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Handball – 3. Liga: Kirchzell vor schwerer Auswärts-Aufgabe – Hanau und Gelnhausen müssen ebenfalls auswärts ran

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, tritt der TV Kirchzell am Freitag beim Longericher SC Köln an. Die HSG Hanau spielt ebenfalls schon am Freitag in Münster. Am Samstag gastiert der TV Gelnhausen beim TV Homburg.

 

TV Kirchzell ist gefordert

Bereits am Freitag muss der TV Kirchzell beim Tabellenvierten Longericher SC Köln antreten. Die Partie wurde vorverlegt, da anscheinend alle vom LSC am Wochenende beim Final Four in Köln mithelfen. 

Nach dem Erfolg am vergangenen Wochenende fährt der TVK gestärkt zum LSC, wohlwissend, dass der Gegner ein schweres Kaliber ist. Aber der Druck ist den Kirchzellern etwas genommen, denn der Vorsprung auf die Abstiegsränge hat sich vergrößert. “Über den kommenden Gegner brauchen wir nicht groß reden. Er ist in der Rückrunde eine der stärksten Mannschaften und zählt zu den Topteams. Der LSC ist gleichmäßig gut besetzt, wobei der Kreisläufer noch etwas hervorsticht”, weiß TVK-Coach Povilas Babarskas zu erzählen. 

Und der Trainer weiß auch, dass es in diesem Spiel erneut nur über den Kampf und den Einsatz geht. “Wir dürfen uns keine Schwäche erlauben, denn wenn die ins Laufen kommen, wird es richtig schwer für uns. Wir können dort nur gemeinsam bestehen.” Trotzdem kann der TVK befreit aufspielen, denn beim LSC wird nicht unbedingt ein Sieg erwartet.

Ein schönes Signal ist auch, dass Ievgen Zhuk seinen Vertrag während der Woche verlängert hat und Povilas Babarskas auch in der kommenden Saison auf den sicheren Schützen zählen kann. 

 

 

 

 

Hanau greift nach dem nächsten Sieg

Nach drei Heimspielen in Serie geht die HSG Hanau am Freitagabend wieder einmal auswärts auf Punktejagd. Die Grimmstädter treffen in der Sporthalle der Eichendorffschule Kelkheim auf den Aufsteiger TSG Münster. Für das Rhein-Main-Derby reisen Kleemann, Schiefer & Co. mit breiter Brust an, den zuletzt gelangen den Blau-Weißen in der Staffel Süd-West spektakuläre elf Siege in Serie mit einem hart erkämpften Heimsieg am vergangenen Wochenende. 

„Natürlich wollen wir jetzt an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und mit einer starken Leistung unseren Flow weiter ausbauen“, meint HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Aber Münster wird mit Sicherheit noch auf eine Revanche für die Niederlage in der Hinrunde aus sein.“ 

Die Punkte im Hinspiel gingen im November mit 30:27 an die HSG Hanau. Für Spandau war damals allerdings nicht nur der Derbysieg gegen die Kelkheimer entscheidend, sondern auch das Selbstverständnis, welches Hanau nach dem überzeugenden Heimsieg entfachte. In den nachfolgenden 16 Saisonpartien gingen die Blau-Weißen gerade einmal in zweien als Verlierer vom Feld. Zuletzt untermauerte die HSG mit zwei Siegen gegen Gelnhausen und Saarlouis den klaren Anspruch auf den dritten Tabellenrang und die damit verbundene Qualifikation für den DHB-Pokal 2026/27. 

Bevor es am 25. April, in der Heimpartie gegen den viertplatzierten Longericher SC Köln, zum Endspiel um eben jene Qualifikation für den Pokal kommt, will die HSG auch in Kelkheim überzeugen. Der Tabellenfünfte mit seinem Trainer Daniel Wernig spielt als Aufsteiger ebenfalls eine herausragende Runde, unterlag in der Vorwoche jedoch überraschend dem TV Kirchzell. 

Vor eigener Kulisse dürfte die TSG dementsprechend auf Wiedergutmachung aus sein und mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Jonas Ulshöfer, Patrick Weber und Johannes Jepsen hat der starke Liga-Neuling dafür auch die spielerische Qualität – das weiß auch Spandau: „Sie steuern das Offensivspiel der TSG. Mit unserer intensiven Deckung wollen wir sie in den Griff bekommen und im Angriff gilt es, die 5:1-Deckung der TSG gut zu bespielen.“ Die Personalsituation bei den Grimmstädter bleibt allerdings angespannt, denn zuletzt fehlten mit Kapitän Max Bergold, Dennis Gerst und Dziugas Jusys drei wichtige Stützen. 

Einer, der sich auch am Freitagabend wieder Spielanteile erhoffen kann, ist HSG-Youngster Malte Just: „Das wird ein sehr hartes und umkämpftes Spiel werden. Ich hoffe, dass wir mit einer guten Abwehr wie im Hinspiel zu leichten Toren kommen können.“ Wie einfach das gehen kann bewies der 18-Jährige am letzten Spieltag zu Hause gegen Düsseldorf-Ratingen, als er für den verletzten Dennis Gerst im Rückraum zum Einsatz kam und prompt zwei Tore erzielte. „Die TSG Münster wird uns aber rein gar nichts schenken. Wir müssen alles reinlegen, um auch dort wieder die zwei Punkte entführen können“, so der Hanauer Rechtsaußen. 

 

 

 

 

TV Gelnhausen will in Homburg nachlegen

Für den TV Gelnhausen steht am Samstag die nächste Aufgabe an. Die Barbarossastädter gastieren in der Robert-Bosch-Halle beim Tabellenletzten TV Homburg. Auch wenn die Rollen auf den ersten Blick klar verteilt sind, erwartet den TVG eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. Mit aktuell 43:9 Punkten belegt der TV Gelnhausen weiterhin den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel und hat sich bereits vorzeitig für die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga qualifiziert. In den verbleibenden vier Spielen geht es nun darum, den zweiten Platz zu verteidigen und sich die Vizemeisterschaft zu sichern, denn der Vorsprung auf Verfolger HSG Hanau beträgt aktuell nur drei Punkte.

Nach der knappen 28:29 (8:13)-Niederlage beim Derby in Hanau zeigte sich der TVG zuletzt wieder souveräner. Beim deutlichen 32:20 (13:12)-Heimsieg gegen den TuS 82 Opladen überzeugte die Mannschaft insbesondere mit einer starken zweiten Hälfte und möchte an diese Leistung nun auch auswärts anknüpfen.

Der TV Homburg steht mit 6:46 Punkten bereits als Absteiger in die Regionalliga Südwest fest. Dennoch wird die Mannschaft alles daransetzen, sich in den verbleibenden Spielen ordentlich zu präsentieren. Vor allem in eigener Halle konnten die „Honigdachse“ in dieser Saison immer wieder Akzente setzen, fünf ihrer sechs Punkte holten sie vor heimischem Publikum.

Auch das Hinspiel hat gezeigt, dass Homburg nicht zu unterschätzen ist. Zwar gewann der TVG die Partie am Ende mit 30:23 (13:14), doch lange Zeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Zur Halbzeit lagen die Gelnhäuser sogar zurück und hatten große Probleme mit den Tempoverschleppungen der Gäste.

Im Fokus steht bei den Homburgern Rückraumspieler Ante Grbavac, der mit 149 Treffern zu den besten Torschützen der Liga gehört. „Um solche Spieler mit viel Wurfkraft zu verteidigen, brauchen wir eine stabile und kompakte Abwehr. Das ist unsere Stärke und die müssen wir auch in Homburg zeigen“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Neben der Defensive wird auch das eigene Angriffsspiel eine wichtige Rolle spielen. „Wir müssen geduldig spielen und unsere Chancen konsequent nutzen“, fordert Geiger. „Die Wurfausbeute war zuletzt schon etwas besser, aber da haben wir noch Luft nach oben.“ Gleichzeitig will der TVG das Tempo hochhalten, um seine Stärken im Umschaltspiel auszuspielen.