Handball – 3. Liga: Kirchzell muss zum Schlusslicht – Gelnhausen freut sich aufs Heimspiel – Hanau spielt auswärts
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Kirchzell beim Letzten Homburg antreten. Der TV Gelnhausen hat die TSG Haßloch zu Gast und die HSG Hanau muss nach Opladen.
Kirchzell muss in Homburg aufpassen
Der TV Kirchzell muss nach der knappen Heimniederlage vergangener Woche gegen Opladen nun beim TV Homburg antreten. Die verlorenen Punkte gegen Opladen will sich der TVK unbedingt beim Schlusslicht wieder holen. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn die Hausherren stehen mit dem Rücken zur Wand und sind nicht zu unterschätzen. Zwar gewannen die Kirchzeller das Hinspiel souverän, doch das hat nichts zu sagen. “Bei den letzten Ergebnissen haben sie gegen andere Teams gut mitgehalten, es hat nur die letzte Konsequenz gefehlt. Außerdem haben sie auch erfahrene Spieler mit dabei und wir dürfen sie keinesfalls unterschätzen”, sagt TVK-Trainer Povilas Babarskas.
Die Marschroute für den TVK ist klar. Mit voller Konzentration wollen die Gäste den Kampf annehmen und vor allem wollen sie sich nicht mehr so viele Fehler wie zuletzt erlauben. “Gegen Opladen hätte es auch plus eins für uns oder wenigstens Remis ausgehen können. Aber wir wollen es nicht auf die Schlussphase schieben. Wir hatten 58 Minuten Zeit, um es besser zu machen als wir es gemacht haben. Diesmal soll es wirklich besser werden”, so der TVK-Coach.
Auch Jannik Wolf, der jüngst seinen 22. Geburtstag feierte, sagt: “Da wir leider das letzte Spiel mit einem Tor verloren haben, haben wir jetzt den Anspruch, das wieder gut zu machen. Gegen Homburg wollen wir unbedingt zwei Punkte holen. Wir sind hochmotiviert und wollen vor allem versuchen, ihren wurfstarken Rückraumspielern nicht viel Spielraum zu geben.”
Tom Spieß musste unter der Woche krankheitsbedingt passen, doch Povilas Babarskas hofft, dass er am Wochenende wieder mit dabei ist. Louis Hauptmann ist noch verletzt, so dass der junge Lasse Becker wieder mit im Kader stehen wird.
TV Gelnhausen empfängt TSG Haßloch
Endlich wieder Heimspieltag in der Hölle Süd: Nach knapp einem Monat und zwei Auswärtspartien in Folge kehrt der TV Gelnhausen am Samstag (19.30 Uhr, Rudi-Lechleidner-Halle) zurück in die Hölle Süd und die Barbarossastädter empfangen die TSG Haßloch. Das Gründungsmitglied der 2. Handball-Bundesliga spielt seit 2015 in der dritten Liga und belegt aktuell den 15. Tabellenplatz.
Für den TVG ist die Zielsetzung klar definiert: Die Mannschaft will sich keine Blöße geben und ihre starke Ausgangsposition im Rennen um die Qualifikation zur Aufstiegsrunde der 2. Bundesliga verteidigen. Mit 34:6 Punkten rangieren die Gelnhäuser derzeit auf Platz zwei hinter dem souveränen Spitzenreiter HG Saarlouis (38:4). Dieser zweite Tabellenplatz ist entscheidend für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde.
