Handball: Ein Highlight in Köln und ein Wochenende, das bleibt
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Wenn ich an das Wochenende beim DHB-Pokal Final Four in Köln zurückdenke, kommt mir als erstes dieses Gefühl: Ankommen – und sofort mittendrin sein.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Wenn ich an das Wochenende beim DHB-Pokal Final Four in Köln zurückdenke, kommt mir als erstes dieses Gefühl: Ankommen – und sofort mittendrin sein.
Schon am Samstag war die Stimmung rund um die Lanxess Arena besonders. Fans aus Magdeburg, Berlin, Lemgo und vom Bergischen HC standen zusammen, lachten, feierten und kamen ins Gespräch. So viele Farben, so viele Trikots – und trotzdem ein Miteinander, das beeindruckt. Genau so sollte Sport sein.
In der Arena wurde es schnell laut, voll und elektrisierend. Kein Wunder – bei 19.750 Zuschauern war das Haus an beiden Tagen ausverkauft. Das erste Halbfinale zwischen Lemgo und Berlin entwickelte sich zu einem offensiven Spektakel mit dem besseren Ende für Berlin (39:36).
Noch dramatischer wurde es im zweiten Halbfinale: Der Bergische HC traf auf den favorisierten SC Magdeburg – und das Spiel hatte im wahrsten Sinne des Wortes alles zu bieten. Verlängerung, Siebenmeterwerfen, pure Spannung. Am Ende setzte sich der BHC denkbar knapp mit 31:30 durch. Ein Spiel, das lange in Erinnerung bleibt.
Neben den sportlichen Höhepunkten sind es oft die kleinen Erlebnisse, die ein solches Wochenende prägen. So auch beim Versuch, sich zwischen den Spielen zu stärken: Während die Kartenzahlung zunächst problemlos funktionierte, sorgte sie am nächsten Stand plötzlich für Verzögerungen. Eine wachsende Schlange, spürbare Ungeduld, hochroter Kopf, Tunnelblick, Wechsel der Karte – und dann auch noch eine vergessene PIN. Erst am dritten Stand klappte es schließlich wieder. Am Ende blieb vor allem eines: ein Lachen über die Situation.
Nach einem intensiven ersten Tag ging es weiter nach Düsseldorf ins Living Hotel De Medici – ein Ort, der Ruhe bietet und Raum zum Durchatmen lässt. So auch an diesem Abend.
Der Sonntag begann entsprechend entspannt mit einem guten Frühstück und einem Moment der Ruhe, bevor es zurück in die Arena ging. Im Spiel um Platz drei setzte sich Lemgo mit 35:31 gegen Magdeburg durch. Für den SCM verlief das gesamte Wochenende unglücklich, die Mannschaft fand nie wirklich zu ihrem Spiel.
Auch abseits des Feldes sorgten die Magdeburger für Aufmerksamkeit: Die offenen und reflektierten Aussagen von Trainer Bennet Wiegert nach den Niederlagen zeigten Größe und blieben in Erinnerung.
Im Finale präsentierte sich Berlin schließlich in Bestform und besiegte den Bergischen HC deutlich mit 42:33. Eine starke Leistung – auch wenn der BHC mit seinem Weg ins Finale ebenfalls beeindruckte.
Ein besonderes Highlight war der neue LED-Glasboden in der Arena. Die Möglichkeiten der Inszenierung und visuellen Darstellung setzen neue Maßstäbe und verleihen dem Spiel eine zusätzliche Dimension. Sport und Show verschmelzen hier auf eindrucksvolle Weise. Es war der Hammer. So geht Glasboden.
So gelungen das Wochenende insgesamt war, ein organisatorischer Punkt sorgte für Kritik: Die Ausfahrt aus dem Parkhaus wurde zur Geduldsprobe. Rund 45 Minuten dauerte es, bis sich die Autoschlange auflöste – ein unnötiger Dämpfer nach einem sonst hervorragend organisierten Event.
Ein Wochenende voller Emotionen, hochklassigem Handball und einer außergewöhnlich fairen Fankultur. Köln hat einmal mehr bewiesen, dass es die perfekte Bühne für dieses Turnier ist.
Und genau für solche Momente fahre ich immer wieder hierher – weil sie bleiben, lange nachdem das letzte Tor gefallen ist. 💙

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