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Handball – 3. Liga: Kirchzell, Hanau und Gelnhausen wollen in ihren anstehenden Heimspielen überzeugen

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, will der TV Gelnhausen daheim gegen Opladen in die Erfolgsspur zurück. Auch der TV Kirchzell will zuhause gegen Münster doppelt punkten. Hanau will gegen Düsseldorf-Ratingen vor eigenem Publikum nachlegen.

 

TV Kirchzell ist auf Punkte aus

 
TVK-Trainer Povilas Babarskas weiß, dass mit Münster eine “gute Mannschaft kommt, die gleichmäßig stark besetzt ist, vor allem im Rückraum. Hinzu kommen gute Torhüter. Ich bin nicht überrascht, dass Münster bisher so eine gute Runde spielt.”
Für die Kirchzeller heißt es jetzt im Endspurt noch einmal volle Pulle gehen, damit die nötigen Punkte auf die Habenseite wandern. Es wird allerdings ohne Kapitän Tim Häufglöckner, Louis Hauptmann und den noch immer fehlenden Joshua Osifo nicht einfacher. Aber der TVK-Coach weiß, dass “wir noch ein paar Siege benötigen. Das haben wir selbst in der Hand.”
 
Deshalb erwartet er von seinen Jungs auch bedingungslosen Einsatz, Kampfgeist und dass diese alles reinwerfen. “Das muss im Vordergrund stehen”, sagt er. Die letzten Tage musste der Trainer sogar selbst noch einmal mit ins Training einsteigen, damit genügend Leute auf dem Parkett standen. Für Samstag hofft er, dass – bis auf die Verletzten – die Kranken wieder fit sind.
 

 

 

TV Gelnhausen will gegen Opladen zurück in die Erfolgsspur

Der TV Gelnhausen steht am Samstag vor der nächsten schwierigen Aufgabe, denn er empfängt um 19.30 Uhr den TuS 82 Opladen in der Rudi-Lechleidner-Halle. Nach zuletzt zwei Spielen ohne Sieg will der TVG vor heimischer Kulisse wieder punkten und gleichzeitig die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga endgültig perfekt machen.

Mit 41:9 Punkten belegt der TV Gelnhausen aktuell den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel und hat sich damit eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Da außer Tabellenführer HG Saarlouis und dem TVG kein weiteres Team einen Lizenzantrag für die zweite Bundesliga gestellt hat, würde den Barbarossastädtern bereits ein Platz unter den ersten vier reichen. Mit einem Heimsieg gegen Opladen könnten die Gelnhäuser dieses Ziel schon vorzeitig erreichen.

Nach sieben Siegen in Folge musste sich der TVG zuletzt jedoch mit einem 25:25 (11:11) in Melsungen sowie einer knappen 28:29 (8:13)-Niederlage beim Derby in Hanau zufriedengeben. Nun soll in der heimischen Hölle Süd, in der das Team in dieser Saison noch ungeschlagen ist, die Wende gelingen.

Mit dem TuS 82 Opladen reist eine Mannschaft an, die mit 22:32 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Tabelle steht, aber weiterhin um die letzten Zähler zum endgültigen Klassenerhalt kämpft. Die Gäste haben in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass sie auch gegen Topteams bestehen können, etwa beim deutlichen 37:26(15:13)-Auswärtssieg in Hanau. Gleichzeitig musste sich Opladen in vielen Spielen immer wieder knapp geschlagen geben. Auch das Hinspiel gegen Gelnhausen dürfte vielen noch in Erinnerung sein. Damals lag der TVG in der 42. Minute noch mit acht Toren zurück, ehe eine starke Aufholjagd noch zum 33:31(10:17)-Auswärtssieg führte.

Im Fokus steht vor allem Rückraumspieler Oliver Dasburg. Mit aktuell 152 Saisontoren gehört er zu den treffsichersten Spielern der Liga und war auch in den direkten Duellen mit dem TVG stets ein Faktor. In den letzten drei Aufeinandertreffen traf er jeweils mindestens zwölfmal ins Tor. „Es wird extrem wichtig sein, Oliver Dasburg unter Kontrolle zu bekommen“, betont TVG-Cheftrainer Matthias Geiger. „Er ist einer der überragenden Spieler der Liga und hat uns schon im Hinspiel enorme Probleme bereitet.“ Doch Geiger warnt davor, den Gegner nur auf einen Spieler zu reduzieren: „Opladen ist nicht nur Dasburg. Sie sind insgesamt eine erfahrene Mannschaft mit guten Abläufen im Rückraum, starken Außenspielern und einer sehr beweglichen und harten Abwehr.“

