Handball – 3. Liga: Derby-Kracher in der Main-Kinzig-Halle – der TV Gelnhausen kommt
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kommt es am Gründonnerstag zum Derbykracher zwischen der HSG Hanau und dem TV Gelnhausen und es steht ein absolutes Handball-Highlight auf dem Spielplan. Die Grimmstädter, als Tabellendritter der Staffel Süd-West, treffen um 20.15 Uhr in der Main-Kinzig-Halle auf den zweitplatzierten Dauerrivalen TV Gelnhausen. Das Main-Kinzig-Derby steht dabei in dieser Saison 2025/26 unter besonderen Vorzeichen, denn beide Mannschaften zeigten bislang eine herausragende Spielzeit. Das Hinspiel im vergangenen November fand beim 25:25 keinen Sieger und auch diesmal deutet sich ein Duell zweier regionaler Handballgrößen auf Augenhöhe an.
„Natürlich werden in so einem Spiel die Emotionen eine große Rolle spielen, genauso wie unsere Kompaktheit in der Deckung“, sagt HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Von dem Unentschieden des TVG in Melsungen lassen wir uns hingegen nicht blenden. Wir wollen die zwei Punkte und unsere Serie beibehalten.“
Es ist das ewige Duell zwischen Main und Kinzig: Mit keinem anderen Team kreuzte Hanau in der Vergangenheit häufiger die Klingen und gegen kaum einen anderen Gegner waren die Duelle emotionsgeladener und enger als gegen den TV Gelnhausen. Davon zeugte auch schon das Hinspiel, als sich beide Teams nach hitzigen 60 Minuten mit einem 25:25-Unentschieden trennten. HSG-Kapitän Max Bergold sorgte mit seinem Siebenmetertreffen kurz vor dem Ende für den Hanauer Punktgewinn.
Hanauer Defensivleistung steht im Fokus
„Im Vergleich zu unserem Auftritt gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II müssen wir uns in der Abwehr klar steigern, um die Eins-gegen-Eins-Künstler aus Gelnhausen in den Griff zu kriegen“, erklärt Spandau, dessen Mannschaft zuletzt nicht nur acht Saisonspiele in Serie gewann, sondern auch seit acht Heimpartien ungeschlagen ist. Nicht ohne Grund hat sich Hanau mit seinen starken Leistungen der vergangenen Wochen einen dritten Tabellenrang in der Staffel Süd-West erkämpft und dabei in der Rückrunde auch den Spitzenreiter HG Saarlouis in dessen eigener Halle bezwungen.
Die Barbarossastädter aus Gelnhausen reisen als Aufstiegsaspirant und aktueller Tabellenzweiter der Staffel Süd-West in der Grimmstadt an. Seit 13 Saisonspielen haben die Mannen von Trainer Matthias Geiger nicht mehr verloren. Am letzten Wochenende stolperte das Team aber beinahe bei der MT Melsungen II in Nordhessen. Ein Grund: Die Verletztenliste beim TVG ist lang. „Ihr Kapitän Jonathan Malolepszy war zuletzt krank und Linkshänder Jonas Dambach beruflich verhindert. Ich gehe aber davon aus, dass beide am Donnerstag für den TVG auf der Platte stehen werden“, mutmaßt Spandau. „Zusammen mit Silas Altwein – der in Melsungen wieder gespielt hat – und Fynn Hilb sind das die Spieler, die immer wieder mit ihrem Eins-gegen-Eins für Gefahr sorgen. Das gilt es abzuwehren.“
Gerade im Hinspiel zeigte Hanau mit einer bärenstarken Defensivleistung, wie man den Barbarossastädter erfolgreich den Zahn zieht. Geht es nach Spandau, dann muss Hanau auch am Donnerstag wieder das schnelle Tempospiel des TVG unbedingt in den Griff bekommen. Mit weit über 1000 erwarteten HSG-Fans im Rücken wollen die Brüder-Grimm-Städter die Main-Kinzig-Halle wieder zu einem Hexenkessel machen und ihre starke Serie verteidigen.
„Wir haben uns als Mannschaft zuletzt in einen unglaublichen Flow gespielt, für die Partie am Donnerstag spielt das aber keine Rolle, denn Gelnhausen wird uns gerade in der Abwehr alles abverlangen. Trotzdem wollen wir sie schlagen und dafür bauen wir auch auf die Unterstützung aus dem Blauen Block“, meint HSG-Kapitän Max Bergold
Aus dem Lager des TVG sagt Cheftrainer Geiger: „Wir freuen uns natürlich riesig auf so ein Derby, das ist immer etwas Besonderes. Aber gerade in so einem möglicherweise hitzigen Spiel ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und eine klare Struktur zu haben.“ Außerdem weiß Geiger um die Stärken des Gegners: „Hanau hat sehr starke Rückraumschützen und ein gutes Kreisläuferspiel. Das müssen wir in den Griff bekommen. Gleichzeitig dürfen wir uns kaum eigene Fehler im Angriff erlauben, denn Hanau kann mit ihrem schnellen Umschaltspiel daraus einfache Tore erzielen.“
Auch offensiv wird der TVG gefordert sein: „Hanau verteidigt sehr körperlich und robust. Wir müssen es schaffen, ihre Abwehr in Bewegung zu bringen und geduldig auf unsere Chancen zu warten. Überhastete Abschlüsse dürfen wir uns nicht erlauben und unsere Wurfquote müssen wir im Vergleich zum Melsungen-Spiel entscheidend verbessern.“
Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür






