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Handball – 3. Liga: Can Adanir zurück zur HSG Hanau

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Nach zuletzt sechs Abgängen vermeldet Handball-Drittligist HSG Hanau jetzt ihren ersten Neuzugang. Mit Torhüter Can Adanir kehrt ein Eigengewächs zurück in die Grimmstadt. Der Keeper kann einige Bundesligaspiele und sogar einen Champions-League-Einsatz vorweisen. Der 22-Jährige, der aktuell noch für den Zweitligisten TV Großwallstadt zwischen den Pfosten steht, hat zur neuen Saison einen Zweijahres-Vertrag bei der HSG unterschrieben.

„Wir stehen in diesem Jahr vor einem großen Umbruch und wollen eine junge hungrige Mannschaft aufbauen, die zu unserer Herangehensweise passt, dass wir uns als Verein auf und neben dem Feld Schritt für Schritt weiterentwickeln wollen. Da passt Can natürlich perfekt ins Bild“, sagt Hanaus Geschäftsführer und Trainer Hannes Geist.

Can Adanir freut sich auf seine alte Wirkungsstätte

Denn mit Can Adanir kommt nicht nur ein Spieler zurück, der neben der SG RW Babenhausen auch die HSG Hanau zu seinem zweiten Jugendverein zählt, sondern auch ein hoch ambitionierter Spieler, der zuletzt bei seinen Stationen Rhein-Neckar Löwen und dem TV Großwallstadt für sein junges Alter schon jede Menge Erfahrung im Profibereich sammeln konnte.

„Ich freue mich riesig an meine alte Wirkungsstätte zurückzukehren und in der Main-Kinzig-Halle wieder vor dem Blauen Block zu spielen“, sagt er. Der Keeper hatte einige Angebote aus der dritten Liga, entschied sich aber für seinen Herzensklub. „Ich wäre aber auch nach Hanau gekommen, wenn ich hier nicht groß geworden wäre, weil die HSG ein sehr cooles und ambitioniertes Projekt ist. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass die positive Entwicklung weiter vorangeht.“

Hannes Geist: “Can ist ein echter Glücksgriff”

„Die Verpflichtung von Can Adanir ist ein echter Glücksgriff. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn zu einer Rückkehr überzeugen konnten und möchten uns auch bei seinem Berater Marco Stange für die sehr fairen Gespräche bedanken. Man sieht, dass wir in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet haben. Zusammen mit Fabian Tomm haben wir für die nächsten beiden Jahre ein junges, dynamisches Torhüterduo, das uns viel Stabilität geben wird“, sagte Hannes Geist.

Mit 17 Jahren gab der Torhüter Ende 2016 bei der HSG Hanau sein Debüt im Erwachsenenbereich und spielte beim 28:28 bei der SG LVB Leipzig gleich 45 Minuten durch. Am Ende holte die HSG damals mit dem Youngster zwischen den Pfosten ihren allerersten Auswärtspunkt in der dritthöchsten Spielklasse. Bis Sommer 2018 bildete er dann mit Sebastian Schermuly das Torhütergespann.

„Ich trete in riesengroße Fußstapfen und bin Schermu sehr dankbar für die Zeit damals. Er hat mich zusammen mit Heiko Winter von Beginn an immer unterstützt und mir das Gefühl gegeben, dass ich ein guter Torhüter werden kann, wenn ich hart an mir arbeite. Besonders hat mich beeindruckt, dass er mich auch angefeuert hat, wenn es bei ihm selbst mal nicht optimal lief. Das macht nicht jeder“, sagt Can Adanir.

Sein Weg bei der HSG war zunächst beendet, als im Sommer 2018 die Rhein-Neckar Löwen an seine Tür klopften. Natürlich ließ sich der damals 18-Jährige diese Chance nicht entgehen. Dort war er Stammtorhüter des Drittliga-Kaders, trainierte aber auch bei den Profis und ging bei den schwedischen Torhüter-Legenden Mikael Appelgren und Andreas Palicka in die Lehre. „Ich bin ins kalte Wasser gesprungen, bezog meine erste eigene Wohnung, war plötzlich Profi und ging bei einem der besten Torhüter-Duo in die Lehre. Ich habe mir einen Lebenstraum erfüllt und unglaublich viel gelernt“, sagt er.

Da es klar war, dass er keinen der beiden Weltklasse-Torhüter verdrängen würde, nahm Can Adanir Ende 2019 das Angebot des TV Großwallstadt an. So konnte er wieder zurück in die Heimat ziehen. In Babenhausen wohnt er jetzt gemeinsam mit seiner Freundin Josefine Schneiders, die ebenfalls dem Handballsport frönt und mit der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim kurz vor dem Aufstieg in die zweite Bundesliga steht.

“Ich bin über jeden meiner Karriereschritte sehr dankbar”

„Ich bin über jeden meiner Karriereschritte sehr dankbar. Und möchte weiterhin sehr ambitionierten Handball spielen. Ich bin überzeugt, dass das in Hanau sehr gut möglich ist. Ich habe die HSG aus der Ferne immer verfolgt. Nicht nur die Seniorenmannschaften auch die Jugendteams und habe die Entwicklung Richtung Professionalität natürlich mitbekommen. Ich freue mich auf die neue Saison, werde aber bis dahin natürlich alles für den TV Großwallstadt geben.“

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.