Handball – 3. Liga: Derby für den TV Kirchzell – die DJK Waldbüttelbrunn kommt

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, wird auch am katholischen Feiertag Allerheiligen gespielt. Der TV Kirchzell trifft im Derby auf die DJK Waldbüttelbrunn und der TV Gelnhausen muss nach Pohlheim. 

Weiter spielt heute noch der TuS Ferndorf gegen die TSG Haßloch.

Der aktuelle Spieltag in der Süd-West-Staffel begann bereits am Freitag und zieht sich, bedingt durch den Allerheiligen-Feiertag in einigen Bundesländern, bis Dienstag hin. Dabei sind einige Mannschaften doppelt gefordert. So auch der nächste Gegner des TV Kirchzell, die DJK Waldbüttelbrunn.

Zuletzt gab es für den TV Kirchzell eine herbe Niederlage gegen die HSG Hanau. Die Kirchzeller haben nicht gut gespielt, hinzu kamen ein paar angeschlagene Spieler in dem eh schon kleinen Kader. In der Crunchtime fehlten dementsprechend die Wechselmöglichkeiten. Diese hatten die Hanauer. HSG-Trainer Hannes Geist konnte munter durchwechseln, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. So stand letztlich ein verdienter Erfolg für die Hanauer.

Das nächste Spiel der Kirchzeller ist erst am heutigen Dienstag, an Allerheiligen. „Das tut uns gut, denn wir haben dadurch eine etwas längere Vorbereitung und wir können etwas länger durchschnaufen“, sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann. Der kommende Gegner, die DJK Waldbüttelbrunn, feierte im Sommer die Meisterschaft in der Bayernliga und spielt nach nun 23 Jahren Bayern- oder Landesliga in Liga drei. Allerdings war der Einstand in die neue Liga alles andere als gut. Nach nun acht Spielen stehen 0:16 Punkte auf dem Konto. Bis auf die Begegnung gegen die  HSG Pohlheim (29:32), ebenfalls Aufsteiger, waren die Ergebnisse recht deutlich. Gegen den TuS Ferndorf musste die DJK sogar 41 Gegentreffer hinnehmen. Allerdings verkaufte sich der Neuling gegen Hanau gut, musste erst in den letzten Minuten die Niederlage hinnehmen. „Wir müssen im Spiel gegen den Aufsteiger nicht lange rum reden. Ein Sieg muss her. Wobei das Team souverän die Bayernliga durchlaufen hat und auch in der dritten Liga bisher gar nicht so schlecht gespielt hat“, sagt Alex Hauptmann. „Die DJK steht in der Abwehr gut, spielt nach vorne sehr schnell. Der Rückraum ist gut, auch die Außen spielen gut auf. Wir sollten den Gegner nicht unterschätzen, aber wir müssen gewinnen“, so der Coach weiter. Zuletzt zog Waldbüttelbrunn gegen Mitaufsteiger Mundenheim den Kürzeren und es bleibt bei den null Punkten auf der Habenseite.

Benjamin Herth zur DJK

Vor der Saison gelang es den Waldbüttelbrunnern Benjamin Herth zu verpflichten. Der ehemalige Bundesliga-Spieler, der schon das Trikot von Balingen, Lemgo und Leipzig trug sowie in Rimpar in der zweiten Liga spielte, ist eine große Verstärkung im Rückraum. Allerdings hatte er zuletzt Probleme mit der Achillessehne und musste pausieren. Ein weiterer Aktivposten im Rückraum ist Luca Wenzel, der vom HC Erlangen II kam. Im Team von Trainer Dusan Suchy steht noch Linkshänder Nils Kwiatkowski, der in der TVG-Junioren-Akademie ausgebildet wurde sowie Yannik Bardina, ebenfalls Linkshänder, ebenfalls von der TVG-Akademie. Doch auch er hat sich zuletzt eine Handverletzung zugezogen und es bleibt abzuwarten, ob er spielen kann. Die DJK hat jüngst auf die Ausfälle reagiert und Leon Rastner vom MHV Schweinfurt verpflichtet. Der Linkshänder und Sohn vom ehemaligen Kreisläufer Andreas Rastner, der unter anderem für Magdeburg, Gummersbach, Santander oder Hamburg spielte. Filius Rastner wurde in der Jugend des SC Magdeburg ausgebildet und spielte auch schon beim HSC Bad Neustadt.

Die Kirchzeller haben mit Paul Büchler einen Langzeitverletzten. Der junge Nachwuchs-Torhüter verletzte sich im Training am Knie und Alex Hauptmann sagt: „Die schlimmsten Befürchtungen haben sich nach diversen Untersuchungen bestätigt. Paul hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird uns monatelang fehlen.“ Auch hinter Tom Spieß steht erneut ein Fragezeichen. Er musste im letzten Spiel nach erneuten Problemen am Oberschenkel ausgewechselt werden. Ob Brian Heinrich zum Einsatz kommt, ist ebenfalls noch fraglich.

 

TV Gelnhausen will zurück in die Erfolgsspur

Für den TV Gelnhausen geht es derzeit Schlag auf Schlag. Eine englische Woche in der 3. Handball-Liga Süd steht auf dem Programm und so haben die Barbarossastädter bereits am Dienstag die Möglichkeit, die Heim-Niederlage gegen den Tabellenführer TuS Ferndorf wettzumachen.

Nachdem man am Samstag dem Spitzenreiter aus Ferndorf einen leidenschaftlichen Kampf geliefert hatte, am Ende aber mit 24:29 den Kürzeren zog, will der TV Gelnhausen beim Tabellenvorletzten wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Dabei muss Geiger weiterhin auf Paul Hüttmann (Erkältung) sowie auf die beiden Langzeitverletzten Max Bechert und Michael Hemmer verzichten.

Gegner nicht unterschätzen

Auch wenn Pohlheim erst zwei Punkte auf dem Konto hat, sind sie Gelnhäuser jungen Wilden gut beraten, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. „Sie haben viele knappe Ergebnisse erzielt und einige sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen. Wir sind uns daher der Schwere der Aufgabe bewusst, aber wir wollen die zwei Punkte holen“, sagt TVG-Trainer Geiger. 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Das Beitragsbild mit Tobias Jörg stammt von mir.