Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Bundesliga hat der TV Großwallstadt sein erstes Heimspiel der neuen Saison gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 25:26 (15:13) etwas unglücklich verloren. Damit stehen die Männer von Trainer Andrè Lohrbach nach zwei Spielen mit 0:4 Zählern da. 

Gegen den Gegner kamen die Hausherren sehr gut ins Spiel, Maxim Schalles traf direkt vom Siebenmeter-Punkt zum 1:0, Max Santos glich zwar aus, aber Max Horner erhöhte postwendend erst auf 2:1, danach auf 3:1 und Moritz Klenk netzte zum 4:1 ein. Leider nutzte der TVG die Möglichkeit nicht, weiter davonzuziehen und Niko Blaauw traf zum 4:2. Beim Stand von 5:3 (9.) waren es erneut die Gastgeber, die stark aufspielten und einen 3:0-Lauf hinlegten. Der TVG hatte in Jan-Steffen Minerva den besseren Torhüter und dessen Mitspieler agierten sehr stark. Doch leider verteidigten Kapitän Patrick Gempp und Co.  diesen Vorsprung nicht konsequent, so dass es nur mit einem Zwei-Tore-Vorsprung (15:13) in die Katakomben ging. Dieser Vorsprung hätte viel höher ausfallen können, sogar müssen.

Spannung bis zum Schluss

Nach dem Wechsel schickte TuS-Trainer Piotr Przybecki Torhüter Leon Grabenstein zwischen die Pfosten und er wurde zum Faktor. Genauso wie der gut aufspielende Kaspar Haugen Furu zur Mitte der ersten Hälfte. TuS-Akteur Bence Hornyák traf um Anschluss, TVG-Neuzugang Sebastian Trost erzielte das 16:14. Doch in Spielminute 34 gelang Jo Gerrit Genz der Ausgleich für Lübbecke (17:17). Der TVG legte zwar immer noch vor, Nettelstedt zog nach.  Doch Jo Gerrit Genz gelang in dder 44. Minute der erste Führungstreffer für sein Team. Hornyák erzielte das 25:23 und Lutz Heiny erhöhte den Vorsprung sogar auf 26:23. Doch der TVG steckte nicht auf, Connar Battermann stellte drei Minuten vor Schluss den Anschluss her. Jetzt begann ein heftiger Kampf um die zwei Punkte und die Spannung stieg. Zwei Sekunden vor Schluss hatte Moritz Klenk die Möglichkeit zum Ausgleich, doch der Pfiff der Schiedsrichter ertönte und ein letzter direkter Freiwurf wurde von dem an diesem Tag überragenden Torhüter Leon Grabenstein gehalten.

TVG mit starker Abwehr aber Schwächen im Abschluss

Ein Unentschieden am Ende wäre sicherlich gerecht gewesen. Nun steht der TV Großwallstadt mit minus vier Zählern da. Dennoch hat die Mannschaft an diesem Tag eine tolle Abwehrleistung hingelegt und wird, wenn die technischen Fehler und Ungenauigkeiten im Abschluss minimiert werden, sicher bald die ersten Punkte einfahren. Die nächste Möglichkeit hat das Team um André Lohrbach am Sonntag bei den Eulen Ludwigshafen, wo auch ein Fanbus die Mannschaft begleitet.

Stimmen zum Spiel:

Piotr Przybecki (Trainer TuS N-Lübbecke): „Die Jungs feiern grad laut in der Kabine. Das haben sie sich auch verdient, nach dieser langen Strecke. Anfangs haben wir diesmal überhaupt nicht stattgefunden. Kaspar Furu belebt unser Spiel dann aber richtig gut. Schon vor der Pause waren wir – trotz immer noch Rückstand – wieder in der Partie. Die Leistung von Grabo dann im Tor war sagenhaft. Überhaupt läuft es bei der Zusammenarbeit unserer beiden Keeper bestens – mit Nikola Blazicko als Torwart-Trainer.”

Sven Wesseling (TuS N-Lübbecke): “Wir haben den Anfang verschlafen und sind nicht ins Spiel gekommen. Dann haben wir uns gefangen und haben uns herangekämpft. In der zweiten Hälfte haben wir es vorne gut gemacht und gut verteidigt. Vielleicht war der Sieg ein bisschen glücklich, aber wir freuen uns sehr.”

Florian Eisenträger (TV Großwallstadt): “Das Spiel heute ist nicht zu vergleichen mit dem von letzter Woche. Wir hatten gefühlt das Spiel im Griff, die Abwehr war ordentlich mit 26 Gegentoren, aber im Angriff hat ein bisschen was gefehlt.”

 

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, trifft am Samstagabend der TV Gelnhausen zuhause auf Aufsteiger Münster und die HSG Hanau muss, ebenfalls am Samstagabend, bei den SGSH Dragons antreten.

 

TV Gelnhausen trifft auf starken Aufsteiger 

Am Samstagabend um 19.30 Uhr wartet in der Rudi-Lechleidner-Halle auf den TV Gelnhausen ein echter Härtetest. Mit der TSG Münster kommt ein Aufsteiger in die Barbarossastadt, der viel Zweitliga-Qualität mitbringt und gezeigt hat, dass er in der neuen Liga nicht nur mithalten, sondern auch ganz oben angreifen kann. Für den TVG wird das erste Heimspiel damit gleich zur großen Herausforderung – zumal das Team von Cheftrainer Matthias Geiger personell stark gebeutelt in die Partie geht.

