,

Rudern: Team Deutschland-Achter startet mit frischem Schwung in die EM

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Ein erster Härtetest für die neuen Besetzungen im Deutschland-Achter, Vierer ohne Steuermann und Zweier steht bevor, denn die EM in Italien beginnt in ein paar Tagen.

Nachfolgend die PM, die uns Carsten Oberhagemann hat zukommen lassen:

Mit neuen Besetzungen und frischem Selbstvertrauen geht das Team Deutschland-Achter in die Europameisterschaften im italienischen Varese vom 31. Juli bis 02. August. Nach intensiven Trainingswochen in Ratzeburg und den ersten Wettkampf-Kilometern bei den Finals wollen Deutschland-Achter, Vierer und Zweier nun erstmals über die olympische Distanz von 2.000 Metern zeigen, wie sich die Veränderungen in den Booten gegen die internationale Konkurrenz auszahlen.

Während die WM Ende August den eigentlichen Saisonhöhepunkt bildet, sind die Voraussetzungen bei der EM etwas anders. Fast drei Wochen Trainingslager und die Finals stecken noch in den Knochen. „Wir sind noch nicht vollständig erholt. Deshalb müssen wir die Ergebnisse auch entsprechend einordnen. Trotzdem sind wir gut vorbereitet“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge. Auch Bundestrainer Mark Emke blickt optimistisch auf die Titelkämpfe: „Wir sind zwar noch nicht komplett regeneriert, aber wir sind in der Lage dazu, gute Rennen zu fahren.“ Großbritannien und die Niederlande verzichten aufgrund von Höhentrainingslagern auf einen EM-Start. Dennoch wartet in Varese starke Konkurrenz.

Deutschland-Achter will angreifen

Im Deutschland-Achter ist Frederik Breuer für Tobias Strangemann ins Boot gerückt und hat die Schlagposition übernommen. Der Mannschaft hat das nochmal neue Impulse gegeben. „Wir profitieren davon, sind konsistenter geworden und haben an Geschwindigkeit gewonnen“, erzählt Emke. Das Team hat die Erkenntnisse aus den Weltcups gezielt aufgearbeitet und sich auf einigen Ebenen weiterentwickelt. Bei der EM ist es das erklärte Ziel, im Kampf um die Medaillen mitzumischen. „Wir wollen gute Rennen fahren und schauen, ob wir ganz vorne angreifen können“, so Emke.
Dabei trifft die Crew um Breuer,  Sönke Kruse, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen auf Polen, die Ukraine, AIN, Rumänien und Gastgeber Italien. Letztere haben in dieser Saison schon ihre Erfolge gefeiert: Rumänien war beim ersten Weltcup in Sevilla Dritter, Italien gewann den Weltcup in Plovdiv Mitte Juni, an dem der Deutschland-Achter nicht teilnahm.

Vierer will Entwicklung bestätigen

Im Vierer ohne Steuermann wurden zuletzt die Positionen getauscht. René Schmela sitzt nun auf Schlag, dahinter folgt ein Zwilling mit Benedict Eggeling und Mark Hinrichs, während Jasper Angel das Boot im Bug komplettiert. „Diese Besetzung hatten wir schon länger im Hinterkopf. Sie hat sich im Training richtig gut angelassen und passt im Gesamtgefüge so deutlich besser“, verrät Tschäge. Nach den positiven Eindrücken in Ratzeburg soll die Entwicklung nun auch international bestätigt werden und eine Steigerung zu den Weltcups erfolgen. Mit Italien, Rumänien, Litauen, AIN, Dänemark, Tschechien, Polen, Ukraine und einem britischen Ersatzboot wartet dabei ein anspruchsvolles Feld.

Internationale Premiere für den Zweier

Seine internationale Premiere erlebt der neu formierte Zweier mit Leonard Brahms und Tobias Strangemann. Die Kombination harmonierte im Training bereits gut, nun folgt der erste Härtetest auf großer Bühne. „Das ist sicherlich nicht leicht und natürlich fehlt den beiden noch gemeinsame Rennerfahrung, aber sie entwickeln sich im Training gut weiter. Nun gilt es, das auch im Wettkampf umsetzen und sich von Rennen zu Rennen zu steigern“, sagt Tschäge. Im mit zwölf Booten größten Riemen-Starterfeld wird es zunächst darum gehen, sich möglichst weit nach vorne zu arbeiten und wertvolle internationale Erfahrung zu sammeln. Ein Platz im Vorderfeld des B-Finals wäre ein guter erster Schritt, alles darüber hinaus ein zusätzlicher Erfolg. Als Ersatzleute reisen Max John und Hanno Brach zur EM.

Der Zeitplan

In Varese wartet auf das Team Deutschland-Achter eine malerische Regattastrecke, die von den Bedingungen als fair gilt. Für die Europameisterschaften werden sommerliche Temperaturen erwartet. Beste Voraussetzungen also für eine erste internationale Standortbestimmung der neuen deutschen Formationen am Lago di Varese.

Für den Zweier geht es am Freitag ab 10.29 Uhr mit dem Vorlauf los, das B-Finale steigt am Samstag um 9.25 Uhr, das A-Finale um 11.04 Uhr. Der Vierer startet am Freitag um 11.27 Uhr mit seinem Vorlauf, das B-Finale findet Samstag um 9.50 Uhr statt, das A-Finale um 12.18 Uhr. Der Deutschland-Achter tritt zum Bahnverteilungsrennen am Freitag um 14.49 Uhr an, zum A-Finale am Sonntag um 12.07 Uhr. Zum Abschluss der EM um 13.40 Uhr geht der Mixed-Achter mit Sarah Wibberenz, Lisa Gutfleisch, Hannah Reif, Frauke Hundeling, Benedict Eggeling, Tobias Strangemann, Leonard Brahms, René Schmela und Steuermann Till Martini ins Rennen.

 

Bild: Team Deutschland-Achter