Handball – Regionalliga: Bieberau/Modau mit Sieg gegen Petterweil – Obernburg mit Kampfgeist zum Remis
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der Handball Regionalliga hat die HSG Bieberau/Modau gegen Petterweil einen Heimsieg eingefahren. Die TuSpo Obernburg kam mit einem Punkt aus Offenbach-Bürgel zurück.
Erstes Heimspiel – erster Heimsieg
Nach dem perfekten Saisonauftakt, mit dem hohen Sieg in Nieder-Roden, wollte die HSG Bieberau/Modau auch beim ersten Heimspiel der Saison nachlegen und die nächsten Punkte auf die Habenseite bringen. Das gelang und mit 32:29 (17:9) gewann die HSG gegen den TV Petterweil.
Die gut 400 Zuschauer sahen ein hochklassiges Spiel zweier Top-Teams, die sich nichts schenkten. Bieberau/Modau begann furios, stand sicher in der Abwehr und Torhüter Martin Juzbasic zeigte sich gut aufgelegt, hielt in der sechsten Spielminute seinen ersten Siebenmeter, dem folgten zwei weitere Siebenmeter-Paraden in der 25. und 27. Spielminute. So mussten sich die Gäste aus Petterweil ihre Torerfolge hart erkämpfen und bis zur Halbzeit gelang ihnen dies nur neunmal. Anders dagegen die Falken, die zeigten sich bestens aufgelegt im Angriffsspiel und führten bereits nach neun Spielminuten mit 5:1, überraschten Petterweil mit Toren aus dem Rückraum, drei Mal Trautmann, Buschmann und Weber, legten den Grundstein für den späteren Sieg. Petterweil mühte sich, um im Spiel zu bleiben, fand aber bis dahin kein geeignetes Mittel den Lauf der Falken zu bremsen. Dreimal Buschmann und zweimal Kunzendorf erhöhten ab der 20. Spielminute binnen sieben Minuten von 11:8 auf 16:8, zur Halbzeit stand es dann 17:9.
Hausherren nahmen Kampf an
Es war zu befürchten, dass dies nicht so bleiben würde, denn die Falken mussten erneut auf fünf Feldspieler verzichten und so musste Trainer Thomas Weber – auch aufgrund der Qualität des Gegners – mit sechs Feldspielern fast durchgehend durchspielen. Das kostete natürlich viel Kraft und Petterweil gab sich nicht auf. Dazu stellten sie in der zweiten Halbzeit ihre Abwehr um, agierten nun offensiver und arbeiteten sich wieder heran. Nach 37 Spielminuten stand es nur noch 18:14 und es entwickelte sich ein harter Schlagabtausch.
Bieberau/Modau nahm den Kampf an und legte ein hohes Engagement an den Tag. So konnten sie den Gegner auf Distanz halten, führten zeitweise wieder mit sechs Toren (50. Spielminute 27:21), doch dann ließ zunehmend die Konzentration nach, es wurden einige freie Bälle verworfen und so kam Petterweil noch einmal auf drei Tore (58. Spielminute 30:27) heran, öffnete die Deckung um möglicherweise das Spiel in den letzten beiden Minuten zu drehen, aber hier zeigte sich die ganze Routine der Falken, die sich davon nicht beeindrucken ließen und am Ende mit 32:29 verdient siegten. Till Buschmann setzte nach einer überragenden Leistung mit seinem zehnten Tor an diesem Abend den Schlusspunkt.
Eine hervorragende Leistung der gesamten Falken Mannschaft, die sich strikt an den Matchplan hielt und hoch motiviert und engagiert einen starken Gegner besiegte. HSG-Trainer Thomas Weber meinte anschließend: „Uns standen heute nur drei Rückraumspieler zur Verfügung, aber die haben – wie die gesamte Mannschaft – überragend gespielt und besonders in der ersten Halbzeit für Furore gesorgt. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, das war schon sehr überzeugend heute. Am Ende, als die Kräfte nachließen, hat sie sich noch einmal aufgebäumt und alles getan um den Sieg zu sichern. Wir haben im Team hervorragend gekämpft und dadurch gegen eine starke Petterweiler Mannschaft verdient gewonnen“.
Remis in Bürgel
Im zweiten Spiel der Saison musste die TuSpo Obernburg beim letztjährigen Vizemeister TSG Offenbach-Bürgel antreten und kam mit einem 35:35 (19:15) nach Hause. Nach dem Punkt im ersten Heimspiel gegen Groß-Umstadt wollte die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck auch diesmal ihre „kleine Chance“ auf eine Überraschung nutzen. Mit einer engagierten Leistung und ohne Respekt vor dem Meisterschaftskandidaten zeigte die TuSpo von Beginn an eine starke Vorstellung. Das gab Pressesprecher Klaus Zengel in einer PM bekannt.
Die ersten Minuten verliefen völlig ausgeglichen und in der zehnten Minute ging die TuSpo durch Leon Steinbrecher sogar mit 6:5 in Führung. Auch beim 7:6 machten die Römerstädter deutlich, dass sie die Punkte keinesfalls herschenken wollten. Anschließend übernahmen die Hausherren kurzzeitig das Spielgeschehen und führten in der 18. Spielminute mit 12:10. Doch die TuSpo blieb dran und war beim 15:14 weiterhin gut im Spiel. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnten die „Berler Bulls“ ihren Vorsprung jedoch noch ausbauen und gingen mit einer 19:15-Führung in die Pause.
Gastgeber zunächst am Drücker
Auch nach dem Seitenwechsel waren zunächst die körperlich überlegenen Gastgeber am Drücker und bauten ihren Vorsprung auf 23:18 aus. Doch die Wollbeck-Truppe ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit ihrem schnellen Spiel kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren und konnten bis zur 40. Minute auf 23:24 verkürzen. Dann zeigte die TSG erneut ihre Klasse und setzte sich innerhalb weniger Minuten wieder ab. Fünf Minuten später lagen die Gastgeber mit 30:24 vorne. Doch die Obernburger gaben sich auch in dieser Phase noch nicht geschlagen. Mit großem Kampfgeist kämpften sie sich Tor um Tor heran und verkürzten bis zur 53. Minute auf 32:30. Jetzt war wieder alles möglich. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Keeper Sandro Friedrich mit seinem Treffer sogar für den 34:34-Ausgleich. In der Crunchtime gelang den Gastgebern zunächst erneut die 35:34-Führung, doch 34 Sekunden vor Schluss bewies Tobias Raab einmal mehr seine Nervenstärke. Der elffache Torschütze traf zum vielumjubelten 35:35-Ausgleich und sicherte damit der TuSpo nach großem Kampf einen hochverdienten Punkt beim letztjährigen Vizemeister.
Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: „In einem schnellen und anstrengenden Spiel profitieren wir von unserem breiten Kader und einer geschlossenen, starken Mannschaftsleistung. So schaffen wir es trotz eines Sechs-Tore-Rückstands dank großen Kampfes noch zurückzukommen und uns einen Punkt beim letztjährigen Vizemeister zu sichern.“