Zwar gelang zum Auftakt ein starkes 29:29 (13:14) beim Angstgegner Longericher SC, doch die verletzungsbedingten Ausfälle von gleich vier Leistungsträgern trüben den Saisonstart des TVG. Besonders bitter: Akos Csaba (Kreuzbandriss) und Leon David (Schulter-OP) werden der Mannschaft die gesamte Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Außerdem fehlen Simon Belter (Achillessehnenprobleme) und Silas Altwein (Mittelhandbruch). Damit ist der Kader bereits früh enorm geschwächt – und Geiger ist zum Improvisieren gezwungen.

Das macht die Angelegenheit nicht einfacher. Denn mit der TSG Münster kommt ein Gegner nach Gelnhausen, der sich keineswegs wie ein gewöhnlicher Aufsteiger präsentiert. Die Kelkheimer blicken auf eine große Handballtradition zurück und waren bereits in der zweiten Bundesliga vertreten. Die vergangene Saison dominierte Münster in der Regionalliga Hessen fast nach Belieben. Mit 47:4 Punkten stand die Meisterschaft schon früh fest. Erfolgscoach Hans-Josef Embs, der das Team zur Meisterschaft führte, übergab das Zepter zur neuen Saison an Daniel Wernig – jener hatte ein Jahr als Trainer pausiert und ist nun zurück an der Seitenlinie. Und Wernig lässt keinen Zweifel daran, dass man in der dritthöchsten deutschen Spielklasse auf sich aufmerksam machen will: „Wir wollen dort etwas bewegen“ kündigte er an.

Wernig kann dabei auf Spieler wie Rückkehrer und Eigengewächs Jonas Ulshöfer setzen, der vier Jahre Zweitliga-Erfahrung beim ThSV Eisenach gesammelt hat und dem Team Stabilität und Routine verleiht. Im Tor steht mit Johannes Jepsen ein echter Profi. Seine Profilaufbahn begann Jepsen 2018 bei der SG Flensburg-Handewitt, bevor er 2019 zum TuS N-Lübbecke wechselte. Zuletzt verbrachte er zwei erfolgreiche Spielzeiten von 2021 bis 2023 beim ThSV Eisenach. Hinzu kommt Torschützenkönig Patrick Weber, der vergangene Runde 182 Treffer erzielte und auch in der neuen Liga sofort wieder vorneweg marschiert. Der 33-jährige Zweimeter-Hüne verfügt über jede Menge Bundesliga- und Zweitliga-Erfahrung. Zusammen mit Neuzugängen wie Timo Treber, Jakob Gollan und Ex-TVG-Kreisläufer Patrick Jockel verfügt die TSG über eine Mischung aus Talent, Erfahrung und Durchschlagskraft, die sie zu einem echten Geheimfavoriten macht.

Schon in den ersten Saisonspielen unterstrich Münster seine Stärke: einem deutlichen 31:19 (15:8)-Auswärtssieg in Homburg folgte eine beherzte Vorstellung gegen Topfavorit HG Saarlouis, die erst in den Schlussminuten mit 21:26 (10:12) verloren ging. „Münster ist ein extrem starker Aufsteiger mit einem guten Kader“, betont Geiger. „Sie haben eine sehr aggressive Abwehr, spielen schnell und strukturiert nach vorne. Bei dem klaren Sieg in Homburg und der guten Leistung gegen Saarlouis hat man schon gesehen, dass sie alle andere als ein einfacher Gegner sind. Die Mannschaft ist jung, hungrig und hat gleichzeitig viel Erfahrung im Kader“, sagt Geiger. „Für uns wird entscheidend sein, dass wir über die gesamten 60 Minuten unsere Leistung abrufen“

Der TV Gelnhausen muss also an seine starke Leistung aus dem Longerich-Spiel auch im Derby gegen Münster anknüpfen, um den ersten Saisonsieg einzufahren. Dabei setzt der TVG auf seine Heimstärke und natürlich auf die Unterstützung von den Rängen. 

 

Mit Engagement und Siegeswillen nach Halver

Es ist der Monat der Auswärtsspiele der HSG Hanau. Nach dem Heimspielauftakt am vergangenen Wochenende haben die Mannen um Spielmacher Jan-Eric Kleemann und Torhüter Benedikt Müller nun drei Partien in der Fremde vor der Brust. Den Anfang macht am Samstagabend (19 Uhr) das Duell mit SGSH Dragons in der Sporthalle Mühlenstraße in Halver. Mit den Nordrhein-Westfalen, die seit diesem Sommer neu in der Staffel mit dabei sind, kreuzte Hanau erst ein Mal die Klingen, in der Aufstiegsrunde am Ende der Saison 2020/21. 

„Nach dem Ausfall unserer Treffsicherheit am vergangenen Wochenende hat die Mannschaft verstanden, dass wir mit dieser Chancenverwertung in Schalksmühle nicht viel erreichen können“, meint HSG-Cheftrainer Axel Spandau mit Blick auf das Wochenende. „Wir wollen dieses Negativerlebnis wiedergutmachen und mit vollem Engagement und Siegeswillen nach Halver fahren, um die Dragons zu besiegen.“ 

Der Start in die neue Spielzeit 2025/26 lief für die HSG Hanau nicht optimal. Im Auftaktspiel gegen die Bergischen Panther – wegen einer Spielverlegung hatte Hanau die Runde eine Woche später begonnen – unterlagen Bergold, Rivic & Co. in eigener Halle mit 25:29. Ein Faktor dabei war die überraschende Abschlussschwäche der Grimmstädter Mannschaft. Gegen die SGSH Dragons will das Team nun von einer anderen Seite zeigen. „Wir müssen wieder dahin kommen, wo wir in der Vorbereitung gestanden haben“, so Spandau. „Mit besserer Chancenverwertung und mehr Stabilität in der Abwehr, damit wir jetzt anfangen können, die Punkte zu sammeln.“ 

Ein unbekannter Gegner sind die Gastgeber in Halver zwar nicht, doch das letzte Duell mit dem Team aus Schalksmühle liegt schon eine ganze Weile zurück: In der Saison 2020/21 trafen beide Vereine im Rahmen der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga aufeinander. Die Partie ging damals mit 35:31 an die Dragons. 

