft des Drittligateams zurückziehen will“, so Kegelmann. „Wir hoffen aber, dass sie uns im Verein erhalten bleibt, auch hier sind wir derzeit in Gesprächen.“

„Bleibe immer ein Teil der HSG-Familie!“

„Diese Entscheidung ist mir auf keinen Fall leicht gefallen, denn die HSG Hanau, die Mannschaft und das Trainerteam liegen mir wirklich sehr am Herzen“, sagt Ann-Cathrin Oefner. „Die gemeinsame Zusammenarbeit und auch die erlebten Erfolge sind tolle Erinnerung, die immer in meinem Herzen bleiben werden. Die Arbeit als Sportphysiotherapeutin ist intensiv und zeitaufwendig, aber es gibt einem auch sehr viel Positives zurück, denn wenn Spieler nach einer Verletzung wieder auf der Platte stehen und ihre Tore werfen, dann ist das das schönste Gefühl überhaupt. Ich werde die Zeit bis zum letzten Spiel genießen und bleibe immer ein Teil der HSG-Familie!”

Ann-Cathrin Oefner ist bereits seit über zwölf Jahren rund um die HSG Hanau als Physiotherapeutin tätig. Die sympathische 35-jährige Steinheimerin war dabei in den vergangenen Jahren auch ein wichtiger Teil des Drittliga-Teams. Mit ihrem Know-how betreute sie Bergold, Ritter & Co. in allen Belangen der Rehabilitation nach Sportverletzungen und sorgte präventiv durch Beweglichkeits- und Mobilitätstraining für positive Effekte.

„Wir sind Ann-Cathrin sehr dankbar, dass sie diesen fordernden Weg in der 3. Liga in den letzten Jahren mit uns mitgegangen ist“, sagt Kegelmann. „Ihr positiver Umgang mit der Mannschaft und ihre physiotherapeutische Begleitung in schwierigen Zeiten nach Verletzungen – immer mit dem Ziel das Bestmögliche herauszuholen – waren wirklich herausragend.“

Physiotherapeutin Jana-Lea Ritter ab Sommer im HSG-Betreuerteam

Mit dem Vertragsende von Oefner kann die HSG Hanau allerdings auch direkt eine Nachfolgerin für den Posten der Physiotherapeutin im Drittligateam präsentieren: Jana-Lea Ritter, die in der laufenden Saison bereits das A-Jugendteam der HSG in dieser Funktion unterstützt, wird ab dem Sommer auch bei den Drittliga-Spielen für die Grimmstädter an der Seitenlinie Platz nehmen.

 

Die Bilder hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, geht im Endspurt die Jagd nach Punkten weiter. Der TV Gelnhausen fordert die HSG Krefeld heraus. Die HSG Hanau muss beim Longericher SC Köln antreten und die HSG Rodgau Nieder-Roden hat den TV Korschenbroich zu Gast.

 

 

TV Gelnhausen fordert Tabellenführer heraus

Das absolute Topspiel in der dritten Liga steigt am Samstag um 19 Uhr in der Glockenspitzhalle, wenn Tabellenführer HSG Krefeld auf den zweiten TV Gelnhausen trifft. Während Krefeld mit einem Sieg die Meisterschaft endgültig perfekt machen kann, benötigt der TVG nur noch einen Punkt, um sich die Vizemeisterschaft vorzeitig zu sichern.

Ähnlich wie in Gelnhausen herrscht auch in Krefeld eine echte Handball-Euphorie. Die Rheinländer spielen eine herausragende Saison und haben bisher nur einen einzigen Punkt abgegeben. Den allerdings ausgerechnet gegen den TV Gelnhausen. In einem denkwürdigen Spiel trotzte die junge Gelnhäuser Mannschaft dem Krefelder Starensemble beim 23:23 im Hexenkessel Hölle Süd einen Zähler ab.  

Das Ziel der HSG Krefeld ist ganz klar der Aufstieg in die zweite Bundesliga. Für den TVG ist diese Auswärtspartie somit eine wunderbare Standortbestimmung in Hinblick auf die bevorstehende Aufstiegsrunde. Schwerer kann die Aufgabe kaum sein.

Krefeld stellt nicht nur die beste Offensive, sondern auch die stärkste Defensive der Staffel. Mittelmann Jörn Persson zählt mit 160 Toren zu den treffsichersten Spielern der Liga und ist einer der Schlüssel zu Krefelds beeindruckender Angriffseffizienz, die sich in den deutlichen Siegen gegen die Konkurrenz widerspiegelt. Zuletzt zeigten die Krefelder mit einem beeindruckenden Heimsieg gegen die HSG Hanau (38:27) und einem sehr deutlichen Auswärtserfolg bei den Bergischen Panthern (41:27), dass sie in absoluter Topform sind.

In der Saison 2019/2020 spielte die 2013 gegründete Spielgemeinschaft aus dem Niederrhein bereits für eine Spielzeit in der zweiten Liga. Nach dem Abstieg im Jahr 2020 hat Krefeld seitdem jedes Jahr an der Aufstiegsrunde teilgenommen – in dieser Saison soll es mit dem langersehnten Wiederaufstieg endlich klappen.

Der TVG hat diese Saison ebenfalls eine unglaubliche Leistung gezeigt. Mit 688 Gegentoren stellt das Team von Cheftrainer Matthias Geiger die zweitbeste Defensive der Liga. Doch gerade in der Fremde lief es zuletzt nicht optimal: Die vergangenen beiden Auswärtsspiele in Korschenbroich (30:30) und Longerich (31:32) konnten die Gelnhäuser nicht gewinnen. Zuhause hingegen zeigte die Mannschaft zuletzt gegen Friesenheim (29:26) und Opladen (29:28), dass sie auch mit einem dezimierten Kader erfolgreich sein kann. Nun wartet also die maximale Herausforderung auf den TVG.

