Handball – 2. Liga: Trotz Wullenweber-Gala keine Punkte für den TV Großwallstadt

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Erneut gab es für den TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga keine Punkte. Beim HC Empor Rostock musste sich das Team von Trainer Igor Vori mit 24:29 (12:15) geschlagen geben und steht nun mit 12:14 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz.

Ohne die verletzten Spieler Florian Eisenträger (Muskelfaserriss), Görkem Bicer und Thomas Rink machte sich der TV Großwallstadt bereits am vergangenen Sonntag auf in die knapp 700 Kilometer entfernte StadtHalle Rostock zum einzigen Montagspiel in der zweiten Liga. 
 
TVG-Trainer Igor Vori sagte vor dem Spiel, dass er hofft, dass die Zuschauer ein tolles, kampfbetontes Spiel sehen mit dem besseren Ende für sein Team. Für beide Mannschaften war es eine richtungsweisende Partie, in der sich der fromme Wunsch von Igor Vori nicht erfüllte. Mit 24:29 verlor seine Mannschaft in der gut gefüllten Rostocker StadtHalle.
 
TVG begann gut
 
Dabei begann die erste Hälfte zunächst gut für den TVG. Die Gäste begannen mit einer offensiven Deckung, in der Adrian Kammlodt vorgezogen agierte. Das schmeckte den Hausherren gar nicht und so konnten die Unterfranken zunächst vorlegen. Es war Finn Wullenweber, der schon fünf Tore in Halbzeit eins erzielte und vom Gegner kaum einzufangen war. Nach dem 5:2 und 7:4 (14.) für die Gäste nahm HCE-Trainer Tristan Staat die Auszeit. Er hatte sich das nun eine Weile angeschaut, zog die Reißleine und schickte zwei Kreisläufer ins Rennen. Plötzlich hatten die Hausherren das Momentum auf ihrer Seite. Zwar hielten Dino Corak (9:7), Frieder Bandlow (11:9) und Ievgen Zhuk (12:10) ihre Farben im Spiel. Doch es war zu sehen, dass Rostock immer mehr die Lücken fand. Beim 11:12 (23.) nahm TVG-Coach Igor Vori die Auszeit, hielt an der offensiven Deckung fest. Danach fiel das 12:12 und in doppelter Unterzahl nach einem TVG-Wechselfehler das 13:12 für den HCE. Dies war die erste HCE-Führung im Spiel. Zwei schöne Treffer von Svein Sveinnson sorgten für das 15:12 und es war dem mittlerweile eingewechselten Petros Boukovinas zu verdanken, dass es nicht mit 16:12 in die Pause ging. 
 
Der Faden war gerissen
 
Nach dem Wechsel gelang Adrian Kammlodt das 13:15. Doch irgendwie war der Faden bei den Gästen gerissen. Sie hielten an ihrer offensiven Deckung fest, der HCE agierte weiter mit zwei Kreisläufern. Während die Hausherren ihr Chancen nutzten, hatten die Gäste Wurfpech, erlaubten sich einige Fehler zu viel – und plötzlich stand es 20:15 für Rostock. Igor Vori zog die Reißleine, doch es folgte das 21:15. Die Rostocker wechselten weiter munter durch, der TVG wechselte auf die 6-0-Deckung zurück und Adrian Kammlodt verletzte sich Mitte der zweiten Hälfte, wurde von zwei Rostocker Spielern humpelnd vom Parkett geführt. Die letzten zehn Minuten brachen an und Wullenweber und Strakeljahn verkürzten, Boukovinas hielt, was zu halten war. Beim 27:21(52.) nahm HCE-Trainer Staat die Auszeit. Doch diese wäre wohl gar nicht mehr nötig gewesen, denn seine Mannschaft spielte die restlichen Minuten routiniert herunter und sicherte sich mit dem 29:24 zwei wichtige Punkte. 
 
Nächsten Samstag geht es für den TVG nach Dormagen. Dort wird es sicher nicht leichter werden.
 
Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.
 
Das Bild von Finn Wullenweber hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.