Auch die Gastgeber sind noch ohne Sieg

Doch ihren Auftakt in die Saison 2025/26 hatte sich die Spielgemeinschaft aus Halver und Schalksmühle, ähnlich wie Hanau, sicher anders vorgestellt. Das Team von Coach Lars Faßbender, welches in der Staffel Nord-West in der vergangenen Saison 23:37 Punkte gesammelt hatte, verlor seine beiden Auftaktspiele. Während sie zu Hause der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 32:34 unterlagen, kamen die Dragons beim TV Kirchzell mit 31:37 unter die Räder. Dementsprechend motiviert dürften die Hausherren am Samstagabend in die Begegnung gehen. Genau wie Hanau will man die ersten Punkte. 

Verzichten muss Hanau dabei auf seinen Linkshänder Dennis Gerst. Der 30-jährige Allrounder zog sich im ersten Heimspiel einen Bruch der rechten Hand zu und fällt länger aus. „Wir werden alles daran setzen, dass wir als Mannschaft Dennis optimal ersetzen können“, so Spandau, der beim Gegner vor allem die Gefahr im Rückraum ausmacht. Mit Felix Jaeger und Philipp Jaeger verfügen die Dragons dort über zwei Goalgetter, die „in jedem Spiel zusammen für 15 bis 20 Tore gut sind“, so der Hanauer Coach. Ein Augenmerk hat das Hanauer Trainerteam aber auch auf Brian Gipperich geworfen, der Linkshänder gilt als besonders stark im Eins-gegen-eins.

 

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kommt es am Samstag um 19.30 Uhr zum Aufeinandertreffen zwischen der HSG Rodgau Nieder-Roden und dem TV Kirchzell. Das Derby kommt früh in der Saison und beide Teams haben gerade einmal zwei Spiele in der neuen Runde hinter sich gebracht. Während die HSG nach einem Sieg gegen Haßloch und einer Niederlage in Dutenhofen 2:2 Punkte auf dem Konto hat, stehen die Kirchzeller mit 4:0 Zählern als Tabellenzweiter mit weißer Weste da. Eine schöne Momentaufnahme, die der TVK – so Trainer Povilas Babarkas – zwar derzeit genießen kann, die sich aber schnell wieder ändern kann.

Der Coach freut sich auf das Match, warnt aber: “Die HSG hat ein gutes Gemisch von jung und alt in ihrer Mannschaft. Die Kreisläufer arbeiten viel für das Team, die schnellen Spieler wie Simon Brandt oder Johannes von der Au sind brandgefährlich und das Tempospiel von Nieder-Roden ist nicht ohne. Das hat man gegen Haßloch gesehen.” Er will sich keinesfalls so viele Tempogegenstöße wie die TSG einfangen, daher sollen seine Jungs von Anfang an sehr konzentriert agieren. Das Rückzugsverhalten seiner Mannschaft muss sehr gut passen und “im Angriff müssen wir konzentriert bei uns bleiben, dürfen uns wenig technische Fehler erlauben, denn jeder Fehler wird gnadenlos vom Gegner bestraft”, so der TVK-Trainer. 

Rodgauer zuletzt fehlerbehaftet

Für die Rodgauer gilt nach einer fehlerbehafteten Vorstellung am vergangenen Wochenende die Devise „Mund abputzen und weitermachen“. „Wir haben gegen einen wirklich starken Gegner zu viele schlechte Entscheidungen getroffen“, so Trainer Christian Sommer. An dieser Stellschraube gilt es am Samstagabend zu drehen. Zudem fordert der Coach von seinem Team „in den emotionalen Derbymodus zu kommen“.

In der zurückliegenden Saison kam Kirchzell mit viel Fanunterstützung nach Nieder-Roden und dem damaligen Aufsteiger gelangen in zwei hart umkämpften Partien der Saison zwei Derbysiege.  Povilas Babarskas: “Meine Mannschaft wird die richtige Einstellung an den Tag legen. Bisher war ich wirklich zufrieden mit dem Einsatz und der Bereitschaft, alles zu geben. Ich erwarte ein gutes und spannendes Spiel und hoffe, dass viele Fans von uns nach Nieder-Roden kommen, um uns zu unterstützen.”

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am morgigen Freitag um 19 Uhr in der Untermainhalle in Elsenfeld den TuS N-Lübbecke zum ersten Heimspiel der neuen Saison.

Die Nordrhein-Westfalen steckten ebenso wie der TVG in der vergangenen Spielzeit im Abstiegskampf und konnten erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt eintüten. Sicherlich möchte Nettelstedt – ebenso wie die Hausherren – in der neuen Spielzeit schon frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung hat das Team um Trainer Piotr Przybecki bereits am ersten Spieltag gemacht. Da besiegten die Ostwestfalen den TSV Bayer Dormagen mit 34:30.

Nettelstedt mit fünf Neuzugängen

Die Mannschaft musste sechs Abgänge verkraften, darunter namhafte Spieler wie Falk Kolodziej, Valentin Abt und Dominik Ebner. Dem gegenüber stehen fünf Neuzugänge. Im Tor verstärken Fredrik Genz und Louis Kleinschmidt das Team, Niko Blaauw wechselte vom Ligakonkurrenten VfL Lübeck-Schwartau nach Lübbecke, Max Santos von HBW Balingen-Weilstetten und Henri Pabst vom THW Kiel. Und diese Neuzugänge konnten bereits in der vergangenen Woche wichtige Akzente neben Jo Gerrit Genz auf Rückraum rechts und Sven Wesseling auf Rückraum links, die jeweils sieben Tore für ihr Team erzielten, setzen.