„Der Favorit ist ganz klar Krefeld, das steht außer Frage“, sagt Cheftrainer Geiger. „Aber wir haben im Hinspiel gesehen, was möglich ist. Dafür muss jedoch alles passen – wir brauchen eine Spitzenleistung mit ganz wenigen Fehlern.“

Der TVG muss weiterhin auf einige Leistungsträger verzichten. Langzeitverletzte wie Lasse Georgi (Schulterverletzung), Leon David (Bänderriss) und Max Bechert (Meniskusverletzung) stehen nicht zur Verfügung. Torben Fehl ist somit erneut der einzige Kreisläufer im Kader. Auch hinter den Einsätzen von Torhüter Alexander Bechert (muskuläre Probleme) und Henrik Müller (Knieprobleme) steht noch ein Fragezeichen. Zudem fällt Junioren-Torhüter Noah Pilgrim (Sprunggelenksverletzung) aus, so dass Daniel Drozdz erneut alleine die Verantwortung im Tor übernehmen muss – es sei denn, Alexander Bechert wird kurzfristig fit. Eine weitere Option könnte erneut Torhüter-Trainer Markus Breidenbach sein.

„Wir müssen schauen, dass wir mit unseren Ressourcen gut haushalten. Torben ist jetzt schon das vierte Spiel hintereinander der einzige Kreisläufer und unsere Torhütersituation für das Spiel ist noch ungewiss, das ist eine große Herausforderung“, so Geiger. „Krefeld hat einen individuell extrem starken Kader, spielt eine aggressive Abwehr und hat viele Optionen im Angriff. Wir müssen als Team dagegenhalten.“

Die Voraussetzungen vor dem Duell sind klar: Krefeld geht als Favorit in das Spiel, doch der TVG will sich keinesfalls verstecken. Das Hinspiel hat gezeigt, dass mit einer konzentrierten und fehlerfreien Leistung auch gegen die HSG etwas möglich ist. Besonders die Defensive wird wieder eine Schlüsselrolle spielen. Gelingt es Gelnhausen, die Offensivkraft des Gegners einzudämmen und gleichzeitig die eigenen Angriffe konsequent auszuspielen, könnte eine Überraschung möglich sein.

 

HSG Hanau beim Tabellendritten gefordert

Die HSG Hanau will im Endspurt der Liga noch den einen oder andere Platz gutmachen und ihre letzten Saisonpartien erfolgreich gestalten. Am Samstagabend (19:00 Uhr / Sporthalle der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule Köln) müssen die Blau-Weißen aber zunächst beim Tabellendritten Longericher SC Köln bestehen.

„Die letzte lange Auswärtsfahrt in dieser Saison und dann auch noch eine so schwere Aufgabe für uns“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist. „Longerich steht nicht umsonst auf dem dritten Platz der Staffel und mit einem Sieg können sie sogar die erste Runde im DHB-Pokal für die Saison 2025/26 klar machen.“

An das Hinspiel mit den Kölnern hat die HSG Hanau keine guten Erinnerungen. Am 23. November unterlag die Geist-Sieben in der Main-Kinzig-Halle dem LSC mit 27:36. Die Niederlage kam damals in einer Phase, in welcher die HSG durch zahlreiche Verletzte extrem angeschlagen war. Seitdem sind aber viele Leistungsträger der Hessen in das Team zurückgekehrt, das zeigen auch die letzten Ergebnisse, denn aus den letzten fünf Spielen holte Hanau vier Siege. Unterdessen vergab der Longericher SC von Trainer Christian Stark am letzten Spieltag den ersten Matchball um die Pokalteilnahme und unterlag überraschend deutlich mit 34:40 in Haßloch.

„Ich denke, sie werden unglaublich motiviert sein gegen uns zu gewinnen“, so Geist. „Gerade nach der für sie schmerzlichen Niederlage in der Vorvorwoche. Da kommt jede Menge Arbeit auf uns zu.“ Nicht ohne Grund gehört der LSC-Kader zu den stärksten der Staffel und ist mit Individualisten wie Spielmacher Lukas Martin Schulz (161 Tore) und Goalgetter Jonas Kämper (154 Treffer) extrem gut besetzt.

„Wir müssen uns vor allem auf uns selbst konzentrieren“, gibt Geist die Richtung vor. „Insbesondere auf unser Angriffsspiel. Wir wollen dort unseren Weg weitergehen und mit viel Passgeschwindigkeit schnelle Spielfeldüberquerungen generieren und die Breite in das Spiel bringen. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie an die letzten Spiele – mit Ausnahme dem gegen Krefeld – anknüpft.“

 

Nieder-Roden trifft auf Aufsteiger

Sportlich gesehen könnte es derzeit nicht besser für das Sommer-Team laufen. Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Saase3Leutershausen, setzte die HSG Rodgau Nieder-Roden ihre Serie fort und entführte auch aus Saarlouis verdientermaßen die Punkte.

