Handball – Regionalliga: Obernburg spielt Remis – Bieberau/Modau mit Auswärtserfolg
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der Handball Regionalliga hat die TuSpo Obernburg den Sieg gegen Groß-Umstadt aus der Hand gegeben. HSG Bieberau/Modau gewann deutlich gegen Nieder-Roden II.
TuSpo gibt im Derby-Krimi den Sieg aus der Hand
Zum Auftakt der Saison empfing die TuSpo Obernburg vor vollen Rängen in der Valentin-Ballmann-Halle den TV Groß-Umstadt und musste sich am Ende mit 25:25 (11:11) zufrieden geben. Trainer Philipp Wollbeck musste dabei auf die beiden Leistungsträger Thomas Keck und André Göpfert verzichten. Trotzdem erwischten die Gastgeber einen guten Start und gingen nach zwei Minuten schnell mit 2:0 in Führung. Der in Bestform spielende TuSpo-Torhüter Jonathan Bausch parierte bereits in der dritten Minute einen Siebenmeter, doch danach entwickelte sich ein ausgeglichenes und intensives Derby. Die knappen Führungen der Gäste konnten die Gastgeber immer wieder ausgleichen, so dass es nach dem Zwischenstand von 7:7 in der 20. Minute dann mit einem 11:11 in die Halbzeit ging.
Obernburg legte richtig los
Nach dem Seitenwechsel legten die Römerstädter dann gleich richtig los. Mit drei Treffern in Folge setzte sich die TuSpo innerhalb von sechs Minuten auf 14:11 ab und baute den Vorsprung bis zur 42. Minute sogar auf 18:14 aus. Tobias Raab und Tom Müller kamen nun immer besser ins Spiel, während der eingewechselte Torhüter Sandro Friedrich gleich zwei Siebenmeter entschärfte. Beim 20:15 nach 46 Spielminuten schien der Derby-Sieg zum Greifen nah, doch Groß-Umstadt kämpfte sich zurück. Mit einem Vier-Tore-Lauf verkürzten die Gäste auf 20:19 und sorgten für eine hochspannende Schlussphase. Die TuSpo legte immer wieder vor und führte drei Minuten vor dem Ende mit 24:23. Auch das 25:23 durch Neuzugang Konstantin Knabe brachte in der 58. Minute noch keine Entscheidung, denn 45 Sekunden vor Schluss erzielte Groß-Umstadt den Ausgleich zum 25:25. In der hektischen Schlussphase ließ die TuSpo mehrere freie Chancen liegen und musste sich letztlich mit einem Punkt begnügen.
Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck war nach dem Spiel entsprechend enttäuscht:„Für mich war das eindeutig ein verlorener Punkt, denn die Fünf-Tore-Führung müssen wir insbesondere zuhause eigentlich ins Ziel bringen. Meine Mannschaft hat heute in vielen Phasen gezeigt, welche Qualität sie auf die Platte bringen kann. Leider haben wir das, was wir uns vorgenommen hatten, in der Schlussphase nicht mehr konsequent umgesetzt.“
Ein Auftakt nach Maß
Bieberaus Trainer Thomas Weber war vor dem Anpfiff wahrlich nicht zu beneiden, musste er doch auf Büttner, Klenk, Jajic und Günther verzichten. Die so arg dezimierte Mannschaft der HSG Bieberau/Modau kam dann auch schwerlich ins Spiel, steigerte sich aber im Laufe der Partie deutlich und gewann am Ende bei der HSG Nieder-Roden II völlig verdient mit 41:32 (19:16).
Von Anfang an führten die Falken und legten vor, aber Nieder-Roden gab nicht nach, kämpfte tapfer und nutzte die anfänglichen Abstimmungsprobleme der Falken, besonders in der Abwehr und kam immer wieder zu Toren. Nach zehn Spielminuten stand es 5:7, in der 17. Spielminute gelang Nieder-Roden sogar der 10:10-Ausgleich. Sicher auch ein Resultat der roten Karte gegen Hübscher in der zehnten Spielminute wegen einer überharten Aktion. Trainer Weber musste ab dann mit Lössl, einem Rechtsaußen, auf Linksaußen spielen, was die Falken aber nur kurz beeindruckte, schnell legten sie wieder vor und führten in der 20. Spielminute wieder mit 12:10. Im Angriff trat immer mehr Sicherheit ein, Weber führte geschickt Regie, Kunzendorf präsentierte sich gewohnt torgefährlich, David am Kreis war nicht zu bremsen und Routinier Buschmann spielte stark auf der rechten Seite. So wurden beim 16:19 die Seiten gewechselt.
Bieberau/Modau setzte sich immer besser in Szene
Mika Trautmann, mittlerweile im Tor, steigerte die Torhüterleistung in Halbzeit zwei und im Angriff setzten sich die Falken immer besser in Szene. Nieder-Roden mühte sich, konnte aber nicht mehr mithalten und kam immer mehr in Bedrängnis. Nach 40 Spielminuten führten die Falken bereits mit 28:21, spätestens da war erkennbar, wer sich am Ende mit zwei Punkten belohnen würde. Das Ergebnis mit 32:41 ist völlig in Ordnung, wenn man etwas Kritik äußern möchte, wäre das lediglich die Anzahl der 32 Gegentreffer, das kann die Gäste-Abwehr und die beiden Torhüter weitaus besser, schmälert aber nicht die gute Gesamtleistung.
Das Bild hat uns die TuSpo zur Verfügung gestellt. Danke dafür





