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Handball – 3. Liga: Personelle Veränderungen stehen bei den Baggerseepiraten an

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden wird sich auf der Trainerposition neu aufstellen. Seit über sechs Jahren ist Jan Redmann mit großem Engagement Chefcoach der Baggerseepiraten. In diesem Zeitraum gab es nicht nur etliche Siege zu bejubeln, sondern es war vor allem sein Verdienst, dass die Verjüngung und Weiterentwicklung der Mannschaft sehr erfolgreich verlaufen ist.

Die laufende Runde wird aber auch gleichzeitig die letzte in dieser sehr exponierten Position für ihn sein. Nachdem Jan Redmann schon vor einigen Wochen signalisiert hatte, dass er über eine persönliche Veränderung nachdenkt, hat er die HSG-Verantwortlichen darüber nun final informiert. „Der Entschluss ist mir nicht leichtgefallen, dafür macht die Arbeit mit unserer jungen Mannschaft viel zu viel Spaß, aber ich merke immer mehr, dass diese intensive Tätigkeit ihre Spuren hinterlässt“, so der 43-jährige A-Lizenzinhaber. Dabei geht es Redmann nicht nur um den zeitlichen Aspekt, sondern vor allem um den mentalen: „Man opfert schon einiges im Privatleben, um auf diesem Niveau sportlich zu bestehen. Die Dritte Liga hat mittlerweile ein unglaublich hohes Niveau, da müssen Dutzende von Entscheidungen getroffen werden, idealerweise natürlich die richtigen“.

Dass dem so ist, zeigen die Resultate, denn sportlich läuft es derzeit richtig rund und mit 13:5 Punkten belegen die Rodgauer einen hervorragenden dritten Platz. Für Jan Redmann der optimale Zeitpunkt, um das Team in neue Hände zu übergeben: „Wir haben eine sehr begeisterungsfähige und lernwillige Mannschaft, die absolut intakt ist. Deshalb gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es ist einfach ein riesiges Potential in dieser Truppe, da sind viele Spieler noch nicht am Ende ihres Weges. Von meiner neuen Position aus kann ich die Entwicklung aber immer noch gut beobachten“, so Redmann mit leichtem Augenzwinkern.

Der Coach geht nicht komplett von Bord

Denn da ihm die HSG in den letzten Jahren ans Herz gewachsen ist, („Wir haben hier Freunde gefunden“) wird Redmann nicht komplett von Bord gehen, sondern als Jugendkoordinator des männlichen Bereiches weiterhin am Erfolg mitwirken. Für HSG-Sprecher Marzo ein absoluter Glücksfall: „Nachdem Jan angedeutet hatte, dass er nächste Saison nicht mehr als Trainer fungieren wird, haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, in welcher Funktion wir ihn weiterhin hierbehalten können. Da nach dem Rückzug von Thorsten Weiland der Posten des männlichen Jugendkoordinators nach dieser Saison vakant wird, lag die Lösung für uns auf der Hand.“ Dies entsprach auch dem Wunsch von Redmann und so einigten sich beide Parteien sehr schnell darauf, dass er ab der nächsten Saison die Verantwortung für die sportliche Entwicklung der männlichen Jugendteams übernimmt. „Es ist wirklich eine absolute win-win-Situation, ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung in einem tollen Umfeld. Es kommen spannende Jahre auf uns zu, die wir als Baggerseepiraten gemeinsam meistern werden“, so Redmann.

Auch Marco Rhein, Sportlicher Leiter und Kapitän des Drittliga-Teams, zollte Redmann stellvertretend für den gesamten HSG-Vorstand großen Respekt: „Jan leistet seit sieben Jahren tolle Arbeit, er hat eine sich stetig verjüngende Mannschaft immer in die Top 6 der jeweiligen Staffel geführt. Dabei erinnern wir uns besonders gerne an Highlights zu Hause gegen Großwallstadt, Eisenach oder das Pokalspiel gegen Rimpar. Er hatte immer ein besonderes Augenmerk auf unsere Jugendmannschaften, hat sich da schon früh mit eingebracht und als Interims-Coach die erstmalige Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga geschafft. Jetzt freuen wir uns auf eine weiterhin erfolgreich verlaufende Saison und dann darauf, dass Jan uns als Jugendkoordinator erhalten bleibt. Für seine Nachfolge auf der Trainerbank setzen wir uns in aller Ruhe zusammen, um ein Anforderungsprofil zu definieren. Wir haben keinen Druck, wollen aber schon zügig eine Lösung präsentieren, um dann gemeinsam die Planungen für die Saison 2024/25 anzugehen.“

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.