Nun kommt es am Sonntag um 16 Uhr zum Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger aus Korschenbroich. Die Mannschaft vom Niederrhein steckt – so wie vier weitere Teams – mitten im Abstiegskampf. Hoffnung gab der eminent wichtige Heimsieg gegen Dutenhofen am vergangenen Wochenende, der den TVK mit zwölf Pluspunkten wieder in Schlagdistanz zum rettenden Platz 13 brachte. Allerdings war der Sieg teuer bezahlt, denn mit König und Eugler verletzten sich gleich zwei Akteure. Trotzdem werden die Gäste nichts unversucht lassen, um sich weitere Punkte gegen den Abstieg zu sichern, deshalb rechnet HSG-Coach Christian Sommer mit einer engen Partie: „Nachdem wir jetzt zweimal hintereinander als Außenseiter angetreten sind, wechseln die Rollen. Wir gehen als Favorit ins Rennen, wollen unseren Fans eine gute Leistung zeigen und an unserer Heimbilanz arbeiten.“

Wer bei den Rodgauern aufläuft, ist derzeit noch unklar, denn zeitgleich muss das Regionalliga-Team in Obernburg antreten. Etwas personelle Luft verschafft die Tatsache, dass die A-Jugend schon um 13 Uhr vor heimischem Publikum ihr letztes Saisonspiel gegen Dutenhofen bestreitet. Zum Abschied von Trainer Lars Spieß und etlichen Jungs, die in den Aktivenbereich wechseln, will das Team um Kapitän Sören Müller eine starke Saison krönen und die Punkte in Rodgau behalten.

 

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, trifft der TV Kirchzell am Samstag um 19.30 Uhr auf Saase3 Leutershausen. Die Gäste stehen derzeit auf Platz vier der Tabelle, haben bisher 33:19 Punkte gesammelt. Das Hinspiel im November gewann der TVK mit 30:29.

In Leutershausen ging es zuletzt etwas turbulent zu, denn Trainer Thorsten Schmid, der eigentlich zum Saisonende aufhören wollte, hat Anfang März seinen sofortigen Rücktritt aus persönlichen Gründen verkündet. Wie der Verein daraufhin mitteilte, übernimmt der bisherige Co-Trainer Liviu Ianos als Interimstrainer die erste Herrenmannschaft der Spielgemeinschaft S3L. Die Geschäftsführung und sportliche Leitung der S3L bedauerten diesen Schritt von Thorsten Schmid. „Trainer und Mannschaft haben immer gut zusammenarbeitet“, so Mark Wetzel, sportlicher Leiter der S3L. Weiter sagte Mark Wetzel, dass “Thorsten ein guter Trainer war und ist. Da gibt es keine Fragezeichen.”

SGL körperlich präsent

Doch das alles muss die Kirchzeller nicht interessieren. Sie müssen schauen, dass sie ihre Defensive gegen die körperlich präsente Gäste-Mannschaft gut einstellen und dass sie das Kreisläuferspiel um Niklas Krämer in den Griff bekommen. “Es ist ein Top 5 Team und wenn sie ihre PS auf die Gasse bekommen, dann sind sie ein Top 2/3 Team”, sagte TVK-Trainer Andi Kunz.

Die letzten Spiele musste Leutershausen ohne Linkshänder auskommen. Doch zuletzt gegen Aldekerk war Luca Mastrocola wieder mit dabei und warf gleich mal fünf Tore. Hinzu kommen Tim Götz oder Fabian Schwarzer – der TVK muss sich auf einen guten Gegner einstellen, der auch noch eine Rechnung mit den Odenwäldern offen hat. Die Hausherren hingegen wollen nach der Niederlage in Friesenheim ihren treuen Fans zuhause einen Sieg schenken. Andi Kunz: “Wir wollen auf alle Fälle gewinnen. Wir haben mit Leutershausen und Nieder-Roden noch zwei sehr attraktive Gegner zu Hause und werden alles daran setzen, um diese erfolgreich zu gestalten.” Natürlich sollen aus den noch anstehenden Auswärtsspielen ebenfalls Punkte eingeheimst werden.

Stand heute kann Andi Kunz auf alle Spieler zurückgreifen.

 

 

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Handball-Drittligist HSG Hanau hat den Vertrag mit seinem Kreisläufer Nils Schröder um eine weitere Saison, bis zum 30. Juni 2026, verlängert. Damit spielt er seine elfte Saison in der Grimmstadt. Der gebürtige 22-jährige Dieburger gehört im Drittliga-Team der Hanauer zu den absoluten Publikumslieblingen.

„Es freut uns natürlich, dass Nils den Weg mit uns weitergeht. Er hatte in dieser Saison zwar etwas Verletzungspech, aber nichtsdestotrotz ist er ein wichtiger Bestandteil unserer Drittligamannschaft“, sagt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau, und fügt hinzu: „Toll, dass er nach seiner abgeschlossenen Ausbildung auch seine Handballkarriere in der Grimmstadt fortsetzen möchte.“

Kreisläufer Nils Schröder gehört im Drittliga-Team zu den wichtigen Deckungsspielern, kommt aber auch im Angriff auf 19 Tore in zwölf Spielen. Große Teile der laufenden Saison musste der 22-Jährige aber wegen einer Verletzung pausieren. Kurz vor Beginn des Saisonendspurts kämpfte er sich in die Mannschaft zurück und bewies gegen Mundenheim und Krefeld seine Bedeutung. Nicht ohne Grund gilt der zweikampfstarke Innenblockspieler in der Grimmstadt als Publikumsliebling und lässt auf der Platte oft seinen Emotionen freien Lauf.

