Ruder-Weltverband streicht Weltcups in Italien

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Corona-Virus bringt weiter nicht nur – aber auch – die Sportwelt durcheinander. Der Ruder-Weltverband Fisa streicht die Regatten im italienischen Sabaudia und Varese aufgrund der Covid-19-Epidemie. Bundestrainer Uwe Bender sagt: „Wir müssen nun komplett neu planen.“

Mein Kollege Carsten Oberhagemann vom Team Deutschland-Achter hat folgende Pressemitteilung geschickt: 

Die Verbreitung des neuen Coronavirus wirbelt die Olympia-Vorbereitung des Team Deutschland-Achter weiter gehörig durcheinander. Nachdem das März-Trainingslager von Gavirate nach Lago Azul verlegt werden musste, hat der Weltverband Fisa heute bekanntgegeben, dass die beiden Weltcups im italienischen Sabaudia und Varese aufgrund der COVID-19-Epidemie gestrichen wurden. Alternative Austragungsorte wurden nicht benannt.

„Das wirft allerhand durcheinander. Wir müssen nun komplett neu planen. Aber letztlich plant man ins Blaue, weil man nicht weiß, wie sich die Lage in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt“, sagte Bundestrainer Uwe Bender.

Infolge der Absagen bestreiten die Mannschaften erst Mitte Mai in Luzern ihre ersten internationalen Wettkämpfe. Das trifft besonders die Boote, die in der Nach-Qualifikation vom 17. bis 19. Mai noch ums Olympia-Ticket fahren – darunter der Vierer und der Zweier ohne Steuermann. Für den Deutschland-Achter verschiebt sich der Saisonstart auf den Weltcup in Luzern, der vom 22. bis zum 24. Mai stattfindet. Mit diesem Rennen und der EM in Posen (05. bis 07.  Juni) reduziert sich das Wettkampfprogramm vor den Olympischen Spielen in Tokio auf zwei Regatten. „Wir müssen einerseits unsere Trainingspläne neu schreiben, aber auch nach Ersatzoptionen suchen“, bemerkte Bender und ergänzte: „Bei allen Überlegungen müssen wir aber täglich die Entwicklung in Europa beobachten. Das ist ein dynamischer Prozess.“

Nicht nur die Ruderer sind von Absagen betroffen. Auch der Handball, Fußball, Eishockey usw. sind davon betroffen. Und was heute noch irgendwie gepasst hat, kann morgen schon wieder ganz anders sein. Uns bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten und ständig einen neuen Plan in der Tasche zu haben.