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Handball – Regionalliga: Obernburgs Kampf wurde nicht belohnt – Bieberau/Modau gewann in der Fremde

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga unterlag die TuSpo Obernburg nach großem Kampf dem Tabellenzweiten Offenbach-Bürgel. Die HSG Bieberau/Modau nimmt die Punkte aus Wettenberg mit nach Hause.

 

 

Großer Kampf der TuSpo wird nicht belohnt

Im vorletzten Heimspiel der Saison traf die TuSpo Obernburg auf den starken Tabellenzweiten TSG Offenbach-Bürgel und zeigte über weite Strecken eine engagierte und kämpferisch überzeugende Leistung, musste sich am Ende jedoch mit 34:40 (17:19) geschlagen geben.

Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen, wobei die Hausherren in den ersten Minuten stets einem knappen Rückstand hinterherliefen. In der neunten Spielminute gelang dem starken Tobias Raab schließlich die erste Führung zum 4:3. Mit einer sehr offensiven Abwehr versuchten die Hausherren, den gefährlichen Rückraum der Gäste früh unter Druck zu setzen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit machte sich jedoch die körperliche Überlegenheit der Gäste bemerkbar. Bürgel nutzte einige Lücken in der TuSpo-Abwehr konsequent aus und setzte sich mit einem 4:0-Lauf auf 10:7 ab. Der gut aufgelegte Torhüter Jonathan Bausch war dabei mehrfach chancenlos. Doch die TuSpo ließ sich nicht abschütteln, kämpfte sich mit Unterstützung der lautstarken Fans zurück ins Spiel und blieb insbesondere durch sicher verwandelte Siebenmeter von Thomas Keck im Anschluss. So konnte der Rückstand bis zur Halbzeitpause wieder auf 17:19 verkürzt werden.

Obernburg nach dem Wechsel hellwach

Nach dem Seitenwechsel kamen die Obernburger sofort hellwach aus der Kabine. Tobias Raab erzielte zwei schnelle Treffer zum 19:20 und wenig später war beim 22:22-Ausgleich (38. Minute) wieder alles ausgeglichen. Die Partie entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch, in dem die Zuschauer in der gut gefüllten Halle voll auf ihre Kosten kamen. Ein besonderer Moment folgte in der 41. Minute als der eingewechselte Routinier im Tor, Sandro Friedrich, beim Stand von 25:25 einen Siebenmeter parierte und damit für große Begeisterung auf den Rängen sorgte. Doch nach dem 26:26 kippte das Spiel, denn mit dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Nico Büdel betrat der erfahrene Spielertrainer der Gäste das Feld und brachte sofort neue Impulse. Die „abgezockten“ Gäste aus Bürgel nutzten diese Phase konsequent aus, erzielten fünf Treffer in Folge und setzten sich vorentscheidend auf 31:26 ab. Trotz einer Auszeit von Trainer Wollbeck und aller Bemühungen gelang es der TuSpo in der Schlussphase nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen.

Am Ende stand eine 34:40-Niederlage, die den Spielverlauf nur teilweise widerspiegelt, denn die Gastgeber hielten lange gut mit und zeigten großen Einsatz. Trainer Philipp Wollbeck zog dennoch ein positives Fazit: „Ich denke, wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und unser Herz auf der Platte gelassen, was auch das Publikum nach dem Spiel honoriert hat. Am Ende hat es gegen einen starken Tabellenzweiten leider nicht gereicht, da die Gäste in der Schlussphase mehr nachlegen konnten und auch den ein oder anderen Pfiff mehr bekommen haben. Nächste Woche folgt für uns ein sehr wichtiges Spiel in Bruchköbel, bei dem wir mit der selben Energie auftreten wollen und ich hoffe dabei auf zahlreiche Unterstützung aus Obernburg.“

 

 

 

 

HSG Bieberau/Modau war auch in Wettenberg erfolgreich

Die HSG Bieberau/Modau bestimmte in Wettenberg von Anfang an das Spiel und ließ keinen Zweifel daran, wer am Ende siegen würde. Am Ende stand es dann auch 39:32 (21:16) für die Gäste aus Bieberau. Schnell gingen diese in Führung und gaben sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Wettenberg mühte sich und kam sogar in der 26. Spielminute noch einmal auf 15:17 heran, ehe Lasse Trautmann, Kevin Kunzendorf mit einem Doppelschlag und Torhüter Martin Juzbasic mit einem Wurf in das leere Tor Wettenbergs vor der Halbzeitpause für klare Verhältnisse sorgten (15:21). 

Bieberau/Modau auch nach dem Wechsel stark

Zur Freude der mitgereisten Falken Fans, hielt der Bieberau/Modauer Tordrang auch in Halbzeit zwei an. So ist der Spielverlauf schnell erzählt. In der 53. Spielminute führte Bieberau/Modau mit 37:27 und ließ es anschließend langsam ausklingen. Die Angriffsleistung stimmte mal wieder – 39 Tore in Wettenberg schaffte bisher keine Mannschaft – lediglich die Anzahl der Gegentreffer (32)  war am Ende zu hoch, hat aber keinerlei Bedeutung auf die Tabelle. Falken-Trainer Thomas Weber freute sich über den siebten Auswärtserfolg seiner Mannschaft und die 39 Tore, aber die Abwehrleistung hätte besser sein dürfen. „Das kann man besser verteidigen.“

 

 

Archivbild: TuSpo Obernburg