„Ich spiele mittlerweile schon fast mein halbes Leben in Hanau. Die HSG-Familie hat mich bei meiner Entwicklung auf dem Spielfeld, aber vor allem auch daneben, stets begleitet und unterstützt“, so Nils Schröder. „Der Rückhalt, den mir die Jungs und der Verein geben, ist überragend. Deswegen freut es mich sehr, nächstes Jahr das Trikot der HSG zu tragen und meine elfte Saison in Hanau einzuleiten.“

„Nils hat überragende Qualitäten in der Abwehr und entwickelt sich auch in der Offensiv ständig weiter“, sagt HSG-Cheftrainer Hannes Geist über seinen Zwei-Meter-Mann im Deckungszentrum. „Ich denke, dass wir mit seiner Verlängerung einen wichtigen Baustein für die kommende Saison gesichert haben.“

Schröder begann seine Karriere im Handballsport 2010 bei der HSG Eppertshausen/Münster, wechselte aber schon 2014 zur Spielgemeinschaft nach Hanau und spielte mit den A-Junioren des Vereins in der Jugendhandball-Bundesliga, der höchsten Jugendspielklasse Deutschlands. 2023 wurde er mit der HSG Hanau südwestdeutscher Meister in der dritten Handball-Liga.

 

 

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In der Handball Regionalliga empfängt die TuSpo Obernburg am Sonntag die HSG Rodgau Nieder-Roden II. Die HSG Bieberau/Modau hat ebenfalls ein Heimspiel. Sie spielt gegen den TuS Holzheim.

 

Wiedersehen mit Kreisläufer Sven Schultheis

Im ersten Heimspiel des Monats April erwartet die TuSpo Obernburg am Sonntag um 17.30 Uhr die zweite Mannschaft des Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden und freut uns auf ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Kreisläufer Sven Schultheis.

Das Bild hat uns die TuSpo zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Dem Aufsteiger, der am letzten Wochenende nur knapp dem Meister aus Münster unterlag, steht nach 22 Spielen mit 12:32 Punkten und Platz 14 das Wasser bis zum Hals und die TuSpo muss sich wieder auf ein sehr schweres Spiel einstellen, denn die Baggerseepiraten konnten bereits im Hinspiel gegen die Frank-Truppe beim 33:29 beide Punkte verbuchen.

Der sehr ausgeglichen besetzte Gast hat in seinem Kader eine gute Mischung aus großen Talenten (Nick Weiland, Richard Landskron und Nils Haus) sowie viel Erfahrung (Marius Hildebrandt im Tor, Michael Weidinger sowie Christian Schmid) und konnte in den bisherigen Auswärtsspielen bereits mit Siegen in Vellmar und in Kleenheim seine Stärken zeigen. Die TuSpo hat aber mit der Mannschaft von Trainer Jan Redmann noch eine Rechnung offen und muss sich in diesem wichtigen Heimspiel unbedingt wieder von ihrer besten Seite zeigen, um zu gewinnen. Die letzten beide Siege der Obernburger sollten denen Auftrieb geben.

 

 

HSG Bieberau/Modau will weiter Punkte sammeln

Stark verbessert zeigte sich die HSG Bieberau/Modau vergangene Woche, als sie beim Tabellenzweiten TV Petterweil einen Punkt mitnehmen konnten. Darauf aufbauend wollen sie natürlich auch ihr Heimspiel gegen den TuS Holzheim erfolgreich bestreiten und weitere Punkte sammeln.

Holzheim dürfte dabei aber ein unangenehmer Gegner werden, denn sie stecken mitten im heißen Abstiegskampf und benötigen jeden Punkt, um am Ende die Klasse halten zu können. Im Hinspiel in Holzheim lieferte die HSG einen guten Auftritt ab und gewann sicher mit 36:24. Am Samstag um 19 Uhr dürften die Gäste den Falken aber einen harten Fight liefern, um zu punkten.

TuS Holzheim steht mit 14:30 Punkten aktuell auf Platz 13 der Tabelle. Sie haben eine eingespielte Abwehr und nutzen diese als Basis für ein schnelles Spiel nach vorne. Mit Tempogegenstößen und einer guten zweiten Welle wollen sie zu einfachen Toren kommen. Da heißt es für die Bieberau/Modauer auf der Hut zu sein, diszipliniert im Angriff zu spielen und die Fehlerquote auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem wollen die Falken ihren Fans ein gutes und erfolgreiches Handballspiel zeigen.

 

 

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt spielte am gestrigen Montag beim Tabellenführer Bergischer HC und dieser wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Mit einer 23:36 (7:18)-Niederlage kamen die Großwallstädter zurück und die Gastgeber zeigten eindrucksvoll, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Sie ließen den Gästen nicht den Hauch einer Chance, aber auch deshalb, weil der TVG völlig neben sich stand und weder im Angriff noch in der Abwehr überzeugen konnte. Zwar hatte sich der TV Großwallstadt vorgenommen, dem Gegner so lange wie möglich die Stirn zu bieten. Doch bereits in den ersten Spielminuten wurde klar, dass sich an diesem Tag keine ebenbürtigen Gegner auf dem Parkett gegenüberstanden.

BHC-Torhüter Christopher Rudeck mit starker Form

Zum Matchwinner sollte BHC-Torhüter Christopher Rudeck avancieren, der von Beginn an ein starker Rückhalt für sein Team war und am Ende mit 14 Paraden auf eine Quote von 50 Prozent kam. Doch auch dessen Vorderleute zeigten eine tolle Leistung und machten es den Gästen schwer. Max Horner konnte zwar nach einem 1:0-Rücktand den Ausgleich erzielen, dann aber war es der Bergische HC, der mit 4:1 nach vier Minuten vorne lag. Lediglich zwei Siebenmeter-Tore durch Stefan Salger erzielte der TVG in den folgenden sechs Spielminuten. Während der Gastgeber einen 4:0-Lauf zum 11:3 hinlegte, leisteten sich die Unterfranken einen Fehlwurf nach dem anderen. Und – egal welche Deckungsformation TVG-Coach Andrè Lohrbach spielen ließ – den Gegner interessierte das nicht, er hielt an seiner Linie fest. Bis zur Pause konnte der BHC sich dadurch eine 18:7-Führung erspielen und diese war hochverdient.

TVG mit zu vielen Fehlern

Nach dem Seitenwechsel waren die Rollen weiter klar verteilt. Der TVG stand zwar etwas besser in den Abwehr. Aber so richtig gut wurde das Spiel trotzdem nicht. Florian Eisenträger, Joel Zimmer und Max Horner verkürzten beim 21:10 in der 34. Spielminute durch drei Tore in Folge. Doch die Machtdemonstration des Gastgebers hielt an. Auch wenn der TVG sich nun etwas weniger Fehlwürfe leistete, häuften sich dafür die technischen Fehler, so dass am Ende eine verdiente Niederlage gegen eine Mannschaft zu Buche stand, die sich auf dem Weg zurück in Liga eins nur schwer aufhalten lassen wird.

 

Das Bild von Max Horner hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Für die Rollstuhl Basketballer der ING Skywheelers geht es am kommenden Wochenende in Zwickau um den Aufstieg in die erste Rollstuhl Basketball Liga. Zuvor setzten sie sich in zwei Viertelfinalen gegen den RSC Osnabrück durch. Nun geht es im ersten Halbfinale gegen die Allianz Rollers Ulm. Das letzte Duell der beiden Vereine liegt nun schon knapp zwei Monate zurück. Damals gewann Ulm mit 54:43. Hochball ist am Samstag, den 05. April, um 15 Uhr. Um 18 Uhr startet dann das zweite Halbfinale zwischen RB Zwickau und ALBA Berlin. Am nächsten Tag entscheidet sich in einem Spiel zwischen beiden Halbfinale-Verlierern um 12 Uhr, wer letztlich in der Tabelle auf Platz drei stehen wird. Das große Finale findet um 15 Uhr statt.

Skywheelers-Spielertrainer Chris Spitz sagt zum bevorstehenden Halbfinale: “Wir freuen uns, dass es jetzt endlich zum Top 4 geht. Das Erreichen des Endturniers war von Anfang unser Saisonziel. Durch das holprige Spiel in Osnabrück und auch der Niederlage in Ulm im 3. Aufeinandertreffen sind wir mehr als gewarnt und sehen das Erreichen des Finales als nicht selbstverständlich an. Nichts desto trotz sind wir zuversichtlich gegen Ulm ein gutes Spiel zu machen und wollen ganz klar ins Finale um die Meisterschaft in der 2. Liga! In den letzten Wochen als auch in dieser Woche haben und werden wir nochmal mit viel Energie trainieren und den letzten Feinschliff für die zwei entscheidenden Spiele setzen, um topvorbereitet in Zwickau um den Einzug ins Finale spielen.”

 

Das Archivbild von Chris Spitz haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Ruderer des Stützpunkts Dortmund haben am vergangenen Wochenende in Leipzig die erste große Herausforderung des Jahres gemeistert. Beim Ergometertest über 2.000 Meter am Samstag zeigten die Sportler vielversprechende Leistungen, drei persönliche Bestwerte fielen. Am Sonntag bei der Langstrecke über die 6.000 Meter sicherten sich Julius Christ und Sönke Kruse den Sieg. Einige junge Athleten konnten starke Akzente setzen.

Auf dem Ergometer stellte Mattes Schönherr mal wieder seine starke Physis unter Beweis und erreichte die schnellste Zeit aller Riemenruderer in Leipzig. Julius Christ, Paul Klapperich und Tom Tewes konnten sich über eine neue persönliche Bestleistung über 2.000 Meter an der Rudermaschine freuen. Auch insgesamt zog das Bundestrainer-Team Sabine Tschäge und Mark Emke ein positives Fazit vom Samstag: „Das war bei den meisten ein guter Auftakt, unsere Erwartungen wurden größtenteils erfüllt.“

Siegerduo bestätigt gute Form

Am Sonntag galt es bei teils wechselnden Windbedingungen, sich auf dem Elster-Saale-Kanal über 6.000 Meter zu beweisen. Auf der Langstrecke bestätigten Julius Christ und Sönke Kruse ihre starken Vorleistungen und holten sich in 21:10 Minuten den Sieg. Nur sechs Sekunden hinter den Olympia-Elften sicherten sich Wolf Niclas Schröder und Theis Hagemeister den zweiten Platz. Auch einige U23-Duos konnten sich ins Rampenlicht spielen: Tom Olbrich und Franz Rudolph ruderten in 21:22 Minuten auf Platz drei, nur eine Sekunde dahinter rauschten Ole Bartenbach und Leon Gronbach ins Ziel. Auf den Rängen dahinter landeten Mark Hinrichs/Mattes Schönherr (5.) und Jannik Metzger/Kaspar Virnekäs (6.). Gut geschlagen haben sich auch Tobias Strangemann und Vinzent Kuhn auf Platz sieben – das Duo fand erst unmittelbar vor der Langstrecke wegen des Ausfalls von Olaf Roggensack zusammen. Im Einer schlugen sich aus dem A-Kader Laurits Follert (27.) und Ben Gebauer (30.) achtbar.

Nächste Station Brandenburg

„Es ist schön zu sehen, dass die Sportler aus dem U23-Bereich sich so gut zeigen. Insgesamt sind wir im Zweier aber noch nicht da, wo wir hinmüssen und wollen. Wir wissen, dass wir da noch weiter ranmüssen“, erklärte das Bundestrainer-Team unisono. Die nächste Chance, sich im Zweier zu zeigen, gibt es bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg vom 11. bis zum 13. April.