Trost und Skaarnæs gut integriert

Der TV Großwallstadt hingegen hat nur zwei Neuzugänge zu integrieren. Sebastian Trost kam von den Eulen Ludwigshafen zum TVG, der norwegische U21-Nationalspieler Axel Skaarnæs wechselte vom norwegischen Erstligisten Bækkelagets SK an den Untermain. Beide Akteure haben sich gut in die Mannschaft integriert und wollen nun ihr Können im ersten Heimspiel unter Beweis stellen. Nach dem guten Start gegen HSG Nordhorn-Lingen, der leider mit einer knappen Niederlage endete, hat das Team um Trainer André Lohrbach nun den ersten Heimsieg im Fokus.

In der vergangenen Spielzeit konnte der TV Großwallstadt beide Partien gegen den TuS gewinnen. Nettelstedt ist deshalb sicherlich auf Revanche aus. Auch wenn die bayerischen Ferien noch nicht zu Ende sind, setzen die Unterfranken auf viele Zuschauer, damit die Stimmung in der Halle die Mannschaft zum Sieg trägt und der TVG an die Heimstärke der vergangenen Saison anknüpfen kann.

TVG-Kapitän Patrick Gempp sagte: “Nettelstedt hat einen gewissen Anspruch an sich selbst und mit ihrem Etat sollten sie ganz oben mit dabei sein. Sie kommen mit viel Selbstvertrauen nach dem ersten Spieltag, doch wir werden alles daran setzen, dass wir die Punkte bei uns behalten können.”

 

 

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Schlechte Nachrichten aus dem Lager des Handball Drittligisten HSG Hanau. Allrounder Dennis Gerst fällt die kommenden Wochen aufgrund eines Handbruchs aus. Das ist ein personeller Rückschlag für die HSG.

Der Linkshänder zog sich beim Saisonauftakt am vergangenen Samstagabend gegen die Bergischen Panther einen Bruch der rechten Hand zu und kann vorerst nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. 

„Die Verletzung von Dennis überschattet die bisherige großartige Vorbereitung, die das Team in den letzten Monaten weitestgehend ohne Blessuren absolviert hat“, so der sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann. „Mit Blick auf die nächsten Saisonspiele sehe ich unseren Kader aber als stark genug aufgestellt, um den Ausfall abzufangen. Wir wünschen Dennis eine schnelle Genesung.“ 

Im Team des neuen Hanauer Chefcoachs Axel Spandau nimmt Dennis Gerst auch in dieser Saison eine gewichtige Rolle ein. Der 30-Jährige gilt als absoluter Allrounder und kann auf Rechtsaußen wie auch im Rückraum variabel zum Einsatz kommen. In der vergangenen Runde bestritt Gerst so 27 Partien für Hanau und erzielte dabei 63 Treffer. Auch im ersten Saisonspiel der Grimmstädter gegen die Bergischen Panther war Gerst dabei und kam bei einem Sturz unglücklich auf dem Hallenboden auf. Die Folge: Ein Bruch der rechten Hand. 

„Natürlich ist diese frühe Verletzung für Dennis maximal unglücklich“, sagt Axel Spandau. „Er ist ein absoluter Teamplayer und mit seiner Erfahrung ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft. Dennoch haben wir mit Sebastian Hein und Lukas Böhm weitere Akteure im Kader, die in der Vorbereitung schon angedeutet haben, dass sie diese Lücke nun ausfüllen können.“ 

„Es ist bitter, so früh in der Saison auszufallen, aber ich werde alles daransetzen, schnell wieder fit zu werden und die Jungs so bald wie möglich wieder auf der Platte zu unterstützen. Jetzt heißt es, das Team von der Seitenlinie zu pushen und zusammen mit dem Blauen Block weiterhin Vollgas zu geben“, meint Dennis Gerst. 

 

 

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Bitterer Rückschlag für den Handball Drittligisten TV Gelnhausen. Rechtsaußen Akos Csaba hat sich beim Saisonauftakt vergangenes Wochenende gegen den Longericher SC Köln das vordere Kreuzband gerissen und fällt damit für den Rest der Spielzeit aus.

Die Verletzung ereignete sich in der letzten Aktion des Spiels, als der 20-Jährige nach einem Wurf unglücklich aufkam. Die Diagnose ist ein Schock für die Barbarossastädter, umso mehr, da Csaba in den vergangenen Wochen stark aufspielte. Bereits im Pokalduell gegen den Zweitligisten Coburg war er mit sieben Treffern bester Torschütze des TVG.

„Das ist natürlich extrem bitter, denn ich habe eigentlich eine ganz gute Vorbereitung gespielt und war hochmotiviert für diese Saison“, sagt Csaba. „Ich finde es sehr schade, dass ich die Mannschaft für den Rest der Saison nicht mehr unterstützen kann, aber ich muss jetzt darauf schauen, dass mein Kreuzband so schnell und gut wie möglich verheilt und, dass ich dann wieder fit werde. Ich will versuchen, stärker zurückzukommen.“

Der ungarische Jugendnationalspieler, der im Main-Kinzig-Kreis aufgewachsen ist, war im Dezember 2024 vom Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim nach Gelnhausen gewechselt und hat beim TV Gelnhausen noch einen Vertrag bis 2028.

Auch Cheftrainer Matthias Geiger zeigt sich betroffen: „Das ist ein harter Schlag für uns und vor allem für Akos persönlich. Er war auf einem richtig guten Weg und hat sich immer besser in die Mannschaft und das Spielsystem integriert. Seine Leistungskurve zeigte klar nach oben. Wichtig ist jetzt aber, dass er bei unserer Mannschaftsärztin Dr. Claudine Leuchter und unserem Chefphysiotherapeuten Thomas Stubner in den medizinisch besten Händen ist. Wir hoffen, dass die Operation gut verläuft, damit Akos in der Reha wieder Gas geben kann.“

Der Ausfall wiegt für die Barbarossastädter besonders schwer, da mit Simon Belter der weitere Rechtsaußenspieler aktuell mit Achillessehnen-Problemen ausfällt und noch nicht klar ist, wann er wieder fit ist.

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, musste sich die HSG Hanau gegen die Bergischen Panther daheim geschlagen geben. Der TV Gelnhausen kam mit einem Unentschieden vom Longericher SC Köln zurück und Nieder-Roden musste in Dutenhofen klein beigeben.

 

HSG Hanau muss sich den Bergischen Panthern geschlagen geben

Den Beginn der neuen Spielzeit hatte sich die HSG Hanau anders vorgestellt: Am Samstagabend trafen die Grimmstädter in der Main-Kinzig-Halle auf die Bergischen Panther und trennten sich mit einer 25:29 (12:13)-Niederlage von den Raubkatzen aus Burscheid. Obwohl Hanau gerade in der Abwehr eine starke Leistung zeigte, war es am Ende der Angriff, in dem das Team zu viele Chancen liegen ließ. 

„Ich selbst hatte mir meinen Einstand hier in Hanau anders vorgestellt“, sagte der neue HSG-Cheftrainer Axel Spandau, der erstmals in einem Pflichtspiel für Hanau an der Seitenlinie stand. „Wir haben heute äußerst viele klare Chancen verworfen, so gehen die Bergischen Panther hier als der verdiente Sieger vom Feld. Meine Mannschaft kann eigentlich viel mehr – das hat sie in der Vorbereitung gezeigt. Aber ein Saisonspiel ist eben etwas anderes.“

In der Hanauer Main-Kinzig-Halle bekamen die Zuschauer ein rassiges Duell zweier abwehrstarker Mannschaften zu sehen, die sich von der ersten Sekunde an keinen Millimeter Raum schenkten. Dabei hatte Spandau direkt einen seiner beiden neuen Akteure in die Startformation beordert: Lukas Böhm (kam aus Vinnhorst) erhielt reichlich Spielzeit, erzielte vier Tore und warf sich auch in der Abwehr in jeden Zweikampf. Der neue Hanauer Spielmacher Jan-Philipp Winkler, der später für Jan-Eric Kleemann (ehemals Ritter) eingewechselt wurde, zeigte ebenfalls ein ansprechendes Spiel. Kreisläufer und Topscorer David Rivic war es, der Hanau beim 4:2 (7. Minute) erstmals mit zwei Toren in Führung brachte, doch der Vorsprung war nur von kurzer Dauer. Die Panther profitieren von einigen verworfenen Möglichkeiten der Hausherren, glichen beim 5:5 aus und gingen selbst in Front – eine Führung, welche die Burscheider bis zur Pause nicht mehr aus der Hand gaben. Julian Fulda gelang es aber – nach einem sehenswerten Spielzug – für Hanau zum 12:13 (30.) zu verkürzen, während Benedikt Müller im HSG-Kasten mehrere Möglichkeiten der Panther entschärfte.

Tore blieben Mangelware

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieben Tore weiterhin Mangelware. Während Hanau bissig verteidigte und sich einige Bälle eroberte, hatte die Spandau-Sieben im gebundenen Spiel nach vorne so ihre Probleme. Mit einem sehenswerten Wurf von neun Meter markierte Böhm aber den 14:14-Ausgleich, ehe Rivic die Gastgeber wieder mit 16:14 in Front brachte (39.).

„Gegen einen gut eingestellten Gegner haben wir heute einfach zu viele äußerst klare Chancen verworfen“, monierte Spandau, der in der Folge mit ansehen musste, wie seinem Team der Vorsprung wieder entglitt: „Wir hatten keine Sicherheit in unserem Spiel und als es dann in die Crunchtime ging, kamen auch noch die technischen Fehler dazu.“ Die Folge: Die Panther glichen aus und hatten plötzlich wieder mehr vom Spiel.

Die 20:18-Führung der Panther (47.) brachte Hanau in die Bredouille, auch weil Keeper Robin Eigenbrod auf Seiten der Gäste mehr und mehr zum Faktor wurde. Bergold, Kleemann & Co. stemmten sich allerdings erneut dagegen. Dennis Gerst warf sich in den Panther-Abwehrriegel und zog eine Zeitstrafe sowie den fälligen Strafwurf, den HSG-Youngster Sebastian Hein sicher zum 21:21-Ausgleich verwandelte (52.). Kurz vor der Schlussphase wurde es dann hektisch. Bis zum 22:23 (54.) war Hanau an seinem Gegner dran, doch obwohl die Grimmstädter danach ihren Gegner in das Zeitspiel zwangen, gab man den Ball im Angriff durch einen Schrittfehler wieder aus der Hand. Die Bergischen Panther erhöhten mit nur noch drei Minuten auf der Uhr auf 25:22 und entschieden das Spiel mit ihrem 28:24 gegen die offene Hanauer Manndeckung.