Die personelle Lage bleibt jedoch angespannt. Weiterhin fehlen Akos Csaba (Kreuzbandriss), Leon David (Schulter-OP), Jannik Geisler (Schulterprobleme) und Alex Bechert (Ellenbogenverletzung). Hinter Henrik Müller und Benjamin Wörner steht aufgrund von Erkältungen ein dickes Fragezeichen, auch Jonathan Malolepszy und Silas Altwein sind angeschlagen. Cheftrainer Matthias Geiger erklärt: „Henrik und Benjamin konnten Anfang der Woche noch nicht trainieren. Dazu kommen Jonathan und Silas mit ähnlichen Symptomen. Wir werden erst Ende der Woche sehen, wie sich das Ganze entwickelt.“
Trotz der klaren Tabellenkonstellation warnt Geiger eindringlich davor, die Gäste zu unterschätzen. Haßloch steht zwar bei 6:36 Punkten, hat aber Anfang Februar mit einem überzeugenden 34:28-Erfolg gegen den Tabellendritten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen bewiesen, dass man an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann. Erschwerend hinzu kommt, dass Haßloch auf Wiedergutmachung aus sein dürfte. Nach der deutlichen 18:40-Niederlage in der Vorwoche gegen Saarlouis trat mit Philip Rogawski bereits der zweite Cheftrainer in dieser Saison zurück, nachdem zuvor schon Leo Vuletic im September sein Amt niedergelegt hatte. Der Gegner befindet sich somit im Umbruch, dürfte aber gerade deshalb mit großer Entschlossenheit auftreten.
„Haßloch ist eine erfahrene Truppe. Gerade aus dem Rückraum sind sie gefährlich. Da müssen wir konsequent raustreten und dürfen keine einfachen Würfe zulassen“, betont Geiger. Mit Jakob Chrust und Niklas Klein verfügen die Gäste über treffsichere Akteure, die besondere Aufmerksamkeit verlangen. Für den TVG wird es darauf ankommen, von Beginn an mit hoher Konzentration zu agieren. „Konsequentes Zupacken, eine kompakte Abwehr stellen – das wird unsere Hauptaufgabe. Wichtig ist, die Fehlerquote zu minimieren und das Spiel ohne größere Hänger über 60 Minuten durchzuziehen“, so Geiger.
Auswärtsspiel für Hanau in Opladen
Für die HSG Hanau geht es derzeit Schlag auf Schlag. Nachdem die Brüder-Grimm-Städter jüngst den vierten Sieg in Folge feierten und dabei ihren starken Lauf der letzten Wochen weiter ausbauten, bekommen es Rivic, Schiefer & Co. am Samstagabend (19:30 Uhr / Bielertsporthalle) mit dem TuS 1882 Opladen zu tun. In Leverkusen trifft man auf einen Gegner, an den die Hanauer keine guten Erinnerungen aus der jüngeren Vergangenheit haben. „Mit Opladen hatten wir schon im Hinspiel unsere mühevolle Arbeit und haben eine wirklich ganz üble Niederlage eingesteckt“, meint HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Ich erwarte ein richtig schweres Spiel mit harter Gegenwehr, in dem wir an unsere Leistungsgrenze gehen müssen.“
Für die HSG Hanau verlief der Auftakt in das neue Kalenderjahr überaus erfolgreich: Vier Siege aus fünf Spielen stehen für die Blau-Weißen zu Buche. Zudem haben Bergold, Kleemann & Co. eine kleine Serie starten können, welche die HSG bis auf den vierten Rang in der Tabelle vorstoßen ließ. Nun, beim Rückspiel gegen den TuS Opladen in Leverkusen, will Hanau an die starken Leistungen der Vorwochen anknüpfen und den schwachen Auftritt bei 26:37-Niederlage gegen den TuS im Hinspiel vergessen machen.
„Jetzt die Revanche zu wollen ist natürlich eine schwierige Sache“, erklärt Spandau vor dem Duell mit dem Tabellenachten, der beim Hinspiel in Hanau einen unangenehmen und zweikampfintensiven Handball zeigte. „Das hat auch schon der TV Gelnhausen zu spüren bekommen, der vierzig Minuten lang in Opladen zurücklag.“ Zudem habe sich Opladen mit 20:24 Zähler bereits ein ordentliches Punktepolster gesichert und könne somit befreit aufspielen.
Besonders aufpassen muss Hanau dabei auf TuS-Routinier Markus Sonnenberg. Der Rechtsaußen traf beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams gleich zehnfach ins Hanauer Tor. Auch Malte Wolfram und Birger Dittmer gehören im Rückraum zu den gefährlichen Akteuren. Ob der Opladener Topscorer Oliver Dasburg (122 Tore) nach seiner Schulterverletzung bereits wieder mit dabei ist, bleibt hingegen ungewiss.