 

Die Ergebnisse:

Langstrecke Leipzig über 6.000 Meter, Zweier: 1. Julius Christ/Sönke Kruse (RTHC Bayer Leverkusen/RV Münster) 21:10 Minuten. –  2. Wolf-Niclas Schröder/Theis Hagemeister (RU Arkona Berlin/Frankfurter RG Germania) 21:16. – 3. Tom Olbrich/Franz Rudolph (Dresdner RV/Dresdner RC) 21:23. –  4. Ole Bartenbach/Leon Gronbach (RG Speyer) 21:24. –  5. Mark Hinrichs/Mattes Schönherr (Limburger ClfW/RC Potsdam) 21:29. –  6. Jannik Metzger/Kaspar Virnekäs (Marbacher RV/Münchener RC) 21:31. –  7. Tobias Strangemann/Vinzent Kuhn (Ruderverein Dorsten/Ruderverein Münster von 1882) 21:32. –  8. Paul Martin/Sven Achterfeld (Kettwiger RG/RRG Mülheim) 21:35. –  9. Friedrich Amelingmeyer/Paul Klapperich (Osnabrücker RV/Bonner RG) 21:37. –  10. Max John/René Schmela (ORC Rostock/Berliner Ruder-Club) 21:39. –  11. Marcus Albrecht/Jakob Knapp (Berliner Ruder-Club/SC DHfK Leipzig) 21:43. – 12. Constantin Conrad/Simon Schubert (Dresdner RC/USV TU Dresden) 21:44. –  13. Julian Garth/Jan Henrik Szymczak (Crefelder RC) 21:49. –  14. Benedict Eggeling/Tom Tewes (RC Favorite Hammonia/Münchener RC) 21:50. –  14. Justus Beckmann/Carl Sgonina (Ruderverein Bochum von 1920/ Dresdner Ruder-Club) 21:50.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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In der zweiten Handball Liga hat der TV Großwallstadt zuletzt mit einer sehr guten Leistung all seinen Verletzungssorgen getrotzt und gegen den HSC Coburg verdient mit 34:31 (16:12) gewonnen. Der Druck war groß beim TVG, denn er wollte nicht weiter in den Tabellenkeller abrutschen. Allerdings zeigte sich die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach von ihrer guten Seite und zeigte eine gute Vorstellung.

Vor allem Torhüter Julian Buchele überzeugte mit 13 Paraden und stellte seine Gegenüber, Petros Boukovinas und Fabian Apfel in den Schatten. Kapitän Patrick Gempp ging mit gutem Beispiel voran, machte ein tolles Spiel wie Mario Stark, Tobias Buck, Maxim Schalles oder der wieder einsatzfähige Max Horner auch. Generell spielte der TVG im Kollektiv gut, behielt auch eine Viertelstunde vor Schluss beim 21:20 die Nerven und gewann letztlich verdient.

Ausruhen ist nicht – der Tabellenführer wartet

Doch groß auf den “Lorbeeren” ausruhen, ist nicht drin. Am Montag geht es zum Tabellenführer Bergischer HC und hier hängen die Trauben hoch. Diese Partie hat einen klaren Favoriten, denn der BHC steht aktuell mit 38:10 Punkten auf dem Platz an der Sonne und peilt den direkten Wiederaufstieg an. Der TV Großwallstadt hingegen befindet sich mit 23:25 Punkten auf Platz elf der Tabelle und damit im Kampf gegen den Abstieg.

TV Großwallstadt gewann das Hinspiel

Doch die Rollen waren auch im Hinspiel im Oktober schon klar verteilt und genau da setzte sich der Underdog aus Großwallstadt durch und bescherte den Löwen eine unerwartete 28:29-Niederlage. Es war der erste Heimerfolg unter Trainer André Lohrbach. Der BHC hat dieses Ergebnis sicherlich noch im Hinterkopf und wird auf Revanche aus sein.

Am heutigen Montag nimmt der TVG die Rolle als Außenseiter jedenfalls dankbar an, kann und will befreit aufspielen und eine gute kämpferische Leistung abliefern. Dass der Bergische HC eine Heimmacht ist, zeigt die Statistik: elf von zwölf Heimspielen in dieser Saison haben die Gastgeber gewonnen. Dass allerdings der Spitzenreiter zuhause besiegt werden kann, hat der Dessau-Roßlauer HV im Dezember bewiesen, als der DRHV knapp mit 31:30 gewann.

TVG-Kapitän Patrick Gempp sagte vor der Partie: “Wir haben vergangenen Mittwoch eine souveräne Leistung gezeigt – trotz dem Ausfall von Connar. Der BHC ist mit Abstand die stärkste und individuellste Mannschaft in der Liga. Für uns gilt deshalb, einfache Tore übers Tempo zu machen, damit wir nicht immer ins 6-6 gehen müssen. Wir müssen mit Ruhe und Geduld agieren und deren Abwehr auseinanderziehen.” Und er sagt, dass er und seine Kollegen auswärts mit viel Mut spielen müssen “und wir müssen uns daran erinnern, dass wir den BHC daheim geschlagen haben.” Der TVG wird wohl mit dem gleichen Kader auflaufen wie am Mittwoch.

 

Das Bild von Julian Buchele hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, holte sich die HSG Hanau daheim einen Sieg gegen Mundenheim. Der TV Gelnhausen erkämpfte sich ebenfalls einen Heimsieg gegen Opladen.

 

HSG-Heimsieg nach intensiven 60 Minuten

Die HSG Hanau gab sich im Heimspiel gegen die VTV Mundenheim 1883 keine Blöße und gewann mit 27:25 (11:8). „Wir haben es leider nicht geschafft, das Spiel heute so konsequent zu gestalten, wie wir uns es vorgenommen hatten“, meinte HSG-Cheftrainer Hannes Geist beim anschließenden Pressegespräch. „Zwar hat die Einstellung der Jungs gestimmt, aber ohne dem Team jetzt einen Vorwurf machen zu wollen: Unser Handball war heute zu Laissez-Faire!“

Eigentlich hatte sich das Hanauer Lazarett in den vergangenen Wochen deutlich gelichtet, doch am 26. Spieltag flammten bei der HSG alte Personalsorgen wieder auf. Linksaußen Julian Fulda sowie Luca Braun, der erst kürzlich aus seiner Verletzung zurückgekommen war, standen Geist nicht zur Verfügung, genauso wie Spielmacher Jan-Eric Ritter, der wegen einer im Training zugezogenen Platzwunde nicht an der Partie teilnehmen konnte.

Einmal mehr ruhten daher die Hoffnungen auf dem eigenen Nachwuchskräften Björn Gernoth, Sebastian Hein und Ben Scharrirär. Die Youngster sammelten reichlich Einsatzminuten und machten ihre Sache gut, obwohl alle drei bereits im Vorfeld mit der zweiten Mannschaft der Grimmstädter in der Oberliga aktiv gewesen waren.

Mundenheim startete besser in die Partie und legte mit 2:1 und 3:2 vor. Als Tabellenschlusslicht können die Ludwigshafener derzeit jeden Punkt gebrauchen und nach dem Derbysieg in der Vorwoche traten die Mannen von VTV-Trainer Steffen Schneider wie erwartet mutig in der Grimmstadt auf. Nachdem allerdings HSG-Kapitän Max Bergold einen Siebenmeter zum 4:4 (9. Minute) erfolgreich verwandelt hatte, fand Hanau immer besser in die Partie.

Mit Cedric Schiefer und Dziugas Jusys im Deckungszentrum kamen die Hessen zu ihrer Routine in der Abwehr, doch vorne schien beim HSG-Team noch Sand im Getriebe zu stecken. Erst in der 19. Minute setzte sich Ben Scharriär, nach einer Parade von HSG-Keeper Benedikt Müller, im Angriff erfolgreich gegen zwei Gegenspieler durch und markierte die erste Zwei-Tore-Führung für die Hausherren beim 8:6. Obwohl Mundenheim direkt die Auszeit nahm, um sich neu einzustellen, blieb Hanau am Drücker und legte durch Dennis Gerst sogar auf vier Tore vor (10:6/24.). Mundenheims Niklas Klein verkürzte per Siebenmeter gegen Müller vor der Pause noch auf 8:11.

Wilde Schlussphase

Mit Wiederbeginn des Spiels blieben die Hausherren die tonangebende Mannschaft. In der weiterhin torarmen Partie, die vor allem von den beiden Abwehrreihen bestimmt wurde, kam Cedric Schiefer nach einer schnell ausgespielten ersten Welle zum 15:12 (40.). Eine gute Viertelstunde vor dem Ende stieg Hanaus Theo Surblys im linken Rückraum nach oben und brachte den Ball per Gewaltwurf zum 21:16 im gegnerischen Kasten unter. Mit dem Beginn der Crunchtime wurde das Spiel dann aber doch noch einmal hektisch. Zunächst verkürzte Mundenheim per Doppelschlag von Aaron Schleidweiler und Tim Schmieder auf 22:25 (55.). Nur einen Angriff später schickten die beiden Unparteiischen dann Schiefer, nach einem Foul und angeblichen Meckerns, mit einer Doppelzeitstrafe plus daraus resultierender Roter Karte von der Platte. Den fälligen Siebenmeter entschärfte Müller aber mit Bravour.

Während sich Geist an der Seitenlinie noch die Haare raufte, legte Gerst für die Hanauer direkt nach: 26:22 (57.). Nun flog aber auch noch Hüttmann nach einem Wechselfehler vom Feld. Mit vier Minuten auf der Uhr und nur noch vier Spielern auf der Platte dann der nächste Nackenschlag: Zeitstrafe gegen Bergold in der Abwehr und das obwohl die Situation auch gut und gerne als Offensivfoul durchgegangen wäre. Mundenheim nutzte die Gunst der Stunde, kam mit einer offensiven Deckung noch einmal auf 25:26 (59.) durch Thielmann heran. Geist nahm die Auszeit und brachte so Ruhe in das Spiel seiner Mannschaft. Einen von David Rivic herausgeholten Siebenmeter verwandelte Bergold mit maximaler Nervenstärke zum 27:25-Heimsieg.

 

TVG mit hart erkämpften Heimsieg gegen Opladen

Mit einem knappen 29:28 (14:12)-Heimerfolg gegen den TuS Opladen hat der TV Gelnhausen einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Vizemeisterschaft gemacht. Vor 640 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle setzte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger nach einer dramatischen Schlussphase durch und baute den Vorsprung auf den Tabellendritten Longericher SC Köln auf acht Punkte aus.

Der TV Gelnhausen musste in dieser Partie erneut auf mehrere Stammkräfte verzichten. Lasse Georgi (Schulterverletzung), Leon David (Bänderriss) und Max Bechert (Meniskusverletzung) fielen weiterhin aus. Auch Torhüter Alexander Bechert konnte aufgrund muskulärer Probleme nicht mitwirken. Zudem musste das Team kurzfristig auf Henrik Müller (Knieprobleme) und Juniorentorhüter Noah Pilgrim (Fußverletzung) verzichten. Somit war Daniel Drozdz der einzige Torhüter im Kader. Geiger entschied sich bewusst dagegen, Markus Breidenbach einzusetzen, um zu vermeiden, dass sich der Torhüter-Trainer in der ersten Mannschaft festspielt und somit nicht mehr berechtigt wäre, bei den Junioren auszuhelfen.

Das Spiel begann ausgeglichen, beide Teams hielten das Tempo hoch und konterten Treffer der jeweils anderen Mannschaft direkt. Der TVG setzte von Beginn an auf eine aggressive Abwehrarbeit, hatte aber im Angriff immer wieder Probleme mit Ballverlusten. In der 18. Spielminute nutzte Gelnhausen eine Überzahlsituation und ging durch einen Siebenmeter von Jonathan Malolepszy erstmals mit zwei Toren in Führung (8:6). Doch Opladen blieb dran, nutzte Unkonzentriertheiten der jungen Gelnhäuser Mannschaft und glich in der 26. Minute zum 10:10 aus. Kurz vor der Halbzeit setzte sich der TVG mit drei Toren in Folge ab, bevor der Opladener Janis Beckers mit einem sehenswerten Treffer aus 15 Metern in der Schlusssekunde den 14:12-Halbzeitstand herstellte. „Wir haben in der ersten Hälfte eine ordentliche Abwehr gestellt, aber unsere Fouls waren teilweise noch nicht konsequent genug“, analysierte Cheftrainer Geiger.

Ausgeglichene zweite Hälfte

Die zweite Hälfte blieb zunächst ebenso ausgeglichen. Der TVG hatte weiterhin Probleme mit Fehlern im Angriff, doch Torhüter Daniel Drozdz hielt sein Team im Spiel und sorgte dafür, dass die Opladener nur einen von drei Strafwürfen in dieser Partie im Tor unterbringen konnten. Auch die lautstarke Unterstützung der Gelnhäuser Fans war in dieser Phase eine wichtige Stütze für die Rot-Weißen.

Als beim Gegner die Kräfte schwanden, zwangen die Barbarossastädter die Vorentscheidung herbei. Zwischen der 42. und 48. Minute ließ die Defensive nur einen Gegentreffer zu, während man vorne gleich sechs Mal einnetzen konnte. Als Malolepszy in der 48. Minute zum 26:20 traf, schien die Partie zugunsten der Gastgeber gelaufen. Bis sechs Minuten vor Spielende hielt der TVG den Sechs-Tore-Vorsprung aufrecht (28:22), doch dann folgte eine hektische Schlussphase.

Fehler häuften sich im Gelnhäuser Spiel, der TuS Opladen drehte noch einmal auf und kam zurück ins Match. Vier Minuten vor dem Ende stand es nur noch 28:25 für den TVG. In der 59. Minute erhielt Altwein eine Zeitstrafe, so dass die Barbarossastädter für die restliche Spielzeit in Unterzahlt spielen mussten. Nun setzten die Gäste alles auf eine Karte, schalteten auf Manndeckung um und brachten den TVG tatsächlich noch einmal ins Wanken. Doch der Anschlusstreffer zwei Sekunden vor Schluss kam letztlich zu spät. Am Ende rettete der TVG die Führung über die Zeit und gewann mit 29:28.   

„Das war ein harter Kampf. In der Schlussphase hätten wir souveräner und ruhiger bleiben müssen, am Ende haben wir die Phase aber trotzdem gemeistert“, sagte Geiger nach der Partie. „Wir hatten eine schwierige Woche mit vielen verletzten und kranken Spielern, aber die Jungs waren wahnsinnig motiviert hier heute alles zu geben und haben sich den Sieg verdient.“

Auch Opladens Trainer Stefan Scharfenberg zollte dem TVG und den Fans Respekt: „Glückwunsch an Gelnhausen! Was ihr schon die ganze Saison an Deckungsarbeit leistet, ist schon bewundernswert. Danke auch an die Halle, es hat Spaß gemacht hier zu spielen.“

 

Verdienter Auswärtssieg von Nieder-Roden

Mit einem völlig verdienten 34:32 (17:14)-Auswärtssieg kehrte die HSG Rodgau Nieder-Roden aus dem Saarland zurück. Nach einem dominanten Auftritt behielten Schopper & Co. auch in der hektischen Schlußphase einen kühlen Kopf und sicherten sich zu Recht den nächsten Erfolg in fremden Gewässern.

Vor knapp 1000 Zuschauern gelang dem Sommer-Team dabei eine wahre Meisterleistung, denn bei den heimstarken Gastgebern, die mit reichlich individueller Klasse ausgestattet sind, traten seine Jungs von Anfang an mit großem Selbstbewusstsein auf. „Wir waren vom Anpfiff an voll fokussiert, haben direkt Gas gegeben. Ich habe heute fast nichts zu kritisieren, das war wirklich eine bärenstarke Leistung von uns“, zeigte sich der Cheftrainer rundum zufrieden. Und das konnte er auch sein, denn in allen Mannschaftsteilen waren die Rodgauer ihren Gegnern überlegen. Angefangen vom tadellos parierenden Philipp Hoepffner, der in den wichtigen Phasen den nötigen Rückhalt gab. Dazu eine lauf- und zweikampfstarke Defensive, die die Saarlouiser oft zu Fehlern zwang. Last but not least eine konsequente Chancenverwertung, wobei US-Nationalspieler Sam Hoddersen herausragte. Ein Dutzend Mal versenkte er die Harzpille im gegnerischen Kasten, behielt auch in den letzten Minuten die Übersicht und führte seine Mannschaft zum Erfolg. Da fielen die beiden Roten Karten gegen von der Au und Wucherpfennig nicht mehr großartig ins Gewicht. Am Ende der 60 intensiven Minuten hatten die Baggerseepiraten die Heimserie der Gastgeber (sieben Siege in Folge) gebrochen und feierten dementsprechend auf der kurzweiligen Rückfahrt.