„Wir haben uns einfach nie absetzen können“, sagte der Hanauer Coach am Mikrofon. „Unser Abschlussverhalten muss besser werden. Heute gab es eine große Erwartungshaltung in der Main-Kinzig-Halle, gerade nach unseren letzten, erfolgreichen Vorbereitungsspielen. Jetzt müssen wir auswärts zeigen, dass wir es können und wollen dort unsere Chancen besser nutzen.“

 

TV Gelnhausen erkämpft Remis beim Longericher SC

Großer Kampf, große Moral und wieder einmal Nervenstärke in der Crunchtime. Und am Ende wäre sogar noch ein Sieg möglich gewesen. Der TV Gelnhausen hat sich zum Saisonauftakt in starker Form präsentiert und beim Angstgegner Longericher SC einen Punkt erkämpft. Beim Topteam aus Köln, das in der Vorsaison Rang drei belegte und als einzige Mannschaft beide Spiele gegen den TVG gewinnen konnte, hielten die Barbarossastädter am Samstagabend vor 280 Zuschauern stark dagegen und trennten sich nach einem packenden Spiel 29:29 (13:14).

Die Mannschaft von Cheftrainer Matthias Geigerließ sich auch von einem Vier-Tore-Rückstand elf Minuten vor Schluss nicht aus der Ruhe bringen und hatte am Ende sogar noch die Chance auf den Siegtreffer. Doch Akos Csaba scheiterte mit dem letzten Wurf des Spiels. Besonders bitter: Der Rechtsaußen verletzte sich dabei unglücklich am Knie. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

„Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine der Topmannschaften der Staffel. Ich bin froh, dass die Jungs viele Vorgaben aus dem Training umsetzen konnten, eine aggressive Abwehr gestellt haben und selbst in schwierigen Phasen zurück ins Spiel gefunden haben. Am Ende hatten wir sogar die Möglichkeit auf den Sieg, aber ein Unentschieden auswärts bei einem Topteam ist definitiv ein Erfolg“, sagte Geiger nach der Partie.

Die Partie begann verheißungsvoll für den TVG. Kapitän Jonathan Malolepszy übernahm früh Verantwortung und sorgte mit zwei Toren für eine 2:0-Führung nach nur vier Minuten. Auch Keeper Daniel Drozdz war sofort im Spiel und parierte mehrfach stark. Doch Longerich ließ sich nicht abschütteln, so dass die Zwei-Tore-Führung der Gelnhäuser nach 13 Minuten immer noch Bestand hatte (7:5). Nach einem Torhüter-Wechsel beim Longericher SC und einigen technischen Fehlern auf Seiten des TVG, konnten die Kölner jedoch mit einem 5:0-Lauf in Führung gehen, so dass auf der Anzeigetafel nach 21 Minuten eine 10:7-Führung für die Gastgeber zu erkennen war. Geiger reagierte mit einer Auszeit und sein Team fand zurück in die Spur. Angeführt von Malolepszy kämpften sich die Rot-Weißen wieder heran und glichen in der 28. Minute zum 11:11 aus. Bis zur Halbzeit blieb die Partie danach ausgeglichen, Longerich ging jedoch wenige Sekunden vor der Pause durch Severin Henrich mit 14:13 in Führung.

Nervenschlacht in Hälfte zwei

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiter ausgeglichen. In der 43. Minute stand es 21:20 für die Gastgeber, doch dann schlichen sich erneut Fehler ins Gelnhäuser Spiel ein. LSC-Rückraumspieler Jonas Kämper kam zu oft zu guten Wurfmöglichkeiten und stellte Drozdz vor Probleme. Beim Stand von 22:26 aus Gelnhäuser Sicht, sah sich Geiger in der 49. Minute erneut gezwungen zu reagieren und nahm eine weitere Auszeit. Diese leitete wie schon in der ersten Hälfte die Wende im Spielverlauf ein. Der inzwischen eingewechselte TVG-Schlussmann Alexander Bechert zeigte starke Paraden und auch die Gelnhäuser Abwehr holte noch einmal alles aus sich heraus. Tor um Tor kämpften sich die Barbarossastädter zurück bis Jonas Dambach in der 57. Minute zum 27:27-Ausgleich traf.

Die letzte Minute der Partie hatte es dann noch einmal in sich: Longerich führte mit 29:28, ehe Malolepszy per Siebenmeter ausglich. Die Gastgeber nahmen eine letzte Auszeit und hatten noch 14 Sekunden übrig, um den Siegtreffer zu erzielen. Doch der Abschluss von Lukas Martin Schulz kam überhastet und landete in den Händen von Bechert. Der TVG-Keeper schaltete blitzschnell und leitete mit einem langen Pass den Tempogegenstoß ein. Akos Csaba lief frei aufs Tor zu, doch Keeper Roman Babic parierte seinen Wurf und hielt damit das Remis fest. Besonders bitter: Beim Aufkommen verletzte sich Csaba am Knie und musste gestützt vom Feld.

 

Fehlerflut spült Baggerseepiraten weg

Nach 60 durchwachsenen Minuten musste die HSG Rodgau Nieder-Roden am Sonntagnachmittag bei der Bundesliga-Vertretung der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen ihre erste 23:28 (13:13)-Auswärtsniederlage einstecken. Vor allem in der Offensive fanden die jungen Sommer-Schützlinge nie zu ihrer gewohnten Sicherheit. Fehlwürfe, haarsträubende Fehlpässe und zu wenig Dynamik prägten über den gesamten Spielverlauf das Bild.

Rodgauer hofften auf Besserung

Nachdem die erste Halbzeit durch wechselnde Führungen sehr ausgeglichen verlief (13:13), hofften die Rodgauer auf eine Besserung. Doch ganz im Gegenteil verschliefen sie den Start in den zweiten Abschnitt komplett und erst in der 35. Minute erzielte Johannes von der Au den Treffer zum 14:16. Ab dann setzten die Hausherren zum ersten Lauf des Spiels an und stellten auf 18:14, da schien schon eine Art Vorentscheidung gefallen. Aber so ganz kampflos wollten sich die Gäste nicht ihrem Schicksal ergeben. Gestützt auf ihren besten Akteur, Torhüter Philipp Hoepffner, ließen die Baggerseepiraten ihr Potential erkennen und drehten innerhalb von nur vier Minuten die Anzeigetafel auf 19:18 zu ihren Gunsten. Anschließend übernahmen die Hausherren aber wieder das Zepter, der Rodgauer Simon Brandt verkürzte in der 57. Minute zum 23:24. Doch die Zweitvertretung des Bundesligisten HSG Wetzlar ließ nichts mehr anbrennen. So gab es am Ende einer Partie auf überschaubarem Niveau nichts am Heimsieg der Mittelhessen zu rütteln.

„Über weite Strecken war das heute nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Gegen die sehr aggressive Deckung waren wir zu ideenlos. Uns hat gerade in der Offensive die Konzentration, Zielstrebigkeit und der absolute Wille gefehlt. Jetzt müssen wir die Fehler analysieren und bis nächstes Wochenende die richtigen Schlüsse daraus ziehen“, so der enttäuschte Trainer Christian Sommer.

 

 

 

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Im ersten WM-Trainingslager des Team Deutschland Achter auf die Vorbereitung auf die WM in Shanghai wurden Grundlagen geschaffen und das Trainerteam ist zufrieden. Lest nachfolgend die PM von meinem Kollegen Carsten Oberhagemann:

Das Saisonhighlight rückt immer näher. Der erste Teil der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Shanghai liegt hinter dem Team Deutschland-Achter. Drei Wochen lang wurde im Trainingslager in Ratzeburg hart geschuftet, um die Grundlagen für einen erfolgreichen Wettkampf zu schaffen. Vier Tage geht es nun mit Heimtraining weiter, dann steht der zweite Teil der WM-Vorbereitung im hohen Norden an.

Die Boote und die Ausrüstung sind in Ratzeburg geblieben, die Athleten können nach dem intensiven Trainingslager bis Montag vier Tage mit ihren Familien und Freunden verbringen, bevor es nochmal richtig ans Eingemachte geht. Die Heimtage werden für die Athleten allerdings kein Urlaub. Das Bundestrainerteam um Mark Emke und Sabine Tschäge hat den Sportlern einen Trainingsplan mitgegeben. „Wir müssen im Rhythmus bleiben – nur Sonntag gibt es einen freien Tag“, erklärt Tschäge.

Gute Fortschritte

In Ratzeburg haben der Deutschland-Achter, der Vierer ohne Steuermann, der Zweier und die Ersatzleute tagtäglich an den Grundlagen gearbeitet und dabei eine starke Entwicklung genommen. „Es war ein gutes Trainingslager, wir haben sehr viele Kilometer gemacht und uns mit dem richtigen Rhythmus beschäftigt. Wir haben uns in vielen Bereichen verbessert“, findet Emke. Auch Tschäge lobt: „Wir konnten in allen Booten gut arbeiten und einige Schritte weiterkommen. Physiologisch ist viel passiert und viele Inhalte haben wir gefestigt.“

Trainingsgast

Ein Faktor für die ungestörte Trainingsarbeit war auch der gute Gesundheitsstand im Team, das komplett ohne Ausfälle durch das Trainingslager gekommen ist. Bei einer Radeinheit wuchs die Trainingsgruppe sogar um einen Sportler an, weil Torben Johannesen – der gleich in der Nähe wohnt – seine alten Kollegen besuchte. Einen Unfall gab es hingegen im Trainerteam: Mark Emke handelte sich eine Verletzung der Achillesverse ein, ist aber weiterhin voll im Einsatz.

Ausblick

Zum Ende des Trainingslagers wurde in den Booten schon einmal kurz aufs Gas gedrückt. Richtig schnell wird es aber erst im zweiten WM-Trainingslager, das ab dem kommenden Dienstag wieder in Ratzeburg stattfindet. Dort stehen die hohen Schlagfrequenzen auf dem Plan. „Dann werden wir richtig Geschwindigkeit aufnehmen, das wird eine intensive Zeit“, kündigt Emke an. Bis zum 11. September wird das Team Deutschland-Achter in Ratzeburg bleiben. Anschließend steht mit der WM in Shanghai das Saisonhighlight ab dem 21. September vor der Tür.

 

 

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Einen sehr guten Saisonstart erwischte Handball Drittligist TV Kirchzell. Die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas gewann auch ihr erstes Heimspiel souverän und hat nach nun zwei Spieltagen 4:0 Punkte auf dem Konto.

Mit 37:31 (20:18) besiegte der TVK die SGSH Dragons aus dem Sauerland und Coach Povilas Babarskas war zufrieden mit dem Gesehenen: “Wir haben verdient gewonnen, haben einen super Saisonstart hingelegt und waren zum ersten Heimspiel vor unseren eigenen Fans sehr motiviert.”

Die Gäste kamen dezimiert und vor allem der Zweitliga-erfahrene Felix Jäger fehlte. “Auf den hatten wir uns gut vorbereitet, aber dann war er nicht dabei”, so der TVK-Coach. Die Kirchzeller übernahmen von Beginn an die Führung und in der elften Minute stand es schon drei vor für Kirchzell (9:6). In der Folge bauten die Hausherren ihre Führung auf 12:7 aus und die Gäste nahmen die Auszeit. Die Gastgeber wurden etwas nachlässig, verwarfen zwei gute Chancen, hinzu kamen noch zwei technische Fehler. “Wir haben den Gegner damit wieder zurück ins Spiel gebracht und haben dann mindestens zehn Minuten lang keinen Zugriff auf die Abwehr bekommen”, so Povialas Babarskas. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten, holten auf und es ging mit einem umkämpften 20:18 für den TVK in die Kabinen. 

Besser in der Abwehr stehen

Nach dem Wechsel war das Kirchzeller Ziel, die Abwehr zu verbessern. Dies gelang auch sehr gut, denn sie ließen nur noch 13 Gegentore zu. Im Angriff wurde konzentriert abgeschlossen und der TVK erlaubte sich nur noch wenige Fehler. Auch für die ständige Umstellung der Gäste-Abwehr von 6:0 auf 5:1 und umgekehrt fand der TVK stets eine Lösung. Die Dragons wurden müde, denn es fehlte neben den Etatmäßigen schon kurz nach der Pause Julian Athanassoglou mit Rot, der Antonio Schnellbacher rüde foulte. Am Ende steuerten die Gastgeber einem ungefährdeten und verdienten Sieg entgegen. “Wir machten es etwas spannend. Wenn wir in Halbzeit eins konzentrierter bleiben, dann gehen wir da schon mit sechs, sieben, acht Toren weg, was die zweite Hälfte entspannter werden lässt. Aber die Jungs haben alles gut gemacht und ich bin zufrieden”, so der TVK-Coach.

Tobias Jörg im Tor erwischte einen tollen Tag, Joshua Löffelmann nahm zwei Strafwürfe weg und die restliche Mannschaft zeigte sich im Kollektiv von ihrer guten Seite. So kann es weitergehen. Bester Werfer beim Gegner war Philipp Jäger mit 14/7 Toren. 

 

TV Kirchzell:

Büchler, Jörg, Löffelmann; Soloviov, Bayer 1, Häufglöckner 5, Schnellbacher 2, Hauptmann, Zhuk 8/3, Wolf 3, Mattern 4, de Waha 1, Ihmer 8/2, Osifo 5, Oskilko.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Super gekämpft. Alles gegeben. Am Ende doch verloren. Mit 29:31 (15:13) hat Handball Zweitligist TV Großwallstadt am Freitagabend beim hohen Favoriten HSG Nordhorn-Lingen sein Auftaktspiel verloren. Dabei sah es lange Zeit so aus, als ob die Unterfranken etwas Zählbares mit nach Hause nehmen könnten. Am Ende setzte sich der Favorit knapp und etwas glücklich durch. 

Beide Teams begannen unglaublich nervös und leisteten sich dadurch viele Fehler. Die vier Fans vom TVG konnten sich gleich nach 40 Sekunden über das 1:0 durch Sebastian Trost freuen. Jan-Steffen Minerva im Tor war von Beginn an hellwach und so führte der TVG bis zum 8:7 in der 13. Minute. In der Folge gelang es der HSG die Führung zu übernehmen und TVG-Trainer Andrè Lohrbach zog die grüne Karte. Er sagte seinen Jungs, dass alles okay sei, sie nur im Angriff etwas besser werden müssten. Beim 10:10 (22.) nahm die HSG ihre Auszeit und danach waren die Gäste wieder am Drücker. 12:10 und 13:11 hieß es, ehe es mit 15:13 in die Pause ging. Der TVG spielte starke erste 30 Minuten und jetzt würde es darauf ankommen, ob es so weitergehen würde. In der vergangenen Runde konnten die Gäste immerhin drei Punkte von vier gegen die HSG einheimsen.

Pendel schlägt Richtung HSG

Nach dem Wechsel glichen die Nordhorner schnell aus und übernahmen mit 17:16 (35.) die Führung. Beim 20:18 (39.) nahm Andrè Lohrbach die Auszeit und justierte seine Jungs neu. Die technischen Fehler waren ihm zu viel und das “Vollgas” aufs Tor zu wenig. Allerdings zeigten die Gäste ein gutes Rückzugsverhalten – trotzdem führte die HSG plötzlich mit 23:19 (42.). In der Halbzeit waren es noch minus zwei, nun plus vier. Bis zum 26:23 (50.) führte die HSG mit drei Treffern. Doch nun bäumte sich der TVG noch einmal auf, verlangte dem Gegner alles ab. Mittlerweile stand Stefan Hanemann im Tor und auch er machte seine Sache gut. Beim 26:26 (56.) war alles offen und die Spannung stieg. 27:27 hieß es zwei Minuten vor Schluss, 29:27 in der 59. Minute und der TVG war nur noch zu fünft auf dem Parkett. Die Gäste gaben nicht nach (30:29) und gingen in den letzten Sekunden zur offenen Manndeckung über. 13 Sekunden vor Schluss fiel das 31:29 und das war es dann auch. Es war ein durchaus glücklicher Sieg der Hausherren und dem TVG gebührt ein großes Kompliment, denn er hat alles gegeben und ein gutes Spiel gezeigt.

Daher sagte Maxim Schalles auch im Anschluss: “Es war aus meiner Sicht ein gutes Spiel. Wir waren der Außenseiter, aber wir wollten gewinnen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir haben gut gespielt und einen Schritt nach vorne gemacht. Beide hatten wir eine gewisse Grundnervosität. Am Ende hatte die HSG das Quäntchen bessere Leistung, das zum Sieg reichte.”

Björn Zintel von der HSG meinte: “Der Liga-Alltag ist eingekehrt und die Vorbereitung ist Schall und Rauch. Wir haben zwei Punkte geholt und mit einer Energieleistung das Spiel entschieden. Ich bin stolz auf die Mannschaft und es ist schön, dass wir mit einem Sieg in die Saison gestartet sind.”