Der Schlüssel zum Erfolg liegt für den TVG vor allem in der eigenen Leistung: „Wir müssen unsere technischen Fehler deutlich reduzieren und unsere Chancen konsequenter nutzen. Im Spiel in Hanau haben wir uns oft gute Möglichkeiten rausgespielt, uns aber nicht belohnt. Das müssen wir jetzt besser machen“, fordert Geiger. Gleichzeitig setzt er auf die eigenen Stärken: „Wir wollen Opladen mit einer aggressiven und beweglichen Abwehr zu Fehlern zwingen und dann in unser Tempospiel kommen.“

 

 

Formstarke Hanauer vor nächster Bewährungsprobe

Am Samstagabend (18.30 Uhr) empfängt die HSG Hanau das Team von interaktiv.handball Düsseldorf-Ratingen. Nach dem erfolgreichen Derby gegen den TV Gelnhausen wollen die Grimmstädter im Duell mit dem Tabellenachten und Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen ihre starke Heimserie in der Main-Kinzig-Halle fortführen. Für die Blau-Weißen ist es das dritte Spiel in Folge vor eigener Kulisse, dementsprechend bauen Bergold, Kleemann & Co. erneut auf den Support durch den Blauen Block. 

„Wir müssen jetzt aus dem Derbymodus wieder in unseren Alltagsmodus umschalten, damit wir auch solche Mannschaften wie Interaktiv in den Griff bekommen“, meint HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Unsere Gäste sind nicht zu unterschätzen, denn sie haben die letzten vier Spiele allesamt gewonnen und zuletzt Kirchzell ziemlich deutlich aus ihrer Halle geworfen.“ 

Die HSG Hanau eilt in der 3. Liga Süd-West derzeit von Erfolg zu Erfolg. Neun Spiele in Serie gewann die Spandau-Sieben seit der letzten Niederlage gegen die Bergischen Panther im Januar. Bei ihrem Erfolgslauf holten die Grimmstädter zuletzt auch gegen die beiden Spitzenteams der Staffel, die HG Saarlouis und den TV Gelnhausen, die maximale Punkteausbeute. Die Folge: 38:12 Punkte, den Vorsprung auf den Tabellenvierten Longericher SC auf drei Zähler ausgebaut und die Qualifikation für den DHB-Pokal fest im Blick. Am Samstagabend steht nun das dritte von drei Heimspielen in Folge an und mit interaktiv.handball Düsseldorf-Ratingen schaut ein unangenehmer Gegner in der Main-Kinzig-Halle vorbei: „Da kommt eine junge Mannschaft auf uns zu, die gespickt ist mit einigen A-Jugendlichen, angeführt von ihrem spielenden sportlichen Leiter Stanko Sabljic, der im Abwehrzentrum allein wegen seiner Körpergröße von über zwei Metern aus dem Team herausragt“, blickt Spandau voraus. 

Mit dem deutlichen Heimsieg über den TV Kirchzell hat Interaktiv Ende März den Klassenerhalt rechnerisch perfekt gemacht und kann nun in Hanau frei aufspielen. Dazu passt, dass die Mannschaft von Coach Filip Lazarov noch eine Rechnung mit der HSG offen hat: Im Hinspiel in Nordrhein-Westfalen drehte Hanau, angeführt von einem überragenden David Rivic am Kreis, eine Halbzeitrückstand noch zum 30:28-Auswärtssieg. 

Bester Werfer auf Seiten von Düsseldorf-Ratingen ist Nicolas Körber mit 111 Saisontoren. Doch Spandau, dessen Team über die Osterfeiertage die Akkus aufladen konnte, hebt vor allem Torhüter Sebastian Bliß hervor. Der ehemalige Zweitliga-Profi (TUSEM Essen) hielt dem Interaktiv-Team im Saisonverlauf schon einige Male den Rücken frei. „Ich denke, uns erwartet am Samstag entweder eine 6:0-Defensive oder auch eine offensiv ausgerichtete 3:2:1-Abwehr“, so Spandau. „Das wird eine schwere Aufgabe, aber diese wollen wir natürlich mit unseren Fans im Rücken erfolgreich meistern.“