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Handball – 3. Liga: Kirchzell empfängt den Spitzenreiter – Hanau will zuhause nachlegen – Gelnhausen in der Fremde gefordert

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell den Spitzenreiter HG Saarlouis. Hanau will gegen Homburg nachlegen und Gelnhausen muss nach Dutenhofen fahren.

 

Kirchzell vor hoher Hürde

Wenn der TV Kirchzell am Samstag um 19.30 Uhr in der Miltenberger Sporthalle die HG Saarlouis empfängt, wird das alles andere als ein Zuckerschlecken. Der Spitzenreiter ist im Flow und hat seit dem 31. Oktober 2025 alle seine Spiele gewonnen – 13 Stück an der Zahl. Mit 573 Gegentoren stellt die HG die beste Defensive der Staffel und hat das Ziel Meisterschaft fest im Blick.

„Wir fahren mit viel Vorfreude und Selbstbewusstsein zum TV Kirchzell und wollen auch aus der Dreifachsporthalle in Miltenberg zwei Punkte mit nach Hause nehmen”, sagt HGS-Kapitän Tom Paetow. Sein Trainer Jörg Lützelberger analysiert den Gegner so: „In Kirchzell wird unsere Anpassungsfähigkeit gefragt sein. Sie agieren defensiv deutlich kompakter als unsere letzten Gegner. Wir wollen die insbesondere die Übergänge und das Zusammenspiel mit dem Kreis besser verteidigen, als im Hinspiel. Außerdem gilt es in Miltenberg in einer stimmungsvollen Atmosphäre 60 Minuten lang die Ruhe zu bewahren.“

Kirchzells Trainer Povilas Babarskas weiß, was auf seine Mannschaft zukommt, wenn er sagt: “Keine Frage. Saarlouis ist eine  gute Mannschaft, die mit absoluten Topspielern breit besetzt ist. Sie haben sich zuletzt noch einmal verstärkt, spielen teilweise mit vier Rückraum-Spielern und haben eine unangenehme 3-2-1- oder ab und an eine 3-3-Deckung.” Auch weiß der TVK-Coach, dass sie gerne Fehler provozieren und einige Tricks auf Lager haben, gerade nach Time Outs.

Der Kirchzeller Trainer wird sein Team gut einstellen und er weiß, dass alle gefordert sind und volle Konzentration gehen müssen. Außerdem dürfen sich die Hausherren nicht so viele Fehler bei den Abschlüssen wie zuletzt erlauben. Doch es kann auch eine Chance sein, denn der TVK hat gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren.

Ob Povilas Babarskas auf alle Spieler zurückgreifen kann, bleibt abzuwarten. Aber der Gast kommt wohl ebenfalls nicht komplett. “Wir setzen erneut auf unser tolles Publikum, denn wir werden die Unterstützung gebrauchen können”, so der Coach.

 

 

HSG Hanau will Erfolgsserie ausbauen

Heimspielabend für die HSG Hanau. Am Samstag (19.30 Uhr) erwarten die Blau-Weißen den Tabellenvorletzten TV 1878 Homburg in der Main-Kinzig-Halle. Mit fünf Siegen aus den letzten fünf Spielen schwimmen die Grimmstädter auf einer Erfolgswelle, doch den Gegner aus dem Saarland gilt es trotzdem nicht zu unterschätzen. Beim letzten Auftritt vor heimischem Publikum haben Kleemann, Schiefer & Co. eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie eine Heimaufgabe souverän lösen können – genau das ist auch die klare Zielsetzung des Hanauer Teams für das anstehende Saisonspiel am Wochenende.

„Für uns wird es ganz klar darum gehen, am Samstagabend die richtige Motivation und Einstellung zu zeigen, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen“, fordert HSG-Cheftrainer Axel Spandau vor der Begegnung. „Auch der Vorletzte der Staffel verdient Respekt und wir werden alles reinwerfen, um die zwei Punkte in Hanau zu behalten.“ 

Die HSG Hanau trifft auf einen Gegner, der tief im Tabellenkeller feststeckt. Doch die TVH-Mannschaft von Trainer Pedro Vieira hat sich noch nicht aufgegeben: Drei seiner sechs Punkte sammelte Homburg seit Wiederbeginn der Rückrunde. Dabei schlug man den Tabellenletzten Haßloch und holte in der vergangenen Woche ein Unentschieden zu Hause gegen Kirchzell – eine Partie, welche die Saarländer durchaus hätten gewinnen können. 

Für die HSG Hanau läuft hingegen momentan alles nach Plan. Fünf Siege in Folge kann das Team von Kapitän Max Bergold und Topscorer David Rivic vorweisen. Mit großen Schritten preschte man zuletzt auf den dritten Tabellenrang vor, den das Team nun gegen die Verfolger HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und Longericher SC Köln verteidigen will. Personell geht Hanau dabei zum ersten Mal in 2026 komplett in eine Begegnung in der 3. Liga. Nachdem Kreisläufer Nils Schröder schon in Opladen mit dabei war, meldete sich unter der Woche auch Außenspieler Julian Fulda nach seiner Verletzung wieder zurück. 

