Rudern: Zweier und Vierer ohne Steuermann verpassen A-Finale
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In Sevilla verpassen der Zweier und Vierer ohne Steuermann das A-Finale beim gut besetzten Weltcup in Sevilla. Plätze fünf und vier im Halbfinale für die Boote mit Potenzial. Das gab Geschäftsführer Carsten Oberhagemann in einer Pressemitteilung bekannt.
„Der Weltcup ist eine gute Standortbestimmung. Im Männer-Riemen-Bereich sind alle Weltmeister und auch viele Finalboote aus Shanghai am Start. Sevilla ist eine gute Standortbestimmung“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge nach dem zweiten Wettkampftag, an dem der Vierer und der Zweier ohne Steuermann Platz fünf und vier im Halbfinale erreichten und damit den erhofften A-Finaleinzug verpassten. Aber beide Boote zeigen, dass in ihnen großes Potenzial steckt.
„Heute fehlten ein paar Prozent“
Der Vierer konnte das gute Auftaktrennen vom Freitag nicht wiederholen. Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer und Mark Hinrichs kamen hinter Weltmeister Großbritannien, dem WM-Zweiten Rumänien, Dänemark und Polen ins Ziel. „Heute hat in der Nachstartphase etwas die gemeinsame Präzision gefehlt. Dadurch haben wir nicht in den leichten Rhythmus wie im Vorlauf gefunden. Ein paar Prozent fehlten“, sagte Benedict Eggeling. Und Bundestrainerin Sabine Tschäge fügte hinzu: „Heute war es deutlich, aber morgen im B-Finale wollen wir versuchen, unseren Bugball vorzuschieben.“ Um 9.25 Uhr geht es gegen Litauen, Polen, Spanien, die neutralen Athleten und Kanada.
„Im Zweier braucht man einfach ein paar Rennen“
Mutig raus, auf den ersten 500 Metern gleichauf mit dem Weltmeister aus Neuseeland und bis 500 Meter vor dem Ziel in Reichweite zum A-Finale: Frederik Breuer und Leonard Brahms warfen im stark besetzten Halbfinale alles in die Waagschale, am Ende reichte es zum vierten Platz hinter Neuseeland, dem WM-Vierten aus Spanien und dem WM-Dritten aus der Schweiz. „Wir haben alles versucht, konnten uns mit den Top-Zweiern der Welt matchen und bis 1500 Meter mithalten. Für das erste Mal auf diesem Toplevel können wir viel Positives aus der Regatta ziehen. Das ist ein gutes Learning“, meinte Leonard Brahms. Ähnlich sieht es Sabine Tschäge: „Im Zweier ist es wichtig, internationale Rennerfahrung zu sammeln. Da braucht man einfach ein paar Rennen. Für den Auftakt ist es in Ordnung.“
Im B-Finale am Sonntag (9.10 Uhr) traf das Duo, das aktuell in Cambridge lebt und trainiert, auf Irland, Kroatien, Uruguay, Großbritannien und Norwegen. „Das Ziel ist vorne mitzufahren und uns nochmal zu steigern“, so Brahms.
Perspektiv-Vierer gewinnt C-Finale
Mit einem Sieg im C-Finale beendete der Perspektiv-Vierer mit Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach und Paul Martin die Regatta. Das Quartett setzte sich im Duell mit Tschechien durch. Es war ein eng geführter Zweikampf über die gesamten 2.000 Meter, schließlich überquerte der deutsche Vierer die Ziellinie mit einer knappen Sekunde Vorsprung. „Wir haben heute viel über den Kampf gelöst, ruderisch haben wir eine Menge Luft nach oben. Das Rennen war okay, aber insgesamt sind wir nicht zufrieden. Wir wären gerne im Halbfinale gelandet“, sagte Schlagmann Simon Schubert. Und Ole Bartenbach ergänzte: „Heute lief es besser als im Vorlauf, wir sind relaxter über die Strecke gekommen. Wir haben viel gelernt an diesem Wochenende.“
Ergebnisse:
Vierer ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Großbritannien 5:54,54 Minuten, 2. Rumänien 1 5:57,02, 3. Dänemark 5:59,62, 4. Polen 6:02,72, 5. Deutschland 1 (Jasper Angl, Benedict Eggeling, Ben Gebauer, Mark Hinrichs) 6:10,15, 6. Spanien 6:13,54.
Zweier ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Neuseeland 6:27,76 Minuten, 2. Spanien 6:31,72, 3. Schweiz 6:32,79, 4. Deutschland (Frederik Breuer, Leonard Brahms) 6:38,22, 5. Kroatien 6:42,13, 6. Irland 6:44,61.
Vierer ohne Steuermann, C-Finale: 1. Deutschland 2 (Simon Schubert, Kaspar Virnekäs, Ole Bartenbach, Paul Martin) 6:16,45 Minuten, 2. Tschechien 6:17,25.
Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür






