Handball-EM: lasset die Spiele beginnen

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In ein paar Stunden ist es soweit. Dann beginnt die Handball-Europameisterschaft. Mit 24 Mannschaften wird in drei Ländern, Österreich, Schweden und Norwegen, die 14. Handball-EM angepfiffen. Unsere deutsche Nationalmannschaft startet um 18.15 Uhr in die EM mit dem Auftaktmatch gegen Niederlande. Austragungsort ist Trondheim. In der Gruppe C muss sich das Team von Bundestrainer Christian Prokop in der Vorrunde mit Titelverteidiger Spanien, Lettland und Niederlande messen.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Mannschaft nach der kurzen Vorbereitungsphase und einigen fehlenden Leistungsträgern schlägt. Doch die Vorfreude ist bei allen spürbar und die Jungs plus Coach haben große Lust auf das Turnier. Das ist ja schon die halbe Miete. Deutschland peilt das Halbfinale an und dieses Ziel ist der Mannschaft auf jeden Fall zuzutrauen. 

Arturs im April 2019, damals noch im Trikot des TVG

Diesmal spielen erstmals 24 Mannschaften um den Titel. Vorher waren es 16 Teams. Dies wird sich sicherlich auch auf die Qualität eines solchen Turniers niederschlagen. Doch der Sport lebt ja bekanntlich auch von Überraschungen. Also lassen wir uns überraschen, wer von den Teams, die nicht unbedingt als Favoriten gehandelt werden, für positive Schlagzeilen sorgen wird. 

Und wir sind gespannt, wie sich unsere Jungs gegen den Debütant aus Lettland und die Niederlande schlagen. Die Holländer nehmen seit 49 Jahren erstmals wieder an einem internationalen Großturnier teil.

Besonders freue ich mich auf einen Einsatz von Arturs Kugis. Der sympathische Torhüter der Letten war ja schon beim Drittligisten TV Großwallstadt unter Vertrag und zeigte dort eine gute Leistung.

Alex (links im Bild) im Frühjahr 2019 im Spiel gegen Wetzlar

Auf wen ich mich bei der EM auch sehr freue, ist Alexander Petersson. Der Isländer steht etwas überraschend im Kader von Nationaltrainer Gudmundur Thordur Gundmundsson. Zuvor pausierte ja fast vier Jahre in der Nationalmannschaft. Die hohe Belastung war damals der Grund. Doch nun sagt er, „ist es ein gutes Gefühl, wieder dabei zu sein und für Island zu spielen.“ Und er fügt an: „Ich bin fit und freu mich riesig!“ Die Isländer wollen sich für die Hauptrunde qualifizieren.

Die üblichen Verdächtigen auf den Titel sind Norwegen und Dänemark. Doch die Spitze ist breit, denn da wären ja auch noch Spanien als Titelverteidiger oder Frankreich. Und auch wir Deutschen werden, trotz der Ausfälle, hochgehandelt. Also warten wir es ab und drücken unseren Jungs fest die Daumen.