Beim Hinspiel in Homburg präsentierte sich Hanau als der klar überlegene Gegner und gewann am Ende deutlich mit 36:27. Auch diesmal will die HSG-Sieben ihre volle Konzentration auf die Platte bringen. „Es ist vor allem die Rückraum-Achse aus Robin Egelhof, Tim Altmeyer, Jan-Philipp Valda und Ante Grbavac, die für Gefahr sorgt“, analysiert Spandau den kommenden Gegner und fügt hinzu: „Gerade die Schlagwürfe aus dem linken Rückraum und die Anspiele von Valda auf Kreisläufer Jan-Ole Schimmel sind zu verteidigen.“

 

 

TV Gelnhausen vor schwerem Auswärtsderby 

Der TV Gelnhausen steht am kommenden Samstag vor einer anspruchsvollen Auswärtsaufgabe, denn die Barbarossastädter gastieren um 19.30 Uhr in der Sporthalle Dutenhofen bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II. Nach zuletzt fünf Siegen in Folge reist der TVG mit viel Selbstvertrauen zum Derby gegen die Mittelhessen, muss dabei jedoch erneut mit erheblichen personellen Problemen umgehen.

Mit aktuell 36:6 Punkten belegt der TV Gelnhausen den zweiten Tabellenplatz und hat sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für die letzten neun Spiele der Saison erarbeitet. Besonders beeindruckend ist dabei, dass die Mannschaft von Cheftrainer Matthias Geiger zuletzt trotz zahlreicher verletzter und erkrankter Spieler immer wieder starke Leistungen auf die Platte gebracht hat wie beim deutlichen 37:24 (19:8)-Heimsieg gegen die TSG Haßloch am vergangenen Wochenende.

Mit der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II wartet nun allerdings ein Gegner, der ebenfalls zu den Topmannschaften der Staffel zählt. Die Bundesligareserve der HSG Wetzlar steht derzeit mit 30:14 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz und gehörte vor allem zu Beginn der Saison zu den großen Überraschungen der Liga. Zwischenzeitlich führte das Team von Trainer Eike Schuchmann sogar die Tabelle an und setzte mit dem 32:30 (12:15)-Sieg gegen den Ligaprimus HG Saarlouis Anfang Oktober ein echtes Ausrufezeichen.

Im Vergleich zur Vorsaison hat sich Dutenhofen deutlich gesteigert. Während die Mannschaft in der vergangenen Spielzeit mit 26:34 Punkten lediglich den zehnten Tabellenplatz belegte, präsentiert sich das Team in dieser Spielzeit wesentlich stabiler. Auch der Abgang von Leistungsträger Ole Klimpke in der Winterpause zum Zweitligisten TV Großwallstadt konnte bisher gut kompensiert werden. In der Rückrunde gewann Dutenhofen fünf der bisherigen sieben Spiele.

Allerdings zeigte sich auch, warum Geiger die Mannschaft als schwer einschätzbar bezeichnet. Neben starken Auftritten stehen auch unerwartete Ergebnisse zu Buche wie etwa die überraschende 28:34 (12:17)-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht TSG Haßloch. Am vergangenen Wochenende kassierte Dutenhofen zudem beim Rückspiel gegen Tabellenführer Saarlouis eine deutliche 20:39 (9:19)-Niederlage. Vor heimischer Kulisse wird das Team nun alles daransetzen, diesen misslungenen Auftritt wieder gutzumachen.

Das Hinspiel zwischen Dutenhofen und dem TVG zeigte bereits, wie eng die Kräfteverhältnisse sind. Anfang Dezember setzte sich der TV Gelnhausen in der Rudi-Lechleidner-Halle nur knapp mit 28:27 (13:13) durch. Den umjubelten Siegtreffer erzielte Max Bechert erst zwei Sekunden vor Schluss. Auf Seiten der Gäste war Leonard Zaum mit neun Treffern der auffälligste Spieler.

„Dutenhofen ist eine Wundertüte. Obwohl sie tabellarisch sehr gut dastehen, ist bei ihnen alles möglich – von einem Sieg gegen Saarlouis bis zu einer Niederlage gegen Haßloch“, sagt TVG-Cheftrainer Geiger. „Wir haben es selbst im Hinspiel gemerkt. Das war ein extrem enges Spiel auf wirklich gutem Niveau.“

Besonders die Qualität der jungen Spieler hebt der TVG-Coach hervor: „Sie haben viele sehr gut ausgebildete und junge Spieler und ein sehr dynamisches Team. Gleichzeitig bringen sie mit Spielern wie Lukas Gümbel auch Erfahrung mit.“

Für den TV Gelnhausen wird es daher entscheidend sein, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen. „Wir müssen sowohl offensiv als auch defensiv wieder eine Topleistung bringen“, fordert Geiger. „Fehler dürfen wir uns nur wenige erlauben, weil sie diese mit ihrem Tempospiel sofort bestrafen können.“

 

 

Das Bild hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür